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"Flash-Crash": Wie Grossinvestoren Kleinanleger ueber den Tisch ziehen
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Enlightenment
2018-02-13 07:47:58 UTC
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Raw Message
"Flash-Crash" an den Börsen:
Wie Großinvestoren Kleinanleger über den Tisch ziehen
In der vergangenen Woche ist es an der New Yorker Aktienbörse
mehrmals zu sogenannten "Flash-Crashs" gekommen. Darunter
versteht man extreme Kurseinbrüche, die nur wenige Minuten
andauern und in deren Folge sich die Kurse zu einem beträcht-
lichen Teil wieder erholen.
[...]
Flash Crashs können von großen Marktteilnehmern wie Hedgefonds
und internationalen Großbanken absichtlich herbeigeführt und
zur eigenen Gewinnmaximierung genutzt werden. Verlierer des
Spiels sind die Kleinanleger.

Das Ganze funktioniert folgendermaßen: Werfen ein oder mehrere
Hedgefonds oder Großbanken gleichzeitig große Aktienpakete auf
den Markt, dann bricht der Kurs der betreffenden Aktien blitz-
schnell kräftig ein. Viele Kleinanleger haben zum Schutz vor
größeren Verlusten "Stop-Loss-Orders" platziert, die dazu
führen, dass ihre Aktien bei einem bestimmten Kursverlust
automatisch verkauft werden. Meistens werden diese Orders
bei einem Verlust von fünf Prozent aktiviert.

Hedgefonds-Betreiber müssen also nur dafür sorgen, dass es zu
einem Kurssturz von mindestens fünf Prozent kommt. Dann können
sie abwarten, bis eine Verkaufswelle der Kleinanleger mit Stop-
Loss-Ordern einsetzt und den Kurs weiter in die Tiefe treibt.
Sobald der Kursrückgang dann abebbt, können sie erneut
einsteigen und die Kurse so wieder in die Höhe treiben.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Der Kurswert einer Aktie
liegt bei 100 Euro. Einige Hedgefonds beschließen, ihre
Aktienpakete auf den Markt zu werfen, was den Kurs in
Sekunden oder Minuten um fünf Prozent einbrechen lässt und
bei Kleinanlegern automatisch die Stop-Loss-Orders auslöst.

Diese zweite Verkaufswelle treibt den Kurs um weitere vier
Prozent nach unten. Sobald die Talsohle erreicht ist – ein
Zeitpunkt, den die Algorechner der Profis sehr genau bestimmen
können – steigen die Hedgefonds bei einem Kurs von 91 Euro pro
Aktie wieder ein, was den Kurs wieder auf 97 Euro pro Aktie
hochtreibt.

Die Hedgefonds haben also, obwohl der Kurs gegenüber dem Aus-
gangswert um drei Prozent gefallen ist, auf die einzelne Aktie
einen Gewinn von 6 Euro gemacht. Kleinanleger mit einer Stop-
Loss-Order, die wegen der rasanten Geschwindigkeit der
Ereignisse erst nach dem Flash Crash wieder einsteigen,
müssen dagegen einen Verlust von sieben Euro (fünf Euro beim
Verkauf, zwei Euro beim erneuten Einstieg bei 97 Euro) hinnehmen.

Das Flash-Crash-Phänomen zeigt nicht nur, wie sehr die Aktienmärkte
von den großen Marktteilnehmern manipuliert werden. Es zeigt vor
allem ihren zutiefst pervertierten Charakter, denn eigentlich
dient das Prinzip der Stop-Loss-Orders, also der Eingrenzung
von Verlusten, ja dem Schutz von Kleinanlegern.
[...]
Da Flash-Crashs kein neues Phänomen sind und Großinvestoren
Kleinanleger in der Vergangenheit bereits mehrfach auf diese
Weise um erhebliche Summen erleichtert haben, werfen sie auch
ein bezeichnendes Licht auf die vermeintliche "Finanzaufsicht"
sämtlicher Börsen. Bis heute ist weltweit kein Fall bekannt,
in dem eine Behörde auch nur den Versuch unternommen hätte,
diesem Treiben ein Ende zu bereiten.

Im Grunde wäre es allerdings auch ein aussichtsloses Unterfangen,
denn die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die internationale
Finanzelite sich auf Grund ihrer Allmacht selbst dort, wo recht-
liche Einschränkungen gelten, nicht darum schert und in den
Fällen, in denen es tatsächlich zu gerichtlicher Verfolgung
kommt, sowohl von der Justiz, als auch von der Politik
mit Samthandschuhen angefasst wird.
https://www.contra-magazin.com/2018/02/flash-crash-an-den-boersen-wie-grossinvestoren-kleinanleger-ueber-den-tisch-ziehen/

Und mit Niedrig- bzw. Minuszins bzw. demnächst mit dem Bargeldverbot
(akt. Probelauf in Indien und Schweden) treibt die Finanzelite mit
ihren Marionetten an sämtlichen politischen Schlüsselpositionen,
das unaufgeklärte [1] Volk in die Börsenfalle zur Enteignung.
Heureka!


[1]
Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben, und
sorgfältig verhüteten, dass diese ruhigen Geschöpfe ja
keinen Schritt außer dem Gängelwagen, darin sie sie
einsperreten, wagen durften; so zeigen sie ihnen
nachher die Gefahr, die ihnen drohet,wenn sie es
versuchen allein zu gehen.

Nun ist diese Gefahr zwar eben so gross nicht, denn sie
würden durch einigemahl Fallen wohl endlich gehen lernen;
allein ein Beispiel von der Art macht doch schüchtern,
und schrekt gemeiniglich von allen ferneren Versuchen ab.
Es ist also fuer jeden einzelnen Menschen schwer .,....
Quelle
http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/kant_aufklaerung_1784?p=17
--
"Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/kant_aufklaerung_1784?p=17
Kim Jong Hippo
2018-02-13 09:59:30 UTC
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Post by Enlightenment
Wie Großinvestoren Kleinanleger über den Tisch ziehen
Kleinanleger werden an der Börse von den Profis nicht umsonst als
"Plankton" bezeichnet...
--
"Totgeschlagen gehört totgeschlagen."
(Dr Horst Leps, Religionslehrer a.D. und "Friedensaktivist")
http://narkive.com/j0v0RdlN:6.454.35
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