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Blankoscheck: Familiennachzug ohne den Nachweis der Familienzugehoerigkeit
(zu alt für eine Antwort)
Wachzeit
2017-10-14 09:21:21 UTC
Permalink
Raw Message
Fr, 13. Oktober 2017
Nicht zu glauben
Blankoscheck Familiennachzug

Eine Studie zählt viele Bedingungen für den Familiennachzug auf,
die am Ende alle nicht erfüllt werden müssen und ohne den
Nachweis der Familienzugehörigkeit zum Missbrauch einlädt.
Ein Fressen für das Geschäft der Schlepper aller Art.
[.]
Zunächst weiß die Studie, dass Familiennachzug nicht nur
Nachzug der Ehepartner bedeutet, sondern auch nicht-
verheirateter Partner. Man mag sich schon an dem Punkt
vorstellen, wie kompliziert das wird, wenn es sich um
gleichgeschlechtlichen Nachzug handelt, der in vielen
der Herkunftsländer unter Strafe steht und also nicht
so beurkundet werden kann wie in Deutschland.
[.]
Unter Punkt 2, „Nachzugsberechtigte Familienangehörige“
erfährt man weiter, dass das Recht auf Familiennachzug
auch für die familiäre Gemeinschaft mit Adoptiv-, Pflege-
und Stiefkindern gilt.

Nun muss zwar normalerweise bei einem Nachzugsantrag nach-
gewiesen werden, dass «ausreichender Wohnraum für die auf-
nehmende und die nachziehende Person zur Verfügung stehen
(§ 29 Abs. 1 Nr. 2 AufenthG) ebenso, wie nachzuweisen ist,
dass die aufnehmende Person den Lebensunterhalt „für
sich und die nachziehende Person sichern kann».

Für Asylberechtigte und andere gilt das allerdings nicht.
Sie sind „privilegiert“. Hier ist der Staat für die
Sicherung des Lebensunterhaltes vollumfänglich zuständig.

„Von der Voraussetzung, entsprechenden Wohnraum zur Verfügung
zu stellen, kann bei bestimmten Personengruppen abgesehen
werden bzw. ist bei bestimmten Statusgruppen gegebenen-
falls abzusehen (u. a. bei Resettlement-Flüchtlingen,
Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen (…)).“
Gleiches gilt dann auch für den Lebensunterhalt.

Sowieso sind diese Auflagen reine Willensbekundungen,
wenn es weiter heißt:

Von der Verpflichtung zur Lebensunterhaltssicherung aus-
genommen sind Resettlement-Flüchtlinge, Asylberechtigte
und subsidiärer Schutzberechtigte. Dann, wenn der Antrag
innerhalb der ersten drei Monate nach Anerkennung des
Asylstatus usw. gestellt wurde.

Gleiches gilt auch für die erforderlichen Sprachkenntnisse:
zwar sollte man die erbringen, muss man aber nicht. So
sollen Kinder, die bereits 16. Jahre alt sind, die
deutsche Sprache beherrschen bzw. gewährleisten können,
sich in die Lebensverhältnisse in die Bundesrepublik
einfügen zu können, aber über allem steht die „Vermeidung
einer außergewöhnlichen Härte“ (§ 36 Abs. 2 Satz 1 AufenthG)“,
die für nahezu alle oben genannten Gruppen anwendbar wird.
Noch besser: Wer kein Deutsch spricht, kann sogar zum
Zwecke des Spracherwerbs einreisen „zunächst durch
Erteilung eines Aufenthaltstitels zum Spracherwerb“
(BVerwG 10 C 12.12, Urt. v. 04.09.2012) (BAMF/EMN 2013: 24f.).

Diese „außergewöhnlichen Härte“ kann auch angewandt werden
für „Geschwister, Tanten, Onkel, Nichten und Neffen, Cousinen
und Cousins“, wenn die Umstände entsprechend nachgewiesen
werden. Umstände sind z.B. eine besondere Betreuungsbe-
dürftigkeit, das Wohl des Kindes und weitere „individuelle
Besonderheiten des Einzelfalls“ wie „psychische Not“.

Nicht verheiratete Partner dürfen nicht einreisen, aber
auch hier gilt: „(E)s kann gegebenenfalls eine Duldung oder
eine Aufenthaltserlaubnis gem. § 25 Abs. 4 AufenthG bis zur
Eheschließung oder zur Schließung einer Lebenspartnerschaft
erteilt werden.“ Bei Mehr-Ehen muss sich der Asylant offen-
sichtlich für einen Partner entscheiden. Aber die leiblichen
Kinder aller weiteren Ehepartnern der Mehr-Ehe können wohl
ebenfalls nachziehen.
[.]
Zur Antragstellung vor Ort. Hier werden zwar eine Reihe
von Dokumenten verlangt, aber wo keine vorhanden sind,
müssen eben auch keine erbracht werden. Hier reicht
beispielsweise der Einbezug von Zeugen oder der – kein
Witz – Versand eines „Entnahme-Kits“ für einen Gen-Test.
Auch hier darf spekuliert werden, dass diese kosteninten-
sive Maßnahme kaum zur Durchführung kommt, zumal der
Umgehung Tür und Tor geöffnet sind – und wer sollte
das vor Ort auch vollumfänglich überwachen?

Gebühren vor Ort für den Familiennachzug entfallen eben-
falls, „wenn es mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen
Verhältnisse des Gebührenpflichtigen in Deutschland
geboten ist“ (§ 53 Abs. 2 AufenthV). Und das wird
es in den allermeisten Fällen.
[.]
Zusammengefasst und in einem Satz lässt sich jetzt sagen:
Familiennachzug unterliegt einem umfänglichen Forderungs-
katalog, dem sich allerdings Angehörige von Resettlement-
Flüchtlinge, Asylberechtigte und subsidiärer Schutzbe-
rechtigte nicht oder kaum unterwerfen müssen.

Die Mitarbeiterin des Bundesamtes erinnert den Autor
dann noch in einem Nachsatz ihrer Email: „Bitte beachten
Sie bei Ihrer Berichterstattung, von dem Begriff Asylant
abzusehen, da dieser negativ konnotiert ist. Passende
Begriffe sind z.B. Asylbewerber oder Asylsuchender.“
Wie nun allerdings der anerkannte Asylbewerber
genannt werden darf oder soll, bleibt offen – wohl
„anerkannter Asylbewerber“ statt Asylant. Nun gut …
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/blankoscheck-familiennachzug


Lässt sich noch kürzer zusammenfassen: Jeder darf kommen,
aus jedem Grund. Bei jedem gilt irgendeine Regelung,
die dann die eigentliche wieder außer Kraft setzt.

Noch kürzer: Invasion

Wo auf der ganzen Welt gibt es das sonst noch:

Garantie der materiellen Versorgung und der Versorgung
mit Wohnraum, mit medizinischer Behandlung, Bildungs-
angeboten, mit der Möglichkeit der Ausübung von
Religion und Kultur auch gegen Gesetz und örtliche
Sitten (Schächten, Vielehe, Kinderehe ...).

Mehr Pull-Faktor geht nicht.

Und wer soll aufkommen für Wohnraum und für das Rundum-
Sorglos-Paket? Richtig: Menschen ohne (offensichtlichen)
Migrationshintergrund.

Wie lange wird es noch dauern, bis uns der Wohnraum zu-
geteilt wird und wir aus unserem gemieteten oder sogar in
unserem Besitz befindlichen Wohnraum vom Staat vertrieben
werden, um den privilegierten Menschen mit offensichtlichem
Migrationshintergrund Platz zu machen, von dem sie in An-
betracht der Frauen- und Kinderzahl reichlich brauchen?

Die Regierenden schaffen sich hier die nächste Krise, die zu
bislang unglaublichen Eingriffen zu unseren Lasten führen MUSS.

wz
Fritz
2017-10-14 13:17:05 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wachzeit
Nun gut …
https://www.tichyseinblick
Da hättest aber auch die Krone, Blick, etc. zitieren können ....

Wäre gleichauf unglaubwürdig!
--
Fritz
Das bunte Treiben der Kreischer hierconfs:
'Alternative Wahrheiten' 'Alternative Fakten' 'Postfaktische Wahrheiten'
'Fake News' 'Bunte Sprache'
juve
2017-10-14 13:44:43 UTC
Permalink
Raw Message
Die Regierenden schaffen sich hier die nächste Krise, die zu bislang
unglaublichen Eingriffen zu unseren Lasten führen MUSS.
Hammer, aber woran erkennt man die Angehörigen von sog. "Flüchtlingen"
die gar keine Papiere haben? Ganz einfach, Sie haben auch keine Papiere!

Lug und Trug ist damit Tür und Tor geöffnet und die werden sicher alle
gewaltige Familien haben die nachkommen? Die 7 Millionen sind da sehr
vorsichtig geschätzt, das können auch ganz schnell 14 oder 28 Millionen
werden und es wird richtig bunt in der BRD!

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