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„Sekundär-Migration“ aus Skandinavien steigt an: Wessen Asylantrag dort abgelehnt wurde kommt einfach nach D und stellt hier einen noch einmal einen Antrag: „Wir dürfen an der Grenze niemanden zurückweisen“ sagt die Bundespolizei im Norden
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Kim Jong Hippo
2019-05-12 20:09:43 UTC
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Eine steigende Zahl von abgelehnten Asylbewerbern versucht derzeit über
die dänische Grenze nach Deutschland einzureisen. Wie die Bundespolizei
mitteilt, finden aus diesem Grund verstärkte Kontrollen statt.

Puttgarden

„Es handelt sich vorwiegend um sogenannte Sekundär-Migranten, die es
nach der Ablehnung ihres Asylantrags in Dänemark noch einmal in
Deutschland versuchen wollen“, sagte Bundespolizeisprecher Gerhard
Stelke in Kiel. Ein zweiter Asyl-Antrag sei eigentlich rechtlich nicht
zulässig, dennoch müssten die Einreisenden erneut aufgenommen und
überprüft werden. „Wir dürfen an der Grenze niemanden zurückweisen“,
verdeutlicht Stelkes Kollege Torsten Tamm aus Bad Bramstedt. Verlaufe
die Überprüfung negativ, müsse ein Rückführungsgesuch an die dänischen
Behörden gestellt werden.
Kontrollen werden verstärkt

Erste Schätzungen gehen von über 300 illegalen Einreisen bereits in
diesem Jahr aus. Im Bereich der Bundespolizeiinspektion Kiel sind laut
Bundespolizei im vergangenen Jahr über 1000 Personen ohne die
erforderlichen Papiere aufgegriffen worden, 90 Prozent davon im
Fährhafen Puttgarden. Im ersten Quartal 2019 sei gegenüber dem
Vorjahreszeitraum bereits eine deutliche Steigerung feststellbar, sagte
Stelke.

Allein am Mittwoch führten die Grenzbeamten daher 161 Kontrollen in
Eurocity-Zügen, Reisebussen, Kleintransportern und Pkw durch. Weitere
Schwerpunkteinsätze seien in Planung, teilte die Behörde mit.

Für den neuen Flüchtlings-Zustrom gibt es in den Erstaufnahmestellen im
Land noch Kapazitäten. So seien in Neumünster 181, in Rendsburg 52 und
in Boostedt sogar 1165 Plätze frei, sagte Dirk Hundertmark, der Sprecher
des Kieler Innenministeriums unter Berufung auf den aktuellen
monatlichen Zuwanderungsbericht. Es bleibe jedoch bei der Zusage, dass
in Boostedt zum Jahresende nur noch maximal 500 Plätze plus 200
Reserveplätzen zur Verfügung stehen sollten. „Wir verfolgen konsequent
das vereinbarte Ziel, die Gemeinde Boostedt zu entlasten“, sagte
Innen-Staatssekretär Torsten Geerdts. „Die eigentlich erst für Ende des
Jahres als im Regelfall nicht zu überschreitende Zielmarke von 500
Flüchtlingen ist bereits heute fast erreicht.“

Laut Zuwanderungsbericht kommen die meisten Flüchtlinge aktuell aus dem
Iran. Auch Syrien, Afghanistan und der Irak sind zahlenmäßig stark
vertreten. Insgesamt kamen im März 1086 Zuwanderer. 2015, auf dem
Höhepunkt der Flüchtlingskrise, waren es 35 076, die meisten kamen
seinerzeit aus Syrien.

Stefan Schmidt, der Flüchtlingsbeauftragte des Landes
Schleswig-Holstein, erklärte, es sei richtig, jeden Asylantrag noch
einmal individuell zu prüfen und die Menschen nicht einfach
zurückzuschicken. „Es wäre unserer nicht würdig, mit den Ärmsten der
Armen so umzugehen.“
https://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Neue-Fluechtlingswelle-in-Puttgarden


Kommentarfunktion ist zwischen 22.00 und 07.00 Uhr deaktiviert, die
Zensoren müssen schließlich auch mal schlafen.
--
"Totgeschlagen gehört totgeschlagen."
(Dr Horst Leps, Religionslehrer a.D. und "Friedensaktivist")
http://narkive.com/j0v0RdlN:6.454.35
Gerald Gruner
2019-05-12 21:12:31 UTC
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Post by Kim Jong Hippo
„Es handelt sich vorwiegend um sogenannte Sekundär-Migranten, die es
nach der Ablehnung ihres Asylantrags in Dänemark noch einmal in
Deutschland versuchen wollen“, sagte Bundespolizeisprecher Gerhard
Stelke in Kiel. Ein zweiter Asyl-Antrag sei eigentlich rechtlich nicht
zulässig, dennoch müssten die Einreisenden erneut aufgenommen und
überprüft werden. „Wir dürfen an der Grenze niemanden zurückweisen“,
verdeutlicht Stelkes Kollege Torsten Tamm aus Bad Bramstedt. Verlaufe
die Überprüfung negativ, müsse ein Rückführungsgesuch an die dänischen
Behörden gestellt werden.
Wie viele Jahre dauert das?
Und da wundert man sich, dass das Vertrauen in den Rechtsstaat am Boden ist
und die AFD nur ihre Fangarme ausbreiten muss... :-(

MfG
Gerald
--
"It is one thing to have free immigration to jobs. It is another thing
to have free immigration to welfare."
- Milton Friedman
Franz Gans
2019-05-13 05:02:49 UTC
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Post by Gerald Gruner
Post by Kim Jong Hippo
„Es handelt sich vorwiegend um sogenannte Sekundär-Migranten, die es
nach der Ablehnung ihres Asylantrags in Dänemark noch einmal in
Deutschland versuchen wollen“, sagte Bundespolizeisprecher Gerhard
Stelke in Kiel. Ein zweiter Asyl-Antrag sei eigentlich rechtlich nicht
zulässig, dennoch müssten die Einreisenden erneut aufgenommen und
überprüft werden. „Wir dürfen an der Grenze niemanden zurückweisen“,
[..]

Aha, auch wenn rechtlich unzulässig, weil ja in DK schon geprüft und
sicher aus gutem Grund abgelehnt, muß in D noch mal jede Menge Geld
verbrannt werden?
Post by Gerald Gruner
Wie viele Jahre dauert das?
Und da wundert man sich, dass das Vertrauen in den Rechtsstaat am Boden
ist und die AFD nur ihre Fangarme ausbreiten muss... :-(
Fangarme, im AfD Programm steht was bei der CDU noch 2002 im Programm
stand! Nur unter Merkel ist eine ehemals zumindest halbwegs konservative
Partei, total abgerutscht.
Gottfried Feder
2019-05-13 20:44:36 UTC
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Post by Franz Gans
Aha, auch wenn rechtlich unzulässig, weil ja in DK schon geprüft und
sicher aus gutem Grund abgelehnt, muß in D noch mal jede Menge Geld
verbrannt werden?
"Geld", also Tauschmittel, wird nicht "verbrannt", es wird nur verteilt. Und zwar nach den Regeln und Wünschen des "Verteilers".
Post by Franz Gans
Fangarme, im AfD Programm steht was bei der CDU noch 2002 im Programm
stand! Nur unter Merkel ist eine ehemals zumindest halbwegs konservative
Partei, total abgerutscht.
Machst Du jetzt Comedy? "Parteien" und deren "Programme" sind so austauschbar wie beliebig.
--
Es zeugt von Naivität, den Politikern zu unterstellen, daß sie lediglich Fehler begehen. Alles, was sie tun, tun sie in vollster Absicht und es machen ALLE mit!
Heinz Schmitz
2019-05-13 13:55:54 UTC
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Post by Kim Jong Hippo
Stefan Schmidt, der Flüchtlingsbeauftragte des Landes
Schleswig-Holstein, erklärte, es sei richtig, jeden Asylantrag noch
einmal individuell zu prüfen und die Menschen nicht einfach
zurückzuschicken. „Es wäre unserer nicht würdig, mit den Ärmsten der
Armen so umzugehen.“
https://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Neue-Fluechtlingswelle-in-Puttgarden
Was für ein blöder, linker Schwachsinn. Wenn das ernst gemeint ist,
und jeder "Schutzsuchende" ein "Ärmster der Armen" ist, müsste man
doch sogar auf eine Prüfung der Asylberechtigung verzichten und ihm
die Anerkennung als Asylberechtigter sofort aushändigen.

Gleichzeitig erklärt man die Dänen für blöd und unfähig, zu erkennen,
ob jemand Asyl benötigt. Als Dänische Regierung würde ich sofort
gegen diesen Stefan Schmidt mobil machen und einmarschieren.

Grüße,
H.

PS
Den rot-grünen Mist abräumen! Vernunft fördern! Ja, Du kannst es!
Franz Gans
2019-05-13 19:50:59 UTC
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Post by Heinz Schmitz
Gleichzeitig erklärt man die Dänen für blöd und unfähig, zu erkennen,
ob jemand Asyl benötigt. Als Dänische Regierung würde ich sofort gegen
diesen Stefan Schmidt mobil machen und einmarschieren.
LOL...Dänen lügen nicht! ;-) Im Ernst, das liegt nicht in ihrem Naturel.
Ich mag dieses Land und die Menschen, auch wenn ich nur wenige Male dort
war. Besonders hat mich beeindruckt, das niemand den Zündschlüßel am Auto
abzieht, wenn er in den Supermatk geht. ;-) Oder das es in öffentlichen
Schwimmbädern keine abschließbaren Fächer, für Bekleidung/etc. gab. ;-)

Auch das an völlig unbedeutenden Landstraßen um 23:00 Uhr mit
Scheinwerfern Reparaturen durchgeführt wurden. Während in der BRD im
Berufsverkehr auf wichtigen Autobahnen Spuren gesperrt wurden um
Grünzeugs zu schneiden, hat mich stark beeindruckt. Von den Frauen mal
ganz zu schweigen.
R.E. Education
2019-05-13 20:01:19 UTC
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Post by Franz Gans
LOL...Dänen lügen nicht! ;-) Im Ernst, das liegt nicht in ihrem
Naturel. Ich mag dieses Land und die Menschen, auch wenn ich nur
wenige Male dort war. Besonders hat mich beeindruckt, das niemand den
Zündschlüßel am Auto abzieht, wenn er in den Supermatk geht. ;-) Oder
das es in öffentlichen Schwimmbädern keine abschließbaren Fächer, für
Bekleidung/etc. gab. ;-)
Auch das an völlig unbedeutenden Landstraßen um 23:00 Uhr mit
Scheinwerfern Reparaturen durchgeführt wurden. Während in der BRD im
Berufsverkehr auf wichtigen Autobahnen Spuren gesperrt wurden um
Grünzeugs zu schneiden, hat mich stark beeindruckt. Von den Frauen
mal ganz zu schweigen.
Wann war das in Dänemark? In den 70ern?

RED
Franz Gans
2019-05-13 20:16:13 UTC
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Post by R.E. Education
Post by Franz Gans
Auch das an völlig unbedeutenden Landstraßen um 23:00 Uhr mit
Scheinwerfern Reparaturen durchgeführt wurden. Während in der BRD im
Berufsverkehr auf wichtigen Autobahnen Spuren gesperrt wurden um
Grünzeugs zu schneiden, hat mich stark beeindruckt. Von den Frauen mal
ganz zu schweigen.
Wann war das in Dänemark? In den 70ern?
Nope, 80er bis Anfang 90er.
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