Discussion:
Die gravierenden Konstruktionsfehler des Euro
(zu alt für eine Antwort)
J.Malberg
2015-07-11 22:09:44 UTC
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http://www.welt.de/finanzen/article143835623/Die-gravierenden-Konstruktionsfehler-des-Euro.html

Noch dreht sich alles um den Verbleib von Griechenland im Euro. Doch unabhängig davon, ob das Land in der Währungsunion bleibt oder ob der Grexit kommt, kann man schon jetzt die Uhr danach stellen, wann die nächste Krise den Euro-Raum erschüttern wird.

Zuletzt sorgte sich der amerikanische Nobelpreisträger Paul Krugman öffentlich über den Gesundheitszustand der Währungsunion: "Warum nur gibt es so viele ökonomische Desaster in Europa", fragte der berühmte Ökonom in seinem Blog. Und lieferte die Antwort gleich mit: Mit dem Beitritt zum Euro hätten sich die Länder eine Art ökonomische Zwangsjacke übergestreift, aus der es kein Entrinnen gibt.

Krugman spricht einen Punkt an, vor dem viele US-Ökonomen bereits vor der Einführung des Euro warnten. Denn Griechenland ist zwar das prominenteste, aber längst nicht das einzige Beispiel für ein Land, dem der Euro nicht sonderlich gut getan hat.

Die Wachstumsbilanz der Währungsunion fällt alles andere als überzeugend aus. Insbesondere im Vergleich zu Nicht-Euro-Mitgliedern wie Großbritannien, Schweden oder Norwegen zeigt sich, dass die Euro-Länder unterdurchschnittlich gewachsen sind.

Selbst Musterschüler Finnland macht der Euro zu schaffen!

Einige Länder wie Italien, Griechenland oder Portugal blicken unter dem Strich auf eine 15 Jahre dauernde Stagnation zurück. Auch Deutschland hat seit Einführung des Euro gerade mal ein durchschnittliches Wachstum von 1,3 Prozent hingelegt. Vor allem in den Anfangsjahren der Währungsunion blieb die größte Ökonomie des Kontinents zurück. Die Schweiz dagegen schaffte 1,9 Prozent, Großbritannien fast zwei, Amerika und Schweden legten sogar deutlich mehr als zwei Prozent zu.

Doch es sind nicht nur die bekannten Problemkandidaten aus Europas Süden, die von einer Krise in die nächste stolpern. Selbst der Musterschüler Finnland, der auf dem Papier alles richtig gemacht und sich weder eine exzessive Verschuldung noch ausufernde Budgetdefizite geleistet hat, kämpft mit einer existenziellen Krise.

Zwar ist das Land in dieser Hinsicht Kummer gewöhnt: Anfang der Neunziger Jahre kollabierte die Wirtschaft, nachdem sich die Sowjetunion als wichtiger Handelspartner auflöste und gleichzeitig die in den Vorjahren entstandene Blase auf dem Aktien- und Immobilienmarkt platzte.

In den Jahren 1991 bis 1993 schrumpfte die Wirtschaft zeitweise um 13 Prozent. Allerdings gelang es Finnland dank einer rigorosen Wirtschafts- und Finanzpolitik, den Abschwung zu stoppen und sich wieder nach vorn zu kämpfen. Das Erfolgsrezept der Finnen war genau das, auf dass die Länder im Süden Europas im Krisenfall auch gern zurückgriffen: eine drastische Abwertung der eigenen Währung, um wieder wettbewerbsfähiger zu werden. Die Finnmark wertete in dieser Zeit gut ein Drittel ab - genug, um das Land mit aus dem größten Schlamassel zu hieven.


Selbst Musterschüler Finnland erreicht immer noch nicht Vorkrisenniveau
Selbst Musterschüler Finnland erreicht immer noch nicht Vorkrisenniveau
Euro verursacht asymmetrische Schocks

Eine solche Abwertung ist seit dem Beitritt zum Euro nicht mehr möglich. Dabei wäre genau dieses Instrument hilfreich gewesen, als die Skandinavier mit dem Niedergang des einst führenden Handykonzerns Nokia und dem Zusammenbruch der Papierindustrie gleich zwei gewaltige Schocks erlitten, von denen sich das Land bis heute nicht erholt hat.

Und so durchleidet Finnland eine Art Dauermisere. Auch im Jahr sieben nach der Krise liegt die Wirtschaftsleistung noch sieben Prozent unter dem Vor-Krisen-Niveau. Die Arbeitslosenquote ist mit 9,7 Prozent auf dem höchsten Stand seit 15 Jahren.

Finnland erlebt das, was Ökonomen asymmetrische Schocks nennen. Es leidet an ganz eigenen Problemen, die die anderen Euro-Mitglieder nicht haben, und die damit also auch den Euro nicht weiter tangieren. Damit können die Skandinavier auch nicht darauf setzen, dass sie von der Währungsseite Unterstützung in Form einer Abwertung bekommen, um das Wachstum anzukurbeln und die Arbeitslosigkeit zu reduzieren.

Ulf Poschardt spricht Klartext
Ulf Poschardt
"Die Griechen haben sich rausgewählt aus dem Euro"
Noch redet in Europa niemand über diese Art von Problemen, dazu ist das Drama der Griechen zu akut. Doch wenn die Währungsunion ihre ständigen Krisen jemals in den Griff bekommen will, muss sie sich grundlegend wandeln. Welche gravierenden Konstruktionsmängel der Euro hat, legen die Arbeiten des renommierten Harvard-Ökonomen Dani Rodrik nahe. Dieser sieht die Euro-Zone in ihrer jetzigen Konstruktion in einem unlösbaren Trilemma.

Es gibt nur eine Lösung, um Euro-Zone zu erhalten

Eine Währungsunion kann aus seiner Sicht nicht mit souveränen und demokratisch geführten Staaten funktionieren. "Der Euro ist ein Gebilde, das es vorher so nie gab: eine Währungsunion unter Demokratien, die auch noch ihre politische Selbstständigkeit behalten haben", schreibt der Wissenschaftler. So etwas könne nur Scheitern. Lange vor der Wahl von Alexis Tsipras zum griechischen Premier hatte Rodrik das jetzige Hellas-Drama vorausgesagt.

Lösen lässt sich das Trilemma nur auf zweierlei Weise: Entweder bricht die Euro-Zone auseinander. Oder aber die Währungsunion wird zu einem Gebilde ausgebaut, bei dem die Souveränität der Nationalstaaten geschliffen wird.

Doch wenn Europas Politiker es trotz zahlreicher Krisengipfel nicht schaffen, das Problem mit Griechenland in kurzer Zeit zu lösen, dürfte der Umbau zu den Vereinigten Staaten von Europa oder aber die Entflechtung des Euro erst recht unlösbar sein. Es wird daher wohl noch viele Krisen brauchen, ehe die Euro-Zone ihren Platz gefunden hat in der Welt.
Horst Leps
2015-07-11 22:12:59 UTC
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Jüngchen Malberg,

erzähl doch mal, was der Artikel uns sagen will.

HL
--
Τοις πολλοις πολλα δικει - Platon
Dr. Meyer-Birnus - Praxis für mentale Sanierung
http://pinterest.com/chryselers/33-45/
Siegfrid Breuer
2015-07-11 22:14:00 UTC
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dr.hl-news-dated-12-07-***@arcor.de (Horst Leps) taetschelte sein Ego
durch einen weiteren unnachahmlichen verbalen Tabledance und fordert
traditionsgemaess auf zum intellektuellen Schwanzvergleich.
Post by Horst Leps
erzähl doch mal, was der Artikel uns sagen will.
Mach Du das doch mal zuerst mit den Links, die Du kommentarlos
hier reingekuebelt hattest die letzten Tage, Du Laberhannes!

Leps, am besten kann man sich dort ein Bild machen,
was Du so fuer einer bist:

http://www.hinterfotz.de/dokterchen.html
http://www.hinterfotz.de/dokterchen1.html
http://www.hinterfotz.de/dokterchenswerk.html _(under construction!)_

Aber denk mal auch gelegentlich an die unerledigten Sachen, Leps:

http://www.hinterfotz.de/tophilfshinterfotz.html

Und Deinen Pudel kannste auch mal immer erinnern:

http://www.hinterfotz.de/supatophinterfotz.html

Ex-Gymnasial"lehrer" Dr. Horst Leps (mit der Lizenz zum Beten),
und der vermeintlichen 'Lizenz' zum Verleumden (fuer irgendwas muss
der Dokter ja gut sein):
|Sigfried Breuer, ein Schlaeger, kriminell bis ins Mark
|<http://meinews.niuz.biz/organisatorische-t777270.html> (Posting #5)]
Selbstverliebter eingebildeter ueberheblicher Radschlaeger von dspm,
studierter Nazi-ueberall-zugleich-Toeter und verbaler Tabledancer!
Fuerchtet weder Tod noch Teufel. Nur Google!
-> Chatten mit Dokterchen (als er noch Power hatte):
-> <http://www.hinterfotz.de/dr_lapsus.html>
--
| Losung: 'Alle doof, ausser Dr. Horst Leps!' _________
|============================================= ^ _~H~_
| Erklaer einem Arsch, dass er ein Arsch sei. ? o,o ?
| Bis zum letzten Furz wird er es abstreiten! ; _ ;
Sepp
2015-07-11 22:30:17 UTC
Permalink
Post by J.Malberg
Zuletzt sorgte sich der amerikanische Nobelpreisträger Paul Krugman
öffentlich über den Gesundheitszustand der Währungsunion
"Der Krugmann geht solang zum Brunnen, bissa er erbricht",
hot scho mei Grossvatter immer gsogt.


Sepp

--- news://freenews.netfront.net/ - complaints: ***@netfront.net ---
Thomas Heger
2015-07-12 06:33:19 UTC
Permalink
Post by Sepp
Post by J.Malberg
Zuletzt sorgte sich der amerikanische Nobelpreisträger Paul Krugman
öffentlich über den Gesundheitszustand der Währungsunion
"Der Krugmann geht solang zum Brunnen, bissa er erbricht",
hot scho mei Grossvatter immer gsogt.
Krugman ist ja Partei. Er vertritt bestimmte Interessengruppen, die
nicht eigentlich an einem starken Euro interessiert sind. Das sind so
die üblichen Verdächtigen: Lehmann Brothers et. al.

Die Frage ist also nicht, ein ein Herr Krugman den Euro gut findet,
sondern ob der Euro den Europäern nützt (oder nicht).

Man muß das Projekt 'gemeinsame Währung' sehen als bewußte Abkehr von
'deficit spending' (a la Krugman) und als Gegenmaßnahme gegen die
Dominanz des Dollars.

Natürlich zetert die Kaste der Ostküsten-Banker und setzt alles daran,
das Projekt Euro zum Scheitern zu bringen. Aber die Ostküste der USA
liegt ja nicht in Europa, weswegen die beim Euro nichts zu melden haben.

Und natürlich sollte man bei der EZB auch keine Leute einstellen, die zu
besagter Kaste gehören.

Aber das war alles nicht die Frage, sondern ob der Euro den Europäern
nützt (oder nicht).

Nun, eigentlich erfordert eine gemeinsame Währung auch, daß die Staaten
kein Defizit erzeugen, sondern, daß sie mit ihren Haushaltsmitteln
auskommen.

Der Grund ist natürlich, daß die Staaten kein Geld drucken können und
daher nur haben, was sie selber einnehmen.

Wenn nun bestimmte Staaten immer mehr Geld ausgeben, als sie einnehmen,
dann wachsen dort die Schulden. Und die Frage ist doch berechtigt, wovon
sie hoffen die bezahlen zu können.

Antwort: Deutschland zahlt!

Ähmmm, also mal halblang...

Wieso soll Deutschland für die Griechischen Schulden aufkommen???

Nun, Deutschland muß zahlen, wegen: den Nazis, dem Krieg, den Preussen,
der Pest und der Schlacht im Teutoburger Wald. Und überhaupt: wenn
Deutschland nicht zahlt, wer zahlt denn dann???

Die habens doch !!!

Und schließlich kann man nur da was wegnehmen, wo auch etwas ist. Das
ist doch vollkommen logisch!


TH
Honk Leps
2015-07-12 06:51:29 UTC
Permalink
Post by Thomas Heger
Krugman ist ja Partei.
Bis hierher gelesen. Nenne mir einen, der nicht Partei ist!
--
H.Leps

--- news://freenews.netfront.net/ - complaints: ***@netfront.net ---
Thomas Heger
2015-07-16 05:47:34 UTC
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Post by Honk Leps
Post by Thomas Heger
Krugman ist ja Partei.
Bis hierher gelesen. Nenne mir einen, der nicht Partei ist!
Die Frage ist doch, für WEN Krugman Partei ergreift?


'London School of Economics' ist wohl der Punkt, um den Krugmann's
Bemühungen kreisen.

Das wiederum ist eine Institution, welche man auch aus anderen
(unerfreulichen) Zusammenhängen her kennt. Speziell sind es die
Stichwort Thatcherismus und 'neue Weltordnung', welche ich damit in
Verbindung bringe.

Also kann man zwanglos schließen, daß Krugmann ein Wegbereiter und
Befürworter derartiger (skandalöser!) Pläne ist.

http://www.conspiracyschool.com/final-warning-history-new-world-order

"In 1895, Sidney Webb founded the London School of Economics, which
became a branch of the University of London. "

Daraus kann man wiederum schließen, WIE die Bänker den globalen
Faschismus eigentlich einführen wollen: per (Staats-) Schulden.

Und außerdem sieht man auch, WO sie derartiges planen: in den USA!

TH
Carla Schneider
2015-07-12 06:55:05 UTC
Permalink
Post by Thomas Heger
Post by Sepp
Post by J.Malberg
Zuletzt sorgte sich der amerikanische Nobelpreisträger Paul Krugman
öffentlich über den Gesundheitszustand der Währungsunion
"Der Krugmann geht solang zum Brunnen, bissa er erbricht",
hot scho mei Grossvatter immer gsogt.
Krugman ist ja Partei. Er vertritt bestimmte Interessengruppen, die
nicht eigentlich an einem starken Euro interessiert sind. Das sind so
die üblichen Verdächtigen: Lehmann Brothers et. al.
Die Frage ist also nicht, ein ein Herr Krugman den Euro gut findet,
sondern ob der Euro den Europäern nützt (oder nicht).
Man muß das Projekt 'gemeinsame Währung' sehen als bewußte Abkehr von
'deficit spending' (a la Krugman) und als Gegenmaßnahme gegen die
Dominanz des Dollars.
Natürlich zetert die Kaste der Ostküsten-Banker und setzt alles daran,
das Projekt Euro zum Scheitern zu bringen. Aber die Ostküste der USA
liegt ja nicht in Europa, weswegen die beim Euro nichts zu melden haben.
Und natürlich sollte man bei der EZB auch keine Leute einstellen, die zu
besagter Kaste gehören.
Aber das war alles nicht die Frage, sondern ob der Euro den Europäern
nützt (oder nicht).
Nun, eigentlich erfordert eine gemeinsame Währung auch, daß die Staaten
kein Defizit erzeugen, sondern, daß sie mit ihren Haushaltsmitteln
auskommen.
Der Grund ist natürlich, daß die Staaten kein Geld drucken können und
daher nur haben, was sie selber einnehmen.
Das ist genau das Problem. Wenn das Geld gehortet wird dann gibt es
eine Wirtschaftskrise, und die verstaerkt sich selbst weil die Leute
dann das Geld lieber sparen als ausgeben.
In so einem Fall muss der Staat Geld drucken und ausgeben, und das
kann er nicht mit dem Euro.
Post by Thomas Heger
Wenn nun bestimmte Staaten immer mehr Geld ausgeben, als sie einnehmen,
dann wachsen dort die Schulden. Und die Frage ist doch berechtigt, wovon
sie hoffen die bezahlen zu können.
Durch Aufnahme neuer Schulden. Aber das funktioniert in der Waehrungsunion
nur wenn alle Staaten dauernd das gleiche tun, es darf kein Ungleichgewicht
entstehen, und das ist nicht zu machen wenn die Wirtschaft in den Staaten
unterschiedlich gut laeuft. Zur Zeit herrscht z.B. in Spanien Wirtschaftskrise,
in Deutschland aber nicht. Spanien muesste also eigentlich Geld drucken und
ausgeben, aber selbst wenn die das duerften haette es nicht den gewuenschten
Effekt, denn dadurch wuerde dort die Inflation angheizt, die Preise
steigen, und damit werden die dort produzierten Gueter in anderen Teilen
der EU zu teuer. Ohne Waehrungsunion wuerde Abwertung das ausgleichen.
Post by Thomas Heger
Antwort: Deutschland zahlt!
Ähmmm, also mal halblang...
Wieso soll Deutschland für die Griechischen Schulden aufkommen???
Selbst wenn waere es keine Loesung.
Thomas Heger
2015-07-13 04:43:11 UTC
Permalink
Am 12.07.2015 08:55, schrieb Carla Schneider:
..
Post by Carla Schneider
Post by Thomas Heger
Wenn nun bestimmte Staaten immer mehr Geld ausgeben, als sie einnehmen,
dann wachsen dort die Schulden. Und die Frage ist doch berechtigt, wovon
sie hoffen die bezahlen zu können.
Durch Aufnahme neuer Schulden. Aber das funktioniert in der Waehrungsunion
nur wenn alle Staaten dauernd das gleiche tun, es darf kein Ungleichgewicht
entstehen, und das ist nicht zu machen wenn die Wirtschaft in den Staaten
unterschiedlich gut laeuft. Zur Zeit herrscht z.B. in Spanien Wirtschaftskrise,
in Deutschland aber nicht. Spanien muesste also eigentlich Geld drucken und
ausgeben, aber selbst wenn die das duerften haette es nicht den gewuenschten
Effekt, denn dadurch wuerde dort die Inflation angheizt, die Preise
steigen, und damit werden die dort produzierten Gueter in anderen Teilen
der EU zu teuer. Ohne Waehrungsunion wuerde Abwertung das ausgleichen.
Das meinte Herr Krugmann ja auch und kritisiert Deutschland, weil die
Deutschen seinen schönen Plan vereiteln würden.

Aber ist der Plan wirklich gut??

Die Staaten müssen ja die Schulden bezahlen, plus die Zinsen. Daher geht
bei einer Politik des Schuldenmachens irgendwann alles für Zins und
Tilgung drauf, was der Staat einnimmt.

Folge: alles andere kann dann nicht mehr gemacht werden: Schulen,
Straßenbau, Polizei, BaföG etc. pp.

Das stellt sich also dieser Nationalökonom als erstrebenswertes Ziel vor
und kritisiert Deutschland, weil wir da nicht mitmachen wollen.

Richtig wäre doch, wenn man in Zeiten niedriger Zinsen die Tilgung
erhöht und verstärkt Kredite zurückzahlt. Dann zahlt man in den Zeiten
wenig(-er) für Zinsen, wenn diese wieder steigen.

Aber das macht die Masse natürlich nicht so, sondern wir können hier in
Berlin eine richtig schöne 'Blasenbildung' auf dem Immobilienmarkt
beobachten.

Das liegt daran, daß bei 1% Zinsen für Hypotheken sich natürlich auch
extrem überteuerte Immobilien noch rechnen (sofern vermietet).

Aber das geht nur bei diesen extrem niedrigen Zinsen gut und wird bei
z.B. 8% ganz böse ins Auge gehen.

Bei steigenden Zinsen fallen nämlich die gezahlten Preise und damit der
'Wert' aller anderen Immobilien auch. Wenn dann der Wert (im Sinne von
aktuellem möglichen Verkaufserlös) unter die Besicherungsgrenze der
Immobilie fällt, dann verlangen die Banken, daß der Kreditnehmer einen
Teil der Schulden tilgt.

Da das viele nicht können werden viele Häuser verkauft (teils
zwangsweise). Das führt zu einer Abwärtsspirale bei den Preisen und die
'Blase platzt'.

Ähnliches gilt auch für die Staatsfinanzen, welche in Zeiten niedriger
Zinsen konsolidiert werden sollten, damit in Zeiten hoher Zinsen mehr
frei verfügbare Haushaltsmittel übrig bleiben.

Genau das machen die Deutschen und das wirft Krugmann ihnen vor.

TH
X-NO-ARCHIVE=NIE-NIEMALS-NICHT
2015-07-12 01:03:00 UTC
Permalink
|Sollte das vorangegangene inhaltlich wertvolle Posting abhanden gekommen
|sein, nachfolgend der Inhalt, um die mühevolle Suche auf www.narkive.com
|zu ersparen (ein kostenloser Infodienst von <http://www.hinterfotz.de>)!
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Jüngchen Malberg,

erzähl doch mal, was der Artikel uns sagen will.

HL
--
???? π?????? π???α δ??ε? - Platon
Dr. Meyer-Birnus - Praxis für mentale Sanierung
http://pinterest.com/chryselers/33-45/
Odin
2015-07-13 05:55:23 UTC
Permalink
Post by J.Malberg
http://www.welt.de/finanzen/article143835623/Die-gravierenden-Konstruktionsfehler-des-Euro.html
Noch dreht sich alles um den Verbleib von Griechenland im Euro.
[...]

Die EU kann man mit einen Mietshaus mit z.B. 10 Parteien vergleichen,
die sich verabredeten ihr persönliches Einkommen in einen Topf zu
werfen um dann anschließend wieder gleichmäßig auf alle Parteien zu
verteilen.
Leider, und DAS war VORHER absehbar, besteht diese "Gemeinschaft" aus
vielleicht drei fleißigen Mitgliedern und sieben faulen verschwenderischen.

Unter diesem komfortablen Versorgungssystem werden die Faulen noch
fauler und die Fleißigen irgendwann unwillig darüber für die Faulen
permanent mit arbeiten zu müssen.

Sozial geht eben NUR NATIONAL!
Thomas Heger
2015-07-15 14:54:06 UTC
Permalink
Post by Odin
Post by J.Malberg
http://www.welt.de/finanzen/article143835623/Die-gravierenden-Konstruktionsfehler-des-Euro.html
Noch dreht sich alles um den Verbleib von Griechenland im Euro.
[...]
Die EU kann man mit einen Mietshaus mit z.B. 10 Parteien vergleichen,
die sich verabredeten ihr persönliches Einkommen in einen Topf zu
werfen um dann anschließend wieder gleichmäßig auf alle Parteien zu
verteilen.
Leider, und DAS war VORHER absehbar, besteht diese "Gemeinschaft" aus
vielleicht drei fleißigen Mitgliedern und sieben faulen verschwenderischen.
Tatsächlich hat die Eu ja mehr Mitglieder als zehn und die
Sozialisierung des Deutschen Geldes wurde auch nicht unbedingt von den
Deutschen beschlossen.

Tatsächlich hat man den Deutschen gesagt, daß sie entweder den Euro
akzeptieren oder sich die Wiedervereinigung abschminken können.

Deswegen müssen sie nun auch für die Griechischen Staatsschulden
aufkommen (und die italienische, Französischen, Spanischen, Belgischen
usw.), denn sonst hätten sie die Wiedervereinigung ja umsonst bekommen.


TH
Ijon Tichy
2015-07-15 15:31:22 UTC
Permalink
Post by Thomas Heger
Tatsächlich hat man den Deutschen gesagt, daß sie entweder den Euro
akzeptieren oder sich die Wiedervereinigung abschminken können.
Schon komisch (im Sinne von seltsam) ...
Post by Thomas Heger
Deswegen müssen sie nun auch für die Griechischen Staatsschulden
aufkommen (und die italienische, Französischen, Spanischen, Belgischen
usw.), denn sonst hätten sie die Wiedervereinigung ja umsonst bekommen.
... dass die Deutschen angeblich immer "Opfer" von irgendwelchen
finsteren Mächten sein sollen.

Scheint irgendwie mit einer gewissen kollektiven Vergesslichkeit zu tun
zu haben.


https://de.wikipedia.org/wiki/Euro

Der Euro wurde am *1. Januar 1999* als Buchgeld, drei Jahre später, am 1.
Januar 2002, als Bargeld eingeführt.
(Zitat Ende Hervorhebung von mir, I. T.)

Die deutsche Wiedervereinigung (Zwei-plus-Vier-Vertrag)

https://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-plus-Vier-Vertrag

Er machte den Weg für die Wiedervereinigung Deutschlands frei, wurde am
12. September 1990 in Moskau unterzeichnet und trat am *15. März 1991*,
dem Tag der Hinterlegung der letzten Ratifikationsurkunde, mit einer
offiziellen Zeremonie in Kraft.
(Zitat Ende, Hervorhebung von mir, I. T.)

Als der Euro kam, war die deutsche Wiedervereinigung schon längst
Geschichte.

Mit freundlichen Grüßen

Ijon Tichy
Kai N. Schwein
2015-07-15 15:42:15 UTC
Permalink
Ijon Tichy gab kund und zu wissen:

[Thomas Heger über die Wiedervereinigung und den Euro]
Post by Ijon Tichy
Als der Euro kam, war die deutsche Wiedervereinigung schon längst
Geschichte.
Da sind dann eben ein paar morphische Felder durch die Jahre gewabert.
Kommt immer wieder vor.

-s
--
»Gobbledegook isn't an scientific expression.
»But it's a sufficient abstract for most usenet postings.
Horst Leps
2015-07-15 16:27:31 UTC
Permalink
Post by Ijon Tichy
Post by Thomas Heger
Tatsächlich hat man den Deutschen gesagt, daß sie entweder den Euro
akzeptieren oder sich die Wiedervereinigung abschminken können.
Schon komisch (im Sinne von seltsam) ...
Kann man so ähnlich bei Stephan Bierling
http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/206174/vormacht-wider-willen
S. 86ff nachlesen: Wiedervereinigung gegen Vertiefung der europäischen
Integration. Als Schutz der anderen Staaaten vor Deutschland. Kohl
selbst wollte das auch so, denn er wollte die (Selbst-)Isolierung
eines starken Deutschlands und Koalitionen gegen Deutschland in Europa
vermeiden. Von gemeinsamer Währung war allerdings wegen EWS-Krisen
schon in den 1980er Jahren die Rede, war also nicht neu. Und die wurde
dann nach deutschen Vorstellungen (Unabhängige Zentralbank etc.)
gestrickt.
Post by Ijon Tichy
Post by Thomas Heger
Deswegen müssen sie nun auch für die Griechischen Staatsschulden
aufkommen (und die italienische, Französischen, Spanischen, Belgischen
usw.), denn sonst hätten sie die Wiedervereinigung ja umsonst bekommen.
... dass die Deutschen angeblich immer "Opfer" von irgendwelchen
finsteren Mächten sein sollen.
Scheint irgendwie mit einer gewissen kollektiven Vergesslichkeit zu tun
zu haben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Euro
Der Euro wurde am *1. Januar 1999* als Buchgeld, drei Jahre später, am 1.
Januar 2002, als Bargeld eingeführt.
(Zitat Ende Hervorhebung von mir, I. T.)
Das ist die Geburt, die Zeugung war Jahre früher:
https://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Maastricht#W.C3.A4hrungs-_und_Wirtschaftsunion
1993
Post by Ijon Tichy
Als der Euro kam, war die deutsche Wiedervereinigung schon längst
Geschichte.
Das hängt doch enger zusammen.

HL
--
Τοις πολλοις πολλα δικει - Platon
Dr. Meyer-Birnus - Praxis für mentale Sanierung
http://pinterest.com/chryselers/33-45/
Siegfrid Breuer
2015-07-15 16:32:00 UTC
Permalink
dr.hl-news-dated-15-07-***@arcor.de (Horst Leps), unangefochtener
Grossmeister im multiplen 'Juengchen'-Sagen und hochqualifizierte
Kapazitaet im Herabsetzen und Erniedrigen anderer, taetschelte sein
Ego durch einen weiteren unnachahmlichen verbalen Tabledance und
fordert traditionsgemaess auf zum intellektuellen Schwanzvergleich.
Post by Horst Leps
Post by Ijon Tichy
Als der Euro kam, war die deutsche Wiedervereinigung schon längst
Geschichte.
Das hängt doch enger zusammen.
Aber Deinen bedauernswerten Schuelern durfteste doch sowas
sicher nicht verraten? Oder gabs da ne spezielle Version?

Leps, am besten kann man sich dort ein Bild machen,
was Du so fuer einer bist:

http://www.hinterfotz.de/dokterchen.html
http://www.hinterfotz.de/dokterchen1.html
http://www.hinterfotz.de/dokterchenswerk.html _(under construction!)_

Aber denk mal auch gelegentlich an die unerledigten Sachen, Leps:

http://www.hinterfotz.de/tophilfshinterfotz.html

Und Deinen Pudel kannste auch mal immer erinnern:

http://www.hinterfotz.de/supatophinterfotz.html

Ex-Gymnasial"lehrer" Dr. Horst Leps (mit der Lizenz zum Beten),
und der vermeintlichen 'Lizenz' zum Verleumden (fuer irgendwas muss
der Dokter ja gut sein):
|Sigfried Breuer, ein Schlaeger, kriminell bis ins Mark
|<http://meinews.niuz.biz/organisatorische-t777270.html> (Posting #5)]
Selbstverliebter eingebildeter ueberheblicher Radschlaeger von dspm,
studierter Nazi-ueberall-zugleich-Toeter und verbaler Tabledancer!
Fuerchtet weder Tod noch Teufel. Nur Google!
-> Chatten mit Dokterchen (als er noch Power hatte):
-> <http://www.hinterfotz.de/dr_lapsus.html>
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| Losung: 'Alle doof, ausser Dr. Horst Leps!' _________
|============================================= ^ _~H~_
| Erklaer einem Arsch, dass er ein Arsch sei. ? o,o ?
| Bis zum letzten Furz wird er es abstreiten! ; _ ;
Ijon Tichy
2015-07-15 17:07:29 UTC
Permalink
Post by Horst Leps
Post by Ijon Tichy
https://de.wikipedia.org/wiki/Euro
Der Euro wurde am *1. Januar 1999* als Buchgeld, drei Jahre später, am 1.
Januar 2002, als Bargeld eingeführt.
(Zitat Ende Hervorhebung von mir, I. T.)
https://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Maastricht#W.C3.A4hrungs-
_und_Wirtschaftsunion
Post by Horst Leps
1993
Post by Ijon Tichy
Als der Euro kam, war die deutsche Wiedervereinigung schon längst
Geschichte.
Das hängt doch enger zusammen.
HL
Nunja, es ist umstritten

<http://www.spiegel.de/politik/ausland/historischer-deal-mitterrand-
forderte-euro-als-gegenleistung-fuer-die-einheit-a-719608.html>

Historischer Deal: Mitterrand forderte Euro als Gegenleistung für die
Einheit

Die Wiedervereinigung hatte ihren Preis. Aus bisher geheim gehaltenen
Protokollen geht nach SPIEGEL-Informationen hervor: Erst die Bereitschaft
der Kohl-Bundesregierung, ihren Widerstand gegen die Einführung des Euro
aufzugeben, ebnete den Weg zur Einheit.
(...)
Vertreter der damaligen Bundesregierung bestreiten dagegen, dass die
Einführung des Euro der Preis für die Einheit gewesen ist. "Einen solchen
Handel hat es nie gegeben", sagte der frühere Bundesinnenminister
Wolfgang Schäuble dem SPIEGEL. Der damalige Finanzminister Theo Waigel
sagte: "An dieser These ist nichts dran. Der Euro ist genau im
vorgesehenen Zeitplan gekommen."
Zitat Ende.

Es mag natürlich im Vorfeld der Euro-Verhandlungen zu einem *informellen*
"Kuhhandel" gekommen sein - von einer "offiziellen Vereinbarung" oder gar
einem Vertrag kann jedenfalls keine Rede sein. Frankreich hat dem Zwei-
Plus-Vier-Vertrag und damit der deutschen Wiedervereinigung zugestimmt.

Erst DANACH wurde der Euro vorbereitet. Und bei diesen Vorbereitungen hat
sich Deutschland recht erfolgreich durchgesetzt - EZB in Frankfurt,
unabhängige Zentralbank, "no-bailout-Klausel" usw. Das waren alles
deutsche Forderungen.

Mit freundlichen Grüßen

Ijon Tichy
Lutz Beck
2015-07-15 16:32:14 UTC
Permalink
Post by Ijon Tichy
Post by Thomas Heger
Tatsächlich hat man den Deutschen gesagt, daß sie entweder den Euro
akzeptieren oder sich die Wiedervereinigung abschminken können.
Schon komisch (im Sinne von seltsam) ...
Post by Thomas Heger
Deswegen müssen sie nun auch für die Griechischen Staatsschulden
aufkommen (und die italienische, Französischen, Spanischen, Belgischen
usw.), denn sonst hätten sie die Wiedervereinigung ja umsonst bekommen.
Dieser Schmarrn will aus dem Kopf des tüütschen Michl nicht weichen.
Wir schnallen es immer noch nicht, daß ein "Aufkommen" mit gar
keiner gewissen Währung zu tun hat - sondern nur mit der Mitgliedschaft
und dem entprechenden Zusammenhalt innerhalb eines "Klubs", einer
"Organisation". Das heißt, das "Aufkommen" hat nur mit den
BinnenVERPFLICHTUNGEN zu tun.

Schlicht und einfach genauso wie in einer jeden Organisation von ...
Kameraden: "Einer für alle und alle für einen"; "Durch Dick und Dünn";
"Wie Pech und Schwefel"; "Right or wrong, my club"; "Der Stärkere
hilft dem Schwächeren"; "E pluribus unum!" (Siehe Bundesrepublik: 40
Jahre NRW Milliarden pro Jahr an Bayern. Nunmehr Bayern an Berlin u. a.
Nordlichter.)

Außerdem: Die EU wollte ursprünglich ZWAR nicht so funzen wie die
Bundesrepublik Deutschland, nämlich per "Lastenausgleichs"mechanismus.
AAAABER ... "kommt Zeit, kommt Rat": Alle nacheinander kapieren
schließlich: Anders geht's nicht. Entweder oder. Entweder so tun,
oder alle Mann ... EUxit.

Daher ist - nolens volens - auch die EU eine "Transferunion". Oder
aber ist sie keine, d.h. hört auf zu existieren. JETZT KÖNNT
IHR ALLE verstehen, was London unter einer "losen" EU meint, also
etwas wie die EFTA-Gemeinschaft. Zig mal wiederholten sie, sie wollen
nix mehr, d.h. nix "Vertiefteres". Denn die Briten habe anscheinend
eher als wir, toitschen Michels, kapiert, die EU bedeute die
Bundesrepublik hoch zehn samt "Wiedervereinigung" (mit den Rand-
europäern, wo Prassen, Verschwenden, Vetternwirtschaft und Steuer-
slalom Traditions"sportarten" sind). Und der Hegemon, der Uncle
Sam, benötigt diese disziplinierende Umorganisierung unserer Zone
(seiner ... Pufferzone) aus "verwaltungstechnischen" Gründen.
Eine "Verfeinerung" kommt noch nach der Unterzeichnung der Prolon-
gationsverträge TTIP, TiSA, CETA u.a.

Lutz
Thomas Heger
2015-07-15 18:58:54 UTC
Permalink
Post by Lutz Beck
Post by Ijon Tichy
Post by Thomas Heger
Tatsächlich hat man den Deutschen gesagt, daß sie entweder den Euro
akzeptieren oder sich die Wiedervereinigung abschminken können.
Schon komisch (im Sinne von seltsam) ...
Post by Thomas Heger
Deswegen müssen sie nun auch für die Griechischen Staatsschulden
aufkommen (und die italienische, Französischen, Spanischen, Belgischen
usw.), denn sonst hätten sie die Wiedervereinigung ja umsonst bekommen.
Dieser Schmarrn will aus dem Kopf des tüütschen Michl nicht weichen.
Wir schnallen es immer noch nicht, daß ein "Aufkommen" mit gar
keiner gewissen Währung zu tun hat - sondern nur mit der Mitgliedschaft
und dem entprechenden Zusammenhalt innerhalb eines "Klubs", einer
"Organisation". Das heißt, das "Aufkommen" hat nur mit den
BinnenVERPFLICHTUNGEN zu tun.
Diese 'Verpflichtung' erträumen sich die Bänker.

Tatsächlich war genau dies im Vertrag von Maastricht ausgeschlossen
worden, woran sich aber nun keiner mehr erinnern will.

Die Banken haben etliche Milliarden an Staaten der Eurozone verliehen
und werden die wohl teilweise nicht mehr wieder sehen.

Grund: Griechenland, Spanien, Portugal, Frankreich, Italien usw.
zusammen haben viel mehr Schulden, als sie je bezahlen könnten.

Deutschland kann das natürlich auch nicht und hat auch nicht vor,
dergleichen zu tun (also aus den fremden Schulden eigene zu machen).

Der Grund hierfür ist, daß die Bundesregierung nur ausgeben kann, was
ihr der Bundestag bewilligt. Und die EU kann nur ausgeben, was die
nationalen Regierungen bewilligen. Und das wird auf keinen Fall reichen,
die vielen Schulden in der Eurozone zu bezahlen.

Da kann man wohl wenig tun und die Banken schauen wahrscheinlich in die
Röhre.

Es kann natürlich auch anders kommen und alles wird gut. Aber so richtig
gut sieht das mit den Schulden eben nicht aus.


TH
X-NO-ARCHIVE=NIE-NIEMALS-NICHT
2015-07-16 01:58:00 UTC
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|Sollte das vorangegangene inhaltlich wertvolle Posting abhanden gekommen
|sein, nachfolgend der Inhalt, um die mühevolle Suche auf www.narkive.com
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Post by Ijon Tichy
Post by Thomas Heger
Tatsächlich hat man den Deutschen gesagt, daß sie entweder den Euro
akzeptieren oder sich die Wiedervereinigung abschminken können.
Schon komisch (im Sinne von seltsam) ...
Kann man so ähnlich bei Stephan Bierling
http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/206174/vormacht-wider-w
illen S. 86ff nachlesen: Wiedervereinigung gegen Vertiefung der
europäischen Integration. Als Schutz der anderen Staaaten vor
Deutschland. Kohl selbst wollte das auch so, denn er wollte die
(Selbst-)Isolierung eines starken Deutschlands und Koalitionen gegen
Deutschland in Europa vermeiden. Von gemeinsamer Währung war
allerdings wegen EWS-Krisen schon in den 1980er Jahren die Rede, war
also nicht neu. Und die wurde dann nach deutschen Vorstellungen
(Unabhängige Zentralbank etc.) gestrickt.
Post by Ijon Tichy
Post by Thomas Heger
Deswegen müssen sie nun auch für die Griechischen Staatsschulden
aufkommen (und die italienische, Französischen, Spanischen,
Belgischen usw.), denn sonst hätten sie die Wiedervereinigung ja
umsonst bekommen.
... dass die Deutschen angeblich immer "Opfer" von irgendwelchen
finsteren Mächten sein sollen.
Scheint irgendwie mit einer gewissen kollektiven Vergesslichkeit zu
tun zu haben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Euro
Der Euro wurde am *1. Januar 1999* als Buchgeld, drei Jahre später,
am 1. Januar 2002, als Bargeld eingeführt.
(Zitat Ende Hervorhebung von mir, I. T.)
Das ist die Geburt, die Zeugung war Jahre früher:
https://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Maastricht#W.C3.A4hrungs-_u
nd_Wirtschaftsunion 1993
Post by Ijon Tichy
Als der Euro kam, war die deutsche Wiedervereinigung schon längst
Geschichte.
Das hängt doch enger zusammen.

HL

--
???? π?????? π???α δ??ε? - Platon
Dr. Meyer-Birnus - Praxis für mentale Sanierung
http://pinterest.com/chryselers/33-45/
Odin
2015-07-16 06:38:17 UTC
Permalink
Post by Thomas Heger
Post by Odin
Post by J.Malberg
http://www.welt.de/finanzen/article143835623/Die-gravierenden-Konstruktionsfehler-des-Euro.html
Noch dreht sich alles um den Verbleib von Griechenland im Euro.
[...]
Die EU kann man mit einen Mietshaus mit z.B. 10 Parteien vergleichen,
die sich verabredeten ihr persönliches Einkommen in einen Topf zu
werfen um dann anschließend wieder gleichmäßig auf alle Parteien zu
verteilen.
Leider, und DAS war VORHER absehbar, besteht diese "Gemeinschaft" aus
vielleicht drei fleißigen Mitgliedern und sieben faulen verschwenderischen.
Tatsächlich hat die Eu ja mehr Mitglieder als zehn und die
Sozialisierung des Deutschen Geldes wurde auch nicht unbedingt von den
Deutschen beschlossen.
Das war doch nur eine Analogie welche selbst die dummen Antideutschen
auf der Skala begreifen können. Schon auf der Ebene von Gemeinden und
Ländern haben sie enorme Schwierigkeiten das nachzuvollziehen!
Post by Thomas Heger
Tatsächlich hat man den Deutschen gesagt, daß sie entweder den Euro
akzeptieren oder sich die Wiedervereinigung abschminken können.
Das stimmt allerdings...ABER es heißt trotzdem nicht, daß die
dafür einmal ausgehandelten Bedingungen und und REGELN derart
frech und gefährlich ignoriert werden durften!
Post by Thomas Heger
Deswegen müssen sie nun auch für die Griechischen Staatsschulden
aufkommen (und die italienische, Französischen, Spanischen, Belgischen
usw.), denn sonst hätten sie die Wiedervereinigung ja umsonst bekommen.
Mag sein, daß es wirklich solche Idioten gibt die das glauben...sie werden
aber, wenn das so weiter geht, den sehr viel schlimmeren Bürgerkrieg
bekommen. Und zwar auch die länder, die sich bisher von Deutschen nähren!

MfG Manfred

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