Discussion:
BlackRock – Weltweit größter Investor in Entwaldung
(zu alt für eine Antwort)
Dieter Intas
2020-06-29 04:09:29 UTC
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https://dieunbestechlichen.com/2020/06/blackrock-weltweit-groesster-investor-in-entwaldung-videos/


BlackRock – Weltweit größter Investor in Entwaldung
(+Videos)


Redaktion

25. Juni 2020


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Während sich die Coronapandemie weiter beschleunigt, nimmt
auch die Entwaldung des Amazonas zu. Der brasilianische
Amazonas hat in diesem Jahr ein Rekordniveau an Entwaldung
verzeichnet. Aber es ist nur der Beginn der Tragödie.

Der brasilianische Umweltminister sagte, dass die Regierung
den Fokus der Medien auf Covid-19 nutzen solle, um sich bei
den Änderungen der Umweltgesetze zu beeilen. Allein zwischen
Januar und März 2020 wurden fast 800 km2 Primärwald im
brasilianischen Amazonas abgeholzt. Doch nicht nur der
rechtsextreme Präsident Jair Bolsonaro steht in der Kritik,
weil er die grüne Lunge der Welt jeden Tag ein bisschen
mehr tötet, sondern auch der Investmentgigant BlackRock.

Die Investitionen von BlackRock sind in sechs Sektoren –
Soja, Rindfleisch, Palmöl, Gummi, Holz und Zellstoff /
Papier – in den letzten fünf Jahren um mehr als 500 Mio.
USD gestiegen, trotz weltweitem Protest.

https://netzfrauen.org/?s=Jair+Bolsonaro&submit=Suche



BlackRock – „Weltweit größter Investor in Entwaldung"

Finanzimperium Blackrock verwaltet knapp sieben Billionen
Euro an Anlagen für seine Kunden. Als einziger Investor
ist BlackRock an allen 30 Dax-Konzernen beteiligt und
finanziert Unternehmen, die für die Zerstörung des Amazonas
und anderer Naturwälder verantwortlich sind.
„Geld ist der Brennstoff" und BlackRock ist an der Zerstö-
rung des Regenwaldes beteiligt und mehrere NGOs bezeichnen
BlackRock sogar als weltweit größten Investor, der für die
Zerstörung des Regenwaldes verantwortlich sein soll.

BlackRock ist auch größter Aktionär der Deutschen Bank und
auch die Skandalbank trägt eine Mitschuld daran, dass über
300 Millionen Hektar Baumbestand in nur wenigen Jahren zer-
stört wurden, fast so groß wie Indien. Genau so wie Goldman
Sachs oder JPMorgan Chase, auch hier ist BlackRock einer
der größten Aktionäre.

Aber nicht nur BlackRock, sondern auch Bill Gates und
Warren Buffett sind Großaktionäre von Goldman Sachs. Siehe
„Gewissenswaschanlage": Warren Buffett und Bill Gates –
eine „mächtige" Männerfreundschaft besonderer Art und die
Stiftungen – Warren Buffett And Bill Gates – Inside the
Gates Foundation

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BlackRock hat mehr Geld in die fossile Brennstoff- und
Agrarindustrie investiert – die größten Treiber des
Klimawandels – als jedes andere Unternehmen der Welt.
Das bedeutet, dass das Portfolio von BlackRock eine
enorme Gefahr darstellt, den Planeten auf einen Weg zum
außer Kontrolle geratenen Klimawandel zu bringen –
tatsächlich trägt BlackRock mehr zum Klimawandel bei als
fast jedes andere Unternehmen auf der Erde.

Nicht nur beim größten Rindfleischunternehmen im
brasilianischen Amazonasgebiet, JBS SA gehört Blackrock
zu den Aktionären. Ebenso an den drei größten
Bergbaukonzernen der Welt, Rio Tinto, Vale und BHP, ist
Blackrock beteiligt. Wenn man sich die Beteiligungen
anschaut, kann man noch so oft behaupten, dass man etwas
gegen die Abholzung des Regenwaldes tun werde oder für
das Klima. Doch sind es die größten Umweltsünder, in die
BlackRock investiert. Zum Beispiel ist BlackRock der
größte Investor in Unternehmen, die weltweit neue
Kohlekraftwerke bauen, mit einer Gesamtinvestition von
mehr als 11 Milliarden USD.

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Laut Satellitendaten wurden allein im Jahr 2019 am
Amazonas 9.762 Quadratkilometer Regenwald zerstört.
Gab es 2019 noch eine weltweite Empörung darüber, dass
Regenwälder abgeholzt oder in Brand gesteckt wurden,
sind die Menschen mittlerweile mit einem anderen Virus
beschäftigt, der die Welt in Atem hält, dem Coronavirus
COVID-19, welches im Dezember 2019 in China ausbrach.
Mit dem Virus ist ein weltweites Phänomen aufgetreten –
die Plünderung der Regenwälder. Der Amazonas-
Regenwald wird gerodet und Indigene werden ermordet.
Allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden laut
dem Nationalen Institut für Weltraumforschung Inpe, das
Satellitenbilder auswertet, weitere 120'000 Hektar
Regenwald abgeholzt worden. Siehe: Amazonas, die Lunge
unseres Planeten wird für das „weiße Gold"gerodet und
Indigene werden ermordet! – For sugarcane – destruction
of the Amazon rainforest and indigenous people murdered

Am 28. Februar 2020 gab die NGO Amazonwatch bekannt,
dass die Führungskräfte des Finanzsektors weiterhin
überprüft werden, nachdem sie eine Reihe neuer
Verpflichtungen zur Bewertung und Verringerung der
Umweltauswirkungen der von ihnen unterstützten
Unternehmen angekündigt haben. Am 14. Januar 2020
erläuterte der CEO von BlackRock, Larry Fink, in seinem
jährlichen Brief an die Branche und die Aktionäre wichtige
neue politische Verpflichtungen für das Unternehmen,
einschließlich der Absicht, sich vom fossilen Brennstoff
Kohle zu trennen und die von ihnen finanzierten
Unternehmen auf einen neuen Standard der ökologischen
Nachhaltigkeit zu verpflichten. Doch wie ernst ist es
BlackRock damit.

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Ob Palmöl, Zellstoff und Papier, Holz, Vieh oder Soja –
BlackRock gehört durchweg zu den Top-Investoren in den
Branchen, die die Waldzerstörung vorantreiben, und ist an
den „schlechtesten" Unternehmen von Brasilien bis Borneo
beteiligt.

Petition: blackrocksbigproblem.com

Als Vermögensverwaltungsgesellschaft, die ein Kapital von
über 7,4 Billionen USD kontrolliert, übt BlackRock einen
starken Einfluss auf die Rolle aus, die Finanzakteure bei
der Bekämpfung des Klimawandels spielen. Dies ist ein
hart umkämpfter Sieg und erst der Beginn unseres
Einflusses darauf, wie das Unternehmen sein Geld
investiert, so der Investmentgigant BlackRock.


Geld ist der Brennstoff" – Banken und Investoren sind an
der Zerstörung des Regenwaldes beteiligt,
hatten wir bereits in einem Beitrag erläutert, und wenn
Banken und Investoren nicht mehr in „Umweltsünder"
investierten, gäbe es diese „Umweltsünder" nicht mehr.
Bedeutet: Wenn es keinen Zug gibt, der zu Ihrem Ziel fährt,
können Sie ihn nicht nehmen.



BlackRock der größte Investor in Unternehmen, die
weltweit neue Kohlekraftwerke bauen

Dass Larry Fink, der CEO von Blackrock, mit jeder
Regierung Geschäfte macht, sehen wir an der Arabischen
Liga. Bereits im Januar 2010 investierte Kuwait KIA $ 750
Millionen in die US-Firma Blackrock. Und dass BlackRock
auch in China investiert, zeigt das Beispiel Luckin Coffee,
welches 2017 in Peking gegründet wurde. Es handelt sich
um ein „chinesisches Starbucks", eine Coffeeshop-Kette,
mit bereits mehr als 4.000 Filialen. Die Investition von 125
Millionen US-Dollar sollen aus einem von BlackRock
verwalteten Private-Equity-Fonds stammen. Die Kette wird
auch von China International Capital Corp Ltd. unterstützt.
Kredite gab es auch von Banken wie Goldman Sachs und
Morgan Stanley, teilte Reuters im März 2019 mit. Und in
Goldman Sachs und Morgan Stanley ist Blackrock einer
der größten Aktionäre und China Investment Group ist
einer der größten Aktionäre von Blackrock. Wer steigt da
noch wirklich durch?

https://www.cnbc.com/2019/04/18/chinas-luckin-coffee-raises-150-million-from-blackrock-and-others.html

Die New York Times wies im Dezember 2019 darauf hin,
dass der Vorsitzende und Geschäftsführer von BlackRock,
Larry Fink, wiederholt andere CEOs aufgefordert habe,
ihre Unternehmen zu „sozialer Verantwortung" und
größerem „Zweck" zu führen. Dennoch hatte BlackRock
die schlechteste Abstimmungsbilanz der großen
Indexunternehmen, wie die Statistiken von Morningstar
zeigten. Dies schließt die Abstimmung gegen den
Beschluss von As You Sow ein, wonach die Sklaverei in
der Lieferkette offengelegt werden soll, auch nachdem sie
von den Vertretern der Institutional Shareholder Services
unterstützt wurde.

https://www.asyousow.org/resolutions/2018/01/31/monster-beverage-corporation-request-for-report-on-review-of-human-trafficking-and-forced-labor-in-supply-chain

Zum Beispiel ist BlackRock der größte Investor in
Unternehmen, die weltweit neue Kohlekraftwerke bauen,
mit einer Gesamtinvestition von mehr als 11 Milliarden
USD. BlackRocks öffentlich gemeldeter Bericht über die
Stimmrechtsvertretung für 2019 zeigt konsistente Stimmen
gegen praktisch alle klimarelevanten Resolutionen. Laut
New York Times wurde sogar bei 93 Prozent aller
eingereichten sozialen und ökologischen
Aktionärsbeschlüsse seiner Stimmrechtsvertreter gegen die
Befürworter der Aktionäre abstimmt. Diese Maßnahmen
sind nicht auf den neuen „Zweck eines Unternehmens"
ausgerichtet, sondern untergraben die Kernprinzipien der
Erklärung.

https://www.nytimes.com/2019/12/12/business/corporate-behavior-move-your-money.html?auth=login-email&login=email&searchResultPosition=1

Obwohl sich JPMorgan Chase und BlackRock zu
Klimaschutzmaßnahmen verpflichtet haben, fehlt das
Ausmaß dieser Verpflichtungen schmerzlich, so auch die
NGO Amazonwatch.

https://amazonwatch.org/news/2020/0131-pressure-from-climate-campaigners-forces-blackrock-to-prioritize-sustainability

„Im vergangenen Monat haben wir über die Ankündigung
von Larry Fink, CEO von BlackRock, geschrieben, in der
er sich verpflichtet hat, die Investitionen des Unternehmens
in Kohle zu reduzieren und seine Position als weltweit
größter Vermögensverwalter zu nutzen, um sich für eine
nachhaltigere Umweltpolitik in den Unternehmen
einzusetzen, in die das Unternehmen investiert," so die
NGO. Schaut man sich aber die Investitionen an, sind es
wieder einmal nur leere Versprechungen.

https://amazonwatch.org/news/2020/0131-pressure-from-climate-campaigners-forces-blackrock-to-prioritize-sustainability

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Abholzung für neue Plalmöl-Plantagen

Beispiel: In nur einem Jahrzehnt zerstörten Konzerne 50
Millionen Hektar Wald! Es sind die Konzerne, die ohnehin
als Umweltsünder gelten, wie General Mills, IKEA,
Johnson & Johnson, Kellogg, L'Oréal, Mars, Nestlé,
PepsiCo, Procter & Gamble und Unilever. Diese Konzerne
hatten sich 2010 dazu verpflichtet, die Entwaldung in den
nächsten zehn Jahren zu beenden. Paradox, werben diese
Konzerne doch auch noch mit dem Slogan
„Nachhaltigkeit". Siehe: In nur einem Jahrzehnt zerstörten
Konzerne 50 Millionen Hektar Wald! – IN JUST ONE
DECADE, CORPORATIONS DESTROYED 50
MILLION HECTARES OF FOREST

So ist BlackRock zum Beispiel einer der größten Aktionäre
bei Unilever, General Mills u.s.w

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Oder nehmen wir die Bergbaukonzerne, die sich im
Oktober 2019 auf der International Mining and Resources
Conference trafen. Sie ist Australiens größte jährliche
Branchenveranstaltung und zieht Delegierte aus den
Bereichen Ressourcen, Investitionen und Technologie an.
Mehr als 7.000 Delegierte aus rund 100 Ländern nahmen
an der dreitägigen Konferenz teil – während Australien in
Flammen aufgeht. Der stellvertretende Ministerpräsident
Michael McCormack behauptete laut SBSnews vom 29. 10.
2019, dass Bergbau viel Geld einbringe – daher sind
Proteste nicht erwünscht! An den größten
Bergbaukonzernen der Welt, Rio Tinto, Vale und BHP, ist
Blackrock beteiligt. Rio Tinto ist ein britisch-australischer
Bergbaukonzern. Rio Tinto gehört das Unternehmen
Hamersley Iron, das allein oder mit Partnern in
Westaustralien mehrere Bergwerke betreibt. Einige ihrer
Partner sind chinesische Unternehmen. Rio Tinto war auch
an dem Desaster in Brasilien beteiligt, als zwei Staudämme
von Erzbergwerken in der Mittelgebirgsregion im Südosten
Brasiliens brachen.

https://www.sbs.com.au/news/fifty-arrested-as-climate-activists-clash-with-police-outside-melbourne-mining-convention

https://netzfrauen.org/2015/11/28/rio-doce-disaster-unter-beteiligung-deutsche-bank-blackrock-vanguard-group-goldman-sachs/

Mehr Informationen zu BlackRock: Blackstone und BlackRock
– Stephen A. Schwarzman und Larry Fink – eine „mächtige"
Männerfreundschaft besonderer Art und die Arabische Liga

https://netzfrauen.org/2017/05/27/blackrock-blackstone/



„Weltweit größter Investor in die Entwaldung"

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Bereits ein im August 2019 veröffentlichter Bericht zeigt,
dass BlackRock, der weltweit größte Vermögensverwalter,
umfangreiche Investitionen in den Sektoren tätigt, die für
die Zerstörung der Wälder in Brasilien verantwortlich sind,
da Amazonasbrände eine beispiellose Entwaldung
auslösen. von Friends of the Earth USA, Amazon Watch
und dem niederländischen Forschungsunternehmen
Profundo wurde BlackRock als „weltweit größter Investor
in die Entwaldung" bezeichnet.

https://www.aljazeera.com/ajimpact/blackrock-amazon-world-largest-investor-deforestation-190830140755393.html

https://amazonwatch.org/assets/files/2019-blackrocks-big-deforestation-problem.pdf

Den folgenden Beitrag von CBS vom 02. März 2020 haben
wir für Sie übersetzt, denn jetzt sieht sich BlackRock mit
Kritikern angesichts des Klimawandels und der Abholzung
des Amazonasgebiets konfrontiert

https://www.cbsnews.com/news/amazon-fires-blackrock-investment-firm-financial-role-cbsn-originals-documentary/?fbclid=IwAR2i1NFoho3tNl098Ywl6NHo9KU44Zs8ejrrBlH4959hzkGZzcO5FD1veVE

Investmentgigant BlackRock sieht sich mit Kritikern
angesichts des Klimawandels und der Abholzung des
Amazonasgebiets konfrontiert



Nach jahrelanger Kritik von Umweltschützern hat sich der
weltgrößte Investor im Januar endlich der Herausforderung
gestellt, den Klimawandel zu bekämpfen. Damals kündigte
BlackRock, mit einem massiven Kundenvermögen von 7,4
Billionen Dollar, an, dass er 500 Millionen US $ an
Beteiligungen an der Kohleindustrie verkaufen und weitere
der Tausenden von Unternehmen, in die es investiert, dazu
drängen werde, ökologische Nachhaltigkeit zu einer Top-
Priorität zu machen.

Kritiker sagen jedoch, der in New York ansässige
Finanzmakler lasse bereits nach in seinem Engagement für
Umweltfragen. Insbesondere sei BlackRock zu passiv,
wenn es darum gehe, Veränderungen in der Agrar- und
Rohstoffindustrie voranzutreiben, von der viele glauben,
dass sie nach dem Energiesektor den zweitgrößten Beitrag
zum Klimawandel leistet.

Anders als bei der Kohle hat BlackRock nicht versprochen,
seine Beteiligungen an Unternehmen der Branche zu
veräußern, einschließlich der Unternehmen, die mit den
Bränden im Amazonasgebiet in Verbindung gebracht
wurden, wie Bungee Limited und Archer Daniels Midland.
Er hat auch nicht vorgeschrieben, dass die Unternehmen
ihren Betrieb umgestalten müssen.

Stattdessen hat BlackRock erklärt, er fordere die
Unternehmen dazu auf, den Investoren ihre Umweltrisiken
und die Kosten, die diese in Zukunft verursachen können,
besser offenzulegen. BlackRock hat nicht gesagt, was er
tun würde, wenn sich herausstelle, dass diese Kosten hoch
sind – oder wenn Unternehmen nicht bereit sind, diese
offen zu legen.

Der jüngste Schlagabtausch zwischen BlackRock und seinen
Umweltkritikern begann im Januar, als Mitbegründer Larry
Fink einen Brief an die Firmenbosse veröffentlichte, in dem
er den Klimawandel als eine größere „strukturelle, lang-
fristige Krise" bezeichnete, als er in seiner 40-jährigen
Finanzkarriere je erlebt habe. Er sagte, BlackRock werde
sofort damit beginnen, Nachhaltigkeit als „Kernziel" in
allen Unternehmen, in die es investiert, voranzutreiben.

https://www.blackrock.com/corporate/investor-relations/larry-fink-ceo-letter

Der Brief erregte große Aufmerksamkeit, weil Fink
voraussagte, der Klimawandel habe bereits Auswirkungen
auf den Aktienmarkt und die langfristigen Aussichten für
Investoren, und weil Fink sagte, sein Unternehmen werde
etwas dagegen unternehmen.

https://www.cbsnews.com/news/blackrock-puts-climate-change-first-in-its-its-investment-strategy/

Ein weiterer Grund für die Untersuchung: Finks
ernüchternde Prognose war eine Überraschung für eine
Firma, die sich in der Vergangenheit nur ungern für
Klimafragen eingesetzt hat. Der Investmentfonds-Forscher
Morningstar hat BlackRock kürzlich auf Platz 46 von 50
Finanzfirmen gesetzt, wenn es um die Unterstützung von
Umweltfragen geht.

https://www.morningstar.com/insights/2020/02/12/proxy-votes

„Larry Finks Brief war eine Wende", sagt Moira Birss,
Direktorin der Umweltgruppe Amazon Watch. „Das
weitere Vorgehen bleibt abzuwarten."



Ein permanenter Clash

BlackRock stand in der Vergangenheit im Fadenkreuz der
Klimaschützer. Im vergangenen Jahr, als wütende
Waldbrände weite Teile des Amazonas verkohlten,
blockierten Demonstranten den Eingang zum New Yorker
Hauptsitz von BlackRock. Die Demonstranten
beschuldigten BlackRock, Unternehmen zu finanzieren, die
für die Zerstörung des Amazonas und anderer Naturwälder
verantwortlich sind.

Jahrelang hatte BlackRock vorgegeben, er selbst als größter
Aktienbesitzer der Welt – der das Vermögen von
Großkunden wie öffentlichen Pensionsfonds und 401(k)-
Plänen von Unternehmen investiert, die das Vermögen von
Millionen von Arbeitnehmern halten, – kaum in der Lage
sei, soziale Themen wie den Klimawandel oder die
Regulierung von Waffen voranzutreiben. Das liegt daran,
dass BlackRock so genannte passive Indexfonds anbietet,
die alles vom S&P 500 bis hin zu Unternehmen in schnell
wachsenden Volkswirtschaften wie Brasilien und China
abbilden.

BlackRock verwaltet die Indexfonds, aber separate
Unternehmen wie S&P Global wählen die Unternehmen im
Index aus. Passiv verwaltete Fonds müssen nach den
Regeln der Indexinvestition die Aktien aller Unternehmen
im Index kaufen, unabhängig davon, ob diese Unternehmen
den Amazonas verbrennen oder nicht. In jüngerer Zeit, da
nun das Profil der Firma mit der Überprüfung ihres
Einflusses gewachsen ist, hat BlackRock versprochen,
mehr für die Verbesserung des Verhaltens der
Unternehmen zu tun, auch wenn es nicht viele messbare
Erfolge gegeben hat. Vor zwei Jahren sagte Fink,
Führungskräfte müssten den sozialen Zweck mit den
Gewinnen gleichsetzen. In diesem Jahr betraf sein Aufruf
zum Handeln den Klimawandel.

Umweltgruppen haben Grund zur Vorsicht. Laut
Morningstar war BlackRock unter den Investmentfonds-
Firmen eine der Firmen, die Aktionärsanträge der
Unternehmen, in die sie investiert hatten, am wenigsten
geneigt waren zu unterstützen.

BlackRock hatte nur 3% der Aktionärsanträge unterstützt,
die Morningstar in den letzten fünf Jahren prüfte. Dazu
gehörten Vorschläge zur Sozial- und Unternehmensführung
sowie Aufforderungen zum Handeln im Umweltbereich.
Bei nur umweltbezogenen Themen unterstützte BlackRock
8 % der Aktionärsanträge, über die er im letzten Jahr
stimmte, im Vergleich zu 42 % Unterstützung für alle
großen Fondsfamilien.

Im vergangenen Jahr sahen sich zwei Unternehmen des
S&P 500, der Fastfood-Riese Yum Brands und der Snack-
Hersteller Mondelez International, mit
Aktionärsbeschlüssen konfrontiert, die speziell die
Abholzung von Wäldern betrafen. BlackRock stimmte
gegen beide.

„Wenn BlackRocks Abstimmungsverhalten und das Engagement
der Aktionäre nicht stark und effektiv in Bezug auf den
Klimawandel sind, dann wäre gerechtfertigt, Finks Worte
als leer und heuchlerisch zu bezeichnen", sagt Birss von
Amazon Watch. „Es gibt mehr, was BlackRock tun könnte und
sollte."

Als Antwort auf die Fragen von CBS MoneyWatch wies
ein Sprecher von BlackRock auf einen Bericht hin, den das
Unternehmen im vergangenen Jahr herausgegeben hatte
und in dem es hieß, die Firma habe „fünf in Brasilien
ansässige Agrarunternehmen" angesprochen und jedes
Unternehmen habe erklärt, ihre Operationen seien „nicht
die Ursache der jüngsten Brände [im Amazonasgebiet] oder
direkt von ihnen betroffen gewesen". Zu der Zeit äußerte
BlackRock, er werde „sich bei Bedarf weiter engagieren,
um die Einführung solider Geschäfts- und
Führungspraktiken sicherzustellen".

Dem Sprecher von BlackRock zufolge spiegelten die
Stimmen der Aktionäre nicht vollständig wider, wie das
Der Finanzmakler mit den Unternehmen umgehe.
BlackRock dränge, so der Sprecher, seit mehreren Jahren
erfolgreich auf Veränderungen in Nachhaltigkeitsfragen,
aber die Firma erwarte, in Zukunft proaktiver zu sein,
wenn es um die Abstimmung der Aktionäre gehe.

„Angesichts der von uns bereits geleisteten Arbeit und der
wachsenden Investitionsrisiken im Zusammenhang mit der
Nachhaltigkeit werden wir zunehmend bereit sein, gegen
das Management zu stimmen, wenn die Unternehmen keine
ausreichenden Fortschritte gemacht haben", sagte der
Sprecher.



Fallstudie über Investitionen: Bunge Limited

BlackRock hält im Namen seiner Kunden Aktien im Wert
von 337 Millionen Dollar an Bunge Limited und ist damit
der drittgrößte Aktionär des landwirtschaftlichen
Unternehmens mit Sitz in St. Louis.

Vor zwei Jahren verhängte Brasilien gegen Bunge und
andere große Getreidekäufer eine Geldstrafe von 29
Millionen Dollar, weil sie zur Abholzung der Wälder in
diesem Land beigetragen hatten. Bunge sagte damals, das
gekaufte Getreide stamme nicht aus einem Schutzgebiet.

Amazon Watch hob Bunge in einem kürzlich erschienenen
Bericht über die Zerstörung des brasilianischen
Regenwaldes hervor und sagte, es gehöre zu den „größten
Unternehmen, die für die weit verbreitete Abholzung des
brasilianischen Amazonasgebietes verantwortlich sind",
und verwies auf die brasilianische Geldstrafe.

Ein Großteil der Investitionen von BlackRock erfolgt über
typische Indexfonds. Aber mindestens 16 Millionen Dollar
von BlackRocks Bunge-Beständen wurden über zwei
Indexfonds getätigt, den iShares MSCI USA ESG Select
ETF und den iShares MSCI USA ESG Optimized ETF.
Auf der Website von BlackRock heißt es, diese Fonds
investierten in Unternehmen, die „positive ökologische"
Eigenschaften aufweisen.

Einem Sprecher von BlackRock zufolge sei die Firma
dabei, eine Reihe ihrer Fonds als ökologisch und sozial
„bewusst" umzubenennen, um Kunden wissen zu lassen,
dass diese Fonds Unternehmen mit günstigen
Eigenschaften umfassen, aber auch „optimiert sind, um ein
ähnliches Risiko- und Ertragsprofil wie breite Marktindizes
zu bieten".






Quelle: netzfrauen.org

https://netzfrauen.org/2020/06/05/blackrock-2/
Frank "Panzerschaffer" Schaffer
2020-06-29 05:12:04 UTC
Permalink
Post by Dieter Intas
https://dieunbestechlichen.com/2020/06/blackrock-weltweit-groesster-investor-in-entwaldung-videos/
BlackRock – Weltweit größter Investor in Entwaldung
(+Videos)
Redaktion
25. Juni 2020
https://i0.wp.com/dieunbestechlichen.com/wp-content/uploads/2020/06/entwaldung_1591605567.jpg?w=1280&ssl=1
Während sich die Coronapandemie weiter beschleunigt, nimmt
auch die Entwaldung des Amazonas zu. Der brasilianische
Amazonas hat in diesem Jahr ein Rekordniveau an Entwaldung
verzeichnet. Aber es ist nur der Beginn der Tragödie. ...
Welche Tragoedie?

Dass bisher sinnlos ungenutztes Land urbar gemacht und bestellt wird?

Nicht ueberall auf der Welt ist man dermassen besemmelt, wie hier, wo man nicht mal mehr nen Fahrradweg bauen kann, ohne dass sich Spinner deswegen beklagen.
Jorg Knebel
2020-06-29 06:21:22 UTC
Permalink
On 29 /06 /2020 at 15:12:04 AEST, ""Frank \"Panzerschaffer\" Schaffer""
Post by Frank "Panzerschaffer" Schaffer
Dass bisher sinnlos ungenutztes Land urbar gemacht und bestellt wird?
ROTFL - Nach Schlaffis Ansicht braucht ja auch niemand Luft zum atmen.
Dieter Intas
2020-06-29 16:12:16 UTC
Permalink
Am Sun, 28 Jun 2020 22:12:04 -0700 (PDT)
Post by Frank "Panzerschaffer" Schaffer
Post by Dieter Intas
https://dieunbestechlichen.com/2020/06/blackrock-weltweit-groesster-investor-in-entwaldung-videos/
BlackRock – Weltweit größter Investor in Entwaldung
(+Videos)
Redaktion
25. Juni 2020
https://i0.wp.com/dieunbestechlichen.com/wp-content/uploads/2020/06/entwaldung_1591605567.jpg?w=1280&ssl=1
Während sich die Coronapandemie weiter beschleunigt, nimmt
auch die Entwaldung des Amazonas zu. Der brasilianische
Amazonas hat in diesem Jahr ein Rekordniveau an Entwaldung
verzeichnet. Aber es ist nur der Beginn der Tragödie. ...
Welche Tragoedie?
Dass bisher sinnlos ungenutztes Land urbar gemacht und bestellt wird?
Nicht ueberall auf der Welt ist man dermassen besemmelt, wie hier, wo
man nicht mal mehr nen Fahrradweg bauen kann, ohne dass sich Spinner
deswegen beklagen.
Was für ein Held ist "Frank \"Panzerschaffer\" Schaffer"?

Er hat vier, man beachte, vier Zeilen des Textinhalts gelesen und
schließt diesen mit einem Urteil ab ... grandiose Fähigkeit ... dafür
sollst du auch einen Preis erhalten. Der Preis "Arsch mit Ohren" geht
diesmal, im Juni 2020, an dich!

Herzlichen Glückwunsch 😂
Frank "Panzerschaffer" Schaffer
2020-07-04 06:34:48 UTC
Permalink
Post by Dieter Intas
Am Sun, 28 Jun 2020 22:12:04 -0700 (PDT)
Post by Frank "Panzerschaffer" Schaffer
Post by Dieter Intas
https://dieunbestechlichen.com/2020/06/blackrock-weltweit-groesster-investor-in-entwaldung-videos/
BlackRock – Weltweit größter Investor in Entwaldung
(+Videos)
Redaktion
25. Juni 2020
https://i0.wp.com/dieunbestechlichen.com/wp-content/uploads/2020/06/entwaldung_1591605567.jpg?w=1280&ssl=1
Während sich die Coronapandemie weiter beschleunigt, nimmt
auch die Entwaldung des Amazonas zu. Der brasilianische
Amazonas hat in diesem Jahr ein Rekordniveau an Entwaldung
verzeichnet. Aber es ist nur der Beginn der Tragödie. ...
Welche Tragoedie?
Dass bisher sinnlos ungenutztes Land urbar gemacht und bestellt wird?
Nicht ueberall auf der Welt ist man dermassen besemmelt, wie hier, wo
man nicht mal mehr nen Fahrradweg bauen kann, ohne dass sich Spinner
deswegen beklagen.
Was für ein Held ist "Frank \"Panzerschaffer\" Schaffer"?
Er hat vier, man beachte, vier Zeilen des Textinhalts gelesen und
schließt diesen mit einem Urteil ab ... grandiose Fähigkeit ... dafür
sollst du auch einen Preis erhalten. Der Preis "Arsch mit Ohren" geht
diesmal, im Juni 2020, an dich!
Herzlichen Glückwunsch 😂
Danke.

Aber der Rest Deines Hippiegeweines war nicht wirklich tiefgreifender, als die ersten vier Zeilen des Hippiegeweines.

Irgenein gelangweilter Wohlstandsdekadenzler hat in seinem Penthouse mal entschieden, dass der sinnlose "Regenwald" gut und die Nutzung des Landes fuer produktive Dinge boese sei. Dieses Narrativ verwenden seitdem Hippies und Oekostalinisten in aller Welt, wenn es darum geht, die Entwicklungsmoeglichkeiten anderer Laender zu torpedieren.

Drauf geschissen. Bolsonaro laesst sich von diesen Oekospinnern zum Glueck nicht mehr vorfuehren und entwickelt sein Land weiter, zum Wohle des brasilianischen Volkes.
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