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Schabbatgoi – Hilfsdienst eines Nichtjuden...Die spinnen doch, diese Juden!
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Odin
2020-10-16 07:30:39 UTC
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Schabbatgoi – Hilfsdienst eines Nichtjuden
Am Schabbat und an bestimmten Feiertagen arbeiten Juden nicht. Mitunter benötigen sie deshalb die Hilfe eines Nichtjuden.

Es ist Simchat Tora, das Fest der Torafreude. Mit einem Besucher aus Deutschland gehe ich durch Jerusalem. Wir sind auf dem Weg in die Altstadt. Während wir an einer roten Ampel stehen, kommt ein religiöser Jude auf uns zugerannt. Er hört uns Deutsch reden und fragt atemlos auf Englisch mit französischem Akzent: „Seid ihr jüdisch?“. „Nein“. „Gut“, ruft er erleichtert. „Unser Licht in der Synagoge ist ausgefallen, scheinbar ein Kurzschluss. Könnt ihr mit mir kommen?“

Nach dem jüdischen Religionsgesetz darf er uns nicht direkt fragen, ob wir als Nichtjuden eine für ihn am Feiertag verbotene Handlung übernehmen. Mein Besucher ist zum ersten Mal im Land und ruft sofort: „Klar, wir helfen dir.“

Fröhlicher Gesang aus dem Innenhof

Durch die verwinkelten Gassen von Nachlaot folgen wir dem glücklichen Gläubigen und betreten schließlich den Innenhof einer Synagoge. Dort scheinen uns einige Frauen bereits zu erwarten. Die Männer singen im dunklen Innenraum fröhlich die Simchat-Tora-Lieder. „Frag sie, wo der Stromkasten ist, sie dürfen es dir nicht von sich aus sagen“, sage ich meinem Besucher, der mit unserem neuen Freund den Raum betritt.

Ich bleibe draußen bei den Frauen. Plötzlich wird es hell. Offenbar ist der richtige Schalter umgelegt. Ich höre ein Stimmengewirr aus Französisch und Hebräisch, alle sind begeistert. Mein Besucher und ich werden mit Jubel und Dankbarkeit bedacht. „Vielen Dank für eure Hilfe. Kommt, bleibt doch noch zum Gottesdienst.“
Frank "Panzerschaffer" Schaffer
2020-10-16 08:21:54 UTC
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Schabbatgoi – Hilfsdienst eines Nichtjuden...
Und wo ist nun genau Dein Problem, Naziglatzi?
Odin
2020-10-16 09:53:53 UTC
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Post by Frank "Panzerschaffer" Schaffer
Schabbatgoi – Hilfsdienst eines Nichtjuden...
Und wo ist nun genau Dein Problem, Naziglatzi?
Ich habe keines damit...aber spinnen tun die mit dem Verhalten trotzdem.
Hans
2020-10-16 09:52:03 UTC
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Post by Odin
Schabbatgoi – Hilfsdienst eines Nichtjuden
Am Schabbat und an bestimmten Feiertagen arbeiten Juden nicht. Mitunter benötigen sie deshalb die Hilfe eines Nichtjuden.
[.....]
Post by Odin
Ich bleibe draußen bei den Frauen. Plötzlich wird es hell. Offenbar ist der richtige Schalter umgelegt. Ich höre ein Stimmengewirr aus Französisch und Hebräisch, alle sind begeistert. Mein Besucher und ich werden mit Jubel und Dankbarkeit bedacht. „Vielen Dank für eure Hilfe. Kommt, bleibt doch noch zum Gottesdienst.“
Religiöser Schwachsinn, Abteilung Judentum. Die Christen und
Mohammedaner sind auch nicht besser.
Odin
2020-10-16 09:54:13 UTC
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Post by Hans
Post by Odin
Schabbatgoi – Hilfsdienst eines Nichtjuden
Am Schabbat und an bestimmten Feiertagen arbeiten Juden nicht. Mitunter benötigen sie deshalb die Hilfe eines Nichtjuden.
[.....]
Post by Odin
Ich bleibe draußen bei den Frauen. Plötzlich wird es hell. Offenbar ist der richtige Schalter umgelegt. Ich höre ein Stimmengewirr aus Französisch und Hebräisch, alle sind begeistert. Mein Besucher und ich werden mit Jubel und Dankbarkeit bedacht. „Vielen Dank für eure Hilfe. Kommt, bleibt doch noch zum Gottesdienst.“
Religiöser Schwachsinn, Abteilung Judentum. Die Christen und
Mohammedaner sind auch nicht besser.
Sehe ich auch so.
Lutz Beck
2020-10-16 11:08:39 UTC
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Post by Hans
Religiöser Schwachsinn, Abteilung Judentum. Die Christen und
Mohammedaner sind auch nicht besser.
In Europa u. dem Russki-Imperium ist eher die Bezeichnungsvariante
auf Jiddisch bekannt: /Schabbesgoj/ (od. /Schabbes-Goj/). Verbote jeg-
licher Arbeiten, des Anzündungsfunkens sowie die Zubereitung davor = vor
dem Schabbatanfang des Essens für die Schabbatzeit, namens /Tschol(e)nt/

- alias /hamin/ (eine Art /Stew/-Eintopf, teils wie /Pichelsteiner/,
teils dem poln. /Bygos/ od. auch dem türk.-griech. /Türlü/ ähnlich
(somit auch dem jugosl.-türk. /Dschuwetsch/ u. dem ungar. /Letscho/)
mehr oder weniger ähnlich. u.a. Zutaten Fleisch, Bohnen, einige fast
hart gekochte (Geflügel)Eier &c -

sind typisch eigentl nur f. die Strenggläubigen - genauer Strengobser-
vierenden (-praktizierenden) im Rahmen der "israelitischen Kultus-
gemeinde/n".

Sehr viele andere Juden (geschw. denn die Atheisten) beachten aber die
meisten dieser, schabbesbezogenen Regeln nicht (auch, wenn diejenigen
"Liberalen" die entspr. Regeln ebenso gut kennen wie die Strengprak-
tizierenden der jüd. Riten u. Talmudmaßgaben.



Und nicht Wenige genießen auch Muskelfasern u. "Marmorierung" sowie
Wurst oder Schinken vom ... Schweinsfleisch. Das inkl. in Israel und
dort so schon seit den ersteren Immigrationen Anfang des 20. Jhs.).
Obwohl das "Auge der Gemeinschaft" im Hl. Land das Verhalten aller in
derselben "Gemeinde" xfach intensiver als in EuroAmer observiert. :-)

Bezügl. Schweinsfl. ist die Umma (die Weltgemeinsch. der Muslime) wohl
viel konsequenter. Zumal bei diesen, einmal Konvertit, darfst nie
mehr meinen, "ich mag nimmer, tschüß!" Da kannste nimmer raus, da
wirste allenfalls "vogelfrei": Die "Re-Kuffarisierung" kann dich die
Rübe kosten. Bei d. Juden kannste dagegen Papst in Rom werden! Siehe
den polnisch-französischen Kardinal Jean-Marie Lustiger, der eigentl.
polnischer Jude war. Professionelle Karriere bis zu den höchsten
Ämtern in der Hierarchie der r.-kath. Weltkirche. Als Kardinal hätte
er jederzeit r.-kath. Papst werden können (theoretisch ebenso Papst der
orthodoxen Kopten = der christl. Ägypter od. aber Oberhaupt der arme-
nischen (inkl. in Nagornyj-Karabach u. der Türkei) oder der russischen
Kirche, vorausgesetzt, daß die jeweilige Gemeinde so einen akzeptiert
hätte, was problematisch gewesen wäre angesichts der vielen ... Anti-
semiten vor allem im ehem. Russkireich u. dem Ostblockeuropa ;-)).
Also genauso wie sein Landsmann, der Erzkatholik Wojtyla (der von vorn-
herein getauft worden war).

Lutz

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