Discussion:
Sein E-Auto nachts laden verdeutlich das CO2-Maerchen noch mehr
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Arne Luft
2020-08-05 22:41:38 UTC
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Ein Renault ZOE R135 verbraucht auf 100 km ca. 20,0 kWh.
https://de.wikipedia.org/wiki/Renault_ZOE

Dazu kommen noch (ADAC) ca. 25% Ladeverlust, macht 25 kWh /100 km

Diese 25 kWh/100 km auf CO2-Emissionen beim aktuellen CO2-Wert
der tatsächlichen Stromerzeugung hierzulande umrechnen:


Gemäß Umweltbundesamt lag er bei 2018 bei 512 g/kWh beim
Strominlandsverbrauch.
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Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.

Jahr mix inlandsverbrauch

2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512

Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müßte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.


25 * 500 = 12.500 g = 12,5 kg/100 km

12500 / 100 = 125 g/km

Der Grenzwert für PKW in der EU wurde für 2020 auf 95 g CO2/km
festgelegt.


Jetzt kommt da noch der Überwitz dazu:

Viele Leute werden ihr E-Akku nachts mit Haushaltsstrom laden, weil
sie tagsüber mit dem Auto unterwegs sind und der Haushaltsstrom
billiger ist als der Schnellladestrom an der E-Tanke.

Das bedeutet, dass der reale CO2-Wert pro kWh Strom noch höher liegt
als im Jahresdurchschnitt, weil nachts keine Sonne scheint.

Die rechnerische Differenz des CO2-Wertes des Strommixes schwankt
derzeit (1.Augustwoche 2020) gemäß Agora-Energiewende zwischen 240
(mittags) und 512 (mitternacht) g CO2/kWh.

Wer also derzeit sein E-Auto nachts läd, erzeugt dabei mit Sicherheit
mehr als 500 g CO2/kWh, weil die Sonne nicht scheint und der Wind kaum
weht, egal was die großartigen Schönfärbertabellen der
EE-Absahnerlobby sagen.

Besagte Schönfärber erzählen was von derzeit 318 g CO2/kWh. Sowas wird
momentan bei strahlenden Sonnenschein erreicht aber niemal nachts,
wenn der rechnende Bürger sein E-Auto aufläd.

An windarmen Tagen im Januar 2020 lagen diese Werte bei bis zu 567 g
CO2/kWh.


Besagter Renault Zeo emittiert also Gramm an CO2 pro km

Standard 2018 125

Nachts August 2020 125
korrigiert auf Real 137

Grenzwert für Konventionelle 95
Politischer für E-Autos 0


Damit dürfte die Verlogenheit der Politik und ihrer E-Autoirreführung
offensichtlich sein.

Renault möge mir verzeihen, dass ich ihr Modell als Beispiel nutzte.
Bei den anderen ist es nicht besser.
Jens Mander
2020-08-06 01:21:04 UTC
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Renault m=F6ge mir verzeihen, dass ich ihr Modell als Beispiel nutzte.=
Bei den anderen ist es nicht besser.
Ich verzeihe Dir im Namen von Renault!
Arne Luft
2020-08-06 03:28:38 UTC
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On Thu, 06 Aug 2020 03:21:04 +0200, "Jens Mander"
Post by Jens Mander
Post by Arne Luft
Renault möge mir verzeihen, dass ich ihr Modell als Beispiel nutzte.
Bei den anderen ist es nicht besser.
Ich verzeihe Dir im Namen von Renault!
Danke, das erleichtert mich sehr.
Carla Schneider
2020-08-06 05:56:46 UTC
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Post by Arne Luft
Ein Renault ZOE R135 verbraucht auf 100 km ca. 20,0 kWh.
https://de.wikipedia.org/wiki/Renault_ZOE
Dazu kommen noch (ADAC) ca. 25% Ladeverlust, macht 25 kWh /100 km
Diese 25 kWh/100 km auf CO2-Emissionen beim aktuellen CO2-Wert
Gemäß Umweltbundesamt lag er bei 2018 bei 512 g/kWh beim
Strominlandsverbrauch.
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/bilder/entwicklung_der_spezifischen_kohlendioxid-emissionen_gesamt.jpg
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müßte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
25 * 500 = 12.500 g = 12,5 kg/100 km
12500 / 100 = 125 g/km
Der Grenzwert für PKW in der EU wurde für 2020 auf 95 g CO2/km
festgelegt.
Viele Leute werden ihr E-Akku nachts mit Haushaltsstrom laden, weil
sie tagsüber mit dem Auto unterwegs sind und der Haushaltsstrom
billiger ist als der Schnellladestrom an der E-Tanke.
Das bedeutet, dass der reale CO2-Wert pro kWh Strom noch höher liegt
als im Jahresdurchschnitt, weil nachts keine Sonne scheint.
Also hier in Suedbayern kommt der Strom nachts aus dem Atomkraftwerk,
zumindest zur Zeit noch bis Ende 2021.
Was kuemmert uns hier Nordrhein-Westfalen.
Hans-Juergen Lukaschik
2020-08-06 16:00:41 UTC
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Hallo Carla,

am Donnerstag, 06 August 2020 07:56:46
Post by Carla Schneider
Also hier in Suedbayern kommt der Strom nachts aus dem Atomkraftwerk,
zumindest zur Zeit noch bis Ende 2021.
Was kuemmert uns hier Nordrhein-Westfalen.
Da hast du recht. Als Bayern noch von NRW finanziert wurde, war das
etwas anderes.

MfG Hans-JÃŒrgen
--
http://lukaschik.de/rezepte/
www.fischereiverein-rietberg.net
Fischrezepte: www.fischereiverein-rietberg.net/?category_name=rezepte
SeefischREZ: www.fischereiverein-rietberg.net/?category_name=seefisch
Gernot Griese
2020-08-06 16:21:24 UTC
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Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müßte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich CO₂-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur CO₂-freien Strom zu exportieren?

Gernot
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Carla Schneider
2020-08-07 13:26:13 UTC
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Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müÃYte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich COâ,,-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur COâ,,-freien Strom zu exportieren?
Man koennte es tun, indem man nur den Strom exportiert der ueberschuessig ist.
Da man Verbrennungskraftwerke herunterfahren kann um Brennstoff zu sparen
ist der ueberschuessige Strom CO2-frei.

Tatsaechlich werden aber auch im Winter bei Kaeltewellen in Frankreich
in Deutschland thermische Kraftwerke angefahren um den zusaetzlichen
Bedarf zu decken den die Heizluefter-Franzosen dann haben.
Gernot Griese
2020-08-07 13:34:26 UTC
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Post by Carla Schneider
Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müÃYte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich COâ,,-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur COâ,,-freien Strom zu exportieren?
Man koennte es tun, indem man nur den Strom exportiert der ueberschuessig ist.
So etwas gibt es nicht. Es wird immer nur der Strom produziert, der
verkauft wurde.
Post by Carla Schneider
Tatsaechlich werden aber auch im Winter bei Kaeltewellen in Frankreich
in Deutschland thermische Kraftwerke angefahren um den zusaetzlichen
Bedarf zu decken den die Heizluefter-Franzosen dann haben.
Eben. Aber das Bundesumweltamt kümmert sich offensichtlich überhaupt
nicht um solche Feinheiten. Es schlägt einfach die Gesamtemissionen dem
inländischen Verbrauch zu und erklärt die Nettoexporte als emissionsfrei.

Gernot
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Carla Schneider
2020-08-07 17:55:37 UTC
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Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müÃfYte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich COâ,,-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur COâ,,-freien Strom zu exportieren?
Man koennte es tun, indem man nur den Strom exportiert der ueberschuessig ist.
So etwas gibt es nicht. Es wird immer nur der Strom produziert, der
verkauft wurde.
Aber bezahlt wird auch Strom der gar nicht produziert wurde weil
man ihn nicht verkaufen konnte und deshalb die Windkraftanlage aus
dem Wind gedreht wurde.
Und da er bezahlt wird ist es besser ihn zu produzieren und zu exportieren.
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Tatsaechlich werden aber auch im Winter bei Kaeltewellen in Frankreich
in Deutschland thermische Kraftwerke angefahren um den zusaetzlichen
Bedarf zu decken den die Heizluefter-Franzosen dann haben.
Eben.
Aber der wird gut bezahlt weil die Franzosen ihn brauchen.
Post by Gernot Griese
Aber das Bundesumweltamt kümmert sich offensichtlich überhaupt
nicht um solche Feinheiten. Es schlägt einfach die Gesamtemissionen dem
inländischen Verbrauch zu und erklärt die Nettoexporte als emissionsfrei.
Und macht das viel aus ? Schliesslich kommen die Kaeltewellen in Frankreich
nicht oft vor, letzten Winter gab es gar keine.
Gernot Griese
2020-08-07 18:16:06 UTC
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Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müÃfYte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich COâ,,-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur COâ,,-freien Strom zu exportieren?
Man koennte es tun, indem man nur den Strom exportiert der ueberschuessig ist.
So etwas gibt es nicht. Es wird immer nur der Strom produziert, der
verkauft wurde.
Aber bezahlt wird auch Strom der gar nicht produziert wurde weil
man ihn nicht verkaufen konnte und deshalb die Windkraftanlage aus
dem Wind gedreht wurde.
Das ist falsch. Dieser Strom wurde verkauft, aber die Leitungen,
insbesondere im regionalen Verteilnetz und die Umspannstationen zum
Übertragungsnetz wären nicht mehr sicher zu betreiben gewesen. Der
Strom, der durch die Abregelung nicht erzeugt werden konnte, musste
andereren Orts eingespeist werden.

Strom, der nicht verkauft wurde, wird auch nicht vergütet.
Post by Carla Schneider
Und da er bezahlt wird ist es besser ihn zu produzieren und zu exportieren.
Soll man ihn in Eimern zum Kunden tragen? Abgesehen davon wird auch beim
negativen Börsenstrompreisen der überwiegende Anteil des dort
gehandelten Stroms nach Deutschland geliefert und nicht ins Ausland.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Tatsaechlich werden aber auch im Winter bei Kaeltewellen in Frankreich
in Deutschland thermische Kraftwerke angefahren um den zusaetzlichen
Bedarf zu decken den die Heizluefter-Franzosen dann haben.
Eben.
Aber der wird gut bezahlt weil die Franzosen ihn brauchen.
Sicher. Nur das CO₂ wird dem deutschen Verbrauch zugeschlagen, und zwar
das von allen deutschen Nettostromexporten.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Aber das Bundesumweltamt kümmert sich offensichtlich überhaupt
nicht um solche Feinheiten. Es schlägt einfach die Gesamtemissionen dem
inländischen Verbrauch zu und erklärt die Nettoexporte als emissionsfrei.
Und macht das viel aus ? Schliesslich kommen die Kaeltewellen in Frankreich
nicht oft vor, letzten Winter gab es gar keine.
Es macht genau die Unterschiede zwischen Mix und Inlandsverbrauch in den
Zahlen von Arne aus, weil dort überhaupt nicht differenziert wird, wer
wann wem Strom geliefert hat. Aller grenzüberschreitend gehandelte Strom
ist für das Umweltbundesamt CO₂-frei erzeugt worden.

Gernot
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Arne Luft
2020-08-07 01:11:36 UTC
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On Thu, 06 Aug 2020 00:41:38 +0200, Arne Luft
Post by Arne Luft
An windarmen Tagen im Januar 2020 lagen diese Werte bei bis zu 567 g
CO2/kWh.
Am 4.8.2020 um 02:30 Uhr lag die Stromerzeugung hierzulande bei

wer GW installierte
Leistung

Solar 0,00 51,5
Wind 5,11 61,8
Biomasse 4,71 8,21

Wasserkraft 2,02 3,80

Insgesamt 40,81

d.h 33 GW kamen aus konventioneller Erzeugung obwohl die installierte
Leistung an PV und Wind 4x so groß ist, als die erbrachte Leistung der
Konventionellen ar. Daran zeigt sich wie irrelavant die installierte
Leistung bei Wind und PV ist, weil die erbrachte Leistung von der
Natur abhängt und nicht von den Menschen kontrolliert werden kann.

So, jetzt stellt euch vor 5 Mio. E-Autos wollen in dieser Nacht
aufgeladen werden. Wo kommt der Strom dazu her?

Biomasse und Wasserkraft ist ausgelutscht. Bleibt nur hochfahren der
Konventionellen und Import.

Und das alles um angeblich CO2 einzusparen.

Also, dümmer geht's nimmer.
Ralf Dederichs
2020-08-07 05:00:12 UTC
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E Autos machen ja auch nur Sinn, unsere Städte sauberer zu machen.
Denn Windräder und Fotovoltaik Anlagen erzeugen Strom ja nicht den
Strom, wenn er gebraucht wird, sondern wenn es möglich ist.
Und um unser Netz aufrecht zu erhalten, gibt es genug fossile
Kraftwerke, die diese Spitzen ausgleichen müssen.
Also ist das E Auto im Moment nur ein verlängerter Auspuff zum Kraftwerk.

Das E Auto würde Sinn machen, wenn dieses geladen würde, wenn z.B. Wind
ansteht. Aber wer verläßt sich darauf?
Arne Luft
2020-08-07 05:23:23 UTC
Antworten
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On Fri, 7 Aug 2020 07:00:12 +0200, Ralf Dederichs
Post by Ralf Dederichs
E Autos machen ja auch nur Sinn, unsere Städte sauberer zu machen.
Denn Windräder und Fotovoltaik Anlagen erzeugen Strom ja nicht den
Strom, wenn er gebraucht wird, sondern wenn es möglich ist.
Und um unser Netz aufrecht zu erhalten, gibt es genug fossile
Kraftwerke, die diese Spitzen ausgleichen müssen.
Also ist das E Auto im Moment nur ein verlängerter Auspuff zum Kraftwerk.
Das E Auto würde Sinn machen, wenn dieses geladen würde, wenn z.B. Wind
ansteht. Aber wer verläßt sich darauf?
Und wenn dann die offizielle Freigabe für's aufladen der E-Autos
verkündet wird, bricht wegen Überlastung das Netz zusammen, weil es
keine Abstimmung zwischen Windgeschwindigkeit und Ladenotwendigkeit
gibt.
Christoph Müller
2020-08-07 06:47:33 UTC
Antworten
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Post by Ralf Dederichs
Das E Auto würde Sinn machen, wenn dieses geladen würde, wenn z.B. Wind
ansteht. Aber wer verläßt sich darauf?
Ein normal genutztes Auto ist im Wesentlichen ein Stehzeug. So gesehen
kann es eigentlich jederzeit geladen werden. Mit Ausnahme der relativ
kurzen Benutzungszeiten. Per Railtaxi sogar auch noch während der Fahrt
auf der Schiene.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Ludger Averborg
2020-08-07 07:50:37 UTC
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On Fri, 7 Aug 2020 07:00:12 +0200, Ralf Dederichs
Post by Ralf Dederichs
E Autos machen ja auch nur Sinn, unsere Städte sauberer zu machen.
Denn Windräder und Fotovoltaik Anlagen erzeugen Strom ja nicht den
Strom, wenn er gebraucht wird, sondern wenn es möglich ist.
Und um unser Netz aufrecht zu erhalten, gibt es genug fossile
Kraftwerke, die diese Spitzen ausgleichen müssen.
Also ist das E Auto im Moment nur ein verlängerter Auspuff zum Kraftwerk.
Das E Auto würde Sinn machen, wenn dieses geladen würde, wenn z.B. Wind
ansteht. Aber wer verläßt sich darauf?
Nein. Das E-Auto/Wasserstoffauto macht dann Sinn, wenn bei
uns keine fossilen Energiequellen mehr benutzt werden.

l.
wolfgang sch
2020-08-07 21:15:54 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ludger Averborg
Nein. Das E-Auto/Wasserstoffauto macht dann Sinn, wenn bei
uns keine fossilen Energiequellen mehr benutzt werden.
Wenn kein Strom fließt, macht es noch weniger Sinn als so schon.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Klaus. K
2020-08-07 12:32:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Dederichs
E Autos machen ja auch nur Sinn, unsere Städte sauberer zu machen.
Das ist der springende Punkt
Post by Ralf Dederichs
Denn Windräder und Fotovoltaik Anlagen erzeugen Strom ja nicht den
Strom, wenn er gebraucht wird, sondern wenn es möglich ist.
Aber dafür zu Lasten der Landbevölkerung
Post by Ralf Dederichs
Und um unser Netz aufrecht zu erhalten, gibt es genug fossile
Kraftwerke, die diese Spitzen ausgleichen müssen.
Und neue werden Gebaut, auch wieder auf dem Lande
Post by Ralf Dederichs
Also ist das E Auto im Moment nur ein verlängerter Auspuff zum Kraftwerk.
Städte werden sauberer, das Umland dreckiger
Post by Ralf Dederichs
Das E Auto würde Sinn machen, wenn dieses geladen würde, wenn z.B. Wind
ansteht. Aber wer verläßt sich darauf?
Und die Windräder auch in den Städten stehen, so rein aus solidarischen
Gründen.
--
K.
wolfgang sch
2020-08-07 21:17:25 UTC
Antworten
Permalink
Post by Klaus. K
Post by Ralf Dederichs
E Autos machen ja auch nur Sinn, unsere Städte sauberer zu machen.
Das ist der springende Punkt
Nein. Die Luft in den Städten ist schon sehr sauber. Es hat seit 30
Jahren keinen Smogalarm in Deutschland mehr gegeben. Das "Problem"
existiert überhaupt nicht, es gibt also nichts zu "lösen".
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Christoph Müller
2020-08-07 07:55:43 UTC
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Post by Arne Luft
Diese 25 kWh/100 km auf CO2-Emissionen beim aktuellen CO2-Wert
E-Autokäufer betreiben ziemlich oft auch noch eine eigene PV-Anlage und
nutzen gerne auch noch Ökostromtarife. Das solltest du in deinen
Ausführungen auch noch mit berücksichtigen.
Post by Arne Luft
Gemäß Umweltbundesamt lag er bei 2018 bei 512 g/kWh beim
Strominlandsverbrauch.
Im Schnitt über alles. Ist außerdem Geschichte. Die Zeiten ändern sich
hin zu regenerativen Energien. Langfristig bleibt uns eh' nichts Anderes
übrig, als auf diese Energieform zu schwenken.
Post by Arne Luft
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/bilder/entwicklung_der_spezifischen_kohlendioxid-emissionen_gesamt.jpg
Wie dieser Grafik zu entnehmen ist, geht der CO2-Ausstoß steil nach
unten. Aus welchem Grund sollte man sich also an historischen Werten
orientieren, wenn man zudem schon sieht, dass die Entwicklung steil nach
unten geht? Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit...
Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müßte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
25 * 500 = 12.500 g = 12,5 kg/100 km
Was rechnest du da?
Post by Arne Luft
12500 / 100 = 125 g/km
Keine Ahnung, was du da rechnest.
Post by Arne Luft
Der Grenzwert für PKW in der EU wurde für 2020 auf 95 g CO2/km
festgelegt.
Viele Leute werden ihr E-Akku nachts mit Haushaltsstrom laden, weil
sie tagsüber mit dem Auto unterwegs sind und der Haushaltsstrom
billiger ist als der Schnellladestrom an der E-Tanke.
Wozu denn SCHNELLladestrom? Sowas brauchen nur Leute, die LANGE Strecken
eilig zu bewältigen haben. Dafür ist dein Beispielfahrzeug sicher nicht
gedacht. Damit fährt man typischerweise morgens in die Arbeit und kommt
abends wieder heim. Dafür muss man nicht unbedingt tagsüber laden. Viele
Arbeitgeber werden aber trotzdem dafür sorgen, dass das auf dem
Firmenparkplatz möglich ist. Dort werden häufig und mit steigender
Tendenz auch noch PV-Anlagen betrieben. Meinen Vorschlag für
Langstreckenfahrten kennst du ja ( Railtaxi). Damit lässt sich das Auto
auch unterwegs während der eiligen Langstreckenfahrt mit 130 km/h laden.
Und zwar ganz gemächlich und materialschonend.
Post by Arne Luft
Das bedeutet, dass der reale CO2-Wert pro kWh Strom noch höher liegt
als im Jahresdurchschnitt, weil nachts keine Sonne scheint.
Angesichts des eben Geschriebenen verstehst du hoffentlich, dass ich dir
mit deiner Einschätzung NICHT beipflichten kann.
Post by Arne Luft
Die rechnerische Differenz des CO2-Wertes des Strommixes schwankt
derzeit (1.Augustwoche 2020) gemäß Agora-Energiewende zwischen 240
(mittags) und 512 (mitternacht) g CO2/kWh.
Du rechnest mit historischen Werten von vor 2 Jahren, die sich stark in
Richtung weniger CO2 ändern.
Post by Arne Luft
Wer also derzeit sein E-Auto nachts läd, erzeugt dabei mit Sicherheit
mehr als 500 g CO2/kWh, weil die Sonne nicht scheint und der Wind kaum
weht, egal was die großartigen Schönfärbertabellen der
EE-Absahnerlobby sagen.
Mit Rechenkünsten kann man Vieles belegen. Vor allem, wenn man nicht
dazu sagt, wie die zugrunde gelegten Zahlen zustande gekommen sind und
wenn man auch noch Zahlenwerke verwendet, die definitiv veraltet sind.
Ein Zukunftsausblick (darum geht es hier weil Vergangenheit und
Gegenwart nicht mehr zu ändern sind) macht Annahmen, wenn ein bestimmtes
Denkmodell überprüft werden soll. Diese Annahmen beziehen sich auf die
ZUKUNFT und nicht auf die Vergangenheit!

Bis zur Gegenwart fährt ein Auto mit Verbrennungsmotor mit rund 90...95%
Energieverlust. 50% Verlust im Rahmen der Treibstoffgestehung. Diese
hast du komplett unterschlagen. 80% Verlust des Tankinhalts durch
Thermodynamik und ungünstige Betriebsbedingungen der Verbrennungsmotoren
sowie Energieentsorgung über die Bremsen. Mit waggonähnlichem
Windschattenfahren und Bremsenergierückgewinnung könnte die
Vortriebsarbeit in etwa halbiert werden. So kommen die 90...95% Verlust
zusammen.

Diese Kenntnis sollte eigentlich auch schon den Weg in die Zukunft vorgeben:

Thermodynamik ist stationär so zu betreiben, dass die Motoren optimale
Betriebsverhältnisse vorfinden können. Das halbiert etwa den
Treibstoffbedarf bei gleicher mechanischer Leistung.

Um stationär betrieben werden zu können, müssen sich einige
Rahmenbedingungen ändern. Welche das sind, ist im Astrail-Konzept
beschrieben.
Post by Arne Luft
Besagte Schönfärber erzählen was von derzeit 318 g CO2/kWh.
Die gegenwärtigen E-Autofahrer sind auch nicht Durchschnitt sondern
eher ökologisch bewegt. Es geht doch mit deiner Anschauung um einen
möglichst realistischen Blick auf Gegenwart und Vergangenheit.
Post by Arne Luft
Sowas wird
momentan bei strahlenden Sonnenschein erreicht aber niemal nachts,
wenn der rechnende Bürger sein E-Auto aufläd.
Der reale E-Autofahrer ist eben noch lange nicht Durchschnitt. Das
E-Auto ist in der Masse noch nicht angekommen, weil die
Rahmenbedingungen dafür auch noch nicht stimmen.

Die realen E-Autofahrer betreiben auffallend oft eigene PV-Anlagen und
beziehen Ökostrom mit 0 g CO2/kWh.

So gesehen ist deine Rechnerei leider wert- und sinnlos.
Post by Arne Luft
An windarmen Tagen im Januar 2020 lagen diese Werte bei bis zu 567 g
CO2/kWh.
Besagter Renault Zeo emittiert also Gramm an CO2 pro km
Standard 2018 125
Nachts August 2020 125
korrigiert auf Real 137
WENN diese E-Autofahrer dem Bevölkerungsdurchschnitt entsprechen würden,
was sie aber nicht sind.
Post by Arne Luft
Damit dürfte die Verlogenheit der Politik und ihrer E-Autoirreführung
offensichtlich sein.
Damit ist vor allem klar, dass dein Blick rückwärtsgewandt ist. Für die
Zukunft hilft uns dieser nicht weiter. Dass die Gegenwart nicht so
bleiben darf, wie sie momentan ist, dürfte ja schließlich auch dem
Letzten im Land klar sein. Es sind Veränderungen fällig. Über DIESE
sollten wir uns unterhalten. Das ist viel zielführender als in alter
vergammelter Suppe rum zu rühren.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Ludger Averborg
2020-08-07 10:48:28 UTC
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On Fri, 7 Aug 2020 09:55:43 +0200, Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Mit Rechenkünsten kann man Vieles belegen.
Ja, glücklicherweise!

Umgekehrt heißt das natürlch aber auch, dass man gar nichts
Faktisches belegen kann, wenn man es nicht sauber
durchrechnet.

Die Angabe in einem Autoprospekt über Reichweite und
Stromverbrauch ist eben nicht die Realität, sondern das
Wunschdenken der Marketing-Abteilung.

l.
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