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Sein E-Auto nachts laden verdeutlich das CO2-Maerchen noch mehr
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Arne Luft
2020-08-05 22:41:38 UTC
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Ein Renault ZOE R135 verbraucht auf 100 km ca. 20,0 kWh.
https://de.wikipedia.org/wiki/Renault_ZOE

Dazu kommen noch (ADAC) ca. 25% Ladeverlust, macht 25 kWh /100 km

Diese 25 kWh/100 km auf CO2-Emissionen beim aktuellen CO2-Wert
der tatsächlichen Stromerzeugung hierzulande umrechnen:


Gemäß Umweltbundesamt lag er bei 2018 bei 512 g/kWh beim
Strominlandsverbrauch.
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Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.

Jahr mix inlandsverbrauch

2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512

Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müßte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.


25 * 500 = 12.500 g = 12,5 kg/100 km

12500 / 100 = 125 g/km

Der Grenzwert für PKW in der EU wurde für 2020 auf 95 g CO2/km
festgelegt.


Jetzt kommt da noch der Überwitz dazu:

Viele Leute werden ihr E-Akku nachts mit Haushaltsstrom laden, weil
sie tagsüber mit dem Auto unterwegs sind und der Haushaltsstrom
billiger ist als der Schnellladestrom an der E-Tanke.

Das bedeutet, dass der reale CO2-Wert pro kWh Strom noch höher liegt
als im Jahresdurchschnitt, weil nachts keine Sonne scheint.

Die rechnerische Differenz des CO2-Wertes des Strommixes schwankt
derzeit (1.Augustwoche 2020) gemäß Agora-Energiewende zwischen 240
(mittags) und 512 (mitternacht) g CO2/kWh.

Wer also derzeit sein E-Auto nachts läd, erzeugt dabei mit Sicherheit
mehr als 500 g CO2/kWh, weil die Sonne nicht scheint und der Wind kaum
weht, egal was die großartigen Schönfärbertabellen der
EE-Absahnerlobby sagen.

Besagte Schönfärber erzählen was von derzeit 318 g CO2/kWh. Sowas wird
momentan bei strahlenden Sonnenschein erreicht aber niemal nachts,
wenn der rechnende Bürger sein E-Auto aufläd.

An windarmen Tagen im Januar 2020 lagen diese Werte bei bis zu 567 g
CO2/kWh.


Besagter Renault Zeo emittiert also Gramm an CO2 pro km

Standard 2018 125

Nachts August 2020 125
korrigiert auf Real 137

Grenzwert für Konventionelle 95
Politischer für E-Autos 0


Damit dürfte die Verlogenheit der Politik und ihrer E-Autoirreführung
offensichtlich sein.

Renault möge mir verzeihen, dass ich ihr Modell als Beispiel nutzte.
Bei den anderen ist es nicht besser.
Jens Mander
2020-08-06 01:21:04 UTC
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Renault m=F6ge mir verzeihen, dass ich ihr Modell als Beispiel nutzte.=
Bei den anderen ist es nicht besser.
Ich verzeihe Dir im Namen von Renault!
Arne Luft
2020-08-06 03:28:38 UTC
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On Thu, 06 Aug 2020 03:21:04 +0200, "Jens Mander"
Post by Jens Mander
Post by Arne Luft
Renault möge mir verzeihen, dass ich ihr Modell als Beispiel nutzte.
Bei den anderen ist es nicht besser.
Ich verzeihe Dir im Namen von Renault!
Danke, das erleichtert mich sehr.
Carla Schneider
2020-08-06 05:56:46 UTC
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Post by Arne Luft
Ein Renault ZOE R135 verbraucht auf 100 km ca. 20,0 kWh.
https://de.wikipedia.org/wiki/Renault_ZOE
Dazu kommen noch (ADAC) ca. 25% Ladeverlust, macht 25 kWh /100 km
Diese 25 kWh/100 km auf CO2-Emissionen beim aktuellen CO2-Wert
Gemäß Umweltbundesamt lag er bei 2018 bei 512 g/kWh beim
Strominlandsverbrauch.
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/bilder/entwicklung_der_spezifischen_kohlendioxid-emissionen_gesamt.jpg
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müßte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
25 * 500 = 12.500 g = 12,5 kg/100 km
12500 / 100 = 125 g/km
Der Grenzwert für PKW in der EU wurde für 2020 auf 95 g CO2/km
festgelegt.
Viele Leute werden ihr E-Akku nachts mit Haushaltsstrom laden, weil
sie tagsüber mit dem Auto unterwegs sind und der Haushaltsstrom
billiger ist als der Schnellladestrom an der E-Tanke.
Das bedeutet, dass der reale CO2-Wert pro kWh Strom noch höher liegt
als im Jahresdurchschnitt, weil nachts keine Sonne scheint.
Also hier in Suedbayern kommt der Strom nachts aus dem Atomkraftwerk,
zumindest zur Zeit noch bis Ende 2021.
Was kuemmert uns hier Nordrhein-Westfalen.
Hans-Juergen Lukaschik
2020-08-06 16:00:41 UTC
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Hallo Carla,

am Donnerstag, 06 August 2020 07:56:46
Post by Carla Schneider
Also hier in Suedbayern kommt der Strom nachts aus dem Atomkraftwerk,
zumindest zur Zeit noch bis Ende 2021.
Was kuemmert uns hier Nordrhein-Westfalen.
Da hast du recht. Als Bayern noch von NRW finanziert wurde, war das
etwas anderes.

MfG Hans-JÃŒrgen
--
http://lukaschik.de/rezepte/
www.fischereiverein-rietberg.net
Fischrezepte: www.fischereiverein-rietberg.net/?category_name=rezepte
SeefischREZ: www.fischereiverein-rietberg.net/?category_name=seefisch
Gernot Griese
2020-08-06 16:21:24 UTC
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Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müßte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich CO₂-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur CO₂-freien Strom zu exportieren?

Gernot
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Carla Schneider
2020-08-07 13:26:13 UTC
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Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müÃYte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich COâ,,-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur COâ,,-freien Strom zu exportieren?
Man koennte es tun, indem man nur den Strom exportiert der ueberschuessig ist.
Da man Verbrennungskraftwerke herunterfahren kann um Brennstoff zu sparen
ist der ueberschuessige Strom CO2-frei.

Tatsaechlich werden aber auch im Winter bei Kaeltewellen in Frankreich
in Deutschland thermische Kraftwerke angefahren um den zusaetzlichen
Bedarf zu decken den die Heizluefter-Franzosen dann haben.
Gernot Griese
2020-08-07 13:34:26 UTC
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Post by Carla Schneider
Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müÃYte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich COâ,,-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur COâ,,-freien Strom zu exportieren?
Man koennte es tun, indem man nur den Strom exportiert der ueberschuessig ist.
So etwas gibt es nicht. Es wird immer nur der Strom produziert, der
verkauft wurde.
Post by Carla Schneider
Tatsaechlich werden aber auch im Winter bei Kaeltewellen in Frankreich
in Deutschland thermische Kraftwerke angefahren um den zusaetzlichen
Bedarf zu decken den die Heizluefter-Franzosen dann haben.
Eben. Aber das Bundesumweltamt kümmert sich offensichtlich überhaupt
nicht um solche Feinheiten. Es schlägt einfach die Gesamtemissionen dem
inländischen Verbrauch zu und erklärt die Nettoexporte als emissionsfrei.

Gernot
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Carla Schneider
2020-08-07 17:55:37 UTC
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Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müÃfYte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich COâ,,-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur COâ,,-freien Strom zu exportieren?
Man koennte es tun, indem man nur den Strom exportiert der ueberschuessig ist.
So etwas gibt es nicht. Es wird immer nur der Strom produziert, der
verkauft wurde.
Aber bezahlt wird auch Strom der gar nicht produziert wurde weil
man ihn nicht verkaufen konnte und deshalb die Windkraftanlage aus
dem Wind gedreht wurde.
Und da er bezahlt wird ist es besser ihn zu produzieren und zu exportieren.
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Tatsaechlich werden aber auch im Winter bei Kaeltewellen in Frankreich
in Deutschland thermische Kraftwerke angefahren um den zusaetzlichen
Bedarf zu decken den die Heizluefter-Franzosen dann haben.
Eben.
Aber der wird gut bezahlt weil die Franzosen ihn brauchen.
Post by Gernot Griese
Aber das Bundesumweltamt kümmert sich offensichtlich überhaupt
nicht um solche Feinheiten. Es schlägt einfach die Gesamtemissionen dem
inländischen Verbrauch zu und erklärt die Nettoexporte als emissionsfrei.
Und macht das viel aus ? Schliesslich kommen die Kaeltewellen in Frankreich
nicht oft vor, letzten Winter gab es gar keine.
Gernot Griese
2020-08-07 18:16:06 UTC
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Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müÃfYte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich COâ,,-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur COâ,,-freien Strom zu exportieren?
Man koennte es tun, indem man nur den Strom exportiert der ueberschuessig ist.
So etwas gibt es nicht. Es wird immer nur der Strom produziert, der
verkauft wurde.
Aber bezahlt wird auch Strom der gar nicht produziert wurde weil
man ihn nicht verkaufen konnte und deshalb die Windkraftanlage aus
dem Wind gedreht wurde.
Das ist falsch. Dieser Strom wurde verkauft, aber die Leitungen,
insbesondere im regionalen Verteilnetz und die Umspannstationen zum
Übertragungsnetz wären nicht mehr sicher zu betreiben gewesen. Der
Strom, der durch die Abregelung nicht erzeugt werden konnte, musste
andereren Orts eingespeist werden.

Strom, der nicht verkauft wurde, wird auch nicht vergütet.
Post by Carla Schneider
Und da er bezahlt wird ist es besser ihn zu produzieren und zu exportieren.
Soll man ihn in Eimern zum Kunden tragen? Abgesehen davon wird auch beim
negativen Börsenstrompreisen der überwiegende Anteil des dort
gehandelten Stroms nach Deutschland geliefert und nicht ins Ausland.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Tatsaechlich werden aber auch im Winter bei Kaeltewellen in Frankreich
in Deutschland thermische Kraftwerke angefahren um den zusaetzlichen
Bedarf zu decken den die Heizluefter-Franzosen dann haben.
Eben.
Aber der wird gut bezahlt weil die Franzosen ihn brauchen.
Sicher. Nur das CO₂ wird dem deutschen Verbrauch zugeschlagen, und zwar
das von allen deutschen Nettostromexporten.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Aber das Bundesumweltamt kümmert sich offensichtlich überhaupt
nicht um solche Feinheiten. Es schlägt einfach die Gesamtemissionen dem
inländischen Verbrauch zu und erklärt die Nettoexporte als emissionsfrei.
Und macht das viel aus ? Schliesslich kommen die Kaeltewellen in Frankreich
nicht oft vor, letzten Winter gab es gar keine.
Es macht genau die Unterschiede zwischen Mix und Inlandsverbrauch in den
Zahlen von Arne aus, weil dort überhaupt nicht differenziert wird, wer
wann wem Strom geliefert hat. Aller grenzüberschreitend gehandelte Strom
ist für das Umweltbundesamt CO₂-frei erzeugt worden.

Gernot
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Carla Schneider
2020-08-08 08:03:52 UTC
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Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müÃffYte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich COâ,,-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur COâ,,-freien Strom zu exportieren?
Man koennte es tun, indem man nur den Strom exportiert der ueberschuessig ist.
So etwas gibt es nicht. Es wird immer nur der Strom produziert, der
verkauft wurde.
Aber bezahlt wird auch Strom der gar nicht produziert wurde weil
man ihn nicht verkaufen konnte und deshalb die Windkraftanlage aus
dem Wind gedreht wurde.
Das ist falsch. Dieser Strom wurde verkauft, aber die Leitungen,
insbesondere im regionalen Verteilnetz und die Umspannstationen zum
Ã?bertragungsnetz wären nicht mehr sicher zu betreiben gewesen.
Wie kann man ihn verkaufen wenn man ihn nicht zum Kaeufer
transportieren kann.
Post by Gernot Griese
Der
Strom, der durch die Abregelung nicht erzeugt werden konnte, musste
andereren Orts eingespeist werden.
Das ist dann allerdings ein anderer Strom.
Post by Gernot Griese
Strom, der nicht verkauft wurde, wird auch nicht vergütet.
Zumindest bei den aelteren Anlagen gibts da doch die Verpflichtung allen
erzeugten Strom zu einem zugesicherten Fixpreis zu bezahlen.
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Und da er bezahlt wird ist es besser ihn zu produzieren und zu exportieren.
Soll man ihn in Eimern zum Kunden tragen?
Zumindest den Teil den man auch transportieren kann.
Sollte da die Kapazitaet nicht ausreichen haette man die
Anlagen nicht genehmigen duerfen, ausser der Fall tritt nur sehr selten auf.
Dann spielt es aber aufs Jahr gerechnet keine Rolle.
Post by Gernot Griese
Abgesehen davon wird auch beim
negativen Börsenstrompreisen der überwiegende Anteil des dort
gehandelten Stroms nach Deutschland geliefert und nicht ins Ausland.
Der Teil der ins Ausland geliefert werden kann ist da ja schon abgezogen,
den negativen Strompreis gibts nur fuer den Rest den man nicht mehr los wird.
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Tatsaechlich werden aber auch im Winter bei Kaeltewellen in Frankreich
in Deutschland thermische Kraftwerke angefahren um den zusaetzlichen
Bedarf zu decken den die Heizluefter-Franzosen dann haben.
Eben.
Aber der wird gut bezahlt weil die Franzosen ihn brauchen.
Sicher. Nur das COâ,, wird dem deutschen Verbrauch zugeschlagen, und zwar
das von allen deutschen Nettostromexporten.
Und wieviel % macht das uebers Jahr aus ?
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Aber das Bundesumweltamt kümmert sich offensichtlich überhaupt
nicht um solche Feinheiten. Es schlägt einfach die Gesamtemissionen dem
inländischen Verbrauch zu und erklärt die Nettoexporte als emissionsfrei.
Und macht das viel aus ? Schliesslich kommen die Kaeltewellen in Frankreich
nicht oft vor, letzten Winter gab es gar keine.
Es macht genau die Unterschiede zwischen Mix und Inlandsverbrauch in den
Zahlen von Arne aus, weil dort überhaupt nicht differenziert wird, wer
wann wem Strom geliefert hat. Aller grenzüberschreitend gehandelte Strom
ist für das Umweltbundesamt COâ,,-frei erzeugt worden.
Waere ja auch so wenn man nur ueberschuesse exportiert.
Gernot Griese
2020-08-08 08:24:30 UTC
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Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müÃffYte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich COâ,,-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur COâ,,-freien Strom zu exportieren?
Man koennte es tun, indem man nur den Strom exportiert der ueberschuessig ist.
So etwas gibt es nicht. Es wird immer nur der Strom produziert, der
verkauft wurde.
Aber bezahlt wird auch Strom der gar nicht produziert wurde weil
man ihn nicht verkaufen konnte und deshalb die Windkraftanlage aus
dem Wind gedreht wurde.
Das ist falsch. Dieser Strom wurde verkauft, aber die Leitungen,
insbesondere im regionalen Verteilnetz und die Umspannstationen zum
Ã?bertragungsnetz wären nicht mehr sicher zu betreiben gewesen.
Wie kann man ihn verkaufen wenn man ihn nicht zum Kaeufer
transportieren kann.
Die zu erwartende Belastung der Leitungen kann immer erst beim Vorliegen
der Handelsergebnisse berechnet werden. Das ist ein ganz normaler
Prozess, der jeden Tag durchgeführt wird, auch für konventionelle
Erzeuger. Der Unterschied zwischen konventioneller und EE-Erzeugung
liegt nur in den Prioritäten und der Höhe der Vergütungen für die
Abregelung.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Der
Strom, der durch die Abregelung nicht erzeugt werden konnte, musste
andereren Orts eingespeist werden.
Das ist dann allerdings ein anderer Strom.
Ja, üblicherweise muss der von thermischen Kraftwerken erzeugt werden.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Strom, der nicht verkauft wurde, wird auch nicht vergütet.
Zumindest bei den aelteren Anlagen gibts da doch die Verpflichtung allen
erzeugten Strom zu einem zugesicherten Fixpreis zu bezahlen.
Fixpreise gibt es nur noch für Kleinanlagen. Alle anderen bekommen über
die Marktprämie einen Mindestpreis garantiert, aber auch nur für den
verkauften Strom.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Und da er bezahlt wird ist es besser ihn zu produzieren und zu exportieren.
Soll man ihn in Eimern zum Kunden tragen?
Zumindest den Teil den man auch transportieren kann.
Wenn EE-Anlagen vom Netzbetreiber abgeregelt werden, kann man den Strom
nicht transportieren.
Post by Carla Schneider
Sollte da die Kapazitaet nicht ausreichen haette man die
Anlagen nicht genehmigen duerfen, ausser der Fall tritt nur sehr selten auf.
Er tritt immer dann auf, wenn in den jeweiligen Netzbereichen zuviel
produziert und zu wenig verbraucht wird.
Post by Carla Schneider
Dann spielt es aber aufs Jahr gerechnet keine Rolle.
Es geht auch nur um knapp 3% der EE-Jahresarbeit und betrifft im
wesentlichen WKA in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Abgesehen davon wird auch beim
negativen Börsenstrompreisen der überwiegende Anteil des dort
gehandelten Stroms nach Deutschland geliefert und nicht ins Ausland.
Der Teil der ins Ausland geliefert werden kann ist da ja schon abgezogen,
den negativen Strompreis gibts nur fuer den Rest den man nicht mehr los wird.
Nein. Der Preis gilt einheitlich für den gesamten an der EPEX-SPOT
gehandelten Strom, unabhängig vom Erzeuger und unabhängig vom Käufer.
Wenn für eine Stunde 35GWh gehandelt wurden und 10GWh von ausländischen
Kunden eingekauft wurden, bleiben 25GWh dieses Stroms zum gleichen Preis
in Deutschland.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Tatsaechlich werden aber auch im Winter bei Kaeltewellen in Frankreich
in Deutschland thermische Kraftwerke angefahren um den zusaetzlichen
Bedarf zu decken den die Heizluefter-Franzosen dann haben.
Eben.
Aber der wird gut bezahlt weil die Franzosen ihn brauchen.
Sicher. Nur das COâ,, wird dem deutschen Verbrauch zugeschlagen, und zwar
das von allen deutschen Nettostromexporten.
Und wieviel % macht das uebers Jahr aus ?
Du siehst es in den Zahlen von Arne.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Aber das Bundesumweltamt kümmert sich offensichtlich überhaupt
nicht um solche Feinheiten. Es schlägt einfach die Gesamtemissionen dem
inländischen Verbrauch zu und erklärt die Nettoexporte als emissionsfrei.
Und macht das viel aus ? Schliesslich kommen die Kaeltewellen in Frankreich
nicht oft vor, letzten Winter gab es gar keine.
Es macht genau die Unterschiede zwischen Mix und Inlandsverbrauch in den
Zahlen von Arne aus, weil dort überhaupt nicht differenziert wird, wer
wann wem Strom geliefert hat. Aller grenzüberschreitend gehandelte Strom
ist für das Umweltbundesamt COâ,,-frei erzeugt worden.
Waere ja auch so wenn man nur ueberschuesse exportiert.
Selbst dann würde der jeweilige Strommix exportiert.

Gernot
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Carla Schneider
2020-08-09 11:26:54 UTC
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Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müÃffYte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich COâ,,-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur COâ,,-freien Strom zu exportieren?
Man koennte es tun, indem man nur den Strom exportiert der ueberschuessig ist.
So etwas gibt es nicht. Es wird immer nur der Strom produziert, der
verkauft wurde.
Aber bezahlt wird auch Strom der gar nicht produziert wurde weil
man ihn nicht verkaufen konnte und deshalb die Windkraftanlage aus
dem Wind gedreht wurde.
Das ist falsch. Dieser Strom wurde verkauft, aber die Leitungen,
insbesondere im regionalen Verteilnetz und die Umspannstationen zum
Ã?bertragungsnetz wären nicht mehr sicher zu betreiben gewesen.
Wie kann man ihn verkaufen wenn man ihn nicht zum Kaeufer
transportieren kann.
Die zu erwartende Belastung der Leitungen kann immer erst beim Vorliegen
der Handelsergebnisse berechnet werden. Das ist ein ganz normaler
Prozess, der jeden Tag durchgeführt wird, auch für konventionelle
Erzeuger. Der Unterschied zwischen konventioneller und EE-Erzeugung
liegt nur in den Prioritäten und der Höhe der Vergütungen für die
Abregelung.
Aber man weiss doch trotzdem vorher schon die Leitungskapazitaet
und kann nicht mehr Strom verkaufen als durch die Leitung geht,
selbst wenn man mehr erzeugen koennte.
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Der
Strom, der durch die Abregelung nicht erzeugt werden konnte, musste
andereren Orts eingespeist werden.
Das ist dann allerdings ein anderer Strom.
Ja, üblicherweise muss der von thermischen Kraftwerken erzeugt werden.
Eben.
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Strom, der nicht verkauft wurde, wird auch nicht vergütet.
Zumindest bei den aelteren Anlagen gibts da doch die Verpflichtung allen
erzeugten Strom zu einem zugesicherten Fixpreis zu bezahlen.
Fixpreise gibt es nur noch für Kleinanlagen.
Bei neuen Anlagen, aber was ist bei alten, z.B. jetzt 19 Jahre alten
Anlagen.
Post by Gernot Griese
Alle anderen bekommen über
die Marktprämie einen Mindestpreis garantiert, aber auch nur für den
verkauften Strom.
Die bekommen also nichts wenn der Strom nicht abgenommen wird,
oder wenn die Leitungskapazitaet erschoepft ist.
Das waeren dann ja ganz unsichere Investitionen.
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Und da er bezahlt wird ist es besser ihn zu produzieren und zu exportieren.
Soll man ihn in Eimern zum Kunden tragen?
Zumindest den Teil den man auch transportieren kann.
Wenn EE-Anlagen vom Netzbetreiber abgeregelt werden, kann man den Strom
nicht transportieren.
Aber den Teil der tatsaechlich exportiert wird, den konnte
man offenbar transportieren und das ist Strom aus erneuerbaren
Energien.
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Sollte da die Kapazitaet nicht ausreichen haette man die
Anlagen nicht genehmigen duerfen, ausser der Fall tritt nur sehr selten auf.
Er tritt immer dann auf, wenn in den jeweiligen Netzbereichen zuviel
produziert und zu wenig verbraucht wird.
Post by Carla Schneider
Dann spielt es aber aufs Jahr gerechnet keine Rolle.
Es geht auch nur um knapp 3% der EE-Jahresarbeit und betrifft im
wesentlichen WKA in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Abgesehen davon wird auch beim
negativen Börsenstrompreisen der überwiegende Anteil des dort
gehandelten Stroms nach Deutschland geliefert und nicht ins Ausland.
Der Teil der ins Ausland geliefert werden kann ist da ja schon abgezogen,
den negativen Strompreis gibts nur fuer den Rest den man nicht mehr los wird.
Nein. Der Preis gilt einheitlich für den gesamten an der EPEX-SPOT
gehandelten Strom, unabhängig vom Erzeuger und unabhängig vom Käufer.
Wenn für eine Stunde 35GWh gehandelt wurden und 10GWh von ausländischen
Kunden eingekauft wurden, bleiben 25GWh dieses Stroms zum gleichen Preis
in Deutschland.
Es ist ja wohl so dass auf diesem Markt nur Strom verkauft wird den man
nicht schon vorher bereits verkauft hat, und es
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Tatsaechlich werden aber auch im Winter bei Kaeltewellen in Frankreich
in Deutschland thermische Kraftwerke angefahren um den zusaetzlichen
Bedarf zu decken den die Heizluefter-Franzosen dann haben.
Eben.
Aber der wird gut bezahlt weil die Franzosen ihn brauchen.
Sicher. Nur das COâ,, wird dem deutschen Verbrauch zugeschlagen, und zwar
das von allen deutschen Nettostromexporten.
Und wieviel % macht das uebers Jahr aus ?
Du siehst es in den Zahlen von Arne.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Aber das Bundesumweltamt kümmert sich offensichtlich überhaupt
nicht um solche Feinheiten. Es schlägt einfach die Gesamtemissionen dem
inländischen Verbrauch zu und erklärt die Nettoexporte als emissionsfrei.
Und macht das viel aus ? Schliesslich kommen die Kaeltewellen in Frankreich
nicht oft vor, letzten Winter gab es gar keine.
Es macht genau die Unterschiede zwischen Mix und Inlandsverbrauch in den
Zahlen von Arne aus, weil dort überhaupt nicht differenziert wird, wer
wann wem Strom geliefert hat. Aller grenzüberschreitend gehandelte Strom
ist für das Umweltbundesamt COâ,,-frei erzeugt worden.
Waere ja auch so wenn man nur ueberschuesse exportiert.
Selbst dann würde der jeweilige Strommix exportiert.
Beispiel: in Norddeutschland ist viel Wind und die Windkraftanlagen produzieren
voll, in Sueddeutschland laufen thermische Kraftwerke, heute Atomkraftwerke
und decken dort den Strombedarf der nicht durch den Windstrom aus Norddeutschland
gedeckt werden kann weil Leitungen fehlen.
In Norddeutschland gibt es daher immer noch einen Ueberschuss an Windstrom und der wird
jetzt exportiert.
Warum willst du da die thermischen Kraftwerke in Sueddeutschland
mit hineinrechnen, die decken nur den Bedarf in Sueddeutschland,
und haben nichts mit dem Windstromexport Norddeutschlands zu tun.
Gernot Griese
2020-08-09 11:49:45 UTC
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Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müÃffYte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich COâ,,-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur COâ,,-freien Strom zu exportieren?
Man koennte es tun, indem man nur den Strom exportiert der ueberschuessig ist.
So etwas gibt es nicht. Es wird immer nur der Strom produziert, der
verkauft wurde.
Aber bezahlt wird auch Strom der gar nicht produziert wurde weil
man ihn nicht verkaufen konnte und deshalb die Windkraftanlage aus
dem Wind gedreht wurde.
Das ist falsch. Dieser Strom wurde verkauft, aber die Leitungen,
insbesondere im regionalen Verteilnetz und die Umspannstationen zum
Ã?bertragungsnetz wären nicht mehr sicher zu betreiben gewesen.
Wie kann man ihn verkaufen wenn man ihn nicht zum Kaeufer
transportieren kann.
Die zu erwartende Belastung der Leitungen kann immer erst beim Vorliegen
der Handelsergebnisse berechnet werden. Das ist ein ganz normaler
Prozess, der jeden Tag durchgeführt wird, auch für konventionelle
Erzeuger. Der Unterschied zwischen konventioneller und EE-Erzeugung
liegt nur in den Prioritäten und der Höhe der Vergütungen für die
Abregelung.
Aber man weiss doch trotzdem vorher schon die Leitungskapazitaet
und kann nicht mehr Strom verkaufen als durch die Leitung geht,
selbst wenn man mehr erzeugen koennte.
Wenn es so wäre, bräuchte man weder Redispatch noch Einspeismanagement.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Zumindest bei den aelteren Anlagen gibts da doch die Verpflichtung allen
erzeugten Strom zu einem zugesicherten Fixpreis zu bezahlen.
Fixpreise gibt es nur noch für Kleinanlagen.
Bei neuen Anlagen, aber was ist bei alten, z.B. jetzt 19 Jahre alten
Anlagen.
Es kommt auf die Größe der Anlage an.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Alle anderen bekommen über
die Marktprämie einen Mindestpreis garantiert, aber auch nur für den
verkauften Strom.
Die bekommen also nichts wenn der Strom nicht abgenommen wird,
oder wenn die Leitungskapazitaet erschoepft ist.
Das waeren dann ja ganz unsichere Investitionen.
EE-Betreiber bekommen den Mindestpreis auch wenn die Leitungen nicht
ausreichen. Bei Betreibern von konventionellen Anlagen sieht es im Falle
eines Redispatch anders aus.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Und da er bezahlt wird ist es besser ihn zu produzieren und zu exportieren.
Soll man ihn in Eimern zum Kunden tragen?
Zumindest den Teil den man auch transportieren kann.
Wenn EE-Anlagen vom Netzbetreiber abgeregelt werden, kann man den Strom
nicht transportieren.
Aber den Teil der tatsaechlich exportiert wird, den konnte
man offenbar transportieren und das ist Strom aus erneuerbaren
Energien.
Es ist der Strom, der im Ausland eingekauft wurde, unabhängig von der
Produktionsart.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Nein. Der Preis gilt einheitlich für den gesamten an der EPEX-SPOT
gehandelten Strom, unabhängig vom Erzeuger und unabhängig vom Käufer.
Wenn für eine Stunde 35GWh gehandelt wurden und 10GWh von ausländischen
Kunden eingekauft wurden, bleiben 25GWh dieses Stroms zum gleichen Preis
in Deutschland.
Es ist ja wohl so dass auf diesem Markt nur Strom verkauft wird den man
nicht schon vorher bereits verkauft hat, und es
Nein. Es ist sogar so, dass bereits vorher verkaufter Strom überhaupt
nicht produziert wird und stattdessen Strom an der Börse zugekauft wird.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Es macht genau die Unterschiede zwischen Mix und Inlandsverbrauch in den
Zahlen von Arne aus, weil dort überhaupt nicht differenziert wird, wer
wann wem Strom geliefert hat. Aller grenzüberschreitend gehandelte Strom
ist für das Umweltbundesamt COâ,,-frei erzeugt worden.
Waere ja auch so wenn man nur ueberschuesse exportiert.
Selbst dann würde der jeweilige Strommix exportiert.
Beispiel: in Norddeutschland ist viel Wind und die Windkraftanlagen produzieren
voll, in Sueddeutschland laufen thermische Kraftwerke, heute Atomkraftwerke
und decken dort den Strombedarf der nicht durch den Windstrom aus Norddeutschland
gedeckt werden kann weil Leitungen fehlen.
Das ist selten der Fall.
Post by Carla Schneider
In Norddeutschland gibt es daher immer noch einen Ueberschuss an Windstrom und der wird
jetzt exportiert.
Wenn die Leitungen fehlen? Tatsächlich ist es eher so, dass
Braunkohlekraftwerke im Norden Steinkohlekraftwerke im Süden aus dem
Markt drücken. Wenn dann der Strom nach Österreich oder in die Schweiz
bzw. dort hindurch nach Italien geliefert werden soll, reichen die
Leitungen nicht aus und es müssen Kraftwerke in Süddeutschland oder in
Österreich hochgefahren und die Braunkohlekraftwerke gedrosselt werden.
Post by Carla Schneider
Warum willst du da die thermischen Kraftwerke in Sueddeutschland
mit hineinrechnen, die decken nur den Bedarf in Sueddeutschland,
und haben nichts mit dem Windstromexport Norddeutschlands zu tun.
Eine solche Unterteilung ist unsinnig. Strom wird europaweit gehandelt
und das einzige Kriterium dabei ist der Preis, zumindest solange die
jeweiligen Im- und Exportkapazitäten ausreichen.

Gernot
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Carla Schneider
2020-08-11 09:07:34 UTC
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Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müÃffYte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
Sind in den Leitungen eigentlich COâ,,-Filter? Oder wie schafft man es
sonst, nur COâ,,-freien Strom zu exportieren?
Man koennte es tun, indem man nur den Strom exportiert der ueberschuessig ist.
So etwas gibt es nicht. Es wird immer nur der Strom produziert, der
verkauft wurde.
Aber bezahlt wird auch Strom der gar nicht produziert wurde weil
man ihn nicht verkaufen konnte und deshalb die Windkraftanlage aus
dem Wind gedreht wurde.
Das ist falsch. Dieser Strom wurde verkauft, aber die Leitungen,
insbesondere im regionalen Verteilnetz und die Umspannstationen zum
Ã?bertragungsnetz wären nicht mehr sicher zu betreiben gewesen.
Wie kann man ihn verkaufen wenn man ihn nicht zum Kaeufer
transportieren kann.
Die zu erwartende Belastung der Leitungen kann immer erst beim Vorliegen
der Handelsergebnisse berechnet werden. Das ist ein ganz normaler
Prozess, der jeden Tag durchgeführt wird, auch für konventionelle
Erzeuger. Der Unterschied zwischen konventioneller und EE-Erzeugung
liegt nur in den Prioritäten und der Höhe der Vergütungen für die
Abregelung.
Aber man weiss doch trotzdem vorher schon die Leitungskapazitaet
und kann nicht mehr Strom verkaufen als durch die Leitung geht,
selbst wenn man mehr erzeugen koennte.
Wenn es so wäre, bräuchte man weder Redispatch noch Einspeismanagement.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Zumindest bei den aelteren Anlagen gibts da doch die Verpflichtung allen
erzeugten Strom zu einem zugesicherten Fixpreis zu bezahlen.
Fixpreise gibt es nur noch für Kleinanlagen.
Bei neuen Anlagen, aber was ist bei alten, z.B. jetzt 19 Jahre alten
Anlagen.
Es kommt auf die Größe der Anlage an.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Alle anderen bekommen über
die Marktprämie einen Mindestpreis garantiert, aber auch nur für den
verkauften Strom.
Die bekommen also nichts wenn der Strom nicht abgenommen wird,
oder wenn die Leitungskapazitaet erschoepft ist.
Das waeren dann ja ganz unsichere Investitionen.
EE-Betreiber bekommen den Mindestpreis auch wenn die Leitungen nicht
ausreichen. Bei Betreibern von konventionellen Anlagen sieht es im Falle
eines Redispatch anders aus.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Und da er bezahlt wird ist es besser ihn zu produzieren und zu exportieren.
Soll man ihn in Eimern zum Kunden tragen?
Zumindest den Teil den man auch transportieren kann.
Wenn EE-Anlagen vom Netzbetreiber abgeregelt werden, kann man den Strom
nicht transportieren.
Aber den Teil der tatsaechlich exportiert wird, den konnte
man offenbar transportieren und das ist Strom aus erneuerbaren
Energien.
Es ist der Strom, der im Ausland eingekauft wurde, unabhängig von der
Produktionsart.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Nein. Der Preis gilt einheitlich für den gesamten an der EPEX-SPOT
gehandelten Strom, unabhängig vom Erzeuger und unabhängig vom Käufer.
Wenn für eine Stunde 35GWh gehandelt wurden und 10GWh von ausländischen
Kunden eingekauft wurden, bleiben 25GWh dieses Stroms zum gleichen Preis
in Deutschland.
Es ist ja wohl so dass auf diesem Markt nur Strom verkauft wird den man
nicht schon vorher bereits verkauft hat, und es
Nein. Es ist sogar so, dass bereits vorher verkaufter Strom überhaupt
nicht produziert wird und stattdessen Strom an der Börse zugekauft wird.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Es macht genau die Unterschiede zwischen Mix und Inlandsverbrauch in den
Zahlen von Arne aus, weil dort überhaupt nicht differenziert wird, wer
wann wem Strom geliefert hat. Aller grenzüberschreitend gehandelte Strom
ist für das Umweltbundesamt COâ,,-frei erzeugt worden.
Waere ja auch so wenn man nur ueberschuesse exportiert.
Selbst dann würde der jeweilige Strommix exportiert.
Beispiel: in Norddeutschland ist viel Wind und die Windkraftanlagen produzieren
voll, in Sueddeutschland laufen thermische Kraftwerke, heute Atomkraftwerke
und decken dort den Strombedarf der nicht durch den Windstrom aus Norddeutschland
gedeckt werden kann weil Leitungen fehlen.
Das ist selten der Fall.
Post by Carla Schneider
In Norddeutschland gibt es daher immer noch einen Ueberschuss an Windstrom und der wird
jetzt exportiert.
Wenn die Leitungen fehlen? Tatsächlich ist es eher so, dass
Braunkohlekraftwerke im Norden Steinkohlekraftwerke im Süden aus dem
Markt drücken.
Braunkohlekraftwerke gibts in Nordrhein-Westfahlen und
in der Lausitz, also eher in der Mitte. Wenn es jetzt viel Windstrom aus
dem Norden gibt werden sie heruntergefahren. Irgendwelche Kraftwerke im Sueden
aus dem Markt draengen koennen sie nur entsprechend der Kapazitaet der Leitungen,
und die ist recht beschraenkt.
Neue Leitungen zu bauen ist sehr langwierig weil Bewohner der Landschaften
sie nicht wollen - und das obwohl HGUE gar keinen Elektrosmog verursacht...
Realisiert wird wohl nur eine HGUE von NRW nach BW auf einer bereits
bestehenden Stromtrasse: https://de.wikipedia.org/wiki/Ultranet
Post by Gernot Griese
Wenn dann der Strom nach Österreich oder in die Schweiz
bzw. dort hindurch nach Italien geliefert werden soll, reichen die
Leitungen nicht aus und es müssen Kraftwerke in Süddeutschland oder in
Österreich hochgefahren und die Braunkohlekraftwerke gedrosselt werden.
Es sind die Leitungen die die Exportmoeglichkeiten beschraenken.
Windstrom aus Norddeutschland nach Italien verkaufen
geht gar nicht mehr wenn die Kernkraftwerke im Sueden abgeschaltet sind.
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Warum willst du da die thermischen Kraftwerke in Sueddeutschland
mit hineinrechnen, die decken nur den Bedarf in Sueddeutschland,
und haben nichts mit dem Windstromexport Norddeutschlands zu tun.
Eine solche Unterteilung ist unsinnig. Strom wird europaweit gehandelt
und das einzige Kriterium dabei ist der Preis, zumindest solange die
jeweiligen Im- und Exportkapazitäten ausreichen.
Was ja nur ginge wenn es beliebig hohe Leitungskapazitaet gaebe was definitiv
nicht der Fall ist. Von daher ist die europaweite Handelbarkeit nichts was der
Realtitaet entspricht, es geht ja noch nichtmal innerhalb Deutschlands.
Post by Gernot Griese
Gernot
--
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Klaus. K
2020-08-11 09:17:19 UTC
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Post by Carla Schneider
Neue Leitungen zu bauen ist sehr langwierig weil Bewohner der Landschaften
sie nicht wollen - und das obwohl HGUE gar keinen Elektrosmog verursacht...
Realisiert wird wohl nur eine HGUE von NRW nach BW auf einer bereits
bestehenden Stromtrasse:https://de.wikipedia.org/wiki/Ultranet
Das ist nur bedingt richtig. Die Leitungen DA <-> MA über ehemals AKW
Biblis werden deutlich ausgebaut.
Es war bisher nur die Hälfte der Kapazität mit Leitungen belegt und die
wurden nun voll belegt. (in welcher Technik - keine Ahnung)

Und nein, das hat nichts damit zu tun, dass da ein relativ kleines Gas
Puffer Kraftwerk gebaut wird, da waren ja vormals die beiden 1200
Megawatt Blöcke, die nicht mehr liefern.
--
K.
Gernot Griese
2020-08-11 10:32:36 UTC
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Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
In Norddeutschland gibt es daher immer noch einen Ueberschuss an Windstrom und der wird
jetzt exportiert.
Wenn die Leitungen fehlen? Tatsächlich ist es eher so, dass
Braunkohlekraftwerke im Norden Steinkohlekraftwerke im Süden aus dem
Markt drücken.
Braunkohlekraftwerke gibts in Nordrhein-Westfahlen und
in der Lausitz, also eher in der Mitte. Wenn es jetzt viel Windstrom aus
dem Norden gibt werden sie heruntergefahren.
Sie werden heruntergefahren, wenn es sich finanziell rechnet oder einer
der ÜNB es im Rahmen einer Redispatchmaßnahme anordnet. Wieviel Wind-
oder PV-Strom an welchem Ort gerade produziert wird, interessiert die
Kraftwerksbetreiber nicht, die kalkulieren rein wirtschaftlich.
Post by Carla Schneider
Irgendwelche Kraftwerke im Sueden
aus dem Markt draengen koennen sie nur entsprechend der Kapazitaet der Leitungen,
und die ist recht beschraenkt.
Das wird beim innerdeutschen Handel gar nicht berücksichtigt. Aus diesem
Grund sind ja ständig Redispatchmaßnahmen erforderlich.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Wenn dann der Strom nach Österreich oder in die Schweiz
bzw. dort hindurch nach Italien geliefert werden soll, reichen die
Leitungen nicht aus und es müssen Kraftwerke in Süddeutschland oder in
Österreich hochgefahren und die Braunkohlekraftwerke gedrosselt werden.
Es sind die Leitungen die die Exportmoeglichkeiten beschraenken.
Windstrom aus Norddeutschland nach Italien verkaufen
geht gar nicht mehr wenn die Kernkraftwerke im Sueden abgeschaltet sind.
Das ändert an den Exportkapazitäten nichts. Die werden durch die
Höchstspannungsleitungen zwischen den Ländern bestimmt.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Warum willst du da die thermischen Kraftwerke in Sueddeutschland
mit hineinrechnen, die decken nur den Bedarf in Sueddeutschland,
und haben nichts mit dem Windstromexport Norddeutschlands zu tun.
Eine solche Unterteilung ist unsinnig. Strom wird europaweit gehandelt
und das einzige Kriterium dabei ist der Preis, zumindest solange die
jeweiligen Im- und Exportkapazitäten ausreichen.
Was ja nur ginge wenn es beliebig hohe Leitungskapazitaet gaebe was definitiv
nicht der Fall ist. Von daher ist die europaweite Handelbarkeit nichts was der
Realtitaet entspricht, es geht ja noch nichtmal innerhalb Deutschlands.
Vielleicht solltest du dir einfach mal die realen Lastflüsse und die
zugehörigen Preise in Europa anschauen.

Gernot
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Ludger Averborg
2020-08-11 12:12:35 UTC
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On Tue, 11 Aug 2020 11:07:34 +0200, Carla Schneider
Post by Carla Schneider
Irgendwelche Kraftwerke im Sueden
aus dem Markt draengen koennen sie nur entsprechend der Kapazitaet der Leitungen,
und die ist recht beschraenkt.
...was man auch an den EINSMAN-Energiemengen der
verschiedenen Bundesländer sieht: Nur SH und NS sind
überhaupt erwähnenswert, der Rest ist quasi Null.

l.
Christoph Müller
2020-08-11 16:39:54 UTC
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Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Die zu erwartende Belastung der Leitungen kann immer erst beim Vorliegen
der Handelsergebnisse berechnet werden. Das ist ein ganz normaler
Prozess, der jeden Tag durchgeführt wird, auch für konventionelle
Erzeuger. Der Unterschied zwischen konventioneller und EE-Erzeugung
liegt nur in den Prioritäten und der Höhe der Vergütungen für die
Abregelung.
Aber man weiss doch trotzdem vorher schon die Leitungskapazitaet
und kann nicht mehr Strom verkaufen als durch die Leitung geht,
selbst wenn man mehr erzeugen koennte.
Wenn es so wäre, bräuchte man weder Redispatch noch Einspeismanagement.
Lässt sich auch einfacher organisieren.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
In Norddeutschland gibt es daher immer noch einen Ueberschuss an Windstrom und der wird
jetzt exportiert.
Wenn die Leitungen fehlen?
Fehlen sie? Wie schaut's aus, wenn im Norden bei kräftigem sämtliche
thermischen Großkraftwerke abgeschaltet werden? Wenn gleichzeitig die
Heizprozesse derweil auf Heizwiderstände umgeschaltet werden? Das würde
im Fall von hinreichend Windstrom die Umwelt doch erheblich von Abgasen
entlasten. Reicht dann der Strom überhaupt noch? Oder muss er dann noch
immer in den Süden verkauft werden?
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Tatsächlich ist es eher so, dass
Braunkohlekraftwerke im Norden Steinkohlekraftwerke im Süden aus dem
Markt drücken.
Braunkohlekraftwerke gibts in Nordrhein-Westfahlen und
in der Lausitz, also eher in der Mitte. Wenn es jetzt viel Windstrom aus
dem Norden gibt werden sie heruntergefahren.
Welche wirtschaftliche Regelbandbreite haben die Dinger überhaupt?
0...100%? Würde mich sehr wundern, weil sie üblicherweise Turbinen im
Einsatz haben. Deren Regelbereich ist typischerweise sehr klein und
Kolbenmaschinen scheinen zu teuer zu sein. Jedenfalls sind sie in der
Stromproduktion in Großkraftwerken ziemlich selten. Daraus kann man
schließen, dass nie mit einer großen Leistungsbandbreite gerechnet
wurde. Statt teurer Kolbenmaschinen leistet man es sich lieber, die WKAs
aus dem Wind zu drehen und deren Betreibern den daraus resultierenden
Stromausfall leistungslos zu erstatten.
Post by Carla Schneider
Irgendwelche Kraftwerke im Sueden
aus dem Markt draengen koennen sie nur entsprechend der Kapazitaet der Leitungen,
und die ist recht beschraenkt.
Ist das überhaupt nötig?
Post by Carla Schneider
Neue Leitungen zu bauen ist sehr langwierig weil Bewohner der Landschaften
sie nicht wollen - und das obwohl HGUE gar keinen Elektrosmog verursacht...
Ein Gleichfeld wird sich auch mit HGÜ nicht vermeiden lassen.
Schwerwiegender dürfte allerdings die Wärmeentwicklung der Leitungen
sein. Freihängend versengt sie den Vögeln gerne die Füße.
Hochtemperaturleitungen gehen bis 200°C. Da möchte ich kein Vogel auf
der Suche nach einem Ruheplatz sein. Unterirdisch trocknet das Land
darüber aus, womit die Fläche landwirtschaftlich kaum noch nutzbar ist.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Wenn dann der Strom nach Österreich oder in die Schweiz
bzw. dort hindurch nach Italien geliefert werden soll, reichen die
Leitungen nicht aus und es müssen Kraftwerke in Süddeutschland oder in
Österreich hochgefahren und die Braunkohlekraftwerke gedrosselt werden.
Es sind die Leitungen die die Exportmoeglichkeiten beschraenken.
Eher die Verträge, die die Vertragspartner untereinander vereinbaren.
Post by Carla Schneider
Windstrom aus Norddeutschland nach Italien verkaufen
geht gar nicht mehr wenn die Kernkraftwerke im Sueden abgeschaltet sind.
Sowas wird einfach abrechnungstechnisch erledigt. Speise in Flensburg
500 mW ein. Die kommen dann in Kempten wieder raus. So einfach ist das
mit entsprechenden (weltfremden aber realen) Verträgen.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Warum willst du da die thermischen Kraftwerke in Sueddeutschland
mit hineinrechnen, die decken nur den Bedarf in Sueddeutschland,
und haben nichts mit dem Windstromexport Norddeutschlands zu tun.
Eine solche Unterteilung ist unsinnig.
Je nach Vertragsgestaltung. Solche Verträge sagen z.B. dass aus deiner
Steckdose nur Windstrom kommt. Oder nur PV-Strom. Oder ... Es gab auch
mal Zeiten, da wurden von windigen Geschäftemachern Atomstromfilter
verkauft... Die Physik kümmert sich nicht drum...
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Carla Schneider
2020-08-13 16:48:27 UTC
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Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Die zu erwartende Belastung der Leitungen kann immer erst beim Vorliegen
der Handelsergebnisse berechnet werden. Das ist ein ganz normaler
Prozess, der jeden Tag durchgeführt wird, auch für konventionelle
Erzeuger. Der Unterschied zwischen konventioneller und EE-Erzeugung
liegt nur in den Prioritäten und der Höhe der Vergütungen für die
Abregelung.
Aber man weiss doch trotzdem vorher schon die Leitungskapazitaet
und kann nicht mehr Strom verkaufen als durch die Leitung geht,
selbst wenn man mehr erzeugen koennte.
Wenn es so wäre, bräuchte man weder Redispatch noch Einspeismanagement.
Lässt sich auch einfacher organisieren.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
In Norddeutschland gibt es daher immer noch einen Ueberschuss an Windstrom und der wird
jetzt exportiert.
Wenn die Leitungen fehlen?
Fehlen sie? Wie schaut's aus, wenn im Norden bei kräftigem sämtliche
thermischen Großkraftwerke abgeschaltet werden? Wenn gleichzeitig die
Heizprozesse derweil auf Heizwiderstände umgeschaltet werden? Das würde
im Fall von hinreichend Windstrom die Umwelt doch erheblich von Abgasen
entlasten.
Doppelt so hoch ist aber die Entlastung wenn durch diesen Strom
ein Verbrennungskraftwerk heruntergefahren werden kann. In Sueddeutschland laufen zur Zeit noch
Kernkraftwerke, da bringt das nichts, aber schon bald werden die durch Verbrennungskraftwerke
ersetzt sein und dann bringt es wirklich etwas wenn Windstrom aus Norddeutschland
nach Sueden geleitet wird.
Post by Christoph Müller
Reicht dann der Strom überhaupt noch? Oder muss er dann noch
immer in den Süden verkauft werden?
Wenn es im Norden windig ist, herrschen meistens milde Temperaturen im Winter,
d.h. der Heizenergiebedarf ist nicht besonders gross. Zudem will man ja die Windkraft
noch weiter ausbauen insbesonders off-shore.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Tatsächlich ist es eher so, dass
Braunkohlekraftwerke im Norden Steinkohlekraftwerke im Süden aus dem
Markt drücken.
Braunkohlekraftwerke gibts in Nordrhein-Westfahlen und
in der Lausitz, also eher in der Mitte. Wenn es jetzt viel Windstrom aus
dem Norden gibt werden sie heruntergefahren.
Welche wirtschaftliche Regelbandbreite haben die Dinger überhaupt?
0...100%? Würde mich sehr wundern, weil sie üblicherweise Turbinen im
Einsatz haben. Deren Regelbereich ist typischerweise sehr klein und
Kolbenmaschinen scheinen zu teuer zu sein.
Die haben ueblicherweise mehrere Turbinen, die nicht alle laufen muessen,
je nach Bedarf.
Post by Christoph Müller
Jedenfalls sind sie in der
Stromproduktion in Großkraftwerken ziemlich selten.
Ausser beim Dieselmotor, aber der geht nicht mit Braunkohle, und auch mit Erdgas
ist es eher schwierig. Aber es gibt Dieselmotoren die von ihrer groesse
her durchaus fuer Kraftwerke brauchbar sind: Schiffsdiesel.
Post by Christoph Müller
Daraus kann man
schließen, dass nie mit einer großen Leistungsbandbreite gerechnet
wurde.
Turbinen haben einen guten Wirkungsgrad die Regelung macht
man ueber die Zahl der Turbinen.
Post by Christoph Müller
Statt teurer Kolbenmaschinen leistet man es sich lieber, die WKAs
aus dem Wind zu drehen und deren Betreibern den daraus resultierenden
Stromausfall leistungslos zu erstatten.
Ganz bestimmt nicht, man kann auch Turbinenkraftwerke abschalten, bei Spitzenlast-Gaskraftwerken
passiert das taeglich.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Irgendwelche Kraftwerke im Sueden
aus dem Markt draengen koennen sie nur entsprechend der Kapazitaet der Leitungen,
und die ist recht beschraenkt.
Ist das überhaupt nötig?
Post by Carla Schneider
Neue Leitungen zu bauen ist sehr langwierig weil Bewohner der Landschaften
sie nicht wollen - und das obwohl HGUE gar keinen Elektrosmog verursacht...
Ein Gleichfeld wird sich auch mit HGÜ nicht vermeiden lassen.
Gleichfelder sind normalerweise kein Problem.
Post by Christoph Müller
Schwerwiegender dürfte allerdings die Wärmeentwicklung der Leitungen
sein. Freihängend versengt sie den Vögeln gerne die Füße.
Eine Gleichstromleitung gleicher Spannung und Leistung
produziert weniger Waerme als eine Drehstromleitung.
Post by Christoph Müller
Hochtemperaturleitungen gehen bis 200°C. Da möchte ich kein Vogel auf
der Suche nach einem Ruheplatz sein. Unterirdisch trocknet das Land
darüber aus, womit die Fläche landwirtschaftlich kaum noch nutzbar ist.
In der Landwirtschaft verdunsten die Pflanzen das meiste Wasser und
nicht die Erde, folglich ist das eher kein Problem, es sei
denn die Erde wird so heiss dass die Pflanzen nicht mehr wachsen.
Eine solche Waermeentwicklung wuerde aber die Leitung selbst schaedigen,
denn dort muss es nochmal deutlich waermer sein.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Wenn dann der Strom nach Österreich oder in die Schweiz
bzw. dort hindurch nach Italien geliefert werden soll, reichen die
Leitungen nicht aus und es müssen Kraftwerke in Süddeutschland oder in
Österreich hochgefahren und die Braunkohlekraftwerke gedrosselt werden.
Es sind die Leitungen die die Exportmoeglichkeiten beschraenken.
Eher die Verträge, die die Vertragspartner untereinander vereinbaren.
Die Leitungen bestimmen was die maximal vereinbaren koennen.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Windstrom aus Norddeutschland nach Italien verkaufen
geht gar nicht mehr wenn die Kernkraftwerke im Sueden abgeschaltet sind.
Sowas wird einfach abrechnungstechnisch erledigt. Speise in Flensburg
500 mW ein.
Ich nehmen mal an du meinst MW und nicht Milliwatt.
Irgendwo muss der Strom herkommen.
Post by Christoph Müller
Die kommen dann in Kempten wieder raus. So einfach ist das
mit entsprechenden (weltfremden aber realen) Verträgen.
Dann muss es aber eine Leitung dorthin geben, oder ein entsprechendes Kraftwerk.
Christoph Müller
2020-08-13 18:19:02 UTC
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Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
In Norddeutschland gibt es daher immer noch einen Ueberschuss an Windstrom und der wird
jetzt exportiert.
Wenn die Leitungen fehlen?
Fehlen sie? Wie schaut's aus, wenn im Norden bei kräftigem sämtliche
thermischen Großkraftwerke abgeschaltet werden? Wenn gleichzeitig die
Heizprozesse derweil auf Heizwiderstände umgeschaltet werden? Das würde
im Fall von hinreichend Windstrom die Umwelt doch erheblich von Abgasen
entlasten.
Doppelt so hoch ist aber die Entlastung wenn durch diesen Strom
ein Verbrennungskraftwerk heruntergefahren werden kann. In Sueddeutschland laufen zur Zeit noch
Kernkraftwerke, da bringt das nichts, aber schon bald werden die durch Verbrennungskraftwerke
ersetzt sein und dann bringt es wirklich etwas wenn Windstrom aus Norddeutschland
nach Sueden geleitet wird.
Da kommen aber noch die Kosten für die Leitung ins Spiel. Mit eben
diesem Geld lässt sich alternativ auch ein Strommanagementsystem
realisieren, das im ganzen Land systembedingt für optimale
Energienutzung (insbesondere Abwärmenutzung) und gleichzeitig dafür
sorgt sorgt, dass immer erst mal die saubersten Energieformen genutzt
werden.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Reicht dann der Strom überhaupt noch? Oder muss er dann noch
immer in den Süden verkauft werden?
Wenn es im Norden windig ist, herrschen meistens milde Temperaturen im Winter,
d.h. der Heizenergiebedarf ist nicht besonders gross.
In Handel, Handwerk und Industrie auch nicht? Wird dann auch nur lauwarm
gekocht und kalt geduscht?
Post by Carla Schneider
Zudem will man ja die Windkraft
noch weiter ausbauen insbesonders off-shore.
Was spricht dagegen? Sowas kann dann auch zur Industriansiedlung führen.
Da könnte man z.B. an energieintensive Betriebe denken. Z.B.
Aluherstellung oder 3D-Druck. Geeignete Software vorausgesetzt lässt
sich 3D-Druck bei zu hohen Strompreisen jederzeit abschalten und
fortsetzen, wenn der Preis wieder stimmt. Die additive Fertigung ist ja
nun immer mehr im Kommen. Auch für Serienteile.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Tatsächlich ist es eher so, dass
Braunkohlekraftwerke im Norden Steinkohlekraftwerke im Süden aus dem
Markt drücken.
Braunkohlekraftwerke gibts in Nordrhein-Westfahlen und
in der Lausitz, also eher in der Mitte. Wenn es jetzt viel Windstrom aus
dem Norden gibt werden sie heruntergefahren.
Welche wirtschaftliche Regelbandbreite haben die Dinger überhaupt?
0...100%? Würde mich sehr wundern, weil sie üblicherweise Turbinen im
Einsatz haben. Deren Regelbereich ist typischerweise sehr klein und
Kolbenmaschinen scheinen zu teuer zu sein.
Die haben ueblicherweise mehrere Turbinen, die nicht alle laufen muessen,
je nach Bedarf.
Runterfahren und Neustart ist mit solchen Dingern nicht ganz billig,
weil damit auch erhebliche Materialbelastung verbunden ist. Wie groß ist
der WIRTSCHAFTLICH sinnvolle Regelbereich also?
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Jedenfalls sind sie in der
Stromproduktion in Großkraftwerken ziemlich selten.
Ausser beim Dieselmotor, aber der geht nicht mit Braunkohle, und auch mit Erdgas
ist es eher schwierig. Aber es gibt Dieselmotoren die von ihrer groesse
her durchaus fuer Kraftwerke brauchbar sind: Schiffsdiesel.
Diese laufen üblicherweise mit Schweröl. Willst du die
Verbrennungsrückstände in dicht besiedelten Gegenden haben? Ich fürchte
eher, dass damit massive Bürgerproteste zu erwarten wären.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Daraus kann man
schließen, dass nie mit einer großen Leistungsbandbreite gerechnet
wurde.
Turbinen haben einen guten Wirkungsgrad
Kolbenmotoren inzwischen auch.
Post by Carla Schneider
die Regelung macht man ueber die Zahl der Turbinen.
Diese werden aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht gerne im
Start-Stopp-Betrieb genutzt.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Statt teurer Kolbenmaschinen leistet man es sich lieber, die WKAs
aus dem Wind zu drehen und deren Betreibern den daraus resultierenden
Stromausfall leistungslos zu erstatten.
Ganz bestimmt nicht, man kann auch Turbinenkraftwerke abschalten, bei Spitzenlast-Gaskraftwerken
passiert das taeglich.
Nur, wenn sie dafür ausgelegt sind. In Großkraftwerken ist das eher
nicht der Fall.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Neue Leitungen zu bauen ist sehr langwierig weil Bewohner der Landschaften
sie nicht wollen - und das obwohl HGUE gar keinen Elektrosmog verursacht...
Ein Gleichfeld wird sich auch mit HGÜ nicht vermeiden lassen.
Gleichfelder sind normalerweise kein Problem.
Bis mal irgendein Verein auf die Idee kommt, dass Gleichrichter zwar
gleichrichten, aber am Ausgang erheblicher Ripple drauf ist. Damit gibt
es einen Wechselstromanteil, der auch beachtlich sein kann.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Schwerwiegender dürfte allerdings die Wärmeentwicklung der Leitungen
sein. Freihängend versengt sie den Vögeln gerne die Füße.
Eine Gleichstromleitung gleicher Spannung und Leistung
produziert weniger Waerme als eine Drehstromleitung.
Darauf kommt es nicht an. Es kommt drauf an, wie heiß die Leitungen im
Betrieb tatsächlich werden.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Hochtemperaturleitungen gehen bis 200°C. Da möchte ich kein Vogel auf
der Suche nach einem Ruheplatz sein. Unterirdisch trocknet das Land
darüber aus, womit die Fläche landwirtschaftlich kaum noch nutzbar ist.
In der Landwirtschaft verdunsten die Pflanzen das meiste Wasser und
nicht die Erde, folglich ist das eher kein Problem, es sei
denn die Erde wird so heiss dass die Pflanzen nicht mehr wachsen.
Eine solche Waermeentwicklung wuerde aber die Leitung selbst schaedigen,
denn dort muss es nochmal deutlich waermer sein.
Am Besten einfach mal Landwirte fragen, durch deren Boden solche
Leitungen verlaufen.

Zu befürchten ist jedenfalls alleine durch die Baumaßnahmen, dass der
Kapillarkontakt zu den unteren Bodenschichten abgeschnitten wird. Beton,
Sand, Kies... Die Leitungen selbst werden warm und geben ihre Wärme an
den umliegenden Boden ab. Etwaiges Wasser drängt damit via Verdunstung
und Kondensation von den Leitungen weg. Damit trocknet der Boden aus.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Wenn dann der Strom nach Österreich oder in die Schweiz
bzw. dort hindurch nach Italien geliefert werden soll, reichen die
Leitungen nicht aus und es müssen Kraftwerke in Süddeutschland oder in
Österreich hochgefahren und die Braunkohlekraftwerke gedrosselt werden.
Es sind die Leitungen die die Exportmoeglichkeiten beschraenken.
Eher die Verträge, die die Vertragspartner untereinander vereinbaren.
Die Leitungen bestimmen was die maximal vereinbaren koennen.
Sie bestimmen die maximale Leistung. Nicht die maximale Energiemenge
(indirekt natürlich doch, weil der Tag für alle nur 24 Stunden hat).
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Windstrom aus Norddeutschland nach Italien verkaufen
geht gar nicht mehr wenn die Kernkraftwerke im Sueden abgeschaltet sind.
Sowas wird einfach abrechnungstechnisch erledigt. Speise in Flensburg
500 mW ein.
Ich nehmen mal an du meinst MW und nicht Milliwatt.
Ich habe schon mW gemeint, um die Absurdität des Ganzen etwas deutlicher
zu machen. Denn die 500 mW verlaufen sich schon innerhalb weniger
weniger Meter bis unter die Nachweisgrenze. Laut Verträgen kann man
diese 500 mW aber in Flensburg einspeisen und sie kommen in Kempten
verlustfrei wieder raus.
Post by Carla Schneider
Irgendwo muss der Strom herkommen.
500 mW schaffst du auch mit einer kleinen Handkurbel.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Die kommen dann in Kempten wieder raus. So einfach ist das
mit entsprechenden (weltfremden aber realen) Verträgen.
Dann muss es aber eine Leitung dorthin geben, oder ein entsprechendes Kraftwerk.
Für 500 mW baut man keine eigene Leitung. Man nimmt, was da ist.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Carla Schneider
2020-08-14 08:11:34 UTC
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Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
In Norddeutschland gibt es daher immer noch einen Ueberschuss an Windstrom und der wird
jetzt exportiert.
Wenn die Leitungen fehlen?
Fehlen sie? Wie schaut's aus, wenn im Norden bei kräftigem sämtliche
thermischen Großkraftwerke abgeschaltet werden? Wenn gleichzeitig die
Heizprozesse derweil auf Heizwiderstände umgeschaltet werden? Das würde
im Fall von hinreichend Windstrom die Umwelt doch erheblich von Abgasen
entlasten.
Doppelt so hoch ist aber die Entlastung wenn durch diesen Strom
ein Verbrennungskraftwerk heruntergefahren werden kann. In Sueddeutschland laufen zur Zeit noch
Kernkraftwerke, da bringt das nichts, aber schon bald werden die durch Verbrennungskraftwerke
ersetzt sein und dann bringt es wirklich etwas wenn Windstrom aus Norddeutschland
nach Sueden geleitet wird.
Da kommen aber noch die Kosten für die Leitung ins Spiel.
Die bei einer Freileitung nicht erheblich sind.
Post by Christoph Müller
Mit eben
diesem Geld lässt sich alternativ auch ein Strommanagementsystem
realisieren, das im ganzen Land systembedingt für optimale
Energienutzung (insbesondere Abwärmenutzung) und gleichzeitig dafür
sorgt sorgt, dass immer erst mal die saubersten Energieformen genutzt
werden.
Dadurch kommt der Windstrom aber nicht zu den Verbrauchern im SUeden.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Reicht dann der Strom überhaupt noch? Oder muss er dann noch
immer in den Süden verkauft werden?
Wenn es im Norden windig ist, herrschen meistens milde Temperaturen im Winter,
d.h. der Heizenergiebedarf ist nicht besonders gross.
In Handel, Handwerk und Industrie auch nicht? Wird dann auch nur lauwarm
gekocht und kalt geduscht?
Und auch da spart man nur halb soviel Brennstoff wie wenn Strom aus Verbrennungskraftwerken
ersetzt wird.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Zudem will man ja die Windkraft
noch weiter ausbauen insbesonders off-shore.
Was spricht dagegen? Sowas kann dann auch zur Industriansiedlung führen.
Wir koennten die Industrie aus dem Sueden in den Norden verlagern
einschliesslich Bevoelkerung.
Dass Leitungen in den Sueden zu bauen billiger ist sollte jedem klar sein.
Post by Christoph Müller
Da könnte man z.B. an energieintensive Betriebe denken. Z.B.
Aluherstellung oder 3D-Druck. Geeignete Software vorausgesetzt lässt
sich 3D-Druck bei zu hohen Strompreisen jederzeit abschalten und
fortsetzen, wenn der Preis wieder stimmt. Die additive Fertigung ist ja
nun immer mehr im Kommen. Auch für Serienteile.
Ist die so Energieintensiv ?
Und Aluherstellung hatten wir schon, die braucht vor allem kontinuierlich billigen
Strom und laesst sich nicht einfach so fuer ein paar Tage abstellen.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Tatsächlich ist es eher so, dass
Braunkohlekraftwerke im Norden Steinkohlekraftwerke im Süden aus dem
Markt drücken.
Braunkohlekraftwerke gibts in Nordrhein-Westfahlen und
in der Lausitz, also eher in der Mitte. Wenn es jetzt viel Windstrom aus
dem Norden gibt werden sie heruntergefahren.
Welche wirtschaftliche Regelbandbreite haben die Dinger überhaupt?
0...100%? Würde mich sehr wundern, weil sie üblicherweise Turbinen im
Einsatz haben. Deren Regelbereich ist typischerweise sehr klein und
Kolbenmaschinen scheinen zu teuer zu sein.
Die haben ueblicherweise mehrere Turbinen, die nicht alle laufen muessen,
je nach Bedarf.
Runterfahren und Neustart ist mit solchen Dingern nicht ganz billig,
weil damit auch erhebliche Materialbelastung verbunden ist.
Flugzeuge fliegen mit Gasturbinen.
Post by Christoph Müller
Wie groß ist
der WIRTSCHAFTLICH sinnvolle Regelbereich also?
Es wurden Gaskraftwerke nur fuer Spitzenlaststrom gebaut, die fahren also
taeglich rauf und runter und runter.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Jedenfalls sind sie in der
Stromproduktion in Großkraftwerken ziemlich selten.
Ausser beim Dieselmotor, aber der geht nicht mit Braunkohle, und auch mit Erdgas
ist es eher schwierig. Aber es gibt Dieselmotoren die von ihrer groesse
her durchaus fuer Kraftwerke brauchbar sind: Schiffsdiesel.
Diese laufen üblicherweise mit Schweröl. Willst du die
Verbrennungsrückstände in dicht besiedelten Gegenden haben? Ich fürchte
eher, dass damit massive Bürgerproteste zu erwarten wären.
Die Kolbenmotoren waren deine Idee. Ich halte es fuer keine gute
Idee Erdoel zu verstromen, das hat man in Deutschland nur selten gemacht,
weil man sich vom Ausland abhaengig macht.
Aber von der Luftverschmutzung schlimmer als Braunkohle ist das auch nicht,
und fuer die gibt es Filter.
Man koennte wohl Treibstoff fuer so einen Motor aus Braunkohle gewinnen
mittels chemischen Umsetzungen, aber da ist es wohl billiger die Kohle
direkt im Dampfkraftwerk zu verstromen.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Daraus kann man
schließen, dass nie mit einer großen Leistungsbandbreite gerechnet
wurde.
Turbinen haben einen guten Wirkungsgrad
Kolbenmotoren inzwischen auch.
Ja, die Schiffsdiesel kommen auf 55% Wirkungsgrad.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
die Regelung macht man ueber die Zahl der Turbinen.
Diese werden aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht gerne im
Start-Stopp-Betrieb genutzt.
Wie gesagt, ein paar mal am Tag scheint kein Problem zu sein,
wie man an jedem Kurzstreckenflieger sehen kann.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Statt teurer Kolbenmaschinen leistet man es sich lieber, die WKAs
aus dem Wind zu drehen und deren Betreibern den daraus resultierenden
Stromausfall leistungslos zu erstatten.
Ganz bestimmt nicht, man kann auch Turbinenkraftwerke abschalten, bei Spitzenlast-Gaskraftwerken
passiert das taeglich.
Nur, wenn sie dafür ausgelegt sind. In Großkraftwerken ist das eher
nicht der Fall.
Spitzenlastkraftwerke sind Grosskraftwerke.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Neue Leitungen zu bauen ist sehr langwierig weil Bewohner der Landschaften
sie nicht wollen - und das obwohl HGUE gar keinen Elektrosmog verursacht...
Ein Gleichfeld wird sich auch mit HGÜ nicht vermeiden lassen.
Gleichfelder sind normalerweise kein Problem.
Bis mal irgendein Verein auf die Idee kommt, dass Gleichrichter zwar
gleichrichten, aber am Ausgang erheblicher Ripple drauf ist. Damit gibt
es einen Wechselstromanteil, der auch beachtlich sein kann.
Das Problem ist schon lange geloest:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stromrichterstation
-------
Gelegentlich werden auch noch Gleichstromfilter zur Beseitigung
hochfrequenter Störsignale eingesetzt. Solche Filter sind insbesondere
dann nötig, wenn auf der Gleichstromleitung eine Nachrichtenübermittlung
nach dem Trägerfrequenzverfahren im Bereich zwischen 30 kHz und 500 kHz
erfolgen soll oder wenn die Gleichstromleitung als Freileitung ausgeführt
ist, die in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern vorbeiführt. Diese können
aus LC-Gliedern bestehen und somit passiv sein, oder aus einem per
Übertrager und Schutzkondensatoren angekoppelten Verstärker bestehen
und somit aktiv sein. Ein solcher Verstärker gibt ein um 180 Grad
zum Störsignal phasenverschobenes Signal auf die Leitung und regelt
so die Störung weg. Ein solches System wird bei
der HGÜ Baltic Cable verwendet.
-------
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Schwerwiegender dürfte allerdings die Wärmeentwicklung der Leitungen
sein. Freihängend versengt sie den Vögeln gerne die Füße.
Eine Gleichstromleitung gleicher Spannung und Leistung
produziert weniger Waerme als eine Drehstromleitung.
Darauf kommt es nicht an. Es kommt drauf an, wie heiß die Leitungen im
Betrieb tatsächlich werden.
HGUE macht man um die Verluste niedrig zu halten.
Da in den beiden Stromrichterstationen Verluste auftreten wird
macht HGUE keinen Sinn wenn die Verluste im Kabel nicht deutlich
kleiner sind als bei Drehstromleitungen, also wird man da mit dem Material nicht so
sparen.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Hochtemperaturleitungen gehen bis 200°C. Da möchte ich kein Vogel auf
der Suche nach einem Ruheplatz sein. Unterirdisch trocknet das Land
darüber aus, womit die Fläche landwirtschaftlich kaum noch nutzbar ist.
In der Landwirtschaft verdunsten die Pflanzen das meiste Wasser und
nicht die Erde, folglich ist das eher kein Problem, es sei
denn die Erde wird so heiss dass die Pflanzen nicht mehr wachsen.
Eine solche Waermeentwicklung wuerde aber die Leitung selbst schaedigen,
denn dort muss es nochmal deutlich waermer sein.
Am Besten einfach mal Landwirte fragen, durch deren Boden solche
Leitungen verlaufen.
Man fragt sich wozu das geschieht, eine Freileitung schadet der Landwirtschaft
nicht und ist viel billiger.
Post by Christoph Müller
Zu befürchten ist jedenfalls alleine durch die Baumaßnahmen, dass der
Kapillarkontakt zu den unteren Bodenschichten abgeschnitten wird. Beton,
Sand, Kies... Die Leitungen selbst werden warm und geben ihre Wärme an
den umliegenden Boden ab. Etwaiges Wasser drängt damit via Verdunstung
und Kondensation von den Leitungen weg. Damit trocknet der Boden aus.
Es ist wohl weniger die Austrocknung als der duennere
Boden ueber der Leitung der den Ertrag verringert.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Wenn dann der Strom nach Österreich oder in die Schweiz
bzw. dort hindurch nach Italien geliefert werden soll, reichen die
Leitungen nicht aus und es müssen Kraftwerke in Süddeutschland oder in
Österreich hochgefahren und die Braunkohlekraftwerke gedrosselt werden.
Es sind die Leitungen die die Exportmoeglichkeiten beschraenken.
Eher die Verträge, die die Vertragspartner untereinander vereinbaren.
Die Leitungen bestimmen was die maximal vereinbaren koennen.
Sie bestimmen die maximale Leistung. Nicht die maximale Energiemenge
(indirekt natürlich doch, weil der Tag für alle nur 24 Stunden hat).
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Windstrom aus Norddeutschland nach Italien verkaufen
geht gar nicht mehr wenn die Kernkraftwerke im Sueden abgeschaltet sind.
Sowas wird einfach abrechnungstechnisch erledigt. Speise in Flensburg
500 mW ein.
Ich nehmen mal an du meinst MW und nicht Milliwatt.
Ich habe schon mW gemeint, um die Absurdität des Ganzen etwas deutlicher
zu machen.
Ist es aber in der Realitaet nicht weil ueber die Leitungen
hunderte bis tausende Megawatt fliessen.
Post by Christoph Müller
Denn die 500 mW verlaufen sich schon innerhalb weniger
weniger Meter bis unter die Nachweisgrenze.
Laut Verträgen kann man
diese 500 mW aber in Flensburg einspeisen und sie kommen in Kempten
verlustfrei wieder raus.
Du kannst so tun als ob, stimmt aber nicht.
Das was in Kempten raus kommt hat nichts mit dem in Flensburg
eingespeisten zu tun.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Irgendwo muss der Strom herkommen.
500 mW schaffst du auch mit einer kleinen Handkurbel.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Die kommen dann in Kempten wieder raus. So einfach ist das
mit entsprechenden (weltfremden aber realen) Verträgen.
Dann muss es aber eine Leitung dorthin geben, oder ein entsprechendes Kraftwerk.
Für 500 mW baut man keine eigene Leitung. Man nimmt, was da ist.
Es existieren aber Leitungen nach Oesterreich und da fliest auch Leistung darueber.
Post by Christoph Müller
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Christoph Müller
2020-08-14 09:30:47 UTC
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Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
In Norddeutschland gibt es daher immer noch einen Ueberschuss an Windstrom und der wird
jetzt exportiert.
Wenn die Leitungen fehlen?
Fehlen sie? Wie schaut's aus, wenn im Norden bei kräftigem sämtliche
thermischen Großkraftwerke abgeschaltet werden? Wenn gleichzeitig die
Heizprozesse derweil auf Heizwiderstände umgeschaltet werden? Das würde
im Fall von hinreichend Windstrom die Umwelt doch erheblich von Abgasen
entlasten.
Doppelt so hoch ist aber die Entlastung wenn durch diesen Strom
ein Verbrennungskraftwerk heruntergefahren werden kann. In Sueddeutschland laufen zur Zeit noch
Kernkraftwerke, da bringt das nichts, aber schon bald werden die durch Verbrennungskraftwerke
ersetzt sein und dann bringt es wirklich etwas wenn Windstrom aus Norddeutschland
nach Sueden geleitet wird.
Da kommen aber noch die Kosten für die Leitung ins Spiel.
Die bei einer Freileitung nicht erheblich sind.
Theoretisch. Praktisch gilt es auch noch die Volksseele zu beruhigen.
Das kann viele Jahre dauern. Der Erfolg ist ungewiss. Denn
unproblematisch sind Freileitungen ganz einfach nicht. Damit sterben
auch deutlich mehr Vögel an den Rotorblättern der WKAs.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Mit eben
diesem Geld lässt sich alternativ auch ein Strommanagementsystem
realisieren, das im ganzen Land systembedingt für optimale
Energienutzung (insbesondere Abwärmenutzung) und gleichzeitig dafür
sorgt sorgt, dass immer erst mal die saubersten Energieformen genutzt
werden.
Dadurch kommt der Windstrom aber nicht zu den Verbrauchern im SUeden.
Ist ja auch gar nicht nötig. Auch im Süden gibt es regenerative
Energien. Ab etwa 200 Meter über Grund ist es egal, ob man Küstenlage
hat oder ob man sich auf dem Festland befindet.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Reicht dann der Strom überhaupt noch? Oder muss er dann noch
immer in den Süden verkauft werden?
Wenn es im Norden windig ist, herrschen meistens milde Temperaturen im Winter,
d.h. der Heizenergiebedarf ist nicht besonders gross.
In Handel, Handwerk und Industrie auch nicht? Wird dann auch nur lauwarm
gekocht und kalt geduscht?
Und auch da spart man nur halb soviel Brennstoff wie wenn Strom aus Verbrennungskraftwerken
ersetzt wird.
Kannst du das mal näher erläutern?
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Zudem will man ja die Windkraft
noch weiter ausbauen insbesonders off-shore.
Was spricht dagegen? Sowas kann dann auch zur Industriansiedlung führen.
Wir koennten die Industrie aus dem Sueden in den Norden verlagern
einschliesslich Bevoelkerung.
Die Leute gingen schon immer gerne dort hin, wo es sich besser leben
lässt. Ganz einfach die Gegend attraktiv genug machen...
Post by Carla Schneider
Dass Leitungen in den Sueden zu bauen billiger ist sollte jedem klar sein.
Dass damit vor allem dem Braunkohletagebau mit entsprechenden
Kohlekraftwerken gedient wird, sollte genauso klar sein. Ein Vorteil für
die Umwelt ergibt sich damit jedenfalls nicht.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Da könnte man z.B. an energieintensive Betriebe denken. Z.B.
Aluherstellung oder 3D-Druck. Geeignete Software vorausgesetzt lässt
sich 3D-Druck bei zu hohen Strompreisen jederzeit abschalten und
fortsetzen, wenn der Preis wieder stimmt. Die additive Fertigung ist ja
nun immer mehr im Kommen. Auch für Serienteile.
Ist die so Energieintensiv ?
Kommt drauf an, was und wie viel produziert werden soll. Es gibt sehr
unterschiedliche Produktionsverfahren. Schon die Herstellung von
Metallpulvern ist ziemlich energieintensiv. Das Aufschmelzen per Laser
auch, weil damit eine ziemlich schlechte Energiewandlungskette nötig ist.
Post by Carla Schneider
Und Aluherstellung hatten wir schon, die braucht vor allem kontinuierlich billigen
Strom und laesst sich nicht einfach so fuer ein paar Tage abstellen.
Nach meiner Vermutung ist das eher eine Auslegungssache. Wer's genau
weiß, kann hier schreiben, was tatsächlich warum und wie Fakt ist.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Die haben ueblicherweise mehrere Turbinen, die nicht alle laufen muessen,
je nach Bedarf.
Runterfahren und Neustart ist mit solchen Dingern nicht ganz billig,
weil damit auch erhebliche Materialbelastung verbunden ist.
Flugzeuge fliegen mit Gasturbinen.
Arbeiten Braunkohlekraftwerke mit Flugzeug-Gasturbinen? Würde mich sehr
wundern.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Wie groß ist
der WIRTSCHAFTLICH sinnvolle Regelbereich also?
Es wurden Gaskraftwerke nur fuer Spitzenlaststrom gebaut, die fahren also
taeglich rauf und runter und runter.
Einmal pro Tag. Will man regenerativen Energien zum Durchbruch
verhelfen, dann sollten pro Tag schon 20...30 Start-Stopp-Vorgänge drin
sein.

Die Betreiber dss Irschinger Weltrekord-GuD-Kraftwerks mit fast 61%
Wirkungsgrad stellten regelmäßig Stilllegungsanträge wegen
unwirtschaftlicher Betriebsweise. Dass es noch am Netz ist, hat also
rein politische Gründe und keine wirtschaftlichen. Interessanterweise
wird dort jetzt ein neues GuD-Kraftwerk gebaut, das dann angeblich
wirtschaftlich betrieben werden kann.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Jedenfalls sind sie in der
Stromproduktion in Großkraftwerken ziemlich selten.
Ausser beim Dieselmotor, aber der geht nicht mit Braunkohle, und auch mit Erdgas
ist es eher schwierig. Aber es gibt Dieselmotoren die von ihrer groesse
her durchaus fuer Kraftwerke brauchbar sind: Schiffsdiesel.
Diese laufen üblicherweise mit Schweröl. Willst du die
Verbrennungsrückstände in dicht besiedelten Gegenden haben? Ich fürchte
eher, dass damit massive Bürgerproteste zu erwarten wären.
Die Kolbenmotoren waren deine Idee.
Sie mit Schweröl zu betreiben, deine. Die großen Schiffsdiesel werden
nun mal mit dem Zeug betrieben.
Post by Carla Schneider
Man koennte wohl Treibstoff fuer so einen Motor aus Braunkohle gewinnen
mittels chemischen Umsetzungen, aber da ist es wohl billiger die Kohle
direkt im Dampfkraftwerk zu verstromen.
JEDE Energieumwandlung ist mit mehr oder weniger (meistens eher mehr)
Verlusten (damit auch unnötige Umweltbelastung) verbunden. Gute Konzepte
sorgen deshalb dafür, dass möglichst wenig solcher Umwandlungsprozesse
stattfinden. Angesichts des Umstandes, dass der größte Energiebedarf im
Land in Form von Niedertemperaturwärme besteht, ist es ein Unding,
Kraftwerke mit 60% Verlust zu betreiben. Diese 60% können besser genutzt
werden, als nur Kühltürme zu heizen. Noch schlimmer ist die Lage in der
Mobilität. Aber auch da lässt sich Entscheidendes verbessern.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
die Regelung macht man ueber die Zahl der Turbinen.
Diese werden aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht gerne im
Start-Stopp-Betrieb genutzt.
Wie gesagt, ein paar mal am Tag scheint kein Problem zu sein,
wie man an jedem Kurzstreckenflieger sehen kann.
Flugzeugturbinen werden für Flugzeuge optimiert. Kraftwerksturbinen für
Kraftwerke. Kraftwerke (insbesondere die großen) werden gerne im
Dauerstrichbetrieb gefahren. Kleine Anlagen werden gerne mit Diesel-
oder Gasmotoren als BHKW betrieben. Diese bringen von Haus aus schon
eine große Regelbandbreite mit. Selbst die "gute alte Dampfmaschine" ist
noch im Rennen. Per entsprechendem Kessel und Brenner können solche
Motoren auch mit Festbrennstoffen wie Pellets und Hackschnitzeln
betrieben werden.

Vgl. www.spilling.de
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Statt teurer Kolbenmaschinen leistet man es sich lieber, die WKAs
aus dem Wind zu drehen und deren Betreibern den daraus resultierenden
Stromausfall leistungslos zu erstatten.
Ganz bestimmt nicht, man kann auch Turbinenkraftwerke abschalten, bei Spitzenlast-Gaskraftwerken
passiert das taeglich.
Nur, wenn sie dafür ausgelegt sind. In Großkraftwerken ist das eher
nicht der Fall.
Spitzenlastkraftwerke sind Grosskraftwerke.
Das wusste ich noch nicht. Dann kann man also von jedem Großkraftwerk
(z.B. Kernkraftwerk) erwarten, dass es die abgegebene Leistung binnen
weniger Minuten im Bereich von 50%...100% problemlos moduliert? Die
nötige Bandbreite wird zunehmender Verbreitung der regenerativen
Energien (insbesondere Sonne und Wind) eine immer größere
Regel-Bandbreite fordern. Idealerweise 0%...100%.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Neue Leitungen zu bauen ist sehr langwierig weil Bewohner der Landschaften
sie nicht wollen - und das obwohl HGUE gar keinen Elektrosmog verursacht...
Ein Gleichfeld wird sich auch mit HGÜ nicht vermeiden lassen.
Gleichfelder sind normalerweise kein Problem.
Bis mal irgendein Verein auf die Idee kommt, dass Gleichrichter zwar
gleichrichten, aber am Ausgang erheblicher Ripple drauf ist. Damit gibt
es einen Wechselstromanteil, der auch beachtlich sein kann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stromrichterstation
-------
Gelegentlich werden auch noch Gleichstromfilter zur Beseitigung
hochfrequenter Störsignale eingesetzt.
Halt nur GELEGENTLICH. Sowas kostet Geld, das man sich gerne sparen
würde. Um sowas zu installieren, braucht's wahrscheinlich erst den Druck
des Volkes in Form von Demonstrationen, Eingaben, Petitionen,
Diskussionsveranstaltungen, Aufständen, ...
Post by Carla Schneider
Solche Filter sind insbesondere
dann nötig, wenn auf der Gleichstromleitung eine Nachrichtenübermittlung
nach dem Trägerfrequenzverfahren im Bereich zwischen 30 kHz und 500 kHz
erfolgen soll oder wenn die Gleichstromleitung als Freileitung ausgeführt
ist, die in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern vorbeiführt.
Macht man also ungern weil teuer.
Post by Carla Schneider
Diese können
aus LC-Gliedern bestehen und somit passiv sein, oder aus einem per
Übertrager und Schutzkondensatoren angekoppelten Verstärker bestehen
und somit aktiv sein.
Jeweils groß wie ein Bus (wenn's langt) mit entsprechendem
Materialaufwand und entsprechend teuer.
Post by Carla Schneider
Ein solcher Verstärker gibt ein um 180 Grad
zum Störsignal phasenverschobenes Signal auf die Leitung und regelt
so die Störung weg. Ein solches System wird bei
der HGÜ Baltic Cable verwendet.
Weil jede Energieumwandlung Wirkungsgrad und Geld kostet, wird man sowas
gerne vermeiden. Es ist zu erwarten, dass man den Weg des geringsten
Widerstandes gehen wird. Damit werden grundsätzlich schon mal Demos
provoziert.
Post by Carla Schneider
-------
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Schwerwiegender dürfte allerdings die Wärmeentwicklung der Leitungen
sein. Freihängend versengt sie den Vögeln gerne die Füße.
Eine Gleichstromleitung gleicher Spannung und Leistung
produziert weniger Waerme als eine Drehstromleitung.
Darauf kommt es nicht an. Es kommt drauf an, wie heiß die Leitungen im
Betrieb tatsächlich werden.
HGUE macht man um die Verluste niedrig zu halten.
Nein. Man baut sie, um damit Geld zu verdienen. Wenn sich mit der
Vermeidung von Verlusten Geld verdienen lässt, wird man das gerne tun.
Wenn dafür Leitungstemperaturen von 80...200°C finanziell optimal sind,
dann wird man die Leitungen in diesem Temperaturbereich betreiben. Erst
wenn Vogelschützer auf den Plan treten und mords Ärger veranstalten,
wird die Wirtschaftlichkeit neu berechnet. Dann fließen auch die Kosten
für die Bürgerproteste in die Berechnung mit ein.
Post by Carla Schneider
Da in den beiden Stromrichterstationen Verluste auftreten wird
macht HGUE keinen Sinn wenn die Verluste im Kabel nicht deutlich
kleiner sind als bei Drehstromleitungen, also wird man da mit dem Material nicht so
sparen.
Natürlich wird man am Material sparen, wo es nur geht. Bei den
beabsichtigten Längen ist der Leitungsquerschnitt sogar eine sehr
zentrale Größe. Einerseits muss dieser möglichst klein sein, um die
Materialkosten klein zu halten. Andererseits müssten auch die Verluste
klein sein, was aber größere Querschnitte erfordert. Es gibt dabei einen
optimalen Punkt zwischen Querschnitt und Verlusten. Diesen wird man
bevorzugt realisieren. Die Leitungstemperaturen spielen dabei erst mal
überhaupt keine Rolle. Es genügt, wenn die Leitungen die angestrebte
Lebensdauer halten.
Post by Carla Schneider
Man fragt sich wozu das geschieht, eine Freileitung schadet der Landwirtschaft
nicht und ist viel billiger.
Viele Leute beklagen sich über die Verspargelung der Landschaft durch
WKAs. Dann also auch über die Verschandelung der Landschaft durch
Stromtrassen. An Freileitungen verenden wesentlich mehr Vögel als an
Rotorblättern der WKAs. Es gibt also sehr wohl erhebliches Protestpotenzial.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Denn die 500 mW verlaufen sich schon innerhalb weniger
weniger Meter bis unter die Nachweisgrenze.
Laut Verträgen kann man
diese 500 mW aber in Flensburg einspeisen und sie kommen in Kempten
verlustfrei wieder raus.
Du kannst so tun als ob, stimmt aber nicht.
Das was in Kempten raus kommt hat nichts mit dem in Flensburg
eingespeisten zu tun.
Eben. Das ist reine Abrechnungstechnik, die mit der real zu
berücksichtigenden Physik nichts zu tun hat. Man operiert sozusagen
abgehoben im Elfenbeinernen Turm, was man nicht tun sollte. Etwas mehr
Realitätsbezug würde sich er nicht schaden.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Gernot Griese
2020-08-14 09:55:13 UTC
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Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Flugzeuge fliegen mit Gasturbinen.
Arbeiten Braunkohlekraftwerke mit Flugzeug-Gasturbinen? Würde mich sehr
wundern.
Die Bauart ist gleich. Nur, dass im Kraftwerk nicht auf Leichtbau
geachtet werden muss.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Wie groß ist
der WIRTSCHAFTLICH sinnvolle Regelbereich also?
Es wurden Gaskraftwerke nur fuer Spitzenlaststrom gebaut, die fahren also
taeglich rauf und runter und runter.
Einmal pro Tag. Will man regenerativen Energien zum Durchbruch
verhelfen, dann sollten pro Tag schon 20...30 Start-Stopp-Vorgänge drin
sein.
Wozu? Wir haben bereits mehr als 50% EE-Strom und kein Kraftwerk fährt
30 mal am Tag herauf und herunter.
Post by Christoph Müller
Die Betreiber dss Irschinger Weltrekord-GuD-Kraftwerks mit fast 61%
Wirkungsgrad stellten regelmäßig Stilllegungsanträge wegen
unwirtschaftlicher Betriebsweise.
Die bist nicht auf dem aktuellen Stand.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Diese werden aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht gerne im
Start-Stopp-Betrieb genutzt.
Wie gesagt, ein paar mal am Tag scheint kein Problem zu sein,
wie man an jedem Kurzstreckenflieger sehen kann.
Flugzeugturbinen werden für Flugzeuge optimiert. Kraftwerksturbinen für
Kraftwerke.
Es gibt zwei wesentliche Unterschiede: In Kraftwerksturbinen wird mehr
mit Stahl gearbeitet und sie sind häufig wahlweise mit Gas oder Öl
befeuerbar.
Post by Christoph Müller
Kraftwerke (insbesondere die großen) werden gerne im
Dauerstrichbetrieb gefahren. Kleine Anlagen werden gerne mit Diesel-
oder Gasmotoren als BHKW betrieben. Diese bringen von Haus aus schon
eine große Regelbandbreite mit.
Kolbenmotoren sind wartungsaufwendiger als Gasturbinen. Abgesehen davon
setzt man im Kraftwerk auf GuD.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Spitzenlastkraftwerke sind Grosskraftwerke.
Das wusste ich noch nicht. Dann kann man also von jedem Großkraftwerk
(z.B. Kernkraftwerk) erwarten, dass es die abgegebene Leistung binnen
weniger Minuten im Bereich von 50%...100% problemlos moduliert?
Sofern es mit Gas oder Öl befeuert wird, ja.
Post by Christoph Müller
Die
nötige Bandbreite wird zunehmender Verbreitung der regenerativen
Energien (insbesondere Sonne und Wind) eine immer größere
Regel-Bandbreite fordern. Idealerweise 0%...100%.
Wieso? Datteln 4 wird übrigens vorzugsweise zwischen 30% und 50%
gefahren und zwar meistens über Stunden hinweg konstant.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Darauf kommt es nicht an. Es kommt drauf an, wie heiß die Leitungen im
Betrieb tatsächlich werden.
HGUE macht man um die Verluste niedrig zu halten.
Nein. Man baut sie, um damit Geld zu verdienen.
Man baut sie, weil Freileitungen in der Bevölkerung nicht durchsetzbar
sind und Wechselstromleitungen nicht über größere Strecken hinweg
unterirdisch verlegt werden können.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Laut Verträgen kann man
diese 500 mW aber in Flensburg einspeisen und sie kommen in Kempten
verlustfrei wieder raus.
Du kannst so tun als ob, stimmt aber nicht.
Das was in Kempten raus kommt hat nichts mit dem in Flensburg
eingespeisten zu tun.
Eben. Das ist reine Abrechnungstechnik,
Weil die ÜNB die auf ihren Leitungen verlorene Energie zukaufen müssen
und diese Kosten natürlich auch abgerechnet werden müssen.

Gernot
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Christoph Müller
2020-08-14 19:23:53 UTC
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Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Flugzeuge fliegen mit Gasturbinen.
Arbeiten Braunkohlekraftwerke mit Flugzeug-Gasturbinen? Würde mich sehr
wundern.
Die Bauart ist gleich. Nur, dass im Kraftwerk nicht auf Leichtbau
geachtet werden muss.
Also gibt's schon mal andere Werkstoffe mit anderen Eigenschaften.
Flugzeuge bewegen sich durchaus in Luft mit -70°C. Muss das eine
Kraftwerksturbine auch können? Steht der Flieger, kann's auch in Ruhe
schon zu +80°C im Triebwerk kommen. Haben die Kraftwerke das Problem
auch? Vertragen die Kraftwerksturbinen auch Analoges zum Vogelschlag bei
Flugzeugen? Meinst du nicht, dass beide Turbinen nach ganz anderen
Pflichtenheften konstruiert werden?
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Wie groß ist
der WIRTSCHAFTLICH sinnvolle Regelbereich also?
Es wurden Gaskraftwerke nur fuer Spitzenlaststrom gebaut, die fahren also
taeglich rauf und runter und runter.
Einmal pro Tag. Will man regenerativen Energien zum Durchbruch
verhelfen, dann sollten pro Tag schon 20...30 Start-Stopp-Vorgänge drin
sein.
Wozu? Wir haben bereits mehr als 50% EE-Strom und kein Kraftwerk fährt
30 mal am Tag herauf und herunter.
PV und Windkraft sind schnell abgeschaltet und kaum einer merkt's. Das
Problem wird denen an den Hals gehängt, die für eine saubere und
lebenswerte Welt agieren. Rumsauen ist aus wirtschaftlichen Gründen
wichtiger.
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Die Betreiber dss Irschinger Weltrekord-GuD-Kraftwerks mit fast 61%
Wirkungsgrad stellten regelmäßig Stilllegungsanträge wegen
unwirtschaftlicher Betriebsweise.
Die bist nicht auf dem aktuellen Stand.
Du könntest mich ja auch auf den aktuellen Stand bringen. Warum maulst
du stattdessen nur rum? Ist doch schlechter Stil.
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Kraftwerke (insbesondere die großen) werden gerne im
Dauerstrichbetrieb gefahren. Kleine Anlagen werden gerne mit Diesel-
oder Gasmotoren als BHKW betrieben. Diese bringen von Haus aus schon
eine große Regelbandbreite mit.
Kolbenmotoren sind wartungsaufwendiger als Gasturbinen. Abgesehen davon
setzt man im Kraftwerk auf GuD.
Eher selten weil teuer.
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Spitzenlastkraftwerke sind Grosskraftwerke.
Das wusste ich noch nicht. Dann kann man also von jedem Großkraftwerk
(z.B. Kernkraftwerk) erwarten, dass es die abgegebene Leistung binnen
weniger Minuten im Bereich von 50%...100% problemlos moduliert?
Sofern es mit Gas oder Öl befeuert wird, ja.
Gasförmiges Wasser geht demnach also nicht. Denn dann würd's ja mit
Kernkraftwerken genauso problemlos gehen. Jedenfalls aus Sicht der Turbinen.
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Die
nötige Bandbreite wird zunehmender Verbreitung der regenerativen
Energien (insbesondere Sonne und Wind) eine immer größere
Regel-Bandbreite fordern. Idealerweise 0%...100%.
Wieso? Datteln 4 wird übrigens vorzugsweise zwischen 30% und 50%
gefahren und zwar meistens über Stunden hinweg konstant.
Dann verstehe ich das Gejammer der Kraftwerksbetreiber nicht, die sich
ständig über die hohe Volatilität der saubersten Energieformen aufregen
und gar meinen, für jedes kW Windkraft auch ein kW Backupleistung zur
Verfügung stehen müsste. Wo doch die Regelei der Großkraftwerke
offensichtlich nicht die Bohne eines Problems darstellt. Dann können
sich die Dinger ja unmittelbar nach Angebot und Nachfrage richten. Sie
könnten dann also auch in einem RICHTIGEN Markt problemlos bestehen. In
einem solchen bewegt sich der Strompreis entsprechend Angebot und
Nachfrage in Echtzeit. Trotzdem haben die irgendwas gegen eine solche
Form des Marktes. Wie kann das sein?
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Darauf kommt es nicht an. Es kommt drauf an, wie heiß die Leitungen im
Betrieb tatsächlich werden.
HGUE macht man um die Verluste niedrig zu halten.
Nein. Man baut sie, um damit Geld zu verdienen.
Man baut sie, weil Freileitungen in der Bevölkerung nicht durchsetzbar
sind und Wechselstromleitungen nicht über größere Strecken hinweg
unterirdisch verlegt werden können.
WAS GENAU spricht dagegen?
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
stefan
2020-08-15 05:10:17 UTC
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Post by Christoph Müller
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Flugzeuge fliegen mit Gasturbinen.
Arbeiten Braunkohlekraftwerke mit Flugzeug-Gasturbinen? Würde mich sehr
wundern.
Die Bauart ist gleich. Nur, dass im Kraftwerk nicht auf Leichtbau
geachtet werden muss.
Also gibt's schon mal andere Werkstoffe mit anderen Eigenschaften.
Flugzeuge bewegen sich durchaus in Luft mit -70°C. Muss das eine
Kraftwerksturbine auch können? Steht der Flieger, kann's auch in Ruhe
schon zu +80°C im Triebwerk kommen. Haben die Kraftwerke das Problem
auch? Vertragen die Kraftwerksturbinen auch Analoges zum Vogelschlag bei
Flugzeugen? Meinst du nicht, dass beide Turbinen nach ganz anderen
Pflichtenheften konstruiert werden?
Ihr schreibt beide Unfug.

In Braunkohlekraftwerken gibt es üblicherweise keine Gasturbinen sondern
Dampfturbinen. Das ist etwas völlig anderes als ein Flugzeugtriebwerk.

Man könnte allerdings in einem Braunkohlekraftwerk Brenngase erzeugen,
mit denen man auch eine Gasturbine betreiben könne. Keine Ahnung, ob
sowas irgendwo gemacht wird.

Und eine Gasturbine hat sehr wohl eine große Ähnlichkeit mit einem
Flugzeugtriebwerk.

Und in einem GUD Kraftwerk hat man dann auch eine Dampfturbine, womit
sich der Kreis zum Braunkohlekraftwerk wieder schließt.
Post by Christoph Müller
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Das wusste ich noch nicht. Dann kann man also von jedem Großkraftwerk
(z.B. Kernkraftwerk) erwarten, dass es die abgegebene Leistung binnen
weniger Minuten im Bereich von 50%...100% problemlos moduliert?
Sofern es mit Gas oder Öl befeuert wird, ja.
Gasförmiges Wasser geht demnach also nicht. Denn dann würd's ja mit
Kernkraftwerken genauso problemlos gehen. Jedenfalls aus Sicht der Turbinen.
Wenn die Turbinen und das Kühlsystem entsprechend ausgelegt sind, dann
geht das durchaus.
Post by Christoph Müller
Post by Gernot Griese
Wieso? Datteln 4 wird übrigens vorzugsweise zwischen 30% und 50%
gefahren und zwar meistens über Stunden hinweg konstant.
Dann verstehe ich das Gejammer der Kraftwerksbetreiber nicht, die sich
ständig über die hohe Volatilität der saubersten Energieformen aufregen
und gar meinen, für jedes kW Windkraft auch ein kW Backupleistung zur
Verfügung stehen müsste.
Weil du entweder blöd bist, oder weil du die Realität bestreitest.
Post by Christoph Müller
Wo doch die Regelei der Großkraftwerke
offensichtlich nicht die Bohne eines Problems darstellt. Dann können
sich die Dinger ja unmittelbar nach Angebot und Nachfrage richten. Sie
könnten dann also auch in einem RICHTIGEN Markt problemlos bestehen.
In einem richtigen Markt würden sie auch problemlos bestehen. Wir haben
aber keinen richtigen Strommarkt.
Gernot Griese
2020-08-15 05:22:23 UTC
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Post by Christoph Müller
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
HGUE macht man um die Verluste niedrig zu halten.
Nein. Man baut sie, um damit Geld zu verdienen.
Man baut sie, weil Freileitungen in der Bevölkerung nicht durchsetzbar
sind und Wechselstromleitungen nicht über größere Strecken hinweg
unterirdisch verlegt werden können.
WAS GENAU spricht dagegen?
Die Elektrodynamik.
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Karl Müller
2020-08-15 08:47:28 UTC
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Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
WAS GENAU spricht dagegen?
Die Elektrodynamik.
Da sind ja kaum Bilder und merkwürdige Zeichen drin:

https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrodynamik

Nur weil ich etwas nicht verstehe ist das noch lange kein Argument gegen
meine gefestigte Meinung - oder?

mfg

Karl
Christoph Müller
2020-08-15 10:44:07 UTC
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Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
HGUE macht man um die Verluste niedrig zu halten.
Nein. Man baut sie, um damit Geld zu verdienen.
Man baut sie, weil Freileitungen in der Bevölkerung nicht durchsetzbar
sind und Wechselstromleitungen nicht über größere Strecken hinweg
unterirdisch verlegt werden können.
WAS GENAU spricht dagegen?
Die Elektrodynamik.
Geht's auch etwas genauer?
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Gernot Griese
2020-08-15 10:53:32 UTC
Antworten
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Post by Christoph Müller
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
HGUE macht man um die Verluste niedrig zu halten.
Nein. Man baut sie, um damit Geld zu verdienen.
Man baut sie, weil Freileitungen in der Bevölkerung nicht durchsetzbar
sind und Wechselstromleitungen nicht über größere Strecken hinweg
unterirdisch verlegt werden können.
WAS GENAU spricht dagegen?
Die Elektrodynamik.
Geht's auch etwas genauer?
Blindleistung.
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Christoph Müller
2020-08-15 14:33:45 UTC
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Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
HGUE macht man um die Verluste niedrig zu halten.
Nein. Man baut sie, um damit Geld zu verdienen.
Man baut sie, weil Freileitungen in der Bevölkerung nicht durchsetzbar
sind und Wechselstromleitungen nicht über größere Strecken hinweg
unterirdisch verlegt werden können.
WAS GENAU spricht dagegen?
Die Elektrodynamik.
Geht's auch etwas genauer?
Blindleistung.
Kompensation.
Carla Schneider
2020-08-15 09:38:26 UTC
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Post by Christoph Müller
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Darauf kommt es nicht an. Es kommt drauf an, wie heiß die Leitungen im
Betrieb tatsächlich werden.
HGUE macht man um die Verluste niedrig zu halten.
Nein. Man baut sie, um damit Geld zu verdienen.
Man baut sie, weil Freileitungen in der Bevölkerung nicht durchsetzbar
sind und Wechselstromleitungen nicht über größere Strecken hinweg
unterirdisch verlegt werden können.
WAS GENAU spricht dagegen?
https://de.wikipedia.org/wiki/Nat%C3%BCrliche_Leistung
Christoph Müller
2020-08-15 10:51:55 UTC
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Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Darauf kommt es nicht an. Es kommt drauf an, wie heiß die Leitungen im
Betrieb tatsächlich werden.
HGUE macht man um die Verluste niedrig zu halten.
Nein. Man baut sie, um damit Geld zu verdienen.
Man baut sie, weil Freileitungen in der Bevölkerung nicht durchsetzbar
sind und Wechselstromleitungen nicht über größere Strecken hinweg
unterirdisch verlegt werden können.
WAS GENAU spricht dagegen?
https://de.wikipedia.org/wiki/Nat%C3%BCrliche_Leistung
Dort heißt es:

"... Deshalb werden sie nicht nach ihrer natürlichen Leistung, sondern
nach der thermischen Grenzleistung dimensioniert."

Und jetzt?
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Carla Schneider
2020-08-15 12:03:40 UTC
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Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Gernot Griese
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Darauf kommt es nicht an. Es kommt drauf an, wie heiß die Leitungen im
Betrieb tatsächlich werden.
HGUE macht man um die Verluste niedrig zu halten.
Nein. Man baut sie, um damit Geld zu verdienen.
Man baut sie, weil Freileitungen in der Bevölkerung nicht durchsetzbar
sind und Wechselstromleitungen nicht über größere Strecken hinweg
unterirdisch verlegt werden können.
WAS GENAU spricht dagegen?
https://de.wikipedia.org/wiki/Nat%C3%BCrliche_Leistung
"... Deshalb werden sie nicht nach ihrer natürlichen Leistung, sondern
nach der thermischen Grenzleistung dimensioniert."
Und jetzt?
Das bedeutet dass man die Blindleistung nicht auf Null bekommst indem
du Leitung bei ihrer natuerlichen Leistung betreibt, sondern stattdessen hat
man 10MVAR Blindleistung pro km Leitung.
D.h. man muesste alle paar km Leitung Blindleistungskompensationsspulen
aufstellen. Bei einem Unterseekabel ist das unmoeglich, bei einem Kabel an
Land waere es moeglich und ist auch hier vorgesehen, das kostet aber zusaetzlich:


http://www.ig-erdkabel.at/fileadmin/igerdkabel/files/presse/2018-12/Salzburgleitung_vom_23.10.17.pdf

Die meinen sie kommen fuer insgesamt 108km Leitung mit 8 Drosseln zu je 128MVAR aus.
Gleichstrom lohnt sich fuer die kurze Strecke noch nicht.
Ludger Averborg
2020-08-14 11:41:44 UTC
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On Fri, 14 Aug 2020 11:30:47 +0200, Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Spitzenlastkraftwerke sind Grosskraftwerke.
Das wusste ich noch nicht. Dann kann man also von jedem Großkraftwerk
(z.B. Kernkraftwerk) erwarten, dass es die abgegebene Leistung binnen
weniger Minuten im Bereich von 50%...100% problemlos moduliert?
Du wirst senil. Aus der Tatsache, dass Spitzenkraftwerke
Großkarfwerke sind, kannst du doch nicht ableiten, das alle
Großkraftwerke Spitzenkarftwerke sind.

Aus der Tatsache, dass Schimpansen Hominiden sind, kannnst
du doch nicht ableiten, dass der Werbeaffe von Trigema
(Loading Image...)
tatsächlich der Inhaber Wolfgang Grupp ist

l.
Christoph Müller
2020-08-14 19:30:18 UTC
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Post by Ludger Averborg
On Fri, 14 Aug 2020 11:30:47 +0200, Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Spitzenlastkraftwerke sind Grosskraftwerke.
Das wusste ich noch nicht. Dann kann man also von jedem Großkraftwerk
(z.B. Kernkraftwerk) erwarten, dass es die abgegebene Leistung binnen
weniger Minuten im Bereich von 50%...100% problemlos moduliert?
Du wirst senil.
Ist halt dein Diskussionsstil.
Post by Ludger Averborg
Aus der Tatsache, dass Spitzenkraftwerke
Großkarfwerke sind, kannst du doch nicht ableiten, das alle
Großkraftwerke Spitzenkarftwerke sind.
Aber daraus, dass die Regelei doch offenbar überhaupt kein Problem mehr
darstellt. Ich kann mich noch an ganz andere Zeiten erinnern. Da brach
die Welt schon zusammen, wenn nur irgendwo einer es wagen wollte, auch
nur 1 kW ins allerheiligste Stromnetz einzuspeisen.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Carla Schneider
2020-08-14 18:57:55 UTC
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Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
In Norddeutschland gibt es daher immer noch einen Ueberschuss an Windstrom und der wird
jetzt exportiert.
Wenn die Leitungen fehlen?
Fehlen sie? Wie schaut's aus, wenn im Norden bei kräftigem sämtliche
thermischen Großkraftwerke abgeschaltet werden? Wenn gleichzeitig die
Heizprozesse derweil auf Heizwiderstände umgeschaltet werden? Das würde
im Fall von hinreichend Windstrom die Umwelt doch erheblich von Abgasen
entlasten.
Doppelt so hoch ist aber die Entlastung wenn durch diesen Strom
ein Verbrennungskraftwerk heruntergefahren werden kann. In Sueddeutschland laufen zur Zeit noch
Kernkraftwerke, da bringt das nichts, aber schon bald werden die durch Verbrennungskraftwerke
ersetzt sein und dann bringt es wirklich etwas wenn Windstrom aus Norddeutschland
nach Sueden geleitet wird.
Da kommen aber noch die Kosten für die Leitung ins Spiel.
Die bei einer Freileitung nicht erheblich sind.
Theoretisch. Praktisch gilt es auch noch die Volksseele zu beruhigen.
Das kann viele Jahre dauern. Der Erfolg ist ungewiss. Denn
unproblematisch sind Freileitungen ganz einfach nicht. Damit sterben
auch deutlich mehr Vögel an den Rotorblättern der WKAs.
Da waere ich durchaus dafuer ein paar Jahrzehnte zu warten bis die Volksseele beruhigt
ist und die Kernkraftwerke dann eben so lange weiter laufen zu lassen.
Nur leider werden die letzten im Dezember 2022 abgeschaltet und ab dann
wird der Strom aus Erdgas hergestellt und wenn die Leitungen nicht fertig sind
dann kann die Windkraft in Norddeutschland nicht beim Gassparen helfen.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Mit eben
diesem Geld lässt sich alternativ auch ein Strommanagementsystem
realisieren, das im ganzen Land systembedingt für optimale
Energienutzung (insbesondere Abwärmenutzung) und gleichzeitig dafür
sorgt sorgt, dass immer erst mal die saubersten Energieformen genutzt
werden.
Dadurch kommt der Windstrom aber nicht zu den Verbrauchern im SUeden.
Ist ja auch gar nicht nötig. Auch im Süden gibt es regenerative
Energien. Ab etwa 200 Meter über Grund ist es egal, ob man Küstenlage
hat oder ob man sich auf dem Festland befindet.
Das ist falsch.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Reicht dann der Strom überhaupt noch? Oder muss er dann noch
immer in den Süden verkauft werden?
Wenn es im Norden windig ist, herrschen meistens milde Temperaturen im Winter,
d.h. der Heizenergiebedarf ist nicht besonders gross.
In Handel, Handwerk und Industrie auch nicht? Wird dann auch nur lauwarm
gekocht und kalt geduscht?
Und auch da spart man nur halb soviel Brennstoff wie wenn Strom aus Verbrennungskraftwerken
ersetzt wird.
Kannst du das mal näher erläutern?
Wirkungsgrad Kraftwerk ist selten ueber 50%.
Wirkungsgrad der Heizung kann 99% erreichen.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Zudem will man ja die Windkraft
noch weiter ausbauen insbesonders off-shore.
Was spricht dagegen? Sowas kann dann auch zur Industriansiedlung führen.
Wir koennten die Industrie aus dem Sueden in den Norden verlagern
einschliesslich Bevoelkerung.
Die Leute gingen schon immer gerne dort hin, wo es sich besser leben
lässt. Ganz einfach die Gegend attraktiv genug machen...
Aus solchen Gruenden siedelt man nicht Millionen Menschen um.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Dass Leitungen in den Sueden zu bauen billiger ist sollte jedem klar sein.
Dass damit vor allem dem Braunkohletagebau mit entsprechenden
Kohlekraftwerken gedient wird, sollte genauso klar sein. Ein Vorteil für
die Umwelt ergibt sich damit jedenfalls nicht.
Man kann damit die Windstromnutzung groesser machen.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Da könnte man z.B. an energieintensive Betriebe denken. Z.B.
Aluherstellung oder 3D-Druck. Geeignete Software vorausgesetzt lässt
sich 3D-Druck bei zu hohen Strompreisen jederzeit abschalten und
fortsetzen, wenn der Preis wieder stimmt. Die additive Fertigung ist ja
nun immer mehr im Kommen. Auch für Serienteile.
Ist die so Energieintensiv ?
Kommt drauf an, was und wie viel produziert werden soll. Es gibt sehr
unterschiedliche Produktionsverfahren. Schon die Herstellung von
Metallpulvern ist ziemlich energieintensiv.
Die kauft man sowieso aus dem Ausland.
Post by Christoph Müller
Das Aufschmelzen per Laser
auch, weil damit eine ziemlich schlechte Energiewandlungskette nötig ist.
Post by Carla Schneider
Und Aluherstellung hatten wir schon, die braucht vor allem kontinuierlich billigen
Strom und laesst sich nicht einfach so fuer ein paar Tage abstellen.
Nach meiner Vermutung ist das eher eine Auslegungssache. Wer's genau
weiß, kann hier schreiben, was tatsächlich warum und wie Fakt ist.
Eine Schmelzflusselektrolyse kann man nicht einfach abschalten, sonst wird alles
fest.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Die haben ueblicherweise mehrere Turbinen, die nicht alle laufen muessen,
je nach Bedarf.
Runterfahren und Neustart ist mit solchen Dingern nicht ganz billig,
weil damit auch erhebliche Materialbelastung verbunden ist.
Flugzeuge fliegen mit Gasturbinen.
Arbeiten Braunkohlekraftwerke mit Flugzeug-Gasturbinen?
Würde mich sehr wundern.
Gaskraftwerke arbeiten mit Gasturbinen.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Wie groß ist
der WIRTSCHAFTLICH sinnvolle Regelbereich also?
Es wurden Gaskraftwerke nur fuer Spitzenlaststrom gebaut, die fahren also
taeglich rauf und runter und runter.
Einmal pro Tag. Will man regenerativen Energien zum Durchbruch
verhelfen, dann sollten pro Tag schon 20...30 Start-Stopp-Vorgänge drin
sein.
Wozu, so oft wechselt weder die Last noch die Erzeugung.
Post by Christoph Müller
Die Betreiber dss Irschinger Weltrekord-GuD-Kraftwerks mit fast 61%
Wirkungsgrad stellten regelmäßig Stilllegungsanträge wegen
unwirtschaftlicher Betriebsweise. Dass es noch am Netz ist, hat also
rein politische Gründe und keine wirtschaftlichen.
Seitdem es soviel PV gibt braucht man sie nur noch taeglich wenn die Sonne
nicht scheint. Dadurch wird es unwirtschaftlich.
Post by Christoph Müller
Interessanterweise
wird dort jetzt ein neues GuD-Kraftwerk gebaut, das dann angeblich
wirtschaftlich betrieben werden kann.
Weil dann die Kernkraftwerke abgeschaltet sind und die Gaskraftwerke
auch nachts und im Winter laufen muessen.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Jedenfalls sind sie in der
Stromproduktion in Großkraftwerken ziemlich selten.
Ausser beim Dieselmotor, aber der geht nicht mit Braunkohle, und auch mit Erdgas
ist es eher schwierig. Aber es gibt Dieselmotoren die von ihrer groesse
her durchaus fuer Kraftwerke brauchbar sind: Schiffsdiesel.
Diese laufen üblicherweise mit Schweröl. Willst du die
Verbrennungsrückstände in dicht besiedelten Gegenden haben? Ich fürchte
eher, dass damit massive Bürgerproteste zu erwarten wären.
Die Kolbenmotoren waren deine Idee.
Sie mit Schweröl zu betreiben, deine. Die großen Schiffsdiesel werden
nun mal mit dem Zeug betrieben.
Noch nie was dual-fuel Diesel gehoert ?
Die laufen mit 5% Oel und 95% Methan.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Man koennte wohl Treibstoff fuer so einen Motor aus Braunkohle gewinnen
mittels chemischen Umsetzungen, aber da ist es wohl billiger die Kohle
direkt im Dampfkraftwerk zu verstromen.
JEDE Energieumwandlung ist mit mehr oder weniger (meistens eher mehr)
Verlusten (damit auch unnötige Umweltbelastung) verbunden.
Sicher, aber wenn es nur 5% sind ist es vielleicht zu ertragen.
Post by Christoph Müller
Gute Konzepte
sorgen deshalb dafür, dass möglichst wenig solcher Umwandlungsprozesse
stattfinden. Angesichts des Umstandes, dass der größte Energiebedarf im
Land in Form von Niedertemperaturwärme besteht, ist es ein Unding,
Kraftwerke mit 60% Verlust zu betreiben.
Dieser groesste Energiebedarf ist aber ungleichmaessig uebers Jahr verteilt,
im Gegensatz zum Strombedarf.
Post by Christoph Müller
Diese 60% können besser genutzt
werden, als nur Kühltürme zu heizen.
Wird doch gemacht in Grossstaedten gibts ueberall Fernheizung.
Post by Christoph Müller
Noch schlimmer ist die Lage in der
Mobilität. Aber auch da lässt sich Entscheidendes verbessern.
Wird ja gemacht die Leute sollen Elektroauto fahren.
Der Strom dafuer ist entweder regenerativ oder er kommt aus
dem Heizkraftwerk...
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
die Regelung macht man ueber die Zahl der Turbinen.
Diese werden aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht gerne im
Start-Stopp-Betrieb genutzt.
Wie gesagt, ein paar mal am Tag scheint kein Problem zu sein,
wie man an jedem Kurzstreckenflieger sehen kann.
Flugzeugturbinen werden für Flugzeuge optimiert. Kraftwerksturbinen für
Kraftwerke.
Und wenn man Kraftwerke will die oft an und ausgeschaltet werden ist
es kein Problem auch dafuer Turbinen zu bekommen.
Post by Christoph Müller
Kraftwerke (insbesondere die großen) werden gerne im
Dauerstrichbetrieb gefahren.
Kernkraftwerke - aber das sind Dampfturbinen, keine Gasturbinen.
Und bei Waermekraftwerken mit Kesseln ist es eben so dass man die Waermeproduktion
nicht in Sekunden herauf und herunterfahren kann, weil das ein traeges System ist.
Die Turbinen haben damit aber nichts zu tun. Gasturbinen kann man schnell hoch
und herunterfahren - aber normalerweise braucht man es gar nicht schnell.
Wind und Photovoltaik kann man ueber viele Stunden ja sogar Tage vorrausberechnen.
Post by Christoph Müller
Kleine Anlagen werden gerne mit Diesel-
oder Gasmotoren als BHKW betrieben. Diese bringen von Haus aus schon
eine große Regelbandbreite mit. Selbst die "gute alte Dampfmaschine" ist
noch im Rennen.
Die ist durch die Dampfturbinen ueberholt und ihre Traegheit kommt aus
dem Kessel und dem Brennstoff.
Post by Christoph Müller
Per entsprechendem Kessel und Brenner können solche
Motoren auch mit Festbrennstoffen wie Pellets und Hackschnitzeln
betrieben werden.
Die von der Menge her keine Rolle spielen.
Post by Christoph Müller
Vgl. www.spilling.de
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Statt teurer Kolbenmaschinen leistet man es sich lieber, die WKAs
aus dem Wind zu drehen und deren Betreibern den daraus resultierenden
Stromausfall leistungslos zu erstatten.
Ganz bestimmt nicht, man kann auch Turbinenkraftwerke abschalten, bei Spitzenlast-Gaskraftwerken
passiert das taeglich.
Nur, wenn sie dafür ausgelegt sind. In Großkraftwerken ist das eher
nicht der Fall.
Spitzenlastkraftwerke sind Grosskraftwerke.
Das wusste ich noch nicht. Dann kann man also von jedem Großkraftwerk
(z.B. Kernkraftwerk) erwarten, dass es die abgegebene Leistung binnen
weniger Minuten im Bereich von 50%...100% problemlos moduliert?
Ein Kernkraftwerk ist ein Grundlastkraftwerk, das vor Jahrzehnten gebaut wurde.
in weniger als 3 Jahren gibts es keines mehr in Deutschland.
Post by Christoph Müller
Die
nötige Bandbreite wird zunehmender Verbreitung der regenerativen
Energien (insbesondere Sonne und Wind) eine immer größere
Regel-Bandbreite fordern. Idealerweise 0%...100%.
Ja, das macht man heute sogar mit Braunkohlekraftwerken.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Neue Leitungen zu bauen ist sehr langwierig weil Bewohner der Landschaften
sie nicht wollen - und das obwohl HGUE gar keinen Elektrosmog verursacht...
Ein Gleichfeld wird sich auch mit HGÜ nicht vermeiden lassen.
Gleichfelder sind normalerweise kein Problem.
Bis mal irgendein Verein auf die Idee kommt, dass Gleichrichter zwar
gleichrichten, aber am Ausgang erheblicher Ripple drauf ist. Damit gibt
es einen Wechselstromanteil, der auch beachtlich sein kann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stromrichterstation
-------
Gelegentlich werden auch noch Gleichstromfilter zur Beseitigung
hochfrequenter Störsignale eingesetzt.
Halt nur GELEGENTLICH. Sowas kostet Geld, das man sich gerne sparen
würde.
Das man sich spart wenn es nicht noetig ist.
Post by Christoph Müller
Um sowas zu installieren, braucht's wahrscheinlich erst den Druck
des Volkes in Form von Demonstrationen, Eingaben, Petitionen,
Diskussionsveranstaltungen, Aufständen, ...
Die wissen doch gar nicht was das ist...
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Solche Filter sind insbesondere
dann nötig, wenn auf der Gleichstromleitung eine Nachrichtenübermittlung
nach dem Trägerfrequenzverfahren im Bereich zwischen 30 kHz und 500 kHz
erfolgen soll oder wenn die Gleichstromleitung als Freileitung ausgeführt
ist, die in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern vorbeiführt.
Macht man also ungern weil teuer.
Man muss das im Verhaeltnis zu den Gesamtkosten der Konverterstation sehen.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Diese können
aus LC-Gliedern bestehen und somit passiv sein, oder aus einem per
Übertrager und Schutzkondensatoren angekoppelten Verstärker bestehen
und somit aktiv sein.
Jeweils groß wie ein Bus (wenn's langt) mit entsprechendem
Materialaufwand und entsprechend teuer.
Schau dir mal an wie gross so eine Konverterstation ist,
da kommt es auf einen Bus nicht an.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Ein solcher Verstärker gibt ein um 180 Grad
zum Störsignal phasenverschobenes Signal auf die Leitung und regelt
so die Störung weg. Ein solches System wird bei
der HGÜ Baltic Cable verwendet.
Weil jede Energieumwandlung Wirkungsgrad und Geld kostet, wird man sowas
gerne vermeiden.
Ich bezweifle dass es Wirkungsgrad kostet. diese Wechselstroeme auf
der Gleichstromleitung kosten Wirkungsgrad. Sie zu entfernen verbessert den
Wirkungsgrad.
Post by Christoph Müller
Es ist zu erwarten, dass man den Weg des geringsten
Widerstandes gehen wird. Damit werden grundsätzlich schon mal Demos
provoziert.
Post by Carla Schneider
-------
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Schwerwiegender dürfte allerdings die Wärmeentwicklung der Leitungen
sein. Freihängend versengt sie den Vögeln gerne die Füße.
Eine Gleichstromleitung gleicher Spannung und Leistung
produziert weniger Waerme als eine Drehstromleitung.
Darauf kommt es nicht an. Es kommt drauf an, wie heiß die Leitungen im
Betrieb tatsächlich werden.
HGUE macht man um die Verluste niedrig zu halten.
Nein. Man baut sie, um damit Geld zu verdienen. Wenn sich mit der
Vermeidung von Verlusten Geld verdienen lässt, wird man das gerne tun.
Wenn dafür Leitungstemperaturen von 80...200°C finanziell optimal sind,
dann wird man die Leitungen in diesem Temperaturbereich betreiben. Erst
wenn Vogelschützer auf den Plan treten und mords Ärger veranstalten,
wird die Wirtschaftlichkeit neu berechnet. Dann fließen auch die Kosten
für die Bürgerproteste in die Berechnung mit ein.
Post by Carla Schneider
Da in den beiden Stromrichterstationen Verluste auftreten wird
macht HGUE keinen Sinn wenn die Verluste im Kabel nicht deutlich
kleiner sind als bei Drehstromleitungen, also wird man da mit dem Material nicht so
sparen.
Natürlich wird man am Material sparen, wo es nur geht. Bei den
beabsichtigten Längen ist der Leitungsquerschnitt sogar eine sehr
zentrale Größe.
Man kann dadurch die Investitionkosten verkleinern,
handelt sich aber mehr Betriebskosten dafuer ein.
Post by Christoph Müller
Einerseits muss dieser möglichst klein sein, um die
Materialkosten klein zu halten. Andererseits müssten auch die Verluste
klein sein, was aber größere Querschnitte erfordert. Es gibt dabei einen
optimalen Punkt zwischen Querschnitt und Verlusten. Diesen wird man
bevorzugt realisieren. Die Leitungstemperaturen spielen dabei erst mal
überhaupt keine Rolle. Es genügt, wenn die Leitungen die angestrebte
Lebensdauer halten.
Ueblicherweise sorgt man dafuer dass bei 40°C und Sonnenschein eine
maximaltemperatur von 80°C nicht ueberschritten wird.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Man fragt sich wozu das geschieht, eine Freileitung schadet der Landwirtschaft
nicht und ist viel billiger.
Viele Leute beklagen sich über die Verspargelung der Landschaft durch
WKAs. Dann also auch über die Verschandelung der Landschaft durch
Stromtrassen. An Freileitungen verenden wesentlich mehr Vögel als an
Rotorblättern der WKAs.
Glaube ich nicht die Seile der Freileitungen sind fuer Voegel gut sichtbar,
die Fluegel der WKAs aber sind etwas was es in der Natur nicht gibt und
woran die Voegel nicht angepasst sind.
Post by Christoph Müller
Es gibt also sehr wohl erhebliches Protestpotenzial.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Denn die 500 mW verlaufen sich schon innerhalb weniger
weniger Meter bis unter die Nachweisgrenze.
Laut Verträgen kann man
diese 500 mW aber in Flensburg einspeisen und sie kommen in Kempten
verlustfrei wieder raus.
Du kannst so tun als ob, stimmt aber nicht.
Das was in Kempten raus kommt hat nichts mit dem in Flensburg
eingespeisten zu tun.
Eben. Das ist reine Abrechnungstechnik, die mit der real zu
berücksichtigenden Physik nichts zu tun hat. Man operiert sozusagen
abgehoben im Elfenbeinernen Turm, was man nicht tun sollte. Etwas mehr
Realitätsbezug würde sich er nicht schaden.
Fuer reale Exporte braucht man aber realen Strom und realistischer Menge.
Christoph Müller
2020-08-15 14:24:22 UTC
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Permalink
438 Zeilen - muss kürzer werden.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Theoretisch. Praktisch gilt es auch noch die Volksseele zu beruhigen.
Das kann viele Jahre dauern. Der Erfolg ist ungewiss. Denn
unproblematisch sind Freileitungen ganz einfach nicht. Damit sterben
auch deutlich mehr Vögel als an den Rotorblättern der WKAs.
Da waere ich durchaus dafuer ein paar Jahrzehnte zu warten bis die Volksseele beruhigt
ist und die Kernkraftwerke dann eben so lange weiter laufen zu lassen.
Nur leider werden die letzten im Dezember 2022 abgeschaltet und ab dann
wird der Strom aus Erdgas hergestellt und wenn die Leitungen nicht fertig sind
dann kann die Windkraft in Norddeutschland nicht beim Gassparen helfen.
Wie stehst du zum Thema "heizen mit Gas"? Das Temperaturgefälle ist groß
genug, um damit auch noch kräftig Strom zu produzieren. Damit das auch
gemacht wird, braucht es einen richtig echten Markt, auf dem Angebot und
Nachfrage sich sofort auf den Strompreis auswirken. Nicht nur für die
großen Player im System, sondern für ALLE. Sowas ist nur mit Automaten
realisierbar.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Zudem will man ja die Windkraft
noch weiter ausbauen insbesonders off-shore.
Was spricht dagegen? Sowas kann dann auch zur Industriansiedlung führen.
Wir koennten die Industrie aus dem Sueden in den Norden verlagern
einschliesslich Bevoelkerung.
Die Leute gingen schon immer gerne dort hin, wo es sich besser leben
lässt. Ganz einfach die Gegend attraktiv genug machen...
Aus solchen Gruenden siedelt man nicht Millionen Menschen um.
Von Zwangsumsiedlung ist auch gar nicht die Rede.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Dass Leitungen in den Sueden zu bauen billiger ist sollte jedem klar sein.
Dass damit vor allem dem Braunkohletagebau mit entsprechenden
Kohlekraftwerken gedient wird, sollte genauso klar sein. Ein Vorteil für
die Umwelt ergibt sich damit jedenfalls nicht.
Man kann damit die Windstromnutzung groesser machen.
Das geht mit ASTROHS sehr viel besser.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Da könnte man z.B. an energieintensive Betriebe denken. Z.B.
Aluherstellung oder 3D-Druck. Geeignete Software vorausgesetzt lässt
sich 3D-Druck bei zu hohen Strompreisen jederzeit abschalten und
fortsetzen, wenn der Preis wieder stimmt. Die additive Fertigung ist ja
nun immer mehr im Kommen. Auch für Serienteile.
Ist die so Energieintensiv ?
Kommt drauf an, was und wie viel produziert werden soll. Es gibt sehr
unterschiedliche Produktionsverfahren. Schon die Herstellung von
Metallpulvern ist ziemlich energieintensiv.
Die kauft man sowieso aus dem Ausland.
Kann man auch im Inland produzieren.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Und Aluherstellung ...
Nach meiner Vermutung ist das eher eine Auslegungssache. Wer's genau
weiß, kann hier schreiben, was tatsächlich warum und wie Fakt ist.
Eine Schmelzflusselektrolyse kann man nicht einfach abschalten, sonst wird alles
fest.
Wärmedämmung ist längst erfunden.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Wie groß ist
der WIRTSCHAFTLICH sinnvolle Regelbereich also?
Es wurden Gaskraftwerke nur fuer Spitzenlaststrom gebaut, die fahren also
taeglich rauf und runter und runter.
Einmal pro Tag. Will man regenerativen Energien zum Durchbruch
verhelfen, dann sollten pro Tag schon 20...30 Start-Stopp-Vorgänge drin
sein.
Wozu, so oft wechselt weder die Last noch die Erzeugung.
Kommt drauf an, wie feinfühlig das Netz geregelt werden soll. Mit nur
einmal am Tag ist mit einem ziemlich "wilden Haufen" im Strometz zu
rechnen, der die erlaubten technischen Grenzwerte regelmäßig antastet.
Sowas ist potenziell ziemlich riskant.
Post by Carla Schneider
Noch nie was dual-fuel Diesel gehoert ?
Die laufen mit 5% Oel und 95% Methan.
Der deutsche Begriff dafür ist "Zündstrahltechnik".

"Dual fuel" ist etwas irreführend, weil es ja auch Vielstoffmotoren
gibt, wie sie gerne beim Militär verwendet werden.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Gute Konzepte
sorgen deshalb dafür, dass möglichst wenig solcher Umwandlungsprozesse
stattfinden. Angesichts des Umstandes, dass der größte Energiebedarf im
Land in Form von Niedertemperaturwärme besteht, ist es ein Unding,
Kraftwerke mit 60% Verlust zu betreiben.
Dieser groesste Energiebedarf ist aber ungleichmaessig uebers Jahr verteilt,
im Gegensatz zum Strombedarf.
Damit willst du jetzt die unglaubliche Verschwendung rechtfertigen? Nimm
einfach mal die Mobilität gedanklich mit ins Boot.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Diese 60% können besser genutzt
werden, als nur Kühltürme zu heizen.
Wird doch gemacht in Grossstaedten gibts ueberall Fernheizung.
Von wegen überall. Sowas setzt schon arg verdichtete Bebauung voraus. In
den Randbereichen der Städte sucht man Fernwärme i.d.R. vergebens.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Noch schlimmer ist die Lage in der
Mobilität. Aber auch da lässt sich Entscheidendes verbessern.
Wird ja gemacht die Leute sollen Elektroauto fahren.
Machen sie aber nicht, weil die Akkus zu groß und damit zu teuer sind.
Außerdem sind sie sehr werkstoffintensiv und in der Herstellung (und im
Recycling?) ziemlich umweltbelastend. Um die E-Mobilität voran zu
bringen, wird man wohl oder übel also auch das Langstreckenproblem mit
angehen müssen. NICHT mit größeren Akkus, sondern mit externer
Energieversorgung, wie sie seit Jahrzehnten bei der Eisenbahn Alltag
ist. Dann genügen für das Auto KLEINE Akkus, was zudem feuerpolizeiliche
Vorteile hat. Mit KLEINEN Akkus kann das Auto Bestandteil der Wohnung
werden, womit sich auch das Parkplatzproblem in den Wohngebieten lösen
lässt. Am Arbeitsplatz könnte es auch analog laufen. Dann wird das Auto
zum mobilen Büro und es stellt sich - auch wegen Corona - die Frage,
wieso man überhaupt noch zum Arbeitsplatz pilgern muss.
Post by Carla Schneider
Der Strom dafuer ist entweder regenerativ oder er kommt aus
dem Heizkraftwerk...
So, wie es derzeit ausschaut, nur vereinzelt. Es wird zu wenig für die
Schaffung eines Massenmarkts gemacht. Man meint noch immer, dass es
reicht, nur die Kapazität der Akkus zu erhöhen. Das halte ich für den
falschen Weg. Dieser falsche Weg setzt teure Schnellladesäulen voraus
und verhindert zudem, dass die Fahrzeuge Wohnungsbestandteile werden. Da
wird nämlich der Brandschutz seine Einwände erheben.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
die Regelung macht man ueber die Zahl der Turbinen.
Diese werden aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht gerne im
Start-Stopp-Betrieb genutzt.
Wie gesagt, ein paar mal am Tag scheint kein Problem zu sein,
wie man an jedem Kurzstreckenflieger sehen kann.
Flugzeugturbinen werden für Flugzeuge optimiert. Kraftwerksturbinen für
Kraftwerke.
Und wenn man Kraftwerke will die oft an und ausgeschaltet werden ist
es kein Problem auch dafuer Turbinen zu bekommen.
Indem man sie KLEIN baut. Dann kann man sie aber auch in den Häusern im
Heizkeller betreiben. Also genau dort, wo auch der Wärmebedarf herrscht.
Dann lässt man NUR DIE Turbinen laufen, die für ihre Abwärme auch gute
Abnehmer hat. Mit ASTROHS lässt sich sowas schön über den Strompreis und
mit WRMs regeln.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Kraftwerke (insbesondere die großen) werden gerne im
Dauerstrichbetrieb gefahren.
Kernkraftwerke - aber das sind Dampfturbinen, keine Gasturbinen.
Dampf ist demnach kein Gas. Ich habe in Physik was Anderes gelernt.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Die
nötige Bandbreite wird zunehmender Verbreitung der regenerativen
Energien (insbesondere Sonne und Wind) eine immer größere
Regel-Bandbreite fordern. Idealerweise 0%...100%.
Ja, das macht man heute sogar mit Braunkohlekraftwerken.
Dort laufen Dampfturbinen. Wenn schnell in einer großen
Leistungsbandbreite moduliert werden soll, dann müssen dort aber sehr
viele Dampfturbinen laufen, weil einzelne Turbinen halt nur einen sehr
engen Regelbereich haben. Außerhalb dieser Grenzen verlieren diese
Dinger sehr schnell sehr viel an Wirkungsgrad.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Neue Leitungen zu bauen ist sehr langwierig weil Bewohner der Landschaften
sie nicht wollen - und das obwohl HGUE gar keinen Elektrosmog verursacht...
Ein Gleichfeld wird sich auch mit HGÜ nicht vermeiden lassen.
Gleichfelder sind normalerweise kein Problem.
Bis mal irgendein Verein auf die Idee kommt, dass Gleichrichter zwar
gleichrichten, aber am Ausgang erheblicher Ripple drauf ist. Damit gibt
es einen Wechselstromanteil, der auch beachtlich sein kann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stromrichterstation
-------
Gelegentlich werden auch noch Gleichstromfilter zur Beseitigung
hochfrequenter Störsignale eingesetzt.
Halt nur GELEGENTLICH. Sowas kostet Geld, das man sich gerne sparen
würde.
Das man sich spart wenn es nicht noetig ist.
Ist es nötig, wenn es zu öffentlichen Protesten kommt?
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Um sowas zu installieren, braucht's wahrscheinlich erst den Druck
des Volkes in Form von Demonstrationen, Eingaben, Petitionen,
Diskussionsveranstaltungen, Aufständen, ...
Die wissen doch gar nicht was das ist...
Also ist tatsächlich mit Verarsche zu rechnen. Damit natürlich auch mit
entsprechenden Protesten. Denn ein paar Hanseln werden sehr wohl wissen,
was Sache ist...
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Weil jede Energieumwandlung Wirkungsgrad und Geld kostet, wird man sowas
gerne vermeiden.
Ich bezweifle dass es Wirkungsgrad kostet. diese Wechselstroeme auf
der Gleichstromleitung kosten Wirkungsgrad. Sie zu entfernen verbessert den
Wirkungsgrad.
Es geht nicht um den technischen, sondern um den finanziellen Wirkungsgrad.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Einerseits muss dieser möglichst klein sein, um die
Materialkosten klein zu halten. Andererseits müssten auch die Verluste
klein sein, was aber größere Querschnitte erfordert. Es gibt dabei einen
optimalen Punkt zwischen Querschnitt und Verlusten. Diesen wird man
bevorzugt realisieren. Die Leitungstemperaturen spielen dabei erst mal
überhaupt keine Rolle. Es genügt, wenn die Leitungen die angestrebte
Lebensdauer halten.
Ueblicherweise sorgt man dafuer dass bei 40°C und Sonnenschein eine
maximaltemperatur von 80°C nicht ueberschritten wird.
Auch diese Temperatur kann Vögeln schon zum Verhängnis werden. Für sie
wird die Grenze wohl eher bei 60°C liegen.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Man fragt sich wozu das geschieht, eine Freileitung schadet der Landwirtschaft
nicht und ist viel billiger.
Viele Leute beklagen sich über die Verspargelung der Landschaft durch
WKAs. Dann also auch über die Verschandelung der Landschaft durch
Stromtrassen. An Freileitungen verenden wesentlich mehr Vögel als an
Rotorblättern der WKAs.
Glaube ich nicht
mach' aus Glauben Wissen und befrage mal Google und Konsorten.
Post by Carla Schneider
die Seile der Freileitungen sind fuer Voegel gut sichtbar,
deshalb wollen sie dort gerne mal Rast machen und verbrennen sich dabei
die Füße, wenn grad richtig Leistung über die Leitung geht.
Post by Carla Schneider
die Fluegel der WKAs aber sind etwas was es in der Natur nicht gibt und
woran die Voegel nicht angepasst sind.
Schnelle Autos gab's früher auch nicht. Als ich noch Kind war und ein
Onkel aus 60 km Entfernung besuchte uns, war fast immer ein toter Vogel
im Kühler. Heute wird viel schneller gefahren. Überfahrene Vögel sind
recht selten geworden. Sie sind also über die Generationen hinweg
lernfähig. Warum sollten sie nicht auch lernen, wie mit WKAs umzugehen
ist? Sie laufen nicht durch die Gegend, sondern stehen immer am gleichen
Ort. Die Flügel drehen sich oder auch nicht. Wenn nicht, gibt's keine
Gefahr. Wenn sie sich drehen - weg bleiben. Die Möglichkeit, das zu
lernen, haben sie. Insekten mit ihren Facettenaugen nicht so gut. Aber
diese fliegen i.d.R. auch viel näher am Boden, wo die Flügel nicht hin
kommen.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Carla Schneider
2020-08-17 12:56:27 UTC
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Post by Christoph Müller
438 Zeilen - muss kürzer werden.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Theoretisch. Praktisch gilt es auch noch die Volksseele zu beruhigen.
Das kann viele Jahre dauern. Der Erfolg ist ungewiss. Denn
unproblematisch sind Freileitungen ganz einfach nicht. Damit sterben
auch deutlich mehr Vögel als an den Rotorblättern der WKAs.
Da waere ich durchaus dafuer ein paar Jahrzehnte zu warten bis die Volksseele beruhigt
ist und die Kernkraftwerke dann eben so lange weiter laufen zu lassen.
Nur leider werden die letzten im Dezember 2022 abgeschaltet und ab dann
wird der Strom aus Erdgas hergestellt und wenn die Leitungen nicht fertig sind
dann kann die Windkraft in Norddeutschland nicht beim Gassparen helfen.
Wie stehst du zum Thema "heizen mit Gas"?
Das Temperaturgefälle ist groß
genug, um damit auch noch kräftig Strom zu produzieren. Damit das auch
gemacht wird, braucht es einen richtig echten Markt, auf dem Angebot und
Nachfrage sich sofort auf den Strompreis auswirken.
Das wird gemacht, die meisten Fernheizungen laufen heute mit Gas und dabei
wird Strom erzeugt.
Den Markt den du schaffen willst ist kein echter sondern ein subventionierter,
weil von dem Strompreis den 30cent die der Privatkunde heute zahlen muss
nur 7.6cent Strompreis sind, der Rest Steuern Abgaben und Umlagen.
Soviel duerfte in einem echten Markt auch der Erzeuger mit seinem Gasmotor bekommen,
und das ist nicht viel.

https://de.wikipedia.org/wiki/EcoBlue_2.0 ist so ein Geraet, wenn man bedenkt
dass das 700kg wiegt kann man schon erahnen wie teuer das ist...
Post by Christoph Müller
Nicht nur für die
großen Player im System, sondern für ALLE. Sowas ist nur mit Automaten
realisierbar.
Eine gewissen Mindestgroesse muss das System schon haben und die Software mit der das
Laeuft hatte Lichtblick schon vor 9 Jahren.
Hat sich aber irgendwie nicht durchgesetzt.
Es bleiben noch Hochtemperatur-Brennstoffzellen.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Zudem will man ja die Windkraft
noch weiter ausbauen insbesonders off-shore.
Was spricht dagegen? Sowas kann dann auch zur Industriansiedlung führen.
Wir koennten die Industrie aus dem Sueden in den Norden verlagern
einschliesslich Bevoelkerung.
Die Leute gingen schon immer gerne dort hin, wo es sich besser leben
lässt. Ganz einfach die Gegend attraktiv genug machen...
Aus solchen Gruenden siedelt man nicht Millionen Menschen um.
Von Zwangsumsiedlung ist auch gar nicht die Rede.
Ist das freiwillig wenn die Leute ihren Arbeitsplaetzen
hinterher ziehen muessen weil die Politik das so beschlossen hat ?
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Dass Leitungen in den Sueden zu bauen billiger ist sollte jedem klar sein.
Dass damit vor allem dem Braunkohletagebau mit entsprechenden
Kohlekraftwerken gedient wird, sollte genauso klar sein. Ein Vorteil für
die Umwelt ergibt sich damit jedenfalls nicht.
Man kann damit die Windstromnutzung groesser machen.
Das geht mit ASTROHS sehr viel besser.
Mit Stromerzeugenden Heizungen wird nicht die Windenergie gefoerdert,
das ist eher etwas fuer Leute die sich ganz vom Stromnetz verabschieden wollen.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Da könnte man z.B. an energieintensive Betriebe denken. Z.B.
Aluherstellung oder 3D-Druck. Geeignete Software vorausgesetzt lässt
sich 3D-Druck bei zu hohen Strompreisen jederzeit abschalten und
fortsetzen, wenn der Preis wieder stimmt. Die additive Fertigung ist ja
nun immer mehr im Kommen. Auch für Serienteile.
Ist die so Energieintensiv ?
Kommt drauf an, was und wie viel produziert werden soll. Es gibt sehr
unterschiedliche Produktionsverfahren. Schon die Herstellung von
Metallpulvern ist ziemlich energieintensiv.
Die kauft man sowieso aus dem Ausland.
Kann man auch im Inland produzieren.
Wenn es denn guenstigen Strom rund um die Uhr gaebe...
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Und Aluherstellung ...
Nach meiner Vermutung ist das eher eine Auslegungssache. Wer's genau
weiß, kann hier schreiben, was tatsächlich warum und wie Fakt ist.
Eine Schmelzflusselektrolyse kann man nicht einfach abschalten, sonst wird alles
fest.
Wärmedämmung ist längst erfunden.
Die muss dann auch noch veraenderlich sein, je nachdem ob man das ganze
heiss halten will, oder Aluminium produzieren, wobei die Verlustwaerme
abgefuehrt werden muss.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Wie groß ist
der WIRTSCHAFTLICH sinnvolle Regelbereich also?
Es wurden Gaskraftwerke nur fuer Spitzenlaststrom gebaut, die fahren also
taeglich rauf und runter und runter.
Einmal pro Tag. Will man regenerativen Energien zum Durchbruch
verhelfen, dann sollten pro Tag schon 20...30 Start-Stopp-Vorgänge drin
sein.
Wozu, so oft wechselt weder die Last noch die Erzeugung.
Kommt drauf an, wie feinfühlig das Netz geregelt werden soll. Mit nur
einmal am Tag ist mit einem ziemlich "wilden Haufen" im Strometz zu
rechnen, der die erlaubten technischen Grenzwerte regelmäßig antastet.
Sowas ist potenziell ziemlich riskant.
Die Sonne und das Wetter aendern sich nur langsam und Vorhersagbar.
Fuer schnelle Aenderungen hat man Pumpspeicherwerke.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Noch nie was dual-fuel Diesel gehoert ?
Die laufen mit 5% Oel und 95% Methan.
Der deutsche Begriff dafür ist "Zündstrahltechnik".
Erstaunlich dass das funktioniert und sich der Motor immer noch wie
ein Dieselmotor verhaelt und nicht wie ein Ottomotor.
Post by Christoph Müller
"Dual fuel" ist etwas irreführend, weil es ja auch Vielstoffmotoren
gibt, wie sie gerne beim Militär verwendet werden.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Gute Konzepte
sorgen deshalb dafür, dass möglichst wenig solcher Umwandlungsprozesse
stattfinden. Angesichts des Umstandes, dass der größte Energiebedarf im
Land in Form von Niedertemperaturwärme besteht, ist es ein Unding,
Kraftwerke mit 60% Verlust zu betreiben.
Dieser groesste Energiebedarf ist aber ungleichmaessig uebers Jahr verteilt,
im Gegensatz zum Strombedarf.
Damit willst du jetzt die unglaubliche Verschwendung rechtfertigen?
Ja, die ganz grosse Heizleistung braucht man nur wenige Tage im Jahr, da
lohnt sich die Stromerzeung nicht.
Post by Christoph Müller
Nimm
einfach mal die Mobilität gedanklich mit ins Boot.
Die hat damit nichts zu tun.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Diese 60% können besser genutzt
werden, als nur Kühltürme zu heizen.
Wird doch gemacht in Grossstaedten gibts ueberall Fernheizung.
Von wegen überall. Sowas setzt schon arg verdichtete Bebauung voraus. In
den Randbereichen der Städte sucht man Fernwärme i.d.R. vergebens.
Hier werden ganze neue Stadtviertel gebaut die mit Fernwaerme aus Erdwaere
betrieben werden, ohne Stromerzeugung.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Noch schlimmer ist die Lage in der
Mobilität. Aber auch da lässt sich Entscheidendes verbessern.
Wird ja gemacht die Leute sollen Elektroauto fahren.
Machen sie aber nicht, weil die Akkus zu groß und damit zu teuer sind.
Fuer die normalen taeglichen Strecken reichen sie aus, nur nicht fuer die
Urlaubsreisen.
Post by Christoph Müller
Außerdem sind sie sehr werkstoffintensiv und in der Herstellung (und im
Recycling?) ziemlich umweltbelastend. Um die E-Mobilität voran zu
bringen, wird man wohl oder übel also auch das Langstreckenproblem mit
angehen müssen. NICHT mit größeren Akkus, sondern mit externer
Energieversorgung, wie sie seit Jahrzehnten bei der Eisenbahn Alltag
ist. Dann genügen für das Auto KLEINE Akkus, was zudem feuerpolizeiliche
Vorteile hat. Mit KLEINEN Akkus kann das Auto Bestandteil der Wohnung
werden, womit sich auch das Parkplatzproblem in den Wohngebieten lösen
lässt.
Du willst das Auto in die Wohnung nehmen um das Parkplatzproblem zu loesen ?
Post by Christoph Müller
Am Arbeitsplatz könnte es auch analog laufen. Dann wird das Auto
zum mobilen Büro und es stellt sich - auch wegen Corona - die Frage,
wieso man überhaupt noch zum Arbeitsplatz pilgern muss.
Ja, dann spart man das Auto ganz ein, aber wie faehrt man in den Urlaub...
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Der Strom dafuer ist entweder regenerativ oder er kommt aus
dem Heizkraftwerk...
So, wie es derzeit ausschaut, nur vereinzelt.
In den Grossstaedten.
Post by Christoph Müller
Es wird zu wenig für die
Schaffung eines Massenmarkts gemacht. Man meint noch immer, dass es
reicht, nur die Kapazität der Akkus zu erhöhen. Das halte ich für den
falschen Weg. Dieser falsche Weg setzt teure Schnellladesäulen voraus
und verhindert zudem, dass die Fahrzeuge Wohnungsbestandteile werden.
Wieso denn , mit grossem Akku reicht es doch wenn man zuhause auflaedt.
Post by Christoph Müller
Da
wird nämlich der Brandschutz seine Einwände erheben.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
die Regelung macht man ueber die Zahl der Turbinen.
Diese werden aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht gerne im
Start-Stopp-Betrieb genutzt.
Wie gesagt, ein paar mal am Tag scheint kein Problem zu sein,
wie man an jedem Kurzstreckenflieger sehen kann.
Flugzeugturbinen werden für Flugzeuge optimiert. Kraftwerksturbinen für
Kraftwerke.
Und wenn man Kraftwerke will die oft an und ausgeschaltet werden ist
es kein Problem auch dafuer Turbinen zu bekommen.
Indem man sie KLEIN baut.
Turbinen haben eine Mindestgroesse wenn sie wirtschaflich arbeiten sollen,
etwa 5 MW.
Post by Christoph Müller
Dann kann man sie aber auch in den Häusern im
Heizkeller betreiben. Also genau dort, wo auch der Wärmebedarf herrscht.
Bei sehr grossen Haeusern vielleicht.
Post by Christoph Müller
Dann lässt man NUR DIE Turbinen laufen, die für ihre Abwärme auch gute
Abnehmer hat. Mit ASTROHS lässt sich sowas schön über den Strompreis und
mit WRMs regeln.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Kraftwerke (insbesondere die großen) werden gerne im
Dauerstrichbetrieb gefahren.
Kernkraftwerke - aber das sind Dampfturbinen, keine Gasturbinen.
Dampf ist demnach kein Gas. Ich habe in Physik was Anderes gelernt.
Eine Dampfturbine ist eine Turbine in die Hochdruckdampf hineinkommt,
der entspannt wird und die Turbine antreibt.
Eine Gasturbine ist eine Verbrennungskraftmaschine bestehend aus
Kompressor Brennkammer und Entspannungsturbine.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Die
nötige Bandbreite wird zunehmender Verbreitung der regenerativen
Energien (insbesondere Sonne und Wind) eine immer größere
Regel-Bandbreite fordern. Idealerweise 0%...100%.
Ja, das macht man heute sogar mit Braunkohlekraftwerken.
Dort laufen Dampfturbinen. Wenn schnell in einer großen
Leistungsbandbreite moduliert werden soll, dann müssen dort aber sehr
viele Dampfturbinen laufen, weil einzelne Turbinen halt nur einen sehr
engen Regelbereich haben. Außerhalb dieser Grenzen verlieren diese
Dinger sehr schnell sehr viel an Wirkungsgrad.
Beim Braunkohlekraftwerk muss man auch rechtzeitig vorher wissen
wann man Strom braucht, weil erst die Kessel angeheizt werden muessen.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Neue Leitungen zu bauen ist sehr langwierig weil Bewohner der Landschaften
sie nicht wollen - und das obwohl HGUE gar keinen Elektrosmog verursacht...
Ein Gleichfeld wird sich auch mit HGÜ nicht vermeiden lassen.
Gleichfelder sind normalerweise kein Problem.
Bis mal irgendein Verein auf die Idee kommt, dass Gleichrichter zwar
gleichrichten, aber am Ausgang erheblicher Ripple drauf ist. Damit gibt
es einen Wechselstromanteil, der auch beachtlich sein kann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stromrichterstation
-------
Gelegentlich werden auch noch Gleichstromfilter zur Beseitigung
hochfrequenter Störsignale eingesetzt.
Halt nur GELEGENTLICH. Sowas kostet Geld, das man sich gerne sparen
würde.
Das man sich spart wenn es nicht noetig ist.
Ist es nötig, wenn es zu öffentlichen Protesten kommt?
Das wird bei Freileitungen sowieso gemacht.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Um sowas zu installieren, braucht's wahrscheinlich erst den Druck
des Volkes in Form von Demonstrationen, Eingaben, Petitionen,
Diskussionsveranstaltungen, Aufständen, ...
Die wissen doch gar nicht was das ist...
Also ist tatsächlich mit Verarsche zu rechnen.
Die lehnen jede Art von Freileitung ab.
Post by Christoph Müller
Damit natürlich auch mit
entsprechenden Protesten. Denn ein paar Hanseln werden sehr wohl wissen,
was Sache ist...
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Weil jede Energieumwandlung Wirkungsgrad und Geld kostet, wird man sowas
gerne vermeiden.
Ich bezweifle dass es Wirkungsgrad kostet. diese Wechselstroeme auf
der Gleichstromleitung kosten Wirkungsgrad. Sie zu entfernen verbessert den
Wirkungsgrad.
Es geht nicht um den technischen, sondern um den finanziellen Wirkungsgrad.
Das kommt aufs gleiche haraus, Verluste kosten auch Geld.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Einerseits muss dieser möglichst klein sein, um die
Materialkosten klein zu halten. Andererseits müssten auch die Verluste
klein sein, was aber größere Querschnitte erfordert. Es gibt dabei einen
optimalen Punkt zwischen Querschnitt und Verlusten. Diesen wird man
bevorzugt realisieren. Die Leitungstemperaturen spielen dabei erst mal
überhaupt keine Rolle. Es genügt, wenn die Leitungen die angestrebte
Lebensdauer halten.
Ueblicherweise sorgt man dafuer dass bei 40°C und Sonnenschein eine
maximaltemperatur von 80°C nicht ueberschritten wird.
Auch diese Temperatur kann Vögeln schon zum Verhängnis werden. Für sie
wird die Grenze wohl eher bei 60°C liegen.
Wenn es zu heiss ist fliegt der Vogel sofort weiter.
Ich kann ein 80 Grad heisses Glas fuer eine Sekunde
anfassen ohne mich zu verbrennen.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Man fragt sich wozu das geschieht, eine Freileitung schadet der Landwirtschaft
nicht und ist viel billiger.
Viele Leute beklagen sich über die Verspargelung der Landschaft durch
WKAs. Dann also auch über die Verschandelung der Landschaft durch
Stromtrassen. An Freileitungen verenden wesentlich mehr Vögel als an
Rotorblättern der WKAs.
Glaube ich nicht
mach' aus Glauben Wissen und befrage mal Google und Konsorten.
Post by Carla Schneider
die Seile der Freileitungen sind fuer Voegel gut sichtbar,
deshalb wollen sie dort gerne mal Rast machen und verbrennen sich dabei
die Füße, wenn grad richtig Leistung über die Leitung geht.
Nein die Voegel kollidieren mit dem Erdseil ganz oben, weil das so duenn ist
dass die Voegel es uebersehen.
Dagegen kann man aber etwas unternehmen.
Es sterben uebrigends auch Millionen Voegel an Glasscheiben.
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
die Fluegel der WKAs aber sind etwas was es in der Natur nicht gibt und
woran die Voegel nicht angepasst sind.
Schnelle Autos gab's früher auch nicht. Als ich noch Kind war und ein
Onkel aus 60 km Entfernung besuchte uns, war fast immer ein toter Vogel
im Kühler. Heute wird viel schneller gefahren.
Das wuerde ich nicht sagen, damals gab es noch keine
Geschwindigkeitsbeschraenkung auf Landstrassen.
Post by Christoph Müller
Überfahrene Vögel sind
recht selten geworden. Sie sind also über die Generationen hinweg
lernfähig. Warum sollten sie nicht auch lernen, wie mit WKAs umzugehen
ist? Sie laufen nicht durch die Gegend, sondern stehen immer am gleichen
Ort. Die Flügel drehen sich oder auch nicht. Wenn nicht, gibt's keine
Gefahr. Wenn sie sich drehen - weg bleiben.
Die Voegel haben wenig Moeglichkeiten zu lernen, wer durchkommt denkt
es ist harmlos und wen es erwischt der ist tot.
Post by Christoph Müller
Die Möglichkeit, das zu
lernen, haben sie. Insekten mit ihren Facettenaugen nicht so gut.
Schnelle Bewegungen sehen sie besser.
Post by Christoph Müller
Aber
diese fliegen i.d.R. auch viel näher am Boden, wo die Flügel nicht hin
kommen.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Christoph Müller
2020-08-17 16:08:12 UTC
Antworten
Permalink
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Wie stehst du zum Thema "heizen mit Gas"?
Das Temperaturgefälle ist groß
genug, um damit auch noch kräftig Strom zu produzieren. Damit das auch
gemacht wird, braucht es einen richtig echten Markt, auf dem Angebot und
Nachfrage sich sofort auf den Strompreis auswirken.
Das wird gemacht, die meisten Fernheizungen laufen heute mit Gas und dabei
wird Strom erzeugt.
Ist aber wegen der langen Leitungen eine ziemlich teure Angelegenheit.
Funktioniert wirtschaftlich deshalb auch nur in besonders dicht
besiedelten Gegenden oder an Orten mit ungewöhnlich großem Wärmebedarf.
Die Bevölkerungsmehrheit hat davon nichts.
Post by Carla Schneider
Den Markt den du schaffen willst ist kein echter sondern ein subventionierter,
wo ist denn da von Subventionen die Rede?
Post by Carla Schneider
weil von dem Strompreis den 30cent die der Privatkunde heute zahlen muss
nur 7.6cent Strompreis sind, der Rest Steuern Abgaben und Umlagen.
Wem was in welcher Höhe zu zahlen ist, ist Vereinbarungssache. Wir
können vereinbaren, dass mit dem Strom Freizeitanlagen z.B. in Form von
Schwimmbädern zu bezahlen sind, dass Straßen kostenlos benutzt werden
dürfen und ein gewisser Anteil des Geldes per Strom erwirtschaftet
werden muss. Wir können vereinbaren, dass Gefängnisse aus Steuergeldern
zu finanzieren sind. Genauso Polizei und Militär. Entsprechend dem
Sperrklinkeneffekt können wir auf alles immer noch etwas drauf packen,
bis keiner mehr die wirklich wichtigen Dinge erkennen kann. Im
Strommarkt läuft dieser Sperrklinkeneffekt schon sehr lange. Wer "einen
Schritt zurück" machen will, wird zum Verlierer erklärt. Anstatt sich
wieder auf das Wesentliche zu besinnen, wird das Finanzgebäude immer
größer, komplizierter und auch zerbrechlicher.

Besinnen wir uns wieder auf das Wesentliche, dann geht es um ein gutes
Miteinander, eine verlässliche Stromversorgung, optimale
Energieausnutzung und geringste Umweltbelastung.

Wo ist das in unserem aktuellen Abrechnungssystem noch abgebildet?

Du schreibst von 7,6 ct/kWh Strom. Die Abwärme kann dann ja nichts wert
sein. Es geht ja nur um Strom. Also wird diese mit vollen Händen durch
riesige Kühltürme weggeworfen, während GLEICHZEITIG andernorts genau
diese Wärme sehr gut gebraucht werden könnte. Dort stehen jetzt Brenner,
die - zu den 7,6 ct/kWh Strom - die damit produzierte Abwärme NOCHMAL
produzieren. Sicher nicht zum Preis von 0 ct/kWh, sondern wesentlich
teurer. Auf diese 7,6 ct/kWh Strom muss deshalb die Wärmeenergie mit
Mietkosten für den Raum des Heizkessels, dessen Abschreibung, Wartung
und Energie noch drauf addiert werden. Die heute übliche getrennte
Betrachtung von Strom und Wärme verhindert weitestgehend eine korrekte
Aufwand zu Nutzenbetrachtung.

Mit ASTROHS ist das anders. Da wird ein Haushalt bzw. Zählstelle immer
als große Einheit betrachtet. Darum gibt es üblicherweise auch nur einen
Stromzähler, der nur Strom rein und Strom raus sowie dessen aktueller
Wert für rein und raus registriert. Innerhalb dieser Einheit wird mit
den vorhandenen Mitteln "jongliert" . Das ist Aufgabe des lokalen WRM.
Dieses berücksichtigt, dass der Wert der Energie von vielen lokalen
Umständen abhängt. Wird grade keine Energie (egal ob für Strom oder
Wärme) gebraucht, hat diese im Moment den Nutzwert 0. Wird Energie
gebraucht, steigt ihr lokaler Wert. Entsprechend wird sich das WRM
verhalten. Wird für den eingespeisten Strom zu wenig bezahlt, dann auch
keiner eingespeist, sondern ggf. in einem Heizwiderstand gleich wieder
zu Wärme gemacht. Aber nur, wenn auch entsprechender Wärmebedarf
herrscht. Andernfalls steht der Stromerzeuger still. Wird aufgrund eines
Engpasses viel für den eingespeisten Strom bezahlt, dann wird das WRM
versuchen, die für die Stromerzeugung anfallende Wärme irgendwo sinnvoll
unter zu bringen. Z.B. Warmwasserbereitung, leichte Temperaturerhöhung
in bestimmten Räumen, ...
Post by Carla Schneider
Soviel duerfte in einem echten Markt auch der Erzeuger mit seinem Gasmotor bekommen,
und das ist nicht viel.
Du gehst von einem DURCHSCHNITTSPREIS aus. Die Welt ist aber ständig in
Bewegung. Das gilt auch für die Preise. Wäre es anders, bräuchte die
Welt keine Märkte und keine Börsen.
Post by Carla Schneider
https://de.wikipedia.org/wiki/EcoBlue_2.0 ist so ein Geraet, wenn man bedenkt
dass das 700kg wiegt kann man schon erahnen wie teuer das ist...
Anwendungsbereich Schulen, Gastronomie, Mehrfamilienhäuser... Ist nicht
mehr ganz klein.

Nun solltest du mal einen Blick auf dein Auto werfen und auch die
Motorhaube öffnen. In einem geeigneten Marktumfeld wäre nämlich etwa mit
Stückzahlen wie im Automobilbau zu rechnen. (Davon sind wir mit BHKWs
heute noch meilenweit entfernt.) Wenn du jetzt auch noch eine
Funktionsbeschreibung dazu machst, dann wirst du feststellen, dass so
ein BHKW ein Klacks gegenüber einem Auto ist. Es fehlt das ganze
Fahrwerk, die Karosserie, die Verglasung, Beleuchtung, Fensterheber, 5
Türen, Zentralverriegelung, Sicherheitsfahrgastzelle, verstellbare
Sitze, Rückspiegel, ergonomisches Cockpit, Getriebe, Scheibenheizung,
Scheibenwischer, Klimaanlage, Teppiche, Reifen, Bremsen usw. Meinst du
ernsthaft, dass das alles NICHTS kostet? Nun rechne mal, was ein kW Auto
tatsächlich kostet und was ein kWh BHKW bei ähnlichen Stückzahlen kosten
wird. Eine zentrale Aufgabe von ASTROHS ist, einen MASSENMARKT für diese
Technik zu etablieren.

Was "Massenmarkt" bedeutet - VW lieferte an Lichtblick ca. 1.500 Anlagen.
Der Auto-Neuling Tesla will im neuen deutschen Werk mit 500.000
Einheiten PRO JAHR ANFANGEN.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Nicht nur für die
großen Player im System, sondern für ALLE. Sowas ist nur mit Automaten
realisierbar.
Eine gewissen Mindestgroesse muss das System schon haben
selbst die längste Reise fängt mit dem ersten Schritt an.
Post by Carla Schneider
und die Software mit der das
Laeuft hatte Lichtblick schon vor 9 Jahren.
Die ASTROHS-Idee gibt's schon deutlich länger. Erstveröffentlichung ist
von 1992.
Post by Carla Schneider
Hat sich aber irgendwie nicht durchgesetzt.
Weil das Ding EIN VIRTUELLES Kraftwerk ist. Die lokalen Spezialitäten
werden damit nur unzureichend berücksichtigt.

Lichtblick STEUERT (regelt nicht) die Anlagen aus der Ferne. Also können
lokale Eigenheiten nur unzureichend berücksichtigt werden.

Alles bleibt zentral in einer Hand. Wie mit Großanlagen eben üblich.
Post by Carla Schneider
Es bleiben noch Hochtemperatur-Brennstoffzellen.
Die Art des Energiewandlers ist mit ASTROHS nebensächlich. Sowas muss
lokal entschieden werden.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Zudem will man ja die Windkraft
noch weiter ausbauen insbesonders off-shore.
Was spricht dagegen? Sowas kann dann auch zur Industriansiedlung führen.
Wir koennten die Industrie aus dem Sueden in den Norden verlagern
einschliesslich Bevoelkerung.
Die Leute gingen schon immer gerne dort hin, wo es sich besser leben
lässt. Ganz einfach die Gegend attraktiv genug machen...
Aus solchen Gruenden siedelt man nicht Millionen Menschen um.
Von Zwangsumsiedlung ist auch gar nicht die Rede.
Ist das freiwillig wenn die Leute ihren Arbeitsplaetzen
hinterher ziehen muessen
das ist doch seit Jahrzehnten der Normalfall. Eher schon seit immer.
Post by Carla Schneider
weil die Politik das so beschlossen hat ?
Es geht nur darum, BESSERE Angebote zu machen. Dazu muss man Andere
nicht kaputt hauen. Sowas macht man nur zu Kriegszeiten. Leben wir im Krieg?
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Man kann damit die Windstromnutzung groesser machen.
Das geht mit ASTROHS sehr viel besser.
Mit Stromerzeugenden Heizungen wird nicht die Windenergie gefoerdert,
doch. Sie sind nämlich die "vermissten Backup-Kraftwerke".
Post by Carla Schneider
das ist eher etwas fuer Leute die sich ganz vom Stromnetz verabschieden wollen.
ASTROHS lebt von der Vernetzung und nicht von der gegenseitigen
Isolation. Vernetzung erspart teure Akkus, die leider auch nicht so
umweltfreundlich sind, wie gerne getan wird. Das dafür nötige Material
werden sich auch nur die reichen Länder leisten können. Wir sollte schon
Wert darauf legen, dass auch die ärmeren Länder noch mitspielen dürfen.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Kommt drauf an, was und wie viel produziert werden soll. Es gibt sehr
unterschiedliche Produktionsverfahren. Schon die Herstellung von
Metallpulvern ist ziemlich energieintensiv.
Die kauft man sowieso aus dem Ausland.
Kann man auch im Inland produzieren.
Wenn es denn guenstigen Strom rund um die Uhr gaebe...
Metallpulver werden meines Wissens chargenweise produziert und nicht
kontinuierlich.
Post by Carla Schneider
Die Sonne und das Wetter aendern sich nur langsam und Vorhersagbar.
Fuer schnelle Aenderungen hat man Pumpspeicherwerke.
Mini-BHKWs sind genauso schnell.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Gute Konzepte
sorgen deshalb dafür, dass möglichst wenig solcher Umwandlungsprozesse
stattfinden. Angesichts des Umstandes, dass der größte Energiebedarf im
Land in Form von Niedertemperaturwärme besteht, ist es ein Unding,
Kraftwerke mit 60% Verlust zu betreiben.
Dieser groesste Energiebedarf ist aber ungleichmaessig uebers Jahr verteilt,
im Gegensatz zum Strombedarf.
Damit willst du jetzt die unglaubliche Verschwendung rechtfertigen?
Ja, die ganz grosse Heizleistung braucht man nur wenige Tage im Jahr, da
lohnt sich die Stromerzeung nicht.
Du scheinst die Welt für ziemlich einfach zu halten.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Nimm
einfach mal die Mobilität gedanklich mit ins Boot.
Die hat damit nichts zu tun.
Die hat sehr wohl was damit zu tun! Jedenfalls dann, wenn man die
Energie besser nutzen und weniger Umwelt- und Sozialschaden produzieren
will. Es geht dabei aktuelle immerhin fast um 1/3 des gesamten
Energiebedarfs.
Post by Carla Schneider
Hier werden ganze neue Stadtviertel gebaut die mit Fernwaerme aus Erdwaere
betrieben werden, ohne Stromerzeugung.
Freistehende Einfamilienhäuser? Sehr wahrscheinlich verläuft dann schon
eine Leitung ganz in der Nähe.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Noch schlimmer ist die Lage in der
Mobilität. Aber auch da lässt sich Entscheidendes verbessern.
Wird ja gemacht die Leute sollen Elektroauto fahren.
Machen sie aber nicht, weil die Akkus zu groß und damit zu teuer sind.
Fuer die normalen taeglichen Strecken reichen sie aus, nur nicht fuer die
Urlaubsreisen.
Eben diese wenigen Urlaubsreisen verhageln allerdings das Geschäft mit
der E-Mobilität. Wenn das nicht geht, bleibt man lieber beim Verbrenner.
Per Railtaxi wäre das Problem lösbar.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Außerdem sind sie sehr werkstoffintensiv und in der Herstellung (und im
Recycling?) ziemlich umweltbelastend. Um die E-Mobilität voran zu
bringen, wird man wohl oder übel also auch das Langstreckenproblem mit
angehen müssen. NICHT mit größeren Akkus, sondern mit externer
Energieversorgung, wie sie seit Jahrzehnten bei der Eisenbahn Alltag
ist. Dann genügen für das Auto KLEINE Akkus, was zudem feuerpolizeiliche
Vorteile hat. Mit KLEINEN Akkus kann das Auto Bestandteil der Wohnung
werden, womit sich auch das Parkplatzproblem in den Wohngebieten lösen
lässt.
Du willst das Auto in die Wohnung nehmen um das Parkplatzproblem zu loesen ?
Könnte so ähnlich laufen wie im letzten Bild auf
www.astrail.de/railtaxbilder.htm dargestellt. Ob Hotel, Wohnblock,
Hochregallager usw. ist aus technischer Sicht erst mal egal. Es ist auch
egal, ob man eine Hotelkabine, einen Container, einen Oldtimer oder ein
fahrerloses Auto verwendet, so lange nur die geforderten Randbedingungen
eingehalten werden.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Am Arbeitsplatz könnte es auch analog laufen. Dann wird das Auto
zum mobilen Büro und es stellt sich - auch wegen Corona - die Frage,
wieso man überhaupt noch zum Arbeitsplatz pilgern muss.
Ja, dann spart man das Auto ganz ein, aber wie faehrt man in den Urlaub...
Z.B. per gemietetem Wohnmobil. Oder was man halt sonst gerne zum
Verreisen benutzen will.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Der Strom dafuer ist entweder regenerativ oder er kommt aus
dem Heizkraftwerk...
So, wie es derzeit ausschaut, nur vereinzelt.
In den Grossstaedten.
Auch dort nur an besonderen Orten und NICHT FLÄCHENDECKEND.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Es wird zu wenig für die
Schaffung eines Massenmarkts gemacht. Man meint noch immer, dass es
reicht, nur die Kapazität der Akkus zu erhöhen. Das halte ich für den
falschen Weg. Dieser falsche Weg setzt teure Schnellladesäulen voraus
und verhindert zudem, dass die Fahrzeuge Wohnungsbestandteile werden.
Wieso denn , mit grossem Akku reicht es doch wenn man zuhause auflaedt.
Frag' mal die Feuerwehr in Sachen Brandschutz. Überlege dir, aus welchem
Grund heute Garagen nicht einfach an die Gebädude angeflanscht werden
dürfen. Man braucht MINDESTENS EINE Brandschutztür. Eher zwei. Da gibt
es angesichts des Zerstörungspotenzials (Energiemenge) Vieles zu beachten.
Post by Carla Schneider
Turbinen haben eine Mindestgroesse wenn sie wirtschaflich arbeiten sollen,
etwa 5 MW.
Zahnarztbohrer arbeiten demnach sicher NICHT wirtschaftlich. Die armen
Zahnärzte...
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Um sowas zu installieren, braucht's wahrscheinlich erst den Druck
des Volkes in Form von Demonstrationen, Eingaben, Petitionen,
Diskussionsveranstaltungen, Aufständen, ...
Die wissen doch gar nicht was das ist...
Also ist tatsächlich mit Verarsche zu rechnen.
Die lehnen jede Art von Freileitung ab.
Weil sie den Eindruck haben, nicht ernst genommen zu werden.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Auch diese Temperatur kann Vögeln schon zum Verhängnis werden. Für sie
wird die Grenze wohl eher bei 60°C liegen.
Wenn es zu heiss ist fliegt der Vogel sofort weiter.
Ich kann ein 80 Grad heisses Glas fuer eine Sekunde
anfassen ohne mich zu verbrennen.
Deshalb können Vögel das auch? Haben die überhaupt geeignete
Temperatursensoren an ihren Füßen? Im Winter sieht man immer wieder
Enten, die auf dem Eis festfrieren. Anscheinend erkennen sie die Gefahr
nicht.
Die Denaturierung von Eiweißen beginnt bei etwa 40°C. Wenn der Vogel
nicht schnell genug merkt, was Sache ist, bekommt er seine Füße nicht
mehr auf, kann deshalb nicht mehr davon fliegen und verendet an der
Leitung hängend (nicht auf ihr sitzend).

https://www.google.com/search?q=Vogel+h%C3%A4ngt+an+Stromleitung&client=firefox-b-d&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwji79iry6LrAhVSwKQKHSOhAs8Q_AUoAXoECA8QAw&biw=1920&bih=910#imgrc=08_u12Rgw_KbiM

https://www.google.com/search?q=%2BVogel+%2Bh%C3%A4ng+an+%2BStromleitung&tbm=isch&ved=2ahUKEwjd-te6y6LrAhUEyKQKHcGxBbQQ2-cCegQIABAA&oq=%2BVogel+%2Bh%C3%A4ng+an+%2BStromleitung&gs_lcp=CgNpbWcQA1Dp-QpY8NQLYOXhC2gAcAB4AIABQogB-AGSAQE0mAEAoAEBqgELZ3dzLXdpei1pbWfAAQE&sclient=img&ei=Cqc6X93NFoSQkwXB45agCw&bih=910&biw=1920&client=firefox-b-d#imgrc=e6AKjGWxAFsVxM

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Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Post by Carla Schneider
Man fragt sich wozu das geschieht, eine Freileitung schadet der Landwirtschaft
nicht und ist viel billiger.
Viele Leute beklagen sich über die Verspargelung der Landschaft durch
WKAs. Dann also auch über die Verschandelung der Landschaft durch
Stromtrassen. An Freileitungen verenden wesentlich mehr Vögel als an
Rotorblättern der WKAs.
Glaube ich nicht
mach' aus Glauben Wissen und befrage mal Google und Konsorten.
https://www.deutschlandfunk.de/tierschutz-nabu-zu-viele-voegel-sterben-durch-kollision-mit.697.de.html?dram:article_id=430659
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
die Seile der Freileitungen sind fuer Voegel gut sichtbar,
deshalb wollen sie dort gerne mal Rast machen und verbrennen sich dabei
die Füße, wenn grad richtig Leistung über die Leitung geht.
Nein die Voegel kollidieren mit dem Erdseil ganz oben, weil das so duenn ist
dass die Voegel es uebersehen.
Dem widerspricht zumindest das Bild vom Deutschlandfunk im eben
angegebenen Link. 1,5 Mio. bis 2,8 Mio. Vögel sterben pro Jahr an den
Freileitungen.
Post by Carla Schneider
Dagegen kann man aber etwas unternehmen.
Es sterben uebrigends auch Millionen Voegel an Glasscheiben.
Oder auch an Fernsehtürmen. Die Viecherl fliegen auch nachts und dann
gerne im Halbschlaf.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Post by Christoph Müller
die Fluegel der WKAs aber sind etwas was es in der Natur nicht gibt und
woran die Voegel nicht angepasst sind.
Schnelle Autos gab's früher auch nicht. Als ich noch Kind war und ein
Onkel aus 60 km Entfernung besuchte uns, war fast immer ein toter Vogel
im Kühler. Heute wird viel schneller gefahren.
Das wuerde ich nicht sagen, damals gab es noch keine
Geschwindigkeitsbeschraenkung auf Landstrassen.
Mehr als 120 km/h schaffte auch kaum ein Auto.
Post by Carla Schneider
Post by Christoph Müller
Überfahrene Vögel sind
recht selten geworden. Sie sind also über die Generationen hinweg
lernfähig. Warum sollten sie nicht auch lernen, wie mit WKAs umzugehen
ist? Sie laufen nicht durch die Gegend, sondern stehen immer am gleichen
Ort. Die Flügel drehen sich oder auch nicht. Wenn nicht, gibt's keine
Gefahr. Wenn sie sich drehen - weg bleiben.
Die Voegel haben wenig Moeglichkeiten zu lernen, wer durchkommt denkt
es ist harmlos und wen es erwischt der ist tot.
ENTWEDER gleich tot ODER nicht der Hauch eines Problems? Nach meiner
Vermutung wird ein Vogel, der knapp an einem rotierenden Flügel vorbei
kommt, durchaus beängstigende Luftdruckschwankungen und Verwirbelungen
und Geräusche spüren. Könnte schon sein, dass so ein Vogel diese
Erfahrung an seinen Nachwuchs weitergeben kann.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Ludger Averborg
2020-08-17 20:58:48 UTC
Antworten
Permalink
On Mon, 17 Aug 2020 14:56:27 +0200, Carla Schneider
Post by Carla Schneider
Eine Dampfturbine ist eine Turbine in die Hochdruckdampf hineinkommt,
der entspannt wird und die Turbine antreibt.
Eine Gasturbine ist eine Verbrennungskraftmaschine bestehend aus
Kompressor Brennkammer und Entspannungsturbine.
Ein GUD-Kraftwerk besteht aus einer bei sehr hohen Temperaturen
laufenden Gasturbine, die in einem (mehrstufigen) Wärmetauscher
Hochtemperaturdampf erzeugt, der dann eine Dampfturbine treibt.
Wirkungsgrad über 60 %.

l.
Ole Jansen
2020-08-19 16:19:08 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ludger Averborg
On Mon, 17 Aug 2020 14:56:27 +0200, Carla Schneider
Post by Carla Schneider
Eine Dampfturbine ist eine Turbine in die Hochdruckdampf hineinkommt,
der entspannt wird und die Turbine antreibt.
Eine Gasturbine ist eine Verbrennungskraftmaschine bestehend aus
Kompressor Brennkammer und Entspannungsturbine.
Ein GUD-Kraftwerk besteht aus einer bei sehr hohen Temperaturen
laufenden Gasturbine, die in einem (mehrstufigen) Wärmetauscher
Hochtemperaturdampf erzeugt, der dann eine Dampfturbine treibt.
Wirkungsgrad über 60 %.
Bei Weltrekordversuchen, ja. In der Praxis ist der Vorsprung
nicht so gross da beim Hochfahren aus dem kalten Zustand
nicht sofort ein guter Wirkungsgrad erreicht wird.
Kohlekraftwerke können zwar noch weniger steile Lastgradienten
fahren, kommen aber beim Hochfahren schneller auf Wirkungsgrad.

Falls angedacht wäre angedenk des Kohle- und Atomausstieges zum Laden
von Elektromobilen zukünftig jeden Abend zusätzliche GuD Kraftwerke
hochgefahren würden sollte man das bei realistischer Betrachtung
eigentlich berücksichtigen.
Setzt man den Mehraufwand von Batteriemobilität und neu zu schaffender
Infrastruktur in ein Verhältnis zu der zu erwartenden Einsparung im
Vergleich zu Erdgas-Verbrennern als Antrieb bleibt nicht viel mehr als
ein akademischer Vorteil für Batteriemobile. Und auch nur bei optimalen
Annahmen. Das Weltklima retten wir so bestimmt nicht.

O.J.

Ludger Averborg
2020-08-13 20:32:50 UTC
Antworten
Permalink
On Thu, 13 Aug 2020 18:48:27 +0200, Carla Schneider
Post by Carla Schneider
Zudem will man ja die Windkraft
noch weiter ausbauen insbesonders off-shore.
Strom aus offshoore-Windkraft ist viermal so teuer wie
Windkraft onshore.

l.
Carla Schneider
2020-08-13 21:44:20 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ludger Averborg
On Thu, 13 Aug 2020 18:48:27 +0200, Carla Schneider
Post by Carla Schneider
Zudem will man ja die Windkraft
noch weiter ausbauen insbesonders off-shore.
Strom aus offshoore-Windkraft ist viermal so teuer wie
Windkraft onshore.
l.
Das war einmal. Die Preise sind stark gefallen, 2017 ist offshore Windstrom
bereits mit Gaskraftwerken konkurrenzfaehig gewesen, in England.
Ludger Averborg
2020-08-14 07:29:59 UTC
Antworten
Permalink
On Thu, 13 Aug 2020 23:44:20 +0200, Carla Schneider
Post by Carla Schneider
Post by Ludger Averborg
On Thu, 13 Aug 2020 18:48:27 +0200, Carla Schneider
Post by Carla Schneider
Zudem will man ja die Windkraft
noch weiter ausbauen insbesonders off-shore.
Strom aus offshoore-Windkraft ist viermal so teuer wie
Windkraft onshore.
l.
Das war einmal. Die Preise sind stark gefallen, 2017 ist offshore Windstrom
bereits mit Gaskraftwerken konkurrenzfaehig gewesen, in England.
Das besagt doch nicht, dass er nicht viel teurer ist als
onshore Strom. Lies mal vom Frauenhofer ISE
"STROMGESTEHUNGSKOSTEN
ERNEUERBARE ENERGIEN"
https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/DE2018_ISE_Studie_Stromgestehungskosten_Erneuerbare_Energien.pdf

l.
Jens Mander
2020-08-09 12:08:29 UTC
Antworten
Permalink
Post by Carla Schneider
Strom, der nicht verkauft wurde, wird auch nicht verg=FCtet.
Kann es sein, dass dieser Satz technisch zutreffend, aber trotzdem v=F6l=
lig =

irref=FChrend ist? Im Alltag geht man davon aus, dass die Schwierigkeit =
bei =

einem Verkauf darin besteht, einen K=E4ufer zu finden.

Obigen Satz liest man dann als "Es wurde kein K=E4ufer gefunden".

Bei den EE ist es anders. Die K=E4ufer sind alle schon da und sie werden=
dem =

Verk=E4ufer garantiert. Wenn er verkauft, erh=E4lt er die Verg=FCtung au=
f jeden =

Fall.

Der obige Satz hei=DFt dann "Der Verk=E4ufer hat auf einen Kauf verzicht=
et".

Die Suggestion des Satzes, EE-Betreiber w=E4ren dem Marktrisiko im gleic=
hen =

Ma=DFe ausgesetzt, ist damit hinf=E4llig.
Post by Carla Schneider
Zumindest bei den aelteren Anlagen gibts da doch die Verpflichtung =
=
Post by Carla Schneider
allen
erzeugten Strom zu einem zugesicherten Fixpreis zu bezahlen.
Fixpreise gibt es nur noch f=FCr Kleinanlagen.
Bei neuen Anlagen, aber was ist bei alten, z.B. jetzt 19 Jahre alten
Anlagen.
Alle anderen bekommen =FCber
die Marktpr=E4mie einen Mindestpreis garantiert, aber auch nur f=FCr =
den
Post by Carla Schneider
verkauften Strom.
Die bekommen also nichts wenn der Strom nicht abgenommen wird,
oder wenn die Leitungskapazitaet erschoepft ist.
Das waeren dann ja ganz unsichere Investitionen.
Verst=E4ndliche Fehlinterpretation aufgrund des komischen Satzes von obe=
n: =

Die *Abnahme* des Stroms muss gar nicht thematisiert werden, die ist =

vorgegeben. Wird die (hier) falsche Identit=E4t von Verkauf und Abnahme =
von =

oben aufgel=F6st, erh=E4lt man wieder: "Wenn der EE-Betreiber sich zum V=
erkauf =

entschlie=DFt, wird er auch bezahlt". Nur dazu entschlie=DFen muss er si=
ch =

noch alleine. So wie ein Arbeiter sich "entschlie=DFen" muss, den in Bar=
=

ausgezahlten Lohn auch tats=E4chlich mitzunehmen und nicht einfach an Or=
t =

und Stelle liegen zu lassen.
Jens Mander
2020-08-09 14:17:00 UTC
Antworten
Permalink
Post by Carla Schneider
Strom, der nicht verkauft wurde, wird auch nicht verg=FCtet.
Kann es sein, dass dieser Satz technisch zutreffend, aber trotzdem v=F6l=
lig
irref=FChrend ist? Im Alltag geht man davon aus, dass die Schwierigkeit =
bei
einem Verkauf darin besteht, einen K=E4ufer zu finden.

Obigen Satz liest man dann als "Es wurde kein K=E4ufer gefunden".

Bei den EE ist es anders. Die K=E4ufer sind alle schon da und sie werden=
dem
Verk=E4ufer garantiert. Wenn er verkauft, erh=E4lt er die Verg=FCtung au=
f jeden
Fall.

Der obige Satz hei=DFt dann "Der Verk=E4ufer hat auf einen Verkauf verzi=
chtet".

Die Suggestion des Satzes, EE-Betreiber w=E4ren dem Marktrisiko im gleic=
hen
Ma=DFe ausgesetzt, ist damit hinf=E4llig.
Post by Carla Schneider
Zumindest bei den aelteren Anlagen gibts da doch die Verpflichtung =
=
Post by Carla Schneider
allen
erzeugten Strom zu einem zugesicherten Fixpreis zu bezahlen.
Fixpreise gibt es nur noch f=FCr Kleinanlagen.
Bei neuen Anlagen, aber was ist bei alten, z.B. jetzt 19 Jahre alten
Anlagen.
Alle anderen bekommen =FCber
die Marktpr=E4mie einen Mindestpreis garantiert, aber auch nur f=FCr =
den
Post by Carla Schneider
verkauften Strom.
Die bekommen also nichts wenn der Strom nicht abgenommen wird,
oder wenn die Leitungskapazitaet erschoepft ist.
Das waeren dann ja ganz unsichere Investitionen.
Verst=E4ndliche Fehlinterpretation aufgrund des komischen Satzes von obe=
n:
Die *Abnahme* des Stroms muss gar nicht thematisiert werden, die ist
vorgegeben. Wird die (hier) falsche Identit=E4t von Verkauf und Abnahme =
von
oben aufgel=F6st, erh=E4lt man wieder: "Wenn der EE-Betreiber sich zum V=
erkauf
entschlie=DFt, wird er auch bezahlt". Nur dazu entschlie=DFen muss er si=
ch
noch alleine. So wie ein Arbeiter sich "entschlie=DFen" muss, den in Bar=

ausgezahlten Lohn auch tats=E4chlich mitzunehmen und nicht einfach an Or=
t
und Stelle liegen zu lassen.
Gernot Griese
2020-08-09 17:19:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Strom, der nicht verkauft wurde, wird auch nicht vergütet.
Kann es sein, dass dieser Satz technisch zutreffend, aber trotzdem völlig
irreführend ist? Im Alltag geht man davon aus, dass die Schwierigkeit bei
einem Verkauf darin besteht, einen Käufer zu finden.
Obigen Satz liest man dann als "Es wurde kein Käufer gefunden".
Was aber nicht stimmt. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage äußert
sich im Preis. Der wird maßgeblich durch konventionelle Erzeuger
bestimmt. Es gab dazu sogar mal eine Umfrage der Bundesnetzagentur, bei
der konventionelle Erzeuger befragt wurden, bis zu welchem Umfang sie
negative Preise in Kauf nähmen ehe sie ihre Produktion reduzierten.
Bei den EE ist es anders. Die Käufer sind alle schon da und sie werden dem
Verkäufer garantiert. Wenn er verkauft, erhält er die Vergütung auf jeden
Fall.
Wieso sollten die Käufer da sein? Der EE-Strom wird parallel zum
konventionell erzeugten an der EPEX-Spot angeboten.
Der obige Satz heißt dann "Der Verkäufer hat auf einen Verkauf verzichtet".
Dann erhält er auch kein Geld. Und Betreiber neuerer WKA erhalten auch
dann kein Geld, wenn die Strompreise über einen vorgegebenen Zeitraum
hinweg negativ sind.
Post by Carla Schneider
Post by Gernot Griese
Post by Carla Schneider
Zumindest bei den aelteren Anlagen gibts da doch die Verpflichtung
allen
Post by Carla Schneider
erzeugten Strom zu einem zugesicherten Fixpreis zu bezahlen.
Fixpreise gibt es nur noch für Kleinanlagen.
Bei neuen Anlagen, aber was ist bei alten, z.B. jetzt 19 Jahre alten
Anlagen.
Post by Gernot Griese
 Alle anderen bekommen über
die Marktprämie einen Mindestpreis garantiert, aber auch nur für den
verkauften Strom.
Die bekommen also nichts wenn der Strom nicht abgenommen wird,
oder wenn die Leitungskapazitaet erschoepft ist.
Das waeren dann ja ganz unsichere Investitionen.
Die *Abnahme* des Stroms muss gar nicht thematisiert werden, die ist
vorgegeben. Wird die (hier) falsche Identität von Verkauf und Abnahme von
oben aufgelöst, erhält man wieder: "Wenn der EE-Betreiber sich zum Verkauf
entschließt, wird er auch bezahlt". Nur dazu entschließen muss er sich
noch alleine. So wie ein Arbeiter sich "entschließen" muss, den in Bar
ausgezahlten Lohn auch tatsächlich mitzunehmen und nicht einfach an Ort
und Stelle liegen zu lassen.
Du solltest mal das EEG anschauen. Dein Wissensstand ist viele Jahre
veraltet.

Gernot
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Ludger Averborg
2020-08-08 09:20:15 UTC
Antworten
Permalink
On Fri, 7 Aug 2020 20:16:06 +0200, Gernot Griese
Post by Gernot Griese
Der
Strom, der durch die Abregelung nicht erzeugt werden konnte, musste
andereren Orts eingespeist werden.
Strom, der nicht verkauft wurde, wird auch nicht vergütet.
Informier dich mal über EINSMAN (Einspeise-Management).
Z. B. auf der Seite der Bundesnetzagentur.

l.
Gernot Griese
2020-08-08 09:25:42 UTC
Antworten
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Post by Ludger Averborg
On Fri, 7 Aug 2020 20:16:06 +0200, Gernot Griese
Post by Gernot Griese
Der
Strom, der durch die Abregelung nicht erzeugt werden konnte, musste
andereren Orts eingespeist werden.
Strom, der nicht verkauft wurde, wird auch nicht vergütet.
Informier dich mal über EINSMAN (Einspeise-Management).
Z. B. auf der Seite der Bundesnetzagentur.
Was meinst du, woher ich meine Zahlen habe?

Gernot
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
Arne Luft
2020-08-07 01:11:36 UTC
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On Thu, 06 Aug 2020 00:41:38 +0200, Arne Luft
Post by Arne Luft
An windarmen Tagen im Januar 2020 lagen diese Werte bei bis zu 567 g
CO2/kWh.
Am 4.8.2020 um 02:30 Uhr lag die Stromerzeugung hierzulande bei

wer GW installierte
Leistung

Solar 0,00 51,5
Wind 5,11 61,8
Biomasse 4,71 8,21

Wasserkraft 2,02 3,80

Insgesamt 40,81

d.h 33 GW kamen aus konventioneller Erzeugung obwohl die installierte
Leistung an PV und Wind 4x so groß ist, als die erbrachte Leistung der
Konventionellen ar. Daran zeigt sich wie irrelavant die installierte
Leistung bei Wind und PV ist, weil die erbrachte Leistung von der
Natur abhängt und nicht von den Menschen kontrolliert werden kann.

So, jetzt stellt euch vor 5 Mio. E-Autos wollen in dieser Nacht
aufgeladen werden. Wo kommt der Strom dazu her?

Biomasse und Wasserkraft ist ausgelutscht. Bleibt nur hochfahren der
Konventionellen und Import.

Und das alles um angeblich CO2 einzusparen.

Also, dümmer geht's nimmer.
Ralf Dederichs
2020-08-07 05:00:12 UTC
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E Autos machen ja auch nur Sinn, unsere Städte sauberer zu machen.
Denn Windräder und Fotovoltaik Anlagen erzeugen Strom ja nicht den
Strom, wenn er gebraucht wird, sondern wenn es möglich ist.
Und um unser Netz aufrecht zu erhalten, gibt es genug fossile
Kraftwerke, die diese Spitzen ausgleichen müssen.
Also ist das E Auto im Moment nur ein verlängerter Auspuff zum Kraftwerk.

Das E Auto würde Sinn machen, wenn dieses geladen würde, wenn z.B. Wind
ansteht. Aber wer verläßt sich darauf?
Arne Luft
2020-08-07 05:23:23 UTC
Antworten
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On Fri, 7 Aug 2020 07:00:12 +0200, Ralf Dederichs
Post by Ralf Dederichs
E Autos machen ja auch nur Sinn, unsere Städte sauberer zu machen.
Denn Windräder und Fotovoltaik Anlagen erzeugen Strom ja nicht den
Strom, wenn er gebraucht wird, sondern wenn es möglich ist.
Und um unser Netz aufrecht zu erhalten, gibt es genug fossile
Kraftwerke, die diese Spitzen ausgleichen müssen.
Also ist das E Auto im Moment nur ein verlängerter Auspuff zum Kraftwerk.
Das E Auto würde Sinn machen, wenn dieses geladen würde, wenn z.B. Wind
ansteht. Aber wer verläßt sich darauf?
Und wenn dann die offizielle Freigabe für's aufladen der E-Autos
verkündet wird, bricht wegen Überlastung das Netz zusammen, weil es
keine Abstimmung zwischen Windgeschwindigkeit und Ladenotwendigkeit
gibt.
Christoph Müller
2020-08-07 06:47:33 UTC
Antworten
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Post by Ralf Dederichs
Das E Auto würde Sinn machen, wenn dieses geladen würde, wenn z.B. Wind
ansteht. Aber wer verläßt sich darauf?
Ein normal genutztes Auto ist im Wesentlichen ein Stehzeug. So gesehen
kann es eigentlich jederzeit geladen werden. Mit Ausnahme der relativ
kurzen Benutzungszeiten. Per Railtaxi sogar auch noch während der Fahrt
auf der Schiene.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Ludger Averborg
2020-08-07 07:50:37 UTC
Antworten
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On Fri, 7 Aug 2020 07:00:12 +0200, Ralf Dederichs
Post by Ralf Dederichs
E Autos machen ja auch nur Sinn, unsere Städte sauberer zu machen.
Denn Windräder und Fotovoltaik Anlagen erzeugen Strom ja nicht den
Strom, wenn er gebraucht wird, sondern wenn es möglich ist.
Und um unser Netz aufrecht zu erhalten, gibt es genug fossile
Kraftwerke, die diese Spitzen ausgleichen müssen.
Also ist das E Auto im Moment nur ein verlängerter Auspuff zum Kraftwerk.
Das E Auto würde Sinn machen, wenn dieses geladen würde, wenn z.B. Wind
ansteht. Aber wer verläßt sich darauf?
Nein. Das E-Auto/Wasserstoffauto macht dann Sinn, wenn bei
uns keine fossilen Energiequellen mehr benutzt werden.

l.
wolfgang sch
2020-08-07 21:15:54 UTC
Antworten
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Post by Ludger Averborg
Nein. Das E-Auto/Wasserstoffauto macht dann Sinn, wenn bei
uns keine fossilen Energiequellen mehr benutzt werden.
Wenn kein Strom fließt, macht es noch weniger Sinn als so schon.
--
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Ludger Averborg
2020-08-08 09:25:47 UTC
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On Fri, 7 Aug 2020 21:15:54 -0000 (UTC), wolfgang sch
Post by wolfgang sch
Post by Ludger Averborg
Nein. Das E-Auto/Wasserstoffauto macht dann Sinn, wenn bei
uns keine fossilen Energiequellen mehr benutzt werden.
Wenn kein Strom fließt, macht es noch weniger Sinn als so schon.
???
Dunkel ist mir der Sinn deiner Worte.

l.
wolfgang sch
2020-08-08 09:50:52 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ludger Averborg
On Fri, 7 Aug 2020 21:15:54 -0000 (UTC), wolfgang sch
Post by wolfgang sch
Post by Ludger Averborg
Nein. Das E-Auto/Wasserstoffauto macht dann Sinn, wenn bei
uns keine fossilen Energiequellen mehr benutzt werden.
Wenn kein Strom fließt, macht es noch weniger Sinn als so schon.
???
Dunkel ist mir der Sinn deiner Worte.
Es ist mindestens für die nächsten paar Jahrzehnte physikalisch
unmöglich, die Stromversorgung Deutschlands ohne fossile Energiequellen
aufrechtzuerhalten. Wer fossilfreie Stromversorgung fordert, fordert
daher defacto flächendeckenden Stromausfall, auch wenn demjenigen das
nicht klar ist.
--
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Ludger Averborg
2020-08-08 11:44:39 UTC
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On Sat, 8 Aug 2020 09:50:52 -0000 (UTC), wolfgang sch
Post by wolfgang sch
Post by Ludger Averborg
On Fri, 7 Aug 2020 21:15:54 -0000 (UTC), wolfgang sch
Post by wolfgang sch
Post by Ludger Averborg
Nein. Das E-Auto/Wasserstoffauto macht dann Sinn, wenn bei
uns keine fossilen Energiequellen mehr benutzt werden.
Wenn kein Strom fließt, macht es noch weniger Sinn als so schon.
???
Dunkel ist mir der Sinn deiner Worte.
Es ist mindestens für die nächsten paar Jahrzehnte physikalisch
unmöglich, die Stromversorgung Deutschlands ohne fossile Energiequellen
aufrechtzuerhalten.
Das vermute ich auch. Die "physikalische Möglichkeit" kann
ich nicht beurteilen, ich denke, die Politische Möglichkeit
wird (wie jetzt) das begrenzende sein.
Post by wolfgang sch
Wer fossilfreie Stromversorgung fordert, fordert
daher defacto flächendeckenden Stromausfall, auch wenn demjenigen das
nicht klar ist.
Mir ist vor allem klar, dass Wasserstofftechnologie und
Elektroautos unsinnig sind, solange noch fossile Energie
genutzt wird (also nach deiner Vermutung "mindestens für die
nächsten paar Jahrzehnte").

Der Ausstieg aus der Kohle wird ja für 2038 festgelegt, aber
wann wir aus Öl und Gas aussteigen wird noch nicht mal
bedacht. Erst dann werden Autos mit Strom/H2 sinnvoll.

Solange wir noch Gas nutzen (also z. B. jetzt), sind
Erdgasautos das sinnvollste.

l.
wolfgang sch
2020-08-08 12:34:57 UTC
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Permalink
Post by Ludger Averborg
Post by wolfgang sch
Es ist mindestens für die nächsten paar Jahrzehnte physikalisch
unmöglich, die Stromversorgung Deutschlands ohne fossile Energiequellen
aufrechtzuerhalten.
Das vermute ich auch. Die "physikalische Möglichkeit" kann
ich nicht beurteilen, ich denke, die Politische Möglichkeit
wird (wie jetzt) das begrenzende sein.
Die überschneiden sich in unguter Weise.

Physikalisch braucht man regelbare Kraftwerke in ausreichender
Gesamtleistung. Regelbar sind:

- Atom
- Kohle
- Erdgas
- Erdöl
- Biomasse
- Wasserkraft

Die mögliche Gesamtleistung der beiden letzten ist jedoch wegen der
begrenzten Fläche Deutschlands zu gering, deshalb fallen die raus.
Bleiben die ersten vier.
Post by Ludger Averborg
Der Ausstieg aus der Kohle wird ja für 2038 festgelegt, aber
wann wir aus Öl und Gas aussteigen wird noch nicht mal
bedacht. Erst dann werden Autos mit Strom/H2 sinnvoll.
Von den obigen vier sind derzeit Atom und Kohle politisch tabuisiert
und für beide gibt es kurzfristige Ausstiegsfestlegungen. Für eine
stabile Stromversorgung müssten daher Erdgas- und/oder Erdöl-Kraftwerke
in der Größenordnung mehrere Dutzend Gigawatt genauso schnell aufgebaut
werden. Solche Pläne gibt es aber nicht. Sollte die Planung also wie
beabsichtigt durchgeführt werden, droht in einigen Jahren Stromausfall.

Die "Sinnhaftigkeit" nach Ökomaßstäben möchte ich nicht diskutieren
weil letztendlich unwichtig. Mich interessiert hier die bevorstehende
Kollision der politischen Absichten mit physikalischer Machbarkeit. Ich
möchte darauf aufmerksam machen, dass diese bevorsteht.
--
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http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
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Christoph Müller
2020-08-08 14:56:48 UTC
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Post by wolfgang sch
Physikalisch braucht man regelbare Kraftwerke in ausreichender
Gesamtleistung.
WIRTSCHAFTLICH regelbare Leistung muss es heißen.
Post by wolfgang sch
- Atom
- Kohle
- Erdgas
- Erdöl
Die laufen im Wesentlichen alle mit Turbinen. Deren grundsätzliches
Problem ist ihre schlechte Regelbarkeit. Damit gibt's Nennleistung +/-
wenige Prozent. Braucht man Bandbreite in der Leistungsregelei, sollte
man besser Kolbenmaschinen verwenden.
Post by wolfgang sch
- Biomasse
Verwendet im Wesentlichen Kolbenmaschinen.
Post by wolfgang sch
- Wasserkraft
Verwendet meistens auch Turbinen. Entweder Nennleistung +/- wenige
Prozent oder eben Aufstauen, wenn möglich/erlaubt. Die Alternative:
Aufteilen auf mehrere kleine Turbinen und diese ein- und ausschalten.
Post by wolfgang sch
Die mögliche Gesamtleistung der beiden letzten ist jedoch wegen der
begrenzten Fläche Deutschlands zu gering, deshalb fallen die raus.
Die fallen nicht raus. Dein Problem scheint eher zu sein, dass du immer
alles auf eine einzige Karte setzen willst. Wenn Biomasse nicht die
KOMPLETTE Stromversorgung sichern kann, taugt sie nichts. Wenn
Wasserkraft nicht die KOMPLETTE Stromversorgung sichern kann, taugt sie
nichts usw.
Mit solchen Vorstellungen kann man sich das Salz in der Suppe nicht leisten.

Am Ende gilt: Das GESAMTSYSTEM muss laufen. Nicht, dass jede einzelne
Energieform die Komplettversorgung übernehmen könnte. Suppe besteht
schließlich auch nicht nur aus Salz.
Post by wolfgang sch
Post by Ludger Averborg
Der Ausstieg aus der Kohle wird ja für 2038 festgelegt, aber
wann wir aus Öl und Gas aussteigen wird noch nicht mal
bedacht.
Weil es Öl und Gas auch in regenerativer Form gibt und weil es unter
bestimmten Voraussetzungen auch sinnvoll ist, Erdgas zu nutzen.
Post by wolfgang sch
Erst dann werden Autos mit Strom/H2 sinnvoll.
Autos mit H2 werden hoffentlich nie "sinnvoll".
Post by wolfgang sch
Von den obigen vier sind derzeit Atom und Kohle politisch tabuisiert
nicht grundlos.
Post by wolfgang sch
und für beide gibt es kurzfristige Ausstiegsfestlegungen.
Bessere Politik wäre, den besseren Alternativen ein besseres
wirtschaftliches Umfeld zu schaffen. Leider sind aber die Entscheider
i.d.R. Laien auf diesem Gebiet. Das macht sie anfällig für alles
mögliche Gedöns. Vor allem, wenn diese Werbetrommler auch noch viel Geld
mitbringen. Wer viel bieten kann, kann so auch viel Politik machen.
Ideen werden so mit Geld ersetzt, um alles möglichst so zu lassen, wie
es aktuell ist, weil man ja mit jetzigem Zustand ganz gut verdient und
diese folglich erfolgreich sein MUSS. Allerdings gilt: "Wer nicht mit
der Zeit geht, geht mit der Zeit."
Post by wolfgang sch
Für eine
stabile Stromversorgung müssten daher Erdgas- und/oder Erdöl-Kraftwerke
in der Größenordnung mehrere Dutzend Gigawatt genauso schnell aufgebaut
werden.
40 Mio. Haushalte zu je 3 kW über stromproduzierende Heizkessel macht
120 GW. Reicht das? Wenn nicht - Handel, Handwerk, Industrie, Verwaltung
usw. lassen in einem geeigneten wirtschaftlichen Umfeld nochmal etwa 120
GW erwarten. Wären dann also rund 240 GW, wobei die maximale Last in
Deutschland nur bei rund 75 GW lag. Aufbauzeit für 75 GW etwa 5 Jahre,
wenn man davon aus geht, dass ein Heizkessel im Schnitt 15 Jahre in
Betrieb ist und dann getauscht wird. Mit Fördermaßnahmen sollte sich
diese Zeit auch noch verkürzen lassen. Allerdings befürchte ich, dass
schon die politische Entscheidungsfindung mehr als 5 Jahre braucht.
Post by wolfgang sch
Solche Pläne gibt es aber nicht.
Doch.
Post by wolfgang sch
Sollte die Planung also wie
^^^^^^^^^^^
Post by wolfgang sch
beabsichtigt durchgeführt werden, droht in einigen Jahren Stromausfall.
Kann nicht sein, weil es doch solche Pläne gar nicht gibt, hier aber schon.
Post by wolfgang sch
Die "Sinnhaftigkeit" nach Ökomaßstäben möchte ich nicht diskutieren
weil letztendlich unwichtig.
Was man eben darunter verstehen will. Schon jedes kleine Kind lernt,
dass man etwas nicht mehr hat, wenn man es aufgebraucht hat. Nur unsere
Großstromer meinen gerne, dass Öl und Gas auf ewig einfach so aus dem
Boden wächst. Für sie gibt es keine begrenzten Ressourcen. Wenn es sie
gäbe, bliebe selbst ihnen nichts anderes übrig, als sich verstärkt um
regenerative Energien zu kümmern.
Post by wolfgang sch
Mich interessiert hier die bevorstehende
Kollision der politischen Absichten mit physikalischer Machbarkeit.
Wäre nicht die technische Machbarkeit interessanter?
Post by wolfgang sch
Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass diese bevorsteht.
Tut sie nicht. Das ist Dauerzustand seit Jahrzehnten.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Klaus. K
2020-08-07 12:32:01 UTC
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Permalink
Post by Ralf Dederichs
E Autos machen ja auch nur Sinn, unsere Städte sauberer zu machen.
Das ist der springende Punkt
Post by Ralf Dederichs
Denn Windräder und Fotovoltaik Anlagen erzeugen Strom ja nicht den
Strom, wenn er gebraucht wird, sondern wenn es möglich ist.
Aber dafür zu Lasten der Landbevölkerung
Post by Ralf Dederichs
Und um unser Netz aufrecht zu erhalten, gibt es genug fossile
Kraftwerke, die diese Spitzen ausgleichen müssen.
Und neue werden Gebaut, auch wieder auf dem Lande
Post by Ralf Dederichs
Also ist das E Auto im Moment nur ein verlängerter Auspuff zum Kraftwerk.
Städte werden sauberer, das Umland dreckiger
Post by Ralf Dederichs
Das E Auto würde Sinn machen, wenn dieses geladen würde, wenn z.B. Wind
ansteht. Aber wer verläßt sich darauf?
Und die Windräder auch in den Städten stehen, so rein aus solidarischen
Gründen.
--
K.
wolfgang sch
2020-08-07 21:17:25 UTC
Antworten
Permalink
Post by Klaus. K
Post by Ralf Dederichs
E Autos machen ja auch nur Sinn, unsere Städte sauberer zu machen.
Das ist der springende Punkt
Nein. Die Luft in den Städten ist schon sehr sauber. Es hat seit 30
Jahren keinen Smogalarm in Deutschland mehr gegeben. Das "Problem"
existiert überhaupt nicht, es gibt also nichts zu "lösen".
--
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Christoph Müller
2020-08-07 07:55:43 UTC
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Post by Arne Luft
Diese 25 kWh/100 km auf CO2-Emissionen beim aktuellen CO2-Wert
E-Autokäufer betreiben ziemlich oft auch noch eine eigene PV-Anlage und
nutzen gerne auch noch Ökostromtarife. Das solltest du in deinen
Ausführungen auch noch mit berücksichtigen.
Post by Arne Luft
Gemäß Umweltbundesamt lag er bei 2018 bei 512 g/kWh beim
Strominlandsverbrauch.
Im Schnitt über alles. Ist außerdem Geschichte. Die Zeiten ändern sich
hin zu regenerativen Energien. Langfristig bleibt uns eh' nichts Anderes
übrig, als auf diese Energieform zu schwenken.
Post by Arne Luft
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/bilder/entwicklung_der_spezifischen_kohlendioxid-emissionen_gesamt.jpg
Wie dieser Grafik zu entnehmen ist, geht der CO2-Ausstoß steil nach
unten. Aus welchem Grund sollte man sich also an historischen Werten
orientieren, wenn man zudem schon sieht, dass die Entwicklung steil nach
unten geht? Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit...
Post by Arne Luft
Hierbei ist zu unterscheiden zwischen dem CO2-Wert des deutschen
Strommixes und dem des Strominlandsverbrauch.
Jahr mix inlandsverbrauch
2016 523 572
2017 485 533
2018 468 512
Das bedeutet, dass der CO2-Wert des Strommixes mit 1,094 multipliziert
werden müßte, um den realen Wert zu erhalten. Das habe ich aber nur
einmal weiter unter gemacht.
25 * 500 = 12.500 g = 12,5 kg/100 km
Was rechnest du da?
Post by Arne Luft
12500 / 100 = 125 g/km
Keine Ahnung, was du da rechnest.
Post by Arne Luft
Der Grenzwert für PKW in der EU wurde für 2020 auf 95 g CO2/km
festgelegt.
Viele Leute werden ihr E-Akku nachts mit Haushaltsstrom laden, weil
sie tagsüber mit dem Auto unterwegs sind und der Haushaltsstrom
billiger ist als der Schnellladestrom an der E-Tanke.
Wozu denn SCHNELLladestrom? Sowas brauchen nur Leute, die LANGE Strecken
eilig zu bewältigen haben. Dafür ist dein Beispielfahrzeug sicher nicht
gedacht. Damit fährt man typischerweise morgens in die Arbeit und kommt
abends wieder heim. Dafür muss man nicht unbedingt tagsüber laden. Viele
Arbeitgeber werden aber trotzdem dafür sorgen, dass das auf dem
Firmenparkplatz möglich ist. Dort werden häufig und mit steigender
Tendenz auch noch PV-Anlagen betrieben. Meinen Vorschlag für
Langstreckenfahrten kennst du ja ( Railtaxi). Damit lässt sich das Auto
auch unterwegs während der eiligen Langstreckenfahrt mit 130 km/h laden.
Und zwar ganz gemächlich und materialschonend.
Post by Arne Luft
Das bedeutet, dass der reale CO2-Wert pro kWh Strom noch höher liegt
als im Jahresdurchschnitt, weil nachts keine Sonne scheint.
Angesichts des eben Geschriebenen verstehst du hoffentlich, dass ich dir
mit deiner Einschätzung NICHT beipflichten kann.
Post by Arne Luft
Die rechnerische Differenz des CO2-Wertes des Strommixes schwankt
derzeit (1.Augustwoche 2020) gemäß Agora-Energiewende zwischen 240
(mittags) und 512 (mitternacht) g CO2/kWh.
Du rechnest mit historischen Werten von vor 2 Jahren, die sich stark in
Richtung weniger CO2 ändern.
Post by Arne Luft
Wer also derzeit sein E-Auto nachts läd, erzeugt dabei mit Sicherheit
mehr als 500 g CO2/kWh, weil die Sonne nicht scheint und der Wind kaum
weht, egal was die großartigen Schönfärbertabellen der
EE-Absahnerlobby sagen.
Mit Rechenkünsten kann man Vieles belegen. Vor allem, wenn man nicht
dazu sagt, wie die zugrunde gelegten Zahlen zustande gekommen sind und
wenn man auch noch Zahlenwerke verwendet, die definitiv veraltet sind.
Ein Zukunftsausblick (darum geht es hier weil Vergangenheit und
Gegenwart nicht mehr zu ändern sind) macht Annahmen, wenn ein bestimmtes
Denkmodell überprüft werden soll. Diese Annahmen beziehen sich auf die
ZUKUNFT und nicht auf die Vergangenheit!

Bis zur Gegenwart fährt ein Auto mit Verbrennungsmotor mit rund 90...95%
Energieverlust. 50% Verlust im Rahmen der Treibstoffgestehung. Diese
hast du komplett unterschlagen. 80% Verlust des Tankinhalts durch
Thermodynamik und ungünstige Betriebsbedingungen der Verbrennungsmotoren
sowie Energieentsorgung über die Bremsen. Mit waggonähnlichem
Windschattenfahren und Bremsenergierückgewinnung könnte die
Vortriebsarbeit in etwa halbiert werden. So kommen die 90...95% Verlust
zusammen.

Diese Kenntnis sollte eigentlich auch schon den Weg in die Zukunft vorgeben:

Thermodynamik ist stationär so zu betreiben, dass die Motoren optimale
Betriebsverhältnisse vorfinden können. Das halbiert etwa den
Treibstoffbedarf bei gleicher mechanischer Leistung.

Um stationär betrieben werden zu können, müssen sich einige
Rahmenbedingungen ändern. Welche das sind, ist im Astrail-Konzept
beschrieben.
Post by Arne Luft
Besagte Schönfärber erzählen was von derzeit 318 g CO2/kWh.
Die gegenwärtigen E-Autofahrer sind auch nicht Durchschnitt sondern
eher ökologisch bewegt. Es geht doch mit deiner Anschauung um einen
möglichst realistischen Blick auf Gegenwart und Vergangenheit.
Post by Arne Luft
Sowas wird
momentan bei strahlenden Sonnenschein erreicht aber niemal nachts,
wenn der rechnende Bürger sein E-Auto aufläd.
Der reale E-Autofahrer ist eben noch lange nicht Durchschnitt. Das
E-Auto ist in der Masse noch nicht angekommen, weil die
Rahmenbedingungen dafür auch noch nicht stimmen.

Die realen E-Autofahrer betreiben auffallend oft eigene PV-Anlagen und
beziehen Ökostrom mit 0 g CO2/kWh.

So gesehen ist deine Rechnerei leider wert- und sinnlos.
Post by Arne Luft
An windarmen Tagen im Januar 2020 lagen diese Werte bei bis zu 567 g
CO2/kWh.
Besagter Renault Zeo emittiert also Gramm an CO2 pro km
Standard 2018 125
Nachts August 2020 125
korrigiert auf Real 137
WENN diese E-Autofahrer dem Bevölkerungsdurchschnitt entsprechen würden,
was sie aber nicht sind.
Post by Arne Luft
Damit dürfte die Verlogenheit der Politik und ihrer E-Autoirreführung
offensichtlich sein.
Damit ist vor allem klar, dass dein Blick rückwärtsgewandt ist. Für die
Zukunft hilft uns dieser nicht weiter. Dass die Gegenwart nicht so
bleiben darf, wie sie momentan ist, dürfte ja schließlich auch dem
Letzten im Land klar sein. Es sind Veränderungen fällig. Über DIESE
sollten wir uns unterhalten. Das ist viel zielführender als in alter
vergammelter Suppe rum zu rühren.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Ludger Averborg
2020-08-07 10:48:28 UTC
Antworten
Permalink
On Fri, 7 Aug 2020 09:55:43 +0200, Christoph Müller
Post by Christoph Müller
Mit Rechenkünsten kann man Vieles belegen.
Ja, glücklicherweise!

Umgekehrt heißt das natürlch aber auch, dass man gar nichts
Faktisches belegen kann, wenn man es nicht sauber
durchrechnet.

Die Angabe in einem Autoprospekt über Reichweite und
Stromverbrauch ist eben nicht die Realität, sondern das
Wunschdenken der Marketing-Abteilung.

l.
Arno Welzel
2020-08-08 17:23:46 UTC
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Post by Arne Luft
Ein Renault ZOE R135 verbraucht auf 100 km ca. 20,0 kWh.
https://de.wikipedia.org/wiki/Renault_ZOE
Dazu kommen noch (ADAC) ca. 25% Ladeverlust, macht 25 kWh /100 km
[...]
Post by Arne Luft
Besagter Renault Zeo emittiert also Gramm an CO2 pro km
Standard 2018 125
Nachts August 2020 125
korrigiert auf Real 137
Grenzwert für Konventionelle 95
Ja, Grenzwert. Real erreichen das viele konventionelle Autos derzeit
nicht. Die liegen oft weit darüber, je mehr SUV um so heftiger.
Post by Arne Luft
Politischer für E-Autos 0
Damit dürfte die Verlogenheit der Politik und ihrer E-Autoirreführung
offensichtlich sein.
Es würde schon genügen, wenn man es darauf reduziert, dass bei E-Autos
der CO2-Ausstoß für die Stromerzeugung nicht angerechnet wird.

Allerdings kann man bei einer zentralen Stromerzeugung effektiver
Schadstoffe filtern als bei einer großen Flotte an Verbrennunsmotoren,
die sehr heterogen aufgebaut ist, was das Alter und den Wartungszustand
betrifft.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Arne Luft
2020-08-08 17:39:22 UTC
Antworten
Permalink
Post by Arno Welzel
Allerdings kann man bei einer zentralen Stromerzeugung effektiver
Schadstoffe filtern als bei einer großen Flotte an Verbrennunsmotoren,
die sehr heterogen aufgebaut ist, was das Alter und den Wartungszustand
betrifft.
Katalysatoren in Autos und Luftreinhaltungsanlagen in
Kraftwerksschornsteinen gibt es und sie funktioneren.

CO2 ist kein herausfilterbarer Schadstoff.
Arno Welzel
2020-08-08 23:15:23 UTC
Antworten
Permalink
Post by Arne Luft
Post by Arno Welzel
Allerdings kann man bei einer zentralen Stromerzeugung effektiver
Schadstoffe filtern als bei einer großen Flotte an Verbrennunsmotoren,
die sehr heterogen aufgebaut ist, was das Alter und den Wartungszustand
betrifft.
Katalysatoren in Autos und Luftreinhaltungsanlagen in
Kraftwerksschornsteinen gibt es und sie funktioneren.
CO2 ist kein herausfilterbarer Schadstoff.
Und Carbonate Looping nicht existent?
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
wolfgang sch
2020-08-09 06:03:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by Arno Welzel
Post by Arne Luft
Post by Arno Welzel
Allerdings kann man bei einer zentralen Stromerzeugung effektiver
Schadstoffe filtern als bei einer großen Flotte an Verbrennunsmotoren,
die sehr heterogen aufgebaut ist, was das Alter und den Wartungszustand
betrifft.
Katalysatoren in Autos und Luftreinhaltungsanlagen in
Kraftwerksschornsteinen gibt es und sie funktioneren.
CO2 ist kein herausfilterbarer Schadstoff.
Und Carbonate Looping nicht existent?
1. CO2 ist kein Schadstoff.

2. Es gibt derzeit kein wirtschaftliches, industrielles Verfahren zu
dessen Abscheidung, sondern nur Forschung auf experimentellem Niveau.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Ludger Averborg
2020-08-09 09:38:46 UTC
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On Sun, 9 Aug 2020 06:03:21 -0000 (UTC), wolfgang sch
Post by wolfgang sch
1. CO2 ist kein Schadstoff.
2. Es gibt derzeit kein wirtschaftliches, industrielles Verfahren zu
dessen Abscheidung, sondern nur Forschung auf experimentellem Niveau.
wenn du von (Auto)abgasen sprichst stimmt das.

Es ist aber z. B. einfach und wirtschftlich, CO2 aus dem
Biogas zu entfernen und das so erhaltene Methan ins Gasnetz
einzuspeisen.

l.
Arne Luft
2020-08-09 17:51:18 UTC
Antworten
Permalink
On Sun, 09 Aug 2020 11:38:46 +0200, Ludger Averborg
Post by Ludger Averborg
On Sun, 9 Aug 2020 06:03:21 -0000 (UTC), wolfgang sch
Post by wolfgang sch
1. CO2 ist kein Schadstoff.
2. Es gibt derzeit kein wirtschaftliches, industrielles Verfahren zu
dessen Abscheidung, sondern nur Forschung auf experimentellem Niveau.
wenn du von (Auto)abgasen sprichst stimmt das.
Es ist aber z. B. einfach und wirtschftlich, CO2 aus dem
Biogas zu entfernen und das so erhaltene Methan ins Gasnetz
einzuspeisen.
Rentabel? Hast du mal ein Beispiel ohne Subventionen?

Also jenseits der politisch motivierten Vergütungsstruktur.

Gibt es überhaupt Biogas, das wirtschaftlich erzeugt wird? Gäbe es
Biogas ohne Subventionen?


Gemäß Agrarier rechnen sich Biogas-Blockheizkraftwerke nicht mehr.

Aktuell wird diskutiert, wie und ob das TreibHausGas-Minderungsgebot
der Politiker es ermöglicht, Biogaszertifikate an Raffinerien zu
verkaufen, um damit - ähnlich wie Tesla mit seinem Autos - einen
Gewinn aus der Biogas-Anlage zu ziehen, der ohne diese Zertifikate
nicht entsteht.
F. W.
2020-08-12 11:17:23 UTC
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Post by Arne Luft
Damit dürfte die Verlogenheit der Politik und ihrer
E-Autoirreführung offensichtlich sein.
Du jammerst über die konventionellen Energieträger und bekämpfst
gleichzeitig die Energiewende. So etwas kann man wohl nur im Usenet machen.

*Denkhilfe*: Das Ziel ist elektrischer Verkehr aus erneuerbarem Strom.
Dass wird da noch nicht sind, wissen wir auch.

FW
Ole Jansen
2020-08-12 11:49:13 UTC
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Post by F. W.
Post by Arne Luft
Damit dürfte die Verlogenheit der Politik und ihrer
E-Autoirreführung offensichtlich sein.
*Denkhilfe*: Das Ziel ist elektrischer Verkehr aus erneuerbarem Strom.
*Denkhilfe*: Legitimes Ziel wäre die Schaffung von gemeinschaftlichem
Nutzen wie z.B. die Herbeiführung einer Verbesserung oder Vermeidung
von etwas Unerwünschtem.
Nicht irgendein vorgegebener Weg wie "elektrischer Verkehr
aus erneuerbarem Strom." oder "Einführung von Railtaxis" oder
"Rückbesinnung auf Pferde" oder...
Post by F. W.
Dass wird da noch nicht sind, wissen wir auch.
Ganz offensichtlich. Weder gewährleisten Batteriemobile im
echten Leben *irgendeine* reale Verbesserung hinsichtlich
Nutzwert, Kosten oder Ressourcenschonung noch ist bei der
überwiegenden Mehrheit der Nutzer aktuell die weitere
Verwendung von Verbrennern unerwünscht.

Es geht also um etwas Anderes. Oder wie Konfuzius sagt:
Der Weg das Ziel. :-P

O.J.
F. W.
2020-08-12 11:51:50 UTC
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Post by Ole Jansen
Post by F. W.
*Denkhilfe*: Das Ziel ist elektrischer Verkehr aus erneuerbarem Strom.
*Denkhilfe*: Legitimes Ziel wäre die Schaffung von
gemeinschaftlichem Nutzen wie z.B. die Herbeiführung einer
Verbesserung oder Vermeidung von etwas Unerwünschtem.
Genau das ist doch beabsichtigt.
Post by Ole Jansen
Nicht irgendein vorgegebener Weg wie "elektrischer Verkehr aus
erneuerbarem Strom." oder "Einführung von Railtaxis" oder
"Rückbesinnung auf Pferde" oder...
...sondern?
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Dass wird da noch nicht sind, wissen wir auch.
Ganz offensichtlich. Weder gewährleisten Batteriemobile im echten
Leben *irgendeine* reale Verbesserung hinsichtlich Nutzwert, Kosten
oder Ressourcenschonung noch ist bei der überwiegenden Mehrheit der
Nutzer aktuell die weitere Verwendung von Verbrennern unerwünscht.
Das kann man behaupten oder nicht. Die Verkaufszahlen sprechen
jedenfalls dafür, dass ein gewisses Interesse schon da ist. Und wenn die
Problemchen mal gelöst sein werden, werden sich sicher viele fragen,
warum es eigentlich jemals Verbrenner gegeben hat.

Glaubt ein (Noch-)Dieselfahrer.

FW
Ole Jansen
2020-08-12 12:16:47 UTC
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Permalink
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
*Denkhilfe*: Das Ziel ist elektrischer Verkehr aus erneuerbarem Strom.
*Denkhilfe*: Legitimes Ziel wäre die Schaffung von
gemeinschaftlichem Nutzen wie z.B. die Herbeiführung einer
Verbesserung oder Vermeidung von etwas Unerwünschtem.
Genau das ist doch beabsichtigt.
Dass es "beabsichtigt" ist bestreitet doch niemand. :-P
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Nicht irgendein vorgegebener Weg wie "elektrischer Verkehr aus
erneuerbarem Strom." oder "Einführung von Railtaxis" oder
"Rückbesinnung auf Pferde" oder...
...sondern?
Wie wärs mit irgendeiner Verbesserung für die Allgemeinheit oder
zumindest für die eigene Klientel?
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Dass wird da noch nicht sind, wissen wir auch.
Ganz offensichtlich. Weder gewährleisten Batteriemobile im echten
Leben *irgendeine* reale Verbesserung hinsichtlich Nutzwert, Kosten
oder Ressourcenschonung noch ist bei der überwiegenden Mehrheit der
Nutzer aktuell die weitere Verwendung von Verbrennern unerwünscht.
Das kann man behaupten oder nicht. Die Verkaufszahlen sprechen
jedenfalls dafür, dass ein gewisses Interesse schon da ist.
Das gibt es auf der Nachfrageseite aufgrund von Mode,
Marktbeeinflussungen, künstlichen Anreizen und staatlich
verordneten Investitionen bei z.B. Behördenfuhrparks,
Auf Anbieterseite gibt es das aufgrund von Mischkalkulation
(Zertifikatehandel von TESLA) oder strategischen Überlegungen,
Imagepflege usw. (diverse Hersteller).

Wenn man private Nutzung und Äpfel mit Birnen Vergleiche
mal aussen vor lässt und die ernsthafte wirtschaftliche Nutzung
für passende Nischenanwendungen bei Nutzfahrzeugen
(Streetscooter) betrachtet wird die grobe Unwirtschaftlichkeit
sichtbar. Bei privater Nutzung wird das nicht besser.
Post by F. W.
Und wenn die
Problemchen mal gelöst sein werden, werden sich sicher viele fragen,
warum es eigentlich jemals Verbrenner gegeben hat.
Eines der "Problemchen" ist neben vielen Anderen
bislang die fast vollständige Verlagerung der verkehrsbezogenen
Abgaben und Steuern auf Andere. Bei einer Popularisierung
von Batteriemobilen kann das unmöglich so bestehen bleiben.
Und ergäbe Kosten deutlich über 20€/100km.
Post by F. W.
Glaubt ein (Noch-)Dieselfahrer.
Was haben die Leute bloss alle gegen multivalente Motoren
mit Gas oder Hybridantriebe?

O.J.
F. W.
2020-08-12 13:51:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
*Denkhilfe*: Das Ziel ist elektrischer Verkehr aus
erneuerbarem Strom.
*Denkhilfe*: Legitimes Ziel wäre die Schaffung von
gemeinschaftlichem Nutzen wie z.B. die Herbeiführung einer
Verbesserung oder Vermeidung von etwas Unerwünschtem.
Genau das ist doch beabsichtigt.
Dass es "beabsichtigt" ist bestreitet doch niemand. :-P
Ein Land, das elektrisch aus erneuerbarer Energie fährt, hat bestimmt
sauberere Luft. Das ist die Herbeiführung einer Verbesserung.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Nicht irgendein vorgegebener Weg wie "elektrischer Verkehr aus
erneuerbarem Strom." oder "Einführung von Railtaxis" oder
"Rückbesinnung auf Pferde" oder...
...sondern?
Wie wärs mit irgendeiner Verbesserung für die Allgemeinheit oder
zumindest für die eigene Klientel?
Saubere Luft eben.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Dass wird da noch nicht sind, wissen wir auch.
Ganz offensichtlich. Weder gewährleisten Batteriemobile im
echten Leben *irgendeine* reale Verbesserung hinsichtlich
Nutzwert, Kosten oder Ressourcenschonung noch ist bei der
überwiegenden Mehrheit der Nutzer aktuell die weitere Verwendung
von Verbrennern unerwünscht.
Das kann man behaupten oder nicht. Die Verkaufszahlen sprechen
jedenfalls dafür, dass ein gewisses Interesse schon da ist.
Das gibt es auf der Nachfrageseite aufgrund von Mode,
Marktbeeinflussungen, künstlichen Anreizen und staatlich verordneten
Investitionen bei z.B. Behördenfuhrparks,
Auf Anbieterseite gibt es das aufgrund von Mischkalkulation
(Zertifikatehandel von TESLA) oder strategischen Überlegungen,
Imagepflege usw. (diverse Hersteller).
Also ich glaube nicht, dass so ein Auto wie der ID.3 mit
Milliardenaufwand der Imagepflege dient. Dazu wäre Werbung billiger gewesen.
Post by Ole Jansen
Wenn man private Nutzung und Äpfel mit Birnen Vergleiche mal aussen
vor lässt und die ernsthafte wirtschaftliche Nutzung für passende
Nischenanwendungen bei Nutzfahrzeugen (Streetscooter) betrachtet wird
die grobe Unwirtschaftlichkeit sichtbar. Bei privater Nutzung wird
das nicht besser.
Niemand kauft eAutos, um Geld zu sparen. Man will dem Fortschritt
dienen, die Welt verbessern oder schlicht neue Technik ausprobieren.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Und wenn die Problemchen mal gelöst sein werden, werden sich sicher
viele fragen, warum es eigentlich jemals Verbrenner gegeben hat.
Eines der "Problemchen" ist neben vielen Anderen bislang die fast
vollständige Verlagerung der verkehrsbezogenen Abgaben und Steuern
auf Andere. Bei einer Popularisierung von Batteriemobilen kann das
unmöglich so bestehen bleiben. Und ergäbe Kosten deutlich über
20€/100km.
Verstehe ich nicht. Was meinst Du damit?
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Glaubt ein (Noch-)Dieselfahrer.
Was haben die Leute bloss alle gegen multivalente Motoren mit Gas
oder Hybridantriebe?
Ich habe 1,7 t Gewicht dagegen: mein Wohnwagen.

FW
Ole Jansen
2020-08-12 14:29:13 UTC
Antworten
Permalink
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
*Denkhilfe*: Das Ziel ist elektrischer Verkehr aus
erneuerbarem Strom.
*Denkhilfe*: Legitimes Ziel wäre die Schaffung von
gemeinschaftlichem Nutzen wie z.B. die Herbeiführung einer
Verbesserung oder Vermeidung von etwas Unerwünschtem.
Genau das ist doch beabsichtigt.
Dass es "beabsichtigt" ist bestreitet doch niemand. :-P
Ein Land, das elektrisch aus erneuerbarer Energie fährt, hat bestimmt
sauberere Luft.
Erneuerbare Energie reicht jetzt schon nicht und die Luft ist
schon sauber. Wer heute E-Autos nachts lädt wird das demnöächst
mit GuD Strom tun.
Post by F. W.
Das ist die Herbeiführung einer Verbesserung.
Aktuell ist das keine Verbesserung sondern Hippiegeweine
bzw. Science Fiction.
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Nicht irgendein vorgegebener Weg wie "elektrischer Verkehr aus
erneuerbarem Strom." oder "Einführung von Railtaxis" oder
"Rückbesinnung auf Pferde" oder...
...sondern?
Wie wärs mit irgendeiner Verbesserung für die Allgemeinheit oder
zumindest für die eigene Klientel?
Saubere Luft eben.
So sauber wie beim letzten Corona-Shutdown?
Die Messwerte sind öffentlich abrufbar...
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Dass wird da noch nicht sind, wissen wir auch.
Ganz offensichtlich. Weder gewährleisten Batteriemobile im
echten Leben *irgendeine* reale Verbesserung hinsichtlich
Nutzwert, Kosten oder Ressourcenschonung noch ist bei der
überwiegenden Mehrheit der Nutzer aktuell die weitere Verwendung
von Verbrennern unerwünscht.
Das kann man behaupten oder nicht. Die Verkaufszahlen sprechen
jedenfalls dafür, dass ein gewisses Interesse schon da ist.
Das gibt es auf der Nachfrageseite aufgrund von Mode,
Marktbeeinflussungen, künstlichen Anreizen und staatlich verordneten
Investitionen bei z.B. Behördenfuhrparks,
Auf Anbieterseite gibt es das aufgrund von Mischkalkulation
(Zertifikatehandel von TESLA) oder strategischen Überlegungen,
Imagepflege usw. (diverse Hersteller).
Also ich glaube nicht, dass so ein Auto wie der ID.3 mit
Milliardenaufwand der Imagepflege dient.
Nein, der Politik. Gegenfrage: Glaubst Du dass die Strafzahlungen
im Rahmen der Dieselkrise die Luftqualität messbar verbessern?
Post by F. W.
Dazu wäre Werbung billiger
gewesen.
Der ID3 *ist* Werbung. VW verdient damit keinen cent.
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Wenn man private Nutzung und Äpfel mit Birnen Vergleiche mal aussen
vor lässt und die ernsthafte wirtschaftliche Nutzung für passende
Nischenanwendungen bei Nutzfahrzeugen (Streetscooter) betrachtet wird
die grobe Unwirtschaftlichkeit sichtbar. Bei privater Nutzung wird
das nicht besser.
Niemand kauft eAutos, um Geld zu sparen. Man will dem Fortschritt
dienen, die Welt verbessern oder schlicht neue Technik ausprobieren.
Schön dass es das gibt. Ehrlich.

Aber das ist in D nicht der Maßstab. Und erst recht nichts etwas
was staatlich gefördern werden muss.
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Und wenn die Problemchen mal gelöst sein werden, werden sich sicher
viele fragen, warum es eigentlich jemals Verbrenner gegeben hat.
Eines der "Problemchen" ist neben vielen Anderen bislang die fast
vollständige Verlagerung der verkehrsbezogenen Abgaben und Steuern
auf Andere. Bei einer Popularisierung von Batteriemobilen kann das
unmöglich so bestehen bleiben. Und ergäbe Kosten deutlich über
20€/100km.
Verstehe ich nicht. Was meinst Du damit?
z.B. dass unter realen Bedingungen wie z.B. der Benutzung
öffentlicher Lademöglichkeite die km Kosten eines E-Autos
schon jetzt deutlich höher sind, obwohl keine der
Mineralölsteuer entsprechenden Abgaben anfallen?

Das kann man bei einer kleinen Zahl solcher Fahrzeuge
ignorieren, aber zuende gedacht ist das nicht. Um die
40Mrd.€ Mineralölsteuer zu substituieren muss irgendwas teurer
werden. Darüber wird aber garnicht öffentlich diskutiert.
Man kann aber einen Euro nur einmal ausgeben und eine kWh
Ökostrom nur einmal verbrauchen und beides ist nicht
unbeschränkt verfügbar.
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Glaubt ein (Noch-)Dieselfahrer.
Was haben die Leute bloss alle gegen multivalente Motoren mit Gas
oder Hybridantriebe?
Ich habe 1,7 t Gewicht dagegen: mein Wohnwagen.
Genau. Und ich hab zwei dicke Pferde.

OK, die vor einigen Jahren angedachte Lösung mit den
Wechselkennzeichen hätte mir persönlich gepasst, dann hätte
ich evtl. noch einen Kleinwagen dazu angeschafft, aber so lohnt
das nicht. Mein Panzer ist einfach zu sparsam. BTW: Ist das mit
den Wechselkennzeichen damals an fiskalischen Bedenken
gescheitert? Wieso rechnen die jetzt nicht mal eins plus eins?

O.J.
F. W.
2020-08-12 15:39:24 UTC
Antworten
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Post by F. W.
Ein Land, das elektrisch aus erneuerbarer Energie fährt, hat
bestimmt sauberere Luft.
Erneuerbare Energie reicht jetzt schon nicht und die Luft ist schon
sauber. Wer heute E-Autos nachts lädt wird das demnöächst mit GuD
Strom tun.
Veraltete Einstellung.
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Wie wärs mit irgendeiner Verbesserung für die Allgemeinheit oder
zumindest für die eigene Klientel?
Saubere Luft eben.
So sauber wie beim letzten Corona-Shutdown? Die Messwerte sind
öffentlich abrufbar...
Welche Messwerte meinst Du hier?
Post by F. W.
Also ich glaube nicht, dass so ein Auto wie der ID.3 mit
Milliardenaufwand der Imagepflege dient.
Nein, der Politik. Gegenfrage: Glaubst Du dass die Strafzahlungen im
Rahmen der Dieselkrise die Luftqualität messbar verbessern?
Das ist eine Frage von Messungen.
Post by F. W.
Dazu wäre Werbung billiger gewesen.
Der ID3 *ist* Werbung. VW verdient damit keinen cent.
Das ist auch noch nicht der Sinn der Sache. Mit dem Golf haben sie am
Anfang auch nichts verdient. Das ist immer so.
Post by F. W.
Niemand kauft eAutos, um Geld zu sparen. Man will dem Fortschritt
dienen, die Welt verbessern oder schlicht neue Technik
ausprobieren.
Schön dass es das gibt. Ehrlich.
Ja, ich finde die Technik auch interessant.
Aber das ist in D nicht der Maßstab. Und erst recht nichts etwas was
staatlich gefördern werden muss.
Atomkraft wurde auch jahrzehntelang staatlich gefördert. Oder warum
zahlen Du und ich für die Atomentsorgung?
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Und wenn die Problemchen mal gelöst sein werden, werden sich
sicher viele fragen, warum es eigentlich jemals Verbrenner
gegeben hat.
Eines der "Problemchen" ist neben vielen Anderen bislang die
fast vollständige Verlagerung der verkehrsbezogenen Abgaben und
Steuern auf Andere. Bei einer Popularisierung von Batteriemobilen
kann das unmöglich so bestehen bleiben. Und ergäbe Kosten
deutlich über 20€/100km.
Verstehe ich nicht. Was meinst Du damit?
z.B. dass unter realen Bedingungen wie z.B. der Benutzung
öffentlicher Lademöglichkeite die km Kosten eines E-Autos schon jetzt
deutlich höher sind, obwohl keine der Mineralölsteuer entsprechenden
Abgaben anfallen?
Niemand hat gesagt, dass eAutos billig sind. Sie werden es aber mal
sein, weil nämlich alles in ihnen zwar spezialisiert, aber längst
bekannte Technik ist. Nichts musste von Grund auf neu erfunden werden.

Das war beim Verbrenner völlig anders.
Das kann man bei einer kleinen Zahl solcher Fahrzeuge ignorieren,
aber zuende gedacht ist das nicht. Um die 40Mrd.€ Mineralölsteuer zu
substituieren muss irgendwas teurer werden. Darüber wird aber
garnicht öffentlich diskutiert.
Das steht auch nicht zur Debatte.
Man kann aber einen Euro nur einmal ausgeben und eine kWh Ökostrom
nur einmal verbrauchen und beides ist nicht unbeschränkt verfügbar.
Sonne, Wind und Wasserkraft sind nahezu unerschöpflich. Sie zu nutzen
ist eine Zeichen von Intelligenz.

FW
Ole Jansen
2020-08-13 05:13:57 UTC
Antworten
Permalink
Post by F. W.
Post by F. W.
Ein Land, das elektrisch aus erneuerbarer Energie fährt, hat
bestimmt sauberere Luft.
Erneuerbare Energie reicht jetzt schon nicht und die Luft ist schon
sauber. Wer heute E-Autos nachts lädt wird das demnöächst mit GuD
Strom tun.
Veraltete Einstellung.
D hat 4000m² Fläche pro Einwohner und es gibt keine wirtschaftlichen
Speicher. Was habe ich verpasst?
Post by F. W.
Post by F. W.
Saubere Luft eben.
So sauber wie beim letzten Corona-Shutdown? Die Messwerte sind
öffentlich abrufbar...
Welche Messwerte meinst Du hier?
z.B. die Luftmesswerte in Stuttgart in der Nacht vom
20.6.2020 auf den 21. Eine praktisch autofreie Nacht.
Post by F. W.
Post by F. W.
Also ich glaube nicht, dass so ein Auto wie der ID.3 mit
Milliardenaufwand der Imagepflege dient.
Nein, der Politik. Gegenfrage: Glaubst Du dass die Strafzahlungen im
Rahmen der Dieselkrise die Luftqualität messbar verbessern?
Das ist eine Frage von Messungen.
Und was zeigen diese?
Post by F. W.
Der ID3 *ist* Werbung. VW verdient damit keinen cent.
Das ist auch noch nicht der Sinn der Sache.
Geld zu verdienen ist der Sinn von Industrie und die Quelle
unseres Wohlstandes. Schön zu lesen wie Einige das immer wieder
vergessen.
Post by F. W.
Mit dem Golf haben sie am
Anfang auch nichts verdient. Das ist immer so.
Mit Batterieautos hat noch nie jemand Geld verdient.
Selbst TESLA nicht.

Den Endverkaufspreis eines Golfes kennst Du.
Die Herstellungskosten dürften bei ca. 8000€ liegen.
Die restliche Marge ist notwendig um F&E, Wasserkopf,
Dividenden, Geldstrafen uvm. zu bezahlen.

Jeder normale grosse Fahrzeughersteller agiert in solchem Rahmen.
Post by F. W.
Post by F. W.
Niemand kauft eAutos, um Geld zu sparen. Man will dem Fortschritt
dienen, die Welt verbessern oder schlicht neue Technik
ausprobieren.
Schön dass es das gibt. Ehrlich.
Ja, ich finde die Technik auch interessant.
Ich hatte mich mal vor längerem mit E-Autos beschäftigt und bin
eine Woche den Kewet El-Jet Probe gefahren. Der Wagen war aber
schon von Fahrzeugbaulichen her nicht besonders gut.
Hat keinen Spass gemacht, war halt ein Versuch.
Post by F. W.
Aber das ist in D nicht der Maßstab. Und erst recht nichts etwas was
staatlich gefördern werden muss.
Atomkraft wurde auch jahrzehntelang staatlich gefördert. Oder warum
zahlen Du und ich für die Atomentsorgung?
Weil die Politik das Thema verstaatlicht hat. Dass öffentlich
Vorhaben praktisch keine preisliche Grenze nach oben haben
ist doch bekannt.
Post by F. W.
z.B. dass unter realen Bedingungen wie z.B. der Benutzung öffentlicher
Lademöglichkeite die km Kosten eines E-Autos schon jetzt
deutlich höher sind, obwohl keine der Mineralölsteuer entsprechenden
Abgaben anfallen?
Niemand hat gesagt, dass eAutos billig sind.
Nein. Bestenfalls sind Sie sind Luxus für Menschen
"dem Fortschritt dienen, die Welt verbessern oder schlicht
neue Technik ausprobieren" oder Statussymbole.
Post by F. W.
Sie werden es aber mal
sein, weil nämlich alles in ihnen zwar spezialisiert, aber längst
bekannte Technik ist. Nichts musste von Grund auf neu erfunden werden.
Aktuell ist das aber Science Fiction.
Post by F. W.
Das war beim Verbrenner völlig anders.
Verbrennungsantriebe für Fahrzeuge sind keine Science Fiction
sondern etablierte Technik. Wie überall stellen sie einen
Kompromiss dar.
Post by F. W.
Das kann man bei einer kleinen Zahl solcher Fahrzeuge ignorieren,
aber zuende gedacht ist das nicht. Um die 40Mrd.€ Mineralölsteuer zu
substituieren muss irgendwas teurer werden. Darüber wird aber
garnicht öffentlich diskutiert.
Das steht auch nicht zur Debatte.
Ja. Es wird nicht zuende gedacht und ehrlich kommuniziert.
Also entweder bleiben E-Autos ein winziges Nischenprodukt
und Luxusartikel, dann wären staatlichen Interventionen
unnütz oder es würde ein Massenartikel, dann müsste die
bisherige Infrastruktur und zusätzlich Lademöglichkeiten,
Netzausbau usw. irgendwie finanziert werden.

Anhand der Abwesenheit einer solchen Debatte könnte man
daher auch eine dritte Möglichkeit folgern: Die derzeitigen
Nutzer von Verbrennern sollen dies zukünftig unterlassen
während die Steuern und Abgaben trotzdem irgendwie erlöst
werden müssen. Diese Idee ist nicht mehrheitsfähig, daher
reden wir besser nicht drüber.
Post by F. W.
Man kann aber einen Euro nur einmal ausgeben und eine kWh Ökostrom
nur einmal verbrauchen und beides ist nicht unbeschränkt verfügbar.
Sonne, Wind und Wasserkraft sind nahezu unerschöpflich.
Aber ertragsarm. Auch Pflanzenwachstum ist nahezu unerschöpflich,
trotzdem stehen Holz und Lebensmittel nicht in unbeschränkter Menge
zur Verfügung. Das Problem der fehlenden Speichermöglichkeiten
kommt noch hinzu. Lass doch mal die Science Fiction sein. Falls es
dafür mal Lösungen gäbe könnte man sie ja machen. Aktuell wird durch
EE lediglich Geld verbrannt und eine Idee wird diskreditiert.

O.J.
Christoph Müller
2020-08-13 10:00:44 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ole Jansen
D hat 4000m² Fläche pro Einwohner und es gibt keine wirtschaftlichen
Speicher. Was habe ich verpasst?
Biomasse hast du verpasst. Daraus ergeben sich sogar SEHR lange
Speichermöglichkeiten. Saisonspeicher ist damit ein Klacks.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Mit dem Golf haben sie am
Anfang auch nichts verdient. Das ist immer so.
Mit Batterieautos hat noch nie jemand Geld verdient.
Selbst TESLA nicht.
Arbeiten die Tesla-Mitarbeiter für lau?
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Man kann aber einen Euro nur einmal ausgeben und eine kWh Ökostrom
nur einmal verbrauchen und beides ist nicht unbeschränkt verfügbar.
Sonne, Wind und Wasserkraft sind nahezu unerschöpflich.
Aber ertragsarm.
Keineswegs. Wenn alleine auf die Hausdächer und Fassaden die Sonne schon
das 4,3-Fache unseres KOMPLETTEN Energiebedarfs einstrahlt, kann man
sicher nicht von "ertragsarm" sprechen. Du meinst vermutlich eher die
geringe Flächenleistung. Doch die ist angesichts der riesigen
verfügbaren Flächen nur ein marginales Problem. Geringe Flächenleistung
hat nebenbei auch noch den Vorteil, dass sie sich schlecht
zentralisieren lässt. Das beugt unliebsamen Monopolen doch recht wirksam
vor.
Post by Ole Jansen
Auch Pflanzenwachstum ist nahezu unerschöpflich,
trotzdem stehen Holz und Lebensmittel nicht in unbeschränkter Menge
zur Verfügung.
Ist auch gar nicht nötig. Das sind Energiespeicher. Solche kann man NUR
DANN zum Einsatz bringen, wenn die anderen Energieformen grade nicht
genug liefern. Bei einem guten Energiemanagement geht es nicht nur um
die zeitlich optimierte Lieferung, sondern auch um den zeitlich
optimierten Bezug von Strom. Das verringert die Lücke, die die
Energiespeicher (z.B. Biomasse) zu füllen haben, ganz erheblich.
Post by Ole Jansen
Das Problem der fehlenden Speichermöglichkeiten
kommt noch hinzu.
Sagen Viele, weil immer nur über die Speicherung von ELEKTRISCHEM STROM
diskutiert wird. Tatsächlich geht es ganz allgemein um
Energiespeicherung. Diese funktioniert mit Brennstoffen (z.B.
Hackschnitzel) am Besten. Strom kann man daraus jederzeit machen.
Übrigens speichert nicht mal ein Akku elektrischen Strom, sondern
chemische Energie. Wie Brennstoffe auch.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Ole Jansen
2020-08-13 10:28:52 UTC
Antworten
Permalink
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
D hat 4000m² Fläche pro Einwohner und es gibt keine wirtschaftlichen
Speicher. Was habe ich verpasst?
Biomasse hast du verpasst. Daraus ergeben sich sogar SEHR lange
Speichermöglichkeiten. Saisonspeicher ist damit ein Klacks.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Mit dem Golf haben sie am
Anfang auch nichts verdient. Das ist immer so.
Mit Batterieautos hat noch nie jemand Geld verdient.
Selbst TESLA nicht.
Arbeiten die Tesla-Mitarbeiter für lau?
Nein. Sie arbeiten nur unproduktiv.
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Man kann aber einen Euro nur einmal ausgeben und eine kWh Ökostrom
nur einmal verbrauchen und beides ist nicht unbeschränkt verfügbar.
Sonne, Wind und Wasserkraft sind nahezu unerschöpflich.
Aber ertragsarm.
Keineswegs.
Doch.
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Auch Pflanzenwachstum ist nahezu unerschöpflich,
trotzdem stehen Holz und Lebensmittel nicht in unbeschränkter Menge
zur Verfügung.
Ist auch gar nicht nötig.
Doch. Beides basiert auf Sonneneinstrahlung und benötigt
Fläche. Der Nachteil von PV und Wind ist die fehlende
Fähigkeit zur eigenen Reproduktion.
Post by Christoph Müller
Bei einem guten Energiemanagement geht es nicht nur um
die zeitlich optimierte Lieferung, sondern auch um den zeitlich
optimierten Bezug von Strom. Das verringert die Lücke, die die
Energiespeicher (z.B. Biomasse) zu füllen haben, ganz erheblich.
Ich brauche aktuell keine Heitung zuhaues aber Strom.
Management nakk dies lediglich verlagern.
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Das Problem der fehlenden Speichermöglichkeiten
kommt noch hinzu.
Sagen Viele, weil immer nur über die Speicherung von ELEKTRISCHEM STROM
diskutiert wird. Tatsächlich geht es ganz allgemein um
Energiespeicherung.
Um z.B. den Jahresbedarf eines EFH in Latentwärmespeichern
über eine Saison zu speichern benötigte es neben Platz und
allerlei Solarthermischen Flächen und Hilfsaggregaten alleine
Paraffin im Wert von 40.000€. Das ist zwar weniger als für
Strom benötigt würde aber trotzdem unwirtschaftlich.
Post by Christoph Müller
Diese funktioniert mit Brennstoffen (z.B.
Hackschnitzel) am Besten. Strom kann man daraus jederzeit machen.
Aus Paraffin kann man Kerzen machen.
Post by Christoph Müller
Übrigens speichert nicht mal ein Akku elektrischen Strom, sondern
chemische Energie. Wie Brennstoffe auch.
Und Hunde.

O.J.
Christoph Müller
2020-08-13 10:45:42 UTC
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Post by Ole Jansen
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Mit dem Golf haben sie am
Anfang auch nichts verdient. Das ist immer so.
Mit Batterieautos hat noch nie jemand Geld verdient.
Selbst TESLA nicht.
Arbeiten die Tesla-Mitarbeiter für lau?
Nein. Sie arbeiten nur unproduktiv.
Sie zahlen aber Steuern. Außerdem kaufen sie mit ihrem Verdienst ein.
Die Lieferanten verdienen und zahlen auch ihrereseits wieder Steuern. So
geht das ewig weiter. Richtig schwierig wird's erst, wenn nennenswerte
Anteile der Bevölkerung nichts mehr verdienen und deshalb auch nichts
kaufen können und keine Steuereinnahmen generieren. Das ist
Volkswirtschaft. Da sieht die Welt etwas anders aus als für einen
Betriebswirt.
Post by Ole Jansen
Post by Christoph Müller
Bei einem guten Energiemanagement geht es nicht nur um
die zeitlich optimierte Lieferung, sondern auch um den zeitlich
optimierten Bezug von Strom. Das verringert die Lücke, die die
Energiespeicher (z.B. Biomasse) zu füllen haben, ganz erheblich.
Ich brauche aktuell keine Heitung zuhaues aber Strom.
Du bist auch nicht die ganze Welt. Ein Handwerker in der Gegend muss
vielleicht grade irgendwas trocknen und braucht dafür Luft mit +80°C...
Post by Ole Jansen
Management nakk dies lediglich verlagern.
Kann aber sehr viel ausmachen. Scheint die Sonne, können
energieintensive Produkte erzeugt werden. Wenn nicht, werden sie mit
wenig Energieaufwand bearbeitet.
Post by Ole Jansen
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Das Problem der fehlenden Speichermöglichkeiten
kommt noch hinzu.
Sagen Viele, weil immer nur über die Speicherung von ELEKTRISCHEM STROM
diskutiert wird. Tatsächlich geht es ganz allgemein um
Energiespeicherung.
Um z.B. den Jahresbedarf eines EFH in Latentwärmespeichern
über eine Saison zu speichern benötigte es neben Platz und
allerlei Solarthermischen Flächen und Hilfsaggregaten alleine
Paraffin im  Wert von 40.000€.
Helle Köpfe setzen eher auf Hackschnitzel, Pellets oder sowas, die in
ungenutzten Hohlräumen gelagert werden können.
Post by Ole Jansen
Das ist zwar weniger als für
Strom benötigt würde aber trotzdem unwirtschaftlich.
Man kann viel falsch machen. Wie sonst im Leben ja auch.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Ole Jansen
2020-08-13 11:55:48 UTC
Antworten
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Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Mit dem Golf haben sie am
Anfang auch nichts verdient. Das ist immer so.
Mit Batterieautos hat noch nie jemand Geld verdient.
Selbst TESLA nicht.
Arbeiten die Tesla-Mitarbeiter für lau?
Nein. Sie arbeiten nur unproduktiv.
Sie zahlen aber Steuern.
Die Produktion ist nicht kostendeckend.
Die positive Bilanz kommt aufgrund von Zertifikatehandel zustande und
schöpft einen Zeil der Wertschöpfung derKonkurrenz ab. Wie Steuern
auch.

Es findet keine Wertschöpfung statt.
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Ich brauche aktuell keine Heizung zuhause aber Strom.
Du bist auch nicht die ganze Welt. Ein Handwerker in der Gegend muss
vielleicht grade irgendwas trocknen und braucht dafür Luft mit +80°C...
Ich kann das langsam wirklich nicht mehr erklären.
Was war eigentlich bei Kostenrechnung Vorlesung los?
Warst Du da krank oder der Dozent oder Alle?
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Um z.B. den Jahresbedarf eines EFH in Latentwärmespeichern
über eine Saison zu speichern benötigte es neben Platz und
allerlei Solarthermischen Flächen und Hilfsaggregaten alleine
Paraffin im  Wert von 40.000€.
Helle Köpfe setzen eher auf Hackschnitzel, Pellets oder sowas, die in
ungenutzten Hohlräumen gelagert werden können.
Und wieviel der 4000m²/Einwohner möchtest für die Erzeugung
von nachwachsenden Rohstoffen verwenden?
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Das ist zwar weniger als für
Strom benötigt würde aber trotzdem unwirtschaftlich.
Man kann viel falsch machen.
Man kann z.B. Strom aus Blockflöten erzeugen. Technisch geht das.
Und ggf. sogar günstiger als Strom aus CR2032 Batterien.
Mit Altblockflöten gehts evtl. noch billiger...
Post by Christoph Müller
Wie sonst im Leben ja auch.
Dem feuchten Traum von der kostenloser Energie im Überfluss
dank EE nachzuhängen und deswegen das Leben Anderer zu (zer)stören
ist IMHO ein noch größerer Fehler.

O.J.
Christoph Müller
2020-08-13 20:16:50 UTC
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Post by Ole Jansen
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Mit dem Golf haben sie am
Anfang auch nichts verdient. Das ist immer so.
Mit Batterieautos hat noch nie jemand Geld verdient.
Selbst TESLA nicht.
Arbeiten die Tesla-Mitarbeiter für lau?
Nein. Sie arbeiten nur unproduktiv.
Sie zahlen aber Steuern.
Die Produktion ist nicht kostendeckend.
Polizei, Militär, Verwaltung usw. auch nicht.
Post by Ole Jansen
Es findet keine Wertschöpfung statt.
So ist es in den meisten Berufen. Das meiste Geld wird für Misstrauen
ausgegeben. Nicht für die Produktion von irgendwas.
Post by Ole Jansen
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Um z.B. den Jahresbedarf eines EFH in Latentwärmespeichern
über eine Saison zu speichern benötigte es neben Platz und
allerlei Solarthermischen Flächen und Hilfsaggregaten alleine
Paraffin im  Wert von 40.000€.
Helle Köpfe setzen eher auf Hackschnitzel, Pellets oder sowas, die in
ungenutzten Hohlräumen gelagert werden können.
Und wieviel der 4000m²/Einwohner möchtest für die Erzeugung
von nachwachsenden Rohstoffen verwenden?
Steht da irgendwas davon, dass ALLES ausgerechnet per BIOMASSE zu
bewältigen wäre? Es geht um das Füllen von LÜCKEN, die Sonne, Wind,
Wasser und Management dafür noch übrig lassen. Das ist nicht viel.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Ole Jansen
2020-08-14 18:09:41 UTC
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Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Post by Christoph Müller
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Mit dem Golf haben sie am
Anfang auch nichts verdient. Das ist immer so.
Mit Batterieautos hat noch nie jemand Geld verdient.
Selbst TESLA nicht.
Arbeiten die Tesla-Mitarbeiter für lau?
Nein. Sie arbeiten nur unproduktiv.
Sie zahlen aber Steuern.
Die Produktion ist nicht kostendeckend.
Polizei, Militär, Verwaltung usw. auch nicht.
Ja. Insbes. Polizeistaaten und Militärdiktaturen arbeiten selten
wertschöpfend sondern überwiegend mit Umverteilung.

O.J.
klaus reile
2020-08-13 10:14:32 UTC
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On Thu, 13 Aug 2020 07:13:57 +0200
Post by Ole Jansen
[...]
Post by F. W.
Das war beim Verbrenner völlig anders.
Verbrennungsantriebe für Fahrzeuge sind keine Science Fiction
sondern etablierte Technik. Wie überall stellen sie einen
Kompromiss dar.
Interessant: Gestern sagten sie im TV, der Verbrenner wäre entgegen den
Meinungen der Grünen kein Auslaufmodel. Eine ostdeutsche Firma habe
eine Methode entwickelt, um aus CO2 Methanol oder Ethanol (weiss ich
nicht mehr genau) und daraus wieder synthetisches Benzin herstellen zu
können. Das System sei serienreif. Das Problem seien die extrem hohen
Strompreise in Deutschland. Man hatte die Idee, die Produktion ins
Ausland zu verlagern, wolle aber nochmals mit der Regierung verhandeln.
Sie sagten, der Kraftstoff sei klimaneutral und die Autoindustrie sei
interessiert.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Ole Jansen
2020-08-13 10:32:43 UTC
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Post by klaus reile
On Thu, 13 Aug 2020 07:13:57 +0200
Post by Ole Jansen
[...]
Post by F. W.
Das war beim Verbrenner völlig anders.
Verbrennungsantriebe für Fahrzeuge sind keine Science Fiction
sondern etablierte Technik. Wie überall stellen sie einen
Kompromiss dar.
Interessant: Gestern sagten sie im TV, der Verbrenner wäre entgegen den
Meinungen der Grünen kein Auslaufmodel. Eine ostdeutsche Firma habe
eine Methode entwickelt, um aus CO2 Methanol oder Ethanol (weiss ich
nicht mehr genau) und daraus wieder synthetisches Benzin herstellen zu
können. Das System sei serienreif. Das Problem seien die extrem hohen
Strompreise in Deutschland. Man hatte die Idee, die Produktion ins
Ausland zu verlagern, wolle aber nochmals mit der Regierung verhandeln.
Sie sagten, der Kraftstoff sei klimaneutral und die Autoindustrie sei
interessiert.
Power to Fuel ist ein alter Hut. In Südamerika gibt es
entsprechende Kraftestoffe aus NAWARO seit über 30 Jahren.
Eine Herstellung aus Strom ist vergleichsweise unwirtschaftlich.
Selbst wenn lediglich Surplus Strom wie z.B. in Itaipu
verwendet würde. Ferner würden sich für reines Methanol
Brennstoffzellen anbieten da dann der Wirkungsgrad besser
wäre.

Aber selbst damit ist Power to Fuel kein Energieevangelium.

O.J.
Gernot Griese
2020-08-13 11:12:11 UTC
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Post by klaus reile
On Thu, 13 Aug 2020 07:13:57 +0200
Post by Ole Jansen
[...]
Post by F. W.
Das war beim Verbrenner völlig anders.
Verbrennungsantriebe für Fahrzeuge sind keine Science Fiction
sondern etablierte Technik. Wie überall stellen sie einen
Kompromiss dar.
Interessant: Gestern sagten sie im TV, der Verbrenner wäre entgegen den
Meinungen der Grünen kein Auslaufmodel. Eine ostdeutsche Firma habe
eine Methode entwickelt, um aus CO2 Methanol oder Ethanol (weiss ich
nicht mehr genau) und daraus wieder synthetisches Benzin herstellen zu
können. Das System sei serienreif. Das Problem seien die extrem hohen
Strompreise in Deutschland.
Das Problem ist der gegen Null tendierende Wirkungsgrad. Und, nein, wer
so etwas macht zahlt keine Haushaltsstrompreise, sondern die extrem
niedrigen Börsenstrompreise.

Gernot
--
Wie der wahre Gläubige den Klimawandel erklärt:
"Die zufällige Änderung einer zufälligen Grösse um einen zufälligen
Betrag führt zufälligerweise zu einer exakten Korrelation zwischen
dem CO2-Gehalt der Luft und der der globalen Temperatur."
wolfgang sch
1970-01-01 00:00:00 UTC
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Post by klaus reile
Interessant: Gestern sagten sie im TV, der Verbrenner wäre entgegen den
Meinungen der Grünen kein Auslaufmodel. Eine ostdeutsche Firma habe
eine Methode entwickelt, um aus CO2 Methanol
Was ist daran interessant? Das ist nur ein interner Glaubenskampf innerhalb der Ökos.
--
The U1 is such a party train
***@wschwanke.de
klaus reile
2020-08-13 12:14:20 UTC
Antworten
Permalink
On Thu, 13 Aug 2020 13:16:04 +0200 (GMT+02:00)
Post by wolfgang sch
Post by klaus reile
Interessant: Gestern sagten sie im TV, der Verbrenner wäre entgegen
den Meinungen der Grünen kein Auslaufmodel. Eine ostdeutsche Firma
habe eine Methode entwickelt, um aus CO2 Methanol
Was ist daran interessant? Das ist nur ein interner Glaubenskampf innerhalb der Ökos.
Für mich wäre das interessant. Werden konventionelle Verbrenner
generell aus Städten verbannt (den Grünen ist, sollten sie ans Ruder
kommen, alles zuzutrauen), hätte ich eine Alternative. Ein elektrisches
Auto werde ich niemals kaufen.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Christoph Müller
2020-08-13 09:43:48 UTC
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Permalink
Post by F. W.
Niemand hat gesagt, dass eAutos billig sind.
Sollen sie umweltmäßig was bewirken, MÜSSEN sie aber billig sein.
Andernfalls wird's nur ein Spielzeug für die Reichen mit insgesamt sehr
wenig Wirkung.

Weil der Akku der größte Posten ist, muss vor allem an diesem gespart
werden. Das versucht man mit besonderen Fertigungsverfahren und diversen
Variationen des ganzen Batteriesystem. Die Erfolgsaussichten sind
überschaubar. Am Werkstoffbedarf kommt man nicht vorbei. Dieser muss für
die GANZE WELT reichen. Da kann es schon zu Engpässen kommen, die sich
auch bis zu kriegerischen Auseinandersetzung entwickeln können.

Eine andere Möglichkeit, die Akkus billig hin zu kriegen, ist die
Reduzierung der Speicherkapazität. Nur wird sowas nicht verkaufbar sein,
weil sich damit kaum längere Strecken ohne Ladevorgänge bewältigen lassen.
Unter Zuhilfenahme von Rad-Schiene ist dieses Problem allerdings lösbar.
Z.B. so: www.astrail.de/railtaxibilder.htm
Post by F. W.
Sie werden es aber mal
sein, weil nämlich alles in ihnen zwar spezialisiert, aber längst
bekannte Technik ist.
Der limitierende Faktor ist der Werkstoffbedarf. Je länger die zu
bewältigenden Strecken aus Bordenergie, desto größer wird auch der
Werkstoffbedarf. Bekannte Technik hin oder her.
Post by F. W.
Das kann man bei einer kleinen Zahl solcher Fahrzeuge ignorieren,
aber zuende gedacht ist das nicht. Um die 40Mrd.€ Mineralölsteuer zu
substituieren muss irgendwas teurer werden. Darüber wird aber
garnicht öffentlich diskutiert.
Das steht auch nicht zur Debatte.
Wird sich aber nicht vermeiden lassen.
Post by F. W.
Man kann aber einen Euro nur einmal ausgeben
betriebswirtschaftich gesehen. Volkswirtschaftlich gesehen wechselt das
Geld nur den Besitzer und mit jedem Besitzerwechsel sitzt der Fiskus mit
im Boot.
Post by F. W.
und eine kWh Ökostrom
nur einmal verbrauchen und beides ist nicht unbeschränkt verfügbar.
Sonne, Wind und Wasserkraft sind nahezu unerschöpflich. Sie zu nutzen
ist eine Zeichen von Intelligenz.
Genau so ist es.
--
Servus
Christoph Müller
https://www.astrail.de
Arne Luft
2020-08-12 11:55:11 UTC
Antworten
Permalink
Post by F. W.
Post by Arne Luft
Damit dürfte die Verlogenheit der Politik und ihrer
E-Autoirreführung offensichtlich sein.
Du jammerst über die konventionellen Energieträger
Wie kommst du auf die Idee?
Post by F. W.
und bekämpfst
gleichzeitig die Energiewende. So etwas kann man wohl nur im Usenet machen.
Hör auf, Scheiße zu erzählen.
Post by F. W.
*Denkhilfe*: Das Ziel ist elektrischer Verkehr aus erneuerbarem Strom.
Dass wird da noch nicht sind, wissen wir auch.
Das Ziel ist die Verarschung der Leute zwecks Vorteile für Dritte
indem Märchen immer wieder wiederholt werden, auch wenn sie längst von
der Realität widerlegt sind.

Das ist ein psychischer Defekt, den du und deine Mitenergiewendler da
ausleben. Das holt euch schon noch ein. Das ist so sicher, wie der
doppelte Bankrott von Solarworld sicher war.

E-Autos erfüllen ihren Zweck nur zusammen mit AKWs. Deshalb schalten
die Briten ihre auch nicht ab. Die sind nicht so doof wie die
deutschen Grünschimpansen, Merkelistas und Konsorten.
F. W.
2020-08-12 12:02:51 UTC
Antworten
Permalink
Post by Arne Luft
Das Ziel ist die Verarschung der Leute zwecks Vorteile für Dritte
indem Märchen immer wieder wiederholt werden, auch wenn sie längst
von der Realität widerlegt sind.
Wenn Du Dich verarscht fühlst, dann hast Du es wohl auch verdient.
Inzwischen versuchen andere, die Umwelt zu erhalten und trotzdem mobil
zu bleiben.

FW
Ole Jansen
2020-08-12 13:39:57 UTC
Antworten
Permalink
Post by F. W.
Wenn Du Dich verarscht fühlst, dann hast Du es wohl auch verdient.
Inzwischen versuchen andere, die Umwelt zu erhalten und trotzdem mobil
zu bleiben.
Sollte man dann nicht tunlichst versuchen einen nationalen
Zusammenbruch zu vermeiden?

O.J.
F. W.
2020-08-12 13:52:12 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Wenn Du Dich verarscht fühlst, dann hast Du es wohl auch verdient.
Inzwischen versuchen andere, die Umwelt zu erhalten und trotzdem mobil
zu bleiben.
Sollte man dann nicht tunlichst versuchen einen nationalen
Zusammenbruch zu vermeiden?
O.J.
Das sollte man immer. Aber der steht auch nicht aus.

FW
Ole Jansen
2020-08-12 14:33:50 UTC
Antworten
Permalink
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Post by F. W.
Wenn Du Dich verarscht fühlst, dann hast Du es wohl auch verdient.
Inzwischen versuchen andere, die Umwelt zu erhalten und trotzdem mobil
zu bleiben.
Also über die bishereige "Energiewende" und die Umwelt weiss ich
genug. Was nützt es mir wenn Andere mich verarschen um ihren
Tesla gesponsort zu bekommen?
Post by F. W.
Post by Ole Jansen
Sollte man dann nicht tunlichst versuchen einen nationalen
Zusammenbruch zu vermeiden?
Das sollte man immer. Aber der steht auch nicht aus.
Ja, genau. Krawalle wären nicht gut für die Luft.
Alleine das CO2 und der Feinstaub von brennenden
Fahrzeugen und Barikaden!

O.J.
Ludger Averborg
2020-08-12 14:38:15 UTC
Antworten
Permalink
Post by F. W.
*Denkhilfe*: Das Ziel ist elektrischer Verkehr aus erneuerbarem Strom.
Dass wird da noch nicht sind, wissen wir auch.
Nein. Das Ziel ist, ab sofort den CO2-Ausstoß zu senken.
Also erst dann den elektrischen Verkehr, wenn der
erneuerbare Strom dafür da ist.

Man könnte das ja koppeln: es wird nur soviel kw
Elektromobilität gebaut, wie kw Erneuerbere gebaut werden.

Zu den Bürgerwindparks jetz BMW/VW/ADAC/usw-Windparks dazu

l.
Des Führers neue Kleider
2020-08-12 20:31:59 UTC
Antworten
Permalink
Post by F. W.
*Denkhilfe*: Das Ziel ist elektrischer Verkehr aus erneuerbarem Strom.
Das ist Dein Ziel, nicht das Ziel der Vernunft!

Der Diesel und Benziner ist von keinem bekannten Konzept ersetzbar.

Ich fahre einen großvolumigen Diesel (22 Jahre alt) und kaufe mir in
Kürze (Zulassungsstellen haben Wartezeiten wegen Corona) einen
großvolumigen Benziner (25 Jahre alter Gebrauchter).

Kaufe Du Dir ein Batterieauto und schwitze im Sommer (wegen Hitze und
Reichweitenangst) und zittere im Winter (wegen Kälte und unbezahlbarer
Stromrechnung)!

Deine Energiewende mache den Strom jährlich immer teurer. BRD-Strom ist
bereits der teuerste der welt.

Schmuel Grünstein, Wien
(Damenmoden für Herren)
F. W.
2020-08-17 12:55:52 UTC
Antworten
Permalink
Eigentlich nicht, aber Du scheinst es nötig zu haben.
Post by Des Führers neue Kleider
Post by F. W.
*Denkhilfe*: Das Ziel ist elektrischer Verkehr aus erneuerbarem Strom.
Das ist Dein Ziel, nicht das Ziel der Vernunft!
Das ist das Ziel der Vernunft.
Post by Des Führers neue Kleider
Der Diesel und Benziner ist von keinem bekannten Konzept ersetzbar.
Noch nicht vollständig. Aber immer öfter.
Post by Des Führers neue Kleider
Ich fahre einen großvolumigen Diesel (22 Jahre alt) und kaufe mir in
Kürze (Zulassungsstellen haben Wartezeiten wegen Corona) einen
großvolumigen Benziner (25 Jahre alter Gebrauchter).
Du scheinst sehr viel Geld in Steuern investieren zu wollen. Nun, das
ist sehr lobenswert.
Post by Des Führers neue Kleider
Kaufe Du Dir ein Batterieauto und schwitze im Sommer (wegen Hitze
und Reichweitenangst) und zittere im Winter (wegen Kälte und
unbezahlbarer Stromrechnung)!
Dein Auto besitzt auch eine "Batterie", die zuverlässig funktioniert. Es
besteht kein Grund zu glauben, das würde bei größeren Akkus nicht auch
bald der Fall sein.
Post by Des Führers neue Kleider
Deine Energiewende mache den Strom jährlich immer teurer. BRD-Strom
ist bereits der teuerste der welt.
Ach ja?
Post by Des Führers neue Kleider
Schmuel Grünstein, Wien (Damenmoden für Herren)
Eine seriöse Unterschrift unter eine seriöse Meinung...

FW
Ludger Averborg
2020-08-17 21:10:42 UTC
Antworten
Permalink
Post by F. W.
Dein Auto besitzt auch eine "Batterie", die zuverlässig funktioniert.
Trotzdem hab ich noch diese "Überbrückungskabel", damit mir im Winter
im Notfall der Nachbar Starthilfe geben kann.

Die Batterie ist an meine Auto das Teil, was am häufigsten kaputt
geht, häufiger als Reifen.

Bei fast allen Geräten mit Batterie ist die Batterie der
lebensbegrenzende Faktor: Mobiltelefon, elektrozahnbürste,
Bartschneider, Akkuschrauber, Heckenschere, Notbuch, Knipse,
...

l.
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