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Expedition Ost Schulen in der DDR: Warum der Osten so schlau war
(zu alt für eine Antwort)
Odin
2018-10-10 12:33:46 UTC
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Expedition Ost Schulen in der DDR: Warum der Osten so schlau war
Ganztagsschulen mit Mittagessen, langes gemeinsames Lernen, stärkere Praxisorientierung – vieles, was heute als moderne Schulpolitik gilt, gab es vor über dreißig Jahren bereits. In den 80er-Jahren kamen sogar skandinavische Delegationen nach Ost-Berlin, um sich Tipps für ihren Schulumbau zu holen. Nach der Wende galt die DDR-Schule als Hort der Entmündigung, nicht nur der Staatsbürgerkunde-Unterricht wurde abgeschafft, es wurden auch andere Erfahrungen entwertet. Doch es gibt viel zu entdecken! Über die Bedeutung des ersten Schuljahres, eine bessere Lehrerausbildung und Elitenförderung. Drei Lehrer berichten.
Nach der Wende verdammten viele das DDR-Bildungssystem. Von staatlicher Bevormundung wollte keiner mehr etwas wissen. Viele waren froh, dass es keinen Fahnenappell und keinen Wehrkunde-Unterricht mehr gab. Erst als die internationalen Pisa-Studien dem bundesdeutschen Schulsystem ein schlechtes Zeugnis ausstellten, änderte sich der Blick.
Vieles, was in den vergangenen Jahren getan wurde, um die bundesdeutschen Bildungseinrichtungen besser zu machen, gab es im DDR-Schulsystem bereits: Ganztagsschule samt Mittagessen, längeres gemeinsames Lernen, Abitur nach zwölf Jahren. Für die elementaren Fähigkeiten wie Lesen, Rechnen und Schreiben existierten Lehrpläne, die eigens dafür ausgebildete Lehrer für die unteren Klassen (LuK) ausführten…
Quelle: Berliner Kurier
________________________

Deren Lehrbücher waren einfach besser. Wir hatten Anno 1966 zur Ausbildung als
Rundfunk und Fersehtechniker Lehrbücher vom damaligen VEB Verlag Trepto in unserem
Unterricht zur Verfügung. Die westdeutschen "Errungenschaften" dazu hießen z.B.
Fernsehtechnik ohne Ballast und waren wohl eher als Bastellektüre geeignet...
Ohne disziplin ging es bei uns allerdings auch nicht und genau DAS fehlt seit
Jahren in unseren Schulen!
Frank "Panzerschaffer" Schaffer
2018-10-11 08:01:46 UTC
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Post by Odin
Expedition Ost Schulen in der DDR: Warum der Osten so schlau war
Groeeeehl....
:-)))))))))))))))))))))))))

Die beste Satire ever.
Post by Odin
Ganztagsschulen mit Mittagessen, langes gemeinsames Lernen, stärkere Praxisorientierung – vieles, was heute als moderne Schulpolitik gilt, gab es vor über dreißig Jahren bereits. ...
Ja. Und anstatt aus diesem ostzonesischen Klippschulelend zu lernen, hat man den Dreck hier teils uebernommen und wundert sich jetzt, dass die Kids verbloeden.


Das einzige, wo ich dem Glatzi zustimmen muss, ist das mit der Disziplin.
klaus r.
2018-10-11 08:14:24 UTC
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Am Thu, 11 Oct 2018 01:01:46 -0700 (PDT)
Post by Frank "Panzerschaffer" Schaffer
Post by Odin
Expedition Ost Schulen in der DDR: Warum der Osten so schlau war
Groeeeehl....
:-)))))))))))))))))))))))))
Die beste Satire ever.
Da schau her, davon hat der Panzerfahrer also auch keine Ahnung ;)

Kann aber auch sein, dass er sich beim Russenaufhalten an der Elbe eine
Ostphobie eingefangen hat. Ob die heilbar ist, ...
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Interessante Meinungen auch von http://www.freiewelt.net/
Odin
2018-10-11 09:33:49 UTC
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Post by Frank "Panzerschaffer" Schaffer
Post by Odin
Expedition Ost Schulen in der DDR: Warum der Osten so schlau war
Groeeeehl....
:-)))))))))))))))))))))))))
Die beste Satire ever.
Post by Odin
Ganztagsschulen mit Mittagessen, langes gemeinsames Lernen, stärkere Praxisorientierung – vieles, was heute als moderne Schulpolitik gilt, gab es vor über dreißig Jahren bereits. ...
Ja. Und anstatt aus diesem ostzonesischen Klippschulelend zu lernen, hat man den Dreck hier teils uebernommen und wundert sich jetzt, dass die Kids verbloeden.
Das einzige, wo ich dem Glatzi zustimmen muss, ist das mit der Disziplin.
Hahaa...und weil die schlauer sind als im Westen halten die sich die Musels
möglichst vom Leib. Die sind so schlau, daß sie vom Abschauen der gewalttätigen
Vermuselung im Westen entscheidenden können., DAS wollen WIR nicht!
F. Werner
2018-10-11 08:49:02 UTC
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Post by Odin
Expedition Ost Schulen in der DDR: Warum der Osten so schlau war
Ganztagsschulen mit Mittagessen, langes gemeinsames Lernen, stärkere
Praxisorientierung – vieles, was heute als moderne Schulpolitik gilt,
gab es vor über dreißig Jahren bereits.
Ja, aber genau das ist nicht änderbar. Die Eltern von Gymnasiasten
wollen eben *nicht*, dass alle gemeinsam lernen.

Im Übrigen mag die Form der DDR-Schule gut gewesen sein. Der Inhalt war
im politischen Teil Geschichtsklitterung und Propaganda.

FW
klaus r.
2018-10-11 09:33:29 UTC
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Am Thu, 11 Oct 2018 10:49:02 +0200
Post by F. Werner
[...]
Im Übrigen mag die Form der DDR-Schule gut gewesen sein. Der Inhalt
war im politischen Teil Geschichtsklitterung und Propaganda.
FW
Ääh, und hier nicht?

Klaus, der beide Schulsysteme kennenlernen durfte.
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Interessante Meinungen auch von http://www.freiewelt.net/
F. Werner
2018-10-11 10:09:18 UTC
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Post by klaus r.
[...] Im Übrigen mag die Form der DDR-Schule gut gewesen sein. Der
Inhalt war im politischen Teil Geschichtsklitterung und
Propaganda.
Ääh, und hier nicht?
Klaus, der beide Schulsysteme kennenlernen durfte.
Ich wüsste nicht.

FW
Odin
2018-10-11 09:34:53 UTC
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Post by F. Werner
Post by Odin
Expedition Ost Schulen in der DDR: Warum der Osten so schlau war
Ganztagsschulen mit Mittagessen, langes gemeinsames Lernen, stärkere
Praxisorientierung – vieles, was heute als moderne Schulpolitik gilt,
gab es vor über dreißig Jahren bereits.
Ja, aber genau das ist nicht änderbar. Die Eltern von Gymnasiasten
wollen eben *nicht*, dass alle gemeinsam lernen.
Im Übrigen mag die Form der DDR-Schule gut gewesen sein. Der Inhalt war
im politischen Teil Geschichtsklitterung und Propaganda.
Und warum sind die dann in ihrer Mehrheit aktuell mündiger als ihre Altersgenossen im Westen?
F. Werner
2018-10-11 10:09:40 UTC
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Post by Odin
Post by F. Werner
Im Übrigen mag die Form der DDR-Schule gut gewesen sein. Der Inhalt
war im politischen Teil Geschichtsklitterung und Propaganda.
Und warum sind die dann in ihrer Mehrheit aktuell mündiger als ihre
Altersgenossen im Westen?
Woran machst Du das fest?

FW
Odin
2018-10-11 14:47:30 UTC
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Post by F. Werner
Post by Odin
Post by F. Werner
Im Übrigen mag die Form der DDR-Schule gut gewesen sein. Der Inhalt
war im politischen Teil Geschichtsklitterung und Propaganda.
Und warum sind die dann in ihrer Mehrheit aktuell mündiger als ihre
Altersgenossen im Westen?
Woran machst Du das fest?
DAS hatte ich ja schon geschrieben.

Hahaa...und weil die schlauer sind als im Westen halten die sich die Musels
möglichst vom Leib. Die sind so schlau, daß sie vom Abschauen der gewalttätigen
Vermuselung im Westen entscheidenden können., DAS wollen WIR nicht!
F. Werner
2018-10-12 05:27:26 UTC
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Post by Odin
Post by F. Werner
Woran machst Du das fest?
DAS hatte ich ja schon geschrieben.
Hahaa...und weil die schlauer sind als im Westen halten die sich die Musels
möglichst vom Leib. Die sind so schlau, daß sie vom Abschauen der gewalttätigen
Vermuselung im Westen entscheidenden können., DAS wollen WIR nicht!
Ach das meinst Du. Nun ja.

FW
Odin
2018-10-12 08:37:42 UTC
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Post by F. Werner
Post by Odin
Post by F. Werner
Woran machst Du das fest?
DAS hatte ich ja schon geschrieben.
Hahaa...und weil die schlauer sind als im Westen halten die sich die Musels
möglichst vom Leib. Die sind so schlau, daß sie vom Abschauen der gewalttätigen
Vermuselung im Westen entscheidenden können., DAS wollen WIR nicht!
Ach das meinst Du. Nun ja.
FW
Ja, meine ich! Aber was hast du denn für eine Erklärung dafür, daß sich
die Menschen im Osten deutlich mehr gegen die Vermuselung stemmen als im Westen?
F. W.
2018-10-18 06:38:05 UTC
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Post by Odin
Ja, meine ich! Aber was hast du denn für eine Erklärung dafür, daß sich
die Menschen im Osten deutlich mehr gegen die Vermuselung stemmen als im Westen?
Also nach meiner Erfahrung ist derjenige intolerant, der Angst vor dem
Fremden, vor der Veränderung hat. Menschen, die innovativ denken, die
das Neue und das Neuartige begrüßen, die sind nicht intolerant.

Es ist eine Frage der Grundeinstellung: ist etwas Neues überwiegend gut
oder schlecht? Das ist eine Frage der Erfahrung. War es bisher gut oder
eher schlecht?

Der Osten hat eher schlechte Erfahrungen gemacht. Das Unrechts-Regime,
das sich "Demokratische Republik" nannte, also gleich zwei Lügen in
einem Wort, das drangsalierte sein Volk.

Als dann der Westen kam, sollte alles besser werden. Wurde es aber
nicht. Stattdessen kamen die Abzocker und die Arbeitslosigkeit und der
Wettbewerb und niemand, vor allem nicht im Westfernsehen-losen Sachsen,
konnte ahnen, wie der Kapitalismus wirklich aussieht.

Folglich hatte jede Änderung in Sachsen einen negativen Touch. Und so
ist das noch heute: besser ist, man ändert gar nichts. Das ist
"konservativ" (lat. conservare = bewahren) im eigentlichen Sinne.

Das wird sich aber ändern. Je mehr die Leute rumkommen, also z. B.
Urlaub machen, desto toleranter werden sie in der Regel, weil die
Veränderung eher positiv gesehen wird. Auch in Sachsen.

FW
Odin
2018-10-18 07:30:48 UTC
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Post by F. W.
Post by Odin
Ja, meine ich! Aber was hast du denn für eine Erklärung dafür, daß sich
die Menschen im Osten deutlich mehr gegen die Vermuselung stemmen als im Westen?
Also nach meiner Erfahrung ist derjenige intolerant, der Angst vor dem
Fremden, vor der Veränderung hat. Menschen, die innovativ denken, die
das Neue und das Neuartige begrüßen, die sind nicht intolerant.
DAS hat mit Intoleranz aber nichts zu tun!!! Angst ist eine nützliche
Erfindung der Evolution um das Lebewesen vor Gefahr zu warnen. Und NEUES ist
aus der Erfahrung der Evolution natürlich immer auch eine Gefahr. erst die
Erfahrung ordnet das Neue richtig ein. Du hast dich da leider selbst in deinem
Gedankengestrüpp verirrt. Ich bin z.B. extrem innovativ veranlagt (Habe während meiner Zeit im Beruf die 3D Opto-Elektronik für den Verlegezug der Magnetbahn im Emsland entwicklet) und bin damals unter wenigen der absoluten Meinung gewesen
diese Technik auf Hauptstrecken bei uns zu installieren. Die Gegner waren deine
"tolleranten" Vorzeigegutmenschen die oft mit abstrusen "Argumenten" aufwarteten. Denen werfe ich aktuell Gutmenschen- Toleranz gegenüber
Musel- Intoleranz vor.
Post by F. W.
Es ist eine Frage der Grundeinstellung: ist etwas Neues überwiegend gut
oder schlecht? Das ist eine Frage der Erfahrung. War es bisher gut oder
eher schlecht?
Hmmm...merkst du denn nicht, das man mit etwas total NEUEM keine Erfahrung haben kann? Da zählt dann nur die persönliche globale Erfahrung aus dem Erlebten davor. Und genau DAS ist der wichtige Fakt bei der Beantwortung WARUM die
ehemaligen DDR Bewohner schlauer sind als die in der BRD.
Post by F. W.
Der Osten hat eher schlechte Erfahrungen gemacht. Das Unrechts-Regime,
das sich "Demokratische Republik" nannte, also gleich zwei Lügen in
einem Wort, das drangsalierte sein Volk.
Als dann der Westen kam, sollte alles besser werden. Wurde es aber
nicht. Stattdessen kamen die Abzocker und die Arbeitslosigkeit und der
Wettbewerb und niemand, vor allem nicht im Westfernsehen-losen Sachsen,
konnte ahnen, wie der Kapitalismus wirklich aussieht.
Es wurde sogar sehr vieles besser...eben nur nicht alles! Ich habe mit einigen
DDR -Bewohnern damals in Plau am See darüber viel diskutiert und einigen klar
gemacht, daß auch ihre Kader am Treuhanddesaster maßgeblich beteiligt waren. Die
Konsumläden waren das Hauptthema dort und hätten niemals ohne DDR Bonzen dersrtig verramscht werden können.
Post by F. W.
Folglich hatte jede Änderung in Sachsen einen negativen Touch. Und so
ist das noch heute: besser ist, man ändert gar nichts. Das ist
"konservativ" (lat. conservare = bewahren) im eigentlichen Sinne.
Das siehst du völlig falsch. Gerade weil die in Sachsen und Thüringen eben NICHT
mit der Volksverräterin Merkel so weiter machen wollen wie bisher wählen die
doch massenhaft AfD. Ich kann die sehr gut verstehen. Erst mit der
Wiedervereinigung verarscht worden und dann viel zu lange schon mit der Merkel...
Post by F. W.
Das wird sich aber ändern. Je mehr die Leute rumkommen, also z. B.
Urlaub machen, desto toleranter werden sie in der Regel, weil die
Veränderung eher positiv gesehen wird. Auch in Sachsen.
Du meinst also sie werden auch noch tolerant gegenüber Intoleranz???
So dumm sind die nicht...wetten!?
F. W.
2018-10-18 08:00:07 UTC
Permalink
Post by Odin
Post by F. W.
Post by Odin
Ja, meine ich! Aber was hast du denn für eine Erklärung dafür,
daß sich die Menschen im Osten deutlich mehr gegen die
Vermuselung stemmen als im Westen?
Also nach meiner Erfahrung ist derjenige intolerant, der Angst vor
dem Fremden, vor der Veränderung hat. Menschen, die innovativ
denken, die das Neue und das Neuartige begrüßen, die sind nicht
intolerant.
DAS hat mit Intoleranz aber nichts zu tun!!! Angst ist eine
nützliche Erfindung der Evolution um das Lebewesen vor Gefahr zu
warnen.
Ja, aber nur in konkreten Situationen, die bisher eine Gefahr
bedeuteten. Kurze Zeit später beruhigt sich alles wieder, weil Angst zu
haben auch Energie verbraucht, die in der Natur selten und teuer ist.
Post by Odin
Und NEUES ist aus der Erfahrung der Evolution natürlich immer
auch eine Gefahr.
Die Natur probiert ständig Neues aus (Mutation).
Post by Odin
Erst die Erfahrung ordnet das Neue richtig ein. Du
hast dich da leider selbst in deinem Gedankengestrüpp verirrt.
Wenn die Sachsen jahrelange schlechte Erfahrung mit Zuwanderung gemacht
hätten, würde ich Dir Recht geben. Sie haben aber gar keine nennenswerte
Erfahrung, da es in Sachsen kaum Ausländer gibt.
Post by Odin
Ich
bin z.B. extrem innovativ veranlagt (Habe während meiner Zeit im
Beruf die 3D Opto-Elektronik für den Verlegezug der Magnetbahn im
Emsland entwicklet) und bin damals unter wenigen der absoluten
Meinung gewesen diese Technik auf Hauptstrecken bei uns zu
installieren. Die Gegner waren deine "tolleranten"
Vorzeigegutmenschen die oft mit abstrusen "Argumenten" aufwarteten.
Es heißt "tolerant" oder war das ein Wortwitz?

Technische Innovation hat wenig mit Toleranz zu tun. Dein vergleich
hinkt etwas.
Post by Odin
Denen werfe ich aktuell Gutmenschen- Toleranz gegenüber Musel-
Intoleranz vor.
Zu der technischen Problematik kann ich wenig sagen. Es ist aber auch
immer eine Frage der Finanzierung und damit der Verkaufbarkeit. Den
Emsländer Zug (die Magnetschwebebahn?) breit einzusetzen bedeutete vor
allem, das gesamte Schienennetz zu verändern. Das ist schon eine riesige
Investition, die kaum gestemmt werden kann.
Post by Odin
Post by F. W.
Es ist eine Frage der Grundeinstellung: ist etwas Neues überwiegend
gut oder schlecht? Das ist eine Frage der Erfahrung. War es bisher
gut oder eher schlecht?
Hmmm...merkst du denn nicht, das man mit etwas total NEUEM keine
Erfahrung haben kann? Da zählt dann nur die persönliche globale
Erfahrung aus dem Erlebten davor. Und genau DAS ist der wichtige Fakt
bei der Beantwortung WARUM die ehemaligen DDR Bewohner schlauer sind
als die in der BRD.
Die Frage lautet gekürzt "War etwas Neues bisher gut oder schlecht?".
Post by Odin
Post by F. W.
Folglich hatte jede Änderung in Sachsen einen negativen Touch. Und
so ist das noch heute: besser ist, man ändert gar nichts. Das ist
"konservativ" (lat. conservare = bewahren) im eigentlichen Sinne.
Das siehst du völlig falsch. Gerade weil die in Sachsen und Thüringen
eben NICHT mit der Volksverräterin Merkel so weiter machen wollen wie
bisher wählen die doch massenhaft AfD. Ich kann die sehr gut
verstehen. Erst mit der Wiedervereinigung verarscht worden und dann
viel zu lange schon mit der Merkel...
Die Wiedervereinigung ist aber schon 28 Jahre her. Ein bisschen spät für
Rache. Außerdem hatte der Wiedervereiniger Kohl immer eine satte
Mehrheit im Osten. Der Osten war also immer ein großer Fan der
Wiedervereinigung.

Die AfD wird aus Protestgründen gewählt. Gegen was die da protestieren,
kann ich nicht sagen. Vielleicht gegen den Zuzug von Ausländern, wovon
Sachsen aber beispielsweise gar nicht betroffen ist.

Ich nehme an, dass sich die 17 Mio Einwohner des Ostens immer gegenüber
den 65 Mio Einwohnern des Westens benachteiligt fühlen. Dabei geben wir
nun seit Jahrzehnten einen "Solidaritätszuschlag" ab, um denen zu helfen.

Richtig wäre es, wenn Ausländer sich weigern würden, den Soli an Sachsen
zu zahlen. Und viele Westdeutsche würden das sicher verstehen. :-)
Post by Odin
Post by F. W.
Das wird sich aber ändern. Je mehr die Leute rumkommen, also z. B.
Urlaub machen, desto toleranter werden sie in der Regel, weil die
Veränderung eher positiv gesehen wird. Auch in Sachsen.
Du meinst also sie werden auch noch tolerant gegenüber Intoleranz???
So dumm sind die nicht...wetten!?
Reisen bildet.

FW
Odin
2018-10-18 11:38:04 UTC
Permalink
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Post by Odin
Ja, meine ich! Aber was hast du denn für eine Erklärung dafür,
daß sich die Menschen im Osten deutlich mehr gegen die
Vermuselung stemmen als im Westen?
Also nach meiner Erfahrung ist derjenige intolerant, der Angst vor
dem Fremden, vor der Veränderung hat. Menschen, die innovativ
denken, die das Neue und das Neuartige begrüßen, die sind nicht
intolerant.
DAS hat mit Intoleranz aber nichts zu tun!!! Angst ist eine
nützliche Erfindung der Evolution um das Lebewesen vor Gefahr zu
warnen.
Ja, aber nur in konkreten Situationen, die bisher eine Gefahr
bedeuteten.
Nicht nur "bisher"! Denn das würde ja bedeuten, daß sie von neuen Gefahren
wieder fatal überrascht werden könnten.
Post by F. W.
Kurze Zeit später beruhigt sich alles wieder, weil Angst zu
haben auch Energie verbraucht, die in der Natur selten und teuer ist.
Post by Odin
Und NEUES ist aus der Erfahrung der Evolution natürlich immer
auch eine Gefahr.
Die Natur probiert ständig Neues aus (Mutation).
Deswegen stehen die Lebewesen ja auch unter einem Dauerstreß. Pferde und andere
Beutetiere schlafen ja nicht umsonst im Stehen oder im Halschlaf.
Post by F. W.
Post by Odin
Erst die Erfahrung ordnet das Neue richtig ein. Du
hast dich da leider selbst in deinem Gedankengestrüpp verirrt.
Wenn die Sachsen jahrelange schlechte Erfahrung mit Zuwanderung gemacht
hätten, würde ich Dir Recht geben. Sie haben aber gar keine nennenswerte
Erfahrung, da es in Sachsen kaum Ausländer gibt.
Deren Erfahrung baut doch auf den Umgang mit VORHER unbekannten menschlichen
Charakteren auf die sie schon unter der Stasi erlernten. Die Wende gab ihnen
dann die restliche Abneigung gegen das von ihnen beobachtete Gutmenschentum.
Post by F. W.
Post by Odin
Ich
bin z.B. extrem innovativ veranlagt (Habe während meiner Zeit im
Beruf die 3D Opto-Elektronik für den Verlegezug der Magnetbahn im
Emsland entwicklet) und bin damals unter wenigen der absoluten
Meinung gewesen diese Technik auf Hauptstrecken bei uns zu
installieren. Die Gegner waren deine "tolleranten"
Vorzeigegutmenschen die oft mit abstrusen "Argumenten" aufwarteten.
Es heißt "tolerant" oder war das ein Wortwitz?
Ja, war es, denn toll(wütig) dämlich sind mache Toleranten ja wirklich.
Post by F. W.
Technische Innovation hat wenig mit Toleranz zu tun. Dein vergleich
hinkt etwas.
Das sehe ich anders. Gerade bei technischen Neuerungen welche die Masse der Bürger nur schwer verstehen kann ist die Abneigung zur Veränderung sehr groß.
Aber gerade dort sollte die Toleranz am größten sein...wie uns die Erfahrung
aus den technischen Errungenschaften doch lehrt!
Post by F. W.
Post by Odin
Denen werfe ich aktuell Gutmenschen- Toleranz gegenüber Musel-
Intoleranz vor.
Zu der technischen Problematik kann ich wenig sagen. Es ist aber auch
immer eine Frage der Finanzierung und damit der Verkaufbarkeit. Den
Emsländer Zug (die Magnetschwebebahn?) breit einzusetzen bedeutete vor
allem, das gesamte Schienennetz zu verändern. Das ist schon eine riesige
Investition, die kaum gestemmt werden kann.
So "tolerant" waren auch die Gegner der ersten Eisenbahn...SCHIENEN...um Gotteswillen, bloß nicht. Wozu dieser Aufwand? Eine Magnetbahn in einer
teilevakuierten Röhre wäre es geworden die nicht mehr vom Wetter abhängig ist
und wegen des extrem niedrigen Verschleißes auch kaum Wartung benötigt. Die
Baukosten wäre sehr hoch geworden, vergleichbar mit dem Aufwand damals die
ersten Schinenstränge legen zu müssen. Aber die Betriebskosten wären bei der
extrem hohen Fahrgeschwindigkeit (bis Überschall) gegenüber einem permanent zu
wartenden Radzug kaum zu erwähnen!
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Es ist eine Frage der Grundeinstellung: ist etwas Neues überwiegend
gut oder schlecht? Das ist eine Frage der Erfahrung. War es bisher
gut oder eher schlecht?
Hmmm...merkst du denn nicht, das man mit etwas total NEUEM keine
Erfahrung haben kann? Da zählt dann nur die persönliche globale
Erfahrung aus dem Erlebten davor. Und genau DAS ist der wichtige Fakt
bei der Beantwortung WARUM die ehemaligen DDR Bewohner schlauer sind
als die in der BRD.
Die Frage lautet gekürzt "War etwas Neues bisher gut oder schlecht?".
Wenn es sich nur lange genug gehalten hat , dann eher gut.
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Folglich hatte jede Änderung in Sachsen einen negativen Touch. Und
so ist das noch heute: besser ist, man ändert gar nichts. Das ist
"konservativ" (lat. conservare = bewahren) im eigentlichen Sinne.
Das siehst du völlig falsch. Gerade weil die in Sachsen und Thüringen
eben NICHT mit der Volksverräterin Merkel so weiter machen wollen wie
bisher wählen die doch massenhaft AfD. Ich kann die sehr gut
verstehen. Erst mit der Wiedervereinigung verarscht worden und dann
viel zu lange schon mit der Merkel...
Die Wiedervereinigung ist aber schon 28 Jahre her. Ein bisschen spät für
Rache. Außerdem hatte der Wiedervereiniger Kohl immer eine satte
Mehrheit im Osten. Der Osten war also immer ein großer Fan der
Wiedervereinigung.
Aber sicher nicht davon mit Musels vereinigt zu werden!!! Die kamen doch unter
dem Aspekt vom Regen in die Traufe. Lies einfach mal Frank Bügels eigenen sehr
detailliert beschriebene Erfahrungen darüber und auch du weißt dann Bescheid.
Post by F. W.
Die AfD wird aus Protestgründen gewählt. Gegen was die da protestieren,
kann ich nicht sagen. Vielleicht gegen den Zuzug von Ausländern, wovon
Sachsen aber beispielsweise gar nicht betroffen ist.
Genau deswegen sind die dort doch schlauer. Die müssen nicht erst selbst solche
schlimmen Erfahrungen gemacht haben wie die Menschen in den BRD Ausländerecken.
Analog dazu das Beispiel des dummen Kindes, welches erstaunt auf seinen gleich
alten Kameraden blickt der sich am heißen Ofen gerade die Finger verbrannt hat.
Das dumme Kind will per Selbstversuch herausfinden warum sein Kamerad weint...

Begreifst du es jetzt etwas besser?
Post by F. W.
Ich nehme an, dass sich die 17 Mio Einwohner des Ostens immer gegenüber
den 65 Mio Einwohnern des Westens benachteiligt fühlen. Dabei geben wir
nun seit Jahrzehnten einen "Solidaritätszuschlag" ab, um denen zu helfen.
DAS hat nun rein garnix mit den archaisch gewalttätigen Musels zu tun!!!
DU verlangst offenbar, daß die den fast einzigen VORTEIL, nämlich das Pack nicht haben zu wollen aufgeben sollen???
SO dumm sind die sicher nicht!
Post by F. W.
Richtig wäre es, wenn Ausländer sich weigern würden, den Soli an Sachsen
zu zahlen. Und viele Westdeutsche würden das sicher verstehen. :-)
Ja, so selten Dumme wie DU bestimmt.

RICHTIG wäre es, wenn alle DEUTSCHEN sich weigern würden für Ausländer wie diese
bösartigen Musels aufkommen zu müssen!!!
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Das wird sich aber ändern. Je mehr die Leute rumkommen, also z. B.
Urlaub machen, desto toleranter werden sie in der Regel, weil die
Veränderung eher positiv gesehen wird. Auch in Sachsen.
Auch da liegst du wieder total daneben. Schau dir nur die Einheimischen auf
Malle an, gerade weil schon so lange "Leute rumkommen" haben die aktuell die
Schnauze voll von denen!
Post by F. W.
Post by Odin
Du meinst also sie werden auch noch tolerant gegenüber Intoleranz???
So dumm sind die nicht...wetten!?
Reisen bildet.
Du verwechselst da Reisen mit Muselinvasion. Mir wird ja Angst und Bange wenn ich mal annehmen müßte, daß die Masse der Wähler mal so denken (?) würde wie du hier gerade!

MfG
F. W.
2018-10-18 12:01:00 UTC
Permalink
Post by Odin
Post by F. W.
Post by Odin
DAS hat mit Intoleranz aber nichts zu tun!!! Angst ist eine
nützliche Erfindung der Evolution um das Lebewesen vor Gefahr zu
warnen.
Ja, aber nur in konkreten Situationen, die bisher eine Gefahr
bedeuteten.
Nicht nur "bisher"! Denn das würde ja bedeuten, daß sie von neuen
Gefahren wieder fatal überrascht werden könnten.
Klar. Das nutzen Jäger ja auch aus.

Die Antilopenherde, von deren Mitglieder gefressen wurde, stellen sich
nach ein paar Minuten genau wieder an die Stelle, aus der das Krokodil
herausschnellte.

Nachdem nachts einige Geräusche ohne Folgen zu hören waren, schlafen wir
wieder ein.

Jede Meldung ist nach ein paar Tagen aus den Schlagzeilen, weil sich nur
Neues gut verkauft.

Alles dieselbe Mechanik.
Post by Odin
Post by F. W.
Wenn die Sachsen jahrelange schlechte Erfahrung mit Zuwanderung
gemacht hätten, würde ich Dir Recht geben. Sie haben aber gar keine
nennenswerte Erfahrung, da es in Sachsen kaum Ausländer gibt.
Deren Erfahrung baut doch auf den Umgang mit VORHER unbekannten
menschlichen Charakteren auf die sie schon unter der Stasi erlernten.
In der Stasi waren aber keine Araber.
Post by Odin
Die Wende gab ihnen dann die restliche Abneigung gegen das von ihnen
beobachtete Gutmenschentum.
Ich hoffe, dass diejenigen, die das Wort ständig benutzen, es auch
definieren können.
Post by Odin
Post by F. W.
Technische Innovation hat wenig mit Toleranz zu tun. Dein
vergleich hinkt etwas.
Das sehe ich anders. Gerade bei technischen Neuerungen welche die
Masse der Bürger nur schwer verstehen kann ist die Abneigung zur
Veränderung sehr groß. Aber gerade dort sollte die Toleranz am
größten sein...wie uns die Erfahrung aus den technischen
Errungenschaften doch lehrt!
Die Masse der Bürger, die ich kenne, verstehen bis heute nicht, wie ein
Handy funktioniert. Sie haben aber alle eines.
Post by Odin
Post by F. W.
Die Frage lautet gekürzt "War etwas Neues bisher gut oder
schlecht?".
Wenn es sich nur lange genug gehalten hat , dann eher gut.
Also werden wir in ein paar Jahren nicht mehr über Flüchtlinge reden.
Post by Odin
Post by F. W.
Die Wiedervereinigung ist aber schon 28 Jahre her. Ein bisschen
spät für Rache. Außerdem hatte der Wiedervereiniger Kohl immer eine
satte Mehrheit im Osten. Der Osten war also immer ein großer Fan
der Wiedervereinigung.
Aber sicher nicht davon mit Musels vereinigt zu werden!!! Die kamen
doch unter dem Aspekt vom Regen in die Traufe. Lies einfach mal Frank
Bügels eigenen sehr detailliert beschriebene Erfahrungen darüber und
auch du weißt dann Bescheid.
Gern. Wo ist denn der? :-( ???
Post by Odin
Genau deswegen sind die dort doch schlauer. Die müssen nicht erst
selbst solche schlimmen Erfahrungen gemacht haben wie die Menschen in
den BRD Ausländerecken. Analog dazu das Beispiel des dummen Kindes,
welches erstaunt auf seinen gleich alten Kameraden blickt der sich am
heißen Ofen gerade die Finger verbrannt hat. Das dumme Kind will per
Selbstversuch herausfinden warum sein Kamerad weint...
Begreifst du es jetzt etwas besser?
Klar: die lesen Zeitungsmeldungen und glauben, alle Musels seien Mörder.
Post by Odin
Post by F. W.
Ich nehme an, dass sich die 17 Mio Einwohner des Ostens immer
gegenüber den 65 Mio Einwohnern des Westens benachteiligt fühlen.
Dabei geben wir nun seit Jahrzehnten einen "Solidaritätszuschlag"
ab, um denen zu helfen.
DAS hat nun rein garnix mit den archaisch gewalttätigen Musels zu
tun!!! DU verlangst offenbar, daß die den fast einzigen VORTEIL,
nämlich das Pack nicht haben zu wollen aufgeben sollen??? SO dumm
sind die sicher nicht!
Nun, wenn sie sich gegen eine Volksgruppe durchsetzen können, warum
sollte ihnen das nicht gegen eine beliebige andere Volksgruppe auch
gelingen? Was ist, wenn sie plötzlich etwas gegen Manfreds haben?
Post by Odin
Post by F. W.
Richtig wäre es, wenn Ausländer sich weigern würden, den Soli an
Sachsen zu zahlen. Und viele Westdeutsche würden das sicher
verstehen. :-)
Ja, so selten Dumme wie DU bestimmt.
Ich sprach von Ausländern...
Post by Odin
RICHTIG wäre es, wenn alle DEUTSCHEN sich weigern würden für
Ausländer wie diese bösartigen Musels aufkommen zu müssen!!!
Das werden sie ja vielleicht nicht immer müssen. Der Plan ist, sie so zu
integrieren, dass sie der Wirtschaft nützen, in dem sie hier leben und
arbeiten.

Auch wenn z. B. die Türken nicht wirklich integriert sind, die meisten
von ihnen arbeiten.
Post by Odin
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Das wird sich aber ändern. Je mehr die Leute rumkommen, also z.
B. Urlaub machen, desto toleranter werden sie in der Regel,
weil die Veränderung eher positiv gesehen wird. Auch in
Sachsen.
Auch da liegst du wieder total daneben. Schau dir nur die
Einheimischen auf Malle an, gerade weil schon so lange "Leute
rumkommen" haben die aktuell die Schnauze voll von denen!
Ja, ein Teil meiner Bekanntschaft hat grundsätzlich etwas gegen
Ausländer, fährt aber gern nach Malle. Denken ist eben eine Arbeit, die
nicht jeder gleich gut kann.
Post by Odin
Du verwechselst da Reisen mit Muselinvasion. Mir wird ja Angst und
Bange wenn ich mal annehmen müßte, daß die Masse der Wähler mal so
denken (?) würde wie du hier gerade!
Da reisen nicht die Musels sondern die Deutschen, erweitern ihren
Horizont und werden toleranter gegenüber Ausländer, da sie selbst oft
welche sind.

FW
Odin
2018-10-18 15:48:31 UTC
Permalink
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Post by Odin
DAS hat mit Intoleranz aber nichts zu tun!!! Angst ist eine
nützliche Erfindung der Evolution um das Lebewesen vor Gefahr zu
warnen.
Ja, aber nur in konkreten Situationen, die bisher eine Gefahr
bedeuteten.
Nicht nur "bisher"! Denn das würde ja bedeuten, daß sie von neuen
Gefahren wieder fatal überrascht werden könnten.
Klar. Das nutzen Jäger ja auch aus.
Das ist ein globaler Effekt der Angst, nicht nur vor Jägern. Schau dir mal
Videos an wo z.B. ein großer Hund vor einem kleinen sehr mutigen und etwas
aggressiven Eichhörnchen reißaus nimmt. Der Hund könnte es doch leicht überwältigen...aber da ist seine Urangst vor dem Neuen. Dem Neuen Eichhörnchen
das sich eben nicht ängstlich zeigte.
Post by F. W.
Die Antilopenherde, von deren Mitglieder gefressen wurde, stellen sich
nach ein paar Minuten genau wieder an die Stelle, aus der das Krokodil
herausschnellte.
Nachdem nachts einige Geräusche ohne Folgen zu hören waren, schlafen wir
wieder ein.
Jede Meldung ist nach ein paar Tagen aus den Schlagzeilen, weil sich nur
Neues gut verkauft.
Alles dieselbe Mechanik.
Nennt man Anpassung und leben mit Angst.
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Wenn die Sachsen jahrelange schlechte Erfahrung mit Zuwanderung
gemacht hätten, würde ich Dir Recht geben. Sie haben aber gar keine
nennenswerte Erfahrung, da es in Sachsen kaum Ausländer gibt.
Deren Erfahrung baut doch auf den Umgang mit VORHER unbekannten
menschlichen Charakteren auf die sie schon unter der Stasi erlernten.
In der Stasi waren aber keine Araber.
Aber auch böse Typen und nur darauf kommt es an.
Post by F. W.
Post by Odin
Die Wende gab ihnen dann die restliche Abneigung gegen das von ihnen
beobachtete Gutmenschentum.
Ich hoffe, dass diejenigen, die das Wort ständig benutzen, es auch
definieren können.
Eine korrekte Definition dürfte etwas länger werden...die gängigste ist demnach die von geltungsbedürftigen Menschen die sich mit übertriebener Duldsamkeit
gegenüber Deutschenhassern auf Kosten der Masse einen humanen Anstrich geben möchten den sie ansonsten von ihrer Leistung nicht herleiten können!
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Technische Innovation hat wenig mit Toleranz zu tun. Dein
vergleich hinkt etwas.
Das sehe ich anders. Gerade bei technischen Neuerungen welche die
Masse der Bürger nur schwer verstehen kann ist die Abneigung zur
Veränderung sehr groß. Aber gerade dort sollte die Toleranz am
größten sein...wie uns die Erfahrung aus den technischen
Errungenschaften doch lehrt!
Die Masse der Bürger, die ich kenne, verstehen bis heute nicht, wie ein
Handy funktioniert. Sie haben aber alle eines.
Da überwiegt halt der erkannte PERSÖNLICHE Nutzen die technische Abneigung.
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Die Frage lautet gekürzt "War etwas Neues bisher gut oder
schlecht?".
Wenn es sich nur lange genug gehalten hat , dann eher gut.
Also werden wir in ein paar Jahren nicht mehr über Flüchtlinge reden.
Ich hätte eben besser "lange genug" POSITIV schreiben sollen.
Hast du mich tatsächlich so sehr mißverstanden.
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Die Wiedervereinigung ist aber schon 28 Jahre her. Ein bisschen
spät für Rache. Außerdem hatte der Wiedervereiniger Kohl immer eine
satte Mehrheit im Osten. Der Osten war also immer ein großer Fan
der Wiedervereinigung.
Aber sicher nicht davon mit Musels vereinigt zu werden!!! Die kamen
doch unter dem Aspekt vom Regen in die Traufe. Lies einfach mal Frank
Bügels eigenen sehr detailliert beschriebene Erfahrungen darüber und
auch du weißt dann Bescheid.
Gern. Wo ist denn der? :-( ???
Der schreibt hier öfter mal darüber. Ließ einfach seine Beiträge aus Aktivitätsübersicht.
Post by F. W.
Post by Odin
Genau deswegen sind die dort doch schlauer. Die müssen nicht erst
selbst solche schlimmen Erfahrungen gemacht haben wie die Menschen in
den BRD Ausländerecken. Analog dazu das Beispiel des dummen Kindes,
welches erstaunt auf seinen gleich alten Kameraden blickt der sich am
heißen Ofen gerade die Finger verbrannt hat. Das dumme Kind will per
Selbstversuch herausfinden warum sein Kamerad weint...
Begreifst du es jetzt etwas besser?
Klar: die lesen Zeitungsmeldungen und glauben, alle Musels seien Mörder.
Nein, das glauben sie eben nicht. DU unterstellst es ihnen nur voreilig!!! Die
wissen aber aus den unabhängigen Medien, daß extrem viele Musels und Neger
kriminelle Gewalttäter sind. Möchtest DU das jetzt hier bestreiten, daß es sich so verhält?
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Ich nehme an, dass sich die 17 Mio Einwohner des Ostens immer
gegenüber den 65 Mio Einwohnern des Westens benachteiligt fühlen.
Dabei geben wir nun seit Jahrzehnten einen "Solidaritätszuschlag"
ab, um denen zu helfen.
DAS hat nun rein garnix mit den archaisch gewalttätigen Musels zu
tun!!! DU verlangst offenbar, daß die den fast einzigen VORTEIL,
nämlich das Pack nicht haben zu wollen aufgeben sollen??? SO dumm
sind die sicher nicht!
Nun, wenn sie sich gegen eine Volksgruppe durchsetzen können, warum
sollte ihnen das nicht gegen eine beliebige andere Volksgruppe auch
gelingen? Was ist, wenn sie plötzlich etwas gegen Manfreds haben?
Weil sie halt schlauer sind als DU und wissen daß ihnen die Manfreds nix tun,
sondern helfen. Nur die Mohameds schaden ihnen...du weißt das wieder nicht!
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Richtig wäre es, wenn Ausländer sich weigern würden, den Soli an
Sachsen zu zahlen. Und viele Westdeutsche würden das sicher
verstehen. :-)
Ja, so selten Dumme wie DU bestimmt.
Ich sprach von Ausländern...
Ja, von den Schmarotzern, also "Ausländer" im Sinne der Lügenpresse, die sich von Deutschen aushalten lassen und noch dreist und frech dabei werden.
Post by F. W.
Post by Odin
RICHTIG wäre es, wenn alle DEUTSCHEN sich weigern würden für
Ausländer wie diese bösartigen Musels aufkommen zu müssen!!!
Das werden sie ja vielleicht nicht immer müssen. Der Plan ist, sie so zu
integrieren, dass sie der Wirtschaft nützen, in dem sie hier leben und
arbeiten.
Merkel hat ihre PLANwirtschaft noch von der SED Diktatur gelernt und die konnte
es auch schon nicht...wundern tut mich allerdings doch, daß sich so viele
Westler davon irre machen ließen.
Post by F. W.
Auch wenn z. B. die Türken nicht wirklich integriert sind, die meisten
von ihnen arbeiten.
Ja, meist GEGEN uns! Erdowahn sagte doch ganz frech "Die Demokratie ist der
Zug auf den wir __damit meinte er explizit die TÜRKEN in Deutschland__
aufspringen bis wir am Ziel sind. Sein Ziel und das fast aller Türkenmusels ist
ein archaisch barbarischer Muselgottstaat!
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Das wird sich aber ändern. Je mehr die Leute rumkommen, also z.
B. Urlaub machen, desto toleranter werden sie in der Regel,
weil die Veränderung eher positiv gesehen wird. Auch in
Sachsen.
Auch da liegst du wieder total daneben. Schau dir nur die
Einheimischen auf Malle an, gerade weil schon so lange "Leute
rumkommen" haben die aktuell die Schnauze voll von denen!
Ja, ein Teil meiner Bekanntschaft hat grundsätzlich etwas gegen
Ausländer, fährt aber gern nach Malle. Denken ist eben eine Arbeit, die
nicht jeder gleich gut kann.
Bei deiner hier gezeigten Art mit Worten umzugehen glaube ich fast, daß du dich
da auch in deinen Bekannten täuschst. Ich gehe deshalb davon aus, daß die
eben nicht perse Ausländerfeindlich sind, sondern nur Schmarotzerfeindlich und
das kann auch ich gut verstehen. Ich könnte dir dutzende ausländische Herkünfte
nennen gegen die ich nicht das Geringste habe...und nur weil ich etwas gegen Musels und Neger habe soll ich gleich pauschal ausländerfeindlich sein? Das ist
doch absurd und entspringt Merkels Lügenpresse! Wird aber gern vom gemeinen Volk
nachgeplappert...
Post by F. W.
Post by Odin
Du verwechselst da Reisen mit Muselinvasion. Mir wird ja Angst und
Bange wenn ich mal annehmen müßte, daß die Masse der Wähler mal so
denken (?) würde wie du hier gerade!
Da reisen nicht die Musels sondern die Deutschen, erweitern ihren
Horizont und werden toleranter gegenüber Ausländer, da sie selbst oft
welche sind.
Im TV habe ich schon gesehen wie sie ihren Horizont dort erweitern...mit
kollektivem Komasaufen und Grölerei nach Mitternacht. Ne danke...mit solchen Deutschen möchte ich nun wieder nix zu tun haben!

MfG
F. W.
2018-10-18 16:20:35 UTC
Permalink
Post by Odin
Post by F. W.
Post by Odin
Begreifst du es jetzt etwas besser?
Klar: die lesen Zeitungsmeldungen und glauben, alle Musels seien Mörder.
Nein, das glauben sie eben nicht. DU unterstellst es ihnen nur
voreilig!!! Die wissen aber aus den unabhängigen Medien, daß extrem
viele Musels und Neger kriminelle Gewalttäter sind. Möchtest DU das
jetzt hier bestreiten, daß es sich so verhält?
Ja, ähem, gut, dass Du niemandem etwas unterstellst... ;-)

FW
Odin
2018-10-18 17:17:32 UTC
Permalink
Post by F. W.
Post by Odin
Post by F. W.
Post by Odin
Begreifst du es jetzt etwas besser?
Klar: die lesen Zeitungsmeldungen und glauben, alle Musels seien Mörder.
Nein, das glauben sie eben nicht. DU unterstellst es ihnen nur
voreilig!!! Die wissen aber aus den unabhängigen Medien, daß extrem
viele Musels und Neger kriminelle Gewalttäter sind. Möchtest DU das
jetzt hier bestreiten, daß es sich so verhält?
Ja, ähem, gut, dass Du niemandem etwas unterstellst... ;-)
Ich muß den Muselinvasoren ja auch nichts unterstellen...zu viele von denen
sind doch längst wegen ihrer Gewaltexzesse aufgefallen und nur wenige davon
wurden für ihre Verbrechen adäquat bestraft.

Dir werfe ich ja nur vor etwas voreilig mit deiner Beurteilung der Ostdeutschen Überzeugungen zu sein. Aber zum Thema "extrem viele Musels unter den Gewalttätern" hätte ich gern eine Antwort von dir erwartet.

MfG
Gottfried Feder
2018-10-18 21:13:23 UTC
Permalink
Post by F. W.
Ja, aber nur in konkreten Situationen, die bisher eine Gefahr
bedeuteten. Kurze Zeit später beruhigt sich alles wieder, weil Angst zu
haben auch Energie verbraucht, die in der Natur selten und teuer ist.
Energie in der Natur selten und teuer? Sind Kartoffeln selten und teuer?
Ist Kupfer selten und teuer? Ist Zink selten und teuer?
Post by F. W.
Die Natur probiert ständig Neues aus (Mutation).
Im Zeitraffer betrachtet könnte das Roth und Schulze erklären.
Post by F. W.
Wenn die Sachsen jahrelange schlechte Erfahrung mit Zuwanderung gemacht
hätten, würde ich Dir Recht geben. Sie haben aber gar keine nennenswerte
Erfahrung, da es in Sachsen kaum Ausländer gibt.
Du gloobst gar ne, wie viele Preußn, un vorallm Weißwürschte hier rumhuppn.
Post by F. W.
Es heißt "tolerant" oder war das ein Wortwitz?
Technische Innovation hat wenig mit Toleranz zu tun. Dein vergleich
hinkt etwas.
Du scheinst technisch eher mittelmäßig begabt zu sein. Toleranz bedeutet
nichts anderes als Duldung. Dafür wurden z.B. im "Toitschen
Krrögsmaschinenbau" Toleranztabellen für Passungen geschaffen:
https://www.mesys.ch/?page_id=152
--
Man behaupte, man habe einen besonderen Draht zu einem allmächtigen
Wesen und kenne dessen Willen. Und wer diesem Willen nicht Folge
leistet, der sei zu ewigen Qualen verdammt, aber wer gehorcht, der
genieße immerwährende Freuden. Ein derart billiger und durchschaubarer
Trick, um an Macht und Reichtum zu gelangen, dass er von vorneherein zum
Scheitern verurteilt sein müsste. Aber nicht in dieser Welt, nicht
einmal in diesen Zeiten. Im Gegenteil, wer darauf hereinfällt, verlangt
mindestens Respekt und bekommt ihn sogar zugesprochen!
Frank Bügel
2018-10-11 12:24:54 UTC
Permalink
Post by F. Werner
Post by Odin
Expedition Ost Schulen in der DDR: Warum der Osten so schlau war
Ganztagsschulen mit Mittagessen, langes gemeinsames Lernen, stärkere
Praxisorientierung - vieles, was heute als moderne Schulpolitik gilt,
gab es vor über dreißig Jahren bereits.
Ja, aber genau das ist nicht änderbar. Die Eltern von Gymnasiasten
wollen eben *nicht*, dass alle gemeinsam lernen.
Es lernten in der DDR nicht "alle Kinder gemeinsam". Es gab neben der POS
(Polytechnische Oberschule) auch Sonderschulen für körperlich und geistig
behinderte Kinder. Schlechte Schüler gingen nach der 8. Klasse von der
Schule ab und begannen eine Lehre (3 Jahre). Wenige, sehr gute Schüler
kamen vor der 7. Klasse von der POS an die EOS (Erweiterte Oberschule), um
dort bis zum Abitur (nach 12 Schuljahren) gemeinsam zu lernen.

Es fand also auch in der DDR eine Auslese entsprechend der Fähigkeiten
statt. Sie hatte allerdings nichts mit dem Geldbeutel des Elternhauses zu
tun, sondern neben den (intellektuellen) Lernfähigkeiten der Schüler auch
mit der sozialen Herkunft des Kindes und der politischen Einstellung des
Elternhauses. Kinder aus christlichem Elternhaus und Kinder aus der Schicht
der Intelligenz wurden kritischer unter die Lupe genommen, wenn es (bei
gleicher Lernleistung) um die Auswahl für die EOS ging.
Post by F. Werner
Im Übrigen mag die Form der DDR-Schule gut gewesen sein. Der Inhalt war
im politischen Teil Geschichtsklitterung und Propaganda.
Daran hat sich meines Erachtens nach der Wende nur wenig geändert. Ich
denke da nur an "weltoffen und bunt", was den Kindern heute doch genauso
"alternativlos" gelehrt wird, wie uns damals "Der Sozialismus verkörpert
den menschlichen Fortschritt und wird den Kapitalismus gesetzmäßig
ablösen."

Die jeweilige Staatsdoktrin wird meines Erachtens stets eine gebührende
Berücksichtigung im Lehrplan finden; überall auf der Welt.

MfG Frank
F. Werner
2018-10-11 14:41:38 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Post by F. Werner
Ja, aber genau das ist nicht änderbar. Die Eltern von Gymnasiasten
wollen eben *nicht*, dass alle gemeinsam lernen.
Es lernten in der DDR nicht "alle Kinder gemeinsam". Es gab neben der POS
(Polytechnische Oberschule) auch Sonderschulen für körperlich und geistig
behinderte Kinder.
Okay, diese Kinder haben einen anderen Bedarf als andere Kinder.
Post by Frank Bügel
Schlechte Schüler gingen nach der 8. Klasse von der
Schule ab und begannen eine Lehre (3 Jahre).
Bei uns entschieden über die Art der neuen Schule emotional vorbelastete
Nicht-Pädagogen: nämlich die Eltern.
Post by Frank Bügel
Wenige, sehr gute Schüler
kamen vor der 7. Klasse von der POS an die EOS (Erweiterte Oberschule), um
dort bis zum Abitur (nach 12 Schuljahren) gemeinsam zu lernen.
Blieben die anderen noch ein Jahr auf der POS?

Ich finde die Systematik gar nicht schlecht. Ich bin zwar auch kein
Fachmann, aber die führenden PISA-Staaten machten es genauso. Das kann
also so falsch nicht gewesen sein. Da hätten wir von der DDR echt etwas
übernehmen sollen.

Zum Glück konnte sich Helmut Hohl retten, in dem er süffisant lächelnd
erklärte, die Schule sei Ländersache.
Post by Frank Bügel
Elternhauses. Kinder aus christlichem Elternhaus und Kinder aus der Schicht
der Intelligenz wurden kritischer unter die Lupe genommen, wenn es (bei
gleicher Lernleistung) um die Auswahl für die EOS ging.
Ja, das übliche Prozedere: nur wer die sozialistischen Floskeln ständig
vor sich her sagte, wurde gefördert. So erstickt man Opposition jeder Art.
Post by Frank Bügel
Post by F. Werner
Im Übrigen mag die Form der DDR-Schule gut gewesen sein. Der Inhalt war
im politischen Teil Geschichtsklitterung und Propaganda.
Daran hat sich meines Erachtens nach der Wende nur wenig geändert. Ich
denke da nur an "weltoffen und bunt", was den Kindern heute doch genauso
"alternativlos" gelehrt wird, wie uns damals "Der Sozialismus verkörpert
den menschlichen Fortschritt und wird den Kapitalismus gesetzmäßig
ablösen."
Nee, das ist kein Stoff in Gymnasien. Jedenfalls nicht bei "unseren"
Kindern hier. Da ging es klassisch um Fächer von Mathe bis Kunst.
Post by Frank Bügel
Die jeweilige Staatsdoktrin wird meines Erachtens stets eine gebührende
Berücksichtigung im Lehrplan finden; überall auf der Welt.
Ach was. Im Politik-Unterricht wurde erklärt, wer wen wie wählt.
Politische Ansichten waren nur sehr am Rande ein Thema. Die Kinder
könnten sie heute gar nicht mehr erklären.

FW
Frank Bügel
2018-10-11 15:25:34 UTC
Permalink
Post by F. Werner
Post by Frank Bügel
Post by F. Werner
Ja, aber genau das ist nicht änderbar. Die Eltern von Gymnasiasten
wollen eben *nicht*, dass alle gemeinsam lernen.
Es lernten in der DDR nicht "alle Kinder gemeinsam". Es gab neben der POS
(Polytechnische Oberschule) auch Sonderschulen für körperlich und geistig
behinderte Kinder.
Okay, diese Kinder haben einen anderen Bedarf als andere Kinder.
Deswegen halte ich die links-grüne "Inklusion" von Schwerbehinderten an
normalen Schulen für falsch. Da wird m.E. überproportional viel Geld für
einen völlig unproduktiven Unterricht verschleudert. Gezielte
Begabtenförderung brächte der Gesellschaft später viel mehr.
Post by F. Werner
Post by Frank Bügel
Schlechte Schüler gingen nach der 8. Klasse von der Schule ab und
begannen eine Lehre (3 Jahre).
Bei uns entschieden über die Art der neuen Schule emotional vorbelastete
Nicht-Pädagogen: nämlich die Eltern.
In der DDR hatten die Eltern darüber nicht zu entscheiden. Sie konnten
Einfluß auf die schulischen Leistungen ihrer Kinder nehmen. Alles andere
entschieden dann Lehrer und Behörden. Das finde ich an sich auch besser -
sowohl für die Kinder als auch für die Eltern.
Post by F. Werner
Post by Frank Bügel
Wenige, sehr gute Schüler kamen vor der 7. Klasse von der POS an die EOS
(Erweiterte Oberschule), um dort bis zum Abitur (nach 12 Schuljahren)
gemeinsam zu lernen.
Blieben die anderen noch ein Jahr auf der POS?
Regelabschluß an der allgemeinbildenden POS war die 10. Klasse. Nach der
10. Klasse begann dann eine zweijährige Lehre für die meisten Schüler. Die
besten Schüler hatten nach der 10. Klasse aber die Möglichkeit, eine
dreijährige Lehre mit Abitur zu machen. Dieses "Quetsch-Abitur" ermöglichte
dann den Zugang zu einem (berufsverwandtem) Hochschulstudium, während die
Studienplätze an den Universitäten zumeist den Abtiturienten der EOS
vorbehalten blieben.
Post by F. Werner
Ich finde die Systematik gar nicht schlecht. Ich bin zwar auch kein
Fachmann, aber die führenden PISA-Staaten machten es genauso. Das kann
also so falsch nicht gewesen sein. Da hätten wir von der DDR echt etwas
übernehmen sollen.
Nach der ideologischen Entstaubung und Neujustierung ganz sicher. Es gab in
der DDR einheitliche Lehrpläne und Prüfungen, so dass ein Vergleich der
Ergebnisse stets gewährleistet war und ein (eher seltener) Umzug mit
Schulwechsel kein Problem darstellte.
Post by F. Werner
Zum Glück konnte sich Helmut Hohl retten, in dem er süffisant lächelnd
erklärte, die Schule sei Ländersache.
Im Nachhinein ist es schade, daß nicht aus beiden Teilen Deutschlands das
jeweils bessere Konzept übernommen wurde. 1990 wußte ich aber noch nicht,
was in der DDR besser war. Am Schlechten arbeitete man sich dafür ab und
hoffte auf Besserung.
Post by F. Werner
Post by Frank Bügel
Elternhauses. Kinder aus christlichem Elternhaus und Kinder aus der Schicht
der Intelligenz wurden kritischer unter die Lupe genommen, wenn es (bei
gleicher Lernleistung) um die Auswahl für die EOS ging.
Ja, das übliche Prozedere: nur wer die sozialistischen Floskeln ständig
vor sich her sagte, wurde gefördert. So erstickt man Opposition jeder Art.
Nein. Primär die Lernergebnisse und die Kopfnoten entschieden. Wenn wer -
was in meiner Klasse niemand tat - nur Floskeln herbetete, sie aber nicht
einmal erläutern und erklären konnte, gab es maximal eine Vier (genügend).
Die schlechteste Benotung war die Fünf (ungenügend). In den naturwissen-
schaftlichen Fächern waren Floskeln ohnehin nicht angesagt, höchstens in
Staatsbürgerkunde. Wehrerziehung gab es zu meiner Schulzeit noch nicht.
Deswegen kann ich mich dazu nicht äußern.

(...)
Post by F. Werner
Post by Frank Bügel
Die jeweilige Staatsdoktrin wird meines Erachtens stets eine gebührende
Berücksichtigung im Lehrplan finden; überall auf der Welt.
Ach was. Im Politik-Unterricht wurde erklärt, wer wen wie wählt.
Tatsächlich? Dann wundere ich mich, weshalb z.B. in Lübeck Schulklassen
gegen die AfD und gegen Pegida auf die Straße gingen.
https://tinyurl.com/y7tbavbo
Post by F. Werner
Politische Ansichten waren nur sehr am Rande ein Thema. Die Kinder
könnten sie heute gar nicht mehr erklären.
Bei der teilweise links-grün versifften Lehrerschaft in der BRD habe ich da
erhebliche Zweifel, siehe vorstehend Lübeck oder hier:
https://tinyurl.com/ycg4mbfb

Grundlos eingerichtet wurde das von der AfD bestimmt nicht.

MfG Frank
F. Werner
2018-10-12 05:26:52 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Deswegen halte ich die links-grüne "Inklusion" von Schwerbehinderten
an normalen Schulen für falsch. Da wird m.E. überproportional viel
Geld für einen völlig unproduktiven Unterricht verschleudert.
Gezielte Begabtenförderung brächte der Gesellschaft später viel
mehr.
Das sehe ich auch so. Es gibt allerdings auch CDU-geführte Länder, die
die Inklusion befürworten. Ob das also direkt rot-grün ist, wage ich zu
bezweifeln. Immerhin hat der von mir gewählte MP Armin Laschet hier in
NRW erklärt, die Inklusion nicht weiter fördern zu wollen.

Die behinderten Kolleginnen und Kollegen, die Freunde und mein
behinderter Nachbar sehen das auch so. Also ich auch.
Post by Frank Bügel
In der DDR hatten die Eltern darüber nicht zu entscheiden. Sie
konnten Einfluß auf die schulischen Leistungen ihrer Kinder nehmen.
Alles andere entschieden dann Lehrer und Behörden. Das finde ich an
sich auch besser - sowohl für die Kinder als auch für die Eltern.
Ja, bei Eltern schleicht sich gern Leistungsdenken ein. Meine Frau ist
davon auch nicht frei. Ihre Kinder sollten unbedingt auf das Gymnasium,
koste es, was es wolle.

Sie haben zwar inzwischen das Abitur, aber die Tochter war
kreuzunglücklich. Sie wäre so gern Physiotherapeutin geworden. Ihr
Praktikum hat sie extrem begeistert.

Jetzt macht sie Pharmazie und quält sich durch Formeln, Gifte und
Stoffe. Mama und Papa sind ja auch Apotheker. Ich fand das schlecht.
Aber es sind leider nicht meine Kinder.
Post by Frank Bügel
Regelabschluß an der allgemeinbildenden POS war die 10. Klasse. Nach
der 10. Klasse begann dann eine zweijährige Lehre für die meisten
Schüler.
Wie war das eigentlich? Konnte jeder werden, was er wollte? Gab es
Bewerbungen? Oder wurde das alles "zugewiesen"?
Post by Frank Bügel
Die besten Schüler hatten nach der 10. Klasse aber die
Möglichkeit, eine dreijährige Lehre mit Abitur zu machen. Dieses
"Quetsch-Abitur" ermöglichte dann den Zugang zu einem
(berufsverwandtem) Hochschulstudium, während die Studienplätze an den
Universitäten zumeist den Abtiturienten der EOS vorbehalten blieben.
Ich habe mit 14 den Schulcomputer programmiert, noch bevor es Informatik
als Fach gab. Mich haben die Dinger immer extremst fasziniert, als man
die noch "Elektronengehirne" nannte. Hätte ich in der DDR eine Chance
gehabt?
Post by Frank Bügel
Im Nachhinein ist es schade, daß nicht aus beiden Teilen Deutschlands
das jeweils bessere Konzept übernommen wurde.
Ja, das wurde damals von allen Politikern so angekündigt. Ist nichts
draus geworden. Allein diese Pleite mit der Treuhand wollte ich den
DDR-Bürgern nicht zumuten. Man hat sie regelrecht ausgenommen. Das haben
die mutigen DDR-Bürger nicht verdient.

Der Westen hat noch nie eine Revolution gewonnen! Wir konnten uns ja
nicht mal von diesem Pfälzer lösen. Die DDR-Bevölkerung war politisch
eindeutig mutiger als wir. Vielleicht sind sie es heute noch.

Ich meine, wenn man diesen ganzen Nazi-Scheiß mal ausblendet, ist der
Erfolg der AfD im Osten vor allem eines: ein frecher Schlag ins Gesicht
des Establishments, das sich für unsterblich hält.

Das imponiert mir schon. Wir Nordrhein-Westfalen sind da ziemlich feige.
Post by Frank Bügel
Nein. Primär die Lernergebnisse und die Kopfnoten entschieden. Wenn
wer - was in meiner Klasse niemand tat - nur Floskeln herbetete, sie
aber nicht einmal erläutern und erklären konnte, gab es maximal eine
Vier (genügend). Die schlechteste Benotung war die Fünf (ungenügend).
Wie sah man denn Politik im Schulalltag? Sprach man untereinander über
Honecker und die SED? Oder war man extrem unpolitisch?
Post by Frank Bügel
In den naturwissen- schaftlichen Fächern waren Floskeln ohnehin nicht
angesagt, höchstens in Staatsbürgerkunde. Wehrerziehung gab es zu
meiner Schulzeit noch nicht. Deswegen kann ich mich dazu nicht
äußern.
Wahrscheinlich wurde die Systematik der Gestapo gar nicht genau
analysiert, weil man eine Ähnlichkeit zur Stasi fürchtete oder? Wie
wurde die Nazi-Zeit behandelt? War offiziell der Westen voller Nazis und
der Osten voller Widerstandskämpfer?

Oder sagte man: die Methoden mögen gleich sein, aber das Ziel war ein
besseres?
Post by Frank Bügel
Post by F. Werner
Ach was. Im Politik-Unterricht wurde erklärt, wer wen wie wählt.
Tatsächlich? Dann wundere ich mich, weshalb z.B. in Lübeck
Schulklassen gegen die AfD und gegen Pegida auf die Straße gingen.
https://tinyurl.com/y7tbavbo
Nun ja, gegen Nazis zu sein, das war immer wichtig. Die Nazis haben
schließlich ziemliches Unheil über uns gebracht, von der DDR bis zum
Solidaritätszuschlag, der ja weder etwas mit Solidarität zu tun hat,
noch ein Zuschlag ist.

Man hat die AfD schon extrem in die rechte Ecke gedrückt, allerdings
haben Leute wie Höcke auch das Ihre dazu beigetragen. Die Lucke-AfD war
noch ein ernst genommener Gesprächspartner. Bei der Gauland-AfD ist das
schon anders. Die Gauländer machen es ihren Gegnern zu leicht.
Post by Frank Bügel
Post by F. Werner
Politische Ansichten waren nur sehr am Rande ein Thema. Die Kinder
könnten sie heute gar nicht mehr erklären.
Bei der teilweise links-grün versifften Lehrerschaft in der BRD habe
https://tinyurl.com/ycg4mbfb
Das ist so ein typischer AfD-Fehler: eine Denunziationsplattform weckt
hier ungute Erinnerungen. Die hatten wir hüben wie drüben ausreichend.
Da fehlen der AfD Leute mit politischem Feingefühl.

Würde sich die AfD in das demokratische Spiel einbringen und weniger am
rechten Rand fischen, könnte sie, so sie die Regierung übernimmt, schon
ihre Ziele durchsetzen. Daran wird sie von ihren Anhängern ohnehin
gemessen werden (außer von diesen verirrten Nationaldemokraten vielleicht).

So lange die AfD die rechts gewirkte Opposition gibt, haben es die
Etablierten leicht, sie auszubooten. Die Leute werden die Demokratie
nicht kampflos hergeben.

Ich auch nicht.

FW
Hans-Juergen Lukaschik
2018-10-12 11:00:15 UTC
Permalink
Hallo Frank,

am Donnerstag, 11 Oktober 2018 14:24:54
Es fand also auch in der DDR eine Auslese entsprechend der FÀhigkeiten
statt. Sie hatte allerdings nichts mit dem Geldbeutel des
Elternhauses zu tun, sondern neben den (intellektuellen)
LernfÀhigkeiten der SchÌler auch mit der sozialen Herkunft des Kindes
und der politischen Einstellung des Elternhauses. Kinder aus
christlichem Elternhaus und Kinder aus der Schicht der Intelligenz
wurden kritischer unter die Lupe genommen, wenn es (bei gleicher
Lernleistung) um die Auswahl fÃŒr die EOS ging.
Oh, dann wurde Angela Dorothea Kasner, christliches Elternhaus, wohl
auch sehr kritisch unter die Lupe genommen.

<https://www.derwesten.de/politik/kanzlerin-stellt-sich-als-angela-dorothea-kastner-vor-id209635255.html>

"„Angela Dorothea Kasner, 62 Jahre alt“, stellt sie sich vor. SpÀter
erklÀrt sie den Fauxpas damit, dass sie Dorothea „gemeinhin nur mit
meinem MÀdchennamen verwende“."

1977 zum ersten Mal geheiratet, seit 1998 zum zweiten Mal. Und 40 Jahre
nach Beginn der ersten Ehe nennt sie sich immer noch Kasner?
Sowas passiert normalen Menschen, deren Nachname sich auf Grund einer
Eheschließung geÀndert hat, maximal einige Wochen lang. Merkel heißt
aber, angeblich, schon seit 40 Jahren Merkel.
Was wÌrde man wohl denken, wenn sich Liz Mohn plötzlich als Elisabeth
Scholz vorstellen wÃŒrde? Naja, kann ja mal passieren, schließlich hieß
sie knapp 20 Jahre lang Scholz.

MfG Hans-JÃŒrgen
--
http://lukaschik.de/rezepte/
www.fischereiverein-rietberg.net
Fischrezepte: www.fischereiverein-rietberg.net/?category_name=rezepte
SeefischREZ: www.fischereiverein-rietberg.net/?category_name=seefisch
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