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Bundesauftragter Wanderwitz fordert mehr politische Bildung
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Armin
2021-06-07 12:54:47 UTC
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Der Rückgang von Wählerstimmen für radikale Parteien in Sachsen-Anhalt gibt dem Bundesbeauftragten Wanderwitz, CDU, keinen Anlass zur Entwarnung. Junge Wähler seien laut Wahlanalysen für radikale Parteien weiterhin anfällig. Der Bundesbeauftragte sieht darin ein Generationenthema. Daher fordert er mehr politische Bildung. Für seine Zweifel an der Demokratiemündigkeit der Wähler in den kleinen Ländern hatte Wanderwitz auch parteiintern Kritik geerntet. Vor allem im Hinblick auf eine Grundrecht konforme Rundfunkpolitik müssen Parteien und Staat nicht nur Grundrecht predigen, sondern auch gewähren und Verfassungsbruch heilen.
F. W.
2021-06-07 13:56:52 UTC
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Post by Armin
Der Rückgang von Wählerstimmen für radikale Parteien in
Sachsen-Anhalt gibt dem Bundesbeauftragten Wanderwitz, CDU, keinen
Anlass zur Entwarnung. Junge Wähler seien laut Wahlanalysen für
radikale Parteien weiterhin anfällig. Der Bundesbeauftragte sieht
darin ein Generationenthema. Daher fordert er mehr politische
Bildung. Für seine Zweifel an der Demokratiemündigkeit der Wähler in
den kleinen Ländern hatte Wanderwitz auch parteiintern Kritik
geerntet. Vor allem im Hinblick auf eine Grundrecht konforme
Rundfunkpolitik müssen Parteien und Staat nicht nur Grundrecht
predigen, sondern auch gewähren und Verfassungsbruch heilen.
Da muss ich doch mit KGE mal fragen: wenn Marine LePen in Frankreich
ähnliche Wahlerfolge verzeichnen kann, in welcher Diktatur sind denn die
Franzosen sozialisiert worden?

Wanderwitz' These ist zu steil. Die S-A-Jugend kann vermutlich mit den
Thesen moderner westlicher Politiker nicht das Geringste anfangen. Man
muss sich vorstellen, wie diese auf die Jugend wirken können:

- Mehr Geld bezahlen zur Lösung der Probleme der Welt
- die wir weder (nennenswert) verursachen
- noch ändern können
- weil 75 Jahre Entwicklungshilfe schon nichts gebracht haben

Vielleicht haben die einfach keine Lust, ihre Zukunft für
Problemlösungen von Ländern zu verkaufen, die 4.000 km entfernt sind.

Verstehen könnte ich das. Und selten ist eine solche Einstellung in
Europa und der Welt auch nicht.

Corona hat gezeigt, dass man sehr schnell in eine Situation kommen kann,
wo der Staat jeden Cent braucht, um Probleme für seine Bevölkerung
abzufedern. Da ist kein Spielraum für Außenpolitik in Form von Euro-Zeichen.

FW
Armin
2021-06-07 14:15:32 UTC
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Post by F. W.
Post by Armin
Der Rückgang von Wählerstimmen für radikale Parteien in
Sachsen-Anhalt gibt dem Bundesbeauftragten Wanderwitz, CDU, keinen
Anlass zur Entwarnung. Junge Wähler seien laut Wahlanalysen für
radikale Parteien weiterhin anfällig. Der Bundesbeauftragte sieht
darin ein Generationenthema. Daher fordert er mehr politische
Bildung. Für seine Zweifel an der Demokratiemündigkeit der Wähler in
den kleinen Ländern hatte Wanderwitz auch parteiintern Kritik
geerntet. Vor allem im Hinblick auf eine Grundrecht konforme
Rundfunkpolitik müssen Parteien und Staat nicht nur Grundrecht
predigen, sondern auch gewähren und Verfassungsbruch heilen.
Da muss ich doch mit KGE mal fragen: wenn Marine LePen in Frankreich
ähnliche Wahlerfolge verzeichnen kann, in welcher Diktatur sind denn die
Franzosen sozialisiert worden?
Die Mentalität der Franzosen ist aufbrausender als die der Angelsachsen. Deshalb haben die auch schon fünf Versuche gebraucht, eine Republik zu organisieren. Seit 1789 neigen sie zu Randale und Gewalt. Der Staat lenkt die Wirtschaft ineffizient. Einerseits hat er in vielen Unternehmen die Finger drin, andererseits laufen die Kosten aus dem Ruder. Selbstbedienungsmentalität für zur Überschuldung. Frankreich ist pleite.

Das sollte man in der politischen Bildung mal diskutieren.
Post by F. W.
Wanderwitz' These ist zu steil. Die S-A-Jugend kann vermutlich mit den
Thesen moderner westlicher Politiker nicht das Geringste anfangen. Man
- Mehr Geld bezahlen zur Lösung der Probleme der Welt
- die wir weder (nennenswert) verursachen
- noch ändern können
- weil 75 Jahre Entwicklungshilfe schon nichts gebracht haben
Da sollte man nicht naiv sein. Die cleveren und fleißigen Chinesen schlafen nicht. Und die sind auch nicht nur brave Handelspartner.
Post by F. W.
Vielleicht haben die einfach keine Lust, ihre Zukunft für
Problemlösungen von Ländern zu verkaufen, die 4.000 km entfernt sind.
Weltwirtschaft muss man erst mal verstehen. Warum werden in Magdeburg keine Bananen angebaut? Warum kriegt man die erst seit 30 Jahren im Supermarkt? Wo kommen die eigentlich her?
Post by F. W.
Verstehen könnte ich das. Und selten ist eine solche Einstellung in
Europa und der Welt auch nicht.
Corona hat gezeigt, dass man sehr schnell in eine Situation kommen kann,
wo der Staat jeden Cent braucht, um Probleme für seine Bevölkerung
abzufedern. Da ist kein Spielraum für Außenpolitik in Form von Euro-Zeichen.
Deutschland ist keine Insel im Meer der Glückseligkeit. Der clevere Außenpolitiker weiß: Wer Zinsen ernten will, muss Geld sähen.
Post by F. W.
FW
F. W.
2021-06-07 14:30:21 UTC
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Post by Armin
Weltwirtschaft muss man erst mal verstehen. Warum werden in
Magdeburg keine Bananen angebaut? Warum kriegt man die erst seit 30
Jahren im Supermarkt? Wo kommen die eigentlich her?
Also ich habe schon 1970 Bananen im Supermarkt gekauft.
Post by Armin
Post by F. W.
Verstehen könnte ich das. Und selten ist eine solche Einstellung in
Europa und der Welt auch nicht.
Corona hat gezeigt, dass man sehr schnell in eine Situation kommen
kann, wo der Staat jeden Cent braucht, um Probleme für seine
Bevölkerung abzufedern. Da ist kein Spielraum für Außenpolitik in
Form von Euro-Zeichen.
Deutschland ist keine Insel im Meer der Glückseligkeit. Der clevere
Außenpolitiker weiß: Wer Zinsen ernten will, muss Geld sähen.
...und halb Afrika aufnehmen?

FW
Armin
2021-06-07 15:28:33 UTC
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Post by F. W.
Post by Armin
Weltwirtschaft muss man erst mal verstehen. Warum werden in
Magdeburg keine Bananen angebaut? Warum kriegt man die erst seit 30
Jahren im Supermarkt? Wo kommen die eigentlich her?
Also ich habe schon 1970 Bananen im Supermarkt gekauft.
Ich nicht.
Post by F. W.
Post by Armin
Post by F. W.
Verstehen könnte ich das. Und selten ist eine solche Einstellung in
Europa und der Welt auch nicht.
Corona hat gezeigt, dass man sehr schnell in eine Situation kommen
kann, wo der Staat jeden Cent braucht, um Probleme für seine
Bevölkerung abzufedern. Da ist kein Spielraum für Außenpolitik in
Form von Euro-Zeichen.
Deutschland ist keine Insel im Meer der Glückseligkeit. Der clevere
Außenpolitiker weiß: Wer Zinsen ernten will, muss Geld sähen.
...und halb Afrika aufnehmen?
Im Gegenteil.
Post by F. W.
FW
Frank Bügel
2021-06-07 21:10:12 UTC
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Armin schrieb am 07.06.2021:

(...)
Post by Armin
Post by F. W.
Post by Armin
Deutschland ist keine Insel im Meer der Glückseligkeit. Der clevere
Außenpolitiker weiß: Wer Zinsen ernten will, muss Geld sähen.
...und halb Afrika aufnehmen?
Im Gegenteil.
War es denn nicht der Kardinal Woelki, der ein Flüchtlingsboot vor die
Domtreppe stellte und ausdrücklich für die Aufnahme der negroiden
Invasoren warb?
https://www.domradio.de/video/kardinal-woelki-fronleichnam-0

Ich habe mir diese Predigt 15 Minuten angehört. Dann war Schluß. Wie
man so einen Unsinn erzählen kann, ohne dafür ausgebuht oder mit
Katzenscheiße beworfen zu werden, bleibt mir wirklich ein Rätsel.
Frank Müller
2021-06-07 19:30:50 UTC
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Post by Armin
Der Rückgang von Wählerstimmen für radikale Parteien in Sachsen-Anhalt
gibt dem Bundesbeauftragten Wanderwitz, CDU, keinen Anlass zur
Entwarnung. Junge Wähler seien laut Wahlanalysen für radikale Parteien
weiterhin anfällig. Der Bundesbeauftragte sieht darin ein
Generationenthema. Daher fordert er mehr politische Bildung.
Genau, man sollte den Staatsbürgerkundeunterricht, wie er früher in der DDR
war, einführen.
Vielleicht könnte man dafür ein par Deutsch- und Mathe-Stunden abschaffen,
das macht man jetzt doch sowieso alles mit den Tablett-Computer und muß es
nicht Stundenlang lernen...
Armin
2021-06-07 20:06:43 UTC
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Post by Frank Müller
Post by Armin
Der Rückgang von Wählerstimmen für radikale Parteien in Sachsen-Anhalt
gibt dem Bundesbeauftragten Wanderwitz, CDU, keinen Anlass zur
Entwarnung. Junge Wähler seien laut Wahlanalysen für radikale Parteien
weiterhin anfällig. Der Bundesbeauftragte sieht darin ein
Generationenthema. Daher fordert er mehr politische Bildung.
Genau, man sollte den Staatsbürgerkundeunterricht, wie er früher in der DDR
war, einführen.
Vielleicht könnte man dafür ein par Deutsch- und Mathe-Stunden abschaffen,
das macht man jetzt doch sowieso alles mit den Tablett-Computer und muß es
nicht Stundenlang lernen...
Nein, es darf sich nicht wie DDR anfühlen. Aber es muss genauso demokratisch sein. Grundrecht bedeutet: staatlich verbriefte Männerdiskriminierung und natürlich... Der Schwarze Kanal muss von auserwählten Bürgern finanziert werden. Soviel DDR-Freiheit muss sein. Denn eins ist sicher: der Schwarze Kanal. Warum ist Blüm nicht schon darauf gekommen? Wem das nicht passt, der kann ja rüber gehen.
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