Discussion:
Deutschland: Energienot führt zu ersten Produktionsstillständen
Add Reply
Manfred
2022-01-06 15:26:04 UTC
Antworten
Permalink
Glashütte und Papierindustrie betroffen
Energienot führt zu ersten Produktionsstillständen

Immer dramatischer wirken sich die steigenden Energiepreise
und die Knappheit an Erdgas für viele Unternehmen aus.
Die ersten Unternehmen haben bereits ihre Produktion
abgeschaltet.

Die Glashütte Freital hat eine komplette Produktionslinie
auf unbestimmte Zeit abgestellt, wie der Geschäftsführer
des Unternehmens gegenüber dem Handelsblatt sagte. Eine
zweite Produktionslinie werde auf 25 Prozent herunter-
gefahren. Angesichts der hohen Erdgaspreise ergebe
eine Produktion keinen Sinn mehr.

Grund: Der bisherige Energielieferant beliefert die Glas-
hütte nicht mehr mit Energie, obwohl rechtsgültige Liefer-
verträge bestehen. Doch der Lieferant kann nicht mehr lie-
fern, daraufhin musste die Hütte ihre Öfen herunterfahren.

Die Glashütte, die 1802 als »Königliche Friedrich-Hütte«
gegründet wurde, produziert Wein- und Spirituosenflaschen,
darunter die Spezialflaschen »Sachsenkeule« für Sektproduzent
Schloss Wackerbarth und Schnapsflaschen für »Ullmanns
Vuglbeerschnaps«.

Existenzbedrohend werden die Energiepreise auch für die
Papierindustrie. Während die Turbulenzen am Energiemarkt
Unternehmen zur Aufgabe zwingen, blüht das Geschäft der
Insolvenzverwalter. Vor Weihnachten musste der mittel-
ständische Spezialist für Kartonverpackungen Baden Bord
GmbH in Gernsbach bei Baden-Baden die Maschinen abstellen.

Dies, obwohl im Zeitalter der Lieferdienste gerade der
Markt für Verpackungen steigt. (...)

Der Hersteller von Druck-, Schreib- und Verpackungspapie-
ren, Sappi Europe, Brüssel, will seine Verkaufspreise
erhöhen. Grund: die Energiekostenentwicklung.

Er kündigte Preisaufschläge von 10 bis 25 Prozent bis
spätestens Februar 2022 an. Sappi erklärte, zu den be-
reits hohen Kostensteigerungen für Rohstoffe und Trans-
port komme noch die anhaltende Eskalation der Energie-
kosten, die eine Herausforderung für Sappi und die
gesamte Branche darstelle.

Sappi will auch die Rentabilität jeder Anlage über-
prüfen und möglicherweise Produktionsstopps einlegen.
mehr:
https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft/energienot-und-produktionsstillstaende/


Das ist erst der Anfang.

In Ungarn, Polen, Tschechien finden diese Firmen sicher-
lich neue und gute Produktionsstandorte. Auch werden
die Kinder der dort Beschäftigten nicht permanent
für die Schließung der Betriebe demonstrieren.

Alles im Sinne von Rot/Grün und Linksliberal (FDP)
Gernot Griese
2022-01-06 15:41:30 UTC
Antworten
Permalink
Post by Manfred
In Ungarn, Polen, Tschechien finden diese Firmen sicher-
lich neue und gute Produktionsstandorte.
Gibt es dort eigene Erdgasvorkommen?
--
Denkt man, dümmer ging's nicht mehr
Kommt ein Politiker daher
Ole Jansen
2022-01-06 16:02:08 UTC
Antworten
Permalink
Post by Gernot Griese
Post by Manfred
In Ungarn, Polen, Tschechien finden diese Firmen sicher-
lich neue und gute Produktionsstandorte.
Gibt es dort eigene Erdgasvorkommen?
Unkonventionelle Gasförderung ginge auch in Deutschland.
Jedenfalls technisch gesehen.

Dass es politisch nicht geht da haben sie schon
seit Längerem für gesorgt. Schon komisch, ne?

O.J.
Reinhard Pfeiffer
2022-01-06 17:31:34 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ole Jansen
Post by Gernot Griese
Post by Manfred
In Ungarn, Polen, Tschechien finden diese Firmen sicher-
lich neue und gute Produktionsstandorte.
Gibt es dort eigene Erdgasvorkommen?
Nur im geringen Ausmaß, aber es gibt dort billigen Atom- &
Kohlestrom und keine geisteskranke CO2-Steuer.
Post by Ole Jansen
Unkonventionelle Gasförderung ginge auch in Deutschland.
Jedenfalls technisch gesehen.
Die letzten Erdgas-Bohrungen in Norddeutschland waren
leider nicht sehr ergiebig.

Putin liefert genug Erdgas, wenn man ihn liefern lässt.
Aber wer von den schwachsinnigen Linksgrünen nicht will,
hat schon gehabt, siehe Nordstream 2.

Die Wasserstoff-Produktion zur Erdgas-Beimischung
haben wir ebenfalls vollkommen verpennt.

Was können wir überhaupt außer geistesschwache Inzuchtkrüppel
aus Shithole-Countries massenweise zu importieren, die unsere
Sozialkassen leerfressen?
--
Gruß Reinhard
Schlauchbrot
2022-01-07 05:12:03 UTC
Antworten
Permalink
Post by Reinhard Pfeiffer
Putin liefert genug Erdgas, wenn man ihn liefern lässt.
Aber wer von den schwachsinnigen Linksgrünen nicht will,
hat schon gehabt, siehe Nordstream 2.
Es ist die Agenda der Links.Grünen mittels Energiepreise zu verarmen und in
einem dauerhaften Mangelzustand zu halten. 1€/kWh wird eine zukunftsnahe
Perspektive sein.
Reinhard Pfeiffer
2022-01-07 10:24:32 UTC
Antworten
Permalink
Post by Schlauchbrot
Es ist die Agenda der Links.Grünen mittels Energiepreise zu verarmen und in
einem dauerhaften Mangelzustand zu halten. 1€/kWh wird eine zukunftsnahe
Perspektive sein.
75 % von den 1 Euro / kWh sind Steuern und Abgaben.
50 % aller Haushalte heizen mit Erdgas.
Es gibt keinen vernünftigen und bezahlbaren Plan, Millionen Haushalte
vom Erdgasnetz abzukoppeln.
Es liegt in der Hand unserer Regierung, Erdgas bezahlbar zu halten.
--
Gruß Reinhard
Heinz Schmitz
2022-01-07 10:36:52 UTC
Antworten
Permalink
Post by Reinhard Pfeiffer
Post by Schlauchbrot
Es ist die Agenda der Links.Grünen mittels Energiepreise zu verarmen und in
einem dauerhaften Mangelzustand zu halten. 1¤/kWh wird eine zukunftsnahe
Perspektive sein.
75 % von den 1 Euro / kWh sind Steuern und Abgaben.
50 % aller Haushalte heizen mit Erdgas.
Es gibt keinen vernünftigen und bezahlbaren Plan, Millionen Haushalte
vom Erdgasnetz abzukoppeln.
Es liegt in der Hand unserer Regierung, Erdgas bezahlbar zu halten.
Schon vor dreissig Jahren habei ich mir mal, in Kenntnis der auf den
Schienen vor Brokdorf hockenden Claudia Roth, eine Karte angeschaut,
auf der die in Europa am Netz befindlichen Atomkraftwerke verzeichnet
waren. Ich war verblüfft: Diese grünen Revolutionäre kommen doch alle
viel zu spät, die Sache ist doch längst gelaufen.
Dadurch konnte ich später die Weisheit Gorbatschows gleich richtig
einordnen: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

Grüße,
H.
Heinz Schmitz
2022-01-07 14:57:44 UTC
Antworten
Permalink
Post by Heinz Schmitz
Post by Reinhard Pfeiffer
Es liegt in der Hand unserer Regierung, Erdgas bezahlbar zu halten.
Schon vor dreissig Jahren habei ich mir mal, in Kenntnis der auf den
Schienen vor Brokdorf hockenden Claudia Roth, eine Karte angeschaut,
auf der die in Europa am Netz befindlichen Atomkraftwerke verzeichnet
waren. Ich war verblüfft: Diese grünen Revolutionäre kommen doch alle
viel zu spät, die Sache ist doch längst gelaufen.
Dadurch konnte ich später die Weisheit Gorbatschows gleich richtig
einordnen: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."
In den 1980-iger bis 2000-er-Jahren wurde das Erdgasnetz stark
ausgebaut, weil Erdgasheizungen als sauber und umweltfreundlich
galten, was sie auch sind. 50 % aller Häsuer heizen mit Erdgas.
Jetzt ist Erdgas ganz böse und umweltschädlich.
Deutschland kann nicht alle 20 Jahre flächendeckend die Heizungs-
anlagen austauschen. Wer soll das bezahlen und wie sieht der Ersatz
aus?
Das ist denen doch voll egal. Oder meinst Du, dass zB die
Friday-for-future-Kinderchen sich um solche Details kümmern?
Für flächendeckende Stromheizungen mit Wärmepumpen reicht
das Stromangebot nicht aus. E-Autos sollen wir auch noch fahren.
Meiner Meinung nach hätte man sich von vorneherein für die Umstellung
von Gebäude-Heizungen entscheiden sollen, zB durch Ersatz von Erdgas
durch Wasserstoff. Die Infrastruktur ist schon da, und die Anpassung
der Gasheizungen ist nicht aufwendig. Die Kfz hätten dann durch
Umstellung auf synthetischen Sprit umgestellt werden können.
Das Ganze ist nicht durchdacht und bis heute wurde von der Regierung
nicht erklärt, wie es nach dem Abschalten der meisten Grundlast-
Kraftwerke weiter gehen soll, weil sie es nicht weiß.
16 Jahre Merkel-Murks wird uns gewaltig auf die Füße fallen.
Vor allem werden wir durch die Herstellung des ganzen grünen Murkses
(E-Mobile, Akkus, Ladestationen, Leitungen, Bauten) soviel CO2 erzeugt
haben, dass der Planet noch viel wärmer geworden ist.
Das gilt auch für die lächerlichen E-Roller, welche die Fusswege von
barrierefrei auf nicht-barrierefrei umstellen :-).

Grüße,
H.
Reinhard Pfeiffer
2022-01-08 11:38:45 UTC
Antworten
Permalink
Post by Heinz Schmitz
Meiner Meinung nach hätte man sich von vorneherein für die Umstellung
von Gebäude-Heizungen entscheiden sollen, zB durch Ersatz von Erdgas
durch Wasserstoff.
In den 1950/1960-iger Jahre gab es "Stadtgas" aus 50 % Erdgas und 50 %
Wasserstoff. Vermutlich wegen der Kosten der H2-Produktion wurde
später auf 100 % Erdgas umgestellt.
Post by Heinz Schmitz
Die Infrastruktur ist schon da, und die Anpassung der Gasheizungen ist nicht aufwendig.
Jede halbwegs moderne Gasheizung verträgt mind. 10 % Wasserstoff.
Günstige Modifikationen für einen größeren H2-Anteil sollten kein
Problem sein.
10 % Biogas haben wir jetzt schon (oder nur auf dem Papier?).
Dann sind wir schon bei 20 % regenerativem Heizgas.
Post by Heinz Schmitz
Die Kfz hätten dann durch Umstellung auf synthetischen Sprit umgestellt werden können.
Das ist momentan noch ein Problem der zu geringen Produktionsmengen.

Die LKW hätte man schon lange auf Wasserstoff umstellen können.
40 Tonnen-LKW mit Batterie-Antrieb ist Schwachsinn, denn das heißt
10 Tonnen Batterie, 10 Tonnen Fahrgestell und nur 20 Tonnen Zuladung.
Die Anzahl der Elektro-LKW müsste verdoppelt werden, um die aktuellen
Transportkapazitäten zu erreichen. Das hält das Straßennetz nicht aus.
--
Gruß Reinhard
Heinz Schmitz
2022-01-08 13:18:18 UTC
Antworten
Permalink
Post by Reinhard Pfeiffer
Post by Heinz Schmitz
Die Kfz hätten dann durch Umstellung auf synthetischen Sprit umgestellt werden können.
Das ist momentan noch ein Problem der zu geringen Produktionsmengen.
Von grüner Seite fiel dazu der Satz, dass "DAFÜR" nun aber wirklich
keine Energie mehr verfügbar wäre :-).

Grüße,
H.
Siegfrid Breuer
2022-01-08 14:49:00 UTC
Antworten
Permalink
Post by Reinhard Pfeiffer
In den 1950/1960-iger Jahre gab es "Stadtgas" aus 50 % Erdgas
und 50 % Wasserstoff.
Den Stickstoff nicht vergessen, mit dem das Zeug gepanscht wurde,
oder ist man da erst viel spaeter drauf gekommen?
--
Post by Reinhard Pfeiffer
Mir fehlen einfach die weiteren Fakten, um mir vorschnell ein solches
Werturteil anzumassen - es kann sein, dass es sich so verhaelt...es kann
aber sein, dass sich die Situation ganz anders darstellt... .
[relativiert Ohlemacher in <***@4ax.com>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
und immer nur ARD+ZDF gucken:

Volker Neurath
2022-01-06 17:38:16 UTC
Antworten
Permalink
Am Thu, 6 Jan 2022 17:02:08 +0100
Post by Ole Jansen
Post by Gernot Griese
Gibt es dort eigene Erdgasvorkommen?
Unkonventionelle Gasförderung ginge auch in Deutschland.
Jedenfalls technisch gesehen.
Dass es politisch nicht geht da haben sie schon
seit Längerem für gesorgt. Schon komisch, ne?
Nun, das ist gut so, dass sie dafür gesorgt haben.
Aber nach deiner lesart ist Gas ja wichtiger, als sauberes Trinkwasser,
nicht wahr?
Lesen Sie weiter auf narkive:
Loading...