Discussion:
Arbeitslos = Faul
(zu alt für eine Antwort)
Mueding
2010-02-22 20:15:54 UTC
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Arbeitslose, insbesondere Langzeitarbeitslose sind faul und drücken sich
vor Arbeit, weil ihnen die Sozialtransfers, auch das ALG2, angeblich einen
„anstrengungslosen Wohlstand“ garantieren, wie dies nicht nur Guido
Westerwelle sonder auch viele der Poster in diesem Forum sehen.

Jetzt hatte der Berliner Senat 650 Stellen zur Eisbeseitigung
ausgeschrieben, die 50 Euro auf die Hand am Tag einbringen sollten.

Ca. 27.000 Berliner, sicher keine mit einem Fulltimejob, haben sich sofort
darum beworben, was bei dem Job nicht gerade auf Arbeitsscheu hinweist.

Die richtige Erkenntnis aus dieser Aktion kann nur sein, dass Arbeit auch
anständig bezahlt werden muss, damit sie für Menschen lohnenswert ist und
das Angebot für die Eishacker dürfte sich nun mal schon am unteren Ende
bewegen.

Lohnenswert ist eine Arbeit immer dann nicht, wenn man von ihr nicht leben
kann – egal wie hoch die Transfereinkommen, das ALG2 auch sein mögen.
Eine Senkung des ALG2 würde nach meiner Auffassung genau das Gegenteil von
dem erreichen, was uns Guido beibiegen möchte - es würde mies bezahlte
Arbeit noch unattraktiver machen.
Bislang können sich Menschen, die aus verschiedensten Gründen bereit sind,
auch niedrigst bezahlte Arbeit zu verrichten, und so statt den Gewinnen des
Unternehmens den Steuerzahlern zur Last zu fallen, das monatliche Einkommen
wenigstens auf ALG2-Niveau aufstocken lassen.
Bei einer Absenkung des ALG2 unter den Lohnertrag eines schlecht bezahlten
Jobs, fällt diese Möglichkeit erst einmal weg - der Betroffene muß seinen
Arsch jeden Tag aus dem Bett heben und kann trotzdem nicht vom Ertrag
leben, weil die Aufstockung mit sinkendem ALG2-Niveau entweder ganz
entfällt oder stark gekürzt wird.
So könnten also zukünftig weder reine ALG2-Empfänger noch Niedriglöhner
menschenwürdig überleben. Viele von ihnen würden obdachlos werden, weil
ihre Geld entweder für die Miete oder für lebensnotwendige Lebensmittel
reicht. Viele würden sehr schnell ihren Job verlieren, weil sie das Geld
für die notwendige Monatsfahrkarte mit dem Nahverkehr nicht mehr aufbringen
könnten usw.

Kein Arbeitgeber kann Arbeitskräfte gebrauchen, und seien sie noch so
billig, die unmotiviert und unter Guido-Zwang ihren Job machen sollen.

Übrigens, ein Arbeitsloser mit zwei Kindern bekommt in Dänemark selbst nach
5 Jahren Arbeitslosigkeit immer noch eine Sozialhilfe in fast der gleichen
Höhe, die sein letztes Einkommen betrug.
Allerdings kommt ein solcher Fall in Dänemark sehr selten vor, da man dort
erstaunlicher Weise nach Eintritt von Arbeitslosigkeit immer noch relativ
schnell wieder in Arbeit vermittelt wird - wenn man nicht vorher selbst was
gefunden hat.
Fast jeder Arbeitslose wird dort meist früher als später wieder in Arbeit
vermittelt, die der Qualifikation des Arbeitslosen entspricht und ihm
keinen inakzeptablen Lohnverzicht abfordern darf, sondern seinen bisherigen
Lebensstandard am bisherigen Wohnort oder in erreichbarer Nähe weitgehend
sichert.
Sollte dies nicht möglich sein, erhält er eben weiter Unterstützung, bis es
auch für ihn einen geeigneten und zumutbaren Job gibt.

Obwohl es sich bei Dänemark um ein Traumland für die Schmarotzer handeln
müßte, bei einer solchen Absicherung würde nach Guidos Theorie in
Deutschland so gut wie niemand mehr arbeiten wollen, haben die Dänen eine
niedrigere Arbeitslosigkeit als Deutschland und bringen fast jeden, der
seine Arbeit verliert im Normalfall kurzfristig wieder in Lohn und Brot.
Dabei leben sie im gleichen Gesellschaftssystem, sind Mitglied der EU,
haben mit der gleichen Wirtschafts- und Bankenkrise zu kämpfen und dürfen
eine bestimmte Verschuldung nicht überschreiten.

Im Juni 2009 lag die offizielle Arbeitslosen in der EU im Schnitt bei 8,9%.
Dänemark hatte eine saisonbereinigte Quote von 6,2% und Deutschland von
7,7%. Beide besser als der Durchschnitt, aber Dänemark der Bessere.
Deutschland hatte am 31.12.2008 eine Staatsverschuldung in Höhe von 65,9%
des Bruttinlandproduktes, Dänemark trotz seiner, die Schmarotzerzahl
theoretisch, nach der Guido-Theorie, in die Höhe treibenden extremen
sozialen Absicherung seiner Bürger ledigliche eine Staatsverschuldung in
Höhe von 33,3% des dortigen Bruttoinlandproduktes, das ist gut die Hälfte
der deutschen Schuld.

Irgendwie scheint die Guido-Theorie auf Schwachsinn gebaut zu sein.
Es scheint eher so zu sein, dass es am Besten für den Staat, die
Steuerzahler und die Arbeitslosen läuft, wenn man nicht mit dem Knüppel
sondern mit Großzügigkeit, mit Verständnis agiert.
Aber dazu sind deutsche Politiker, allen voran die Liberalen, nicht in der
Lage. Die schönen lieber die Statistiken, bekämpfen mit Medienkampagnen die
Arbeitslosen statt die Arbeitslosigkeit und sorgen für eine immer weitere
Verschlechterung der sozialen und wirtschaftlichen Situation der Menschen,
auf das der Binnenmarkt eines Tages ganz zusammenbreche.
Ich frage mich schon lange, wann das System der Handwerker, der
Dienstleistungen in Deutschland zusammenbricht, denn allein von den Reichen
alleine kann der deutsche Mittelstand auf Dauer nicht existieren.
Dann haben wir nur noch eine extrem moderne Exportindustrie, die kaum noch
genug Arbeitsplätze bietet, um die Masse der Menschen in allen
Qualifizierungsstufen beschäftigen kann.
Dann wird eine Verelendung erreicht sein, die in einer revolutionären
Situation mündet.
Guido und seine Liberalen sind aber nur eine der Stufen in diese Richtung,
viele führende Vertreter der sozialdemokratischen Arbeiterverräterpartei
wie auch die der Parteien mit dem C im Namen sind nicht einen Deut besser.

mueding
peter van haag
2010-02-23 10:53:28 UTC
Permalink
Post by Mueding
Arbeitslose, insbesondere Langzeitarbeitslose sind faul und drücken sich
vor Arbeit, weil ihnen die Sozialtransfers, auch das ALG2, angeblich einen
„anstrengungslosen Wohlstand“ garantieren, wie dies nicht nur Guido
Westerwelle sonder auch viele der Poster in diesem Forum sehen.
Jetzt hatte der Berliner Senat 650 Stellen zur Eisbeseitigung
ausgeschrieben, die 50 Euro auf die Hand am Tag einbringen sollten.
Ca. 27.000 Berliner, sicher keine mit einem Fulltimejob, haben sich sofort
darum beworben, was bei dem Job nicht gerade auf Arbeitsscheu hinweist.
Bei Extrageld na klar......in der bisherigen Diskussion wurde aber
gefordert, dass Arbeitslose auch ohne bes. Zuschlag etwas für die
Allgemeinheit, die ihren Lebensunterhalt finanziert, tun sollten. Außerdem
sollten diese Arbeiten keine anderen städtischen, bezahlten Jobs gefährden.
Post by Mueding
Lohnenswert ist eine Arbeit immer dann nicht, wenn man von ihr nicht leben
kann – egal wie hoch die Transfereinkommen, das ALG2 auch sein mögen.
Eine Senkung des ALG2 würde nach meiner Auffassung genau das Gegenteil von
dem erreichen, was uns Guido beibiegen möchte - es würde mies bezahlte
Arbeit noch unattraktiver machen.
Niemand, auch die FDP nicht, redet von einer Senkung.
Post by Mueding
Kein Arbeitgeber kann Arbeitskräfte gebrauchen, und seien sie noch so
billig, die unmotiviert und unter Guido-Zwang ihren Job machen sollen.
Warum sind die Leute denn so 'unmotiviert' ? Weil Ihnen dauernd eingeredet
wird, wie schlecht es Ihnen geht. Dabei haben die meisten von Ihnen noch
nie wirklich schlechte Zeiten erlebt.
Post by Mueding
Übrigens, ein Arbeitsloser mit zwei Kindern bekommt in Dänemark selbst nach
5 Jahren Arbeitslosigkeit immer noch eine Sozialhilfe in fast der gleichen
Höhe, die sein letztes Einkommen betrug.
Allerdings kommt ein solcher Fall in Dänemark sehr selten vor....
Dänemark hatte keine Wiedervereinigungskosten und hat so gut wie keine
Türken und Araber und andere überflüssige 'Gastarbeiter'.

..., > Fast jeder Arbeitslose wird dort meist früher als später wieder in
Arbeit
Post by Mueding
vermittelt, die der Qualifikation des Arbeitslosen entspricht...
zu etwa unseren Harz IV Sätzen...(falls Kinder vorhanden sind)
Post by Mueding
Ich frage mich schon lange, wann das System der Handwerker, der
Dienstleistungen in Deutschland zusammenbricht, denn allein von den Reichen
alleine kann der deutsche Mittelstand auf Dauer nicht existieren.
Richtig und genau...diesen Mittelstand gilt es steuerlich und vor allem von
den Sozialabgaben zu entlasten ; eine Grundforderung der FDP.

PvH
Lars Bräsicke
2010-02-23 18:08:36 UTC
Permalink
Post by peter van haag
Dänemark hatte keine Wiedervereinigungskosten und hat so gut wie keine
Türken und Araber und andere überflüssige 'Gastarbeiter'.
Wo kommen dann die 9,5% Einwanderer und 4% Muslime her?

Lars
Sabine L. Müller
2010-02-24 16:59:41 UTC
Permalink
Post by Lars Bräsicke
Wo kommen dann die 9,5% Einwanderer und 4% Muslime her?
Öh. Aus dem Ausland?

Mein Papa sagt, Muslime waren früher von vielen erwünscht.
Ich finde Türken nicht so ansprechend.

Eher so normale Boys.

Wie siehst Du denn aus?

LG Sabinchen
Mueding
2010-02-23 19:45:05 UTC
Permalink
Post by peter van haag
Post by Mueding
Arbeitslose, insbesondere Langzeitarbeitslose sind faul und drücken sich
vor Arbeit, weil ihnen die Sozialtransfers, auch das ALG2, angeblich einen
„anstrengungslosen Wohlstand“ garantieren, wie dies nicht nur Guido
Westerwelle sonder auch viele der Poster in diesem Forum sehen.
Jetzt hatte der Berliner Senat 650 Stellen zur Eisbeseitigung
ausgeschrieben, die 50 Euro auf die Hand am Tag einbringen sollten.
Ca. 27.000 Berliner, sicher keine mit einem Fulltimejob, haben sich sofort
darum beworben, was bei dem Job nicht gerade auf Arbeitsscheu hinweist.
Bei Extrageld na klar......in der bisherigen Diskussion wurde aber
gefordert, dass Arbeitslose auch ohne bes. Zuschlag etwas für die
Allgemeinheit, die ihren Lebensunterhalt finanziert, tun sollten. Außerdem
sollten diese Arbeiten keine anderen städtischen, bezahlten Jobs gefährden.
Den Unternehmen weitgehend kostenlos zur Verfügung gestellte Arbeitskräfte
werden immer bezahlte Arbeit verdrängen; sind ja nicht auf den Kopf
gefallen, unsere Investoren, Anleger und die von ihnen eingesetzten und
bezahlten Manager. Im Kreis Oranienburg will die Kommune die Arbeitslosen
bei einer kommunalen Zeitarbeitsfirma einstellen und dann als
subventionierte Arbeitskräfte an die Wirtschaft verleihen.
Diese wird natürlich nichts Besseres zu tun haben, als sich so schnell und
so umfassend als möglich, von teureren Mitarbeitern zu trennen.
Die nächsten Neueinstellungen müßten sich dann am Lohnstandard der
subventionierten Arbeitskräfte messen lassen.
Toll auch für die Konkurrenten der so wirtschaftlich unterstützten
Unternehmen, sie haben bei Ausschreibungen gegenüber anderen Unternehmen
aus Kreisen, die solche subventionierten Arbeitskräfte noch nicht zur
Verfügung stellen, einen riesen Nachteil, den es schnell aufzuholen gilt.
So wird mit dieser Scheißhausidee die nächste Runde beim Abwärts der
Einkommen eingeleutet und die Investoren, die Kapitaleigner, die Besitzer
der Unternehmen freuen sich; steigen doch so die Gewinne noch weiter an;
wird doch so die Zahl der Arbeitslosen immer größer.

Aber auch die Arbeit, die die Kommunen von Arbeitslosen für sich verrichten
lassen können, werden immer auch die Vergabe dieser Aufträge an dafür
eigentlich existierende gewerbliche Unternehmen verhindern bzw. ansonsten
reguläre Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst beseitigen oder
Neueinstellungen überflüssig machen.
Hat man ein Tor erst einen Spalt geöffnet, wird es der nächste Windzug weit
aufreißen. Hat man erst erkannt, was man auf diese Art für Geld sparen, den
Haushalt entlasten kann, wird man den Weg weiter und weiter gehen.

Wie man´s auch dreht, das Ziel der Beschäftigung von rund 7 Millionen
Menschen, die in Deutschland real Arbeit benötigen, von der sie auch leben
könnten, ist unerreichbar und ein Beschäftigungsprogramm für Millionen von
Arbeitslosen wird neue Arbeitlose erzeugen bzw. die Übernahme von
Arbeitslosen in reguläre Arbeitsverhältnisse erschweren bzw. ausschließen.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Lohnenswert ist eine Arbeit immer dann nicht, wenn man von ihr nicht leben
kann – egal wie hoch die Transfereinkommen, das ALG2 auch sein mögen.
Eine Senkung des ALG2 würde nach meiner Auffassung genau das Gegenteil von
dem erreichen, was uns Guido beibiegen möchte - es würde mies bezahlte
Arbeit noch unattraktiver machen.
Niemand, auch die FDP nicht, redet von einer Senkung.
Aber natürlich - wer davon spricht, dass Arbeitslose in einem
"anstrengungslosen Wohlstand" leben würden, der muß doch eine solche
"Ungerechtigkeit" verhindern, muß zwangsläufig den zweiten Schritt bereits
geplant haben, die Senkung der Bezüge.
Ansonsten würde die angeblich existierende Ungerechtigkeit, dass
Steuerzahler schmarotzenden Arbeitslosen einen "anstrengungslosen
Wohlstand" finanzieren, während sie selbst, hart arbeitend, an der Grenze
der Existenzfähigkeit vegetieren müssen.
Ganz klar meine Meinung dazu - dass Problem der Massenarbeitlosigkeit ist
nicht durch eine weitere Senkung der Transferleistungen zu bewältigen.
Es ist massenhaft menschliche Arbeitskraft überflüssig geworden, nicht nur
die Arbeit mit Muskelkraft sondern auch die mit dem Hirn.
Selbst die Börse in Frankfurt verlagert aus Kostengründen immer mehr
Arbeitsplätze nach Tschechien. Sie könnten in Deutschland nur erhalten
werden, wenn die Menschen hier tschechische Bezahlung, tschechische Abgaben
akzeptieren könnten, was nicht geht, da wir in Deutschland keine
tschechische Lebenshaltungskosten haben.
Wird der Börse Tschechien zu teuer, wird sie weiterwandern - wie
Heuschrecken, und um die Arbeitsplätze zurückzuholen, müßten die Deutschen
dann rumänische oder bulgarische oder armenische Löhne akzeptieren.
Übrigens, bei den Arbeitsplätzen der Börse wandern nicht, wie in diesem
Zusammenhang immer wieder behauptet, die Arbeitsplätze ab, auf denen
überbezahlte unqualifizierte Deutsche sitzen.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Kein Arbeitgeber kann Arbeitskräfte gebrauchen, und seien sie noch so
billig, die unmotiviert und unter Guido-Zwang ihren Job machen sollen.
Warum sind die Leute denn so 'unmotiviert' ? Weil Ihnen dauernd eingeredet
wird, wie schlecht es Ihnen geht. Dabei haben die meisten von Ihnen noch
nie wirklich schlechte Zeiten erlebt.
Das ist eine Defintionsfrage.
Was sind denn für Dich schlechte Zeiten und Umstände, die Du dem
durchschnittlichen Arbeitslosen wünschst?
Warum sind denn durchschnittliche arbeitslose Dänen mit der Chance auf
einen, den alten Lebensstand weiter sichernden langjährigen Anspruch auf
Sozialtransfer, der weit über dem liegt, auf den ein deutscher Arbeitsloser
derzeit noch Anspruch hat, trotzdem massenhaft motiviert und tragen so zu
einer erstaunlich niedrigen Arbeitslosigkeit in Dänemark bei?
Warum sollten durchschnittliche deutsche Arbeitslose, denen das ALG2
lediglich das Überleben sichert, dann weniger bis überhaupt nicht motiviert
sein, wieder Arbeit aufzunehmen? Sie sind motiviert, auch wenn noch so oft
das Gegenteil behauptet wird - aber es gibt keine Arbeit für sie, von der
man leben könnte und Arbeit, von der man nicht leben kann, nützt nur
demjenigen, der anschließend die so entstandenen erhöhten Gewinne
einstreicht.
In Dänemark hat man den Kurs der staatlichen Unterstützung eines
ausufernden Niedriglohnkurses nicht mitgemacht, Arbeit lohnt in Dänemark
immer noch, weil man davon sogar leben kann und deshalb nicht auf Transfer
angewiesen ist.
Wenn man aber arbeiten gehen soll und darüber hinaus noch als Bittsteller
antreten und sich trotzdem als Schmarotzer beschimpfen lassen muß, dann
macht Arbeit für den Arbeitenden wirklich keinen Sinn, dass sage ich, der
ich auch mit meinen Steuern die Transfers finanzieren muß, ehrlichen
Herzens.
Ich schreibe hier nicht von der Minderheit der wirklichen Schmarotzer, die
die Ausnahme bildet und denen ein Leben an der Existenzgrenze reicht - die
gibt es in Dänemark, in Deutschland und vermutliche in allen anderen
Regionen dieser Erde ebenfalls. Um die zum Arbeiten zu bewegen, müßte sie
schon von Verhungern und Verdursten bedroht sein.
Aber warum sollte man auch? Es werden sowieso auf Dauer mehrer Millionen in
diesem Land ohne Arbeit bleiben, weil es einfach keine gibt.
Da kann gut und gerne diejenigen arbeitslos lassen und durchfüttern, die
sowieso nicht arbeiten wollen. Es wäre doch Schwachsinn, diese wirklich
unmotivierten Menschen zur Arbeit zu zwingen und dafür andere Menschen, die
aus verschiedensten Gründen gerne arbeiten möchten, selbst für
Niedrigslöhne, zur weiteren Arbeitslosigkeit zwingen.
Wie ich schon darstellte, es fehlen in Deutschland derzeit ca. 7 Millionen
Arbeitsplätze um all diejenigen, die von Sozialtransfers leben und
Übrigens, die wirklichen Schmarotzer der Gesellschaft sind für mich
diejenigen, die sich ihrer grundgesetzlichen Verantwortung für diesen
Sozialstaat entziehen, massenhaft ihr Geld schwarz im Ausland anlegen und
dadurch Vermögen generieren, welches weder sie noch ihre Nachkommen je
ausgeben können - es also real nicht einmal brauchen.
Warum eigentlich wird gegen Schwarzarbeit so massiv vorgegangen, werden
Arbeitslose durch die Bank als Schmarotzer denunziert und bei diesen
schmarotzenden Verbrechern wird nicht einmal über Strafe nachgedacht?
Jeder Zumwinkel ist ein größerer Verbrecher als es biertrinkende,
Unterschichtenfernsehen gaffenden Langzeitarbeitslose je werden können.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Übrigens, ein Arbeitsloser mit zwei Kindern bekommt in Dänemark selbst nach
5 Jahren Arbeitslosigkeit immer noch eine Sozialhilfe in fast der gleichen
Höhe, die sein letztes Einkommen betrug.
Allerdings kommt ein solcher Fall in Dänemark sehr selten vor....
Dänemark hatte keine Wiedervereinigungskosten und hat so gut wie keine
Türken und Araber und andere überflüssige 'Gastarbeiter'.
Aha, weil es den teuren Anschluss der DDR gab, weil Westerwelle und seine
politischen Freunde wie auch die führenden Vertreter der Wirtschaft meinen,
dass wir ganz dringend ein paar Millionen zusätzlicher Arbeitskräfte
brauchen, da die bereits zur Verfügung stehenden Millionen Arbeitsloser
alle nicht geeignet sind, im Gegensatz zu Mustafa aus dem Libanon oder Ali
aus Mali, ist es also erforderlich, dass wir die Arbeitslosen als
Schmarotzer bezeichnen und behandeln, behaupten, dass sie mit 359 Euro zum
Leben im Monat über einen "anstrengungslosen Wohlstand" verfügen würden?
Übrigens, google mal, seit wann Dänemark von Asylanten und Zuwanderern
überrannt wird, wieviele es von diesen dort gibt und was sie dem dänischen
Steuerzahler kosten.
Du wirst feststellen, dass Dänemark dabei keiner geringeren Belastung
ausgesetzt ist wie Deutschland.
Post by peter van haag
Post by Mueding
..., > Fast jeder Arbeitslose wird dort meist früher als später wieder in
Arbeit
vermittelt, die der Qualifikation des Arbeitslosen entspricht...
zu etwa unseren Harz IV Sätzen...(falls Kinder vorhanden sind)
Du weißt hoffentlich, welchen Blödsinn Du da geschrieben hast.
Niemand muß dort eine Arbeit annehmen, mit der er seinen bisherigen
Lebensstandard nicht halten kann.
Niemand wird dort gezwungen, seine erreichte Bildung und Qualifikation auf
den Misthaufen zu schmeißen.
Mit zwei Kindern erhält man nach 5 Jahren immer noch 91% des ursprünglichen
Nettoeinkommens.
Lass also diesen Unsinn und versuche nicht Westerwelles
Volksverdummungskampagne noch zu übertreffen.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Ich frage mich schon lange, wann das System der Handwerker, der
Dienstleistungen in Deutschland zusammenbricht, denn allein von den Reichen
alleine kann der deutsche Mittelstand auf Dauer nicht existieren.
Richtig und genau...diesen Mittelstand gilt es steuerlich und vor allem von
den Sozialabgaben zu entlasten ; eine Grundforderung der FDP.
Wenn diese Mittelstand keine Aufträge mehr bekommt, weil die Kommunen fast
alle ihre Arbeiten durch Arbeitslose verrichten läßt und weil die Bürger
sich keine Dienstleistungen, keine Waren aus deutscher Produktion mehr
leisten können, dann hilft diesem Mittelstand einer steuerlich Entlastung
überhaupt nicht, auch keine Entlastung von Sozialabgaben - dann ist er
nämlich ohne Arbeit und damit ohne zu versteuerndem Gewinn und
Arbeitskräfte beschäftigt er wegen Arbeitsmangel schon lange nicht mehr.
Das Problem muß also an der Wurzel angepackt werden - die verkonsumierbare
Einkommen in Deutschland muß bei der Masse der Menschen wieder steigen, es
muß wieder Binnennachfrage generiert werden - dann kann auch der
Mittelstand überleben.
Eine Steigerung der Exportquote um weitere 10 - 15% und wir können den
deutschen Mittelstand, der eben überwiegend auf einen deutschen Markt
angewiesen ist vergessen, das ist das Problem des unternehmerisch tätogen
Mittelstandes.
Der andere Teil des Mittelstandes wird dadurch ausgemerzt, dass er für
immer weniger Geld immer mehr leisten muß - Stichworte
"Arbeitsplatzsicherung durch Lohnverzicht" und Mehrbelastung durch "Abbau
von Arbeitplätzen zur Kostensenkung".
Post by peter van haag
PvH
mueding
Konrad Nickel
2010-02-24 08:05:29 UTC
Permalink
***@web.de (Mueding) wrote in <9m4i1b63z0ud.14ytd5fvs2lmf$.dlg@
40tude.net>:

<Eine Menge Unsinn>

Was für Drogen nimmst du Müding?
Der Sozialstaat ist nicht mehr finanzierbar. Punkt.
Weder H4, noch Renten sind auf Dauer finanzierbar und die Dänen werden das
auch bald merken.
359 Euro + Miete +KV + + + + ... ohne Gegenleistung ist Luxus. Andere
arbeiten gerne dafür, der deutsche Arbeiter ist sich aber zu fein.
In einigen Jahren wird es normal sein, das man für seine Lebensunterhalt
selber aufkommen muß oder halt in die Kiste steigt. Finde dich damit ab.
herbert
2010-02-24 11:26:31 UTC
Permalink
Post by Konrad Nickel
<Eine Menge Unsinn>
Was für Drogen nimmst du Müding?
Der Sozialstaat ist nicht mehr finanzierbar. Punkt.
Weder H4, noch Renten sind auf Dauer finanzierbar und die Dänen werden das
auch bald merken.
359 Euro + Miete +KV + + + + ... ohne Gegenleistung ist Luxus. Andere
arbeiten gerne dafür, der deutsche Arbeiter ist sich aber zu fein.
In einigen Jahren wird es normal sein, das man für seine Lebensunterhalt
selber aufkommen muß oder halt in die Kiste steigt. Finde dich damit ab.
Dass Du für 359 € + Miete + KV noch nie gelebt hast, merkt man Dir an!
Wie hoch sind Deine Kontenstände in der Schweiz und in Liechtenstein?

Oder betreibst Du Steuerhinterziehung in Deutschand mithilfe teurer
Steuerberater. CDU/CSU und FDP, aber auch die Partei des Genossen der
Bosse haben längst alles dafür nach Wunsch ihrer Finanziers zur
Verfügung gestellt.

370.000 Millionäre in Deutschland sind wirklich noch nicht
hinreichend, um Deutschland zu gesunden, gelle!?

Mindestlöhne von 4,50 €/Std sind dafür noch längst zu hoch!

Fast 100% der neuen Grabsteine in Deutschland sind Produkte der Arbeit
von Kindern ab dem 6. Lebensjahr in Indien, die für ihre Arbeit
fürstlich mit ihrer täglichen Ernährung belohnt werden und ihrem
Schlafplatz zwischen ihrem Hammer und Meißel.

Solche Zukunft wünscht Konrad Nickel für Deutschland, damit sich für
ihn Vermögen noch lohnt.

Herbert
Mueding
2010-02-24 18:51:24 UTC
Permalink
Post by herbert
Post by Konrad Nickel
<Eine Menge Unsinn>
Was für Drogen nimmst du Müding?
Der Sozialstaat ist nicht mehr finanzierbar. Punkt.
Weder H4, noch Renten sind auf Dauer finanzierbar und die Dänen werden das
auch bald merken.
359 Euro + Miete +KV + + + + ... ohne Gegenleistung ist Luxus. Andere
arbeiten gerne dafür, der deutsche Arbeiter ist sich aber zu fein.
In einigen Jahren wird es normal sein, das man für seine Lebensunterhalt
selber aufkommen muß oder halt in die Kiste steigt. Finde dich damit ab.
Dass Du für 359 € + Miete + KV noch nie gelebt hast, merkt man Dir an!
Wie hoch sind Deine Kontenstände in der Schweiz und in Liechtenstein?
Oder betreibst Du Steuerhinterziehung in Deutschand mithilfe teurer
Steuerberater. CDU/CSU und FDP, aber auch die Partei des Genossen der
Bosse haben längst alles dafür nach Wunsch ihrer Finanziers zur
Verfügung gestellt.
Vergiss es, der Junge ist genausowenig reich wie Du und ich, er hat
lediglich noch zuviele Eierschalen hinter den Ohren.
Erst wenn er erwachsen geworden sein sollt, wird er begreifen, dass sich
unter den rund 7 Millionen ALG2-Empfänger weniger Schmarotzer befinden, als
er steuerhinterziehende Kriminelle unter den Besserverdienenden gibt.
Post by herbert
370.000 Millionäre in Deutschland sind wirklich noch nicht
hinreichend, um Deutschland zu gesunden, gelle!?
Diese 370.000 Millionäre kann es doch nur deshalb geben, weil die meisten
von ihnen ohne wirkliche persönliche Leistung Geld in moralisch nicht
vertretbarer Größenordnung eingesackt haben.
In Deutschland ist die Wertschöpfung heute nicht geringer als in den
siebziger Jahren. Es gibt allerdings einen großen Unterschied, diese
Wertschöpfung ist möglich, obwohl es ca. 9 Millionen Menschen gibt, die
entweder überhaupt keine Arbeit haben oder vom Erlös ihrer Arbeit nicht
unter ergänzende Sozialtranfers überleben können.
Niemand wird in den nächsten Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten,
lohnenswerte Arbeit für mehrere Millionen Menschen bereitstellen.
Diese Millionen können sich auch nicht alle, wie es immer wieder gefordert
wird, selbständig machen, da es niemanden gibt, der die Leistung, die sie
dann anbieten könnten, benötigt oder bezahlen kann oder bezahlen will.
Ja, wir können z.B. ein paar hundertausend Menschen mehr im
Gesundheitswesen und im Pflegebereich gebrauchen, auch in der
Kinderbetreuung - aber erstens ist für deren Bezahlung kein Geld da und
zweitens löst das nicht das Problem mehrerer millionen, von
Arbeitslosigkeit Betroffener.
Das Brüllen danach, diese Leute mögen endlich arbeiten gehen ist das eine,
was sie denn für eine Arbeit verrichten sollen, das sagt allerdings
niemand, denn diese macht ja nur Sinn für die Entlastung der Steuerzahler,
wenn sie auch anständig bezahlt wird.
Post by herbert
Mindestlöhne von 4,50 €/Std sind dafür noch längst zu hoch!
Richtig, wir befinden uns in einer globalisierten Welt in einem
Kostenwettbewerb mit den Ländern, die niedrigste Lebenshaltungskosten und
ein extrem niedriges Entlohnungsniveau haben.
Das ist ja auch genau der Sinn der Globalisierung, von der die Deutschen
als Volk eine Zeit lang profitieren durften und für die wir jetzt die
Rechnung präsentiert bekommen.
Erst wenn die Durchschnittsbevölkerung aller Länder auf ungefähr gleichem
Lebensstandard vegetiert, sind die Einsparungspotentiale bei den Lohn- und
den Lohnnebenkosten für die globalisierte Wirtschaft ausgeschöpft.
Nicht die Länder der heutigen dritten Welt werden eines Tages das
derzeitige Lebensniveau der heutigen Industriestaaten kommen, wir werden
uns weitgehend dem Lebensniveau der dritten Welt annähern.
Post by herbert
Fast 100% der neuen Grabsteine in Deutschland sind Produkte der Arbeit
von Kindern ab dem 6. Lebensjahr in Indien, die für ihre Arbeit
fürstlich mit ihrer täglichen Ernährung belohnt werden und ihrem
Schlafplatz zwischen ihrem Hammer und Meißel.
Richtig, für die Familien dieser Kinder ist es der Himmel auf Erden, denn
sie vergleichen sich ja nicht mit uns. Für die Menschen, die diese Arbeit
früher einmal in Deutschland machten, ist es der Bankrott.
Post by herbert
Solche Zukunft wünscht Konrad Nickel für Deutschland, damit sich für
ihn Vermögen noch lohnt.
Er besitzt keines, denn wenn er eines besäße, würde er sich hier im Forum
nicht äußern. Er möchte einfach nur aus seiner Klasse, aus dem Elend, in
dem er sich befindet, aussteigen, wenigsten für die paar Minuten, in denen
er hier unqualifizierten Mist schreibt.
Post by herbert
Herbert
mueding
herbert
2010-02-25 18:25:14 UTC
Permalink
Post by Konrad Nickel
<Eine Menge Unsinn>
Was für Drogen nimmst du Müding?
Der Sozialstaat ist nicht mehr finanzierbar. Punkt.
Weder H4, noch Renten sind auf Dauer finanzierbar und die Dänen werden das
auch bald merken.
359 Euro + Miete +KV + + + + ... ohne Gegenleistung ist Luxus. Andere
arbeiten gerne dafür, der deutsche Arbeiter ist sich aber zu fein.
Der selbsternannte letzte Sozialdemokrat von NRW wollte seinen
Beamtenstand um 7.000 verringern und bot ihnen 2008 Vorruhestand an.
Es meldeten sich 27.000 Beamte, Beamte, die immerhin keine
Sozialabgaben leisten, dafür aber einen durchschnittlichen
Krankenstand von 16 % haben. Der durchschnittliche Krankenstand von
Angestellten und Arbeitern liegt dagegen bei 6,7%.

Der Sozialstaat ist offenbar wohl finanzierbar, aber nicht für jeden!
Post by Konrad Nickel
In einigen Jahren wird es normal sein, das man für seine Lebensunterhalt
selber aufkommen muß oder halt in die Kiste steigt. Finde dich damit ab.
Wer nicht freiwillig in die Kiste steigt, wird dem geholfen werden -
vom Staat oder privat? Wird das Steigen in die Kiste denn bezuschusst
werden oder muss man selber dafür aufkommen?

Da wird es viele Fragen zu lösen geben!

Herbert
peter van haag
2010-02-24 11:44:24 UTC
Permalink
Post by Mueding
Den Unternehmen weitgehend kostenlos zur Verfügung gestellte Arbeitskräfte
werden immer bezahlte Arbeit verdrängen;
...nicht wenn es , wie hier um ganz begrenzte Aktionen ...Schneeschippen ...
geht.
Post by Mueding
Wie man´s auch dreht, das Ziel der Beschäftigung von rund 7 Millionen
Menschen, die in Deutschland real Arbeit benötigen, von der sie auch leben
könnten, ist unerreichbar......
woher hast du denn die Zahl von 7 Millionen ? Sind alle alle
Schwarzarbeiter mit dabei....?
Post by Mueding
Post by peter van haag
Niemand, auch die FDP nicht, redet von einer Senkung.
Aber natürlich - wer davon spricht, dass Arbeitslose in einem
"anstrengungslosen Wohlstand" leben würden, der muß doch eine solche
"Ungerechtigkeit" verhindern, muß zwangsläufig den zweiten Schritt bereits
geplant haben, die Senkung der Bezüge.
Es wird viel geschwätzt; du weißt genau, dass eine Senkung der ALGII Bezüge
nicht zur Diskussion steht.
Post by Mueding
Post by peter van haag
Warum sind die Leute denn so 'unmotiviert' ? Weil Ihnen dauernd eingeredet
wird, wie schlecht es Ihnen geht. Dabei haben die meisten von Ihnen noch
nie wirklich schlechte Zeiten erlebt.
Das ist eine Defintionsfrage.
Was sind denn für Dich schlechte Zeiten und Umstände, die Du dem
durchschnittlichen Arbeitslosen wünschst?
zB. unsere Nachkriegsjahre bis zur Währungsreform....aber die wünsche ich
keinem wieder.
Post by Mueding
Warum sind denn durchschnittliche arbeitslose Dänen mit der Chance auf
einen, den alten Lebensstand weiter sichernden langjährigen Anspruch auf
Sozialtransfer, der weit über dem liegt, auf den ein deutscher Arbeitsloser
derzeit noch Anspruch hat, trotzdem massenhaft motiviert und tragen so zu
einer erstaunlich niedrigen Arbeitslosigkeit in Dänemark bei?
Ich sagte doch bereits; Dänemark kann sich einiges mehr leisten als wir.
Außerdem gehört zu Dänemark auch Grönland mit allen Fischereirechten und
Bodenschätzen. Aber.....alles hat seine Grenzen. Das sozialistische
Griechenland gewährt heute eine Altersrente von 105% des letzen Nettolohnes,
wenn der Arbeitnehmer nur 15 Jahre gearbeitet hat. Sozialismus führt immer
in die Pleite.
Post by Mueding
Warum eigentlich wird gegen Schwarzarbeit so massiv vorgegangen, werden
Arbeitslose durch die Bank als Schmarotzer denunziert und bei diesen
schmarotzenden Verbrechern wird nicht einmal über Strafe nachgedacht?
Jeder Zumwinkel ist ein größerer Verbrecher als es biertrinkende,
Unterschichtenfernsehen gaffenden Langzeitarbeitslose je werden können.
Der Vergleich ist lächerlich.
Post by Mueding
Übrigens, google mal, seit wann Dänemark von Asylanten und Zuwanderern
überrannt wird, wieviele es von diesen dort gibt und was sie dem dänischen
Steuerzahler kosten.
Du wirst feststellen, dass Dänemark dabei keiner geringeren Belastung
ausgesetzt ist wie Deutschland.
Das kann ich nicht nachvollziehen; außerdem die Dänen bauen ihre
Problemzuwanderung ab; hier nimmt sie eher noch zu.
Post by Mueding
Wenn diese Mittelstand keine Aufträge mehr bekommt, weil die Kommunen fast
alle ihre Arbeiten durch Arbeitslose verrichten lässt..
was soll diese Agitation? hast du das nötig?
Post by Mueding
Eine Steigerung der Exportquote um weitere 10 - 15% und wir können den
deutschen Mittelstand, der eben überwiegend auf einen deutschen Markt
angewiesen ist vergessen....
auch falsch. Der deutsche Mittelstand ist sehr stark exportorientiert und
außerdem Zulieferer für Exporte der ganz Großen.

PvH PS. ich habe leider nicht soviel Zeit um auf alle Themen
detailliert einzugehen. (ich 'hätte' sie natürlich, aber ich gedenke nicht
mehrere Stunden vor dem Computer zu verbringen)
Mueding
2010-02-24 20:06:48 UTC
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Post by peter van haag
Post by Mueding
Den Unternehmen weitgehend kostenlos zur Verfügung gestellte Arbeitskräfte
werden immer bezahlte Arbeit verdrängen;
...nicht wenn es , wie hier um ganz begrenzte Aktionen ...Schneeschippen ...
geht.
Da hast Du völlig recht, aber das "Denken" eines Herrn Westerwelle geht ja
im Interesse seiner Klientel schon viel weiter.
In Rotterdam z.B. werden Arbeitslose auf Staatskosten Supermärkten zur
Verfügung gestellt, die hinter den Kassen die Tüten der Kunden packen.
So sparen die Supermärkte Arbeitskräfte, die sich dann wieder arbeitlos
melden dürfen, und, was entscheidend ist, Kosten, die sich so in Gewinne
wandeln können.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Wie man´s auch dreht, das Ziel der Beschäftigung von rund 7 Millionen
Menschen, die in Deutschland real Arbeit benötigen, von der sie auch leben
könnten, ist unerreichbar......
woher hast du denn die Zahl von 7 Millionen ? Sind alle alle
Schwarzarbeiter mit dabei....?
Alleine 4,9 Millionen davon empfingen im Januar diesen Jahres ganz
offiziell ALG2.
Wenn man davon ausgeht, dass diese Menschen entweder keine Arbeit haben
oder Arbeit verrichten, mit der man offensichtlich nicht sein
Existenzminimum erreichen kann, brauchen all diese Menschen eigentlich
endlich einen anständigen, lohnenswerten Arbeitsplatz, von dem sie sich
ohne zusätzliche Unterstützung oberhalb des Existenzminimums am Leben
halten können. Rechnet man mal die Kinder runter, dann kommt man ungefähr
auf die Zahl 4 Millionen.
Dazu kommen noch die 1,5 Millionen zu Hause sitzenden ALG1-Empfänger sowie
die schätzungsweise 1,5 Millionen Arbeitslosen, die nicht als Arbeitslose
ausgewiesen werden, da sie entweder gerade als Ein-Euro-Jobber tätig sind,
oder eine Umschulung machen oder in anderen sogenannten "Maßnahmen"
stecken.
Nicht in den 7 Millionen enthalten sind die Menschen, die zwar
arbeitsuchend sind, aber in keiner Statistik auftauchen, da sie vom
Jobcenter weder ALG1 noch ALG2 erhalten und damit nicht einmal mehr für
Umschulungen, Ein-Euro-Jobs oder andere Maßnahmen in Frage kommen.
Dies sind all die Arbeitslosen, in deren Bedarfsgemeinschaft ein leicht
über dem ALG2-Anspruch liegendes Einkommen oder "Vermögen" existiert.
Du siehst also, wenn Du sehen willst, dass mindestens 7 Millionen
Arbeitsplätze nötig wären, um das Problem der Arbeitslosigkeit und der
unbestrittenen Belastung der Steuer- und Abgabenzahler wirklich zu lösen
und nicht nur ein bißchen am Rande herumzudoktern.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Niemand, auch die FDP nicht, redet von einer Senkung.
Aber natürlich - wer davon spricht, dass Arbeitslose in einem
"anstrengungslosen Wohlstand" leben würden, der muß doch eine solche
"Ungerechtigkeit" verhindern, muß zwangsläufig den zweiten Schritt bereits
geplant haben, die Senkung der Bezüge.
Es wird viel geschwätzt; du weißt genau, dass eine Senkung der ALGII Bezüge
nicht zur Diskussion steht.
Du scheinst ein echter Witzbold zu sein.
Warum wohl unterstellt man den ALG2-Empfängern so lautstark einen
unverdienten "anstrengungslosen Wohlstand", wenn man nicht auch daran
denkt, den ALG2-Bezug auf einen Betrag zu senken, der nach Vorstellungen
der Politik eben wirklich nur eine Existenzminimum sichert und nicht etwa
diesen unverdient "anstrengungslosen Wohlstand".
Wenn Du denkst, Westerwelle und Konsorten wüßten nicht, was sie sagen, dann
irrst Du Dich.
Sie wollen das ALG2-Niveau auf den niedrigsten Grand senken, der nur
irgendwie durchsetzbar ist, weil dies automatisch auch die Einkommen aus
Arbeit, nicht die aus Kapitaleinsatz, weiter senken würde, denn dann würde
sich ja auch Arbeit für 2,50 Euro die Stunde plötzlich "lohnen", weil es
immer mehr wäre, als man per Sozialtransfer erhalten könnte.
Damit würde allerdings die Kaufkraft noch weiter zurückgehen und so würden
gerade in nichtexportorientierten mittelständischen Unternehmen, im
Dienstleistungs- und im Handwerksbereich weitere Arbeitskräfte
"freigesetzt" werden müssen, die dann wiederum die Kosten für die
Sozialtransfers erhöhen.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Post by peter van haag
Warum sind die Leute denn so 'unmotiviert' ? Weil Ihnen dauernd eingeredet
wird, wie schlecht es Ihnen geht. Dabei haben die meisten von Ihnen noch
nie wirklich schlechte Zeiten erlebt.
Das ist eine Defintionsfrage.
Was sind denn für Dich schlechte Zeiten und Umstände, die Du dem
durchschnittlichen Arbeitslosen wünschst?
zB. unsere Nachkriegsjahre bis zur Währungsreform....aber die wünsche ich
keinem wieder.
Wie nett von, Dir.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Warum sind denn durchschnittliche arbeitslose Dänen mit der Chance auf
einen, den alten Lebensstand weiter sichernden langjährigen Anspruch auf
Sozialtransfer, der weit über dem liegt, auf den ein deutscher Arbeitsloser
derzeit noch Anspruch hat, trotzdem massenhaft motiviert und tragen so zu
einer erstaunlich niedrigen Arbeitslosigkeit in Dänemark bei?
Ich sagte doch bereits; Dänemark kann sich einiges mehr leisten als wir.
Außerdem gehört zu Dänemark auch Grönland mit allen Fischereirechten und
Bodenschätzen. Aber.....alles hat seine Grenzen.
Du solltest Dich vielleicht mal mit den nordischen Ländern, mit deren
politischen, wirschaftlichen und Sozialsystem auseinandersetzen, bevor Du
hier von einem Pseudoargument zu nächsten springst. Erst waren es die
Kosten der Einheit und jetzt finanziert Dänemark sein Sozialsystem mit dem
Dorschfang und die wahnsinnig ergiebigen Erzabbau auf Grönland.
In der nächsten Runde versuchst Du es dann vielleicht noch mit den
Rücklagen aus dem Erlös des Tourismus aus der Zeit, als Island noch so eine
Art dänischer Kolonie war?
Post by peter van haag
Das sozialistische
Griechenland gewährt heute eine Altersrente von 105% des letzen Nettolohnes,
wenn der Arbeitnehmer nur 15 Jahre gearbeitet hat.
Das weiß ich nicht, kann es im Moment auch nicht prüfen - aber der
Umkehrschluss aus Deinen Ergüssen wäre dann wohl, dass eigentlich die
Zustände in Indien, Brasilien. Namibia, Rumänien oder Bulgarien das
Geheimrezept für ein erfolgreiches Land mit einer zufriedenen Bevölkerung
wären?
Post by peter van haag
Sozialismus führt immer
in die Pleite.
Das ist sicher richtig, nur hat das, was wir in Deutschland heute haben,
absolut nichts mit "Sozialismus" zu tun.
Wir haben es hier mit einem entfesselten Turbokapitalismus zu tun, in dem
Moral und Anstand im Zusammenhang mit der Gewinnerziehlung keine Rolle mehr
spielen, Vermögen keine Verpflichtung der Gemeinschaft gegenüber mehr
darstellt und jeder Lohn, der größer Null Euro beträgt, schon als
unzumutbare Belastung der Unternehmen angesehen wird.
Es liegen absolut keine sozialistischen Verhältnisse vor, wenn man
erwartet, dass die Wirtschaft vorrangig der Mehrung des Wohlstandes der
Gesellschaft und nicht des Wohlstandes eines kleinen aber feinen Geldadels
zu dienen hat.
Der Mensch arbeitet um möglichst gut zu leben, er lebt nicht, um als Sklave
der Wirtschaft den Wohlstand einiger Weniger zu erhöhen.
Warum diese Entwicklung so extrem seit dem Anschluss der DDR an die alte
Bundesrepublik zu verzeichnen haben?
Ganz einfach, weil der Westen im Wettbewerb der System eine perfekt
sitzende Maske auf hatte, die er sich von Gesicht riß, als der Osten
zusammenbrach. Man mußte sich nicht mehr verstellen und konnte sein wahres
Gesicht zeigen. Jetzt will man ganz schnell das Geld, was man meinte, bis
1990 verloren zu haben, wieder nachkassieren.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Warum eigentlich wird gegen Schwarzarbeit so massiv vorgegangen, werden
Arbeitslose durch die Bank als Schmarotzer denunziert und bei diesen
schmarotzenden Verbrechern wird nicht einmal über Strafe nachgedacht?
Jeder Zumwinkel ist ein größerer Verbrecher als es biertrinkende,
Unterschichtenfernsehen gaffenden Langzeitarbeitslose je werden können.
Der Vergleich ist lächerlich.
Warum ist der Vergleich lächerlich?
Für mich und die Mehrheit unseres Volkes sind die Zumwinkels allein deshalb
die größeren Verbrecher, weil ihre Schuld größer ist.
Sie bringen Vermögen am Fiskus vorbei, entgegen der sozialen Verpflichtung
des Grundgesetzes, welches weder sie noch ihre Nachkommen der nächsten und
übernächsten Generation zum Leben benötigen. Es geht ihnen ausschließlich
um ein unmoralisch gieriges Raffen.
Der mogelnde ALG2-Empfänger, der sich vor der Arbeit drückt, nimmt niemand
etwas weg. Da es nicht für alle Arbeitslosen Arbeit gibt, würde er durch
die Inbesitznahme eines Arbeitsplatzes diesen sowieso nur einem anderen
Arbeitslosen wegnehmen, der dann wiederum seinerseits im Bezug von ALG2
stecken bleiben würde. Für einen von beiden würde der Steuerzahler sowieso
aufkommen müssen.
Solange die Arbeitsplätze nicht für alle Arbeitslosen reichen, und das ist
nun mal Fakt und wird von niemandem meines Wissens derzeit wirklich
ernsthaft bestritten, hängt die Zahl der ALG2-Bezieher nun einmal nicht von
deren Arbeitswillen ab.
Selbst der, der beim Bezug des ALG2 tatsächlich betrogen hat, weil er 3
Euro mehr unterm Kopfkissen hat, als er angab, hat niemanden in der
Größenordnung eines Zumwinkel geschädigt. Er gibt sein Geld sowieso
monatlich, im Gegenteil zu den Steuerhinterziehern, in den
Konsumtionskreislauf ein und sichert damit Arbeitsplätze, auch deutsche.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Übrigens, google mal, seit wann Dänemark von Asylanten und Zuwanderern
überrannt wird, wieviele es von diesen dort gibt und was sie dem dänischen
Steuerzahler kosten.
Du wirst feststellen, dass Dänemark dabei keiner geringeren Belastung
ausgesetzt ist wie Deutschland.
Das kann ich nicht nachvollziehen; außerdem die Dänen bauen ihre
Problemzuwanderung ab; hier nimmt sie eher noch zu.
Richtig, die Dänen haben eine bessere Regierung und ein besseres Parlament
als die Deutschen, aber was können die deutschen Langzeitarbeitslosen
dafür?
Post by peter van haag
Post by Mueding
Wenn diese Mittelstand keine Aufträge mehr bekommt, weil die Kommunen fast
alle ihre Arbeiten durch Arbeitslose verrichten lässt..
was soll diese Agitation? hast du das nötig?
Das ist keine Agitation, sondern das würde dabei rauskommen, wenn die
Kommunen alle Arbeitslosen mit sinnvoller Arbeit beschäftigen sollen, wie
dies nicht nur Westerwelle fordert sondern wie es auch viele deutsche
Michels nachplappern. Schon heute schmeißt der deutsche Städtetag das
Handtuch, weil eben nicht weiß, womit er rund 4 Millionen ALG2-Empfänger
beschäftigen soll, ohne die lokalen Gewerbetreibenden nicht in den Ruin zu
treiben. Da bleibt nur, diese Menschen der Wirtschaft kostenfrei zur
Verfügung zu stellen, was den Nachteil hat, dass diese die Menschen in den
Mengen nicht zusätzlich gebrauchen können, sondern dafür reguläre
Arbeitsplätze streichen würden. Auch keine Lösung.
Es bleibt dabei - es gibt in Deutschland zuviele Menschen, was auch durch
die exessive Zuwanderung erreicht wurde. Aber auch dafür sind nicht die
Arbeitslosen verantwortlich, sondern die Politik.
Anstatt sich darüber aber zu freuen, dass die demographische Entwicklung
uns eine Teil des Arbeitslosenproblems abnehmen könnte, wird nicht nur
davon gsprochen, dass Deutschland unbedingt Zuwanderung in Größenordnung
benötigen würde. Auch Schuld der Langzeitarbeitslosen?
Dies ganze Kampagne gegen die Arbeitslosen, der Kampf gegen Arbeitslose
statt gegen Arbeitslosigkeit erfüllt nur eine Aufgabe - den Fokus von denen
ablenken, die für die Misere in diesem Lande wirklich verantwortlich sind.
Ohne inzwischen fast 20% Zuwanderer, von denen der überwältigende Teil in
die Sozialsystem zugewandert ist, gäbe es die Diskussion die wir gerade
führen, überhaupt nicht. Die Arbeitslosigkeit würde sich in normalen Bahnen
bewegen, die Sozialsysteme wären nicht überfordert, der Arbeitsmarkt würde
wieder funktionieren und die Arbeitgeber müßten menschenwürdige Löhne
zahlen, so wie sie dies früher ja auch taten.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Eine Steigerung der Exportquote um weitere 10 - 15% und wir können den
deutschen Mittelstand, der eben überwiegend auf einen deutschen Markt
angewiesen ist vergessen....
auch falsch. Der deutsche Mittelstand ist sehr stark exportorientiert und
außerdem Zulieferer für Exporte der ganz Großen.
Leider wird ein Teil des Mittelstandes tatsächlich immer
exportorientierter, was in keinem anderen westlichen Land so geschieht.
Schon mal nachgesehen, wie exportorientiert die USA sind?
Die sind nicht so blöd wie die Deutschen, die machen sich nicht davon in
diesem Maße abhängig und haben so die schlimmsten Krisen schon überstanden.
Die Exportorientiertheit ist aber nicht der freie Wille gerade des
Mittelstandes, weil durch die Verarmung breiter Schichten in Deutschland
der Binnenmarkt immer mehr sein Rolle als Existenzgrundlage des
Mittelstandes verloren hat, die Kaufkraft ist nicht nur auf Talfahrt, das
ist wie ein Absturz an den Niagarafällen.
Post by peter van haag
PvH
PS. ich habe leider nicht soviel Zeit um auf alle Themen
detailliert einzugehen. (ich 'hätte' sie natürlich, aber ich gedenke nicht
mehrere Stunden vor dem Computer zu verbringen)
Hat auch niemand von Dir erwartet, auch ich verbringe meine Tage eher mit
dem Geldverdienen durch Arbeit, als mit der Diskussion im Forum.

mueding
peter van haag
2010-02-25 15:23:18 UTC
Permalink
Post by Mueding
Wenn Du denkst, Westerwelle und Konsorten wüßten nicht, was sie sagen, dann
irrst Du Dich.
Sie wollen das ALG2-Niveau auf den niedrigsten Grand senken...
Die FDP ist der weitaus kleinere Koalitionspartner; eine Absenkung der
ALGII Bezüge ist zZt absolut ausgeschlossen. Das geht bestenfalls über eine
zunehmende Inflation....
Post by Mueding
Du solltest Dich vielleicht mal mit den nordischen Ländern, mit deren
politischen, wirschaftlichen und Sozialsystem auseinandersetzen, bevor Du
hier von einem Pseudoargument zu nächsten springst. Erst waren es die
Kosten der Einheit und jetzt finanziert Dänemark sein Sozialsystem mit dem
Dorschfang und die wahnsinnig ergiebigen Erzabbau auf Grönland.
In der nächsten Runde versuchst Du es dann vielleicht noch mit den
Rücklagen aus dem Erlös des Tourismus aus der Zeit, als Island noch so eine
Art dänischer Kolonie war?
Jedenfalls haben die Dänen weitaus weniger Sozialkosten als wir aufzuwenden
gehabt. Alleine die Alimentierung der ehemaligen DDR-Renten belastet uns
noch über Jahrzehnte.
Post by Mueding
Post by peter van haag
Das sozialistische
Griechenland gewährt heute eine Altersrente von 105% des letzen Nettolohnes,
wenn der Arbeitnehmer nur 15 Jahre gearbeitet hat.
Das weiß ich nicht, kann es im Moment auch nicht prüfen
lässt sich leicht recherchieren. Meine Quelle: letzter FOCUS
Post by Mueding
Post by peter van haag
Sozialismus führt immer
in die Pleite.
Das ist sicher richtig, nur hat das, was wir in Deutschland heute haben,
absolut nichts mit "Sozialismus" zu tun.
Nein....dann möchte doch doch mal wissen, was Sozialismus ist.
Post by Mueding
Wir haben es hier mit einem entfesselten Turbokapitalismus zu tun...
...das ist die andere Seite der Medaille....
Post by Mueding
..., in dem Moral und Anstand im Zusammenhang mit der Gewinnerziehlung
keine Rolle mehr
spielen, Vermögen keine Verpflichtung der Gemeinschaft gegenüber mehr
darstellt ...
das habe ich schon oft genug kritisiert und sehe nach wie vor die Ursache in
dem gesellschaftlichen Bruch den die linken 68er mit ihrem skurrilen
Weltbild erzeugt haben. Das waren doch die Leute, die dem grenzenlosen
Individualismus das Wort geredet haben.
Post by Mueding
Der mogelnde ALG2-Empfänger, der sich vor der Arbeit drückt, nimmt niemand
etwas weg.
Aha.....das Recht des Proletariats sich Volksvermögen ungestraft aneignen zu
dürfen.
Post by Mueding
Selbst der, der beim Bezug des ALG2 tatsächlich betrogen hat, weil er 3
Euro mehr unterm Kopfkissen hat, als er angab, hat niemanden in der
Größenordnung eines Zumwinkel geschädigt.
Nun, 1 Millionen Ameisen bewegen mehr als 100 Elefanten.
Post by Mueding
Richtig, die Dänen haben eine bessere Regierung und ein besseres Parlament
als die Deutschen, aber was können die deutschen Langzeitarbeitslosen
dafür?
Nichts.....hier gibt es ja keine Partei, die erstens wählbar und zweitens
mit dem Ausländerproblem zurecht kommen würde.
Post by Mueding
...Da bleibt nur, diese Menschen der Wirtschaft kostenfrei zur
Verfügung zu stellen, was den Nachteil hat, dass diese die Menschen in den
Mengen nicht zusätzlich gebrauchen können, sondern dafür reguläre
Arbeitsplätze streichen würden. Auch keine Lösung.
richtig.
Post by Mueding
...... den Fokus von denen
ablenken, die für die Misere in diesem Lande wirklich verantwortlich sind.
Ohne inzwischen fast 20% Zuwanderer, von denen der überwältigende Teil in
die Sozialsystem zugewandert ist, gäbe es die Diskussion die wir gerade
führen, überhaupt nicht.
d'accord
Post by Mueding
Post by peter van haag
auch falsch. Der deutsche Mittelstand ist sehr stark exportorientiert und
außerdem Zulieferer für Exporte der ganz Großen.
Leider wird ein Teil des Mittelstandes tatsächlich immer
exportorientierter, was in keinem anderen westlichen Land so geschieht.
Schon mal nachgesehen, wie exportorientiert die USA sind?
ja.....wenn wir so viele natürliche Ressourcen wie die USA hätten, bräuchten
wir die hohen Exporte auch nicht.

PvH
Mueding
2010-02-25 20:22:59 UTC
Permalink
Post by peter van haag
Post by Mueding
Wenn Du denkst, Westerwelle und Konsorten wüßten nicht, was sie sagen, dann
irrst Du Dich.
Sie wollen das ALG2-Niveau auf den niedrigsten Grand senken...
Die FDP ist der weitaus kleinere Koalitionspartner; eine Absenkung der
ALGII Bezüge ist zZt absolut ausgeschlossen. Das geht bestenfalls über eine
zunehmende Inflation....
Wartens wir´s beide einfach mal ab.
Westerwelle fand jedenfalls das Gespräch mit der Dame Merkel "Konstruktiv,
sachlich und ruhig".
Es bedeutet nie etwas Gutes, wenn Westerwelle mit einem Gespräch zufrieden
ist und wenn er es nicht gewesen wäre, hätte er es laut gesagt, da kannst
Du sicher sein.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Du solltest Dich vielleicht mal mit den nordischen Ländern, mit deren
politischen, wirschaftlichen und Sozialsystem auseinandersetzen, bevor Du
hier von einem Pseudoargument zu nächsten springst. Erst waren es die
Kosten der Einheit und jetzt finanziert Dänemark sein Sozialsystem mit dem
Dorschfang und die wahnsinnig ergiebigen Erzabbau auf Grönland.
In der nächsten Runde versuchst Du es dann vielleicht noch mit den
Rücklagen aus dem Erlös des Tourismus aus der Zeit, als Island noch so eine
Art dänischer Kolonie war?
Jedenfalls haben die Dänen weitaus weniger Sozialkosten als wir aufzuwenden
gehabt. Alleine die Alimentierung der ehemaligen DDR-Renten belastet uns
noch über Jahrzehnte.
Fallsch, denn das dänische Sozialsystem ist seit jeher nicht nur zu seinen
Arbeitslosen sehr großzügig, auch zu seinen Rentnern und Pensionären, die
im Prinzip auf dem gleichen Stand weiterleben dürfen, auf dem sie sich
befanden, als sie noch arbeiteten.
Auch die Kinderbetreuung, das Schulsystem ist vorbildlich und das
Gesundheitswesen steht jedem offen.
Natürlich haben sie weniger Sozialkosten auszugeben, weil dort ordentlich
ein paar Millionen Menschen weniger leben.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Post by peter van haag
Das sozialistische
Griechenland gewährt heute eine Altersrente von 105% des letzen Nettolohnes,
wenn der Arbeitnehmer nur 15 Jahre gearbeitet hat.
Das weiß ich nicht, kann es im Moment auch nicht prüfen
lässt sich leicht recherchieren. Meine Quelle: letzter FOCUS
Macht die Sache nicht besser, der Fokus ist die BILD-Zeitung der
Politmagazine und seltsamerweise hilft nicht einmal Google so richtig
weiter. Ich halte zumindestens die pauschale Feststellung, dass jemand eine
höhere Rente bekommt, als er überhaupt als Lohn oder Gehalt verdient hat,
für recht fragwürdig.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Post by peter van haag
Sozialismus führt immer
in die Pleite.
Das ist sicher richtig, nur hat das, was wir in Deutschland heute haben,
absolut nichts mit "Sozialismus" zu tun.
Nein....dann möchte doch doch mal wissen, was Sozialismus ist.
Das war z.B. Rumänien, Bulgarien, die Sowjetunion, Angola und das sind Kuba
und Norkorea
Die Zustände in der heutigen Bundesrepublik sind ja wohl mit den damaligen
Zuständen in den erstgenannten und mit den heutigen Zuständen in den
letztgenannten Ländern nicht vergleichbar oder?
Post by peter van haag
Post by Mueding
Wir haben es hier mit einem entfesselten Turbokapitalismus zu tun...
...das ist die andere Seite der Medaille....
Aha, also haben wir es mit so einer Art enfesselten Turbokapitalismus
sozialistischer Prägung zu tun?
Mann, wie kaputt muß eine Birne sein, die solche Konstrukte erfindet.
Post by peter van haag
Post by Mueding
..., in dem Moral und Anstand im Zusammenhang mit der Gewinnerziehlung
keine Rolle mehr
spielen, Vermögen keine Verpflichtung der Gemeinschaft gegenüber mehr
darstellt ...
das habe ich schon oft genug kritisiert und sehe nach wie vor die Ursache in
dem gesellschaftlichen Bruch den die linken 68er mit ihrem skurrilen
Weltbild erzeugt haben. Das waren doch die Leute, die dem grenzenlosen
Individualismus das Wort geredet haben.
Und Du meinst also ernsthaft, dass die Zumwinkel, Schlecker, die Ackermanns
usw. verkappte linke 68er sind?
Ich behaupte, dass diese perverse Entwicklung einer grenzenlosen Gier,
einer Entsolidarisierung der Menschen nichts mit dem 68er zu tun hat,
nichts mit den Linken zu tun hat, sondern ein eigenständiges Gewächs ist,
das auf dem Boden des Finanzkapitals gewachsen ist, dessen Moral sich mit
steigender Rendite in Nichts auflöst.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Der mogelnde ALG2-Empfänger, der sich vor der Arbeit drückt, nimmt niemand
etwas weg.
Aha.....das Recht des Proletariats sich Volksvermögen ungestraft aneignen zu
dürfen.
Nein, auch er hat sich an Recht und Gesetzt zu halten, auch er.
Aber Straferlass für die Reichen und volle Härte für Menschen, die
eigentlich nichts weiter als Mundraub begehen, dass kanns nicht sein.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Selbst der, der beim Bezug des ALG2 tatsächlich betrogen hat, weil er 3
Euro mehr unterm Kopfkissen hat, als er angab, hat niemanden in der
Größenordnung eines Zumwinkel geschädigt.
Nun, 1 Millionen Ameisen bewegen mehr als 100 Elefanten.
Nun wirst Du vollends albern oder reicht es nicht für mehr.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Richtig, die Dänen haben eine bessere Regierung und ein besseres Parlament
als die Deutschen, aber was können die deutschen Langzeitarbeitslosen
dafür?
Nichts.....hier gibt es ja keine Partei, die erstens wählbar und zweitens
mit dem Ausländerproblem zurecht kommen würde.
Richtig, und die wird es auch nicht geben, weil eine solche Partei gegen
die Interessen der Herrschenden, derer Kapitalbesitzer verstoßen würde.
Denen gefallen doch die jetzigen Zustände so wie sie sind und noch mehr
Arbeitslose bringen noch niedrigere Löhne, so wie auch niedrigere
ALG2-Bezüge deren Talfahrt beschleunigen. Genau deshalb bin ich ja so
überzeugt, dass man an der Höhe des ALG2 etwas ändern wird.
Die Löhne sind immer noch höher als in Rumänien, in China und der Ukraine -
also müssen sie weiter runter.
Post by peter van haag
Post by Mueding
...Da bleibt nur, diese Menschen der Wirtschaft kostenfrei zur
Verfügung zu stellen, was den Nachteil hat, dass diese die Menschen in den
Mengen nicht zusätzlich gebrauchen können, sondern dafür reguläre
Arbeitsplätze streichen würden. Auch keine Lösung.
richtig.
Danke!
Post by peter van haag
Post by Mueding
...... den Fokus von denen
ablenken, die für die Misere in diesem Lande wirklich verantwortlich sind.
Ohne inzwischen fast 20% Zuwanderer, von denen der überwältigende Teil in
die Sozialsystem zugewandert ist, gäbe es die Diskussion die wir gerade
führen, überhaupt nicht.
d'accord
Schön, dann überlege Dir mal Deine Einstellung zum Anfang meiner
Kausalkette - vielleicht verstehst Du sie ja doch noch.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Post by peter van haag
auch falsch. Der deutsche Mittelstand ist sehr stark exportorientiert und
außerdem Zulieferer für Exporte der ganz Großen.
Leider wird ein Teil des Mittelstandes tatsächlich immer
exportorientierter, was in keinem anderen westlichen Land so geschieht.
Schon mal nachgesehen, wie exportorientiert die USA sind?
ja.....wenn wir so viele natürliche Ressourcen wie die USA hätten, bräuchten
wir die hohen Exporte auch nicht.
Was hat das mit den Ressourcen zu tun?
Du möchtest doch nicht die Behauptung aufstellen, dass die deutsche
Wirtschaft einen so hohe Exportrate hat, weil wir so viele Rohstoffe
importieren müssen?
Daimler Benz, Siemens, BASF und all die anderen interessieren sich um eine
ausgegliche deutsche Handelsbilanz einen feuchten Kericht.
Die wissen nur eines: mit billigen deutschen Arbeitskräften "Made in
Germany" auf dem internationalen Markt mit extrem guten Gewinnen verkaufen,
das muß das Ziel sein. Dann sind die Aktionäre zufrieden.
Diesen Kurs würden sie erst recht fahren, wenn Deutschland überhaupt keine
Rohstoffe importieren müsste. Beides sind Kategorien, die für den
Finanzminister von Interesse sind, aber nicht für die Manager in der
Wirtschaft.

Bevor ich es noch vergesse, einen anderen Aspekt zur hohen
Exportorientiertheit Deutschlands gibt es noch zu beachten.
In den USA kann der Präsident die Wirtschaft z.B. durch eine Stützung der
Binnenkaufkraft durch schwierige Zeiten bringen.
In Deutschland ist dies für die Regierung ausgeschlossen, da der Teil der
importierten Waren exorbitant hoch ist und der Binnenmarkt für die
Wirtschaft insgesamt nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.
Ein solches Deutschland kann aus eines solche Abhängigkeit von anderen
Ländern und deren Gesundheit kaum noch aussteigen und eine eigene, an den
Interessen des eigenen Landes orientierte Politik betreiben, wie es unsere
Nachbarn, z.B. Dänemark, und die USA machen.
Post by peter van haag
PvH
mueding
peter van haag
2010-02-26 12:13:21 UTC
Permalink
Post by Mueding
Post by peter van haag
Nein....dann möchte doch doch mal wissen, was Sozialismus ist.
Das war z.B. Rumänien, Bulgarien, die Sowjetunion, Angola und das sind Kuba
und Norkorea
das waren, bzw. das sind 'kommunistische Staaten'
Post by Mueding
Aha, also haben wir es mit so einer Art enfesselten Turbokapitalismus
sozialistischer Prägung zu tun?
Mann, wie kaputt muß eine Birne sein, die solche Konstrukte erfindet.
Wieso dies. Reaktion und Gegenreaktion....die zwei Seiten des Medaille. Ich
habe ja nicht behauptet, dass wir einen 'sozialistischen Turbokapitalismus'
haben , sondern wir haben beides neben- und vor allem gegeneinander.
Post by Mueding
Und Du meinst also ernsthaft, dass die Zumwinkel, Schlecker, die Ackermanns
usw. verkappte linke 68er sind?
Sie nutzen den Zeitgeist für ihre Zwecke...wer will Ihnen das verdenken?
Post by Mueding
Ich behaupte, dass diese perverse Entwicklung einer grenzenlosen Gier,
einer Entsolidarisierung der Menschen nichts mit dem 68er zu tun hat,
nichts mit den Linken zu tun hat, sondern ein eigenständiges Gewächs ist,
das auf dem Boden des Finanzkapitals gewachsen ist, dessen Moral sich mit
steigender Rendite in Nichts auflöst.
Nun, die Wurzeln dieses Gewächses sind noch überall sichtbar. Auf dem Weg
durch die Institutionen ist das Gedankengut jetzt bei allen
geisteswissenschaftlichen Fakultäten angekommen. Seit Löwenthal und
Hausser gibt es nur noch linksgestrickte Kommentatoren in ARD und ZDF

Wenn du dich mal mit der Theorie beschäftigen willst empfehle ich dir die
Lektüre von Adorno, Habermas und Horkheimer.
Post by Mueding
Post by peter van haag
Nun, 1 Millionen Ameisen bewegen mehr als 100 Elefanten.
Nun wirst Du vollends albern oder reicht es nicht für mehr.
Wieso dies? Der Vergleich ist IMO doch recht praxisnah.
Post by Mueding
Post by peter van haag
Nichts.....hier gibt es ja keine Partei, die erstens wählbar und zweitens
mit dem Ausländerproblem zurecht kommen würde.
Richtig, und die wird es auch nicht geben, weil eine solche Partei gegen
die Interessen der Herrschenden, derer Kapitalbesitzer verstoßen würde.
Haben die 'Kapitalbesitzer es etwa geschafft die kommunistische LINKE zu
verbieten?
Post by Mueding
Schön, dann überlege Dir mal Deine Einstellung zum Anfang meiner
Kausalkette - vielleicht verstehst Du sie ja doch noch.
nein, da sind zu viele Verallgemeinerungen und demzufolge auch Fehlschlüsse
vorhanden.
Post by Mueding
Was hat das mit den Ressourcen zu tun?
Du möchtest doch nicht die Behauptung aufstellen, dass die deutsche
Wirtschaft einen so hohe Exportrate hat, weil wir so viele Rohstoffe
importieren müssen?
Aber ja doch...mit was wollen wir denn zB. unsere Energie bezahlen? Oder
willst du wieder Steinkohle aus 1200 m Tiefe heraufholen?
Post by Mueding
Daimler Benz, Siemens, BASF und all die anderen interessieren sich um eine
ausgegliche deutsche Handelsbilanz einen feuchten Kericht.
Die wissen nur eines: mit billigen deutschen Arbeitskräften "Made in
Germany" auf dem internationalen Markt mit extrem guten Gewinnen
verkaufen...
du weißt genau, das dies nicht geht; die Löhne sind hier zu hoch; also
müssen Zulieferer aus billigeren Ländern ran. Im Übrigen: So doll können die
Gewinne nicht sein. Daimler schüttet dieses Jahr überhaupt keine Dividende
aus, andere 'Weltmarktführer' gerade mal läppische 3,2%
Post by Mueding
Bevor ich es noch vergesse, einen anderen Aspekt zur hohen
Exportorientiertheit Deutschlands gibt es noch zu beachten.
In den USA kann der Präsident die Wirtschaft z.B. durch eine Stützung der
Binnenkaufkraft durch schwierige Zeiten bringen.
In Deutschland ist dies für die Regierung ausgeschlossen, da der Teil der
importierten Waren exorbitant hoch ist und der Binnenmarkt für die
Wirtschaft insgesamt nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.
Also, *wir* haben durch unsere Kurzarbeitszeitregelung eine gewaltige Stütze
der Binnennachfrage aufrecht erhalten. Das geht auch aus allen Meldungen des
Einzelhandels hervor.


PvH
Mueding
2010-02-26 14:08:00 UTC
Permalink
Post by peter van haag
Post by Mueding
Post by peter van haag
Nein....dann möchte doch doch mal wissen, was Sozialismus ist.
Das war z.B. Rumänien, Bulgarien, die Sowjetunion, Angola und das sind Kuba
und Norkorea
das waren, bzw. das sind 'kommunistische Staaten'
Wieder mal falsch, da es bislang nicht einen Staat auf dieser Erde gibt,
der von sich ernsthaft behaupten würde, die gesellschaftliche
Entwicklungsstufe "Komunismus" bereits erreicht zu haben.
Selbst die, für den damaligen Ostblock sehr hoch entwickelte Gesellschaft
der DDR hat dies nie behauptet, auch die Sowjetunion nicht.
Es handelte sich in jedem Fall, so auch derzeit auf Kuba und in Nordkorea
um entwickelte sozialistische Gesellschaften, die auf dem Weg in den
Kommunismus sind.
Solltest vielleicht doch mal die Klassiker studieren.
Gesellschaftswissenschaften aus der BILD, dem Unterschichtenfernsehen und
der Propagandakiste der deutschen Parteien, inkl. NPD, DVU und
Republikaner, reicht nicht aus.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Aha, also haben wir es mit so einer Art enfesselten Turbokapitalismus
sozialistischer Prägung zu tun?
Mann, wie kaputt muß eine Birne sein, die solche Konstrukte erfindet.
Wieso dies. Reaktion und Gegenreaktion....die zwei Seiten des Medaille. Ich
habe ja nicht behauptet, dass wir einen 'sozialistischen Turbokapitalismus'
haben , sondern wir haben beides neben- und vor allem gegeneinander.
Puh, den Salto soll Dir erst einmal einer nachmachen.
Aber Deine schwachsinnige Konstruktion hat damit immer noch nichts mit der
Realität zu tun.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Und Du meinst also ernsthaft, dass die Zumwinkel, Schlecker, die Ackermanns
usw. verkappte linke 68er sind?
Sie nutzen den Zeitgeist für ihre Zwecke...wer will Ihnen das verdenken?
Klar, sie nutzen den sozialistischen Zeitgeist!? Deine These ist der
absolute Brüller - bist Du so dämlich oder stellst Du Dich nur so.
Sie tun genau das, was man in einer kapitalistischen Gesellschaft, der
jegliche humanistische Orientierung abhanden gekommen ist, eben so tut -
man pflegt einen extremen Egoismus, ein schmarotzerhaftes Verhalten, das
aber dank der perfekten medialer Aufbereitung bei vielen von denen, die
gerade bestohlen werden, sogar noch Verständnis findet - wie ja auch bei
Dir.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Ich behaupte, dass diese perverse Entwicklung einer grenzenlosen Gier,
einer Entsolidarisierung der Menschen nichts mit dem 68er zu tun hat,
nichts mit den Linken zu tun hat, sondern ein eigenständiges Gewächs ist,
das auf dem Boden des Finanzkapitals gewachsen ist, dessen Moral sich mit
steigender Rendite in Nichts auflöst.
Nun, die Wurzeln dieses Gewächses sind noch überall sichtbar. Auf dem Weg
durch die Institutionen ist das Gedankengut jetzt bei allen
geisteswissenschaftlichen Fakultäten angekommen. Seit Löwenthal und
Hausser gibt es nur noch linksgestrickte Kommentatoren in ARD und ZDF
Das ist richtig, aber diese Leute wurden doch, genauso wie die von der
rechten Seite, gerade gezüchtet, um in einer solch verzettelten Welt auf
möglichst wenig Widerstand zu stoßen.
Wenn sich die Menschen einig wären und sich nicht in linke oder rechte
Schubladen und in einem sinnlosen Kampf gegeneinander aufreiben würden,
wenn sie sich nicht ab wirklichen Feind durch diese Art
Instrumentalisierung ablenken lassen würden, hätte wir das Problem ja
nicht, dass dieses Land gerade im Interesse ausufernder Profite gegen die
Wand gefahren wird.
Post by peter van haag
Wenn du dich mal mit der Theorie beschäftigen willst empfehle ich dir die
Lektüre von Adorno, Habermas und Horkheimer.
Post by Mueding
Post by peter van haag
Nun, 1 Millionen Ameisen bewegen mehr als 100 Elefanten.
Nun wirst Du vollends albern oder reicht es nicht für mehr.
Wieso dies? Der Vergleich ist IMO doch recht praxisnah.
Nein, das ist er nicht, denn wenn wir die paar Millionen Arbeitsplätze
hätten, von denen die Menschen auch leben könnten, würde man über das
Problem der Langzeitarbeitslosen nicht reden brauchen und könnte auch mit
dem Betrug, den eine geringe Zahl von ihnen begeht, ganz anders umgehen.
Die wirklichen Sozialschmarotzer werden die Gesellschaft aber unabhängig
davon weiter schädigen, weil sich an ihrer unendlichen Gier und ihrem
unanständigen Rechtsempfinden nie etwas ändern wird.
Um bei Deinem blödsinnigen Vergleich zu bleiben, natürlich können 1 Million
Ameisen mehr bewegen als 100 Elefanten, allerdings bleibt das Problem der
Elefanten erhalten, selbst wenn man alle Ameisen der Welt vernichten würde.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Post by peter van haag
Nichts.....hier gibt es ja keine Partei, die erstens wählbar und zweitens
mit dem Ausländerproblem zurecht kommen würde.
Richtig, und die wird es auch nicht geben, weil eine solche Partei gegen
die Interessen der Herrschenden, derer Kapitalbesitzer verstoßen würde.
Haben die 'Kapitalbesitzer es etwa geschafft die kommunistische LINKE zu
verbieten?
Die wären ja dumm, wenn sie eine Partei verbieten würden, die sie, genau
wie die NPD, benötigen, um das Volk zu verdummen und vom Kampf gegen die
wirklichen Ursachen der Misere, gegen die Verursacher der aktuellen
Situation abzulenken.
Was haben denn Linke und Rechte bislang in diesem Land erreicht?
Nichts!
Was haben denn die Grünen erreicht, nachdem sie ihren Marsch durch die
Institutionen erfolgreich antreten durften?
Nichts, sie wurden eingegliedert und haben als Antikriegspartei sogar den
Überfall auf Serbien und den Angriff auf Afghanistan mitgetragen.
Schau mal an, wie man es der grünen Kultfigur Fischer von Seiten des
Finanzkapitals gedankt hat?
Der kann vor Fett kaum noch aus den Augen gucken und ist heute einer der
führenden Leute bei der Durchsetzung der Neuen Weltordnung, die zur
Abschaffung der Nationalstaaten und durch undemokratischen Beherrschung der
Erde durch Interessenvertreter des Kapitals führen wird. Er ist heute der
Repräsentant der Leute in Europa, die er in den 60er Jahren vorgab zu
bekämpfen.
Deshalb, genau deshalb baut man auf den Popanz einer Linken und auf den
Popanz einer NPD, für jeden was.
Nur Einfluss, wirklichen Einfluss auf die Entwicklung hat keiner der beiden
politischen Richtungen - aber als Sündenböcke, da sind sie gut.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Schön, dann überlege Dir mal Deine Einstellung zum Anfang meiner
Kausalkette - vielleicht verstehst Du sie ja doch noch.
nein, da sind zu viele Verallgemeinerungen und demzufolge auch Fehlschlüsse
vorhanden.
Falsch, aber auf einen Unbelehrbaren mehr oder weniger kommt es wirklich
nicht. Du bist nichts weiter als das perfekte Beispiel dafür, wie die
Formung des Geistes von Menschen funktionieren kann, "1984" von Orwell
scheint dagegen ja noch eine Idylle zu schildern.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Was hat das mit den Ressourcen zu tun?
Du möchtest doch nicht die Behauptung aufstellen, dass die deutsche
Wirtschaft einen so hohe Exportrate hat, weil wir so viele Rohstoffe
importieren müssen?
Aber ja doch...mit was wollen wir denn zB. unsere Energie bezahlen?
Seit wann bezahlen den die Aktionäre von Siemens, von BASF, von den ganzen
anderen Unternehmen die Energieimporte Deutschlands?
Die notwendige Energie, die ich benötige, zahle ich mit dem Geld, welches
ich verdiene. Die Energie, die der Bockwursthersteller in Halberstadt
benötigt, zahlt er aus seinen Einnahmen und so ist das auch beim
TV-Gerätehersteller und bei der Glashütte Joska im bayerischen Wald.
Ein letztes Mal: die deutsche Wirtschaft interessiert sich für eine
ausgeglichene Aussenhandelsbilanz genausowenig, wie sich die
us-amerikanische oder die französische dafür interessiert.
Eine solche interessiert die jeweilige Zentralbank und der Finanzminister,
die zusehen müssen, wie sie eine solche durch entsprechende Förderungen der
Wirtschaft irgendwie hinbekommen.
Die Kapitalgeber der Wirtschaft interessiert nur eines: die Rendite.
Post by peter van haag
Oder
willst du wieder Steinkohle aus 1200 m Tiefe heraufholen?
Ich will überhaupt nichts, außer, dass ich die Chance erhalte, den
Lebensunterhalt für mich und meine Familie zu verdienen.
Ob meine Wohnung nun mit Steinkohle, Gas oder Sonnenenergie geheizt wird,
ist mir relativ egal.
Da die Preise, die ich zu bezahlen habe, mit dem Aufwand sowieso weniger zu
tun haben, als mit den Vorstellungen der Kapitaleigner von ihrer Rendite,
ist vermutlich auch die Frage, ob es Steinkohle oder Gas ist,
nebensächlich. Der Preis vom Benzin hat ja auch in erster Linie etwas damit
zu tun, dass der Staat sich entschied, darauf eine Unmenge an Steuern zu
legen. Sollte eines Tages durch den Einsatz anderer Antriebe, diese
Einnahmequelle wegbrechen, kannst Du sicher sein, dass Dir der Stromantrieb
nicht billiger wird. Schon heute lohnt sich für die meisten Leute ein
Diesel nicht mehr und demnächst wird es den stolzen Fahrern von
Gasfahrzeugen nicht anders gehen.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Daimler Benz, Siemens, BASF und all die anderen interessieren sich um eine
ausgegliche deutsche Handelsbilanz einen feuchten Kericht.
Die wissen nur eines: mit billigen deutschen Arbeitskräften "Made in
Germany" auf dem internationalen Markt mit extrem guten Gewinnen
verkaufen...
du weißt genau, das dies nicht geht; die Löhne sind hier zu hoch; also
müssen Zulieferer aus billigeren Ländern ran.
Das ist falsch, die Löhne sind nicht zu hoch, sie passen zu den Preisen,
die man in Deutschland bezahlen muß.
Das Problem ist, dass die Gier der Kapitaleigner zu Gewinnvorstellungen
geführt hat, die einfach unmoralisch sind.

Wie sagt Westerwelle so richtig? Arbeit muß sich lohnen.
Das kann sie nur, wenn sie auch anständig bezahlt wird.
Dieses kann aber nicht nur für diejenigen gelten, die in der glückliche
Lage sind, ausreichen Geld für sich arbeiten zu lassen.
Dies muß auch für die Menschen gelten, die ihnen den Mehrwert durch ihrer
Hände Arbeit und durch ihre geistige Arbeit erst ermöglichen.
Es kann doch nicht sein, dass die gleiche Arbeit von heute auf morgen nur
noch die Hälfte wert ist, nur weil man sie im Namen einer Zeitarbeitsfirma
machen darf - die gleiche Arbeit am gleichen Arbeitsplatz.
Konnte früher ein Briefträger mit seinem Job noch eine ganze Familie
alleine ernähren, bringt er heute, wenn er nicht gerade bei der gelben Post
arbeitet, noh nicht einmal soviel nach Hause, dass er davon alleine leben
kann. Dass ist das Ergebnis von moderner Technik, verbesserter
Organisation? Die Tarife, die die Menschen für seine Leistung bezahlen
müssen, sind übrigens auch nicht niedriger geworden sondern gestiegen.
Ganz einfach Rechnung: Höhere Tarife, niedrigere Einkommen = höhere Gewinne
als je zuvor, das ist die Ursache des Problems.

Die Löhne in manchen anderen Ländern der Welt waren ursprünglich
ursprünglich deshalb so niedrig gegenüber denen in Deutschland, weil man
den Menschen in diesen Ländern erstens einen uns ebenbürtigen
Lebensstandard nicht zubilligte und weil zweitens auch die
Lebenshaltungskosten dort wesentlich niedriger waren.

Die Globalisierung hat dazu geführt, dass man jetzt Äpfel mit Birnen
vergleicht.
Man meint, dass man in Deutschland im Interesse des erwünschten Gewinns
eines Tages auch nur noch Löhne wie derzeit in Rumänien durchsetzen könne
und müsse, vergißt aber z.B., dass in Rumänien die Lebensmittel des
Grundbedarfs und die Mieten im Verhältnissen zu den Preisen in Deutschland
spottbillig sind. Sicher ist der Standard des Wohnens ebenfalls niedriger,
aber das interessiert meinen Vermieter und auch meine Geldbörse nicht.

Man berücksichtigt abenfalls nicht, dass jemand, der seinen Arbeitsplatz
nur noch als Angestellter einer Zeitarbeitsfirma weiter besetzen darf, zwar
immer noch den gleichen Mehrwert erwirtschaftet aber oft nur noch den
halben Lohn erhält.
Gleichzeitig muß dieser Angstellte aber immer noch mit den gleichen
Lebensmittel-, Strom- und Wasserpreisen sowie den hohen deutschen Mieten
leben.
Er schafft das Gleiche wie seit Jahrzehnten, eher noch mehr, und wird am
Ergebnis seiner Arbeit immer schlechter beteiligt!
Post by peter van haag
Im Übrigen: So doll können die
Gewinne nicht sein. Daimler schüttet dieses Jahr überhaupt keine Dividende
aus, andere 'Weltmarktführer' gerade mal läppische 3,2%
Das hängt aber vorrangig mit den Absatzproblemen zusammen, die man sich
selbst geschaffen hat. Der Gewinn pro Auto, also die Ausbeutungsrate, die
Rendite pro Produkt, ist immer noch sehr hoch - aber die Perversität des
Bankensystems, an dem auch Daimler seinen Anteil trägt, und die Mißachtung
des alten Grundsatzes, dass Autos nicht von Autos sondern von Menschen
gekauft werden, die die Chance hatten, das dafür erforderliche Geld auch zu
verdienen, haben zu dieser "bedauernswerten" Rendite geführt - nicht zu
hohe Löhne und Lohnnebenkosten. Diese spielen nämlich in der
durchautomatisierten Welt des Automobilbaus nur noch eine Nebenrolle.
Post by peter van haag
Post by Mueding
Bevor ich es noch vergesse, einen anderen Aspekt zur hohen
Exportorientiertheit Deutschlands gibt es noch zu beachten.
In den USA kann der Präsident die Wirtschaft z.B. durch eine Stützung der
Binnenkaufkraft durch schwierige Zeiten bringen.
In Deutschland ist dies für die Regierung ausgeschlossen, da der Teil der
importierten Waren exorbitant hoch ist und der Binnenmarkt für die
Wirtschaft insgesamt nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.
Also, *wir* haben durch unsere Kurzarbeitszeitregelung eine gewaltige Stütze
der Binnennachfrage aufrecht erhalten. Das geht auch aus allen Meldungen des
Einzelhandels hervor.
Richtig, die Politik hat versucht, auf Kosten der Steuerzahler den
Unternehmen beim Erhalt eigentlich nicht mehr erforderlicher Arbeitsplätze
Hilfestellung zu geben und so bestimmten Branchen auch noch die Kundschaft
zu erhalten.
Soweit, so richtig.
Allerdings ist dies keine wirkliche Lösung.
Meinem Neffen hat diese Regelung aber lediglich, wie den meisten anderen
auch, eine Verschnaufpause verschafft.
Nun trifft ihn die Härte der Realität mit Verzögerung trotzdem, wie sie in
diesem Jahr Hunderttausende treffen wird. Nun hat man ihn und seine
Kollegen doch gefeuert.
Allerdings ist ja nun sein Durchschnittseinkommen in den letzten 12 Monaten
geringer gewesen, ein Teil der finanziellen Reserven aufgebraucht und wie
wird das mit der Berechnung des Arbeitslosengeldes?
Ist er da eigentlich benachteiligt durch die Zeit der Kurzarbeit?
Frißt der kurzzeitige Vorteil einen Teil des Arbeitslosengeldes auf?
Aber auch das wirkt sich ja nur relativ kurze Zeit aus, denn dann erwartet
ihn ALG2, da er wie das Jobcenter mitteilte, selbst als Schiffbauer und
Schweißer in seinem Alter (über 40) keine Chance auf eine neue
Beschäftigung hat.
Er wird dann zu denen gehören, die mit Qualifikationen als Stahlbauer,
Schlosser und Schweißer, sich sein ALG2 dann als Tütenpacker in einem
Supermarkt oder mit dem Laubfegen auf dem örtlichen Friedhof verdienen soll
und sich gleichzeitig von solchen Typen wie Dir auch noch als Schmarotzer
eintüten lassen muß.
Post by peter van haag
PvH
mueding
Konrad Nickel
2010-02-26 14:36:33 UTC
Permalink
Post by Mueding
Er wird dann zu denen gehören, die mit Qualifikationen als Stahlbauer,
Schlosser und Schweißer, sich sein ALG2 dann als Tütenpacker in einem
Supermarkt oder mit dem Laubfegen auf dem örtlichen Friedhof verdienen
Was für ein peinliches Gejammer.
Das Leben ist kein Ponyhof und wird es auch niemals sein.
Thats Life, thats Business. Deal with it or die.
Mueding
2010-02-26 18:18:47 UTC
Permalink
Post by Konrad Nickel
Post by Mueding
Er wird dann zu denen gehören, die mit Qualifikationen als Stahlbauer,
Schlosser und Schweißer, sich sein ALG2 dann als Tütenpacker in einem
Supermarkt oder mit dem Laubfegen auf dem örtlichen Friedhof verdienen
Was für ein peinliches Gejammer.
Das Leben ist kein Ponyhof und wird es auch niemals sein.
Thats Life, thats Business. Deal with it or die.
Drecksack!
Heinz Schmitz
2010-02-27 10:07:39 UTC
Permalink
Post by Mueding
Post by Konrad Nickel
Was für ein peinliches Gejammer.
Das Leben ist kein Ponyhof und wird es auch niemals sein.
Thats Life, thats Business. Deal with it or die.
Drecksack!
Um diese anspruchsvolle Aussage zu beweisen,
mußtese nu aber auch noch mal wiederholen :-).

Grüße,
H.
Mueding
2010-02-27 15:40:07 UTC
Permalink
Post by Heinz Schmitz
Post by Mueding
Post by Konrad Nickel
Was für ein peinliches Gejammer.
Das Leben ist kein Ponyhof und wird es auch niemals sein.
Thats Life, thats Business. Deal with it or die.
Drecksack!
Um diese anspruchsvolle Aussage zu beweisen,
mußtese nu aber auch noch mal wiederholen :-).
Grüße,
H.
Sie ist auch ohne Wiederholung realistisch und deshalb treffend.
Aber um Dir den Gefallen zu tun:

Drecksack!

Libero
2010-02-25 21:21:11 UTC
Permalink
Post by Mueding
Lohnenswert ist eine Arbeit immer dann nicht, wenn man von ihr nicht leben
kann –
Wenn es dem Betroffenen zu wenig ist, kann er sich einen besser
bezahlten Job suchen. Und wer den Lohn akzeptabel findet, soll auch
die Freiheit haben, dafür arbeiten zu können.
Wo ist Dein Problem?
Mueding
2010-02-26 12:30:02 UTC
Permalink
Post by Libero
Post by Mueding
Lohnenswert ist eine Arbeit immer dann nicht, wenn man von ihr nicht leben
kann –
Wenn es dem Betroffenen zu wenig ist, kann er sich einen besser
bezahlten Job suchen. Und wer den Lohn akzeptabel findet, soll auch
die Freiheit haben, dafür arbeiten zu können.
Wo ist Dein Problem?
Das sind doch zwei völlig verschiedene paar Schuhe.
Objektiv ist Arbeit nun einmal erst dann "lohnenswert", wenn der arbeitende
davon seinen Lebensunterhalt davon finanzieren kann.
Sie ist nicht lohnenswert, wenn er die Arbeit aus reine "Freude" macht und
sich vom Rest der Gesellschaft dafür aushalten läßt, oder wenn er die
Arbeit machen muß und sich parallel dazu genauso wieder jeder arbeitsscheue
Penner auch beim Amt wegen der zusätzlich erforderlichen Unterstützung
erniedrigen muß.
Übrigens, dass es sich um einen Erniedrigungsprozess handelt, kann der, der
ihn noch nie durchmachen mußte, überhaupt nicht ermessen - also halte Dich
bezüglich von Dingen, von denen Du keine Ahnung hast oder für die Du kein
Gefühl entwickeln kannst, etwas zurück.

Übrigens würde es heute diese extremen Niedriglöhne in Deutschland nicht
geben, hätte man die Regeln um die Sozialtransfers für Arbeitslose nicht so
geändert, hätte man das moderne Sklaven- und Tagelöhnersystem der
Zeitarbeit und der Minijobs, der Ein-Euro-Jobs nicht geschaffen, wie unter
der rotgrünen Arbeiterverräterregierung Schröder-Müntefering-Fischer
geschehen.
Diese Systeme haben nicht einen neuen Job wirklich geschaffen, sondern
lediglich dafür gesorgt, dass die Gewinne der Anleger steigen konnten, weil
die Kosten im Lohnbereich gesenkt wurden.

Wenn es einem Betroffenen also "zu wenig ist" nimmt er sich einfach einen
besser bezahlten Job?
Sag mal, in welchem Land lebst Du?
Genau das funktioniert natürlich nicht, denn dann würde ja genau das
geschehen, was die Kapitaleigner so fürchten - es würde sich niemand für
die Hungerlöhne mehr verdingen müssen.
Genau deshalb wünscht man von der Politik, und die Liberalen sind da ihre
Wasserträger, dass sich das gesamte Niveau der Transfers weiter nach unten
bewegt, damit sie selbst auch die Löhne noch weiter nach unten bewegen
können.
Das ist notwendig, weil die deutsche Wirtschaft sonst nicht
wettbewerbsfähig sei und Arbeitsplätze vernichtet würden?
Komisch, das Durchschnittseinkommen in Dänemark ist bei niedrigerer
Arbeitslosigkeit und wesentlich höheren Sozialtransers ebenfalls wesentlich
höher.
In anderen europäischen Ländern gibt es Mindestlöhne und die Wirtschaft
steht sich im Wettbewerb nicht wesentlich schlechter als in Deutschland.
Noch einen Aspekt sollte man nicht unbeachtet lassen, mag er auch noch so
platt klingen: Die Wirtschaft, das Finanz- und Bankenwesen sind nicht
Selbstzweck, sie haben den Völkern zu dienen.
Ich kann es immer nur wiederholen, der Mensch lebte nie, weil er arbeiten
wollte - er mußte immer arbeiten um zu leben.

mueding
Heinz Schmitz
2010-02-26 12:37:49 UTC
Permalink
Post by Mueding
Post by Libero
Post by Mueding
Lohnenswert ist eine Arbeit immer dann nicht, wenn man von ihr nicht leben
kann –
Wenn es dem Betroffenen zu wenig ist, kann er sich einen besser
bezahlten Job suchen. Und wer den Lohn akzeptabel findet, soll auch
die Freiheit haben, dafür arbeiten zu können.
Wo ist Dein Problem?
Das sind doch zwei völlig verschiedene paar Schuhe.
Objektiv ist Arbeit nun einmal erst dann "lohnenswert", wenn der arbeitende
davon seinen Lebensunterhalt davon finanzieren kann.
Ganz neu: Der Beweis durch Wiederholung der Behauptung :-).

Grüße,
H.
Mueding
2010-02-26 18:22:27 UTC
Permalink
Post by Heinz Schmitz
Post by Mueding
Post by Libero
Post by Mueding
Lohnenswert ist eine Arbeit immer dann nicht, wenn man von ihr nicht leben
kann –
Wenn es dem Betroffenen zu wenig ist, kann er sich einen besser
bezahlten Job suchen. Und wer den Lohn akzeptabel findet, soll auch
die Freiheit haben, dafür arbeiten zu können.
Wo ist Dein Problem?
Das sind doch zwei völlig verschiedene paar Schuhe.
Objektiv ist Arbeit nun einmal erst dann "lohnenswert", wenn der arbeitende
davon seinen Lebensunterhalt davon finanzieren kann.
Ganz neu: Der Beweis durch Wiederholung der Behauptung :-).
Grüße,
H.
Offenkundige Tatsachen muß man nicht extra beweisen, weil jedem normal
denkenden und normal fühlenden Menschen mit einem durchschnittlichen IQ
diese offenkundigen Tatsachen bewußt sind.
Deshalb kann sie immer nur in der Hoffnung wiederholen, dass damit auch die
nicht normal denkenden und normal fühlenden Menschen mit einem
unterdurchschnittlichen IQ irgendwann man etwas im Resthirn hängen bleibt.
Ich wollte also durch Wiederholung nichts beweisen.

mueding
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