Discussion:
New Anti-Semite in Town: Der weinselige Schmerbauch und Porschefahrer macht Ernst
(zu alt für eine Antwort)
Albert Fischer
2011-07-10 10:12:57 UTC
Permalink
http://www.theeuropean.de/florian-keisinger/7241-linker-antisemitismus-2

Oops, wer kommt denn da aus der Deckung?

"Zu den verbreiteten Mythen gehört etwa, dass Linke - quasi per
Definition - keine Antisemiten sein können. Schließlich seien sie
Antifaschisten und Internationalisten, und darüber hinaus, wie die Juden
auch, von den Nazis verfolgt worden. Das führt dazu, dass Antisemitismus
hierzulande bis heute als ein Phänomen wahrgenommen wird, das allenfalls
am äußerst rechten politischen Spektrum der Gesellschaft in Erscheinung
tritt.
Wie unzutreffend diese Einschätzung ist, darauf hat nun der Präsident
des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, hingewiesen.
In einem Zeitungsbeitrag warf er der Linkspartei vor, mit ihrer Kritik
an Israel die Grenze zum Antisemitismus überschritten und so ihr
antifaschistisches Erbe verraten zu haben. Die Linke wies dergleichen
umgehend zurück; ihr Vorsitzender, Klaus Ernst, forderte Graumann auf,
"die Niederungen der Parteipolitik schnell wieder [zu] verlassen"."

Da empfiehlt also der alkoholaffine Porschefahrer "Wein predigen und
Wein trinken" Ernst, der offensichtlich schwer auf das Haidersche Ende
hinarbeitet, der Jude möge die *Niederungen der Parteipolitik schnell
wieder verlassen* .

Er unterstellt damit Graumann, sich für etwas besseres zu halten, der
sich doch nicht mit Parteipolitik abgeben müsse. Ansonsten macht dieser
Satz logisch keinen Sinn, denn Graumann hat sich nie in dieser Art
geäußert ("ihr da unten in der Politik, wir der große Zentralrat"). Das
sind ganz müffelnd-bräunliche Allegorien, die dem fetten Ernst da durch
den Nachdurst schlüpfen. Außerdem transportiert er die Haltung: "Das
geht euch nichts an".

Geh kacken Ernst, eure SED war antisemitisch, ist antisemitisch,
arbeitet dran, statt hier rumzunölen.



Shalom



Albert "Israel" Fischer
--
/Zwischen lechts und rinks passt kein HartzIV-Antrag/
Sven Schrodt
2011-07-10 12:42:24 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
Geh kacken Ernst, eure SED war antisemitisch, ist antisemitisch,
arbeitet dran, statt hier rumzunölen.
Och Angler!
Laeuft Deine bipolare affektive Stoerung aktuell aus der manischen
Episode heraus?
Du wirkst etwas dünnhaeutig und gereitzt - gerade noch der "eloquente
Held", welcher seine eigene Rueckkehr zu dspm auschliesslich selbst
feierte und nun diese matte Metamorphose zur Mimose - tragisch!


Glück auf!

Sven
--
Ja,: die Vermeidung von Umlauten ist absichtlich erfolgt.
http://svenschrodt.wordpress.com/
Albert Fischer
2011-07-10 13:58:30 UTC
Permalink
Post by Sven Schrodt
Post by Albert Fischer
Geh kacken Ernst, eure SED war antisemitisch, ist antisemitisch,
arbeitet dran, statt hier rumzunölen.
Och Angler!
Laeuft Deine bipolare affektive Stoerung aktuell aus der manischen
Episode heraus?
aus der /manischen Phase/ wolltest du sicher sagen.
Post by Sven Schrodt
Du wirkst etwas dünnhaeutig und gereitzt
Deine "gesteltzte" Spreche kann mich auf jeden Fall nicht "reitzen",
Schrotti. Und das mit dem spießigen Verweigern der Umlaute hältst du
auch nicht konsequent durch, gell?

Zum Thema kommt wie immer nichts?

Geh kacken, Schrotti :-)


Shalom


Albert "Israel" Fischer
Albert Fischer
2011-07-10 14:02:34 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
Post by Sven Schrodt
Post by Albert Fischer
Geh kacken Ernst, eure SED war antisemitisch, ist antisemitisch,
arbeitet dran, statt hier rumzunölen.
Och Angler!
Laeuft Deine bipolare affektive Stoerung aktuell aus der manischen
Episode heraus?
aus der /manischen Phase/ wolltest du sicher sagen.
Oh, ich sehe gerade, /manische Episode/ gibt es tatsächlich! Schrotti,
du kennst dich mit so etwas aus, stimmt's? Erzählnse mal...


Shalom


Albert "Israel" Fischer
endsieb
2011-07-10 14:25:48 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
http://www.theeuropean.de/florian-keisinger/7241-linker-antisemitismus-2
Geh kacken Ernst, eure SED war antisemitisch, ist antisemitisch, arbeitet
dran, statt hier rumzunölen.
Die SED hat schon immer zu den Palis gehalten und nicht zu den von US
Imperialisten und Kriegstreibern
unterstützen Zionistenstaat. Das war schon immer so und wird auch immer so
bleiben. Der antifaschistische
Schutzwall lässt nunmal keine Imperialisten und zionistische Nationalisten
egal welcher Religionszugehörigkeit durch. Zionisten sind nunmal Juden mit
einer faschistischen Weltsicht,
sonst würden sie das palästinensische Brudervolk nicht so behandeln. Die
Zionisten verraten eindeutig das Vermächtnis
von 1945. Von Theresienstadt und Auschwitz lernen, heisst für die Zionisten
siegen lernen. Siehe Gaza!
Post by Albert Fischer
Shalom
Tschüss
Post by Albert Fischer
Albert "Israel" Fischer
Grössenwahn hat einen Namen
Monika Förster
2011-07-10 14:27:55 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
http://www.theeuropean.de/florian-keisinger/7241-linker-antisemitismus-2
Oops, wer kommt denn da aus der Deckung?
"Zu den verbreiteten Mythen gehört etwa, dass Linke - quasi per
Definition - keine Antisemiten sein können.
Hallo Albert,

zu den verbreiteten Mythen gehört auch, daß jemand, der israelische
Politik kritisiert, automatisch ein Antisemit sei.

Graumann stellte korrekterweise fest:

"Selbstverständlich sei Israel-Kritik "keineswegs per se antisemitisch".
Doch "wenn Israel _generell_daemonisiert_ wird, beispielsweise durch
Nazi-Vergleiche, wenn seine _Existenz_delegitimiert_ wird - dann hat der
Antisemitismus längst begonnen."

http://www.tagesschau.de/inland/linkspartei302.html

Dem stimme ich unumwunden zu. Die einzig brennende Frage ist, ob die
Kritik der Linken _tatsaechlich_ in diese antisemitische Richtung läuft
oder nicht. Dazu Graumann (gleicher Link):

"Viele der so genannten Friedensaktivisten agitierten "obsessiv
einseitig gegen Israel".

Das allein begründet keinen Antisemitismusvorwurf. Dazu müßte er schon
belegen, daß besagte Friedensaktivisten Israel tatsächlich generell
dämonisieren und ihm das blanke Existenzrecht absprechen. Dann wäre der
Vorwurf natürlich zutreffend, kein Thema.

"Ausdrücklich nimmt der Zentralratspräsident einzelne
Linke-Politiker wie Fraktionschef Gregor Gysi von seiner Kritik aus."

O.k.
Post by Albert Fischer
Schließlich seien sie Antifaschisten und Internationalisten, und
darüber hinaus, wie die Juden auch, von den Nazis verfolgt worden.
Jedes deutsche Kind lernt schon in der Schule, daß Kommunisten und
Sozialdemokraten aus politischen, Juden hingegen aus rassistischen
Gründen (und erheblich vehementer) vom NS-Regime verfolgt wurden.

Jedes Kind lernt schon in der deutschen Schule, daß religiöse Sekten
gefährlich sind.

Wenn sie als Erwachsene dennoch anderen Mythen anhängen, oder Mitglied
bei Scientology werden, so ist das bedauerlich, aber schwer zu ändern.

Gegen Dummheit ist leider kein Kraut gewachsen, mit dem man Schulkinder
impfen könnte. Und die wenigsten lesen später dspm.
Post by Albert Fischer
Das führt dazu,
_WAS_ führt dazu? Der Mythos führt zum Mythos? Was soll denn das für
eine Logik sein?

Fakt ist: Die üblichen deutschen Bildungsinstanzen verbreiten diesen
falschen Mythos jedenfalls nicht, s.o.
Post by Albert Fischer
dass Antisemitismus hierzulande bis heute als ein
Phänomen wahrgenommen wird, das allenfalls am äußerst rechten
politischen Spektrum der Gesellschaft in Erscheinung tritt.
Wurde diese Wahrnehmung gemessen? Kannst Du sie belegen?

Anders gefragt: _Ist_ dieser Mythos wirklich weit verbreitet?

Erstaunlich. Mir ist noch nie jemand begegnet, der ihm anhängt.
Allerdings bin ich nicht das Maß der Dinge und insofern ganz Ohr.
Post by Albert Fischer
Wie unzutreffend diese Einschätzung ist, darauf hat nun der
Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann,
hingewiesen. In einem Zeitungsbeitrag warf er der Linkspartei vor,
mit ihrer Kritik an Israel die Grenze zum Antisemitismus
überschritten und so ihr antifaschistisches Erbe verraten zu haben.
Wie sah die Kritik an Israel denn konkret aus?

"Graumann kritisierte, dass Abgeordnete der Partei sich geweigert
hätten, einer Erklärung gegen Antisemitismus zuzustimmen. Außerdem seien
drei Parlamentarier bei der Begrüßung des israelischen Präsidenten
Schimon Peres sitzen geblieben. Zudem sei eine Abgeordnete mit einem
Schal aufgetreten, der die Nahost-Region ohne den Staat Israel zeige.
Dies sowie Boykott-Aufrufe gegen Israel riefen bei Juden "eine
schmerzliche, 70 Jahre alte Erfahrung in unser Gedächtnis".

http://www.tagesschau.de/inland/linkspartei302.html


1.
Warum sollen Abgeordnete der Linkspartei einer Erklärung zustimmen, für
etwas, das eh selbstverständlich ist? Kann es sein, daß sie sich einfach
nur geschulmeistert fühlten? Ich hätte da auch trotzig reagiert, wenn
ich ehrlich bin - auch wenn ich der Erklärung innerlich zustimme.

2.
Warum sollen die drei Parlamentarier nicht ihrem Protest gegen den
israelischen Präsidenten durch Sitzenbleiben Ausdruck verleihen dürfen?
Ist das verboten? Was hat das mit "Antisemitismus" zu tun?

3.
Das mit dem Schal war Sch... , sehe ich auch so. Kein Thema.

4.
Boykotte gab es schon immer und überall. Der hier richtete sich gegen
ein Land (Israel) und nicht gegen die Juden in aller Welt - oder?
Letzteres wäre aber Voraussetzung für den Antisemitismusvorwurf gewesen.


Fakt ist, daß Israels Politik nur bei rund 28% aller Deutschen auf
Sympathie stößt:

"Mehr Deutsche (28%) hegen mittlerweile im Kontext des Nahostkonflikts
Sympathien mit der Position Israels..."

Fakt ist aber auch, daß die Sympathie mit den Palästinensern sich _noch_
mehr in Grenzen hält:

"...als mit der der Palästinenser (14%). "

Das hat einen einfachen Grund: _Genervte_ Neutralität!

"Allerdings neigen die meisten Deutschen _keiner_ Seite zu oder haben
keine Meinung. Im Unterschied zu den Juden in Israel und in den USA
sagen 86 Prozent, dass _beide_ Seiten gleichermaßen nachgeben müssten."

http://www.heise.de/tp/artikel/24/24628/1.html

Die meisten Deutschen sind es einfach _satt_ - und zwar
_Oberkante_Unterlippe_ !!! - mitanzusehen, wie die beiden
Nahostkonfliktparteien mit dem Kopf gegen die Wand rennen, obwohl auf
Dauer keine dabei einen Blumenpott gewinnen kann; ebensowenig wie der
Rest der Welt, der u.a. durch etwaige Terrorschläge ebenfalls in
Mitleidenschaft gezogen wird dabei.

Das ist alles, Albert!
Post by Albert Fischer
Die Linke wies dergleichen umgehend zurück;
Natürlich, s.o.
Post by Albert Fischer
ihr Vorsitzender, Klaus Ernst, forderte Graumann auf, "die
Niederungen der Parteipolitik schnell wieder [zu] verlassen"."
Da empfiehlt also der alkoholaffine Porschefahrer "Wein predigen und
Wein trinken" Ernst, der offensichtlich schwer auf das Haidersche
Ende hinarbeitet, der Jude möge die *Niederungen der Parteipolitik
schnell wieder verlassen* .
Seit wann ist es eigentlich verboten, Alkohol zu konsumieren und ein
schickes Auto zu fahren? Was hat das mit dem Thema zu tun?

Wo hat Herr Ernst von "der Jude" gesprochen? Was legst Du ihm da
eigentlich in den Mund?
Post by Albert Fischer
Er unterstellt damit Graumann, sich für etwas besseres zu halten,
Nein, es geht ihm um folgendes:
"Ich lasse es nicht zu, dass unsere Mitglieder _diffamiert_ werden.“ Die
Kritik des Zentralratsvorsitzenden sei „völlig unangemessen“. Graumann
schade „seinem Anliegen, wenn er den Antisemitismusvorwurf
inflationiert, ohne ihn klar zu definieren."

http://www.tagesspiegel.de/politik/kritik-an-ernsts-angriff-auf-zentralrat/4310478.html
Post by Albert Fischer
sich doch nicht mit Parteipolitik abgeben müsse.
Na und? Hat Herr Ernst kein Recht auf seine persönliche Meinung, daß er
Herrn Graumann für linksparteipolitisch inkompetent hält?

Wenn Herr Graumann sich selbst für kompetent genug hält, braucht ihn das
doch gar nicht weiter zu irritieren - soll er doch fortfahren, sich
einzumischen, wer will es ihm denn verbieten? Warum so ängstlich?

Immer schön cool bleiben. Es ist ein _freies_ Land - für Herrn Graumann
ebenso wie für Herrn Ernst!
Post by Albert Fischer
Das sind ganz müffelnd-bräunliche Allegorien, die dem fetten Ernst da
"Das geht euch nichts an".
Es ist schon etwas eigenartig, daß Herr Graumann ausgerechnet jetzt, wo
die Linke doch gerade (einstimmig) _beschlossen_ hatte, einen Strich in
Sachen Israelkritik zu ziehen, .... oops... gleich aus der Deckung kommt!
Post by Albert Fischer
Geh kacken Ernst, eure SED war antisemitisch, ist antisemitisch,
arbeitet dran, statt hier rumzunölen.
Jetzt wird's echt polemisch...
Post by Albert Fischer
Shalom
Pax vobiscum.
--
Liebe Grüße
Monika


(Antisemitismus, 2009)
Monika Förster
2011-07-10 19:03:57 UTC
Permalink
Ich stelle mal das komplette Interview hier rein. Die Antworten von
Herrn Dr. Graumann finde ich ehrlich gesagt angemessener als das, was
ich hier auf dspm zu Herrn Ernst heute las.


http://www.tagesspiegel.de/politik/fanatischer-israel-hass-bei-der-linken/4324796.html

-----------------------schnippel-------------------------------------

*Herr Graumann, Sie haben Teilen der Linkspartei einen „blindwütigen
pathologischen Israel-Hass“ vorgeworfen. Ist die Linke eine
antisemitische Partei?

Nein, die Linkspartei ist ganz sicher keine antisemitische Partei. Im
Osten kämpft sie leidenschaftlich und voller Einsatz gegen die NPD. Das
würdige ich immer wieder ausdrücklich - und davon können sich andere
Parteien oft eine Scheibe abschneiden. Aber nur weil sie sich
antifaschistisch engagiert, gibt das der Partei nicht das Recht, dass
unter ihrer Fahne einzelne Mitglieder ihren fanatischen Israel-Hass
ausleben dürfen. Bei einigen hat dabei auch die Judenfeindlichkeit schon
begonnen.

Nämlich dann, wenn ihre Kritik an Israel von der sachlichen
Auseinandersetzung mit der israelischen Politik in böse Häme über den
jüdischen Staat übergeht und er pauschal dämonisiert und delegitimiert wird.


*Sind das Einzelfälle?

Der Israel-Hass hat sich inzwischen in der Linken partiell eingefressen.
Es gibt leider so viele hässliche Beispiele: Die Bundestagsabgeordnete
Inge Höger besucht einen Hamas-nahen Kongress in Wuppertal und lässt
sich dort einen Schal umlegen, auf dem der Nahe Osten ohne Israel
abgebildet ist. Beim Holocaust-Gedenktag im Bundestag im letzten Jahr
erscheint der 86-jährige Staatspräsident Schimon Peres und Abgeordnete
der Linkspartei bleiben demonstrativ sitzen, um ihre kalte Verachtung zu
zeigen. Politiker der Linken rufen zum Boykott israelischer Produkte
auf. Andere machen sich über das bloße Existenzrechts Israels, also das
Recht leben und überleben zu dürfen, lustig und bezeichnen es als
„läppisch“ oder als „Hirngespinst“. In Herford beschließt das
Stadtparlament die Synagoge wieder aufzubauen, die von den Nazis
niedergebrannt wurde – die Vertreterin der Linken stimmt als einzige
dagegen. Selbstverständlich ist Kritik an Israel nicht gleich
antisemitisch, aber in nicht wenigen dieser genannten Fälle hat der
Antisemitismus ganz klar schon schleichend begonnen.


*Sollte die Linken-Führung konsequenter gegen solches Verhalten vorgehen?

Ich würde mir wünschen, dass die Linkspartei endlich die Kraft findet,
so etwas nicht mehr zu dulden und zu bagatellisieren. Die Maßstäbe, die
sie an andere Parteien legt, sollte sie auch für sich selbst anwenden.
Die Israel-Hasser haben ein viel zu hohes Gewicht in der Partei.
Paradoxerweise sind das vor allem einige Kräfte aus dem Westen. Im Osten
hatte das Gift der alten DDR im Bezug auf Israel lange gewirkt, aber
dort haben die Mitglieder entweder dazu gelernt oder sie sind heute sehr
diszipliniert.


*Linken-Chef Klaus Ernst sieht in Ihren Äußerungen eine pauschale
Diffamierung seiner Genossen. Sie würden den Antisemitismus-Vorwurf
inflationieren und damit Ihrem Anliegen schaden.

Es ist das gute Recht, von Herrn Ernst, auf meine Kritik zu reagieren.
Wie er es tat, hat mich aber doch verwundert. Jedenfalls: Auf die guten
Ratschläge von Herrn Ernst habe ich gerade noch gewartet. Ich bedanke
mich dafür auch sehr herzlich. Aber: Manche Ratschläge sind Tiefschläge.
Ich habe die Linkspartei ausdrücklich nicht generell, sondern nur
punktuell kritisiert. Mein eigener Tipp an Herrn Ernst lautet nun:
Weniger Rat. Und: Mehr Tat. Herr Ernst sollte sich lieber um die
skandalösen Vorgänge in seiner Partei kümmern, anstatt dem Zentralrat
vorzuschreiben, was er tun darf. Wenn er meint, dass ausgerechnet die
Linkspartei dem Zentralrat in schneidigem Ton einen Maulkorb verpassen
kann, irrt er. Wir brauchen auch nicht seine noch eine andere gütige
Genehmigung, um Vorgänge anzusprechen, die wir als kritisch empfinden.
Mir begegnen immer wieder solche Argumentationsmuster: Die Juden sollten
über Antisemitismus lieber schweigen, weil er dann nur noch schlimmer
würde, nur stille Juden seien gute Juden. Ich will die Parallelen zu
Anderen hier gar nicht erst ziehen. Aber vielleicht könnte Herr Ernst
doch folgendes berücksichtigen: Die Benennung und Bekämpfung von
Antisemitismus ist nicht mein persönliches Anliegen, sondern sollte das
Anliegen von allen Menschen in Deutschland sein, denen Toleranz und
Freiheit am Herzen liegt. Das ist auch ein Stück dessen, was man heute
Staatsräson in Deutschland nennt.


*Fraktionschef Gregor Gysi hat vor Pfingsten einen Beschluss erzwungen,
um der Israel-Kritik Grenzen zu setzen. Ist das nichts?

Nun ja, sie sagen es, Herr Gysi hat den Beschluss sozusagen „erzwungen“.
Er musste dafür offenbar großen Druck ausüben. Die Einstimmigkeit ist ja
nur zustande gekommen, nachdem mehrere Abgeordnete den Saal verlassen
haben. Ein Ruhmesblatt von Einsicht und Überzeugungskraft ist das
jedenfalls sicher nicht.


*Nun soll sich die Fraktion in einem zweiten Beschluss gegen die
inflationäre Verwendung des Begriffes Antisemitismus verwehren.
Empfinden Sie das als Einknicken?

Wenn der zweite Beschluss dazu dienen sollte, den ersten aufzuweichen,
um die Israel-Feinde mit ins Boot zu nehmen, kann man es auch gleich
sein lassen. Es bleibt dabei: Die Linke drückt sich seit Jahren davor,
ihr Verhältnis zu Israel zu klären. Vernünftige und besonnene Stimmen
dort gibt es ja. Ich wünsche ihnen von Herzen Glück und Segen bei ihren
Bemühungen.


*Wären Sie zu einem Gespräch mit der Links-Fraktion und den
Israel-Kritikern bereit?

Vor drei Wochen habe ich anderthalb Stunden mit Herrn Gysi zusammen
gesessen. Und vor wenigen Tagen habe ich mit Frau Lötzsch verabredet,
dass wir demnächst ein Gespräch führen. Ich habe keine Berührungsängste.
Ich nehme mir aber die Freiheit zu sagen, wenn ich etwas falsch finde.
Die Linkspartei, der Anti-Israel-Kampf und beginnender Antisemitismus
dort sind in den letzten Wochen von vielen thematisiert worden, im
Bundestag, in wissenschaftlichen Untersuchungen und den Medien. Da
müssen doch auch wir etwas dazu sagen dürfen. Wer, wenn nicht wir? Mein
Mentor Ignatz Bubis hat mir auf den Weg gegeben: Es ist schön, wenn
andere sich für uns einsetzen, aber unsere Kämpfe müssen wir auch selber
austragen, couragiert und resolut. Genau das werden wir immer machen.

-----------------------schnappel-------------------------------------
--
http://www.tagesspiegel.de/politik/fanatischer-israel-hass-bei-der-linken/4324796.html
Monika Förster
2011-07-10 19:17:53 UTC
Permalink
20.06.2011 „Der Begriff Antisemitismus wird inflationär verwendet“

Die Linkspartei sieht sich schon länger mit dem Vorwurf antisemitischer
und israel-feindlicher Positionen konfrontiert. Die RUNDSCHAU sprach
darüber mit Linksparteichef Klaus Ernst.

-----------------------schnippel-------------------------------------

*Herr Ernst, wie viel Antisemitismus steckt in Ihrer Partei?

Der Begriff wird inflationär verwendet. Wer Menschen benachteiligt oder
diskriminiert, weil sie Juden sind, ist ein Antisemit. Ich kenne keinen
bei uns, der solche Einstellungen vertritt. Als Vorsitzender sage ich
auch: Wer in der Linken ist, verpflichtet sich auf unsere Grundsätze,
und die sind unvereinbar mit Antisemitismus. In der Debatte wird viel
durcheinander geworfen.


*Tatsache ist, dass Linkspolitiker Boykott-Aufrufe gegen israelische
Produkte begrüßen und sich für eine Ein-Staaten-Lösung im Nahen Osten
aussprechen, was einer Auflösung Israels gleichkäme. Ignorieren Sie das?

Nein, sonst hätten wir uns ja nicht positioniert. Aber das heißt nicht,
dass wir alle, die sich für einen gemeinsamen jüdisch-palästinensischen
Staat einsetzen, automatisch als Antisemiten abstempeln oder jede Kritik
an der israelischen Regierungspolitik in die antisemitische Ecke
stellen. Das wäre absurd.


*Fraktionschef Gysi soll mit Rücktritt gedroht haben, um den
Fraktionsbeschluss durchzusetzen. Was ist die Entscheidung dann
überhaupt noch wert?

Der Beschluss war richtig. Bei so einem sensiblen Thema darf es keine
Unschärfen geben. Allen muss klar sein, dass die besondere deutsche
Verantwortung in dieser Frage auch nicht vor der Linken halt macht. Wir
werden uns aber demnächst in einem weiteren Beschluss gegen die
inflationäre Verwendung des Begriffs Antisemitismus wenden.


*Der Eindruck bleibt, dass sich die Linke wieder einmal mit sich selbst
beschäftigt. Ein zweifelhaftes Rezept, um Wähler zu gewinnen .

Mit Querelen gewinnt man keine Wähler. Aber es geht um mehr. Wir werden
gebraucht. Zum Beispiel in der Euro-Krise. Das Geld der Bürger
verbrennt, und die Banken machen Profite. Wir schlagen deshalb als
einzige Partei die europaweite Einführung einer Strafsteuer für
Wucherzinsen vor. Alle Zinsen, die über dem Doppelten des
Zentralbankzinses liegen, zu dem die Banken bei der Notenbank Geld
bekommen, würden dann mit einer Steuer von 99 Prozent belegt. Natürlich
müsste es Freibeträge für Kleinsparer geben. Das würde die Spekulation
mit Staatsanleihen austrocknen. Alle anderen Parteien haben mehr Angst
vor einer Bankenpleite als vor zehn Millionen Arbeitslosen.

Mit Klaus Ernst

sprach Stefan Vetter

-----------------------schnappel-------------------------------------

http://www.lr-online.de/nachrichten/sachsen/-bdquo-Der-Begriff-Antisemitismus-wird-inflationaer-verwendet-ldquo-;art1047,3389726
Jon J Panury
2011-07-11 15:33:14 UTC
Permalink
Monika Förster <***@gmail.com> schrieb:
Hallo Monika,

na, da wird von der Fischwurst jetzt nix mehr kommen...

Etwas wie "sachliches Nachhaken" verträgt unser selbsternannter
"Chronist" nämlich *gar nicht*, da läuft er ein wie neulich meine
Leinenhose bei 60 Grad!

Manchmal denke ich fast, der F. ist ein ganz geschickter Anti-Grüner,
weil ja eine gründlichere Beschädigung der GRÜNen Sache, als sie
dieser SPD-Grüne Demokrat hier leistet, kaum ausdenkbar ist.
Egal, mir soll's recht sein.

Und: Nicht auszuschließen, dass manchem Israeli oder Juden vor solchem
"Freund" mulmiger ist als vor manchem offenen Antisemiten.
Albert Fischer
2011-07-11 17:08:19 UTC
Permalink
Monika F�rster <***@gmail.com> schrieb im Newsbeitrag news:4e19b6ed$0$6569$***@newsspool3.arcor-online.net

[Fischer meets Förster]

Hallo Monika,

[...]
Post by Monika Förster
"Viele der so genannten Friedensaktivisten agitierten "obsessiv
einseitig gegen Israel".
Das allein begründet keinen Antisemitismusvorwurf.
Aber selbstverständlich tut es das. Welchen Grund könnte es sonst
geben,
ausgerechent Israel, dem freiesten, tolerantesten,
fortschrittlichsten, westlichsten, hedonistischten, säkularsten,
kurzum
geilsten Land, der einzigen Demokratie im Nahen Osten an den Karren zu
fahren und über den Iran und den ganzen Islamistenmüll drumherum zu
schweigen?
Post by Monika Förster
Dazu müßte er schon
belegen, daß besagte Friedensaktivisten Israel tatsächlich generell
dämonisieren und ihm das blanke Existenzrecht absprechen.
Mehrfach belegt, zum Beispiel der eklige unfrisierte Fettsack Ziefle
oder der rotlackierte Nazi Dierkes, der erzürnt von der "läppischen"
Existenzfrage Israels sprach. Beide sind Mitglieder der SED.

Und die Schalsnummer der Frau Dröger ist ja wohl nur der blanke
Zynismus. Hält eine alte Hamhass-Doktrin ("den Juden ins Meer
treiben")
in die kamera und will es nicht gemerkt haben. Geht es noch blöder?
Yo,
Grüß Gott Herr Ernst...
Post by Monika Förster
Dann wäre
der Vorwurf natürlich zutreffend, kein Thema.
Siehe oben.
Post by Monika Förster
"Ausdrücklich nimmt der Zentralratspräsident einzelne
Linke-Politiker wie Fraktionschef Gregor Gysi von seiner Kritik aus."
O.k.
Petra Pau wäre auch noch zu nennen, vielleicht auch noch Galina
Poloniak.
Post by Monika Förster
Post by Albert Fischer
Schließlich seien sie Antifaschisten und Internationalisten, und
darüber hinaus, wie die Juden auch, von den Nazis verfolgt worden.
Jedes deutsche Kind lernt schon in der Schule, daß Kommunisten und
Sozialdemokraten aus politischen, Juden hingegen aus rassistischen
Gründen (und erheblich vehementer) vom NS-Regime verfolgt wurden.
Unter anderem deshalb ist diese Argumentation der SED ja auch so
dämlich.
Post by Monika Förster
Jedes Kind lernt schon in der deutschen Schule, daß religiöse Sekten
gefährlich sind.
Wie sagte es der Chronist: "Je religiöser, desto scheißer".
Fundamentales Judentum ist davon nicht auszunehmen. Wer einmal im
orthodoxen Judenviertel von Jerusalem war, weiß wovon ich spreche.

Entscheidend ist, dass denkende Menschen glaubenden Menschen die Stirn
bieten und sich von deren Befindlichkeiten nicht abhängig machen.
Post by Monika Förster
Wenn sie als Erwachsene dennoch anderen Mythen anhängen, oder Mitglied
bei Scientology werden, so ist das bedauerlich, aber schwer zu ändern.
Gegen Dummheit ist leider kein Kraut gewachsen, mit dem man
Schulkinder impfen könnte. Und die wenigsten lesen später dspm.
Naja, ob das jetzt der Bildung dienlich wäre, weiß ich nicht

[...]
Post by Monika Förster
Post by Albert Fischer
dass Antisemitismus hierzulande bis heute als ein
Phänomen wahrgenommen wird, das allenfalls am äußerst rechten
politischen Spektrum der Gesellschaft in Erscheinung tritt.
Wurde diese Wahrnehmung gemessen? Kannst Du sie belegen?
Anders gefragt: Ist dieser Mythos wirklich weit verbreitet?
Erstaunlich. Mir ist noch nie jemand begegnet, der ihm anhängt.
Allerdings bin ich nicht das Maß der Dinge und insofern ganz Ohr.
Du magst dir die "Solidaritätsdemos" der SED mit Dierkes und Co.
reinziehen (Youtube). das hilft vielleicht etwas bei der Vorstellung.

[...]
Post by Monika Förster
Post by Albert Fischer
In einem Zeitungsbeitrag warf er der Linkspartei vor,
mit ihrer Kritik an Israel die Grenze zum Antisemitismus
überschritten und so ihr antifaschistisches Erbe verraten zu haben.
Wie sah die Kritik an Israel denn konkret aus?
"Kauft nicht beim Juden äääh ...Israel"

[...]
Post by Monika Förster
1.
Warum sollen Abgeordnete der Linkspartei einer Erklärung zustimmen,
für etwas, das eh selbstverständlich ist? Kann es sein, daß sie sich
einfach nur geschulmeistert fühlten? Ich hätte da auch trotzig
reagiert, wenn ich ehrlich bin - auch wenn ich der Erklärung
innerlich zustimme.
Politiker sollten aber dem Trotzalter entwachsen sein. JM2C
Post by Monika Förster
2.
Warum sollen die drei Parlamentarier nicht ihrem Protest gegen den
israelischen Präsidenten durch Sitzenbleiben Ausdruck verleihen
dürfen? Ist das verboten? Was hat das mit "Antisemitismus" zu tun?
Ich kann mich nicht erinnern, dass diese Linken sich durch ähnliche
Geschmacklosigkeiten an anderer Stelle hervorgetan hätten: "Mit
Verlaub
Herr Präsident Sie sind ein Arschloch" oder so. Aber beim Juden werden
sie halt dreist... HSQMYP
Post by Monika Förster
3.
Das mit dem Schal war Sch... , sehe ich auch so. Kein Thema.
Gell...
Post by Monika Förster
4.
Boykotte gab es schon immer und überall. Der hier richtete sich gegen
ein Land (Israel) und nicht gegen die Juden in aller Welt - oder?
Letzteres wäre aber Voraussetzung für den Antisemitismusvorwurf gewesen.
Mit genau der Nummer kommen die Antisemiten von der SED eben nicht
mehr
raus. Israel ist ein durch und durch jüdisch dominiertes Land, die
Heimstatt aller Juden für den Fall, dass sich solche Dierkes und
Paechs
irgendwo auf der Welt noch einmal durchsetzen.

Wer also dieses Land "boykottiert", versprüht IMHO originalen
Judenhass.
Post by Monika Förster
Fakt ist, daß Israels Politik nur bei rund 28% aller Deutschen auf
"Mehr Deutsche (28%) hegen mittlerweile im Kontext des Nahostkonflikts
Sympathien mit der Position Israels..."
Fakt ist aber auch, daß die Sympathie mit den Palästinensern sich
"...als mit der der Palästinenser (14%). "
Das hat einen einfachen Grund: Genervte Neutralität!
Wieviele Deutsche waren denn schon mal in Israel? Können die die
Tatsache überhaupt ins Auge fassen, dass es sich bei Israel um das
einzige Land in der ganzen Hemisphäre handelt, welches absolut
westlichen Zuschnitt hat, während drumherum nur Wüste ist?

Kann man sich den Neid der Arschheber vorstellen, die genau wissen,
dass
es vor der Gründung des Staates Israels dort genauso ausgesehen hat
und
Auswanderer insbesondere aus Europa in Nullkommanix ein blühendes Land
erschaffen haben?

Dazu braucht es halt ein bisschen mehr als fünf mal am Tag beten...
Post by Monika Förster
"Allerdings neigen die meisten Deutschen keiner Seite zu oder haben
keine Meinung. Im Unterschied zu den Juden in Israel und in den USA
sagen 86 Prozent, dass beide Seiten gleichermaßen nachgeben
müssten."
Das ist die typisch deutsche Haltung, "Kompromisse" finden zu müssen.
Klare Kante zwischen "gut" und "schlecht", "schlau" und "doof",
"fleißig" und "faul" hat man hier verlernt. Deshalb war auch das
Sarrazinsche Buch so umstritten, obwohl so viel wahres drin ist. Der
Henkelsche Begriff von der "Konsenssoße" hatte schon was, auch wenn
ich
diesen BDI-Präsidenten nicht besonders mochte, da war etwas wahres
dran.

Ein Nachgeben im klassischen Sinne kann es im Nahen Osten aber nicht
geben. Es kann nur eine Zweistaatenlösung geben, in welchen Grenzen
auch
immer. Das weiß man in Israel, das weiß man auf der ganzen Welt, in
den
USA, nur in Duisburg-Marxloh bei der SED, da hat man von dieser
ausdiskutierten Sache offenbar keine Kenne.
Post by Monika Förster
http://www.heise.de/tp/artikel/24/24628/1.html
Die meisten Deutschen sind es einfach satt - und zwar
_Oberkante_Unterlippe_ !!! - mitanzusehen, wie die beiden
Nahostkonfliktparteien mit dem Kopf gegen die Wand rennen, obwohl auf
Dauer keine dabei einen Blumenpott gewinnen kann; ebensowenig wie der
Rest der Welt, der u.a. durch etwaige Terrorschläge ebenfalls in
Mitleidenschaft gezogen wird dabei.
Das ist alles, Albert!
Mir ist es eigentlich egal, was "die meisten Deutschen" meinen.
Politiker müssen eine zweite Agenda haben. Ansonsten hätten wir in
Deutschenland längst wieder die Todesstrafe ("nur für besondere
Fälle...Kinderficker...bla bla"). Die Solidarität mit Israel und das
Existenzrecht Israels ist Staatsräson - basta! Womit ich mal wieder
eine
Lanze für die parlamentarische Demokratie gebrochen hätte
Post by Monika Förster
Post by Albert Fischer
Die Linke wies dergleichen umgehend zurück;
Natürlich, s.o.
Die soll auf Toilette gehen, die SED.

[...]


Shalom


Albert "Israel" Fischer
Monika Förster
2011-07-11 21:12:37 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
[Fischer meets Förster]
Hallo Albert,

anjenehm. ;-)
Post by Albert Fischer
Post by Monika Förster
"Viele der so genannten Friedensaktivisten agitierten "obsessiv
einseitig gegen Israel".
Das allein begründet keinen Antisemitismusvorwurf.
Aber selbstverständlich tut es das. Welchen Grund könnte es sonst
geben, ausgerechent Israel, dem freiesten, tolerantesten,
fortschrittlichsten, westlichsten, hedonistischten, säkularsten,
kurzum geilsten Land, der einzigen Demokratie im Nahen Osten an den
Karren zu fahren und über den Iran und den ganzen Islamistenmüll
drumherum zu schweigen?
Tja, wer _so_ groß auftrumpft, wird natürlich an seinen eigenen
Ansprüchen _besonders_ scharf gemessen (von Deutschen mit Schuldkomplex
doch wohl eh):

(sehr entscheidende Worte, ab 03:56... Du
erinnerst Dich an das Neutralitäts-Ding? _Beide_ Seiten...)

(ab 01:39, dann nochmal ab 04:24, und ganz
entscheidend: 05:36)

(ab 01:18 - Berufsverbote... kommt einem
irgendwie bekannt vor... gabs da nicht mal was mit den Innungen, in
grauer Vorzeit?... und dann ab 01:56... oder 05:24... und ab 07:30...)
Post by Albert Fischer
Post by Monika Förster
Dazu müßte er schon belegen, daß besagte Friedensaktivisten Israel
tatsächlich generell dämonisieren und ihm das blanke Existenzrecht
absprechen.
Mehrfach belegt, zum Beispiel der eklige unfrisierte Fettsack Ziefle
oder der rotlackierte Nazi Dierkes, der erzürnt von der "läppischen"
Existenzfrage Israels sprach. Beide sind Mitglieder der SED.
Das sind jetzt _zwei_ Pappnasen. Ich bin sicher, in allen Volksparteien
findest Du _mindestens_ genausoviele.

Warum gleich die ganze LINKE attackieren? Wenn es um _zwei_ Pappnasen
geht, sollte man die auch direkt attackieren und ihre Vergehen konkret
benennen. So what?

Oder gibt's noch mehr Probleme?

Los, raus mit der Sprache.
Post by Albert Fischer
Und die Schalsnummer der Frau Dröger ist ja wohl nur der blanke
Zynismus.
Ich schrieb bereits, was ich davon hielt.
Post by Albert Fischer
Wie sagte es der Chronist: "Je religiöser, desto scheißer".
Ich würde von den Religionen weggehen und sagen: "Je geschlossener eine
Weltanschauung, desto engstirniger."
Post by Albert Fischer
Entscheidend ist, dass denkende Menschen glaubenden Menschen die
Stirn bieten und sich von deren Befindlichkeiten nicht abhängig
machen.
<<knutsch>>
Post by Albert Fischer
Naja, ob das jetzt der Bildung dienlich wäre, weiß ich nicht
War'n Scherz... ;-)
Post by Albert Fischer
Du magst dir die "Solidaritätsdemos" der SED mit Dierkes und Co.
reinziehen (Youtube). das hilft vielleicht etwas bei der
Vorstellung.
Für wie relevant hälst Du die?
Post by Albert Fischer
"Kauft nicht beim Juden äääh ...Israel"
Was stand da nun... "Kauft nicht bei Juden" - oder "Kauft nicht bei
Israel"? Das ist nämlich das, worum es geht (leben in Israel nicht auch
20% Araber???)
Post by Albert Fischer
Politiker sollten aber dem Trotzalter entwachsen sein. JM2C
Deine Meinung. Ich hätte mich ebenso gewehrt. Trotz innerer Zustimmung
zur Erklärung an sich, wohlgemerkt. Ich bin diese Schulmeisterei sowas
von leid... vorsorglich offen demonstriertes Mißtrauen ohne Grund ist
mir einfach nur verhaßt.
Post by Albert Fischer
Post by Monika Förster
2. Warum sollen die drei Parlamentarier nicht ihrem Protest gegen
den israelischen Präsidenten durch Sitzenbleiben Ausdruck
verleihen dürfen? Ist das verboten? Was hat das mit
"Antisemitismus" zu tun?
Ich kann mich nicht erinnern, dass diese Linken sich durch ähnliche
Geschmacklosigkeiten an anderer Stelle hervorgetan hätten: "Mit
Verlaub Herr Präsident Sie sind ein Arschloch" oder so. Aber beim
Juden werden sie halt dreist... HSQMYP
Bei mir hätte allein der Respekt vor dem Alter (Herr Peres ist Baujahr
1923) sowas verhindert, aber auch der Respekt vor dem Hohen Haus.

_Wenn_ ich inhaltlich ein Problem mit Peres' Rede gehabt hätte, also
z.B. damit, daß er eine eigentlich anläßlich des Holocaust-Gedenktages
zugelassene Rede im Deutschen Bundestag zum Anlaß nahm, über die
iranische Regierung zu sagen:

"Ebenso wie unsere Nachbarn identifizieren auch wir uns mit den
Millionen Iranern, die gegen die Diktatur und Gewalt rebellieren. Genau
wie sie lehnen wir ein fanatisches Regime ab, das die Charta der
Vereinten Nationen missachtet. Ein Regime, das mit Zerstörung droht und
_Atomkraftwerke_und_Nuklearraketen_besitzt_, mit denen es sein eigenes
Land wie auch andere Länder _terrorisiert_. Ein solches Regime ist eine
_Gefahr_fuer_die_ganze_Welt_."

http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/peres/rede.html

... ich wäre der Sitzung einfach ferngeblieben, eine Ausrede findet sich
dafür immer und wenn politische Korrektheit (=Heuchelei) nun mal
"Staatsräson" ist, dann: BITTE!!!

_Keiner_ könnte mir daraus einen Strick drehen... akute Migräne,
Blähungen, Menstruationsstörungen, Bauchschmerzen, Depressionen kann man
_jederzeit_ haben.

"Wie es Euch gefällt", Ihr Gutmenschen! <<drauf hüpf>>


Ernsthaft. Was wäre damit gewonnen, außer daß der Heuchelei
"hochoffiziell" Genüge getan worden wäre?

Was für "Demokraten" können denn _so_ wenig mit einer anderen Haltung
umgehen? Boah, watt Flachpfeifen...

Mir ist lieber, die drei Linke-Abgeordneten bleiben sitzen und zeigen
_offen_ ihre Denke (also daß es ein Problem gibt: Sei es mit Herrn
Peres, mit dem Staat Israel, mit dem Redeinhalt, mit was auch immer...
das ist ja gar nicht so genau erkennbar...).

Nur so kann eine öffentliche Diskussion darüber entstehen. Ansonsten
wird alles nur unter den Teppich gekehrt... und wabert dort heimlich
weiter, bis zur nächsten, wirklich üblen Eruption.

Es steht Herrn Graumann und dem ZdJ frei, die sitzengebliebenen
Abgeordneten anzusprechen, ihr Verhalten zu hinterfragen und damit eine
öffentliche Debatte auszulösen.

Es ist DEMOKRATIE... wo ist das Problem?

Etwas mehr _Selbst_ bewusstsein, bittschön.

Rumzuheulen, von wegen "Boah, Mama... die drei pöhsen 'SED-ler' sin' aba
jar nich aufgestanden...' ... was soll dieses Kindergartengehabe?

Los, _haut_ ihnen eine _rein_! Ihr feigen Flachpfeifen! Niemand holt
heutzutage mehr für _andere_ die Kastanien aus dem Feuer. Wie sagte
Cohn-Bendit doch so schön? "Die multikulturelle Gesellschaft ist hart,
schnell, grausam und _wenig_solidarisch_,"...

Wenn Ihr es nicht tut, wird es auch sonst keiner für Euch tun! Das _ist_
nun mal so, in dieser _Ich_ -Gesellschaft, die seit den 1968ern gezielt
in Deutschland geschaffen worden und durch den globalen Neoliberalismus
auf die Spitze getrieben worden ist! Und mit Antisemitismus hat das
herzlich wenig zu tun...

Also _tut_ es und fragt nicht lange rum, ob Ihr es tun dürft, was soll das?

Und findet Euch damit ab, daß nicht jeder damit einverstanden ist, daß
Ihr es tut... aber tut es dennoch - wenn Ihr das Recht auf Eurer Seite
wähnt, dann laßt Euch nicht aufhalten!

Man _kann_ nicht jedermanns Liebling sein... aber man soll sich selbst
treu bleiben... Also haut rein, verdammt nochmal und hört auf, Euch
ängstlich nach Zustimmung umzugucken... entweder _habt_ Ihr das Recht
auf Eurer Seite, oder eben _nicht_!

_Nehmt_ es Euch, zum Donnerwetter... umsonst kriegt Ihr es nicht - warum
sollte es Juden da anders gehen als Nichtjuden?
Post by Albert Fischer
Post by Monika Förster
4. Boykotte gab es schon immer und überall. Der hier richtete sich
gegen ein Land (Israel) und nicht gegen die Juden in aller Welt -
oder? Letzteres wäre aber Voraussetzung für den
Antisemitismusvorwurf gewesen.
Mit genau der Nummer kommen die Antisemiten von der SED eben nicht
mehr raus. Israel ist ein durch und durch jüdisch dominiertes Land,
Und denoch leben da auch 20% Araber. Vielleicht werden es mal mehr,
falls sie Euch gebärtechnisch überholen. Mal gucken, wie sich die
Herrschaftsverhältnisse dann noch ändern. Also richtet mal Eure
Fernrohre auf Europa und BILDet Euch eine Meinung... ;-)
Post by Albert Fischer
die Heimstatt aller Juden für den Fall, dass sich solche Dierkes und
Paechs irgendwo auf der Welt noch einmal durchsetzen.
Deshalb hat sie unbedingt Existenzrecht. Aber keine Narrenfreiheit.
Post by Albert Fischer
Wer also dieses Land "boykottiert", versprüht IMHO originalen
Judenhass.
Mag sein, daß der eine oder andere mit Israel-Boykotten seinen Judenhass
verbrämt, so wie ältere Israelis mit ihren "kauft keine deutschen
Produkte"-Boykotten ihren Deutschenhass verbrämen. So what? Entscheidend
ist, was bewiesen werden kann.

Beweise, daß es um Juden- und nicht um Israelboykott geht, und der
Rechtstaat wird Dir Genüge tun. Ansonsten finde Dich damit ab, daß Recht
haben (bzw. dies zu glauben) und Recht bekommen nicht immer dasselbe ist.

Geht anderen übrigens auch so: Keine Bange: Hurra, wir leben noch!

Ernsthaft: Graumann sollte das als Ansporn nehmen, seine Beweisführung
umso treffsicherer zu gestalten... Möge der Beste gewinnen.
Post by Albert Fischer
Post by Monika Förster
Das hat einen einfachen Grund: Genervte Neutralität!
Wieviele Deutsche waren denn schon mal in Israel? Können die die
Tatsache überhaupt ins Auge fassen, dass es sich bei Israel um das
einzige Land in der ganzen Hemisphäre handelt, welches absolut
westlichen Zuschnitt hat, während drumherum nur Wüste ist?
Ja sach ens... ich denke, "die Juden" dominieren die Medien? Da kannste
mal sehen... entweder machen die einen denkbar schlechten Job... oder Du
hast gerade gezeigt, wie wenig dieses Vorurteil stimmt!
Post by Albert Fischer
Kann man sich den Neid der Arschheber vorstellen, die genau wissen,
dass es vor der Gründung des Staates Israels dort genauso ausgesehen
hat und Auswanderer insbesondere aus Europa in Nullkommanix ein
blühendes Land erschaffen haben?
Das stimmt sogar. Allerdings ist das palästinensische Flüchtlingsproblem
dennoch ungelöst geblieben, bisher. Die hohe Geburtenrate trägt ihr
übriges dazu bei, es auf den Tisch des Hauses zu legen, auch wenn man
sich lieber mit Entsalzungsanlagen und moderner Agrarwirtschaft
beschäftigen würde. Was sicher interessanter wäre... but such is life...
<<soifz>>
Post by Albert Fischer
Das ist die typisch deutsche Haltung, "Kompromisse" finden zu
müssen. Klare Kante zwischen "gut" und "schlecht", "schlau" und
"doof", "fleißig" und "faul" hat man hier verlernt.
Man hat es uns systematisch abtrainiert. Und das ist gut so.

Man wollte den kritischen Bürger... also reg Dich nicht auf, daß es ihn
jetzt tatsächlich gibt. Auch wenn "kritisch" häufig genug - wahlweise -
mit "opportunistisch" oder mit "querulatorisch" verwechselt wird, in
dieser Drecksrepublik.

Was aber wiederum zu beweisen wäre. Weil: Wir sind ja ein Rechtsstaat,
versteht sich.

Hach, iss datt alles kompliziert... früher war alles viel einfacher...
damals, als der Staat einem das Denken noch abnahm. Und überhaupt war da
alles so sicher... da konnte man noch nachts über die Straße, ohne sich
fürchten zu müssen... Auslända gab's auch keine... und so'ne Fragen, die
wären einem gar nicht in den Sinn gekommen.

Aber am Ende war auch alles so schrecklich kaputt...
Post by Albert Fischer
Deshalb war auch
das Sarrazinsche Buch so umstritten, obwohl so viel wahres drin ist.
Keine Ahnung.

Ich habe das Buch nicht gekauft. Das war eine bewußte
Boykott-Entscheidung gegenüber jemand, der selbst Beamter mit
millionenschweren Nebeneinkünften und Gatte einer ebenfalls vom
Steuerzahler finanzierten Lehrerin ist, sich aber nichtsdestotrotz in
der Position wähnt, anderen Menschen - also solchen in akuter Not -
ihren Kalorienverbrauch vorrechnen zu dürfen.

Einer, der dem Ansehen seines Arbeitgebers erheblich geschadet hat.

Einer, der sich dabei noch als Märtyrer der "Meinungsfreiheit" zu
gerieren sucht.

Ich finanziere solche Typen nicht, sorry.

Ergo kann ich zu deren Büchern nicht mitreden.

Bitte hab dafür Verständnis. Danke.
Post by Albert Fischer
Ein Nachgeben im klassischen Sinne kann es im Nahen Osten aber nicht
geben. Es kann nur eine Zweistaatenlösung geben, in welchen Grenzen
auch immer.
ACK
Post by Albert Fischer
nur in Duisburg-Marxloh bei der SED, da hat man von
dieser ausdiskutierten Sache offenbar keine Kenne.
Warst Du schon mal dort vor Ort?
Post by Albert Fischer
Mir ist es eigentlich egal, was "die meisten Deutschen" meinen.
Das ist kein sehr (basis)demokratischer Ansatz.

Böse gefragt: Wieso sollte es jemand interessieren, was _Du_ meinst?

Noch böser gefragt: Mit welchem Recht?

Womit wir wieder einmal bei der Erkenntnis angelangt sind, daß

"Recht" = erzwingbares Verhalten ist.

Mehr nicht.

Jemand sollte endlich mal den Mut aufbringen, das den Bürgern dieses
Landes zu verklickern. Die meinen sonst am Ende noch, sie würden
ernstgenommen.
Post by Albert Fischer
Politiker müssen eine zweite Agenda haben.
Ja, so sahen die römischen Patrizier das auch.
Post by Albert Fischer
Staatsräson
Die Holzhammermethode wird auf Dauer nicht funktionieren. Dabei hätte
Israel eigentlich hervorragende Argumente... keine Ahnung, warum die
sich so beschissen vermarkten. Tut schon fast weh, es mitanzusehen.

Sie haben so gute Leute und sogar noch bessere Gründe...

und dann kommt: "Staatsraison"...

Weia...
Post by Albert Fischer
Shalom
Der Friede sei mit Dir.
--
Liebe Grüße
Monika

"Die Küchenuhr"

"Sag Nein!"

(Wolfgang Borchert, +1947)
Monika Förster
2011-07-11 21:59:32 UTC
Permalink
P.S.: Ach ja, wegen dem Porsche:

"Den hatte Ernst bereits vor fast zehn Jahren gekauft und sich damit
nach eigenen Worten einen Jugendtraum erfüllt. Der "Stern" taxiert den
Marktwert des Porsches 911 heute mit 25.000 Euro. In Berlin fahren
Politiker-Gattinnen mit deutlich teureren Autos über den Kurfürstendamm."

http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Ein-Porsche-drei-Gehaelter-viel-Streit_aid_889368.html


Und wegen dem Alkohol:

"Es ist eine Sauerei, wenn man in unserem Kulturkreis einem Arbeitslosen
abspricht, ab und zu mal ein Glas Wein oder ein Bier trinken zu dürfen."

http://www.sueddeutsche.de/politik/klaus-ernst-im-interview-sauerei-wenn-ein-arbeitsloser-kein-bier-trinken-darf-1.1008935
Horst Leps
2011-07-11 22:16:10 UTC
Permalink
Ich glaube nicht, dass der Fischer sich selbst so ernst nimmt wie Du
ihn. Jedenfalls nicht, was dspm angeht.

HL
--
Büro Dr. Jochen Birnus
Studien zu Phänomenologie, Ätiologie und Pathologie wirren
politischen Denkens
Jan Neiser
2011-07-11 22:52:57 UTC
Permalink
Post by Horst Leps
Ich glaube nicht, dass der Fischer sich selbst so ernst nimmt wie Du
ihn. Jedenfalls nicht, was dspm angeht.
HL
--
Büro Dr. Jochen Birnus
Studien zu Phänomenologie, Ätiologie und Pathologie wirren
politischen Denkens
Glaubste denn wenigstens, daß dich jemand ernst nimmt horstwürstchen? Reine
Rehtorik, sonst würdste ja nich so dahinschweben.
Albert Fischer
2011-07-12 19:21:16 UTC
Permalink
Post by Horst Leps
Ich glaube nicht, dass der Fischer sich selbst so ernst nimmt wie Du
ihn. Jedenfalls nicht, was dspm angeht.
Jetzt ist der Horst schon auf meine neue Brieffreundin neidisch. Man
glaubt es ja nicht.


Shalom


Albert "Israel" Fischer
Horst Leps
2011-07-12 19:38:40 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
Post by Horst Leps
Ich glaube nicht, dass der Fischer sich selbst so ernst nimmt wie Du
ihn. Jedenfalls nicht, was dspm angeht.
Jetzt ist der Horst schon auf meine neue Brieffreundin neidisch. Man
glaubt es ja nicht.
Ich gönne Dir jedes gute Gespräch, und da sie äußerst fleißig ist, ist
die Frage, wie lange Du durchhältst...

Viel Erfolg;-))

HL
--
Büro Dr. Jochen Birnus
Studien zu Phänomenologie, Ätiologie und Pathologie wirren
politischen Denkens
Siegfrid Breuer
2011-07-13 02:00:00 UTC
Permalink
Post by Horst Leps
Ich gönne
Komm, sei ehrlich alter Stiesel: Dies Wort ist Dir doch von Deinem
Naturell her zutiefst zuwider! Außer es kommt ein 'mir' dahinter.

(Ex?)Gymnasiallehrer Dr. Horst Leps (mit der Lizenz zum Beten):
Der selbstverliebte überhebliche Radschläger von dspm.
Der üble Nachrede gesellschaftsfähig machen möchte:
http://www.hinterfotz.de/dokterchen.html
Fürchtet weder Tod noch Teufel. Nur Google!
--
Nur Leps hat hier den völligen Durchblick. Er ist eben nicht nur ein
großer Aufzeiger (daß immer die anderen doof sind) sondern auch ein
Entschlüssler vor dem Herren - eine "ENIGMA" des Usenet quasi.
[Dr. Horst Leps trefflich charakterisiert von Werner Sondermann
in <4dd9a1a2$0$6570$***@newsspool3.arcor-online.net>]
X-NO-ARCHIVE=NIE-NIEMALS-NICHT
2011-07-13 02:00:00 UTC
Permalink
|Sollte das vorangegangene inhaltlich wertvolle Posting abhanden gekommen
|sein, nachfolgend der Inhalt, um die mühevolle Suche auf www.narkive.com
|zu ersparen (ein kostenloser Infodienst von <http://www.hinterfotz.de>)!
|Unser Usenet bringt nicht immer Spaß: <http://megaswf.com/serve/1050482>
Post by Albert Fischer
Post by Horst Leps
Ich glaube nicht, dass der Fischer sich selbst so ernst nimmt wie
Du ihn. Jedenfalls nicht, was dspm angeht.
Jetzt ist der Horst schon auf meine neue Brieffreundin neidisch. Man
glaubt es ja nicht.
Ich gönne Dir jedes gute Gespräch, und da sie äußerst fleißig ist,
ist die Frage, wie lange Du durchhältst...

Viel Erfolg;-))

HL

--
Büro Dr. Jochen Birnus
Studien zu Phänomenologie, Ätiologie und Pathologie wirren
politischen Denkens
Albert Fischer
2011-07-11 17:06:28 UTC
Permalink
Monika F�rster <***@gmail.com> schrieb im Newsbeitrag news:4e19b6ed$0$6569$***@newsspool3.arcor-online.net

[Fischer meets Förster]

Hallo Monika,

[...]
Post by Monika Förster
"Viele der so genannten Friedensaktivisten agitierten "obsessiv
einseitig gegen Israel".
Das allein begründet keinen Antisemitismusvorwurf.
Aber selbstverständlich tut es das. Welchen Grund könnte es sonst
geben,
ausgerechent Israel, dem freiesten, tolerantesten,
fortschrittlichsten, westlichsten, hedonistischten, säkularsten,
kurzum
geilsten Land, der einzigen Demokratie im Nahen Osten an den Karren zu
fahren und über den Iran und den ganzen Islamistenmüll drumherum zu
schweigen?
Post by Monika Förster
Dazu müßte er schon
belegen, daß besagte Friedensaktivisten Israel tatsächlich generell
dämonisieren und ihm das blanke Existenzrecht absprechen.
Mehrfach belegt, zum Beispiel der eklige unfrisierte Fettsack Ziefle
oder der rotlackierte Nazi Dierkes, der erzürnt von der "läppischen"
Existenzfrage Israels sprach. Beide sind Mitglieder der SED.

Und die Schalsnummer der Frau Dröger ist ja wohl nur der blanke
Zynismus. Hält eine alte Hamhass-Doktrin ("den Juden ins Meer
treiben")
in die kamera und will es nicht gemerkt haben. Geht es noch blöder?
Yo,
Grüß Gott Herr Ernst...
Post by Monika Förster
Dann wäre
der Vorwurf natürlich zutreffend, kein Thema.
Siehe oben.
Post by Monika Förster
"Ausdrücklich nimmt der Zentralratspräsident einzelne
Linke-Politiker wie Fraktionschef Gregor Gysi von seiner Kritik aus."
O.k.
Petra Pau wäre auch noch zu nennen, vielleicht auch noch Galina
Poloniak.
Post by Monika Förster
Post by Albert Fischer
Schließlich seien sie Antifaschisten und Internationalisten, und
darüber hinaus, wie die Juden auch, von den Nazis verfolgt worden.
Jedes deutsche Kind lernt schon in der Schule, daß Kommunisten und
Sozialdemokraten aus politischen, Juden hingegen aus rassistischen
Gründen (und erheblich vehementer) vom NS-Regime verfolgt wurden.
Unter anderem deshalb ist diese Argumentation der SED ja auch so
dämlich.
Post by Monika Förster
Jedes Kind lernt schon in der deutschen Schule, daß religiöse Sekten
gefährlich sind.
Wie sagte es einst der Chronist: "Je religiöser, desto scheißer".
Fundamentales Judentum ist davon nicht auszunehmen. Wer einmal im
orthodoxen Judenviertel von Jerusalem war, weiß wovon ich spreche.

Entscheidend ist, dass denkende Menschen glaubenden Menschen die Stirn
bieten und sich von deren Befindlichkeiten nicht abhängig machen.
Post by Monika Förster
Wenn sie als Erwachsene dennoch anderen Mythen anhängen, oder Mitglied
bei Scientology werden, so ist das bedauerlich, aber schwer zu ändern.
Gegen Dummheit ist leider kein Kraut gewachsen, mit dem man
Schulkinder impfen könnte. Und die wenigsten lesen später dspm.
Naja, ob das jetzt der Bildung dienlich wäre, weiß ich nicht

[...]
Post by Monika Förster
Post by Albert Fischer
dass Antisemitismus hierzulande bis heute als ein
Phänomen wahrgenommen wird, das allenfalls am äußerst rechten
politischen Spektrum der Gesellschaft in Erscheinung tritt.
Wurde diese Wahrnehmung gemessen? Kannst Du sie belegen?
Anders gefragt: Ist dieser Mythos wirklich weit verbreitet?
Erstaunlich. Mir ist noch nie jemand begegnet, der ihm anhängt.
Allerdings bin ich nicht das Maß der Dinge und insofern ganz Ohr.
Du magst dir die "Solidaritätsdemos" der SED mit Dierkes und Co.
reinziehen (Youtube). das hilft vielleicht etwas bei der Vorstellung.

[...]
Post by Monika Förster
Post by Albert Fischer
In einem Zeitungsbeitrag warf er der Linkspartei vor,
mit ihrer Kritik an Israel die Grenze zum Antisemitismus
überschritten und so ihr antifaschistisches Erbe verraten zu haben.
Wie sah die Kritik an Israel denn konkret aus?
"Kauft nicht beim Juden äääh ...Israel"

[...]
Post by Monika Förster
1.
Warum sollen Abgeordnete der Linkspartei einer Erklärung zustimmen,
für etwas, das eh selbstverständlich ist? Kann es sein, daß sie sich
einfach nur geschulmeistert fühlten? Ich hätte da auch trotzig
reagiert, wenn ich ehrlich bin - auch wenn ich der Erklärung
innerlich zustimme.
Politiker sollten aber dem Trotzalter entwachsen sein. JM2C
Post by Monika Förster
2.
Warum sollen die drei Parlamentarier nicht ihrem Protest gegen den
israelischen Präsidenten durch Sitzenbleiben Ausdruck verleihen
dürfen? Ist das verboten? Was hat das mit "Antisemitismus" zu tun?
Ich kann mich nicht erinnern, dass diese Linken sich durch ähnliche
Geschmacklosigkeiten an anderer Stelle hervorgetan hätten: "Mit
Verlaub
Herr Präsident Sie sind ein Arschloch" oder so. Aber beim Juden werden
sie halt dreist... HSQMYP
Post by Monika Förster
3.
Das mit dem Schal war Sch... , sehe ich auch so. Kein Thema.
Gell...
Post by Monika Förster
4.
Boykotte gab es schon immer und überall. Der hier richtete sich gegen
ein Land (Israel) und nicht gegen die Juden in aller Welt - oder?
Letzteres wäre aber Voraussetzung für den Antisemitismusvorwurf gewesen.
Mit genau der Nummer kommen die Antisemiten von der SED eben nicht
mehr
raus. Israel ist ein durch und durch jüdisch dominiertes Land, die
Heimstatt aller Juden für den Fall, dass sich solche Dierkes und
Paechs
irgendwo auf der Welt noch einmal durchsetzen.

Wer also dieses Land "boykottiert", versprüht IMHO originalen
Judenhass.
Post by Monika Förster
Fakt ist, daß Israels Politik nur bei rund 28% aller Deutschen auf
"Mehr Deutsche (28%) hegen mittlerweile im Kontext des Nahostkonflikts
Sympathien mit der Position Israels..."
Fakt ist aber auch, daß die Sympathie mit den Palästinensern sich
"...als mit der der Palästinenser (14%). "
Das hat einen einfachen Grund: Genervte Neutralität!
Wieviele Deutsche waren denn schon mal in Israel? Können die die
Tatsache überhaupt ins Auge fassen, dass es sich bei Israel um das
einzige Land in der ganzen Gegend handelt, welches absolut
westlichen Zuschnitt hat, während drumherum nur Wüste ist?

Kann man sich den Neid der Arschheber vorstellen, die genau wissen,
dass
es vor der Gründung des Staates Israels dort genauso ausgesehen hat
und
Auswanderer insbesondere aus Europa in Nullkommanix ein blühendes Land
erschaffen haben?

Dazu braucht es halt ein bisschen mehr als fünf mal am Tag beten...
Post by Monika Förster
"Allerdings neigen die meisten Deutschen keiner Seite zu oder haben
keine Meinung. Im Unterschied zu den Juden in Israel und in den USA
sagen 86 Prozent, dass beide Seiten gleichermaßen nachgeben
müssten."
Das ist die typisch deutsche Haltung, "Kompromisse" finden zu müssen.
Klare Kante zwischen "gut" und "schlecht", "schlau" und "doof",
"fleißig" und "faul" hat man hier verlernt. Deshalb war auch das
Sarrazinsche Buch so umstritten, obwohl so viel wahres drin ist. Der
Henkelsche Begriff von der "Konsenssoße" hatte schon was, auch wenn
ich
diesen BDI-Präsidenten nicht besonders mochte, da war etwas wahres
dran.

Ein Nachgeben im klassischen Sinne kann es im Nahen Osten aber nicht
geben. Es kann nur eine Zweistaatenlösung geben, in welchen Grenzen
auch
immer. Das weiß man in Israel, das weiß man auf der ganzen Welt, in
den
USA, nur in Duisburg-Marxloh bei der SED, da hat man von dieser
ausdiskutierten Sache offenbar keine Kenne.
Post by Monika Förster
http://www.heise.de/tp/artikel/24/24628/1.html
Die meisten Deutschen sind es einfach satt - und zwar
_Oberkante_Unterlippe_ !!! - mitanzusehen, wie die beiden
Nahostkonfliktparteien mit dem Kopf gegen die Wand rennen, obwohl auf
Dauer keine dabei einen Blumenpott gewinnen kann; ebensowenig wie der
Rest der Welt, der u.a. durch etwaige Terrorschläge ebenfalls in
Mitleidenschaft gezogen wird dabei.
Das ist alles, Albert!
Mir ist es eigentlich egal, was "die meisten Deutschen" meinen.
Politiker müssen eine zweite Agenda haben. Ansonsten hätten wir in
Deutschenland längst wieder die Todesstrafe ("nur für besondere
Fälle...Kinderficker...bla bla"). Die Solidarität mit Israel und das
Existenzrecht Israels ist Staatsräson - basta! Womit ich mal wieder
eine
Lanze für die parlamentarische Demokratie gebrochen hätte
Post by Monika Förster
Post by Albert Fischer
Die Linke wies dergleichen umgehend zurück;
Natürlich, s.o.
Die soll auf Toilette gehen, die SED.

[...]


Shalom


Albert "Israel" Fischer
Jon J Panury
2011-07-11 17:59:43 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
[Fischer meets Förster]
Hallo Monika,
[...]
Post by Monika Förster
"Viele der so genannten Friedensaktivisten agitierten "obsessiv
einseitig gegen Israel".
Das allein begründet keinen Antisemitismusvorwurf.
Aber selbstverständlich tut es das. Welchen Grund könnte es sonst
geben,
ausgerechent Israel, dem freiesten, tolerantesten,
fortschrittlichsten, westlichsten, hedonistischten, säkularsten,
kurzum
geilsten Land, der einzigen Demokratie im Nahen Osten an den Karren zu
fahren und über den Iran und den ganzen Islamistenmüll drumherum zu
schweigen?
Den einfachsten Grund der Welt: Enttäuschte Liebe!
Iran & Co. waren nie was anderes als merkbefreit. Erledigte Fälle.

Aber Israel! Das schmerzt! Zumindest schmerzt es all jene, die sich
mal weißwunder was für Wunschdenken hingegeben hatten, kräftig
projiziert hatten.

[...]
Post by Albert Fischer
Post by Monika Förster
Wie sah die Kritik an Israel denn konkret aus?
"Kauft nicht beim Juden äääh ...Israel"
Das ist zwar dämlich, aber der Unterschied zwischen *israelisch* (also
aus Israel) und "beim Juden" ist hier, im Zusammenhang
"Antisemitismus", der berühmte "Unterschied ums Ganze"!
Post by Albert Fischer
Post by Monika Förster
2.
Warum sollen die drei Parlamentarier nicht ihrem Protest gegen den
israelischen Präsidenten durch Sitzenbleiben Ausdruck verleihen
dürfen? Ist das verboten? Was hat das mit "Antisemitismus" zu tun?
Ich kann mich nicht erinnern, dass diese Linken sich durch ähnliche
Geschmacklosigkeiten an anderer Stelle hervorgetan hätten: "Mit
Verlaub
Herr Präsident Sie sind ein Arschloch" oder so. Aber beim Juden werden
sie halt dreist... HSQMYP
Abwarten. Mal schaun, was beim Papstbesuch, insbesondere bei dessen
Rede vorm Parlament, passiert.
Post by Albert Fischer
Wer also dieses Land "boykottiert", versprüht IMHO originalen
Judenhass.
Es geht/ging nicht um einen generellen "Boykott Israels", sondern um
einen Protest gegen eine aktuelle Politik einer aktuellen israelischen
Regierung!
Alex Bollhagen
2011-07-12 20:54:43 UTC
Permalink
Post by Jon J Panury
Post by Albert Fischer
Post by Monika Förster
"Viele der so genannten Friedensaktivisten agitierten "obsessiv
einseitig gegen Israel".
Das allein begründet keinen Antisemitismusvorwurf.
Aber selbstverständlich tut es das. Welchen Grund könnte es sonst
geben,
ausgerechent Israel, dem freiesten, tolerantesten,
fortschrittlichsten, westlichsten, hedonistischten, säkularsten,
kurzum
geilsten Land, der einzigen Demokratie im Nahen Osten an den Karren zu
fahren und über den Iran und den ganzen Islamistenmüll drumherum zu
schweigen?
Den einfachsten Grund der Welt: Enttäuschte Liebe!
Macht Sinn. Teilweise. Andererseits gilt bei manchen Linken die einfache
Gleichung Israel=Juden=Zinseintreiber. Also die Inkarnation des
Kapitalismus schlechthin.

Korrekterweise sollte aber auch das ähnlich simple Strickmuster der sog.
"Antideutschen" nicht unerwähnt bleiben: Deutschland böse - Israel gut.

Insofern agieren die lautstarken Pro und Contra Fraktionen nicht minder
platt wie die realen Widerstreiter im Nahen Osten.
Post by Jon J Panury
Iran & Co. waren nie was anderes als merkbefreit. Erledigte Fälle.
Hoffentlich sieht das Allah ebenso und ruft seine Bagaluten zur Ordnung.

Alex
Albert Fischer
2011-07-13 19:05:07 UTC
Permalink
Alex Bollhagen <***@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag news:***@40tude.net


[Alle gegen Israel, warum?]
Post by Alex Bollhagen
Post by Jon J Panury
Den einfachsten Grund der Welt: Enttäuschte Liebe!
Macht Sinn. Teilweise. Andererseits gilt bei manchen Linken die
einfache Gleichung Israel=Juden=Zinseintreiber. Also die Inkarnation
des Kapitalismus schlechthin.
Genau. Zuviel Intellektualität wird ja wohl auch niemand unterstellen,
der dem peinlichen Ernst zwei Minuten beim Herauswackeln seiner
weinseligen Plattitüden zugehört hat. Der Typ ist ein simpler
Schulabbrecher, der außer dem Oxymoron "Betriebsratsarbeit" nichts in
seinem Leben gelernt hat. Gearbeitet hat der bis jetzt noch keine Tag in
seinem "Kraft-durch-Froide"-Leben. Ein echter Gewerkschaftler durch und
durch. "Der kann nichts, noch nicht einmal spielen" ist das Odeur seines
Mundgeruches, was seinem blöden Grinsen ständig entweicht.
Post by Alex Bollhagen
Korrekterweise sollte aber auch das ähnlich simple Strickmuster der
sog. "Antideutschen" nicht unerwähnt bleiben: Deutschland böse -
Israel gut.
Das offizielle Deutschland ist immer noch eines der besten Freunde
Israels. Darüber hinaus ist Deutschland, dabei bleibe ich, die
Legitimität am Tage entzogen, an dem Israel aufgehört hat, zu
existieren.


Shalom


Albert "Israel" Fischer
Alex Bollhagen
2011-07-13 21:41:02 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
Post by Alex Bollhagen
Korrekterweise sollte aber auch das ähnlich simple Strickmuster der
sog. "Antideutschen" nicht unerwähnt bleiben: Deutschland böse -
Israel gut.
Das offizielle Deutschland ist immer noch eines der besten Freunde
Israels. Darüber hinaus ist Deutschland, dabei bleibe ich, die
Legitimität am Tage entzogen, an dem Israel aufgehört hat, zu
existieren.
Egal was geschieht: ich bleibe legal. Darauf bestehe ich.

Sag an Adalbert, so ein klein wenig gerät dir die Solidarität aus der Spur?

Alex
Albert Fischer
2011-07-16 10:24:52 UTC
Permalink
Alex Bollhagen <***@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag news:***@40tude.net


Hallo Bollerwagen,
Post by Alex Bollhagen
Post by Albert Fischer
Post by Alex Bollhagen
Korrekterweise sollte aber auch das ähnlich simple Strickmuster der
sog. "Antideutschen" nicht unerwähnt bleiben: Deutschland böse -
Israel gut.
Das offizielle Deutschland ist immer noch eines der besten Freunde
Israels. Darüber hinaus ist Deutschland, dabei bleibe ich, die
Legitimität am Tage entzogen, an dem Israel aufgehört hat, zu
existieren.
Egal was geschieht: ich bleibe legal. Darauf bestehe ich.
Dir sagt der Begriff Befehlsnotstand etwas? Vorsicht: Das war jetzt ein
bisschen kurz, ist was zum Nachdenken.
Post by Alex Bollhagen
Sag an Adalbert, so ein klein wenig gerät dir die Solidarität aus der Spur?
Überhaupt nicht. Meine Spur führt nur nicht erneut nach Auschwitz. Es
gab den Holocaust, also gibt es Israel. Unter diesen Voraussetzungen ist
die Rehabilitierung Deutschlands möglich gewesen und gut gelungen. Wenn
Israel also deutsche Staatsräson ist, dann hören Deutschland und Israel
am gleichen Tage auf zu existieren.


Shalom


Albert "Israel" Fischer
Alex Bollhagen
2011-07-17 18:36:55 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
Hallo Bollerwagen,
Servus Adalbert,
Post by Albert Fischer
Post by Alex Bollhagen
Post by Albert Fischer
Das offizielle Deutschland ist immer noch eines der besten Freunde
Israels. Darüber hinaus ist Deutschland, dabei bleibe ich, die
Legitimität am Tage entzogen, an dem Israel aufgehört hat, zu
existieren.
Egal was geschieht: ich bleibe legal. Darauf bestehe ich.
Dir sagt der Begriff Befehlsnotstand etwas? Vorsicht: Das war jetzt ein
bisschen kurz, ist was zum Nachdenken.
Ich folge nur meinen eigenen Befehlsnotstand. Ist eine Lehre, die meine
Eltern aus dem 3. Reich gezogen haben.
Post by Albert Fischer
Post by Alex Bollhagen
Sag an Adalbert, so ein klein wenig gerät dir die Solidarität aus der Spur?
Überhaupt nicht. Meine Spur führt nur nicht erneut nach Auschwitz. Es
gab den Holocaust, also gibt es Israel. Unter diesen Voraussetzungen ist
die Rehabilitierung Deutschlands möglich gewesen und gut gelungen.
Nach den 60ern, wenn ich das mal schüchtern anmerken dürfte.
Post by Albert Fischer
Wenn
Israel also deutsche Staatsräson ist, dann hören Deutschland und Israel
am gleichen Tage auf zu existieren.
Mit der Gnade der späten Geburt gesegnet, kann ich mich sowohl mit der
Staatsräson anfreunden als auch den Israelis auf Augenhöhe begegnen. IOW:
Es gehört zu den parteilichen Tugenden, Freunde zu unterstützen als auch zu
kritisieren. Und dies bedeutet gleichzeitig, dass Solidarität nicht
grenzenlos sein kann. Manchmal müssen Freunde vor sich selbst geschützt
werden.
Post by Albert Fischer
Shalom
So taufte ich übrigens mein erstes Boot, was mir noch Anfang der 70er böse
Anfeindungen bescherte!

Alex
Monika Förster
2011-07-17 18:50:45 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
Überhaupt nicht. Meine Spur führt nur nicht erneut nach Auschwitz. Es
gab den Holocaust, also gibt es Israel. Unter diesen Voraussetzungen ist
die Rehabilitierung Deutschlands möglich gewesen und gut gelungen. Wenn
Israel also deutsche Staatsräson ist, dann hören Deutschland und Israel
am gleichen Tage auf zu existieren.
Hallo Albert,

Israel hätte es auch ohne den HC gegeben. Die Bestrebungen waren doch
schon vor dem Krieg längst im Gange. Der HC hat ihnen bloß einen
(nachvollziehbaren) Schub nach vorn versetzt.

Natürlich war die Akzeptanz deutscher Schuld an (nicht nur an diesem)
Völkermord und am WW2, der damit einhergehenden historischen
Verantwortung und entsprechender "Wiedergutmachungs-" bzw.
Reparationsleistungen eine weitere Voraussetzung für die Rehabilitierung
Deutschlands. Aber machen wir uns doch bitte nichts vor: Letztere war
vor allem ein Resultat des Kalten Krieges. Stichwort: Wiederbewaffnung
1955 (Bundeswehr West) bzw. 1956 (NVA Ost). Deutschland =
Nuklearwaffenbasis = Kanonenfutter. Besser aus Deutschland eine
Nuklearwüste machen als die Supermächte. So dachten die sich das damals
doch, oder macht jemand sich etwas anderes vor?

Selbstverständlich ist Israels Existenzberechtigung deutsche
Staatsräson. Sollte Israel allerdings aus Gründen untergehen, die
Deutschland nicht zu vertreten hat, sehe ich keinen Grund, weshalb wir
es ihm nachtun sollten. In diesem hoffentlich nie eintretenden Fall
sollte Deutschland aber soviele Israelis wie möglich aufnehmen und bei
sich einbürgern. Sofern die das wollen, versteht sich. Das wäre nicht
mal als humanitärer Akt aufzufassen, sondern für Deutschland ein echter
Gewinn: Die Neubürger könnten es zu neuer Blüte führen.

Meine Meinung... ich hoffe, daß letzteres auch deutsche Staatsräson ist.
Wenn ich recht entsinne, gibt es entsprechende Vorkehrungen im
Staatsbürgerschaftsrecht - gut so.
--
Liebe Grüße
Monika

"Die Küchenuhr" http://youtu.be/MHz64cRqhQs
"Sag Nein!" http://youtu.be/l8WapAIVhzY
(Wolfgang Borchert, +1947)
Hans
2011-07-17 19:06:41 UTC
Permalink
[.....]
Post by Monika Förster
Selbstverständlich ist Israels Existenzberechtigung deutsche
Staatsräson. Sollte Israel allerdings aus Gründen untergehen, die
Deutschland nicht zu vertreten hat, sehe ich keinen Grund, weshalb wir
es ihm nachtun sollten. In diesem hoffentlich nie eintretenden Fall
sollte Deutschland aber soviele Israelis wie möglich aufnehmen und bei
sich einbürgern. Sofern die das wollen, versteht sich. Das wäre nicht
mal als humanitärer Akt aufzufassen, sondern für Deutschland ein echter
Gewinn: Die Neubürger könnten es zu neuer Blüte führen.
Wenn Israel selbstverschuldet aufgrund des eigenen Größenwahns
untergehen sollte, hat Deutschland damit nichts zu tun.


[.....]


Hans
FritzS
2011-07-18 05:53:28 UTC
Permalink
Post by Hans
Wenn Israel selbstverschuldet aufgrund des eigenen Größenwahns
untergehen sollte, hat Deutschland damit nichts zu tun.
a) Wo ist denn Israel Größenwahnsinnig?
b) Wenn Israel in ernste Gefahr käme ,ausgelöscht zu werden, sollte
EUropa alles dran setzten das zu verhindern!
--
FritzS
Hammel-artige haben einen schräg-verzerrten Blickwinkel zur
heutigen, rasch wechselnden Realität.
Satire nicht ausgeschlossen ....
Hans
2011-07-18 09:46:08 UTC
Permalink
Post by FritzS
Post by Hans
Wenn Israel selbstverschuldet aufgrund des eigenen Größenwahns
untergehen sollte, hat Deutschland damit nichts zu tun.
a) Wo ist denn Israel Größenwahnsinnig?
Weil die Israeli sich als was besseres ansehen.
Post by FritzS
b) Wenn Israel in ernste Gefahr käme ,ausgelöscht zu werden, sollte
EUropa alles dran setzten das zu verhindern!
Finde ich nicht. Doch sehe ich diese Gefahr eh nicht.

Hans
Jon J Panury
2011-07-18 10:06:32 UTC
Permalink
Post by Hans
Post by FritzS
Post by Hans
Wenn Israel selbstverschuldet aufgrund des eigenen Größenwahns
untergehen sollte, hat Deutschland damit nichts zu tun.
a) Wo ist denn Israel Größenwahnsinnig?
Weil die Israeli sich als was besseres ansehen.
Ging's allein nach *dieser* Art "Größenwahn", wären so ziemlich alle
"Völker" Untergangskandidaten.

Und ich sage: Sie sind es tatsächlich!
Völker vergehen, Menschheit entsteht.
FritzS
2011-07-18 12:05:23 UTC
Permalink
Post by Hans
Post by FritzS
Post by Hans
Wenn Israel selbstverschuldet aufgrund des eigenen Größenwahns
untergehen sollte, hat Deutschland damit nichts zu tun.
a) Wo ist denn Israel Größenwahnsinnig?
Weil die Israeli sich als was besseres ansehen.
Wo ist der Beweis dafür, oder ist das nur eine Behauptung deinerseits?
Post by Hans
Post by FritzS
b) Wenn Israel in ernste Gefahr käme ,ausgelöscht zu werden, sollte
EUropa alles dran setzten das zu verhindern!
Finde ich nicht. Doch sehe ich diese Gefahr eh nicht.
Wenn Israel ernste Gefahr droht wird EUropa sicher Flagge zeigen!
--
FritzS
Hammel-artige haben einen schräg-verzerrten Blickwinkel zur
heutigen, rasch wechselnden Realität.
Satire nicht ausgeschlossen ....
Hans
2011-07-18 12:52:42 UTC
Permalink
Post by FritzS
Post by Hans
Post by FritzS
Post by Hans
Wenn Israel selbstverschuldet aufgrund des eigenen Größenwahns
untergehen sollte, hat Deutschland damit nichts zu tun.
a) Wo ist denn Israel Größenwahnsinnig?
Weil die Israeli sich als was besseres ansehen.
Wo ist der Beweis dafür, oder ist das nur eine Behauptung deinerseits?
Post by Hans
Post by FritzS
b) Wenn Israel in ernste Gefahr käme ,ausgelöscht zu werden, sollte
EUropa alles dran setzten das zu verhindern!
Finde ich nicht. Doch sehe ich diese Gefahr eh nicht.
Wenn Israel ernste Gefahr droht wird EUropa sicher Flagge zeigen!
500 Millionen (EU) zu knapp unter 8 Millionen (Israel) - ein
schlechtes Verhältnis.

Hans
FritzS
2011-07-18 13:12:49 UTC
Permalink
Post by Hans
Post by FritzS
Post by Hans
Post by FritzS
b) Wenn Israel in ernste Gefahr käme ,ausgelöscht zu werden, sollte
EUropa alles dran setzten das zu verhindern!
Finde ich nicht. Doch sehe ich diese Gefahr eh nicht.
Wenn Israel ernste Gefahr droht wird EUropa sicher Flagge zeigen!
500 Millionen (EU) zu knapp unter 8 Millionen (Israel) - ein
schlechtes Verhältnis.
Wie soll ich deine Antwort nun verstehen?
--
FritzS
Hammel-artige haben einen schräg-verzerrten Blickwinkel zur
heutigen, rasch wechselnden Realität.
Satire nicht ausgeschlossen ....
Hans
2011-07-18 13:54:08 UTC
Permalink
Post by FritzS
Post by Hans
Post by FritzS
Post by Monika Förster
Post by FritzS
b) Wenn Israel in ernste Gefahr käme ,ausgelöscht zu werden,
sollte
Post by FritzS
EUropa alles dran setzten das zu verhindern!
Finde ich nicht. Doch sehe ich diese Gefahr eh nicht.
Wenn Israel ernste Gefahr droht wird EUropa sicher Flagge zeigen!
500 Millionen (EU) zu knapp unter 8 Millionen (Israel) - ein
schlechtes Verhältnis.
Wie soll ich deine Antwort nun verstehen?
Wie ich es gemeint habe. Warum sollen sich 500 Millionen für
knapp unter 8 Millionen engagieren oder opfern?


Hans
FritzS
2011-07-18 14:21:32 UTC
Permalink
Post by Hans
Post by FritzS
Post by Hans
Post by FritzS
Post by Monika Förster
Post by FritzS
b) Wenn Israel in ernste Gefahr käme ,ausgelöscht zu werden,
sollte
Post by FritzS
EUropa alles dran setzten das zu verhindern!
Finde ich nicht. Doch sehe ich diese Gefahr eh nicht.
Wenn Israel ernste Gefahr droht wird EUropa sicher Flagge zeigen!
500 Millionen (EU) zu knapp unter 8 Millionen (Israel) - ein
schlechtes Verhältnis.
Wie soll ich deine Antwort nun verstehen?
Wie ich es gemeint habe. Warum sollen sich 500 Millionen für
knapp unter 8 Millionen engagieren oder opfern?
Sag mir einen vernünftigen Grund warum sich die EUropäer nicht
engagieren sollen wenn Israel in Gefahr ist!

Das wäre sogar eine Pflicht, nach all dem Leid (im Laufe der Geschichte)
was den Juden in Europa angetan wurde!

Lese meine Worte GENAU!
--
FritzS
Hammel-artige haben einen schräg-verzerrten Blickwinkel zur
heutigen, rasch wechselnden Realität.
Satire nicht ausgeschlossen ....
Hans
2011-07-18 15:01:26 UTC
Permalink
[.....]
Post by FritzS
Post by Hans
Post by FritzS
Post by Hans
500 Millionen (EU) zu knapp unter 8 Millionen (Israel) - ein
schlechtes Verhältnis.
Wie soll ich deine Antwort nun verstehen?
Wie ich es gemeint habe. Warum sollen sich 500 Millionen für
knapp unter 8 Millionen engagieren oder opfern?
Sag mir einen vernünftigen Grund warum sich die EUropäer nicht
engagieren sollen wenn Israel in Gefahr ist!
Das wäre sogar eine Pflicht, nach all dem Leid (im Laufe der Geschichte)
was den Juden in Europa angetan wurde!
Lese meine Worte GENAU!
Abgesehen davon, daß es "lies" und nicht "lese" heißt: Warum soll
aus dem den Juden angetanen Leid eine Pflicht entstehen? Es gibt
keine Erbschuld, keine Erbpflicht, keine Erbsünde.

Und ich traue den Israelis zu, sich auch weiterhin der Araber
erwehren zu können.

Hans

Monika Förster
2011-07-12 21:35:19 UTC
Permalink
Iran& Co. waren nie was anderes als merkbefreit.
Hallo Jon,

"Während der Regentschaft Schah Mohammad Reza Pahlavis waren die
Beziehungen zwischen dem Iran und Israel gut. Der Iran zählte zu den
_ersten_ Staaten, die Israels _Existenzrecht_ und Unabhängigkeit im Jahr
1948 _anerkannten_. Israel betrachtete im Nahostkonflikt den Iran als
Alliierten gegenüber den arabischen Staaten. Der Iran war neben Israel
auch mit den USA verbündet, was die Situation aus Sicht Israels
verbesserte. Die diplomatischen und insbesondere die
Wirtschaftsbeziehungen wurden im Lauf der Jahre stetig ausgebaut. Israel
unterhielt eine permanente Delegation in Teheran, welches die Funktionen
einer Botschaft ausübte.

Nach dem Sechstagekrieg versorgte der Iran Israel mit Öl. Israel baute
1968 die Eilat-Ashkelon Pipeline, durch die iranisches Öl nach Europa
gelangte. Im Iran arbeiteten zahlreiche israelische Baufirmen und
Ingenieure. Auch in Fragen der militärischen Ausrüstung gab es eine
Zusammenarbeit zwischen dem Iran und Israel. Ein Beispiel stellt das
1977 begonnene Projekt Flower dar, ein israelisch-iranisches Projekt zur
_Entwicklung_von_Mittelstreckenraketen_."

http://de.wikipedia.org/wiki/Verh%C3%A4ltnis_zwischen_Israel_und_Iran#Beziehungen_vor_der_Iranischen_Revolution

Wird dem Iran nicht genau _das_ heute vorgeworfen?

"Ebenso wie unsere Nachbarn identifizieren auch wir uns mit den
Millionen Iranern, die sich gegen Diktatur und Gewalt erheben. Genau wie
sie lehnen wir ein fanatisches Regime ab, das wider die Gründungsurkunde
der Vereinten Nationen handelt. Ein Regime, das Zerstörungsdrohungen
äußert, begleitet ist von Nukleareaktoren und Nuklearraketen und Terror
in seinem Land und in anderen Ländern aktiviert."
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=8075&Itemid=286


Und was Herrn Reza Pahlavi betrifft... man erinnert sich:
http://www.infopartisan.net/archive/1967/266784.html

Und dann war da noch diese Kleinigkeit:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46394375.html

"Tausende dieser vor allem linken, islamistischen oder
marxistisch-islamistischen Regimekritiker wurden verhaftet, verhört,
gefoltert und, wenn sie in Terroraktivitäten verwickelt waren, auch
hingerichtet. Amnesty International schätzte 1977 die Anzahl an
politisch inhaftierten Personen im Iran auf einige tausend."
http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Reza_Pahlavi#Opposition_und_Gewalt


Tolle Liaison. So gesehen trifft "merkbefreit" es tatsächlich.

Liebe Grüße,
Monika
--
Rede von Staatspräsident Shimon Peres im Deutschen Bundestag vom 27.01.2010
(1)
(2)
(3)
(4)
http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/peres/index.html
FritzS
2011-07-12 04:58:51 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
Wie sagte es einst der Chronist: "Je religiöser, desto scheißer".
Albert,
das kannst aber auch auf nationalistisch ausdehnen!
--
FritzS
Hammel-artige haben einen schräg-verzerrten Blickwinkel zur
heutigen, rasch wechselnden Realität.
Satire nicht ausgeschlossen ....
Monika Förster
2011-07-12 21:46:35 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
2.
Post by Monika Förster
Warum sollen die drei Parlamentarier nicht ihrem Protest gegen den
israelischen Präsidenten durch Sitzenbleiben Ausdruck verleihen
dürfen? Ist das verboten? Was hat das mit "Antisemitismus" zu tun?
Ich kann mich nicht erinnern, dass diese Linken sich durch ähnliche
Geschmacklosigkeiten an anderer Stelle hervorgetan hätten: "Mit
Verlaub
Herr Präsident Sie sind ein Arschloch" oder so. Aber beim Juden werden
sie halt dreist... HSQMYP
Zu den "Sitzenbleibern" noch folgendes:

"Erklärung von Sahra Wagenknecht

(...)

Ich habe am 27. Januar 2010 an der Gedenkfeier des Deutschen Bundestags
aus Anlass des 65. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz teilgenommen.

Zum Gedenken an die Opfer des Holocaust habe ich mich
_selbstverstaendlich_ von meinem Platz erhoben. Dass ich nach der Rede
von Shimon Peres _nicht_ an den _stehenden_Ovationen_ teilgenommen habe,
liegt darin begründet, dass ich einem _Staatsmann_, der selbst für Krieg
mitverantwortlich ist, einen solchen Respekt nicht zollen kann. Zudem
hat Peres mit der _Behauptung_, der Iran verfüge über Nuklearwaffen, in
seiner Rede die Unwahrheit verbreitet. Wie gefährlich solche Äußerungen
werden können, ist seit dem Krieg gegen den Irak bekannt.

Mein Verhalten bedeutet in keinster Weise, dass ich dem Anlass der Rede,
dem Gedenken an das von Deutschen verübte Verbrechen des Holocaust, den
Respekt versage.
_Vor_den_Opfern_der_Shoa_verneige_ich_mich_in_tiefer_Demut_.

Sahra Wagenknecht
01. Februar 2010

Quelle: http://www.sahra-wagenknecht.de

Wenn _das_ "Antisemitismus" begründen soll, fress' ich 'nen Besen.


Und was Frau Buchholz betrifft:

Ich klatsche nicht für ideologische Kriegsvorbereitungen - Erklärung
von Christine Buchholz

(...)

Wir haben am 27. Januar der Opfer des Holocaust gedacht. DIE LINKE. hat
den Gedenktag lange _eingefordert_ und ich bin froh, dass es ihn endlich
gibt. _Selbstverstaendlich_ habe ich an der Gedenkveranstaltung
teilgenommen und habe mich bei der Wuerdigung der _Opfer_erhoben_.

Am Ende von Schimon Peres' Rede bin ich allerdings _nicht_ aufgestanden.

Die _Unterstellung_ von Peres, der Iran wäre heute eine ebenso große
Bedrohung für die Welt und alle Juden wie Deutschland damals, ist
falsch. Ich weise jegliche Gleichsetzung des Irans mit Nazideutschland
zurück. Deutschland war die zweitmächtigste Industrienation und hatte
die größten Landstreitkräfte der Welt. Der Iran heute ist eine
zweitrangige Regionalmacht. Ebenso falsch ist die _Behauptung_ Peres',
der Iran hätte Atomraketen. Die hat der Iran unbestritten nicht.

Der Verweis von Peres' auf die Appeasement Politik der Westmächte bis
1939 ist somit völlig verfehlt und dient der ideologischen _Aufruestung_
für eine neue Runde von Kriegen im Nahen Osten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Parlamentspräsident Norbert Lammert
nutzten Peres' Besuch, um ein schärferes Vorgehen gegen den Iran zu
fordern. Das ist ein _Missbrauch_des_Holocaustgedenkens_ für aktuelle
außenpolitische Ziele der Bundesregierung. Ich begrüße die Proteste der
oppositionellen Demokratiebewegung im Iran, wende mich aber gegen
Einmischung oder gar Kriegsdrohungen des Westens.

Quelle: http://www.christinebuchholz.de



Ich wüßte zwar nicht, daß Herr Peres irgendwo besagten Nazivergleich
zwischen Iran und dem 3 Reich gezogen hätte... da muß die Frau sich
irjenswie verhört haben. Aber mit "Antisemitismus" hat ihr Sitzenbleiben
wenig zu tun. Im Gegenteil.


Wie wäre es mit etwas mehr Respekt vor einer anderen Haltung?


Liebe Grüße,
Monika
--
Rede von Staatspräsident Shimon Peres im Deutschen Bundestag vom 27.01.2010
http://youtu.be/kXr__iYF12M (1)
http://youtu.be/yES3irsnFSM (2)
http://youtu.be/1CnZ55kQd0c (3)
http://youtu.be/gHPsYPcO4k8 (4)
http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/peres/index.html
Monika Förster
2011-07-12 22:18:25 UTC
Permalink
Und die dritte im Bunde:

"Erklärung zur Rede von Shimon Peres im Bundestag am 27. Januar 2010

Am 27. Januar 2010 fand im Deutschen Bundestag eine Gedenkveranstaltung
aus Anlass des 65. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz durch die
Sowjetische Armee statt, an der ich teilgenommen habe.

_Selbstverstaendlich_ habe ich mich bei Beginn zum Gedenken an die Opfer
des Holocaust von meinem Platz _erhoben_.

Die Ausführungen zu den Verbrechen der Nazis und der deutschen
Bevölkerung an jüdischen Frauen, Männern und Kindern und zu dem Leid und
der Zerstörung, die Nazideutschland über unzählige Menschen gebracht
hat, haben mich tief bewegt. Niemals darf dieses entsetzliche Verbrechen
des deutschen Rassenwahns vergessen werden. Niemals darf sich dies
wiederholen.

Doch konnte ich die von Shimon Peres vorgetragenen _Teile_ seiner Rede
mit Bezug zum Iran nicht mit stehendem Beifall gut heißen. Grund dafür
ist, dass Shimon Peres seine Rede _zur_ideologischen_Vorbereitung_ auf
einen Krieg gegen den_Iran _genutzt_ hat. In seiner Rede hat Peres
_faelschlicherweise_ den Iran beschuldigt, im Besitz von Nuklearraketen
zu sein. Dazu kam eine Gleichsetzung des Irans mit Nazideutschland, die
ich für fatal halte. Angesichts der aktuellen politischen Lage sind
diese Äußerungen äußerst gefährlich. Sie erinnern an Vorgänge und
_Kriegslegitimationsversuche_, wie wir sie im Vorfeld des
völkerrechtswidrigen Feldzugs gegen den Irak erlebt haben.

Dass die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie auch der
italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi, sich jetzt diese
verbalen Kriegsvorbereitungen zu Eigen machen, steigert die Gefahr eines
neuen Krieges im Nahen und Mittleren Osten, der katastrophale und
unkalkulierbare Konsequenzen für die Gesamtregion hätte.

Sevim Dagdelen, 05.02.2010"

http://www.sevimdagdelen.de/de/article/1410.erklaerung_zur_rede_von_shimon_peres_im_bundestag_am_27_januar_2010.html


Irgendwie hatten die linken Damen es offenbar an den Ohren... ich höre
da immer noch keinen Nazideutschland-Iran-Vergleich. Sollte revidiert
werden, weil reichlich daneben. Aber Antisemitismus? Nä...

Liebe Grüße
Monika
--
Rede von Staatspräsident Shimon Peres im Deutschen Bundestag vom 27.01.2010
http://youtu.be/kXr__iYF12M (1)
http://youtu.be/yES3irsnFSM (2)
http://youtu.be/1CnZ55kQd0c (3)
http://youtu.be/gHPsYPcO4k8 (4)
http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/peres/index.html
Albert Fischer
2011-07-16 11:03:18 UTC
Permalink
Monika F�rster <***@gmail.com> schrieb im Newsbeitrag news:4e1cc0bd$0$6554$***@newsspool4.arcor-online.net


[SED <-> Antisemitismus]
Post by Monika Förster
Post by Albert Fischer
2.
Post by Monika Förster
Warum sollen die drei Parlamentarier nicht ihrem Protest gegen den
israelischen Präsidenten durch Sitzenbleiben Ausdruck verleihen
dürfen? Ist das verboten? Was hat das mit "Antisemitismus" zu tun?
Ich kann mich nicht erinnern, dass diese Linken sich durch ähnliche
Geschmacklosigkeiten an anderer Stelle hervorgetan hätten: "Mit
Verlaub
Herr Präsident Sie sind ein Arschloch" oder so. Aber beim Juden
werden sie halt dreist... HSQMYP
"Erklärung von Sahra Wagenknecht
[...]
Post by Monika Förster
Mein Verhalten bedeutet in keinster Weise, dass ich dem Anlass der
Rede, dem Gedenken an das von Deutschen verübte Verbrechen des
Holocaust, den Respekt versage.
_Vor_den_Opfern_der_Shoa_verneige_ich_mich_in_tiefer_Demut_.
Offensichtlich gehört ein alter polnischer Jude, der _alle_ damals
bei
seiner Auswanderung in Polen zurückgelassenen Familienmitglieder qua
Shoah verloren haben dürfte, nicht dazu. Wie formulierte Broder es so
treffend. Die Antisemiten in der SED haben keine Problem mit toten
Juden. Mit noch lebenden schon.
Post by Monika Förster
Wenn _das_ "Antisemitismus" begründen soll, fress' ich 'nen Besen.
Guten Appetit, Monika!
Post by Monika Förster
Ich klatsche nicht für ideologische Kriegsvorbereitungen - Erklärung
von Christine Buchholz
Ach ja, die hübsche Linke. Das ist ja schon fast ein Oxymoron.

[...]
Post by Monika Förster
Die _Unterstellung_ von Peres, der Iran wäre heute eine ebenso große
Bedrohung für die Welt und alle Juden wie Deutschland damals, ist
falsch.
Das ist insofern antisemitisch, als hier eine Binsenweisheit frech
zynisch als falsche Unterstellung untergeschoben wird. Das ist ebenso
antisemitisch, wie wenn sie sagen würde: "Sie Herr Peres, stellen
sich
hier hin und behaupten, 2 x 2 wäre 4!". Der Jude behauptet, er wäre
in
Gefahr, hö hö. Wie kommt er nur darauf, wo er doch bloß von
Antisemitismus umgeben ist. Ab sofort: /Antisemitine Buchholz/
Post by Monika Förster
Ich weise jegliche Gleichsetzung des Irans mit Nazideutschland
zurück.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Parlamentspräsident Norbert Lammert
nutzten Peres' Besuch, um ein schärferes Vorgehen gegen den Iran zu
fordern. Das ist ein _Missbrauch_des_Holocaustgedenkens_ für aktuelle
außenpolitische Ziele der Bundesregierung.
Aaaah, das Argument der "Holocaustkeule", was wir ja schon vom
Antisemiten Walser kennen.
Post by Monika Förster
Ich begrüße die Proteste
der oppositionellen Demokratiebewegung im Iran,
obwohl diese allen Zielen der SED zuwiderläuft.
Post by Monika Förster
wende mich aber gegen
Einmischung oder gar Kriegsdrohungen des Westens.
Na, das kennen wir ja wieder von Honni & Co.
Post by Monika Förster
Ich wüßte zwar nicht, daß Herr Peres irgendwo besagten Nazivergleich
zwischen Iran und dem 3 Reich gezogen hätte... da muß die Frau sich
irjenswie verhört haben. Aber mit "Antisemitismus" hat ihr
Sitzenbleiben wenig zu tun. Im Gegenteil.
Guten Appetit, Monika...
Post by Monika Förster
Wie wäre es mit etwas mehr Respekt vor einer anderen Haltung?
Die SED ist keine Haltung, die SED ist Gesinnung.


Shalom


Albert "Israel" Fischer
Frank Bügel
2011-07-16 11:22:59 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
Post by Monika Förster
Mein Verhalten bedeutet in keinster Weise, dass ich dem Anlass der
Rede, dem Gedenken an das von Deutschen verübte Verbrechen des
Holocaust, den Respekt versage.
_Vor_den_Opfern_der_Shoa_verneige_ich_mich_in_tiefer_Demut_.
Offensichtlich gehört ein alter polnischer Jude, der _alle_ damals
bei seiner Auswanderung in Polen zurückgelassenen Familienmitglieder qua
Shoah verloren haben dürfte, nicht dazu.
Richtig. Wie könnte er denn auch als ausgewanderter Zionist ein "Opfer der
Shoa" sein, vor dem man sich "in tiefer Demut" zu verneigen hätte?

Manchmal noch bewahrst Du Dir trotz aller Beschnittenheit im Geiste doch
noch "den Durchblick". Oder glaubst Du doch an "Seelenwanderung", zumindest
in der Verwandschaft?

Frank
--
"Jude sein bedeutet, Holocaust zu träumen, Holocaust zu leben und
Holocaust zu sterben, ohne selbst dort gewesen zu sein." (Zipora Livni,
Tochter eines zionistischen Terroristen, isralische Außenministerin,
Berlin, 28.08.2006)
Ulrich Heymach
2011-07-16 13:08:58 UTC
Permalink
Am 16.07.2011 13:22, verbrach Frank Bügel auf die Äusserungen Albert
Post by Frank Bügel
Offensichtlich gehört ein alter polnischer Jude, der_alle_ damals
Post by Albert Fischer
bei seiner Auswanderung in Polen zurückgelassenen Familienmitglieder qua
Shoah verloren haben dürfte, nicht dazu.>
folgendes:

Richtig. Wie könnte er denn auch als ausgewanderter Zionist ein "Opfer der
Post by Frank Bügel
Shoa" sein, vor dem man sich "in tiefer Demut" zu verneigen hätte?
Da braucht man nichts zu sagen. Da braucht man nur denen, die da
gemeint sind und denen, die es angeht mitzuteilen, was er da macht.
Jon J Panury
2011-07-16 16:12:58 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Post by Albert Fischer
Post by Monika Förster
Mein Verhalten bedeutet in keinster Weise, dass ich dem Anlass der
Rede, dem Gedenken an das von Deutschen verübte Verbrechen des
Holocaust, den Respekt versage.
_Vor_den_Opfern_der_Shoa_verneige_ich_mich_in_tiefer_Demut_.
Offensichtlich gehört ein alter polnischer Jude, der _alle_ damals
bei seiner Auswanderung in Polen zurückgelassenen Familienmitglieder qua
Shoah verloren haben dürfte, nicht dazu.
Richtig. Wie könnte er denn auch als ausgewanderter Zionist ein "Opfer der
Shoa" sein, vor dem man sich "in tiefer Demut" zu verneigen hätte?
Da kommst Du dir nun ganz spitzfindig-schlau vor, ja?

Nun aber siehe: Im Begriff "Opfer" ist mehr enthalten als just
*Todes*opfer!
Drum ist einer, der selbst nicht ermordet wurde, wohl aber seine ganze
Familie, und der entrechtet und erniedrigt wurde, sehr wohl *auch*
Opfer der Shoah!

Daran hast Du nicht gedacht bei deiner oberpfiffigen Replik,
Nazikleiderhalterchen!
Monika Förster
2011-07-16 13:01:19 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
Post by Monika Förster
"Erklärung von Sahra Wagenknecht
[...]
Post by Monika Förster
Mein Verhalten bedeutet in keinster Weise, dass ich dem Anlass der
Rede, dem Gedenken an das von Deutschen verübte Verbrechen des
Holocaust, den Respekt versage.
_Vor_den_Opfern_der_Shoa_verneige_ich_mich_in_tiefer_Demut_.
Offensichtlich gehört ein alter polnischer Jude, der _alle_ damals
bei
seiner Auswanderung in Polen zurückgelassenen Familienmitglieder qua
Shoah verloren haben dürfte, nicht dazu. Wie formulierte Broder es so
treffend. Die Antisemiten in der SED haben keine Problem mit toten
Juden. Mit noch lebenden schon.
Hallo Albert,

alle drei PDS-Abgeordneten hatten sich zu Beginn von Peres Rede, als es
umd die Würdigung der HC-Opfer ging, von ihren Sitzen _erhoben_ .

Daß sie es am Ende nicht nochmal taten, lag am Redeinhalt und richtete
sich nicht gegen Herrn Peres als Person, oder die HC-Opfer. Das haben
auch alle drei nachträglich klar bestätigt.

Mehr gibt es dazu aus meiner Sicht nicht zu sagen.
Post by Albert Fischer
Post by Monika Förster
Ich klatsche nicht für ideologische Kriegsvorbereitungen - Erklärung
von Christine Buchholz
Ach ja, die hübsche Linke. Das ist ja schon fast ein Oxymoron.
Hier erschließt sich mir nicht ganz, worauf Du inhaltlich konkret
hinauswillst.
Post by Albert Fischer
Post by Monika Förster
Die _Unterstellung_ von Peres, der Iran wäre heute eine ebenso große
Bedrohung für die Welt und alle Juden wie Deutschland damals, ist
falsch.
Das ist insofern antisemitisch, als hier eine Binsenweisheit frech
zynisch als falsche Unterstellung untergeschoben wird. Das ist ebenso
antisemitisch, wie wenn sie sagen würde: "Sie Herr Peres, stellen
sich
hier hin und behaupten, 2 x 2 wäre 4!". Der Jude behauptet, er wäre
in
Gefahr, hö hö. Wie kommt er nur darauf, wo er doch bloß von
Antisemitismus umgeben ist. Ab sofort: /Antisemitine Buchholz
Das war nicht antisemitisch, sondern schlicht falsch. Denn Herr Peres
hatte diesen Vergleich gar nicht gezogen. Keine Ahnung, was Frau
Buchholz da geritten hat. Vielleicht hat sie nicht richtig zugehört,
vielleicht hat sie etwas falsch verstanden oder überinterpretiert (also
etwas herausgehört, was sie vorurteilsbeladen heraushören wollte, obwohl
Herr Peres ihr den Gefallen gar nicht tat). Das kann sie mit ihrem
Püschologen klären.

Sie sollte das zurücknehmen, was sie Herrn Peres unterstellt hat, also
diesen Nazivergleich. Hat sie das getan? Wäre meines Erachtens angebracht.

Für "antisemitisch" halte ich ihr Verhalten trotzdem nicht. Die Reaktion
darauf wirkt hingegen wie ritualisierte Paranoia.
Post by Albert Fischer
Post by Monika Förster
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Parlamentspräsident Norbert Lammert
nutzten Peres' Besuch, um ein schärferes Vorgehen gegen den Iran zu
fordern. Das ist ein _Missbrauch_des_Holocaustgedenkens_ für aktuelle
außenpolitische Ziele der Bundesregierung.
Aaaah, das Argument der "Holocaustkeule", was wir ja schon vom
Antisemiten Walser kennen.
Nein, das Argument ist berechtigt und hat mit "HC-Keule" nichts zu tun.
In einer Rede, die dem HC-Gedenken gewidmet ist, haben außenpolitische
Seitenhiebe nichts zu suchen.

Ich würde mich auch ärgern, wenn jemand dasselbe am Volkstrauertag in
einer Rede für die deutschen Kriegstoten getan hätte. Sehr sogar.

Meine Meinung.
Post by Albert Fischer
obwohl diese allen Zielen der SED zuwiderläuft.
Na, das kennen wir ja wieder von Honni& Co.
Die SED ist keine Haltung, die SED ist Gesinnung.
Die SED existiert übrigens nicht mehr.

Ich finde Deine Wortwahl ungefähr so sinnstiftend, wie die von gewissen
Leuten hier, wenn sie Österreich als "Ostmark" und Juden als "Mischpoke"
bezeichnen.

Einnehmend ist das nicht, überzeugend schon gleich gar nicht.
Post by Albert Fischer
Shalom
Pax vobiscum, "Brieffreund". Und ein angenehmes Wochenende.

Liebe Grüße
Monika
--
"Das Schlimmste, das ich kenne, ist Untertänigkeit oder der Wunsch, sich
unbedingt zu unterwerfen, dieses Mitmachen, Mitlaufen, Mitsingen,
Mitmarschieren und dabei noch in eine peinliche Euphorie verfallen."
(Heinrich Böll)
Ulrich Heymach
2011-07-12 23:48:38 UTC
Permalink
Post by Monika Förster
Ich wüßte zwar nicht, daß Herr Peres irgendwo besagten Nazivergleich
zwischen Iran und dem 3 Reich gezogen hätte... da muß die Frau sich
irjenswie verhört haben.
ach so, man hat sich da "verhört"
Also, ich würde den Besen nicht fressen.
Sowas schmeckt doch nicht.
Albert Fischer
2011-07-16 10:54:30 UTC
Permalink
Monika F�rster <***@gmail.com> schrieb im Newsbeitrag news:4e1cc0bd$0$6554$***@newsspool4.arcor-online.net


[SED <-> Antisemitismus]
Post by Monika Förster
Post by Albert Fischer
2.
Post by Monika Förster
Warum sollen die drei Parlamentarier nicht ihrem Protest gegen den
israelischen Präsidenten durch Sitzenbleiben Ausdruck verleihen
dürfen? Ist das verboten? Was hat das mit "Antisemitismus" zu tun?
Ich kann mich nicht erinnern, dass diese Linken sich durch ähnliche
Geschmacklosigkeiten an anderer Stelle hervorgetan hätten: "Mit
Verlaub
Herr Präsident Sie sind ein Arschloch" oder so. Aber beim Juden
werden sie halt dreist... HSQMYP
"Erklärung von Sahra Wagenknecht
[...]
Post by Monika Förster
Mein Verhalten bedeutet in keinster Weise, dass ich dem Anlass der
Rede, dem Gedenken an das von Deutschen verübte Verbrechen des
Holocaust, den Respekt versage.
_Vor_den_Opfern_der_Shoa_verneige_ich_mich_in_tiefer_Demut_.
Offensichtlich gehört ein alter polnischer Jude, der _alle_ damals
bei
seiner Auswanderung in Polen zurückgelassenen Familienmitglieder qua
Shoah verloren haben dürfte, nicht dazu. Wie formulierte Broder es so
treffend. Die Antisemiten in der SED haben keine Problem mit toten
Juden. Mit noch lebenden schon.
Post by Monika Förster
Wenn _das_ "Antisemitismus" begründen soll, fress' ich 'nen Besen.
Guten Appetit, Monika!
Post by Monika Förster
Ich klatsche nicht für ideologische Kriegsvorbereitungen - Erklärung
von Christine Buchholz
Ach ja, die hübsche Linke. Das ist ja schon fast ein Oxymoron.

[...]
Post by Monika Förster
Die _Unterstellung_ von Peres, der Iran wäre heute eine ebenso große
Bedrohung für die Welt und alle Juden wie Deutschland damals, ist
falsch.
Das ist insofern antisemitisch, als hier eine Binsenweisheit frech
zynisch als falsche Unterstellung untergeschoben wird. Das ist ebenso
antisemitisch, wie wenn sie sagen würde: "Sie Herr Peres, stellen
sich
hier hin und behaupten, 2 x 2 wäre 4!". Der Jude behauptet, er wäre
in
Gefahr, hö hö. Wie kommt er nur darauf, wo er doch bloß von
Antisemitismus umgeben ist. Ab sofort: /Antisemitine Buchholz/
Post by Monika Förster
Ich weise jegliche Gleichsetzung des Irans mit Nazideutschland
zurück.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Parlamentspräsident Norbert Lammert
nutzten Peres' Besuch, um ein schärferes Vorgehen gegen den Iran zu
fordern. Das ist ein _Missbrauch_des_Holocaustgedenkens_ für aktuelle
außenpolitische Ziele der Bundesregierung.
Aaaah, das Argument der "Holocaustkeule", was wir ja schon vom
Antisemiten Walser kennen.
Post by Monika Förster
Ich begrüße die Proteste
der oppositionellen Demokratiebewegung im Iran,
obwohl diese allen Zielen der SED zuwiderläuft.
Post by Monika Förster
wende mich aber gegen
Einmischung oder gar Kriegsdrohungen des Westens.
Na, das kennen wir ja wieder von Honni & Co.
Post by Monika Förster
Ich wüßte zwar nicht, daß Herr Peres irgendwo besagten Nazivergleich
zwischen Iran und dem 3 Reich gezogen hätte... da muß die Frau sich
irjenswie verhört haben. Aber mit "Antisemitismus" hat ihr
Sitzenbleiben wenig zu tun. Im Gegenteil.
Guten Appetit, Monika...
Post by Monika Förster
Wie wäre es mit etwas mehr Respekt vor einer anderen Haltung?
Die SED ist keine Haltung, die SED ist Gesinnung.


Shalom


Albert "Israel" Fischer
--
/Sauce Hollondaise soll ausgezeichnet dazu schmecken... /
Lars Bräsicke
2011-07-10 18:28:54 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
Er unterstellt damit Graumann, sich für etwas besseres zu halten, der
sich doch nicht mit Parteipolitik abgeben müsse. Ansonsten macht dieser
Satz logisch keinen Sinn, denn Graumann hat sich nie in dieser Art
geäußert ("ihr da unten in der Politik, wir der große Zentralrat").
Reg dich nicht so albern künstlich auf.
"Niederungen der Parteipolitik" ist eine häufig verwendete Formulierung.
Albert Fischer
2011-07-11 17:17:46 UTC
Permalink
Post by Lars Bräsicke
Post by Albert Fischer
Er unterstellt damit Graumann, sich für etwas besseres zu halten, der
sich doch nicht mit Parteipolitik abgeben müsse. Ansonsten macht
dieser Satz logisch keinen Sinn, denn Graumann hat sich nie in
dieser Art geäußert ("ihr da unten in der Politik, wir der große
Zentralrat").
Reg dich nicht so albern künstlich auf.
"Niederungen der Parteipolitik" ist eine häufig verwendete
Formulierung.
Yo...

Wir googeln nach ""Niederungen der Parteipolitik" -Ernst": 2.070 hits
Wir googeln nach "Niederungen der Parteipolitik": 14.500 hits

Askla?


Shalom


Albert "Israel" Fischer
Lars Bräsicke
2011-07-11 19:20:37 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
Post by Lars Bräsicke
Post by Albert Fischer
Er unterstellt damit Graumann, sich für etwas besseres zu halten, der
sich doch nicht mit Parteipolitik abgeben müsse. Ansonsten macht
dieser Satz logisch keinen Sinn, denn Graumann hat sich nie in
dieser Art geäußert ("ihr da unten in der Politik, wir der große
Zentralrat").
Reg dich nicht so albern künstlich auf.
"Niederungen der Parteipolitik" ist eine häufig verwendete
Formulierung.
Yo...
Wir googeln nach ""Niederungen der Parteipolitik" -Ernst": 2.070 hits
Wir googeln nach "Niederungen der Parteipolitik": 14.500 hits
Askla?
Wat? So oft benutzt das Ernstl das?
Erstaunlich!
mucky
2011-07-11 18:16:42 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
Geh kacken Ernst, eure SED war antisemitisch, ist antisemitisch,
arbeitet dran, statt hier rumzunölen.
Im Original geht das aber anders, im Ansatz etwa:

"Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See,
mine Fru, de Ilsebill, will nich so, as ick wol will." Dor kem
de Butt answemmen un sä: "Na, wat will se denn?" "Ach," sä de
Mann, "ick harr di doch fungen hatt, nu sä min Fru, ick harr mi
doch wat wünschen schullt. Se mak nich mehr in'n Pißputt waanen,
se wull geern 'ne Hütt." "Gah man hen," sä de Butt, "se hett se all."
Gebrüder Grimm
Albert Fischer
2011-07-11 19:24:57 UTC
Permalink
Post by mucky
Post by Albert Fischer
Geh kacken Ernst, eure SED war antisemitisch, ist antisemitisch,
arbeitet dran, statt hier rumzunölen.
"Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See,
mine Fru, de Ilsebill, will nich so, as ick wol will." Dor kem
de Butt answemmen un sä: "Na, wat will se denn?" "Ach," sä de
Mann, "ick harr di doch fungen hatt, nu sä min Fru, ick harr mi
doch wat wünschen schullt. Se mak nich mehr in'n Pißputt waanen,
se wull geern 'ne Hütt." "Gah man hen," sä de Butt, "se hett se all."
Gebrüder Grimm
Ein Schluchtenkacker vergreift sich an deutschen Mundarten, wo im
Gegensatz zu dem Schmäh, den er bei sich zu Hause, wo die Sonne nie ins
Tal reinscheint, spricht, das Postfix "Art" auch gerechtfertigt ist.

Des weiteren ist wohl gerade in China ein Sack Reis umgefallen.

Was gibt es sonst neues, Schluchti?
Vielleicht mal zum Thema?


Shalom


Albert "Israel" Fischer
Werner Sondermann
2011-07-11 19:41:17 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
[...]
Was gibt es sonst neues, Schluchti?
Vielleicht mal zum Thema?
Dietmar Wischmeyer könnte Dir gefallen:


w.
mucky
2011-07-11 20:49:48 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
Ein Schluchtenkacker vergreift sich an deutschen Mundarten, wo im
Gegensatz zu dem Schmäh, den er bei sich zu Hause, wo die Sonne nie ins
Tal reinscheint, spricht, das Postfix "Art" auch gerechtfertigt ist.
Des weiteren ist wohl gerade in China ein Sack Reis umgefallen.
Jo, die Welt des "Chronisten funktioniert nur mit Buttje. :))
Post by Albert Fischer
Was gibt es sonst neues, Schluchti?
Vielleicht mal zum Thema?
Ersteres ist mir zu wenig bekannt. Letzteres wäre einem Porsche
möglicher weise mit einem Programm ein zu hauchen.
Wie stark war die letzte Sprotte?

g
Alex Bollhagen
2011-07-12 20:56:13 UTC
Permalink
Post by Albert Fischer
Post by mucky
Post by Albert Fischer
Geh kacken Ernst, eure SED war antisemitisch, ist antisemitisch,
arbeitet dran, statt hier rumzunölen.
"Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See,
mine Fru, de Ilsebill, will nich so, as ick wol will." Dor kem
de Butt answemmen un sä: "Na, wat will se denn?" "Ach," sä de
Mann, "ick harr di doch fungen hatt, nu sä min Fru, ick harr mi
doch wat wünschen schullt. Se mak nich mehr in'n Pißputt waanen,
se wull geern 'ne Hütt." "Gah man hen," sä de Butt, "se hett se all."
Gebrüder Grimm
Ein Schluchtenkacker vergreift sich an deutschen Mundarten,
Dieser Dandy ist Ösi? Echt?

Alex
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