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Fahrverbote: Im Umland von Köln dürfte das ein Chaos auslösen
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Jens Hocke
2018-11-08 22:12:45 UTC
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Es wird spannend, wie das bis September 2019 umgesetzt wird.

Die ganzen LKW haben jetzt schon Probleme über den Rhein zu kommen.

Die Brücke in Duisburg wird für LKW gesperrt, die in Düsseldorf gehen
mitten durch die Stadt und auch da sind Fahrverbote geplant. Die
Leverkusener Brücke ist ebenso wie die Kölner Zoobrücke und die Deutzer
Brücke für LKW und viele Lieferwagen nicht befahrbar. Nun fällt auch
noch die Mülheimer Brücke weg, weil der schon jetzt überlastete
Clevische Ring in der Umweltzone liegt.

Aller Lieferverkehr vom Rechtsrheinischen ins Linksrheinische, muss dann
südlich des Ruhrgebiets über die ebenfalls geschädigte Rodenkirchener
Brücke oder durch Bonn. Da steigt dann die Belastung ebenfalls und
produziert neue Fahrverbote.

Der Kölner Großmarkt liegt auch mitten in der Umweltzone und hat keine
Anbindung an eine Transitstrecke.

Wenn das wirklich so wie vom Gericht beschlossen umgesetzt wird, dürften
die Preise für Büro- und Gewerbeimmobilien sowie Ladenlokale in Zentrum
und im Westen von Köln deutlich fallen.

Ein Großteil der Pendler dürfte sich ebenfalls mittelfristig entweder
einen neues Auto oder einen neuen Job suchen.

Immerhin dürften gut 40% aller PKW und geschätzte 85% der LKW und
Lieferwagen von dieser Maßnahme betroffen sein.

Jens
J.Malberg
2018-11-08 22:24:09 UTC
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Das Problem lässt sich einfach lösen!

Scheiß auf EU und die Grenzwerte anpassen und der Drops ist gelutscht.

Und mit einer kleinen Steuerprüfung ist das Problem mit der DUH aka. Toyota Absatzhilfe auch gelöst.
F. W.
2018-11-09 06:32:02 UTC
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Post by Jens Hocke
Es wird spannend, wie das bis September 2019 umgesetzt wird.
Die ganzen LKW haben jetzt schon Probleme über den Rhein zu kommen.
Das hindert sie nicht daran, es jede Stunde zu versuchen. Zum Glück hat
die Polizei inzwischen eine intelligente Ampelanlage installiert, die
den Verkehr trotz der Deppen nicht groß aufhält.
Post by Jens Hocke
Die Brücke in Duisburg wird für LKW gesperrt, die in Düsseldorf gehen
mitten durch die Stadt und auch da sind Fahrverbote geplant. Die
Leverkusener Brücke ist ebenso wie die Kölner Zoobrücke und die Deutzer
Brücke für LKW und viele Lieferwagen nicht befahrbar. Nun fällt auch
noch die Mülheimer Brücke weg, weil der schon jetzt überlastete
Clevische Ring in der Umweltzone liegt.
Ist das so beschlossen?
Post by Jens Hocke
Aller Lieferverkehr vom Rechtsrheinischen ins Linksrheinische, muss dann
südlich des Ruhrgebiets über die ebenfalls geschädigte Rodenkirchener
Brücke oder durch Bonn. Da steigt dann die Belastung ebenfalls und
produziert neue Fahrverbote.
Ich frage mich, ob eine Brücke wirklich eine Umweltzone sein kann.
Brücken hängen in der Luft und dürften nicht mal Parfum lange behalten
können. Ferner sind alle Autobahnen von den Umweltzonen bekanntlich
ausgeschlossen. Vielleicht gilt das ja für Fahrverbotszonen auch.
Post by Jens Hocke
Der Kölner Großmarkt liegt auch mitten in der Umweltzone und hat keine
Anbindung an eine Transitstrecke.
Gut, den Großmarkt gibt es schon sechzig Jahre. Da ist das Problem
vermutlich an ihn herangewachsen. Da hätte man früher schon aus anderen
Gründen handeln können.

Leider muss immer erst etwas passieren, bevor etwas passiert. Das liegt
daran, dass wir seit Schröder nur noch Wirtschaftspolitik machen und
keine andere Politik mehr.
Post by Jens Hocke
Wenn das wirklich so wie vom Gericht beschlossen umgesetzt wird, dürften
die Preise für Büro- und Gewerbeimmobilien sowie Ladenlokale in Zentrum
und im Westen von Köln deutlich fallen.
Die werden sowieso fallen. Aber nicht wegen DUH sondern wegen DHL :-)

Wer nimmt denn morgens so viel Stechapfeltee zu sich, dass er in der
Kölner Innenstadt mit dem Auto einkaufen fährt? Das machen wir schon
seit den Achtziger Jahren nicht mehr ohne S-Bahn und seit etwa 2009 nur
noch per Amazon.

Sechsunddreißig Ampeln und dreißig Minuten Parkplatzssuche in Verbindung
mit 15,00 € Parkgebühren

sind eben gegen das

gemütliche Klicken auf dem Sofa in Wohlfühlklamotten sonntagnachmittags
bei einer Tasse Kaffee

keine Alternative.

Deshalb wird die Innenstadt aussterben, wenn alles so weitergeht. Ob mit
oder ohne Fahrverbote.
Post by Jens Hocke
Ein Großteil der Pendler dürfte sich ebenfalls mittelfristig entweder
einen neues Auto oder einen neuen Job suchen.
Hier fahren sehr, sehr viele neue Autos sehr schnell herum. Hier wohnen
reiche Leute. Ein neues Modell deutscher Marken wird hier schnell und
oft gesichtet. Die Nachbarschaft steht voller neuer Autos. Mit meinem
Euro 4-Zafira bin ich hier ein echtes Original.

Inzwischen spricht man mich auf den morgendlichen Start meines Diesels
an. Man ist nicht mehr gewohnt, dass Diesel Krach machen. Dabei ist der
Wagen gerade mal 12 Jahre alt. Zum Glück kann ich das mit der
Standheizung ein wenig eindämmen.
Post by Jens Hocke
Immerhin dürften gut 40% aller PKW und geschätzte 85% der LKW und
Lieferwagen von dieser Maßnahme betroffen sein.
Nee, geschätzt nicht.

Bei den LKW weiß ich es nicht. Kommerzieller, gewinnorientierter Verkehr
sollte eigentlich besser planen können. Geld ist ja vorhanden.

Wenn sie mir verbieten, in die Kölner Innenstadt zu fahren, werde ich
nichts bemerken. Da fahre ich sowieso nie hin. Verbieten sie die
Durchfahrt von Leverkusen, fahre ich eben über das Bergische Land auf
die A1.

Ich muss mich also kaum einschränken. Meine Sorgen halten sich daher in
Grenzen und beim Autohändler war ich auch noch nicht.

"Billige Diesel" habe ich hier übrigens auch noch nicht gesichtet. Autos
sind im Rheinland nach wie vor ziemlich teuer.

FW
Siegfrid Breuer
2018-11-09 13:49:00 UTC
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Post by F. W.
Ich frage mich, ob eine Brücke wirklich eine Umweltzone sein kann.
Zumal, wenn die groessten Dreckschleudern munter drunter herfahren.
--
Post by F. W.
(PATSCH-an-die-Stirn-klatsch) - richtig, das hatte ich glatt vergessen.
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[Ottmar Ohlemacher in <1osceep3uovn$***@40tude.net>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
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