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Grün und verroht
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Manfred
2021-10-13 13:04:24 UTC
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Vera Lengsfeld
Grün und verroht

Sarah-Lee Heinrich steht stellvertretend für eine narzisstische
junge Generation mit Migrationshintergrund, der man bisher alles
hat durchgehen lassen. So auch ihre Hassfantasien. Doch manche
grüne Altvorderen sind nicht besser. Ein kleiner Rückblick.

Seit Frau Heinrich zur Sprecherin der Grünen Jugend gewählt
wurde, wird heftig über ihre rassistischen, homophoben, mit
Mordphantasien durchsetzten Tweets diskutiert, die sie als
Teenager abgesetzt hat. Die Haltungsmedien schweigen be-
schwichtigend und publizieren vor allem die Statements
der Parteifreunde. Zusammenfassend wird erklärt, Ausfällig-
keiten eines Teenagers könne man niemandem vorwerfen. Mit
der Haltung der Grünen insgesamt hätte das nichts zu tun.

Der „Spiegel“ geht sogar noch weiter.

Er behauptet in einem Artikel, an den Tweets der Sarah-Lee Hein-
rich sei die Gesellschaft schuld. Damit hat er nicht ganz unrecht,
aber anders als er denkt. „Die Empörung kommt zu spät“, titelte
das einstige Sturmgeschütz der Demokratie, das heute vor allem
devoten Haltungsjournalismus liefert.

Falsch. Es ist schon elf Jahre her, dass die Berliner Jugend-
richterin und Autorin Kirsten Heisig unter zweifelhaften Um-
ständen aus dem Leben schied. In den Jahren zuvor hatte sie
vehement auf das Problem der verbalen Verrohung und der per-
manenten Gewalttätigkeit an den Berliner Schulen aufmerksam
gemacht. Sie hat leidenschaftlich dafür gekämpft, dass jugend-
liche Straftäter zeitnah zur Rechenschaft gezogen werden.

In ihren Büchern kann man nachlesen, was schon in den Nuller-
jahren gern unter den Teppich gekehrt wurde: Rassismus, Sexismus,
Homophobie und Antisemitismus von Kindern und Jugendlichen mit
Migrationshintergrund. Jetzt ist die Generation, die Heisig
beschrieben hat, erwachsen, und wenig deutet darauf hin,
dass sie weniger radikal geworden ist.

Feige weggeduckt

Der „Spiegel“ behauptet: „Antisemitisch aber sind Teenager vor
allem dann, wenn die Gesellschaft sie lässt. Aussagen wie denen
von Sarah-Lee Heinrich muss widersprochen werden – analog auf
dem Schulhof genauso wie in der digitalen Welt auf Twitter.“
Ach ja, was ist mit Kirsten Heisig passiert, die vehement
widersprochen und gefordert hat, dass die zuständigen Lehrer,
Erzieher, Direktoren, Jugendämter, Jugendrichter tätig werden?
Heisig wurde verunglimpft.

Was die Schulen, Jugendämter, Politik und Behörden und Medien
betrifft, so haben sie sich feige weggeduckt. In Berlin wurde
ein Schüler, der antisemitisch beleidigt wurde, nicht der Täter,
an eine andere Schule versetzt. Marcel Luthe, Mitglied des Ab-
geordnetenhauses von Berlin, hat in seinem Buch „Sanierungsfall
Berlin“ mehrere Beispiele von Kindern aufgeführt, die durch
Mobbing an ihrer Schule in den Selbstmord getrieben wurden.

„Alltäglicher Rassismus“ wird permanent unterstellt und ange-
prangert – aber nur der Mehrheitsgesellschaft, nicht der Neu-
bürger. Selbst wenn in Berlin auf offener Straße „Juden ins
Gas“ gebrüllt wird, gibt es eine kurze Aufwallung, die ohne
Konsequenzen bleibt.

Sarah-Lee Heinrich ist in einer Atmosphäre der stillschweigen-
den Duldung von Rassismus, Homophobie, Sexismus und Antisemi-
tismus bei nicht weißen Kindern und Jugendlichen aufgewachsen.
Ihrer Generation wurden von den Verantwortlichen nie die
Grenzen gezeigt. Jetzt werden sie erwachsen und rücken
in Positionen auf, in denen sie ihre Ideologie politisch
umsetzen wollen.

Nein, ich nehme Heinrichs Entschuldigung nicht an

Es ist ja keineswegs so, dass Sarah-Lee nur als Teenager zwei-
felhafte Ansichten äußerte. Das tat sie auch als Erwachsene.
Zum Beispiel in einer Sendung des öffentlich-rechtlichen
Jugendkanals Funk, in der Heinrich 2019 zu Gast war.
Da war sie bereits volljährig. Heinrich spricht vor
laufender Kamera öffentlichkeitswirksam von einer
„eklig weißen Mehrheitsgesellschaft“, die
„rassistisch durchzogen“ sei.

Wegen empörter Reaktionen entschuldigte sie sich zwar für ihre
Wortwahl, machte aber gleichzeitig klar, dass sie inhaltlich
zu ihrer Haltung stehe. Dass sie mit dieser radikalen, wenn
nicht gar extremistischen Ansicht bei den Grünen nicht
allein steht, beweisen die Äußerungen von maßgeblichen
Politikern dieser Partei. (....)

Die Begeisterung der Mehrheitsgesellschaft dürfte sich in engen
Grenzen halten. Sie hat Heinrich alle Chancen eröffnet, aus
ihrem Leben etwas zu machen und muss jetzt befürchten, von
Heinrich, sollte sie in der Politik weiter aufsteigen, re-
pressiert zu werden. Nein, ich nehme Heinrichs Entschuldigung
nicht an, aber ihre Haltung, die eine Bedrohung der Mehrheits-
gesellschaft darstellt, sehr ernst.

Heinrichs Amtsvorgängerin Anna Peters spricht vom „ekeligsten
Shitstorm ever“, der „junge, kluge, linke Frauen“ mundtot ma-
chen solle. Damit weist sie allen, die sich gegen diese Ver-
bal-attacken, hinter denen eine unverrückbare Haltung steht,
den Schwarzen Peter zu. Cem Özdemir verkündet, „die Angreifer“
schrieben „sexistischen Mist“. Diese Äußerungen zeigen, wie
fest die vermeintlich antirassistische Indoktrination junger
Menschen in radikalen, teilweise auch parteinahen Kreisen
verankert ist.

Die bei den Grünen herrschende Doppelmoral zeigt sich darin,
dass die Sensoren für angebliche „Mikroaggressionen“ in der
Mitte der Gesellschaft geschärft sind. Hier reicht schon aus,
einen richtigen Artikel auf der falschen Plattform zu liken,
wie es Hans-Georg Maaßen passiert ist, um an den Pranger
gestellt zu werden.

In diesem Zusammenhang sollte man sich daran erinnern, dass
Hass gegen die Mehrheitsgesellschaft bei den Grünen zum
Selbstverständnis zu gehören scheint.

Claudia Roth lief als Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags
hinter einem Transparent her, auf dem „Deutschland du mieses
Stück Scheiße“ stand. Sie ließ sich auch von den begleiten-
den „Deutschland verrecke!“-Rufen nicht stören. Mir ist
nicht bekannt, dass Roths demonstrierte Haltung auch nur
Stirnrunzeln bei der grünen Parteiführung ausgelöst hätte.

Zur Wahrheit gehört allerdings dazu, dass der damalige Bundes-
tagspräsident Wolfgang Schäuble keinen Anlass gesehen hat,
Roths Verhalten zu sanktionieren. Die Union hat durch ihr
Apportieren des grün-linken Zeitgeistes erhebliche Mit-
schuld an der vergifteten Atmosphäre in unserem Land,
in dem Politik, Behörden und Medien Hasser der Mehrheits-
gesellschaft wie Heinrich, Roth e tutti quanti hätscheln
und fördern. (...)
mehr mit Links: https://www.achgut.com/artikel/gruen_und_veroht

Kommentar von N. Walter:

"Der Selbsthass wird langsam zum Problem. Weil er Mainstream
wird im Denken und Fühlen der ganzen Gesellschaft. Dieser
Selbsthass wird so zur Aufforderung und Einladung zum Hass
der Minderheiten ggü. der sich selbst hassenden Mehrheits-
gesellschaft.

Weil Selbsthass ein Schuldeingeständnis ist und weil er Hass
als legitimes Gefühl etabliert, das man haben darf. Selbst-
hass erzeugt und legitimiert somit Hass gegen andere.

Ausserdem wird so die ganze Gesellschaft pathologisiert, da
der Selbsthassende sich nicht für eigene Taten schuldig fühlt,
sondern für die Taten seiner Vorfahren. Selbsthassende wie
Hassende sind somit Opfer. Es gibt somit nur noch Opfer, nur
die Vergangenheit im Blick. Verbrämt und verhärmt, depressiv
der Blick auf die Anderen. Ein Fall für den Psychiater. So
gerät die gemeinsam zu gestaltende Zukunft aus dem Fokus.
Kein Aufbruch, sondern weitere Spaltung der Gesellschaft."

FULL ACK !
F. W.
2021-10-13 13:13:07 UTC
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Sarah-Lee Heinrich steht stellvertretend für eine narzisstische junge
Generation mit Migrationshintergrund, der man bisher alles hat
durchgehen lassen. So auch ihre Hassfantasien. Doch manche grüne
Altvorderen sind nicht besser. Ein kleiner Rückblick.
"Wieso ist die Sprecherin der Grünen Jugend? Die kann doch gar nicht
vernünftig sprechen! Sie ist ein typisches Beispiel für Jugendliche in
Haushalten, in denen sehr wenig gelesen wird. Ich kenne da noch mehr."
(Elke Heidenreich, gestern bei "Lanz")

Der anwesende Jürgen Tritt-Ihn bekam dabei Bluthochdruck. Kurz zuvor
hatte er erklärt, dass seine Parteigenossin sicher darunter gelitten
habe, dass sie ständig gefragt werde, woher sie komme. Das grenze sie aus.

"Wieso grenzt sie das aus?" fragte Heidenreich keck. "Nur wenn ich mich
wirklich für jemanden interessiere, frage ich, woher er kommt. Ansonsten
ist das doch uninteressant. Warum ist heute eigentlich jeder sofort
beleidigt?"

Unfassbar die Frau. Abholen! :-D

Als ich in Karlsruhe mal an der Bar stand, fragte eine Bekanntschaft
mich auch, woher ich denn komme. Mein "rheinischer Sing-Sang" in der
Stimme ließ sie mich nicht zwischen Düsseldorf, Aachen, Wuppertal und
Köln einordnen.

Jetzt, 10 Jahre später, fühle ich mich tatsächlich ein wenig ausgegrenzt...

FW
Schwarze Witwe
2021-10-13 19:33:39 UTC
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Post by F. W.
Der anwesende Jürgen Tritt-Ihn bekam dabei Bluthochdruck. Kurz zuvor
hatte er erklärt, dass seine Parteigenossin sicher darunter gelitten
habe, dass sie ständig gefragt werde, woher sie komme. Das grenze sie aus.
"Wieso grenzt sie das aus?" fragte Heidenreich keck. "Nur wenn ich mich
wirklich für jemanden interessiere, frage ich, woher er kommt. Ansonsten
ist das doch uninteressant. Warum ist heute eigentlich jeder sofort
beleidigt?"
Unfassbar die Frau. Abholen! :-D
Erna, ruf mal an! Die muss weg!

SW

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