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Nachworte zur Befreiung
(zu alt für eine Antwort)
Rainer E.
2005-05-08 22:10:05 UTC
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Damals hat man um sein Leben gejubelt, nicht zur Befreiung.

Deutsche Mädels, die sich mit Besatzungssoldaten herumtrieben, waren
geächtet.

mfg
Rainer
--
Ich entschuldige mich bei allen Diktatoren, dass unser Kanzler heute um
Vergebung bitten mußte.
Thomas Richter
2005-05-09 12:04:49 UTC
Permalink
Post by Rainer E.
Damals hat man um sein Leben gejubelt, nicht zur Befreiung.
Deutsche Mädels, die sich mit Besatzungssoldaten herumtrieben, waren
geächtet.
Hier muß man stark zwischen damals beim Kriegsende und der Entwicklung
danach bis heute unterscheiden.. Damals standen noch viele unter
Kriegshurra- und NS-Gehirnwäsche und waren traumatisiert von der
Niederlage, also bißchen plemplem aka dumm. Heute nach sechs Jahrzehnten
sind viele klüger geworden und können die Niederlage auch als Befreiung
sehen. Der 8. Mai war eine Niederlage des Nationalsozialismus und eine
Befreiung von ihm gleichermaßen. Dass er für den östlichen Teil der
Deutschen leider in neue Unfreiheit mündete, ändert daran nichts.
--
Thomas
Rainer E.
2005-05-09 12:40:40 UTC
Permalink
Post by Thomas Richter
Post by Rainer E.
Damals hat man um sein Leben gejubelt, nicht zur Befreiung.
Deutsche Mädels, die sich mit Besatzungssoldaten herumtrieben, waren
geächtet.
Hier muß man stark zwischen damals beim Kriegsende und der Entwicklung
danach bis heute unterscheiden.. Damals standen noch viele unter
Kriegshurra- und NS-Gehirnwäsche und waren traumatisiert von der
Niederlage, also bißchen plemplem aka dumm.
Niemand war damals dumm. Ich habe selbst noch erlebt wie der Aufbau teils
mit Nachbarschaftshilfe vonstatten ging. Damals war man mit 16 Jahren
erwachsen, heute ist man mit 19 eine dumme Blage.
Ein 14 jähriger wäre heute zu dämlich um überhaupt auf dem Schwarzmarkt
überleben zu können. Kriegsmüde waren die Menschen das stimmt und
traumatisiert nach Monatenlangen Flüchtlingstrecks und Bombardierungen
ebenfalls. Mehr als einen Sylvesterkracher kennt der junge Deutsche eben
nicht.
Post by Thomas Richter
Heute nach sechs
Jahrzehnten sind viele klüger geworden und können die Niederlage auch
als Befreiung sehen. Der 8. Mai war eine Niederlage des
Nationalsozialismus und eine Befreiung von ihm gleichermaßen.
Mein Vater hat in den ersten Jahren des Krieges eine ganz normale Lehre
gemacht und kam dann 44 als Soldat an die Front. Der hat bei Adolf genauso
gelebt wie man heute lebt. Es gab Kinos, es gab Tanz für die Dorfjugend. Man
konnte feiern, sogar reisen, es gab sogar "Schulferien" (man staune). Was
man damals nicht durfte, darf man seit kurzem auch schon nicht mehr in
unserer Demokratie.
Post by Thomas Richter
Dass er
für den östlichen Teil der Deutschen leider in neue Unfreiheit
mündete, ändert daran nichts.
Die vernünftigste Rede zum 60 Jahrestag hat gestern wohl eindeutig "Tony
Blair" gehalten. Der größte Dummschwatz kommt aus deutschen Mäulern. Gestern
Focus TV Pro 7: Es ging um die Soldaten auf Guernsey. Ein 80er fährt dort
hin und wird von einer Britin begrüsst, die dort in einem deutschen
Soldatenkaufhaus als Verkäuferin arbeitete. Die Deutschen waren dort noch
nach der Kapitulation. Man staune, er entdeckte seinen eigenen Wehrpass im
dortigen "Nazimuseum" samt des größten Teiles der vorhandenen Waffen. Dort
wurde in mehreren Besatzungsjahren nicht ein einziger Schuß abgefeuert ;-)

mfg
Rainer
A.M.G.
2005-05-09 15:38:39 UTC
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Post by Rainer E.
Post by Thomas Richter
Post by Rainer E.
Damals hat man um sein Leben gejubelt, nicht zur Befreiung.
Deutsche Mädels, die sich mit Besatzungssoldaten herumtrieben, waren
geächtet.
Hier muß man stark zwischen damals beim Kriegsende und der Entwicklung
danach bis heute unterscheiden.. Damals standen noch viele unter
Kriegshurra- und NS-Gehirnwäsche und waren traumatisiert von der
Niederlage, also bißchen plemplem aka dumm.
Niemand war damals dumm. Ich habe selbst noch erlebt wie der Aufbau teils
mit Nachbarschaftshilfe vonstatten ging. Damals war man mit 16 Jahren
erwachsen, heute ist man mit 19 eine dumme Blage.
Ein 14 jähriger wäre heute zu dämlich um überhaupt auf dem Schwarzmarkt
überleben zu können. Kriegsmüde waren die Menschen das stimmt und
traumatisiert nach Monatenlangen Flüchtlingstrecks und Bombardierungen
ebenfalls. Mehr als einen Sylvesterkracher kennt der junge Deutsche eben
nicht.
Meine Mutter kam 1944 wegen Unterernährung in die Kinderlandverschickung
nach Bayern. Als sie zurückkam, waren ihre Eltern tot. der Vater von den
Nazis erschossen und ihre Mutter und Geschwister beim Fliegerangriff auf
Stuttgart getötet.
Mit 8 Jahren hat sie sich allein durchgeschlagen. Jede Nacht in einem
anderen Bunker oder in einer anderen Ruine. Das Essen wurde erbettelt,
geklaut oder aus den Mülltonnen der franz. Besatzer geholt. Mit 10 Jahren an
Hungertuberkulose erkrankt und zwei Jahre zwischen Leben und Tod geschwebt.
Post by Rainer E.
Post by Thomas Richter
Heute nach sechs
Jahrzehnten sind viele klüger geworden und können die Niederlage auch
als Befreiung sehen. Der 8. Mai war eine Niederlage des
Nationalsozialismus und eine Befreiung von ihm gleichermaßen.
Mein Vater hat in den ersten Jahren des Krieges eine ganz normale Lehre
gemacht und kam dann 44 als Soldat an die Front. Der hat bei Adolf genauso
gelebt wie man heute lebt. Es gab Kinos, es gab Tanz für die Dorfjugend. Man
konnte feiern, sogar reisen, es gab sogar "Schulferien" (man staune). Was
man damals nicht durfte, darf man seit kurzem auch schon nicht mehr in
unserer Demokratie.
Post by Thomas Richter
Dass er
für den östlichen Teil der Deutschen leider in neue Unfreiheit
mündete, ändert daran nichts.
Die vernünftigste Rede zum 60 Jahrestag hat gestern wohl eindeutig "Tony
Blair" gehalten. Der größte Dummschwatz kommt aus deutschen Mäulern.
Ja das stimmt. So viel realitätsferner Unsinn, wie gestern verzapft wurde,
hat man selten gehört. Unsere "Befreier" haben sogar kleine Mädchen mit 10
Jahren vergewaltigt. Darin waren die Kolonialtruppen der Franzosen, die
Marokkaner, ganz groß. Anschließend wurden diesen Mädchen auch noch die
Haare öffentlich geschoren, damit für jedermann sichtbar war, dass es sich
um eine "Franzosenhure" handelte.

War das die hochgepriesene "Befreiung"?

Anna

Gestern
Post by Rainer E.
Focus TV Pro 7: Es ging um die Soldaten auf Guernsey. Ein 80er fährt dort
hin und wird von einer Britin begrüsst, die dort in einem deutschen
Soldatenkaufhaus als Verkäuferin arbeitete. Die Deutschen waren dort noch
nach der Kapitulation. Man staune, er entdeckte seinen eigenen Wehrpass im
dortigen "Nazimuseum" samt des größten Teiles der vorhandenen Waffen. Dort
wurde in mehreren Besatzungsjahren nicht ein einziger Schuß abgefeuert ;-)
mfg
Rainer
A.M.G.
2005-05-09 14:53:21 UTC
Permalink
Post by Rainer E.
Damals hat man um sein Leben gejubelt, nicht zur Befreiung.
Deutsche Mädels, die sich mit Besatzungssoldaten herumtrieben, waren
geächtet.
mfg
Rainer
In der franz. Besatzungszone wurden allen Mädchen, die mit den Besatzern
kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren. Das ging bis 1946.

Anna
Post by Rainer E.
--
Ich entschuldige mich bei allen Diktatoren, dass unser Kanzler heute um
Vergebung bitten mußte.
Marco Simak
2005-05-09 16:23:33 UTC
Permalink
Post by A.M.G.
In der franz. Besatzungszone wurden allen Mädchen, die mit den Besatzern
kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren. Das ging bis 1946.
Bringst du da nicht schon wieder was durcheinander? Oder ist bei dir
Frankreich die franz. Besatzungszone?

Richtig ist, das in Frankreich Mädchen, die mit den deutschen
Besatzern kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren wurden. Das
ging bis 1946.
--
pastalapizza amici
Simak
Rainer E.
2005-05-09 16:55:16 UTC
Permalink
Post by Marco Simak
Bringst du da nicht schon wieder was durcheinander? Oder ist bei dir
Frankreich die franz. Besatzungszone?
http://makeashorterlink.com/?W24921B0B

http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/standpunkte/?cnt=674880

Gekürzter Leserbrief aus der Frankfurter Rundschau heutiges Datum:

Zitat:

"Im Raum Bruchsal und Umgebung wurden 30 bis 40 Prozent der Frauen und
Mädchen Opfer französischer Militärangehöriger" (Prof. Dr. Hans Peter Duerr:
"Der Mythos vom Zivilisationsprozess, Bd. III / Obszönität und Gewalt",
1993). In Freudenstadt im Schwarzwald suchten im April 1945 800 geschändete
Frauen die Krankenhäuser auf. Colonel Charles Lindbergh, Amerikas
Fliegerheld, berichtete in seinem Kriegstagebuch vom 23. Mai 1945 "von
dreitausend deutschen Mädchen und Frauen aus dem Raum Stuttgart", die man in
Kliniken behandeln musste, weil französische Kolonialsoldaten sie
vergewaltigt hatten. Insgesamt fielen dem Notzucht-Terror der Sieger
zwischen 1945 und 1948 rund zwei Millionen deutsche Frauen zum Opfer. Am 19.
Mai 1945 vertraute Lindbergh seinem Tagebuch an: "Daheim bringen unsere
Zeitungen Artikel, wie wir unterdrückte Länder und Völker befreien. Hier
verstehen unsere Soldaten unter dem Ausdruck ,befreien' so viel wie sich
Beute verschaffen. Alles, was man einer feindlichen Person abnimmt oder aus
dem Hause trägt, wird der Sprache der GIs zufolge befreit. Leicas werden
befreit, Waffen, Proviant, Kunstwerke, einfach alles. Ein Soldat, der eine
Deutsche vergewaltigt hat, hat sie ,befreit'."

Der Freiburger Erzbischof Conrad Gröber schrieb in seinem Hirtenbrief vom 8.
Mai 1945: "Die Klagen über die Angriffe auf die Frauenehre häufen sich zu
Bergen, und die Tränen der Geschändeten ergießen sich in Strömen." Und der
tapfere Kardinal Clemens August von Galen - ein unbeugsamer Gegner des
NS-Regimes - protestierte in seiner Predigt am 1. Juli 1945 vor Wallfahrern
in Teltge/Westfalen dagegen, "dass der Rest unserer Habe aus den durch
Bomben zerstörten Wohnungen weggeschleppt, Häuser und Wohnungen von
bewaffneten Räuberbanden geplündert, wehrlose Männer ermordet, Frauen und
Mädchen von vertierten Wüstlingen vergewaltigt werden!"

Die Besatzungsdirektive JCS 1067 stellte klar: "Deutschland wird nicht
besetzt zum Zwecke seiner Befreiung, sondern als besiegter Feindstaat."

Nur in den kleinen baltischen Staaten hat man den Mut, solche heiklen Fragen
anzusprechen und damit die Moskauer Jubelstimmung zu stören.

mfg
Rainer
Marco Simak
2005-05-10 13:18:30 UTC
Permalink
Zitat: ...
mfg
Rainer
Interessant und bekannt, das Zitat hatte aber keine Aussage
hinsichtlich dem von Anna geschilderten Sachverhalt enthalten.
--
pastalapizza amici
Simak
Carla Schneider
2005-05-09 19:03:08 UTC
Permalink
Post by Marco Simak
Post by A.M.G.
In der franz. Besatzungszone wurden allen Mädchen, die mit den Besatzern
kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren. Das ging bis 1946.
Bringst du da nicht schon wieder was durcheinander? Oder ist bei dir
Frankreich die franz. Besatzungszone?
Richtig ist, das in Frankreich Mädchen, die mit den deutschen
Besatzern kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren wurden. Das
ging bis 1946.
Das hiess wohl eher "fraternisierten".
Franzosen die mit den deutschen kollaborierten, bzw. dessen verdaechtigt wurden,
wurden erschossen oder auf andere Weise ums Leben gebracht, von der Resistance,
im bereits befreiten Frankreich, das ging bis 1946 so, und die Moerder bekamen
eine Generalamnestie - aber darueber spricht man heute nicht so gerne.

----------------------------------
Q: So, after France was no longer under German Occupation, there were no murder trials for murders
that were committed by the Communists during the Occupation?

A: We had very few of them. And once those people were sentenced --very, very few of them --they
were, how do you say that, "pardoned "?Yeah. There was an automatic amnesty, according to a
decision of the government of De Gaulle. They decided that everything, --listen to this, it 's
fantastic --everything which had been done "in order to liberate France " until the First of January
1946 should be pardoned --I say "'46 "(the war, remember, had ended on the 8th of May 1945, in
Europe, and the last town of France was liberated in December 1944). The simple fact that we had an
amnesty for everything which had been done (laughter) during, let 's say, the whole of 1945, means
that they kept on killing people.
-----------------------------------------
--
http://www.geocities.com/carla_sch/index.html
Rainer E.
2005-05-09 21:05:31 UTC
Permalink
Post by Carla Schneider
Das hiess wohl eher "fraternisierten".
Franzosen die mit den deutschen kollaborierten, bzw. dessen
verdaechtigt wurden,
wurden erschossen oder auf andere Weise ums Leben gebracht, von der Resistance,
im bereits befreiten Frankreich, das ging bis 1946 so, und die
Moerder bekamen
eine Generalamnestie - aber darueber spricht man heute nicht so gerne.
Ganz wichtig erscheint mir, das eben die französischen Frauen im besetzten
Frankreich nicht Vergewaltigungsopfer deutscher Wehrmachtsoldaten waren. So
etwas war streng verboten bei der Wehrmacht, aber zwischenmenschliche
Beziehungen, Affären, Liebschaften etc hatte es natürlich gegeben, für die
die französischen und auch holländischen Frauen bitter büssen mussten.

Ein anderes dunkles Kapitel sind tausende von norwegischen Babies, die aus
solchen Beziehungen geboren wurden und für den Frevel ihrer Eltern nach dem
Kriege bitter büssen mussten. Das möchte eine heutige norwegische Regierung
natürlich verschweigen.

Aber nun muß Schluß sein nach 60 Jahren, jetzt kommen die Fakten auf den
Tisch. Deutschland hat sich dahingehend nichts vorzuwerfen. Versöhnung kommt
vom Volk und kann nicht von oben verordnet werden. Sonst werden immer mehr
Verbrechen der Alliierten ans Tageslicht kommen.

mfg
Rainer
Manfred Glahe
2005-05-09 21:14:34 UTC
Permalink
Rainer E. schrieb:
[...]
Post by Rainer E.
Aber nun muß Schluß sein nach 60 Jahren, jetzt kommen die Fakten auf den
Tisch. Deutschland hat sich dahingehend nichts vorzuwerfen.
Versöhnung kommt
Post by Rainer E.
vom Volk und kann nicht von oben verordnet werden. Sonst werden immer mehr
Verbrechen der Alliierten ans Tageslicht kommen.
mfg
Rainer
Das sehe ich nicht so Rainer. Gerade weil die Kriegsverbrechen der
Alliierten nicht der Weltöffentlichkeit bekannt sind können heute
z.B. die Amis weitere Verbrechen begehen und sie IMMER NOCH als
Befreiung verkaufen. Jedes einzelne Detail muß bekannt werden um auch
den letzte Träumer vom american way of crime zu überzeugen.

MfG Manfred
A.M.G.
2005-05-09 22:24:57 UTC
Permalink
Post by Marco Simak
Post by A.M.G.
In der franz. Besatzungszone wurden allen Mädchen, die mit den Besatzern
kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren. Das ging bis 1946.
Bringst du da nicht schon wieder was durcheinander? Oder ist bei dir
Frankreich die franz. Besatzungszone?
Nein es war die franz Besatzungszone - oder liegt Reutlingen und Tübingen
etwa in Frankreich?
Post by Marco Simak
Richtig ist, das in Frankreich Mädchen, die mit den deutschen
Besatzern kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren wurden. Das
ging bis 1946.
--
pastalapizza amici
Simak
Marco Simak
2005-05-10 13:15:13 UTC
Permalink
Post by A.M.G.
Post by A.M.G.
In der franz. Besatzungszone wurden allen Mädchen, die mit den Besatzern
kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren. Das ging bis 1946.
... Oder ist bei dir Frankreich die franz. Besatzungszone?
Nein es war die franz Besatzungszone - oder liegt Reutlingen und Tübingen
etwa in Frankreich?
Richtig ist, das in Frankreich Mädchen, die mit den deutschen
Besatzern kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren wurden. Das
ging bis 1946.
Das interessiert mich nun aber sehr. Gib doch bitte mal eine oder
mehrere Quellen an, ich habe davon bisher noch nichts davon gehört
oder gelesen und würde mich gerne weiter informieren.
--
pastalapizza amici
Simak
Frank Bügel
2005-05-10 14:49:00 UTC
Permalink
Post by Marco Simak
Post by A.M.G.
Post by A.M.G.
In der franz. Besatzungszone wurden allen Mädchen, die mit den Besatzern
kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren. Das ging bis 1946.
... Oder ist bei dir Frankreich die franz. Besatzungszone?
Nein es war die franz Besatzungszone - oder liegt Reutlingen und Tübingen
etwa in Frankreich?
Richtig ist, das in Frankreich Mädchen, die mit den deutschen
Besatzern kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren wurden. Das
ging bis 1946.
Das interessiert mich nun aber sehr. Gib doch bitte mal eine oder
mehrere Quellen an, ich habe davon bisher noch nichts davon gehört
oder gelesen und würde mich gerne weiter informieren.
Dann schaue Dir eine Dokumentation über die Landung der westlichen
Alliierten in Frankreich an.

Im letzten Jahr lief genug darüber im Fernsehen.

Frank
Marco Simak
2005-05-10 15:34:03 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Post by Marco Simak
Post by A.M.G.
Post by A.M.G.
In der franz. Besatzungszone wurden allen Mädchen, die mit den Besatzern
kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren. Das ging bis 1946.
... Oder ist bei dir Frankreich die franz. Besatzungszone?
Nein es war die franz Besatzungszone - oder liegt Reutlingen und Tübingen
etwa in Frankreich?
Richtig ist, das in Frankreich Mädchen, die mit den deutschen
Besatzern kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren wurden. Das
ging bis 1946.
Das interessiert mich nun aber sehr. Gib doch bitte mal eine oder
mehrere Quellen an, ich habe davon bisher noch nichts davon gehört
oder gelesen und würde mich gerne weiter informieren.
Dann schaue Dir eine Dokumentation über die Landung der westlichen
Alliierten in Frankreich an.
Im letzten Jahr lief genug darüber im Fernsehen.
Beitrag nicht richtig gelesen, Frank? Ich könnte jetzt in Anlehnung an
Anna fragen: liegen Reutlingen und Tübingen im französichen
Landungsbereich der Westalliierten? ;-)

Es geht, nach Annas Aussage (>>>>> und >>>>), nicht um Frankreich
sondern um Geschehnisse in der französische Besatzungszone! Frankreich
selbst ist von mir schon angesprochen worden und wurde von ihr aber
verneint.
--
pastalapizza amici
Simak
Frank Bügel
2005-05-10 16:20:38 UTC
Permalink
Post by Marco Simak
Post by Frank Bügel
Post by Marco Simak
Post by A.M.G.
Post by A.M.G.
In der franz. Besatzungszone wurden allen Mädchen, die mit den Besatzern
kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren. Das ging bis 1946.
... Oder ist bei dir Frankreich die franz. Besatzungszone?
Nein es war die franz Besatzungszone - oder liegt Reutlingen und Tübingen
etwa in Frankreich?
Richtig ist, das in Frankreich Mädchen, die mit den deutschen
Besatzern kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren wurden. Das
ging bis 1946.
Das interessiert mich nun aber sehr. Gib doch bitte mal eine oder
mehrere Quellen an, ich habe davon bisher noch nichts davon gehört
oder gelesen und würde mich gerne weiter informieren.
Dann schaue Dir eine Dokumentation über die Landung der westlichen
Alliierten in Frankreich an.
Im letzten Jahr lief genug darüber im Fernsehen.
Beitrag nicht richtig gelesen, Frank? Ich könnte jetzt in Anlehnung an
Anna fragen: liegen Reutlingen und Tübingen im französichen
Landungsbereich der Westalliierten? ;-)
Nur die letzte Passage, nicht die davorstehende.

Insoweit muß ich Dir -auch wenn ich es ungerne tue- Recht geben.
Post by Marco Simak
Es geht, nach Annas Aussage (>>>>> und >>>>), nicht um Frankreich
sondern um Geschehnisse in der französische Besatzungszone!
Deutsche Flittchen in der frz. Besatzungszone gab es nach 1945 wohl ebenso
wie Französinnen, die vormals mit Deutschen ins Bett stiegen, um ein
angehmeres Leben führen zu können.
Post by Marco Simak
Frankreich selbst ist von mir schon angesprochen worden und wurde
von ihr aber verneint.
In Ordnung.

MfG Frank
--
"... die Anti-Hitler-Koalition (hat) nicht darum gekämpft, die Deutschen zu
befreien, sondern darum, die Welt von den Deutschen zu befreien..." (Deniz
Yücel: "Deutschland, Klappe halten!", Jungle World vom 04. Mai 2005)
A.M.G.
2005-05-10 21:55:44 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Post by Marco Simak
Post by Frank Bügel
Post by Marco Simak
Post by A.M.G.
Post by A.M.G.
In der franz. Besatzungszone wurden allen Mädchen, die mit den Besatzern
kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren. Das ging bis 1946.
... Oder ist bei dir Frankreich die franz. Besatzungszone?
Nein es war die franz Besatzungszone - oder liegt Reutlingen und Tübingen
etwa in Frankreich?
Richtig ist, das in Frankreich Mädchen, die mit den deutschen
Besatzern kollaborierten, die Haare öffentlich geschoren wurden. Das
ging bis 1946.
Das interessiert mich nun aber sehr. Gib doch bitte mal eine oder
mehrere Quellen an, ich habe davon bisher noch nichts davon gehört
oder gelesen und würde mich gerne weiter informieren.
Dann schaue Dir eine Dokumentation über die Landung der westlichen
Alliierten in Frankreich an.
Im letzten Jahr lief genug darüber im Fernsehen.
Beitrag nicht richtig gelesen, Frank? Ich könnte jetzt in Anlehnung an
Anna fragen: liegen Reutlingen und Tübingen im französichen
Landungsbereich der Westalliierten? ;-)
Nur die letzte Passage, nicht die davorstehende.
Insoweit muß ich Dir -auch wenn ich es ungerne tue- Recht geben.
Post by Marco Simak
Es geht, nach Annas Aussage (>>>>> und >>>>), nicht um Frankreich
sondern um Geschehnisse in der französische Besatzungszone!
Deutsche Flittchen in der frz. Besatzungszone gab es nach 1945 wohl ebenso
wie Französinnen, die vormals mit Deutschen ins Bett stiegen, um ein
angehmeres Leben führen zu können.
Post by Marco Simak
Frankreich selbst ist von mir schon angesprochen worden und wurde
von ihr aber verneint.
In Ordnung.
MfG Frank
Ich glaube nicht, dass sich ein neun- oder 10jähriges Mädchen mit
Besatzungssoldaten herumgetrieben hat.
Französische Kolonialtruppen haben 100.000 Mädchen und Frauen beim
Einmarsch in den deutschen Südwesten vergewaltigt. Bis 1947 traute sich
abends kaum eine Frau auf die Straße. Wenn ein Mann dabei war, wurde er
niedergeschlagen und einige sogar erschossen.

http://www.tuebingen.de/25_12202.html
http://www.bz-online.de/aktionen/2005/dossiers/kriegsende/213,1290386.html
http://www.swg-hamburg.de/Geschichtspolitik/freudenstadt.pdf

Tausende dieser Frauen litten noch Jahre lang an den schlimmsten
Geschlechtskrankheiten, für die es keine Medikamente gab.

Anna
Post by Frank Bügel
"... die Anti-Hitler-Koalition (hat) nicht darum gekämpft, die Deutschen zu
befreien, sondern darum, die Welt von den Deutschen zu befreien..." (Deniz
Yücel: "Deutschland, Klappe halten!", Jungle World vom 04. Mai 2005)
Frank Bügel
2005-05-10 23:02:04 UTC
Permalink
(...)

Hallo Anna,
Post by A.M.G.
Ich glaube nicht, dass sich ein neun- oder 10jähriges Mädchen mit
Besatzungssoldaten herumgetrieben hat.
Sicher nicht.
Post by A.M.G.
Französische Kolonialtruppen haben 100.000 Mädchen und Frauen beim
Einmarsch in den deutschen Südwesten vergewaltigt. Bis 1947 traute sich
abends kaum eine Frau auf die Straße. Wenn ein Mann dabei war, wurde er
niedergeschlagen und einige sogar erschossen.
http://www.tuebingen.de/25_12202.html
http://www.bz-online.de/aktionen/2005/dossiers/kriegsende/213,1290386.html
http://www.swg-hamburg.de/Geschichtspolitik/freudenstadt.pdf
Das halte ich für wahr. Das waren auch nicht Flittchen, die mal so mit
einem Neger ins Bett wollten.

Diesen Frauen wurde aber sicher doch nicht der Kopf geschoren, oder?
Post by A.M.G.
Tausende dieser Frauen litten noch Jahre lang an den schlimmsten
Geschlechtskrankheiten, für die es keine Medikamente gab.
Es muß einfach schrecklich gewesen sein. Heute nennt man das prekärerweise
"Befreiung".

MfG Frank
A.M.G.
2005-05-11 09:49:46 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
(...)
Hallo Anna,
Post by A.M.G.
Ich glaube nicht, dass sich ein neun- oder 10jähriges Mädchen mit
Besatzungssoldaten herumgetrieben hat.
Sicher nicht.
Post by A.M.G.
Französische Kolonialtruppen haben 100.000 Mädchen und Frauen beim
Einmarsch in den deutschen Südwesten vergewaltigt. Bis 1947 traute sich
abends kaum eine Frau auf die Straße. Wenn ein Mann dabei war, wurde er
niedergeschlagen und einige sogar erschossen.
http://www.tuebingen.de/25_12202.html
http://www.bz-online.de/aktionen/2005/dossiers/kriegsende/213,1290386.html
Post by Frank Bügel
Post by A.M.G.
http://www.swg-hamburg.de/Geschichtspolitik/freudenstadt.pdf
Das halte ich für wahr. Das waren auch nicht Flittchen, die mal so mit
einem Neger ins Bett wollten.
Diesen Frauen wurde aber sicher doch nicht der Kopf geschoren, oder?
Doch es wurden ihnen allen die Haare geschoren. Als einmalige Abschreckung
wurde in der Stadt Reutlingen eine Tribüne mitten auf dem Marktplatz
aufgebaut und dann die Mädchen und Frauen herbeigeholt, und ihnen die
öffentlich Haare geschoren.
Später fanden diese Prozeduren in den Räumen der ehemaligen Ypern-Kaserne
statt.
(nachzulesen in: Unser Reutlingen gestern und heute,
Stadt Reutlingen, Reutlingen 1968)

Anna
Post by Frank Bügel
Post by A.M.G.
Tausende dieser Frauen litten noch Jahre lang an den schlimmsten
Geschlechtskrankheiten, für die es keine Medikamente gab.
Es muß einfach schrecklich gewesen sein. Heute nennt man das prekärerweise
"Befreiung".
MfG Frank
Marco Simak
2005-05-11 14:16:45 UTC
Permalink
... niedergeschlagen und einige sogar erschossen.
http://www.tuebingen.de/25_12202.html
http://www.bz-online.de/aktionen/2005/dossiers/kriegsende/213,1290386.html
http://www.swg-hamburg.de/Geschichtspolitik/freudenstadt.pdf
Tausende dieser Frauen litten noch Jahre lang an den schlimmsten...
Danke erstmal für die Links, aber in keinem findet sich eine
Bestätigung für deine Behauptung hinsichtlich des Haarescherens.

Was mich interessiert ist, wer hat den Frauen die Haare geschoren?
(nachzulesen in: Unser Reutlingen gestern und heute,
Stadt Reutlingen, Reutlingen 1968)
Das habe ich im Internet leider auch nicht finden können!
--
pastalapizza amici
Simak
A.M.G.
2005-05-11 20:58:33 UTC
Permalink
Post by Marco Simak
... niedergeschlagen und einige sogar erschossen.
http://www.tuebingen.de/25_12202.html
http://www.bz-online.de/aktionen/2005/dossiers/kriegsende/213,1290386.html
Post by Marco Simak
http://www.swg-hamburg.de/Geschichtspolitik/freudenstadt.pdf
Tausende dieser Frauen litten noch Jahre lang an den schlimmsten...
Danke erstmal für die Links, aber in keinem findet sich eine
Bestätigung für deine Behauptung hinsichtlich des Haarescherens.
Was mich interessiert ist, wer hat den Frauen die Haare geschoren?
Das waren deutsche Friseure, die die Militärs dazu bestimmt hatten.
Die hatten keine andere Wahl, so kurz nach der Kapitulation.

A.
Post by Marco Simak
(nachzulesen in: Unser Reutlingen gestern und heute,
Stadt Reutlingen, Reutlingen 1968)
Das habe ich im Internet leider auch nicht finden können!
--
pastalapizza amici
Simak
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