Discussion:
Augstein jr.: besser illegale Masseneinwanderung als heutiger Sozialstaat
(zu alt für eine Antwort)
Frank Bügel
2018-07-09 21:00:05 UTC
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Einwanderung
Ein deutscher Traum

Warum nicht mal zur Abwechslung positiv denken? Durch Einwanderung könnte
Deutschland zum neuen, besseren Amerika werden. Wir müssten uns nur von
lieben Gewohnheiten verabschieden - zum Beispiel vom Sozialstaat, wie wir
ihn kennen.

Eine Kolumne von Jakob Augstein

"Gebt mir Eure Müden, Eure Armen, Eure geknechteten Massen, die sich danach
sehnen, frei zu atmen." Das steht im Sockel der Freiheitsstatue. Heute
klingt das wie ein Hohn: Die USA sind zur Oligarchie verkommen. Die Armen
wählen in ihrer Verblendung die Milliardäre. Das Trennende, der Rassismus,
die soziale Apartheid, überwiegt das Gemeinsame. *Der amerikanische Traum*
ist ausgeträumt. *Deutschland könnte sich diesen Traum aneignen* und daraus
eine bessere Wirklichkeit machen. Die Arme öffnen für Menschen, die ein
besseres Leben suchen. Ein Leuchtturm der Freiheit sein. Ein helles Licht
in der Dunkelheit. Und darauf einen neuen Stolz gründen.

Das ist die reine Fantasie. Sicher. ...

Für das Jahr 2012 hat eine Studie der Bertelsmann-Stiftung ausgerechnet,
dass jeder Ausländer pro Jahr durchschnittlich 3300 Euro mehr an Steuern
und Sozialabgaben einzahlt, als er an staatlichen Leistungen erhält.

Kurzfristig sieht das anders aus. Da kosten Einwanderer erst mal Geld. Der
Sozialstaat kümmert sich. Aber je mehr Einwanderer kommen, desto stärker
gerät der Sozialstaat unter Druck. Was geschieht, wenn so viele vor der Tür
stehen, dass sie zu den jetzigen Standards nicht mehr versorgt werden
könnten? *Schließt man die Grenzen? Oder ändert man die Standards?*

Für das Einwanderungsland Deutschland ist das eine Schicksalsfrage. Auf der
politischen Rechten ist sie schnell beantwortet. Weil man dort keine
Einwanderung will, finden sich plötzlich ungeahnte Verteidiger des
Sozialstaats. Und der Gegensatz wird auf die Spitze getrieben, damit auch
noch der letzte "Gutmensch" vom Befürworter der Einwanderung zu ihrem
Gegner werde. Leute wie Henryk M. Broder oder Jens Spahn haben das
vorgemacht.

---> Aber man kann das Argument auch umdrehen und den Rechten recht geben:
Weil sich die Einwanderung nicht mit dem bisherigen Sozialstaat verträgt,
entscheiden wir uns für die Einwanderung und für einen anderen Sozialstaat.

Das lässt sich moralisch begründen: wenn der Preis für unseren Sozialstaat
die Toten im Mittelmeer sind, ist er es nicht wert. [sic!, F.B.] Wenn der
Preis die Versklavten in den libyschen Lagern sind, ist der Preis zu hoch.
Aber moralisch Begründetes hält in der Politik bekanntlich nicht viel aus.
Die Moral allein trägt nicht.

Der bessere Grund ist eine andere Idee von Deutschland: Ein neuer
"Schmelztiegel", in dem Menschen aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika
*gemeinsam eine neue Nation erschaffen*. (Jakob Augstein, Ein deutscher
Traum, Spiegel-online.de, 09.07.2018)
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/einwanderung-ein-deutscher-traum-kolumne-a-1217379.html

Dieser Mann ist nach meinem Dafürhalten genauso verrückt wie der Böhmermann
und andere "Gute", die Merkel mit ihren "offenen Grenzen" unterstützen. Zu
diesen angeblich linken, aber im Wesen zutiefst asozialen "Guten" war am
Wochenende in der taz zu lesen:

Soziologin über die urbane Mittelschicht
"Viele Linke machen sich etwas vor"

Cornelia Koppetsch erforscht das Milieu der urbanen Mittelschicht.

taz: Wer sind diese sogenannten Kosmopoliten, die Sie in Ihren Büchern
beschreiben?

Cornelia Koppetsch: Als Kosmopoliten bezeichne ich die akademisch
gebildete, zumeist in urbanen Zentren ansässige Mittelschicht, die sich an
Werten wie Toleranz und Weltoffenheit orientiert, politisch interessiert
und zivilgesellschaftlich engagiert ist. Angepasst sind sie insofern, als
dass sie durch Selbstoptimierung und unternehmerisches Handeln das Projekt
des Neo­liberalismus verinnerlicht haben, auch wenn sie diesem eigentlich
kritisch gegenüberstehen und sich ­gegen eskalierende Ungleichheiten
aussprechen. Doch verhalten sich linksliberale Werte zum neuen Kapitalismus
wie ein Schlüssel zum Schloss.

Sie meinen Werte wie Selbstverwirklichung, Kreativität, Toleranz und
Diversity?

Ja. Das sind ja genau die Schlagworte, die sich der neue Kapitalismus auf
seine Fahnen geschrieben hat. Die linksliberalen Werte sind der Motor der
Globalisierung. So haben sich einst alternative Lebensformen in ihren
Strukturen überall in der Wirtschaft etabliert. ...

*Linke Werte sind ein Teil des herrschenden Apparats geworden.* Viele Linke
sind ja selbst Gate­keeper in den staatlichen oder öffentlichen
Institutionen. Sie arbeiten als Pädagoginnen, Sozialarbeiter,
Journalistinnen, Sozialwissenschaftler, Lehrerinnen und so weiter. Sie
beherrschen die öffentliche Meinung und sind genau das, was heute die
Rechtspopulisten spöttisch als pädagogisches Establishment bezeichnen.
[...]

taz: Und der Begriff Heimat hat Hochkonjunktur. Dabei wäre Heimat da am
konkretesten, wo ich mir eine Wohnung leisten kann.

Der Begriff der Heimat hat seine Unschuld verloren, er ist nicht mehr nur
eine harmlose Form der sentimentalen Selbstverortung, sondern ein Begriff
der politischen Abschottung geworden. In dieser Eigenschaft wird er von den
Kosmopoliten auch kritisiert, die dagegen Weltoffenheit und Toleranz
halten. Allerdings ist das nicht weniger weltfremd, da Solidarität stets
auf soziale Exklusivität angewiesen ist. Es gibt keine solidarische
Weltgemeinschaft.

Die Kosmopoliten nutzen andere Möglichkeiten der Abschottung?

Sie bewohnen die attraktiven Kieze und Innenstadtquartiere, die inzwischen
so hohe Mieten und Immobilienpreise aufweisen, dass sich soziale
Exklusivität wie von selbst einstellt. Zu den wirkungsvollsten
kosmopolitischen Grenzanlagen gehört die kapitalistische Ausrichtung des
Lebensstils. Kulturelle Offenheit wird somit kompensiert durch ein
hochgradig effektives Grenzregime, das über Immobilienpreise und Mieten,
über ein sozial und ethnisch hoch selektives Bildungswesen sowie über den
Zugang zu exklusiven Freizeiteinrichtungen und Clubs gesteuert wird. Die
Abgrenzung erfolgt nicht nach außen, denn hoch qualifizierte MigrantInnen
sind hier selbstverständlich willkommen, sondern nach unten. ... (taz vom
07.07.2018) https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5516398/

Frank
--
"Die multikulturelle Gesellschaft ist hart, schnell, grausam und wenig
solidarisch... sie hat die Tendenz, in eine Vielfalt von Gruppen und
Gemeinschaften auseinanderzustreben und ihren Zusammenhalt sowie die
Verbindlichkeit ihrer Werte einzubüßen." (Daniel Cohn-Bendit)
Werner Sondermann
2018-07-09 21:19:34 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Einwanderung
Ein deutscher Traum
Warum nicht mal zur Abwechslung positiv denken? Durch Einwanderung
könnte Deutschland zum neuen, besseren Amerika werden. Wir müssten
uns nur von lieben Gewohnheiten verabschieden - zum Beispiel vom
Sozialstaat, wie wir ihn kennen.
Eine Kolumne von Jakob Augstein
"Gebt mir Eure Müden, Eure Armen, Eure geknechteten Massen, die sich
danach sehnen, frei zu atmen." Das steht im Sockel der
Freiheitsstatue. Heute klingt das wie ein Hohn: Die USA sind zur
Oligarchie verkommen. Die Armen wählen in ihrer Verblendung die
Milliardäre. Das Trennende, der Rassismus, die soziale Apartheid,
überwiegt das Gemeinsame. *Der amerikanische Traum* ist ausgeträumt.
*Deutschland könnte sich diesen Traum aneignen* und daraus eine
bessere Wirklichkeit machen. Die Arme öffnen für Menschen, die ein
besseres Leben suchen. Ein Leuchtturm der Freiheit sein. Ein helles
Licht in der Dunkelheit. Und darauf einen neuen Stolz gründen.
Das ist die reine Fantasie. Sicher. ...
Für das Jahr 2012 hat eine Studie der Bertelsmann-Stiftung
ausgerechnet, dass jeder Ausländer pro Jahr durchschnittlich 3300
Euro mehr an Steuern und Sozialabgaben einzahlt, als er an
staatlichen Leistungen erhält.
Kurzfristig sieht das anders aus. Da kosten Einwanderer erst mal
Geld. Der Sozialstaat kümmert sich. Aber je mehr Einwanderer kommen,
desto stärker gerät der Sozialstaat unter Druck. Was geschieht, wenn
so viele vor der Tür stehen, dass sie zu den jetzigen Standards nicht
mehr versorgt werden könnten? *Schließt man die Grenzen? Oder ändert
man die Standards?*
Für das Einwanderungsland Deutschland ist das eine Schicksalsfrage.
Auf der politischen Rechten ist sie schnell beantwortet. Weil man
dort keine Einwanderung will, finden sich plötzlich ungeahnte
Verteidiger des Sozialstaats. Und der Gegensatz wird auf die Spitze
getrieben, damit auch noch der letzte "Gutmensch" vom Befürworter der
Einwanderung zu ihrem Gegner werde. Leute wie Henryk M. Broder oder
Jens Spahn haben das vorgemacht.
---> Aber man kann das Argument auch umdrehen und den Rechten recht
geben: Weil sich die Einwanderung nicht mit dem bisherigen
Sozialstaat verträgt, entscheiden wir uns für die Einwanderung und
für einen anderen Sozialstaat.
Das lässt sich moralisch begründen: wenn der Preis für unseren
Sozialstaat die Toten im Mittelmeer sind, ist er es nicht wert.
[sic!, F.B.] Wenn der Preis die Versklavten in den libyschen Lagern
sind, ist der Preis zu hoch. Aber moralisch Begründetes hält in der
Politik bekanntlich nicht viel aus. Die Moral allein trägt nicht.
Der bessere Grund ist eine andere Idee von Deutschland: Ein neuer
"Schmelztiegel", in dem Menschen aus Europa, dem Nahen Osten und
Afrika *gemeinsam eine neue Nation erschaffen*. (Jakob Augstein, Ein
deutscher Traum, Spiegel-online.de, 09.07.2018)
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/einwanderung-ein-deutscher-traum-kolumne-a-1217379.html
Dieser Mann ist nach meinem Dafürhalten genauso verrückt wie der
Böhmermann und andere "Gute", die Merkel mit ihren "offenen Grenzen"
unterstützen. Zu diesen angeblich linken, aber im Wesen zutiefst
Soziologin über die urbane Mittelschicht
"Viele Linke machen sich etwas vor"
Cornelia Koppetsch erforscht das Milieu der urbanen Mittelschicht.
taz: Wer sind diese sogenannten Kosmopoliten, die Sie in Ihren Büchern
beschreiben?
Cornelia Koppetsch: Als Kosmopoliten bezeichne ich die akademisch
gebildete, zumeist in urbanen Zentren ansässige Mittelschicht, die
sich an Werten wie Toleranz und Weltoffenheit orientiert, politisch
interessiert und zivilgesellschaftlich engagiert ist. Angepasst sind
sie insofern, als dass sie durch Selbstoptimierung und
unternehmerisches Handeln das Projekt des Neo­liberalismus
verinnerlicht haben, auch wenn sie diesem eigentlich kritisch
gegenüberstehen und sich ­gegen eskalierende Ungleichheiten
aussprechen. Doch verhalten sich linksliberale Werte zum neuen
Kapitalismus wie ein Schlüssel zum Schloss.
Sie meinen Werte wie Selbstverwirklichung, Kreativität, Toleranz und
Diversity?
Ja. Das sind ja genau die Schlagworte, die sich der neue Kapitalismus
auf seine Fahnen geschrieben hat. Die linksliberalen Werte sind der
Motor der Globalisierung. So haben sich einst alternative
Lebensformen in ihren Strukturen überall in der Wirtschaft etabliert.
...
*Linke Werte sind ein Teil des herrschenden Apparats geworden.* Viele
Linke sind ja selbst Gate­keeper in den staatlichen oder öffentlichen
Institutionen. Sie arbeiten als Pädagoginnen, Sozialarbeiter,
Journalistinnen, Sozialwissenschaftler, Lehrerinnen und so weiter. Sie
beherrschen die öffentliche Meinung und sind genau das, was heute die
Rechtspopulisten spöttisch als pädagogisches Establishment bezeichnen.
[...]
taz: Und der Begriff Heimat hat Hochkonjunktur. Dabei wäre Heimat da
am konkretesten, wo ich mir eine Wohnung leisten kann.
Der Begriff der Heimat hat seine Unschuld verloren, er ist nicht mehr
nur eine harmlose Form der sentimentalen Selbstverortung, sondern ein
Begriff der politischen Abschottung geworden. In dieser Eigenschaft
wird er von den Kosmopoliten auch kritisiert, die dagegen
Weltoffenheit und Toleranz halten. Allerdings ist das nicht weniger
weltfremd, da Solidarität stets auf soziale Exklusivität angewiesen
ist. Es gibt keine solidarische Weltgemeinschaft.
Die Kosmopoliten nutzen andere Möglichkeiten der Abschottung?
Sie bewohnen die attraktiven Kieze und Innenstadtquartiere, die
inzwischen so hohe Mieten und Immobilienpreise aufweisen, dass sich
soziale Exklusivität wie von selbst einstellt. Zu den wirkungsvollsten
kosmopolitischen Grenzanlagen gehört die kapitalistische Ausrichtung
des Lebensstils. Kulturelle Offenheit wird somit kompensiert durch ein
hochgradig effektives Grenzregime, das über Immobilienpreise und
Mieten, über ein sozial und ethnisch hoch selektives Bildungswesen
sowie über den Zugang zu exklusiven Freizeiteinrichtungen und Clubs
gesteuert wird. Die Abgrenzung erfolgt nicht nach außen, denn hoch
qualifizierte MigrantInnen sind hier selbstverständlich willkommen,
sondern nach unten. ... (taz vom
07.07.2018) https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5516398/
Dieses verzogene Bürschchen achtet bestimmt schon ganz genau darauf,
daß die Erbschaft seines Josef-Vaters ihn recht lange unterhalten möge.

Es gibt kein richtiges Leben im falschen, und zuallererst ist nun einmal
wichtig, daß es einem selbst recht /kommod/ ergeht.

Dabei kann man dann naturgemäß besonders leicht den "Moralischen"
raushängen lassen.

w.
Nitro Joe
2018-07-09 21:46:16 UTC
Permalink
Post by Werner Sondermann
Post by Frank Bügel
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/einwanderung-ein-deutscher-traum-kolumne-a-1217379.html
Dieses verzogene Bürschchen achtet bestimmt schon ganz genau darauf,
daß die Erbschaft seines Josef-Vaters ihn recht lange unterhalten möge.
Es gibt kein richtiges Leben im falschen, und zuallererst ist nun einmal
wichtig, daß es einem selbst recht /kommod/ ergeht.
Dabei kann man dann naturgemäß besonders leicht den "Moralischen"
raushängen lassen.
Ja. Ihr könnt dann den Nordafrikanern deutsche Arbeitsamkeit und
Sparsamkeit beibringen. Den Arabern deutsche Werte und Genderismus.
Den Syrern könnt ihr deutsch beibringen, damit sie auch den Spiegel
lesen können und in eurer Freizeit dürft ihr Flaschen sammeln
Ich lehn mich derweil mit ner Großportion Popcorn zurück
und wünsch euch alles Gute!

Toitoitoi


Nitro Joe
Werner Sondermann
2018-07-09 22:30:17 UTC
Permalink
Post by Nitro Joe
Post by Werner Sondermann
Post by Frank Bügel
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/einwanderung-ein-deutscher-traum-kolumne-a-1217379.html
Dieses verzogene Bürschchen achtet bestimmt schon ganz genau darauf,
daß die Erbschaft seines Josef-Vaters ihn recht lange unterhalten
möge. Es gibt kein richtiges Leben im falschen, und zuallererst ist
nun einmal wichtig, daß es einem selbst recht /kommod/ ergeht.
Dabei kann man dann naturgemäß besonders leicht den "Moralischen"
raushängen lassen.
Ja. Ihr könnt dann den Nordafrikanern deutsche Arbeitsamkeit und
Sparsamkeit beibringen. Den Arabern deutsche Werte und Genderismus.
Den Syrern könnt ihr deutsch beibringen, damit sie auch den Spiegel
lesen können und in eurer Freizeit dürft ihr Flaschen sammeln
Ich lehn mich derweil mit ner Großportion Popcorn zurück
und wünsch euch alles Gute!
Toitoitoi
Ich gönne ihm doch völlig unbenommen seine völlig unbeschwerte Sicht auf
die Dinge vom Balkon seines Penthouses aus über die gesamte Stadt!

Aber diese abgehobene Sicht ähnelt naturgemäß der Sicht vom sicheren
Feldherrnhügel aus!

w.


BTW: Diese eigentlich völlig überflüssige Bemerkung von mir kam jetzt
nur, um damit gar nicht erst irgendwelche Unterstellungen aufkommen zu
lassen, ich würde dem arroganten Knaben womöglich irgendwas neiden
wollen!

--
Augstein jr. rotzt in eine Deutschlandfahne:

Frank Bügel
2018-07-09 23:03:25 UTC
Permalink
Am Mon, 9 Jul 2018 23:19:34 +0200 schrieb Werner Sondermann:

Hallo Werner,
Post by Werner Sondermann
Post by Frank Bügel
Einwanderung
Ein deutscher Traum
Warum nicht mal zur Abwechslung positiv denken? Durch Einwanderung
könnte Deutschland zum neuen, besseren Amerika werden. Wir müssten
uns nur von lieben Gewohnheiten verabschieden - zum Beispiel vom
Sozialstaat, wie wir ihn kennen.
Eine Kolumne von Jakob Augstein
(...)
Post by Werner Sondermann
Post by Frank Bügel
Der bessere Grund ist eine andere Idee von Deutschland: Ein neuer
"Schmelztiegel", in dem Menschen aus Europa, dem Nahen Osten und
Afrika *gemeinsam eine neue Nation erschaffen*. (Jakob Augstein, Ein
deutscher Traum, Spiegel-online.de, 09.07.2018)
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/einwanderung-ein-deutscher-traum-kolumne-a-1217379.html
Dieser Mann ist nach meinem Dafürhalten genauso verrückt wie der
Böhmermann und andere "Gute", die Merkel mit ihren "offenen Grenzen"
unterstützen.
(...)
Post by Werner Sondermann
Post by Frank Bügel
taz: Die Kosmopoliten nutzen andere Möglichkeiten der Abschottung?
Sie bewohnen die attraktiven Kieze und Innenstadtquartiere, die
inzwischen so hohe Mieten und Immobilienpreise aufweisen, dass sich
soziale Exklusivität wie von selbst einstellt. Zu den wirkungsvollsten
kosmopolitischen Grenzanlagen gehört die kapitalistische Ausrichtung
des Lebensstils. Kulturelle Offenheit wird somit kompensiert durch ein
hochgradig effektives Grenzregime, das über Immobilienpreise und
Mieten, über ein sozial und ethnisch hoch selektives Bildungswesen
sowie über den Zugang zu exklusiven Freizeiteinrichtungen und Clubs
gesteuert wird. Die Abgrenzung erfolgt nicht nach außen, denn hoch
qualifizierte MigrantInnen sind hier selbstverständlich willkommen,
sondern nach unten. ... (taz vom
07.07.2018) https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5516398/
Dieses verzogene Bürschchen achtet bestimmt schon ganz genau darauf,
daß die Erbschaft seines Josef-Vaters ihn recht lange unterhalten möge.
Da sind wir völlig einer Meinung. Der Vogel (und viele andere seines
Kalibers, z.B. Reemtsma) gehörten mindestens zwangsweise zwei Jahre in ein
mit bildungsfernen Moslems und Zigeunern verseuchtes Ghetto einquartiert,
um überhaupt mal wieder sowas wie 'Bodenhaftung' zu bekommen.

Eigentlich gehörten solche Volks- und Vaterlandsverräter geteert und
gefedert, wie auch die Schlepper-Retter, die wegen illegalen
Menschenschmuggels vor ein ordentliches Gericht gestellt werden sollten
Post by Werner Sondermann
Es gibt kein richtiges Leben im falschen, und zuallererst ist nun einmal
wichtig, daß es einem selbst recht /kommod/ ergeht.
Dabei kann man dann naturgemäß besonders leicht den "Moralischen"
raushängen lassen.
Ich meine, dass dazu Frau Prof. Cornelia Koppetsch in der taz alles nötige
gesagt hat. Mich freut auch, dass die SPD nun ungefähr "gleich auf" mit der
AfD liegt. Hochnäsigen Genossen wie dem 'unvergessenem' Dr. Leps oder dem
Ulrich Heymach wird das recht guttun.

MfG Frank
--
"Die liberale und universalistische Verfasstheit Nachkriegseuropas war,
ohne die Leistung der großen Pioniere der europäischen Einigungsvision
schmälern zu wollen, im Wesentlichen durch die Anleitung der Vereinigten
Staaten von Amerika vorgegeben und garantiert." (Richard Herzinger, Wie
Europa den geschenkten Liberalismus austreibt, Die Welt vom 19.12.2015)
http://tinyurl.com/gngqg9r
Holger
2018-07-09 21:23:06 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Das lässt sich moralisch begründen: wenn der Preis für unseren Sozialstaat
die Toten im Mittelmeer sind, ist er es nicht wert. [sic!, F.B.] Wenn der
Preis die Versklavten in den libyschen Lagern sind, ist der Preis zu hoch.
Aber moralisch Begründetes hält in der Politik bekanntlich nicht viel aus.
Die Moral allein trägt nicht.
Ja,es ist wirklich widerlich. Lieber läßt man in Deutschland einen
Rentner verhungern, als das man einen illegalen Einwanderer zurückweist.
Schon allein mit dieser Forderung hat sich die Linke selbst verurteilt.

Holger
Frank Bügel
2018-07-09 23:12:30 UTC
Permalink
Post by Holger
Post by Frank Bügel
Das lässt sich moralisch begründen: wenn der Preis für unseren Sozialstaat
die Toten im Mittelmeer sind, ist er es nicht wert. [sic!, F.B.] Wenn der
Preis die Versklavten in den libyschen Lagern sind, ist der Preis zu hoch.
Aber moralisch Begründetes hält in der Politik bekanntlich nicht viel aus.
Die Moral allein trägt nicht.
Ja,es ist wirklich widerlich. Lieber läßt man in Deutschland einen
Rentner verhungern, als das man einen illegalen Einwanderer zurückweist.
Schon allein mit dieser Forderung hat sich die Linke selbst verurteilt.
Solche wohlhabenden, kosmopolitischen Salon-Linken hatten ja schon in der
Weimarer Republik jämmerlich versagt. Offenbar haben sie aus der Geschichte
"nichts gelernt". Sie sind es neben Merkel, die mit ihren "verantwortungs-
ethischen Zumutungen ungewollt Werbung für aufwallenden Nationalismus und
die AfD machen.
Holger
2018-07-11 13:05:54 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Post by Holger
Post by Frank Bügel
Das lässt sich moralisch begründen: wenn der Preis für unseren Sozialstaat
die Toten im Mittelmeer sind, ist er es nicht wert. [sic!, F.B.] Wenn der
Preis die Versklavten in den libyschen Lagern sind, ist der Preis zu hoch.
Aber moralisch Begründetes hält in der Politik bekanntlich nicht viel aus.
Die Moral allein trägt nicht.
Ja,es ist wirklich widerlich. Lieber läßt man in Deutschland einen
Rentner verhungern, als das man einen illegalen Einwanderer zurückweist.
Schon allein mit dieser Forderung hat sich die Linke selbst verurteilt.
Solche wohlhabenden, kosmopolitischen Salon-Linken hatten ja schon in der
Weimarer Republik jämmerlich versagt. Offenbar haben sie aus der Geschichte
"nichts gelernt". Sie sind es neben Merkel, die mit ihren "verantwortungs-
ethischen Zumutungen ungewollt Werbung für aufwallenden Nationalismus und
die AfD machen.
Immerhin schreibt dieses verzogene Jüngelchen namens Augstein ja ganz
deutlich, was es klasse findet: Eine Ende unserer Industriegesellschaft
zugunsten einer tribalistischen Gesellschaft ohne Zusammenhalt und
Solidarität auf der Basis von Clans, die sich in unseren urbanen
Lebensräumen ihre Stammesgebiete abstecken. Das alles schön und
gutmenschlich verpackt und als "Humanismus" getarnt. Dabei hätte man die
Route der illegalen Einwanderer über das Mittelmeer verhindern können.
Hätten unsere amerikanischen Freunde im Nahen Osten das Öl einfach
gekauft, anstatt dessen Besitzer via Raubzug zu ermorden und
auszuplündern, man denke an Hillary Clinton und die Causa Gaddafi, wäre
uns hier so einiges erspart geblieben. Hoffentlich nimmt das alles noch
ein gutes Ende inklusive der Rückführung der sogenannten Flüchtlinge in
ihre Herkunftsländer.

Holger

F. Werner
2018-07-10 05:07:45 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Für das Jahr 2012 hat eine Studie der Bertelsmann-Stiftung
ausgerechnet, dass jeder Ausländer pro Jahr durchschnittlich 3300
Euro mehr an Steuern und Sozialabgaben einzahlt, als er an
staatlichen Leistungen erhält.
Ja, ja, die Bettelsmann-Stiftung. Kompetent wie eh und je. Ich war mal
auf einem Kommunal-Seminar, auf dem die Bettelsmänner einen Vortrag
hielten. Ich weiß nicht, was die damals geraucht haben, aber die haben
zu unserem Entsetzen vorgeschlagen, Grundschulen zu privatisieren.

Nun, nach der Pleite der Privatisierung der Bundesdruckerei, die
bekanntlich über Nacht wieder zurück genommen wurde, und der
Privatisierung kommunaler Rechenzentren, die hohe Kosten und keine
Gewinne abwarfen, hat man sich selbst dort eines Besseren besonnen (oder
das Rauchen aufgehört).

Die Ausländer, die 2012 schon im Land waren, das sind andere Ausländer,
deren Zuwanderung kontrolliert wurde. Das waren die Türken hier bei
Ford, die arabischen Krankenschwestern im Krankenhaus oder der
Döner-Laden an der Ecke.

Das ist heute völlig anders.

FW
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