Discussion:
Zweiter Weltkrieg gerät in Vergessenheit
(zu alt für eine Antwort)
G.B.
2004-08-27 08:56:25 UTC
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Der Zweite Weltkrieg wird von den Österreichern zunehmend "vergessen".
Das Wissen über Personen und Ereignisse aus dieser Zeit, aber auch die
Häufigkeit der Gespräche darüber in den Familien nimmt ab.

Das stellte das Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS in einem
Vergleich von aktuellen Umfrage-Ergebnissen mit früheren, bis in das
Jahr 1985 zurückreichenden fest.

Die Meinungsforscher stellten abnehmendes Wissen über die damals
handelnden Personen fest. Nur Adolf Hitler ist den heute Lebenden noch
annähend vollzählig ein Begriff, von ihm können 90 Prozent ungefähr
sagen, um wenn es sich handelt.

Mit dem Namen des sowjetischen Diktators Josef Stalin können 76
Prozent etwas anfangen, der britische Premier Winston Churchill ist 69
Prozent bekannt. Italiens "Duce" Benito Mussolini liegt mit 64 Prozent
Bekanntheitsgrad schon unter der Zwei Drittel-Marke.

Für gerade noch die Hälfte der Österreicher sind der am 20. Juli 1944
erschossene Widerstandskämpfer Claus Graf Stauffenberg - trotz der
gerade kurz vor dem Umfragezeitraum erschienenen Berichte über ihn,
sowie die Tagebuchverfasserin Anne Frank ein Begriff.


30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht
Auch das Wissen über Begriffe im Zusammenhang mit der Zeit um den
Zweiten Weltkrieg ist sehr unterschiedlich. An die 70 Prozent und mehr
können "ungefähr" erklären, was mit "KZ", Judenverfolgung",
"Auschwitz", "Holocaust", "Stalingrad" und Hiroshima" gemeint ist.
"Invasion" können nur noch 56 Prozent deuten.

Kennzeichnend für die Situation ist laut Meinungsforscher, dass das
Wissen über die Personen der Geschichte auch bei der nur mehr
teilweise aus Zeitzeugen bestehenden Seniorengeneration zurückgeht. Am
besten informiert sind noch Maturanten und Akademiker.

http://oesterreich.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=4&id=338847
-----

Selbst in modernen Zeiten mit Internet ist es in Österreich nicht
möglich, die gesamte Bevölkerung wenigstens mit Schlagworten
reflexionsfest zu machen.

Nach diesem Bericht wage ich zu bezweifeln, daß es hierzulande mehr
als eine Minderheit von 5% gibt, die auch wissen, was sich hinter
diesen vielkolportierten Schlagworten verbirgt.

G.B.
Helmut Steinauer
2004-08-27 09:05:57 UTC
Permalink
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht
?! Von welchem Österreich wird hier geprochen.
Alois Alzheimer
2004-08-27 11:55:17 UTC
Permalink
Post by Helmut Steinauer
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht
?! Von welchem Österreich wird hier geprochen.
Von *felix austria* bestimmt! ;)

w.
--
Glücklich ist, wer vergißt,
was nicht mehr zu ändern ist.
[Johann Strauß]
Andreas Kiefl
2004-08-27 16:49:59 UTC
Permalink
Am Fri, 27 Aug 2004 13:55:17 +0200 schrieb Alois Alzheimer
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht
Den Ausdruck "Holocaust" hab ich auch erst nach dem gleichnamigen Film
1975 gehört, (Ich war damals 16 Jahre) vorher hörte ich zwar auch von den
KZs, und daß da Juden vergast wurden, aber dieses Wort hab ich vorher nie
gehört.
Wir haben die Serie dann in der Schule ansehen müssen.

Andy
J. Behrendt
2004-08-27 17:53:49 UTC
Permalink
Post by Andreas Kiefl
[...]
Den Ausdruck "Holocaust" hab ich auch erst nach dem gleichnamigen Film
1975 gehört, (Ich war damals 16 Jahre) vorher hörte ich zwar auch von
den KZs, und daß da Juden vergast wurden, aber dieses Wort hab ich
vorher nie gehört.
Wir haben die Serie dann in der Schule ansehen müssen.
Und - hat's weh getan?


jb
--
Den Toitschen eint von Nord bis Süd
die Vielzahl der Talente:
der Lagerbau, der Genozid,
das Bier, die Riesterrente.
Kurt Knoll
2004-08-27 18:27:48 UTC
Permalink
Post by J. Behrendt
Post by Andreas Kiefl
[...]
Den Ausdruck "Holocaust" hab ich auch erst nach dem gleichnamigen Film
1975 gehört, (Ich war damals 16 Jahre) vorher hörte ich zwar auch von
den KZs, und daß da Juden vergast wurden, aber dieses Wort hab ich
vorher nie gehört.
Wir haben die Serie dann in der Schule ansehen müssen.
Und - hat's weh getan?
jb
--
Den Toitschen eint von Nord bis Süd
der Lagerbau, der Genozid,
das Bier, die Riesterrente.
Ja es tut schon weh wen man nach hause kommt und die Eltern müssen
vorsichtig sein was sie zu den Kindern über den Holocaust sagen. Wer
sich in der Öffentlichkeit darüber ausredet und anzweifelt wird vor das
Gericht gebracht, Die Deutschen haben zu glauben.

Kurt Knoll.
=
Frank Bügel
2004-08-27 18:21:27 UTC
Permalink
Post by Andreas Kiefl
Am Fri, 27 Aug 2004 13:55:17 +0200 schrieb Alois Alzheimer
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht
Den Ausdruck "Holocaust" hab ich auch erst nach dem gleichnamigen Film
1975 gehört, (Ich war damals 16 Jahre) vorher hörte ich zwar auch von den
KZs, und daß da Juden vergast wurden, aber dieses Wort hab ich vorher nie
gehört.
Wir haben die Serie dann in der Schule ansehen müssen.
Was habt ihr? Ihr mußtet euch diesen Kitsch in der Schule ansehen?

"1979 wurde die Serie auch in Deutschland ausgestrahlt, und 19 Millionen
Deutsche sahen sie. Keine jüdische Organisation hat das veranlasst. Es
handelte sich um einen Fall, in dem die Geschichtsschreibung Teilen der
in der Serie verwendeten Bildsprache entschieden widersprach. Und doch,
was *die mentalen Nachwirkungen* der Serie angeht, so gaben sie ganz
offensichtlich den zentralen Anstoß zur Ausbreitung der
Holocaust-Erziehung an amerikanischen Universitäten und Colleges. ...

Die jüdische Erinnerung an den Holocaust ist eine traumatisierte
Erinnerung. Wenn man mit einem Trauma nicht umgehen kann, flüchtet man
sich in eine Liturgie oder in Klischees - oder in beides. Das Klischee
"Nie wieder" zeigt an, dass man in höchstem Maße darum besorgt ist, dass
es tatsächlich nie wieder geschieht."
http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2001/02/finkelstein.htm

Bei der NVA sollten wir uns immer den "Schwarzen Kanal" anschauen,
obwohl wir dort kein BRD-Fernsehen gucken konnten. In der Schule wurden
wir zu solchen Dingen noch nicht gezwungen.

MfG Frank
Andreas Kiefl
2004-08-27 19:14:40 UTC
Permalink
Am Fri, 27 Aug 2004 20:21:27 +0200 schrieb Frank Bügel
Post by Frank Bügel
Post by Andreas Kiefl
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht
Den Ausdruck "Holocaust" hab ich auch erst nach dem gleichnamigen Film
1975 gehört, (Ich war damals 16 Jahre) vorher hörte ich zwar auch von den
KZs, und daß da Juden vergast wurden, aber dieses Wort hab ich vorher nie
gehört.
Wir haben die Serie dann in der Schule ansehen müssen.
Was habt ihr? Ihr mußtet euch diesen Kitsch in der Schule ansehen?
Ja, und zwar in der 12. Klasse im Fach Geschichte.
Der damalige Lehrer war der Auffassung, dieser Film sollte an jeder
deutschen Schule zur Pflicht werden.
Die NS-Zeit nahm in diesem Schuljahr einen Großteil des
Geschichts-Lehrplans ein.

Andy
J. Behrendt
2004-08-27 19:59:57 UTC
Permalink
Post by Andreas Kiefl
Am Fri, 27 Aug 2004 20:21:27 +0200 schrieb Frank Bügel
Post by Frank Bügel
Post by Andreas Kiefl
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht
Den Ausdruck "Holocaust" hab ich auch erst nach dem gleichnamigen Film
1975 gehört, (Ich war damals 16 Jahre) vorher hörte ich zwar auch
von den
KZs, und daß da Juden vergast wurden, aber dieses Wort hab ich
vorher nie
gehört.
Wir haben die Serie dann in der Schule ansehen müssen.
Was habt ihr? Ihr mußtet euch diesen Kitsch in der Schule ansehen?
Ja, und zwar in der 12. Klasse im Fach Geschichte.
Der damalige Lehrer war der Auffassung, dieser Film sollte an jeder
deutschen Schule zur Pflicht werden.
Die NS-Zeit nahm in diesem Schuljahr einen Großteil des
Geschichts-Lehrplans ein.
Nazi-Bügel ist das Produkt einer sogenannten "antifaschistischen
Erziehung" der DDR. Da hatte die Beschäftigung mit der
nazionalsozialistischen Vergangenheit und mit dem Holocaust keine Rolle
gespielt, der "Antifaschismus" der DDR diente nur dazu, die Existenz der
DDR zu rechtfertigen und sich nicht mit der Nazi-Ideologie zu
beschäftigen. Es war ein institutionalisierter "Antifaschismus", der
sich in Kranzniederlegungen und Gedenken erschöpfte.

Kein Wunder, dass dort braune Sumpfblüten wie Nazi-Bügel gezüchtet und
gehegt wurden.


jb
--
Den Toitschen eint von Nord bis Süd
die Vielzahl der Talente:
der Lagerbau, der Genozid,
das Bier, die Riesterrente.
Grgo
2004-08-27 20:20:00 UTC
Permalink
Post by J. Behrendt
Post by Andreas Kiefl
Am Fri, 27 Aug 2004 20:21:27 +0200 schrieb Frank Bügel
Post by Frank Bügel
Post by Andreas Kiefl
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht
Den Ausdruck "Holocaust" hab ich auch erst nach dem gleichnamigen Film
1975 gehört, (Ich war damals 16 Jahre) vorher hörte ich zwar auch
von den
KZs, und daß da Juden vergast wurden, aber dieses Wort hab ich
vorher nie
gehört.
Wir haben die Serie dann in der Schule ansehen müssen.
Was habt ihr? Ihr mußtet euch diesen Kitsch in der Schule ansehen?
Ja, und zwar in der 12. Klasse im Fach Geschichte.
Der damalige Lehrer war der Auffassung, dieser Film sollte an jeder
deutschen Schule zur Pflicht werden.
Die NS-Zeit nahm in diesem Schuljahr einen Großteil des
Geschichts-Lehrplans ein.
Nazi-Bügel ist das Produkt einer sogenannten "antifaschistischen
Erziehung" der DDR. Da hatte die Beschäftigung mit der
nazionalsozialistischen Vergangenheit und mit dem Holocaust keine Rolle
gespielt, der "Antifaschismus" der DDR diente nur dazu, die Existenz der
DDR zu rechtfertigen und sich nicht mit der Nazi-Ideologie zu
beschäftigen. Es war ein institutionalisierter "Antifaschismus", der
sich in Kranzniederlegungen und Gedenken erschöpfte.
Ach deswegen gab es dort dieses Delikt namens "Verherrlichung des
Faschismus", für das es immerhin mit penetranter Regelmäßigkeit einige
Jahre gab!

Ist schon toll, was Du in Deinem Unwissen so permanent an sinnlosem
Geschwätz produzierst.
Lars Braesicke
2004-08-27 20:42:18 UTC
Permalink
Post by Grgo
Post by J. Behrendt
Nazi-Bügel ist das Produkt einer sogenannten "antifaschistischen
Erziehung" der DDR. Da hatte die Beschäftigung mit der
nazionalsozialistischen Vergangenheit und mit dem Holocaust keine
Rolle gespielt, der "Antifaschismus" der DDR diente nur dazu, die
Existenz der DDR zu rechtfertigen und sich nicht mit der
Nazi-Ideologie zu beschäftigen. Es war ein institutionalisierter
"Antifaschismus", der sich in Kranzniederlegungen und Gedenken
erschöpfte.
Ach deswegen gab es dort dieses Delikt namens "Verherrlichung des
Faschismus", für das es immerhin mit penetranter Regelmäßigkeit einige
Jahre gab!
Davon hast du selbst im fernen Kurdistan gehört?
Post by Grgo
Ist schon toll, was Du in Deinem Unwissen so permanent an sinnlosem
Geschwätz produzierst.
So sinnlos ist es nicht. Antifaschismus, so behauptete man, wäre
hauptsächlich kommunistisch gewesen. Opfer des Faschismus wären
hauptsächlich Kommunisten gewesen. Alles andere (Antisemitismus z.B.) seien
Randnotizen, genutzt, um die Bösheit des Faschismus und die Heldenhaftigkeit
kommunistischer Widerständler zu untermauern. Sehr einseitig also.
Auch baute man 1961 mitten in Berlin einen angeblichen "antifaschistischen"
Schutzwall. Man hatte vom Antifaschismus eben recht merkwürdige
Auffassungen.

Heuzutage hört man allerdings vom kommunistischen Widerstand fast gar nichts
mehr, was auch seltsam ist.

Lars
Grgo
2004-08-27 21:46:11 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Post by Grgo
Post by J. Behrendt
Nazi-Bügel ist das Produkt einer sogenannten "antifaschistischen
Erziehung" der DDR. Da hatte die Beschäftigung mit der
nazionalsozialistischen Vergangenheit und mit dem Holocaust keine
Rolle gespielt, der "Antifaschismus" der DDR diente nur dazu, die
Existenz der DDR zu rechtfertigen und sich nicht mit der
Nazi-Ideologie zu beschäftigen. Es war ein institutionalisierter
"Antifaschismus", der sich in Kranzniederlegungen und Gedenken
erschöpfte.
Ach deswegen gab es dort dieses Delikt namens "Verherrlichung des
Faschismus", für das es immerhin mit penetranter Regelmäßigkeit einige
Jahre gab!
Davon hast du selbst im fernen Kurdistan gehört?
Es soll sogar Leute geben, die in der Ostzone eingesessen haben und
darüber erzählöen können! Unglaublich nicht?
Post by Lars Braesicke
Post by Grgo
Ist schon toll, was Du in Deinem Unwissen so permanent an sinnlosem
Geschwätz produzierst.
So sinnlos ist es nicht. Antifaschismus, so behauptete man, wäre
hauptsächlich kommunistisch gewesen. Opfer des Faschismus wären
hauptsächlich Kommunisten gewesen. Alles andere (Antisemitismus z.B.) seien
Randnotizen, genutzt, um die Bösheit des Faschismus und die Heldenhaftigkeit
kommunistischer Widerständler zu untermauern. Sehr einseitig also.
Aus der gleichen Quelle wie oben erwähnt, war jedoch zu erfahren, das
man in den ostdeutschen Schulen durchaus anderes gelkehrt hat. Im
gegensatz zu dem was mir im "freien Westen" untergekommen ist, hat man
dort wohl durchaus auch andere als Opfer (gleich welcher Coleur)
gesehen, während heute wohl ausschließlich die Juden Opfer gewesen sein
dürfen. Jedenfalls hört man im allgemeinen "Holocaust!" - Gebrüll kaum
mal einen Ton darüber, das es auch andere gegeben hat. Da werden
Mahnmale ohne Ende gebaut, doch welche betreffen nicht-jüdische Opfer?

Das eigentlich auch gleichermaßen Mahnmale für andere Völkermorde
aufgestellt werden müßte, hierbei aber die Völkermorde selbst mehr oder
weniger ignoriert werden, ist die Kehrseite dieser Medaillie.
Post by Lars Braesicke
Auch baute man 1961 mitten in Berlin einen angeblichen "antifaschistischen"
Schutzwall. Man hatte vom Antifaschismus eben recht merkwürdige
Auffassungen.
Abgesehen von einer Überbetonung der Kommunisten in diesem Bild, kann
ich da nicht ganz zustimmen.
Post by Lars Braesicke
Heuzutage hört man allerdings vom kommunistischen Widerstand fast gar nichts
mehr, was auch seltsam ist.
Du hast Blumentritt nicht gehört? ;-)

Nun eindeutig haben die ihr Leitmotiv verloren und haben sich wohl
ingesamt anderen Motiven zugewandt. Manche Posting, bei denen man unter
Umständen einen (gewesenen?) Kommunisten vermuten könnte muten aber
schon fast wieder nazistisch an.

Darüber hinaus habe ich echte zweifel am Sinn dieser permanenten
Hinwendung zu einem eng begrenzten geschichtlichen Zeitraum, eben dem
des nazistischen Deutschlands. Einige schinen sich regelrecht das Hirn
damit verkleistert zu haben und das aktuelle Geschehen nur noch aus
dieser Sicht betrachten zu können. Das wird besonders bei Betrachtungen
zu Staaten wie der USA, der Türkei und dem Judenstat deutlich.

Erstere - früher DER Feind Nummer 1, steigt zur Ikone auf. Die Türkei -
ehemaliger "Partner" des Kaiserreiches und auch der NS-Regierung
ziemlich aufgeschlossen gegenüber, ist auf einmal das demokratische
Vorbild eines islamischen Staates, ungeachtet bergweise Ecken und
Kanten, die dem eigentlich widerspricht. Na und der Judenstaat wird
selbst dann noch Opfer sein, wenn er ein ganzes Ghetto platt macht
Martin Blumentritt
2004-09-04 00:00:00 UTC
Permalink
Es begab sich am 27.08.04, als der/die ehrenwerte braesicke
Post by Lars Braesicke
Auch baute man 1961 mitten in Berlin einen angeblichen "antifaschistischen"
Schutzwall.
Seit 1990 wissen wir, daß es tatsächlich ein antifaschistischer
Schutzwall war. Immerhin hat es vor dem Faschismus bewahrt, der dann
seit 1990 sich in der Ostzone entfaltete.

mfg Martin Blumentritt

Homepage: http://www.martinblumentritt.de/

"Kultur ist das, was in der Auseinandersetzung mit dem Fremden
entsteht, sie stellt das Produkt der Veränderung des Eigenen
durch die Aufnahme des Fremden dar."(Mario Erdheim)
___
_Kein Volk * Kein Führer * Kein Vaterland * Logout Fascism_
Wer von Israel sprechen will, darf von Auschwitz nicht schweigen.
Lars Braesicke
2004-09-04 10:42:50 UTC
Permalink
Post by Martin Blumentritt
Es begab sich am 27.08.04, als der/die ehrenwerte braesicke
Post by Lars Braesicke
Auch baute man 1961 mitten in Berlin einen angeblichen
"antifaschistischen" Schutzwall.
Seit 1990 wissen wir, daß es tatsächlich ein antifaschistischer
Schutzwall war. Immerhin hat es vor dem Faschismus bewahrt, der dann
seit 1990 sich in der Ostzone entfaltete.
Ja, besonders bejubelt Blumentritt die Selbstschußanlagen und die an der
Mauer getöteten Flüchtenden, was ja seiner Diktion gemäß alles Faschisten
waren.
Und genauso bejubelt er heute die Ghettomauer, die Israel gerade baut..

Lars
Thorsten Haupts
2004-09-04 18:14:40 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Und genauso bejubelt er heute die Ghettomauer, die Israel gerade baut..
Was bitte gibt es gegen die israelische Schutzmauer einzuwenden,
sofern und solange sie nicht ueber palaestinensisches Gebiet laeuft?

Thorsten
Frank Bügel
2004-09-04 19:16:12 UTC
Permalink
Post by Thorsten Haupts
Post by Lars Braesicke
Und genauso bejubelt er heute die Ghettomauer, die Israel gerade baut..
Was bitte gibt es gegen die israelische Schutzmauer einzuwenden,
sofern und solange sie nicht ueber palaestinensisches Gebiet laeuft?
Sehe ich ebenso. Zustimmung.

Frank
Lars Braesicke
2004-09-04 22:34:28 UTC
Permalink
Post by Thorsten Haupts
Post by Lars Braesicke
Und genauso bejubelt er heute die Ghettomauer, die Israel gerade baut..
Was bitte gibt es gegen die israelische Schutzmauer einzuwenden,
sofern und solange sie nicht ueber palaestinensisches Gebiet laeuft?
Wieviele Meter wurden denn auf israelischem Gebiet bisher erbaut?

Lars
Agneta F.
2004-09-04 22:53:37 UTC
Permalink
Lars Braesicke
2004-09-04 22:59:01 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Lars Braesicke wrote...
Post by Lars Braesicke
Und genauso bejubelt er heute die Ghettomauer, die Israel gerade baut..
Was bitte gibt es gegen die israelische Schutzmauer einzuwenden,
sofern und solange sie nicht ueber palaestinensisches Gebiet laeuft?
Wieviele Meter wurden denn auf israelischem Gebiet bisher erbaut?
Is' doch eh voll für'n Arsch die Frage?
Deshalb fühltest du dich wohl angesprochen?

Lars
Werner Sondermann
2004-09-04 23:08:55 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Is' doch eh voll für'n Arsch die Frage?
Deshalb fühltest du dich wohl angesprochen?
*Es gibt keine Hoffnung*!

w.

Kurt Knoll
2004-08-27 21:30:13 UTC
Permalink
Den Beherent wird ja auch nichts anderes übrig bleiben den das Holocaust
versumpfte sein Gehirn.
Kurt Knoll.
=
Post by Grgo
Post by J. Behrendt
Post by Andreas Kiefl
Am Fri, 27 Aug 2004 20:21:27 +0200 schrieb Frank Bügel
Post by Frank Bügel
Post by Andreas Kiefl
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht
Den Ausdruck "Holocaust" hab ich auch erst nach dem gleichnamigen Film
1975 gehört, (Ich war damals 16 Jahre) vorher hörte ich zwar auch
von den
KZs, und daß da Juden vergast wurden, aber dieses Wort hab ich
vorher nie
gehört.
Wir haben die Serie dann in der Schule ansehen müssen.
Was habt ihr? Ihr mußtet euch diesen Kitsch in der Schule ansehen?
Ja, und zwar in der 12. Klasse im Fach Geschichte.
Der damalige Lehrer war der Auffassung, dieser Film sollte an jeder
deutschen Schule zur Pflicht werden.
Die NS-Zeit nahm in diesem Schuljahr einen Großteil des
Geschichts-Lehrplans ein.
Nazi-Bügel ist das Produkt einer sogenannten "antifaschistischen
Erziehung" der DDR. Da hatte die Beschäftigung mit der
nazionalsozialistischen Vergangenheit und mit dem Holocaust keine Rolle
gespielt, der "Antifaschismus" der DDR diente nur dazu, die Existenz der
DDR zu rechtfertigen und sich nicht mit der Nazi-Ideologie zu
beschäftigen. Es war ein institutionalisierter "Antifaschismus", der
sich in Kranzniederlegungen und Gedenken erschöpfte.
Ach deswegen gab es dort dieses Delikt namens "Verherrlichung des
Faschismus", für das es immerhin mit penetranter Regelmäßigkeit einige
Jahre gab!
Ist schon toll, was Du in Deinem Unwissen so permanent an sinnlosem
Geschwätz produzierst.
Kurt Knoll
2004-08-27 21:28:25 UTC
Permalink
Der Bügel ist kein meister Lügner das ist ja nur deine Kennkarte.

Kurt Knoll.
=
Post by J. Behrendt
Post by Andreas Kiefl
Am Fri, 27 Aug 2004 20:21:27 +0200 schrieb Frank Bügel
Post by Frank Bügel
Post by Andreas Kiefl
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht
Den Ausdruck "Holocaust" hab ich auch erst nach dem gleichnamigen Film
1975 gehört, (Ich war damals 16 Jahre) vorher hörte ich zwar auch
von den
KZs, und daß da Juden vergast wurden, aber dieses Wort hab ich
vorher nie
gehört.
Wir haben die Serie dann in der Schule ansehen müssen.
Was habt ihr? Ihr mußtet euch diesen Kitsch in der Schule ansehen?
Ja, und zwar in der 12. Klasse im Fach Geschichte.
Der damalige Lehrer war der Auffassung, dieser Film sollte an jeder
deutschen Schule zur Pflicht werden.
Die NS-Zeit nahm in diesem Schuljahr einen Großteil des
Geschichts-Lehrplans ein.
Nazi-Bügel ist das Produkt einer sogenannten "antifaschistischen
Erziehung" der DDR. Da hatte die Beschäftigung mit der
nazionalsozialistischen Vergangenheit und mit dem Holocaust keine Rolle
gespielt, der "Antifaschismus" der DDR diente nur dazu, die Existenz der
DDR zu rechtfertigen und sich nicht mit der Nazi-Ideologie zu
beschäftigen. Es war ein institutionalisierter "Antifaschismus", der
sich in Kranzniederlegungen und Gedenken erschöpfte.
Kein Wunder, dass dort braune Sumpfblüten wie Nazi-Bügel gezüchtet und
gehegt wurden.
jb
--
Den Toitschen eint von Nord bis Süd
der Lagerbau, der Genozid,
das Bier, die Riesterrente.
Frank Bügel
2004-08-27 23:36:31 UTC
Permalink
Post by J. Behrendt
Post by Andreas Kiefl
Am Fri, 27 Aug 2004 20:21:27 +0200 schrieb Frank Bügel
Post by Frank Bügel
Post by Andreas Kiefl
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht
Den Ausdruck "Holocaust" hab ich auch erst nach dem gleichnamigen Film
1975 gehört, (Ich war damals 16 Jahre) vorher hörte ich zwar auch
von den
KZs, und daß da Juden vergast wurden, aber dieses Wort hab ich
vorher nie
gehört.
Wir haben die Serie dann in der Schule ansehen müssen.
Was habt ihr? Ihr mußtet euch diesen Kitsch in der Schule ansehen?
Ja, und zwar in der 12. Klasse im Fach Geschichte.
Der damalige Lehrer war der Auffassung, dieser Film sollte an jeder
deutschen Schule zur Pflicht werden.
Die NS-Zeit nahm in diesem Schuljahr einen Großteil des
Geschichts-Lehrplans ein.
Nazi-Bügel ist das Produkt einer sogenannten "antifaschistischen
Erziehung" der DDR.
Eben: antifaschistisch, aber niemals antideutsch und zionistisch.
Post by J. Behrendt
Da hatte die Beschäftigung mit der
nazionalsozialistischen Vergangenheit und mit dem Holocaust keine Rolle
gespielt...
Doch. Aber das wurde nicht derart perfide aufgeblasen wie in der BRD.
Schließlich kamen nicht nur die Kinder Israels in diesem Krieg zu
Schaden, sondern 55 Mio. Menschen. Und die DDR war nicht rassistisch.
Daher wurden nicht "Holocaust-Opfer" in rassistischer Art und Weise aufs
Silbertablett gehoben.
Post by J. Behrendt
... der "Antifaschismus" der DDR diente nur dazu, die Existenz der
DDR zu rechtfertigen und sich nicht mit der Nazi-Ideologie zu
beschäftigen.
Wir beschäftigten uns selbstverständlich ebenso mit der Nazi-Ideologie.
Post by J. Behrendt
Es war ein institutionalisierter "Antifaschismus", der
sich in Kranzniederlegungen und Gedenken erschöpfte.
Unsinn. Den Kommunisten der DDR, die zumeist selbst im KZ saßen und
nicht -wie Heuß und andere aus der Alt-BRD- für Hitlers
Ermächtigungsgesetz stimmten, war es schon eine Herzenssache, das
antifaschistische Andenken in Ehren zu halten.

Allerdings sprachen die Kommunisten nie das deutsche Großkapital frei
und dafür das deutsche Volk schuldig. Diese Perfidie dachte man sich
aber für Dich und Deinesgleichen aus. Und Du bist schön drauf
reingefallen.
Post by J. Behrendt
Kein Wunder, dass dort braune Sumpfblüten wie Nazi-Bügel gezüchtet und
gehegt wurden.
Unsinn: da wurden nur nicht antideutsche, zionistische Drecksäcke
gezüchtet, wie Du es bist.

Frank
marten
2004-09-03 21:43:46 UTC
Permalink
Post by J. Behrendt
Post by Andreas Kiefl
Am Fri, 27 Aug 2004 20:21:27 +0200 schrieb Frank Bügel
Post by Frank Bügel
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht
Was habt ihr? Ihr mußtet euch diesen Kitsch in der Schule ansehen?
Ja, und zwar in der 12. Klasse im Fach Geschichte.
Der damalige Lehrer war der Auffassung, dieser Film sollte an jeder
deutschen Schule zur Pflicht werden.
Die NS-Zeit nahm in diesem Schuljahr einen Großteil des
Geschichts-Lehrplans ein.
Nazi-Bügel ist das Produkt einer sogenannten "antifaschistischen
Erziehung" der DDR. Da hatte die Beschäftigung mit der
nazionalsozialistischen Vergangenheit und mit dem Holocaust keine Rolle
gespielt,
keine Beschäftigung mit NS-Vergangenheit - Falsch

"Holocaust" spielte keine Rolle - Richtig

Allerdings aus einem anderen Grund. Anglizismen waren verpöhnt.
Es wurde, für jeden verständlich, von der Vernichtung der europäischen
Juden gesprochen.

der "Antifaschismus" der DDR diente nur dazu, die Existenz der
Post by J. Behrendt
DDR zu rechtfertigen und sich nicht mit der Nazi-Ideologie zu
beschäftigen. Es war ein institutionalisierter "Antifaschismus", der
sich in Kranzniederlegungen und Gedenken erschöpfte.
Das ist Unsinn.
marten
--
Ärzte sind dazu da,den Mangel ihrer Patienten an Wissen
um den eigenen Körper, der zuweilen tödliche Folgen hat,
auszugleichen. (Alain de Botton: Trost der Philosophie)
Frank Bügel
2004-08-27 23:15:35 UTC
Permalink
Post by Andreas Kiefl
Am Fri, 27 Aug 2004 20:21:27 +0200 schrieb Frank Bügel
Post by Frank Bügel
Post by Andreas Kiefl
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht
Den Ausdruck "Holocaust" hab ich auch erst nach dem gleichnamigen Film
1975 gehört, (Ich war damals 16 Jahre) vorher hörte ich zwar auch von den
KZs, und daß da Juden vergast wurden, aber dieses Wort hab ich vorher nie
gehört.
Wir haben die Serie dann in der Schule ansehen müssen.
Was habt ihr? Ihr mußtet euch diesen Kitsch in der Schule ansehen?
Ja, und zwar in der 12. Klasse im Fach Geschichte.
So einen ahistorischen Mist?

Wir sprachen über Geschichte rational, nicht emotional oder gar als
Quasiverantwortliche (wg. der "Verantwortung" incl.
Wiedergutmachungszahlungen) über die NS-Zeit.
Post by Andreas Kiefl
Der damalige Lehrer war der Auffassung, dieser Film sollte an jeder
deutschen Schule zur Pflicht werden.
Solche Deppen. Die wollten Euch nur psychisch-emotional malträtieren.
Denn mit Geschichte hatte es wenig zu tun, das konstruierte Schicksal
einer jüdischen Familie darzustellen. Einige Opfer dieses Psycho-Terrors
schrieben über ihre Empfindungen durch das Anschauen dieser Serie:

Tippi (geb. 1988) schrieb am 05.02.2004:
Mit 16 Jahren bin ich wohl eine der jüngeren Generation die, zumindest
Ausschnitte, dieser Serie gesehen hat. Unser Lehrer hat sie uns vor 1
1/2 Jahren im Geschichteunterricht gezeigt und ich war tiefbewegt und
auch irgendwie total schockiert.

Emma schrieb am 27.01.2004:
Obwohl auch ich zu der Generation gehöre, die das dunkelste Kapitel
deutscher Geschichte nicht erlebt hat und auch kaum im Unterricht
darüber informiert wurde, galt mein Interesse doch immer genau diesem
Thema. Mit Gänsehaut, Tränen und Zorn verfolgte ich ´79 die TV-Serie im
Beisein vieler Kommilitonen. Allen ging es wie mir, was die
anschließenden Diskussionen zeigten. Nun wird es endlich Zeit auch die
nächste Generation ---> mit diesen Gefühlen zu konfrontieren.

Claus (geb. 1960) schrieb am 13.08.2003:
Ich kann mich noch gut an die Erstausstrahlung und an die heftigen
Zuschauerreaktionen erinnern. Alles in allen war das ein Sturm im
Wasserglas. Das Thema Judenverfolgung in Nazi-Deutschland wurde doch zu
sehr aus der Hollywood Perspektive gesehen und die Personen bestanden
nur aus Klischees. ...

Roland Bertram (geb. 1963) schrieb am 19.09.2003:
... An die TV Erstausstrahlung kann ich mich noch genau erinnern - die
Reaktionen im Freundes und Bekanntenkreise gingen von Betroffenheit und
Trauer bis Wut und Empörung. Ich jedenfalls werde diese kleine 4teilige
Serie mit überragenden Schauspielern niemals vergessen!

Izaak schrieb am 22.08.2004:
Guten Tag
Ich habe die Serie das erste Mal 1979 im Fernsehen gesehen. Sie ist sehr
genau und realistisch gemacht.

Meine Eltern, meine Schwester und mein Großvater kamen auch in ein
jüdisches Ghetto und wurden in später vergast *wie sich herausstellte*.

Ich persönlich konnte mich den Holocaust entziehen und überlebte. Erst
wollte ich mir die Serie gar nicht ansehen doch dann entschloss ich mich
sie doch zu gucken. Und *sie war perfekt gemacht*. Endlich konnten Mal
die jungen Menschen sehen wie die Juden leiden mussten. ...
http://www.fernsehserien.net/index.php?serie=845&seite=4

Soweit zur Entstehung der philosemitischen Psychose in der Alt-BRD.
Goebbels hätte es damals auch nicht besser gekonnt. Das steht fest. Im
Grunde genommen war es nur das jüdisch-amerikanische Gegenstück zum
NS-Film "Jud Süß".

Wer aber derartiges als "Geschichtsunterricht" für Jugendliche verkauft,
nagelt m.E. auch kleine Kinder mit der Zunge auf dem Tisch fest.
Post by Andreas Kiefl
Die NS-Zeit nahm in diesem Schuljahr einen Großteil des
Geschichts-Lehrplans ein.
Wir haben uns damit garantiert nicht so lange aufgehalten. Schließlich
waren es nur 12 Jahre und nicht 1000 Jahre, in denen das NS-Regime in
Deutschland herrschte.

MfG Frank
Lars Braesicke
2004-08-27 23:37:50 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Wir haben uns damit garantiert nicht so lange aufgehalten. Schließlich
waren es nur 12 Jahre und nicht 1000 Jahre, in denen das NS-Regime in
Deutschland herrschte.
Wer ist wir? Du und Margot Honnecker?

Lars
Frank Bügel
2004-08-27 23:52:00 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Wir haben uns damit garantiert nicht so lange aufgehalten. Schließlich
waren es nur 12 Jahre und nicht 1000 Jahre, in denen das NS-Regime in
Deutschland herrschte.
Wer ist wir?
Geschichts-Lehrer und deren Schüler.
Post by Lars Braesicke
Du und Margot Honnecker?
LOL. Geh schlafen. Ist schon spät.

Frank
Ursula Schuepbach
2004-08-28 07:43:22 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
LOL. Geh schlafen. Ist schon spät.
Möchtest Du mit mir schlafen, Frank?

Gruss
Ursula Schuepbach
Frollein Knüppelkuh
2004-08-28 00:15:15 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Wer ist wir? Du und Margot Honnecker?
Stimmt das eigentlich, daß Wolf Biermann mit der 'rumgemacht hat?

w.
Kurt Knoll
2004-08-28 01:13:06 UTC
Permalink
Ja die haben beide zusammen Bier getrunken.

Kurt Knoll
Kanada
Post by Frollein Knüppelkuh
Post by Lars Braesicke
Wer ist wir? Du und Margot Honnecker?
Stimmt das eigentlich, daß Wolf Biermann mit der 'rumgemacht hat?
w.
Ursula Schuepbach
2004-08-28 07:41:53 UTC
Permalink
Post by Kurt Knoll
Ja die haben beide zusammen Bier getrunken.
Ich möchte Deinen heißen Liebesnektar trinken, Kurt.

Ursula Schuepbach
Gerd Bohler
2004-08-29 22:30:40 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Post by Andreas Kiefl
Post by Frank Bügel
Was habt ihr? Ihr mußtet euch diesen Kitsch in der Schule ansehen?
Ja, und zwar in der 12. Klasse im Fach Geschichte.
So einen ahistorischen Mist?
Wir sprachen über Geschichte rational, nicht emotional oder gar als
Quasiverantwortliche (wg. der "Verantwortung" incl.
Wiedergutmachungszahlungen) über die NS-Zeit.
Sicher doch, sicher:

"Ich glaube, wir sprachen damals sehr ausführlich eine
Unterrichtsstunde über Hitlers Judenvernichtung."

From: "Frank Bügel" <***@nospam.org>
Message-ID: <***@nospam.org>

Und nach *einer* Unterrichtsstunde "wusste" Lügel "Bescheid"

(...)
Post by Frank Bügel
Post by Andreas Kiefl
Die NS-Zeit nahm in diesem Schuljahr einen Großteil des
Geschichts-Lehrplans ein.
Wir haben uns damit garantiert nicht so lange aufgehalten.
Wozu auch?

Als Qualifikation zum hauptberuflichen Jauchetaucher und kriminellen Hetzer
genügt doch auch die "eine Unterrichtsstunde über Hitlers Judenvernichtung"...

(...)

Gerd
--
"Damit hast Du voll ins Judennest gestochen. Jetzt schwirren sie um Dich
herum und versuchen ihre Giftstiche anzusetzen."
(Der Braune Hans plaudert aus dem Nähkästchen seiner Obsessionen; Folge:
<***@t-online.de>)
Frank Bügel
2004-08-29 22:55:20 UTC
Permalink
Post by Gerd Bohler
Post by Frank Bügel
Post by Andreas Kiefl
Post by Frank Bügel
Was habt ihr? Ihr mußtet euch diesen Kitsch in der Schule ansehen?
Ja, und zwar in der 12. Klasse im Fach Geschichte.
So einen ahistorischen Mist?
Wir sprachen über Geschichte rational, nicht emotional oder gar als
Quasiverantwortliche (wg. der "Verantwortung" incl.
Wiedergutmachungszahlungen) über die NS-Zeit.
"Ich glaube, wir sprachen damals sehr ausführlich eine
Unterrichtsstunde über Hitlers Judenvernichtung."
Und nach *einer* Unterrichtsstunde "wusste" Lügel "Bescheid"
Selbstverständlich. Und der Wichtigkeit des Themas angessen. Länger muß
man m.E. nicht darüber sprechen. Der Rest ist nämlich moral-pathetisches
Beiwerk.

"Die Moral wird jedesmal hervorgekramt, wenn sie sich politisch
aktualisieren läßt. In der Geschichte zählen keine "Verbrechen", sondern
"Fehler". Das ist schlimm genug.

Einen Krieg zu verlieren, ist - so gesehen - natürlich ein
Kardinalfehler. Der Zynismus, der darin liegt, der kommt nicht von mir,
sondern ist politische, historische (und damit auch historiographische)
Gepflogenheit." (Horst Lummert)
http://www.kokhavivpublications.com/kuckuck/review/f0405_22.html

Die BRD hat wegen des demokratischen "Artenschutzprogrammes" von
deutschenfeindlichen, zionistischen Juden [1] anscheinend etwas mehr
Bedarf, damit hier halt bestimmte Existenzen Narrenfreiheit haben. Sie
zum Beispiel.

[1] "Für mich ist es unverständlich, daß Paul Spiegel, Vorsitzender des
Zentralrates der Juden, in Deutschland in seinem Buch "Was ist koscher?
Jüdischer Glaube, Jüdisches Leben" *ungestraft* von den Deutschen als
"Tätervolk" und Deutschland als "Land der Mörder" schreiben darf.
Niemand hat protestiert, im Gegenteil, das Buch wurde gelobt." (Jürgen
Schulz, geschaßtes SPD-Mitglied, "Junge Freiheit" vom 27. August 2004)
http://www.jungefreiheit.de/jf_ges.htm
Post by Gerd Bohler
(...)
Post by Frank Bügel
Post by Andreas Kiefl
Die NS-Zeit nahm in diesem Schuljahr einen Großteil des
Geschichts-Lehrplans ein.
Wir haben uns damit garantiert nicht so lange aufgehalten.
Wozu auch?
Als Qualifikation zum hauptberuflichen Jauchetaucher und kriminellen Hetzer
genügt doch auch die "eine Unterrichtsstunde über Hitlers Judenvernichtung"...
Besser als sich von Euch verlogenen, antideutschen Schwachsteckern den
Kopf verdrehen zu lassen:

"Auffallen müßte Ihnen doch, daß sich in (West-, F.B.)Deutschland ein
ganz anderer Typus herausgebildet hat.

Wenn irgendwo in der Welt ein Unrecht geschieht, können Sie schon darauf
warten, daß sich ein, sagen wir, Gegen-Muster-Deutscher meldet, seine
"Schuld" bekennt, sich "schämt".

Versteht man das eigentlich als das, was es ist: eine deutsche Satire?
Trau keinem, der sich selbst bekleckert." (Horst Lummert)
http://www.kokhavivpublications.com/kuckuck/review/f0405_22.html

Recht hat er...

Frank
Klaus Domschke
2004-08-28 04:22:14 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Bei der NVA sollten wir uns immer den "Schwarzen Kanal" anschauen,
obwohl wir dort kein BRD-Fernsehen gucken konnten.
Sie waren aber in einer komischen NVA.
In der NVA der DDR,wurde das von den Politoffizieren befohlen, so auch
den Sudelede, nur als Beispiel, im Politunterricht anzuschauen.

In der Schule wurden
Post by Frank Bügel
wir zu solchen Dingen noch nicht gezwungen.
Richtig, die Schüler der DDR wurden in Filme wie "Befreiung" kostenlos
und "freiwillig" gekarrt und zu Hause konnte sich am Abend die Familie
an der Polakenserie "Vier Panzersoldaten Soldaten und ein Hund" ergötzen.

k
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de
Frank Bügel
2004-08-27 23:49:44 UTC
Permalink
Post by Klaus Domschke
Post by Frank Bügel
Bei der NVA sollten wir uns immer den "Schwarzen Kanal" anschauen,
obwohl wir dort kein BRD-Fernsehen gucken konnten.
Sie waren aber in einer komischen NVA.
LOL. Nur wenn der Politoffizier da war, haben wir uns den Sudel-Ede
reingezogen. Sonst nicht.
Post by Klaus Domschke
In der NVA der DDR,wurde das von den Politoffizieren befohlen, so auch
den Sudelede, nur als Beispiel, im Politunterricht anzuschauen.
Ging nicht, weil Sudel-Ede 19.00 Uhr über den Bildschirm flimmerte,
soweit ich es erinnere. Da war die Rotlicht-Bestrahlung (auch
Polit-Unterricht genannt) längst vorbei.
Post by Klaus Domschke
Post by Frank Bügel
In der Schule wurden
wir zu solchen Dingen noch nicht gezwungen.
Richtig, die Schüler der DDR wurden in Filme wie "Befreiung" kostenlos
und "freiwillig" gekarrt...
Kann ich mich nicht dran erinnern.
Post by Klaus Domschke
... und zu Hause konnte sich am Abend die Familie
an der Polakenserie "Vier Panzersoldaten Soldaten und ein Hund" ergötzen.
Das erinnere ich. Und als Kinder jubelten wir, wenn "die bösen
Deutschen" von den Tschechen erwischt bzw. erschossen wurden.

Einmal schauten wir diese Serie auf unseren ausdrücklichen Wunsch bei
meiner Großmutter, die auch ihren Mann durch diesen Krieg verlor. Sie
saß stumm neben ihren Enkelkindern, wenn wir über tote Deutsche
jubelten. Ich könnte mich noch heute dafür schämen; was muß diese Frau
dabei gelitten haben.

Aber als Kind ist man leicht indoktrinierbar, weil man noch nicht selbst
nachdenken und die Propaganda durchschauen kann.

MfG Frank
Lars Braesicke
2004-08-28 09:30:18 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Das erinnere ich.
Na, na. Solche Wessi-Anglizismen aus deinem Mund?
Im Deutschen heißt es immer noch "Ich erinnere mich daran". Wohl zu lang an
Mahlers Lippen gehangen?
Post by Frank Bügel
Und als Kinder jubelten wir, wenn "die bösen
Deutschen" von den Tschechen erwischt bzw. erschossen wurden.
So, so. Und heute jubelst du, wenn Deutsche Tschechen "erwischen", in
Lidice, z.B.
So änden sich die Zeiten.

Lars
Frank Bügel
2004-08-28 10:58:23 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Das erinnere ich.
Na, na. Solche Wessi-Anglizismen aus deinem Mund?
Da war nicht ein einziges englisches Wort dabei.
Post by Lars Braesicke
Im Deutschen heißt es immer noch "Ich erinnere mich daran". Wohl zu lang an
Mahlers Lippen gehangen?
Die reflexive Verbform war hier nicht unbedingt erforderlich. Mein
Deutsch war mW korrekt und verständlich.
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Und als Kinder jubelten wir, wenn "die bösen
Deutschen" von den Tschechen erwischt bzw. erschossen wurden.
So, so. Und heute jubelst du, wenn Deutsche Tschechen "erwischen", in
Lidice, z.B.
LOL. Für diese perfide Anschuldigung mir gegenüber solltest Du mal einen
Beleg in Bezug auf NS-Verbrechen in Lidice bringen.

Ansonsten bist Du -mit Verlaub- ein verlogenes, widerwärtiges Stück
Dreck.
Post by Lars Braesicke
So änden sich die Zeiten.
Heute dürfen vermeintlich "antifaschistische" Rufmörder ihre kranken
Phantasien ungezügelt ausleben, sofern man sich als Deutscher wegen der
NS-Zeit nicht gegen das eigene Volk stellt und auf den widerwärtigen
"antifaschistischen" NS-Kult der BRD-Gutmenschen zum Behuf von
Multikulti abfährt.

So ändern sich die Zeiten. Leider.

Frank
Lars Braesicke
2004-08-28 11:47:17 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Das erinnere ich.
Na, na. Solche Wessi-Anglizismen aus deinem Mund?
Da war nicht ein einziges englisches Wort dabei.
Na ja, der Begriff "Lehnübersetzung" ist dir natürlich fremd.
I remember that = Ich erinnere das.
Post by Frank Bügel
Post by Lars Braesicke
Im Deutschen heißt es immer noch "Ich erinnere mich daran". Wohl zu
lang an Mahlers Lippen gehangen?
Die reflexive Verbform war hier nicht unbedingt erforderlich. Mein
Deutsch war mW korrekt und verständlich.
Aber nur dW. Die deutsche Sprache war ja noch nie von deutschen
Rechtsauslegern geliebt, geschweige denn, beherrscht.
Post by Frank Bügel
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Und als Kinder jubelten wir, wenn "die bösen
Deutschen" von den Tschechen erwischt bzw. erschossen wurden.
So, so. Und heute jubelst du, wenn Deutsche Tschechen "erwischen", in
Lidice, z.B.
LOL. Für diese perfide Anschuldigung mir gegenüber solltest Du mal
einen Beleg in Bezug auf NS-Verbrechen in Lidice bringen.
Ansonsten bist Du -mit Verlaub- ein verlogenes, widerwärtiges Stück
Dreck.
Ts, ts, ts. Verlaub verwehrt.
Post by Frank Bügel
Post by Lars Braesicke
So änden sich die Zeiten.
Heute dürfen vermeintlich "antifaschistische" Rufmörder ihre kranken
Phantasien ungezügelt ausleben, sofern man sich als Deutscher wegen
der NS-Zeit nicht gegen das eigene Volk stellt und auf den
widerwärtigen "antifaschistischen" NS-Kult der BRD-Gutmenschen zum
Behuf von
Multikulti abfährt.
So ändern sich die Zeiten. Leider.
59 Jahre ohne das Deutschland Krieg mit seinen Nachbarländern führt.
59 Jahre ohne einen geifernden Führer.
Leider, was?

Lars
Lars Braesicke
2004-08-28 11:48:36 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Das erinnere ich.
Na, na. Solche Wessi-Anglizismen aus deinem Mund?
Da war nicht ein einziges englisches Wort dabei.
Na ja, der Begriff "Lehnübersetzung" ist dir natürlich fremd.
I remember that = Ich erinnere das.
Post by Frank Bügel
Post by Lars Braesicke
Im Deutschen heißt es immer noch "Ich erinnere mich daran". Wohl zu
lang an Mahlers Lippen gehangen?
Die reflexive Verbform war hier nicht unbedingt erforderlich. Mein
Deutsch war mW korrekt und verständlich.
Aber nur dW. Die deutsche Sprache war ja noch nie von deutschen
Rechtsauslegern geliebt, geschweige denn, beherrscht.
Post by Frank Bügel
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Und als Kinder jubelten wir, wenn "die bösen
Deutschen" von den Tschechen erwischt bzw. erschossen wurden.
So, so. Und heute jubelst du, wenn Deutsche Tschechen "erwischen", in
Lidice, z.B.
. Für diese perfide Anschuldigung mir gegenüber solltest Du mal
einen Beleg in Bezug auf NS-Verbrechen in Lidice bringen.
Ansonsten bist Du -mit Verlaub- ein verlogenes, widerwärtiges Stück
Dreck.
Ts, ts, ts. Verlaub verwehrt.
Post by Frank Bügel
Post by Lars Braesicke
So änden sich die Zeiten.
Heute dürfen vermeintlich "antifaschistische" Rufmörder ihre kranken
Phantasien ungezügelt ausleben, sofern man sich als Deutscher wegen
der NS-Zeit nicht gegen das eigene Volk stellt und auf den
widerwärtigen "antifaschistischen" NS-Kult der BRD-Gutmenschen zum
Behuf von Multikulti abfährt.
So ändern sich die Zeiten. Leider.
59 Jahre ohne daß Deutschland Krieg mit seinen Nachbarländern führt.
59 Jahre ohne einen geifernden Führer.
Leider, was?

Lars
Lars Braesicke
2004-08-28 12:03:18 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Die reflexive Verbform war hier nicht unbedingt erforderlich. Mein
Deutsch war mW korrekt und verständlich.
Aber nur dW. Die deutsche Sprache war ja noch nie von deutschen
Rechtsauslegern geliebt, geschweige denn, beherrscht.
Nebenbei und völlig off-topic:
Erinnern bedeutet im Deutschen keineswegs etwas zu memorieren (entsprechend
des engl. remember), sondern jemanden dazu zu bringen, etwas zu memorieren.
Deshalb ist Objekt des transitiven Verbs "erinnern" nicht der Gegenstand des
zu Memorierenden, sondern eine Person, die man erinnert.
Der Gegenstand des Memorierens kann nur als indirektes Objekt angegeben
werden.
Ich erinnere dich daran = Ich bringe dich dazu, etwas zu memorieren.
Ich erinnere mich daran = Ich bringe mich selbst dazu, etwas zu memorieren.
Eine reflexive Verbform ist also mehr als angebracht.
(Etymologisch erinnern = machen, daß jemanden etwas inne wird.)

Lars
Martin Blumentritt
2004-09-04 00:00:00 UTC
Permalink
Es begab sich am 28.08.04, als der/die ehrenwerte braesicke
Post by Lars Braesicke
(Etymologisch erinnern = machen, daß jemanden etwas inne wird.)
Das ist nur die Grundbedeutung im Mittelhochdeutschen, "machen, daß
jemand einer Sache innewird". Im Neuhochdeutschen reicht die
Bedeutung weiter. "sich eine Sache ins Gedächtnis zurückrufen",
"aufmerksam machen", "mahnen". Bei Hegel ist es der Gegenbegriff zu
Entäußerung oder Veräußerung. Es handelt sich um die Aneignung, ein
innerlich Machen, der noch die Einbildungskraft korrespondiert: "Die
in diesem Besitz tätige Intelligenz ist die reproduktive
Einbildungskraft, das Hervorgehen der Bilder aus der Innerlichkeit
des Ichs, welches nunmehr deren Macht ist." "Dadurch unterscheidet
sie diese Form der vorstellenden Intelligenz von der bloßen
Erinnerung, welche nicht dies Selbsttätige ist, sondern einer
gegenwärtigen Anschauung bedarf und unwillkürlich die Bilder
hervortreten läßt."

mfg Martin Blumentritt

Homepage: http://www.martinblumentritt.de/

"Was ist nun neu an der »Neuen Rechten« ? Im Grunde
genommen ist bislang nichts Neues vorgetragen worden."
(H.J.Schwagerl, Rechtsextremes Denken. Merkmale und Methoden)
___
_Kein Volk * Kein Führer * Kein Vaterland * Logout Fascism_
Wer von Israel sprechen will, darf von Auschwitz nicht schweigen.
Frank Bügel
2004-08-28 19:50:27 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Das erinnere ich.
Na, na. Solche Wessi-Anglizismen aus deinem Mund?
Da war nicht ein einziges englisches Wort dabei.
Na ja, der Begriff "Lehnübersetzung" ist dir natürlich fremd.
I remember that = Ich erinnere das.
Eben:

--snip--
Post by Lars Braesicke
... und zu Hause konnte sich am Abend die Familie
an der Polakenserie "Vier Panzersoldaten Soldaten und ein Hund" ergötzen.
Das erinnere ich.
--schnapp--
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Post by Lars Braesicke
Im Deutschen heißt es immer noch "Ich erinnere mich daran". Wohl zu
lang an Mahlers Lippen gehangen?
Die reflexive Verbform war hier nicht unbedingt erforderlich. Mein
Deutsch war mW korrekt und verständlich.
Aber nur dW. Die deutsche Sprache war ja noch nie von deutschen
Rechtsauslegern geliebt, geschweige denn, beherrscht.
LOL. Wenn ich obiges erinnere, nämlich "... und zu Hause konnte sich am
Abend die Familie an der Polakenserie "Vier Panzersoldaten Soldaten und
ein Hund" ergötzen", habe ich mich korrekt ausgedrückt.
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Und als Kinder jubelten wir, wenn "die bösen
Deutschen" von den Tschechen erwischt bzw. erschossen wurden.
So, so. Und heute jubelst du, wenn Deutsche Tschechen "erwischen", in
Lidice, z.B.
. Für diese perfide Anschuldigung mir gegenüber solltest Du mal
einen Beleg in Bezug auf NS-Verbrechen in Lidice bringen.
Ansonsten bist Du -mit Verlaub- ein verlogenes, widerwärtiges Stück
Dreck.
Ts, ts, ts. Verlaub verwehrt.
Das ist man wenig, was Du zur Rechtfertigung für Deine Rufmord- und
Verleumdungskampagnen vortragen kannst.
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Post by Lars Braesicke
So änden sich die Zeiten.
Heute dürfen vermeintlich "antifaschistische" Rufmörder ihre kranken
Phantasien ungezügelt ausleben, sofern man sich als Deutscher wegen
der NS-Zeit nicht gegen das eigene Volk stellt und auf den
widerwärtigen "antifaschistischen" NS-Kult der BRD-Gutmenschen zum
Behuf von Multikulti abfährt.
So ändern sich die Zeiten. Leider.
59 Jahre ohne daß Deutschland Krieg mit seinen Nachbarländern führt.
Sehr schön. Diese Tatsache ist mir bekannt. Doch was hat das mit Deiner
Verleumdungskampagne zu tun?

Forderte ich etwa, daß wir Deutschen in den Krieg ziehen sollten, um
"Revanche" zu nehmen? Wohl sicher nicht...
Post by Lars Braesicke
59 Jahre ohne einen geifernden Führer.
Auch bekannt. Beantwortet aber ebenfalls nicht die Legitimität Deiner
Verleumdungskampagne gegen meine Person und Deines Kosmopolitismus
respektive Antigermanismus.

Auch ohne Antigermanismus wird kein zweiter Adolf Hitler kommen.
Post by Lars Braesicke
Leider, was?
Finde ich ganz in Ordnung. Nur Deine kosmopolitische Einstellung finde
ich nicht in Ordnung.

Frank
Grgo
2004-08-28 12:03:19 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Post by Frank Bügel
Und als Kinder jubelten wir, wenn "die bösen
Deutschen" von den Tschechen erwischt bzw. erschossen wurden.
So, so. Und heute jubelst du, wenn Deutsche Tschechen "erwischen", in
Lidice, z.B.
Das kann ich irgendwie nicht nachvollziehen.
Post by Lars Braesicke
So änden sich die Zeiten.
Das allerdings. heute gekten Gruppen, die sich der "Staatsmacht"
widersetzen als Terroristen, was selbstverständlich auch für den
Wiederstand gegen Besatzer betrifft. Gemäß Neusprech müßte man die Leute
von Lidice als Terroristen bzw. als deren Unterstützer bezeichnen. Torft
übrugens auch besonders deutlich auf "Warschau" zu.
Christian Ade
2004-08-28 11:55:32 UTC
Permalink
Frank Bügel wrote:
[...]
Post by Frank Bügel
Aber als Kind ist man leicht indoktrinierbar, weil man noch nicht selbst
nachdenken und die Propaganda durchschauen kann.
Die Folgeschäden dieser Indoktrination hast du offensichtlich bis heute
nicht überwinden können.
--
Christian Ade
Grgo
2004-08-28 12:28:29 UTC
Permalink
Post by Christian Ade
[...]
Post by Frank Bügel
Aber als Kind ist man leicht indoktrinierbar, weil man noch nicht selbst
nachdenken und die Propaganda durchschauen kann.
Die Folgeschäden dieser Indoktrination hast du offensichtlich bis heute
nicht überwinden können.
DER war gut! Scheinbar hast Du noch ganz nicht richtig geschnallt, was
Du da grade rausgelassen hast *rotfl*
Frank Bügel
2004-08-28 12:41:16 UTC
Permalink
Post by Christian Ade
[...]
Post by Frank Bügel
Aber als Kind ist man leicht indoktrinierbar, weil man noch nicht selbst
nachdenken und die Propaganda durchschauen kann.
Die Folgeschäden dieser Indoktrination hast du offensichtlich bis heute
nicht überwinden können.
LOL. Da kommst Du Clown auch noch angefegt.

V.a. solltest Du nicht von Dir auf andere schließen. Ich konnte den
propagierten und anerzogenen Antigermanismus auch in Bezug auf
Wehrmachts-Soldaten und SS-Waffenverbände überwinden, während Du dem
propagierten (m.E. falschem) Philosemitismus verhaften bliebst.

Frank
Heli
2004-08-27 12:22:18 UTC
Permalink
Hi,
Post by Helmut Steinauer
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht
?! Von welchem Österreich wird hier geprochen.
Wien, Ottakring. ;)

cya
Heli
--
[x] against
Hasso
2004-08-27 09:04:49 UTC
Permalink
Post by G.B.
Der Zweite Weltkrieg wird von den Österreichern zunehmend
"vergessen". Das Wissen über Personen und Ereignisse aus dieser
Zeit, aber auch die Häufigkeit der Gespräche darüber in den Familien
nimmt ab.
Das ist auch in Deutschland so und das ist gut so, was wissen denn die
Menschen noch wirklich vom 1. WK oder gar von 1870/71? Im Grunde
nichts. Wenn man das alles nicht vergessen könnte, es wäre ja schlimm.
Im Übrigen haben heutige Genarationen etwas anderes in den Kopf zu
nehmen als die Verbrechen der Vergangenheit.


Hasso
Frank Bügel
2004-08-27 09:43:47 UTC
Permalink
Post by G.B.
Der Zweite Weltkrieg wird von den Österreichern zunehmend "vergessen".
Diese Irren setzen "vergessen" ja selbst in Anführungszeichen, weil sie
wissen, wie sinnlos es ist, ewig die Vergangenheit in die Gegenwart
transportieren zu wollen.
Post by G.B.
Das Wissen über Personen und Ereignisse aus dieser Zeit, aber auch die
Häufigkeit der Gespräche darüber in den Familien nimmt ab.
Das ist an sich etwas völlig normales.

(...)
Post by G.B.
Die Meinungsforscher stellten abnehmendes Wissen über die damals
handelnden Personen fest.
Kann sein, kann nicht sein. Diese "Meinungsforscher" sind eventl. in
bestimmter Mission tätig: Vorwände für eine noch aggressivere
Gehirnwäsche beim "Holocaust-teaching" zu konstruieren.
Post by G.B.
Nur Adolf Hitler ist den heute Lebenden noch
annähend vollzählig ein Begriff, von ihm können 90 Prozent ungefähr
sagen, um wenn es sich handelt.
Der Adolf darf halt nicht sterben. Den Pseudolinken käme das
Lebenselexier ihrer antinationalen Propaganda abhanden.

(...)
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht.
Also schnell noch mehr KZ-Führungen anbieten, Kinder in immer jüngeren
Alter durch die KZ-Gedenkstätten jagen und natürlich Vorträge, jüdische
Ahnenforschung ("den Opfern einen Namen geben") usw. organisieren.

Leute wie Zuber und Unverdorben kann derartiges nicht kalt lassen.
Schließlich kochen sie ihr Süppchen darauf.

MfG Frank
G.B.
2004-08-27 10:26:00 UTC
Permalink
Post by Frank Bügel
Post by G.B.
Der Zweite Weltkrieg wird von den Österreichern zunehmend "vergessen".
Diese Irren setzen "vergessen" ja selbst in Anführungszeichen, weil sie
wissen, wie sinnlos es ist, ewig die Vergangenheit in die Gegenwart
transportieren zu wollen.
....
Post by Frank Bügel
Post by G.B.
30 Prozent kennen "KZ" und "Holocaust" nicht.
Also schnell noch mehr KZ-Führungen anbieten, Kinder in immer jüngeren
Alter durch die KZ-Gedenkstätten jagen und natürlich Vorträge, jüdische
Ahnenforschung ("den Opfern einen Namen geben") usw. organisieren.
MfG Frank
Naja... ich habe hier die "veröffentlichte Meinung" wiedergegeben, im
Originaltext des ORF.

Ein völlig gegenteiliges Bild mag entstehen, wenn man einige Wochen
diese Gruppe mitliest.

Daß 30 % "Holocaust" nicht kennen, liegt nur daran, daß der Film
"Schindlers Liste" nicht häufig genug im TV wiederholt wird. Da kann
der Gedenkstättenkult schon ein wenig aushelfen. Soll ja auch recht
einträglich sein. Von der Mehrheit wird es wahrscheinlich besser
verstanden, den "6 Mio. Opfern" *einen* Namen zu geben.

MfG G.B.
Otto Huber
2004-08-27 11:13:08 UTC
Permalink
Post by G.B.
Daß 30 % "Holocaust" nicht kennen, liegt nur daran, daß der Film
"Schindlers Liste" nicht häufig genug im TV wiederholt wird. Da kann
der Gedenkstättenkult schon ein wenig aushelfen. Soll ja auch recht
einträglich sein. Von der Mehrheit wird es wahrscheinlich besser
verstanden, den "6 Mio. Opfern" *einen* Namen zu geben.
Wenn Sie als Jugendlicher im Ausland als "Nazi" angemacht werden, nur weil
Sie Deutscher sind (obwohl Sie mit der ganzen Sache nichts zu tun haben und
nichts zu tun haben konnten), dann liegt das mit Sicherheit mindestens
teilweise an solchen Filmen.
Es gibt keine biologische Schuldvererbung!
Grüße Otto
Lars Braesicke
2004-08-27 14:46:31 UTC
Permalink
Post by Otto Huber
Wenn Sie als Jugendlicher im Ausland als "Nazi" angemacht werden, nur
weil Sie Deutscher sind (obwohl Sie mit der ganzen Sache nichts zu
tun haben und nichts zu tun haben konnten), dann liegt das mit
Sicherheit mindestens teilweise an solchen Filmen.
Es gibt keine biologische Schuldvererbung!
Grüße Otto
Na, Otto, alter Jugendlicher ... :-)
Könnte es sein, daß deine Jugend so in die Zeit 1939-45 fällt?

Lars
Otto Huber
2004-08-27 15:06:02 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Post by Otto Huber
Wenn Sie als Jugendlicher im Ausland als "Nazi" angemacht werden, nur
weil Sie Deutscher sind (obwohl Sie mit der ganzen Sache nichts zu
tun haben und nichts zu tun haben konnten), dann liegt das mit
Sicherheit mindestens teilweise an solchen Filmen.
Es gibt keine biologische Schuldvererbung!
Grüße Otto
Na, Otto, alter Jugendlicher ... :-)
Könnte es sein, daß deine Jugend so in die Zeit 1939-45 fällt?
Nicht ganz, eher so in die Siebziger ...
Das oben Beschriebene hat mit persönlichen Erlebnissen aus dieser Zeit zu
tun, das wirst du mir deshalb nicht wegdiskutieren können!
Da ich nicht an biologischer (rassistischer) Schuldvererbung glaube, würde
ich mich nur schuldig für Delikte die ich persönlich begangen habe fühlen.
Wenn du willst kannst du dich ja schuldig fühlen dafür, dass du auf die Welt
gekommen bist... das steht dir natürlich frei. Du kannst dich auch schuldig
fühlen, weil du ein Stück Brot isst, während in Indien ein Kind verhungert
... steht dir auch frei!
Grüße Otto
Lars Braesicke
2004-08-27 16:09:23 UTC
Permalink
Post by Otto Huber
Post by Lars Braesicke
Na, Otto, alter Jugendlicher ... :-)
Könnte es sein, daß deine Jugend so in die Zeit 1939-45 fällt?
Nicht ganz, eher so in die Siebziger ...
Das oben Beschriebene hat mit persönlichen Erlebnissen aus dieser
Zeit zu tun, das wirst du mir deshalb nicht wegdiskutieren können!
Wer will dir denn was wegdiskutieren?
Post by Otto Huber
Da ich nicht an biologischer (rassistischer) Schuldvererbung glaube,
So, daran glaubst du nicht. Das ist ja schön.
Wenn Schuld nicht vererbt wird, dann aber doch Schulden, oder?
Post by Otto Huber
würde ich mich nur schuldig für Delikte die ich persönlich begangen
habe fühlen.
Hast du Delikte begangen oder hättest du Delikte begangen?
Ich bin ein wenig verwirrt. Wenn ersteres, wovon ist dein Schuldigfühlen
dann abhängig?
Post by Otto Huber
Wenn du willst kannst du dich ja schuldig fühlen dafür,
dass du auf die Welt gekommen bist... das steht dir natürlich frei.
Du kannst dich auch schuldig fühlen, weil du ein Stück Brot isst,
während in Indien ein Kind verhungert ... steht dir auch frei!
Grüße Otto
Was mir so alles frei steht, das ist doch schön, oder?

Lars
Otto Huber
2004-08-27 16:44:10 UTC
Permalink
Post by Lars Braesicke
Post by Otto Huber
Post by Lars Braesicke
Na, Otto, alter Jugendlicher ... :-)
Könnte es sein, daß deine Jugend so in die Zeit 1939-45 fällt?
Nicht ganz, eher so in die Siebziger ...
Das oben Beschriebene hat mit persönlichen Erlebnissen aus dieser
Zeit zu tun, das wirst du mir deshalb nicht wegdiskutieren können!
Wer will dir denn was wegdiskutieren?
Post by Otto Huber
Da ich nicht an biologischer (rassistischer) Schuldvererbung glaube,
So, daran glaubst du nicht. Das ist ja schön.
Wenn Schuld nicht vererbt wird, dann aber doch Schulden, oder?
Wenn du das Erbe annehmen willst, dann steht dir das frei.
Post by Lars Braesicke
Post by Otto Huber
würde ich mich nur schuldig für Delikte die ich persönlich begangen
habe fühlen.
Hast du Delikte begangen oder hättest du Delikte begangen?
Ich bin ein wenig verwirrt. Wenn ersteres, wovon ist dein Schuldigfühlen
dann abhängig?
Ich bin mir ziemlich sicher, die deutsche Möglichkeitsform gewählt zu haben
...
Post by Lars Braesicke
Post by Otto Huber
Wenn du willst kannst du dich ja schuldig fühlen dafür,
dass du auf die Welt gekommen bist... das steht dir natürlich frei.
Du kannst dich auch schuldig fühlen, weil du ein Stück Brot isst,
während in Indien ein Kind verhungert ... steht dir auch frei!
Grüße Otto
Was mir so alles frei steht, das ist doch schön, oder?
Es steht dir frei, es schön zu finden oder nicht ...
Grüße Otto
Martin Blumentritt
2004-09-04 00:00:00 UTC
Permalink
Es begab sich am 27.08.04, als der/die ehrenwerte hkohko
Post by Otto Huber
Post by G.B.
Daß 30 % "Holocaust" nicht kennen, liegt nur daran, daß der Film
"Schindlers Liste" nicht häufig genug im TV wiederholt wird. Da kann
der Gedenkstättenkult schon ein wenig aushelfen. Soll ja auch recht
einträglich sein. Von der Mehrheit wird es wahrscheinlich besser
verstanden, den "6 Mio. Opfern" *einen* Namen zu geben.
Wenn Sie als Jugendlicher im Ausland als "Nazi" angemacht werden, nur weil
Sie Deutscher sind (obwohl Sie mit der ganzen Sache nichts zu tun haben und
nichts zu tun haben konnten), dann liegt das mit Sicherheit mindestens
teilweise an solchen Filmen.
Es gibt keine biologische Schuldvererbung!
Wer Dinge meint widerlegen zu müssen, die niemand behauptet, führt
etwas Finsteres im Schilde, glaubt offensichtlich unbewußt, daß das
Gegenteil der Fall ist.


_Gegen den Terminus der "Kollektivschuld"_

Ich spreche von denjenigen deutschen und österreichischen
Zeitgenossen, die einander und sich selbst einreden, daß
unsere Bitte, das Gewesene (damit es sich nicht wiederhole)
nicht zu vergessen, nichts sei als der indirekte Vorwurf
einer "Kollektivschuld". Nun dieser Terminus ist ganz
sinnlos. Es mag zwar unmittelbar nach Kriegsende, als die
maschinelle Vernichtung bekannt wurde; und als dies evident
wurde, daß es keinen Deutschen gegeben haben konnte, der
nichts davon gewußt hätte; und als die theoretische
Verarbeitung und Aufklärung des Geschehens nicht sofort
perfekt einsetzen und funktionieren konnte, also damals,
vor mehr als vierzig Jahren mag zwar dieser Ausdruck,
namentlich der USA, verwendet worden sein. Aber schon um
1950 wurde er von keinem ernsten Menschen: keinen seine
Toten Betrauernden, keinem Seriösen Autor, Historiker oder
Politiker mehr in den Mund genommen. Mit dem Überleben des
Wortes hat es, wie Sie, Herr Eichmann, gleich sehen werden,
eine sehr besondere Bewandnis. Nicht durch uns lebt dieser
Terminus fort, wir halten ihn für Unsinn, obwohl wir alle,
wie ich ihnen schon vor 25 Jahren geschrieben habe
"kollektiv" in der Gefahr schwebten, als "Eichmänner" zu
handeln, also, wenn Sie so wollen,, in eine
"Kollektivschuld" hineinstürzen. Aber wir, die zufällig
Verschonten, wir vermeiden diesen dubiosen Ausdruck
grundsätzlich. Am Leben gehalten, und zwar hartnäckig, wird
dieses Wort allein durch Euch, durch Hundertausende
Ihresgleichen. In der Tat führt Ihr Euch so auf, als wenn
wir Euch pausenlos den Vorwurf der "Kollektivschuld"
entgegenschleuderten. Und das tut Ihr, weil Ihr - jawohl:
Ihr, nicht wir - den Begriff benötigt. Ihr benötigt ihn
deshalb, weil ihr wünscht, die Chance zu haben, ihn
abweisen zu können, und Euch durch diese Abweisung ins
Recht setzen zu können. Gäbe es das Wort nicht, Ihr würdet
es erfinden, um es zu bekämpfen. So wie Ihr, wenn es uns
Juden nicht gegeben hätte, Juden erfunden und sogar
hergestellt hättet. Der Vergleich ist mehr als eine
Parallele, weil es sich in beiden Fällen um die typische
Taktik des Antisemitismus handelt, der deshalb auf Juden
angewiesen ist, weil diese das unverzichtbare Futter für
die Haßlust sind. Kurz: Ihre Leute hier, die Eichmannssöhne
von heute, leben geradezu im Glauben daran, daß die sie
verunrechtende Anklage von uns dauernd vertreten werde. Sie
benötigen den Vorwurf, um durch Nachweis seiner Falschheit
Schuldlosigkeit beweisen zu können. Zwar wäre keiner von
ihnen imstande, seriöse Originalautoren der Anklage bei
Namen zu nennen, denn diese existieren nicht. Höchstens hat
es Morgenthau gegeben: Der mag den Ausdruck "collectiv
guilt" zwar verwendet haben, aber das ist über 40 Jahre
her, seine einschlägige Rede kennt keiner von ihnen, im
übrigen war der Mann ein Politiker, als Theoretiker nicht
ernst zu nehmen, und wenn die damals direkt nach
Bekanntwerden von Auschwitz versuchten Formulierungen nicht
genau ins Schwarze hineintrafen, so ist es nicht
verwunderlich. Aber _Ihre Bundesgenossen hier kennen den
Ausdruck "Kollektivschuld" allein deshalb, weil dessen
Unzulänglichkeit verwendbar erscheint, weil sie diese
bekämpfen können_. Diese Logik ist nicht unbekannt, man
kennt sie aus der Geschichte des Antisemitismus, dessen
Geheimdevise, wäre sie je ausgesprochen worden, gelautet
hätte:

Ich bekämpfe die Bösen,
also haße ich die Bösen,
also gibt es die Bösen"
oder bekämpfe etwas,
also _ist_ es."

Kurz: Ihre heutigen und hiesigen Bundesgenossen benötigen
und lieben den Vorwurf der "Kollektivschuld". Würden sie
diesen nicht als existent unterstellen, so würde ihnen
etwas fehlen: ihre Ehre nämlich. Dazu kommt schließlich,
daß sie durch ihre Bestreitung der angeblich von uns
vertretenden These die Chance gewinnen, die Schuld auf uns,
die Überlebenden zu schieben: nämlich uns als Lügner
hinzustellen. Wobei sie das für opportun halten, (...),
darauf hinweisen, daß (während sie uns schon längst
verziehen hätten) wir (natürlich zumeist jüdischen)
Opfer typischerweise völlig unversöhnlich, nein
rachsüchtig blieben. Wer, frage ich Sie, hat wen
umgebracht? (Diese Frage scheint noch viel zu sanft, da sie
so klingt, als habe ein Einzelner einen anderen Einzelnen
umgebracht.) Wer hätte also wem etwas zu verzeihen? Sofern
für so unvorstellbare Greuel wie für die Herstellung von
sechs Millionen Leichen, überhaupt um "Verzeihung" gebeten
werden kann. Oder gar eine solche Bitte gewährt werden
könnte. Befinden wir uns hier nicht an der Grenze dessen,
was verzeihbar ist?

Vielleicht nicken Sie, Herr Eichmann. Die hiesigen
professionellen Verharmloser der Greuel tun das gewiß
nicht. Statt dessen benehmen sie sich - was gegenüber
solchen Taten nun gewiß absolut unverzeihbar ist - als
Schlauberger: Mit Hilfe eines Umdrehungstricks machen sie
nämlich aus ihrer unerschütterbaren Ableugnung der
angeblich von uns vertretenen (in Wahrheit uns von ihnen in
den Mund gelegten) Kollektivschuldthese

"Alle Deutschen sind schuldig"
die negative These:
"Kein Deutscher hat sich schuldig gemacht."

Das heißt: die falsche Universalisierung benutzen sie, um
die Schuldlosigkeit selbst zu universalisieren.

Von dieser Umdrehung bis zur Behauptung, daß es Auschwitz
nicht gegeben habe, also daß wir uns schon durch die bloße
Behauptung (man schämt sich, das niederzuschreiben), eben
der so genannten "Auschwitzlüge" schuldig machen, ist es
nur ein kurzer Schritt. Natürlich weiß ich nicht, Herr
Eichmann, ob auch Sie diese Unüberbietbare Frechheit gegen
die Ermordeten und die paar Überlebenden mit machen; diese
"Leichenschändung durch Leichenleugnung", die die Mörder
und deren Söhne sich herausnehmen; und die sie sich deshalb
herausnehmen können, weil es natürlich keine Ermordeten
gibt, die sich als "ermordet" je zur Stelle gemeldet
hätten. "Das Fehlende bleibt stets unsichtbar".

aus: Günther Anders, Wir Eichmannsöhne, S.81f


mfg Martin Blumentritt

Homepage: http://www.martinblumentritt.de/

"Hitler hat den Menschen im Stande ihrer Unfreiheit einen neuen
kategorischen Imperativ aufgezwungen: ihr Denken und handeln so
einzurichten, daß Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches
geschehe."(Adorno)
___
_Kein Volk * Kein Führer * Kein Vaterland * Logout Fascism_
Wer von Israel sprechen will, darf von Auschwitz nicht schweigen.
Peter van Haag
2004-08-27 11:28:31 UTC
Permalink
Post by G.B.
Der Zweite Weltkrieg wird von den Österreichern zunehmend "vergessen".
Ja, ja und Adolf wird inzwischen als Deutscher gehandelt, während Beethoven
ein Östreicher war<g> - Im Übrigen, nimmt die allgem. Wissensbildung
rapide ab, wie auch aus zahlreichen Untersuchungen hevorgegangen ist. Ich
beobachte ab und zu das Quiz mit Jörg Pilawa in der ARD. Gewußt wird eher
wer in einer 'Band' gesungen, einen Sportrecord aufgestellt, oder wer mit
welchem 'Prominentem' verheiratet ist. Dagegen wußte ein Akademiker (!)
neulich nicht, aus welchem Material der Erdkern besteht und was Amalgan ist.

.....und dann gibt es noch Phantasten, die wollen das 'Volk' über die
europäische Verfassung abstimmen lassen<g>

PvH
Helmut Steinauer
2004-08-27 11:31:45 UTC
Permalink
Post by Peter van Haag
Ja, ja und Adolf wird inzwischen als Deutscher gehandelt, während Beethoven
ein Östreicher war<g> - I
War er doch. Seine Mutter ist schnell nach Bayer und hat dort entbunden.
Vor allem haben wir den Hitler nach Deutschland gejagt. Das weiß hier jedes
Kind. :-)

Ösi vor Lachen auf dem Bauch wälz.

Beste Grüße
Helmut Steinauer
Werner Sondermann
2004-08-27 12:16:06 UTC
Permalink
Post by Helmut Steinauer
Post by Peter van Haag
Ja, ja und Adolf wird inzwischen als Deutscher gehandelt, während
Beethoven ein Östreicher war <g>
War er doch. Seine Mutter ist schnell nach Bayer und hat dort
entbunden. Vor allem haben wir den Hitler nach Deutschland gejagt.
Das weiß hier jedes Kind. :-)
Hitler war genau so Deutscher wie Mozart einer war; Österreicher sind ja
im Grunde fast alle waschechte Teutsche.

w.
Peter van Haag
2004-08-28 14:03:40 UTC
Permalink
Post by Werner Sondermann
Hitler war genau so Deutscher wie Mozart einer war; Österreicher sind ja
im Grunde fast alle waschechte Teutsche.
Staatszugehörigkeit ist nunmal und manchmal eine Sache des Datums...und das
weist nunmal den guten Adolf als in Braunau am Inn in Oestreich geboren aus
!

PvH
Heli
2004-08-27 12:22:37 UTC
Permalink
Hi,
[alle dumm und ungebildet]
.....und dann gibt es noch Phantasten, die wollen das 'Volk'
über die europäische Verfassung abstimmen lassen<g>
Na, das darf natürlich nicht sein. Dass der Plebs über seine eigene
Verfassung abstimmt... nein, was kommt dann blos als nächstes?

Dass er sich aussucht, wann er in den Krieg zieht? Undenkbar...

cya
Heli
--
[x] against
Werner Sondermann
2004-08-27 12:35:41 UTC
Permalink
--snip--
... Ich beobachte ab und zu das Quiz mit Jörg Pilawa
in der ARD. Gewußt wird eher wer in einer 'Band' gesungen, einen
Sportrecord aufgestellt, oder wer mit welchem 'Prominentem'
verheiratet ist. Dagegen wußte ein Akademiker (!) neulich nicht,
aus welchem Material der Erdkern besteht und was Amalgan ist.
Eisen? Quecksilberverbindung?
Wen interessiert denn das wirklich?

An den höheren Bildungsanstalten wird den Schülern ja auch gelehrt,
eventuelles Nichtwissen durch die Kunst der Rhetorik geschickt zu
kaschieren.
Gut Quatschen können war schon immer wichtiger, als irgendwelches
nutzloses Wissen im Kopf abrufbar zu haben.

*Amalgam* schreibt man übrigens *Amalgam*. ;)
.....und dann gibt es noch Phantasten, die wollen das 'Volk' über die
europäische Verfassung abstimmen lassen <g>
*Scheiß Dämokratie*!
Am besten ganz weg damit?

w.
Peter van Haag
2004-08-28 14:11:52 UTC
Permalink
"Werner Sondermann" <werner-ernst-***@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag news:***@uni-berlin.de...
ist.
Post by Werner Sondermann
Eisen? Quecksilberverbindung?
Wen interessiert denn das wirklich?
Also, erstens ist Amalgan keine Quecksilberverbindung, sondern eine
Legierung. Zweitens hängt unsere ganze Zukunft von den Naturwissenschaften
und technischem Wissen ab...und da fragst du noch wozu dieses Kenntnisse
notwendig sein sollen.

PvH
Werner Sondermann
2004-08-28 14:40:37 UTC
Permalink
Post by Peter van Haag
Post by Werner Sondermann
Eisen? Quecksilberverbindung?
Wen interessiert denn das wirklich?
Also, erstens ist Amalgan keine Quecksilberverbindung, sondern eine
Legierung.
*Richtig*, strengenommen ist es wohl ein Gemisch.
Post by Peter van Haag
Zweitens hängt unsere ganze Zukunft von den
Naturwissenschaften und technischem Wissen ab...und da fragst du
noch wozu dieses Kenntnisse notwendig sein sollen.
Hat doch früher auch ohne den ganzen neumodischen Scheiß einigermaßen
funktioniert?

Dieser ganze technische Fortschritt dient doch schon seit langem nicht
mehr der Menschheit zum Guten, sondern nur noch allein zu ihrer
Knechtung.

Gruß
Unabomber Sonderman®

*Amalgam*, flüssige oder feste Legierung von Metallen mit Quecksilber.
Dieses amalgiert sich u. a. leicht mit Gold, Silber, Natrium, Kalium,
Zink, Zinn, Blei und Kupfer. Beim Erwärmen kann man Amalgame verformen,
dies ist in der Zahnheilkunde von Bedeutung. Das Quecksilber verdampft
leicht aus Gold- und Silberamalgamen. Dies wurde früher zur so genannten
Feuer- bzw. Silbervergoldung genutzt, indem man zu vergoldende
Gegenstände mit Amalgampaste bestrich und sie erhitzte. Es blieb ein
spiegelähnlicher Überzug aus dem Edelmetall.
In der Zahntechnik werden Amalgame aus Silber, Kupfer und Zinn
verwendet. Dieses Material ist nicht nur leicht zu verarbeiten, sondern
besitzt zudem eine hohe Bruchfestigkeit und Härte. Es wird deshalb nach
wie vor für Zahnfüllungen verwendet. Durch den Einfluss des Speichels
geht insbesondere das Zinn, in geringem Maß aber auch das Quecksilber,
in Lösung. Zahnmedizinisches Amalgam ist daher in den Verdacht geraten,
Gesundheitsstörungen zu verursachen. Wie der Tübinger Arbeitskreis für
Umweltanalytik 1997 mitteilte, besteht ein statistischer Zusammenhang
zwischen einer erhöhten Quecksilberkonzentration im Speichel und
Zahnfleischbluten, Magen-Darm-Problemen sowie Schlaf- und
Gedächtnisstörungen. Dieser statistische Zusammenhang ist jedoch nicht
unbedingt mit einem ursächlichen Zusammenhang gleichzusetzen. Allerdings
sind schlechte Merkfähigkeit, Schwäche sowie Entzündungen der Mund- und
Darmschleimhaut charakteristische Symptome einer chronischen
Quecksilberbelastung.

"Amalgam", Microsoft(®) Encarta(®) 98 Enzyklopädie.
(©) 1993-1997 Microsoft Corporation.
Alle Rechte vorbehalten.
Peter van Haag
2004-08-29 10:37:18 UTC
Permalink
Post by Werner Sondermann
Hat doch früher auch ohne den ganzen neumodischen Scheiß einigermaßen
funktioniert? Dieser ganze technische Fortschritt dient doch schon seit
langem nicht
Post by Werner Sondermann
mehr der Menschheit zum Guten, sondern nur noch allein zu ihrer
Knechtung.
Ach ja, dann wandere doch nach Rumänien oder Burundi aus....da kannste noch
deine Muskeln einspannen....

PvH
Werner Sondermann
2004-08-29 12:43:46 UTC
Permalink
Post by Peter van Haag
Post by Werner Sondermann
Hat doch früher auch ohne den ganzen neumodischen Scheiß
einigermaßen funktioniert? Dieser ganze technische Fortschritt
dient doch schon seit langem nicht mehr der Menschheit zum Guten,
sondern nur noch allein zu ihrer Knechtung.
Ach ja, dann wandere doch nach Rumänien oder Burundi aus....da
kannste noch deine Muskeln einspannen....
Ich dachte dabei eher an z.B. "Mobilphones" und ähnlichen Plagen der
Menscheheit. :-D

w.
Grgo
2004-08-28 15:54:11 UTC
Permalink
Post by Peter van Haag
ist.
Post by Werner Sondermann
Eisen? Quecksilberverbindung?
Wen interessiert denn das wirklich?
Also, erstens ist Amalgan keine Quecksilberverbindung, sondern eine
Legierung. Zweitens hängt unsere ganze Zukunft von den Naturwissenschaften
und technischem Wissen ab...und da fragst du noch wozu dieses Kenntnisse
notwendig sein sollen.
Dann erklär mir doch bitte mal, worin sich AmalaM von AmalgaN unterscheidet
Christian Ade
2004-08-28 12:18:54 UTC
Permalink
Peter van Haag wrote:
[...]
Post by Peter van Haag
Dagegen wußte ein Akademiker (!)
neulich nicht, aus welchem Material der Erdkern besteht und was Amalgan ist.
.....und dann gibt es noch Phantasten, die wollen das 'Volk' über die
europäische Verfassung abstimmen lassen<g>
Vorschlag: es darf nur wählen, wer zuvor einen Test erfolgreich
absolviert hat. Dazu gehören dann Fragen wie die nach dem
Erdkernmaterial und der richtigen Schreibweise der umstrittenen
Zahnfüllung mit Quecksilberanteil.
--
Christian Ade
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