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Veganerin Anke Engelke fehlen Käse und Teewurst
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Cremige Sackschwitze
2021-04-03 19:52:01 UTC
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Berlin (dpa). Anke Engelke vermisst als Veganerin Käse und Teewurst.
„Als ich mal in Frankreich war, da ist mir das bewusst geworden. Dann
steh' ich da immer an der Käsetheke (...). Ich schließe nicht aus, dass
ich doch wieder Vegetariern werde“, sagte die Entertainerin und
Schauspielerin im Podcast „Toast Hawaii“ von Moderatorin Bettina Rust.



Ja, ihr fehlt nicht nur Teewurst und Käse, ihr fehlt auch das Hirn. Denn
nur Hirnlose können zum Veganismus kommen.

CS
F. W.
2021-04-06 05:35:12 UTC
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Post by Cremige Sackschwitze
Berlin (dpa). Anke Engelke vermisst als Veganerin Käse und Teewurst.
„Als ich mal in Frankreich war, da ist mir das bewusst geworden. Dann
steh' ich da immer an der Käsetheke (...). Ich schließe nicht aus,
dass ich doch wieder Vegetariern werde“, sagte die Entertainerin und
Schauspielerin im Podcast „Toast Hawaii“ von Moderatorin Bettina Rust.
Gerade in Frankreich weiß man noch zu essen. Selbst das Fleisch aus dem
Supermarkt schmeckt da besser. Das liegt am Fett, das dort nicht weg
gezüchtet wird, an Leber, die in der Leberwurst steckt und natürlich am
Käse, der nicht nach Milchschnitte schmeckt.

Seit unseren drei Frankreich-Urlauben kaufen wir auch wieder Essen mit
Geschmack. Und nicht nur zum Grillen. Es ist aber teuer. Für vier
Scheiben "Old Amsterdam" zahle ich 2.- €.

FW
Schneeweiße Herrentorte auf Hartz4
2021-04-06 07:12:23 UTC
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Post by F. W.
Post by Cremige Sackschwitze
Berlin (dpa). Anke Engelke vermisst als Veganerin Käse und Teewurst.
„Als ich mal in Frankreich war, da ist mir das bewusst geworden. Dann
steh' ich da immer an der Käsetheke (...). Ich schließe nicht aus,
dass ich doch wieder Vegetariern werde“, sagte die Entertainerin und
Schauspielerin im Podcast „Toast Hawaii“ von Moderatorin Bettina Rust.
Gerade in Frankreich weiß man noch zu essen. Selbst das Fleisch aus dem
Supermarkt schmeckt da besser. Das liegt am Fett, das dort nicht weg
gezüchtet wird, an Leber, die in der Leberwurst steckt und natürlich am
Käse, der nicht nach Milchschnitte schmeckt.
Deshalb haben nach der "Wende" auch "Wessis" Berge an Wurst- und
Fleischwaren im "Beitrittagebiet" gekauft, weil das eigene Zeug absolut
geschmacklos, wässrig und ungenießbar ist. Leider sterben so langsam
alle guten Fleischer im Osten weg. Betrifft ebenso die Bäcker.
Post by F. W.
Seit unseren drei Frankreich-Urlauben kaufen wir auch wieder Essen mit
Geschmack. Und nicht nur zum Grillen. Es ist aber teuer. Für vier
Scheiben "Old Amsterdam" zahle ich 2.- €.
"Old Amsterdam" in Frankreich? Noch nicht Eingefranzöselt in "Ancient
Amsterdam"?

Willem
--
https://www.ploetzblog.de/2010/12/10/aus-alt-mach-neu-ddr-broetchen-nach-baecker-suepke/

https://baeckersuepke.wordpress.com/2008/03/27/ddr-brotchen-rezept/
Ludger Averborg
2021-04-06 08:19:48 UTC
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On Tue, 6 Apr 2021 10:12:23 +0300, Schneeweiße Herrentorte auf Hartz4
Post by F. W.
Seit unseren drei Frankreich-Urlauben kaufen wir auch wieder Essen mit
Geschmack. Und nicht nur zum Grillen. Es ist aber teuer. Für vier
Scheiben "Old Amsterdam" zahle ich 2.- €.
Was mir hier fehlt:
Coulommier
Cantal entre deux
Bleu de Bresse
rilette (d'oie)
schwarze trockne entkernte Oliven
Anchoiade
die diversen sirops. besonders citron
rhum agricol aus Matrinique oder Gouadeloupe

Was mir dort fehlt:
gute Äpfel

l.
F. W.
2021-04-06 13:00:20 UTC
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Post by Schneeweiße Herrentorte auf Hartz4
Post by F. W.
Seit unseren drei Frankreich-Urlauben kaufen wir auch wieder Essen
mit Geschmack. Und nicht nur zum Grillen. Es ist aber teuer. Für
vier Scheiben "Old Amsterdam" zahle ich 2.- €.
"Old Amsterdam" in Frankreich? Noch nicht Eingefranzöselt in "Ancient
Amsterdam"?
"Old Amsterdam" ist natürlich aus Holland. Man lernt wieder zu schmecken
und da weiß man auch, warum dieser Käse so teuer ist: er schmeckt
tatsächlich nach Käse und wird von Leuten gemieden, die Käse nicht
mögen. Die sind natürlich schlecht fürs Geschäft...

FW
Bernd Nawothnig
2021-04-06 19:17:59 UTC
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Post by F. W.
Post by Schneeweiße Herrentorte auf Hartz4
Post by F. W.
Seit unseren drei Frankreich-Urlauben kaufen wir auch wieder Essen
mit Geschmack. Und nicht nur zum Grillen. Es ist aber teuer. Für
vier Scheiben "Old Amsterdam" zahle ich 2.- €.
"Old Amsterdam" in Frankreich? Noch nicht Eingefranzöselt in "Ancient
Amsterdam"?
"Old Amsterdam" ist natürlich aus Holland. Man lernt wieder zu schmecken
und da weiß man auch, warum dieser Käse so teuer ist: er schmeckt
tatsächlich nach Käse und wird von Leuten gemieden, die Käse nicht
mögen. Die sind natürlich schlecht fürs Geschäft...




Bernd
--
no time toulouse
Hans-Jürgen Meyer
2021-04-06 16:02:57 UTC
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Post by F. W.
Post by Cremige Sackschwitze
Berlin (dpa). Anke Engelke vermisst als Veganerin Käse und Teewurst.
„Als ich mal in Frankreich war, da ist mir das bewusst geworden. Dann
steh' ich da immer an der Käsetheke (...). Ich schließe nicht aus,
dass ich doch wieder Vegetariern werde“, sagte die Entertainerin und
Schauspielerin im Podcast „Toast Hawaii“ von Moderatorin Bettina Rust.
Gerade in Frankreich weiß man noch zu essen.
Nicht nur da. Auch Italien und Kroatien können sich sehen lassen.
Post by F. W.
Selbst das Fleisch aus dem
Supermarkt schmeckt da besser. Das liegt am Fett, das dort nicht weg
gezüchtet wird, an Leber, die in der Leberwurst steckt und natürlich am
Käse, der nicht nach Milchschnitte schmeckt.
Manchmal denke ich, das im Urlaub vieles besser schmeckt. Und wenn ich
dann die Mitbringsel aus Italien, Tirol, Kroatien zu haus esse, dann
wird einem bewusst, was man hier mittlerweile für einen Mist vorgesetzt
bekommt.

Es wird immer schwerer gute Schlachter und Bäcker zu finden. Gott sei es
gedankt, hier haben wir noch einige wenige. Verstärkt durch Bauern die
noch Hausschlachtung betreiben und Eier von Hühnern liefern die noch
Freude am Hahn haben...

Hans-Jürgen
F. W.
2021-04-07 09:56:27 UTC
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Post by Hans-Jürgen Meyer
Manchmal denke ich, das im Urlaub vieles besser schmeckt. Und wenn
ich dann die Mitbringsel aus Italien, Tirol, Kroatien zu haus esse,
dann wird einem bewusst, was man hier mittlerweile für einen Mist
vorgesetzt bekommt.
Also hier kämpfen Billigheimer gegen Billigheimer (Aldi, Penny, Lidl).
Was erwarten wir, das da raus kommt? Gutes Essen?

Und vor dem Aldi, da stehen sie: Mercedes, Audi, BMW, SUV...

Und auf dem Grillfest vom Doktor, da liegt auf dem 500.- €-Grill ein
armes 99 Cent-Würstchen neben schwartigem Schwein in süßlicher Sauce,
plastikverpackt vom Lidl. Zucker, Zucker, Zucker...

Vor der Tür ein nagelneuer Ford Galaxy "Vignale".

Wenn ich mal bei REAL oder REWE einkaufen gehe, also nicht mal Bio oder
lokal, wird mir schon ein schlechtes Gewissen eingeredet, ich hätte
zuviel Geld ausgegeben.

Und die Hartz IV, die mit den iPhones herumrennen, flennen im Fernsehen,
sie können sich kein gutes Essen leisten. Und wiegen alle viel zu viel.
Und Sky, Prime Video, Bier und Zigaretten sind auch immer da. Wenigstens
bei denen, die ich kenne.

Gutes Essen? "Können wir uns nicht leisten".

Laptop für Homeschooling? "Auch nicht". Soll die Gesellschaft bezahlen.
Für die eigenen Kinder fühlt man sich nicht zuständig.

Der REAL wird nun ein KAUFLAND und alle heulen laut. Fordern statt
fördern. Abgehangenes Rinderfilet im REAL: 36.- €. Mann, hat das
geschmeckt. Warum war das da? "Wollte kaum jemand haben".

Für 36.- €/Monat gibt es auch ein iPhone. Das kann man nicht essen aber
vorzeigen. Das ist wichtiger.

Bei EDEKA gibt es sieben Sorten Thunfisch. Die BILLIGSTEN sind immer
ausverkauft. Die teuren und guten sind immer da. Gut für mich.

Hier will billig gefressen werden. Billig! Nicht preiswert! Billig! Ich
denke, das hängt mit dem Krieg zusammen.

FW
Ludger Averborg
2021-04-07 11:33:31 UTC
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Post by F. W.
Post by Hans-Jürgen Meyer
Manchmal denke ich, das im Urlaub vieles besser schmeckt. Und wenn
ich dann die Mitbringsel aus Italien, Tirol, Kroatien zu haus esse,
dann wird einem bewusst, was man hier mittlerweile für einen Mist
vorgesetzt bekommt.
Also hier kämpfen Billigheimer gegen Billigheimer (Aldi, Penny, Lidl).
Was erwarten wir, das da raus kommt? Gutes Essen?
Der größte Teil meiner Ernährung stammt von diesen Billigheimern:
Obst (Äpfel, Orangen) sind nach meinem Geschmack erstklassig,
Kartoffeln (Belana) gut und aum kaputt,
Gemüse (Möhren, Paprika, Kohlrabi, Broccoli, Lauch) frisch, Tomaten so lala,
Tomaten "Tasty Tom" (= Campari F1) erstklassig.
Der junge Gouda ist preiswert und schmeckt, wie junger Gouda eben schmeckt, es
gibt geriebenen Grana Padano, der viel billiger ist als Parmesan und mir ebenso
gut schmeckt.
Fleisch überwiegend Hackfleisch, Fisch Heringsfilets Nordische Art und
Seelachsfilets. Milch 1,5 %, meist aus Everswinkel DMK ex Humana.

Und und und.
Ja, in der Tat: daraus koche ich gutes Essen.
Post by F. W.
Hier will billig gefressen werden.
Ich will gar nicht fressen, ich will schmackhaft und gesund essen.
Wohl gemerkt! Essen und nicht "mich ernähren"
Und das selbverständlich so billig wie möglich.
Post by F. W.
Billig! Nicht preiswert! Billig! Ich
denke, das hängt mit dem Krieg zusammen.
Da kannst du recht haben. Wer 3 Jahre (45-48) gehungert hat, misst dem Essen
eine ganz andere Bedeutung bei. Da spielt der Geschmack eine große Rolle und
viel weniger das Statussymbol.

l.
Johann Mayerwieser
2021-04-07 23:26:01 UTC
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Post by F. W.
Und auf dem Grillfest vom Doktor, da liegt auf dem 500.- €-Grill ein
armes 99 Cent-Würstchen neben schwartigem Schwein
Schwarte gehört zu Schwein - wo sonst her kommt die knusrpige Kruste von
einem Schweinsbraten?
--
Mailadresse ist gültig Mails werden nur gelesen, wenn im Betreff [usenet]
steht
Ina Koys
2021-04-08 08:48:09 UTC
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Post by F. W.
Hier will billig gefressen werden. Billig! Nicht preiswert! Billig! Ich
denke, das hängt mit dem Krieg zusammen.
Den Zusammenhang seh ich nicht. Ja, wenn man manchmal noch die
Generation, die den Krieg bewusst miterlebt hat, vor dem Supermarktregal
stehen sieht oder an der Autobahnraststelle, dann messen die dem Essen
ganz eindeutig eine andere Wichtigkeit zu als andere Leute. Aber mehr
der Menge als der Qualität, wie mir scheint.
Seitdem haben Millionen Deutsche keinen Krieg mehr erlebt und sie machen
vieles anders als die Vorfahren. Aber das Essen muss billigst sein.
Nein, ich glaub nicht, dass das was mit dem Krieg zu tun hat. Höchstens
die deutsche Abneigung gegen Rüben. Die geht wohl auf den
Kohlrübenwinter zurück. Aber auch daran legt sich die Erinnerung langsam
und zumindest in dieser Familie sind wir begeistert vom Rübenessen. Es
müssten sich jetzt nur noch mehr gute Rezepte finden lassen. Aber daran
arbeite ich...

Ina
--
Die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst,
immer strenge, sie hat immer Recht und die Fehler und Irrtümer sind
immer des Menschen. - Johann Wolfgang Goethe
Frank Hucklenbroich
2021-04-08 09:11:22 UTC
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Post by Ina Koys
Seitdem haben Millionen Deutsche keinen Krieg mehr erlebt und sie machen
vieles anders als die Vorfahren. Aber das Essen muss billigst sein.
Nein, ich glaub nicht, dass das was mit dem Krieg zu tun hat. Höchstens
die deutsche Abneigung gegen Rüben. Die geht wohl auf den
Kohlrübenwinter zurück. Aber auch daran legt sich die Erinnerung langsam
und zumindest in dieser Familie sind wir begeistert vom Rübenessen. Es
müssten sich jetzt nur noch mehr gute Rezepte finden lassen. Aber daran
arbeite ich...
Kurz gekocht, dann mit Honig glasiert und danach kurz unter dem Grill
angebräunt, schmecken die auch sehr lecker.

Das Rezept habe ich aus einem "Wikinger-Kochbuch" aus Trondheim, in dem
versucht wird, alte Gerichte aus der Winkinger-Küche nachzukochen.

Da ist auch ein sehr leckeres Wildschwein-Braten-Rezept drin, die machen
das mit Blaubeeren und einer Ingwer-Blaubeer-Sahnesauce.

Grüße,

Frank
Ina Koys
2021-04-08 12:07:02 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Ina Koys
und zumindest in dieser Familie sind wir begeistert vom Rübenessen. Es
müssten sich jetzt nur noch mehr gute Rezepte finden lassen. Aber daran
arbeite ich...
Kurz gekocht, dann mit Honig glasiert und danach kurz unter dem Grill
angebräunt, schmecken die auch sehr lecker.
Stimmt! Ähnliche Rezepte kenne ich für Teltower Rübchen. Kann ich auch
mal mit den anderen versuchen.
Post by Frank Hucklenbroich
Das Rezept habe ich aus einem "Wikinger-Kochbuch" aus Trondheim, in dem
versucht wird, alte Gerichte aus der Winkinger-Küche nachzukochen.
Ich war letzten Sommer im Wikingermuseum in Stockholm. Dort wurde
berichtet, dass die sich nach heutiger Erkenntnis sehr gesund ernährten.
Nix mit viel Fleisch (das nur für die Reichen) und nix mit eintönig,
auch nicht im Winter.
Post by Frank Hucklenbroich
Da ist auch ein sehr leckeres Wildschwein-Braten-Rezept drin, die machen
das mit Blaubeeren und einer Ingwer-Blaubeer-Sahnesauce.
Werden wir dieses Rezeptes hier teilhaftig? Bei uns haben sich nämlich
die verschiedensten Wildsäue lecker auf der Weihnachtstafel eingebürgert
- so eins ist bisher nicht dabei.

Ina
--
Die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst,
immer strenge, sie hat immer Recht und die Fehler und Irrtümer sind
immer des Menschen. - Johann Wolfgang Goethe
Hartmut Ott
2021-04-08 12:43:29 UTC
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Hej,
Post by Ina Koys
Post by F. W.
Hier will billig gefressen werden. Billig! Nicht preiswert! Billig! Ich
denke, das hängt mit dem Krieg zusammen.
Den Zusammenhang seh ich nicht. Ja, wenn man manchmal noch die
Generation, die den Krieg bewusst miterlebt hat, vor dem Supermarktregal
stehen sieht oder an der Autobahnraststelle, dann messen die dem Essen
ganz eindeutig eine andere Wichtigkeit zu als andere Leute. Aber mehr
der Menge als der Qualität, wie mir scheint.
Wie meine Mutter öfters, bei entsprechenden Gelegenheiten, sagte "Im
Krieg hatten wir genug zu essen" und dann begannen die Aufzählungen
dessen, was man nach dem Krieg, in der schlechten Zeit, nicht alles im
Tausch gegen ein Stück Brot weggeben musste um nicht zu sehr zu hungern.
Es war also eher die "schlechte Zeit" nach dem Krieg.
Post by Ina Koys
Seitdem haben Millionen Deutsche keinen Krieg mehr erlebt und sie machen
vieles anders als die Vorfahren. Aber das Essen muss billigst sein.
Nein, ich glaub nicht, dass das was mit dem Krieg zu tun hat. Höchstens
die deutsche Abneigung gegen Rüben. Die geht wohl auf den
Kohlrübenwinter zurück. Aber auch daran legt sich die Erinnerung langsam
und zumindest in dieser Familie sind wir begeistert vom Rübenessen. Es
müssten sich jetzt nur noch mehr gute Rezepte finden lassen. Aber daran
arbeite ich...
Bei uns in der Familie, als ich Kind war, gab es öfters gestovte Rüben.
Die mag ich heute auch noch gerne.
--
--
mfg
Hartmut Ott
F. W.
2021-04-09 08:24:06 UTC
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Post by Ina Koys
Post by F. W.
Hier will billig gefressen werden. Billig! Nicht preiswert! Billig!
Ich denke, das hängt mit dem Krieg zusammen.
Den Zusammenhang seh ich nicht. Ja, wenn man manchmal noch die
Generation, die den Krieg bewusst miterlebt hat, vor dem
Supermarktregal stehen sieht oder an der Autobahnraststelle, dann
messen die dem Essen ganz eindeutig eine andere Wichtigkeit zu als
andere Leute. Aber mehr der Menge als der Qualität, wie mir scheint.
Also meine Oma sprach bis zu ihrem Tod von "guter Butter". Das Wort
"Butter" gab es bei ihr ohne Attribut nicht mal im Nebensatz.

Und meine Eltern mahnten zur Sparsamkeit und vermieden
Lebensmittelverschwendung. Selbst auf meinem 50. Geburtstag, als es ein
Grillfest mit 100 Leuten gab, bekam ich Ärger mit meinem Vater. Der Wirt
hatte mir vergammelten Salat gezeigt und ich hatte ihn angewiesen, den
wegzuwerfen. Mein Vater wollte den allen Ernstes noch mitnehmen (der
Wirt hat ihm einen frischen Salat geschenkt, obwohl mein Vater das gar
nicht nötig hat).

Klar: der hatte den Krieg erlebt. Aber mit Konzepten von 1940 kommt man
heute nicht mehr weit. Man darf nicht vergessen, dass die Qualität der
Lebensmittel stark abgenommen hat. Und dass wir heute viel mehr als nur
überleben müssen.

Meine Mutter wärmt ernsthaft Miracoli auf, schneidet Schimmel aus Brot
und Paprika (Leberkrebs!) und wenn der Schinken nicht schlecht riecht,
dann isst sie ihn auch Wochen nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch.

Dabei geht es ihnen ziemlich gut.

Ich werf das alles weg. Auch wenn es ökologisch-sozialistisch
verwerflich ist. In Afrika wird kein Kind satt, wenn ich hier
pfurztrockenen Schinken esse.

Was ich gern mache: teures Fleisch kaufen. Das lohnte sich bisher immer
- von der Leberwurst bis zum Rinderfilet. Und so richtig gute Hühnchen
hatte ich mal in Frankreich. Vom Bauern und nicht teuer.

FW
Ina Koys
2021-04-09 09:57:34 UTC
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Post by F. W.
Post by Ina Koys
Post by F. W.
Hier will billig gefressen werden. Billig! Nicht preiswert! Billig!
Ich denke, das hängt mit dem Krieg zusammen.
Den Zusammenhang seh ich nicht. Ja, wenn man manchmal noch die
Generation, die den Krieg bewusst miterlebt hat, vor dem
Supermarktregal stehen sieht oder an der Autobahnraststelle, dann
messen die dem Essen ganz eindeutig eine andere Wichtigkeit zu als
andere Leute. Aber mehr der Menge als der Qualität, wie mir scheint.
Also meine Oma sprach bis zu ihrem Tod von "guter Butter". Das Wort
"Butter" gab es bei ihr ohne Attribut nicht mal im Nebensatz.
Ja, bei meiner auch. Aber es hieß nichts. Es war einfach ein Eigenname.
Und als sie später nicht mehr selber gekocht hat, hat sie sich bei jedem
Essen, das man ihr vorsetzte erkundigt, ob man auch "tüchtig Fett"
rangetan hätte. Die Assoziation von Tüchtigkeit mit Essen hat mich immer
fasziniert.
Post by F. W.
Und meine Eltern mahnten zur Sparsamkeit und vermieden
Lebensmittelverschwendung. Selbst auf meinem 50. Geburtstag, als es ein
Grillfest mit 100 Leuten gab, bekam ich Ärger mit meinem Vater. Der Wirt
hatte mir vergammelten Salat gezeigt und ich hatte ihn angewiesen, den
wegzuwerfen.
In Abhängigkeit von der Definition, was genau "vergammelt" ist, könnte
dir das mit mir auch passieren :) Manche Leute schneiden die halbe
Kartoffel weg, wenn ein Auge drin ist. Ich schneide es einfach raus. Und
wenn Salat schlaff ist könnte es schon leicht sein, dass ich ihn
erfolgreich wieder zum Leben erwecke. Wenn nicht, hau ich ihn auch weg,
schon klar.
Post by F. W.
Klar: der hatte den Krieg erlebt. Aber mit Konzepten von 1940 kommt man
heute nicht mehr weit.
Pauschalaussagen sind immer falsch :)
Post by F. W.
und wenn der Schinken nicht schlecht riecht,
dann isst sie ihn auch Wochen nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch.
Dann hat deine Mutter verstanden, dass es sich um ein
*Mindest*haltbarkeitsdatum handelt. Denn in der Tat sind unser Geruchs-
und Geschmackssinn nicht zur Bespaßung im Überfluss erschaffen, sondern
zur Lebenserhaltung. Was auch vor dem Kochen nicht schlecht riecht oder
schmeckt und in Ordnung aussieht, das ist mit allergrößter
Wahrscheinlichkeit auch in Ordnung. Ausnahmen wie bestimmte Giftpilze
bestätigen die Regel.
Post by F. W.
Dabei geht es ihnen ziemlich gut.
Ich werf das alles weg. Auch wenn es ökologisch-sozialistisch
verwerflich ist. In Afrika wird kein Kind satt, wenn ich hier
pfurztrockenen Schinken esse.
Nein. Aber sinnlose Verschwendung bleibt sinnlose Verschwendung. Bei mir
kommt das auch manchmal vor, dass was verdirbt. Ist aber selten.
Einkaufen mit Bedacht und sinnvolle Vorratswirtschaft kann da unheimlich
helfen.
Post by F. W.
Was ich gern mache: teures Fleisch kaufen.
Ja, zu höheren Anlässen wie Festen mach ich das auch. Am liebsten Wild.
Da kostet der Braten dann schon mal 30 Euro, aber das ist es mir wert.
Sterben müssen wir alle irgendwann. Aber so dahinvegetieren, wie das bei
industrieller Stallaufzucht ist, soll für mich nicht stattfinden. Klappt
sicher nicht immer. Aber meistens.

Ina
--
Die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst,
immer strenge, sie hat immer Recht und die Fehler und Irrtümer sind
immer des Menschen. - Johann Wolfgang Goethe
Ina Koys
2021-04-09 11:05:41 UTC
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Post by F. W.
Ich werf das alles weg.
Und wunderst dich hinterher, dass das Essen wenig Qualität hat. Das
kommt u.a. daher, dass Leute mehr kaufen als sie brauchen. Da muss man
mehr produzieren und mit der Qualität wird es schwieriger. Kauf das, was
du brauchst und verbrauch es, bevor es verdirbt. Schont Geldbeutel und
hilft, bessere Qualität anzubieten.

Ina
--
Die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst,
immer strenge, sie hat immer Recht und die Fehler und Irrtümer sind
immer des Menschen. - Johann Wolfgang Goethe
Hans-Jürgen Meyer
2021-04-09 17:15:37 UTC
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Post by Ina Koys
Post by F. W.
Ich werf das alles weg.
Und wunderst dich hinterher, dass das Essen wenig Qualität hat. Das
kommt u.a. daher, dass Leute mehr kaufen als sie brauchen. Da muss man
mehr produzieren und mit der Qualität wird es schwieriger. Kauf das, was
du brauchst und verbrauch es, bevor es verdirbt. Schont Geldbeutel und
hilft, bessere Qualität anzubieten.
Er sollte sich lieber ein Schwein anschaffen. Die Tierchen hauen das
alles weg. Und im November gibt es dann lecker Wurst und Braten...

Hans-Jürgen
Frank Hucklenbroich
2021-04-09 11:21:55 UTC
Antworten
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Post by F. W.
Post by Ina Koys
Post by F. W.
Hier will billig gefressen werden. Billig! Nicht preiswert! Billig!
Ich denke, das hängt mit dem Krieg zusammen.
Den Zusammenhang seh ich nicht. Ja, wenn man manchmal noch die
Generation, die den Krieg bewusst miterlebt hat, vor dem
Supermarktregal stehen sieht oder an der Autobahnraststelle, dann
messen die dem Essen ganz eindeutig eine andere Wichtigkeit zu als
andere Leute. Aber mehr der Menge als der Qualität, wie mir scheint.
Also meine Oma sprach bis zu ihrem Tod von "guter Butter". Das Wort
"Butter" gab es bei ihr ohne Attribut nicht mal im Nebensatz.
Das kenne ich von meine Oma ganz genauso. Die hatte auch zwei Weltkriege
miterlebt.
Post by F. W.
Ich werf das alles weg. Auch wenn es ökologisch-sozialistisch
verwerflich ist. In Afrika wird kein Kind satt, wenn ich hier
pfurztrockenen Schinken esse.
So halte ich das auch.
Post by F. W.
Was ich gern mache: teures Fleisch kaufen. Das lohnte sich bisher immer
- von der Leberwurst bis zum Rinderfilet. Und so richtig gute Hühnchen
hatte ich mal in Frankreich. Vom Bauern und nicht teuer.
Bresse-Hühner? Die sind wirklich sehr gut.

Grüße,

Frank
Ludger Averborg
2021-04-09 11:57:37 UTC
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Post by F. W.
Aber mit Konzepten von 1940 kommt man
heute nicht mehr weit. Man darf nicht vergessen, dass die Qualität der
Lebensmittel stark abgenommen hat.
Das habe ich (Jahrgang 1937) aber ganz anders erlebt, sowohl was das
kulinarische als auch das gesundheitliche angeht.

Heute können die Hochschullehrer ihren Medizinstudenten keine "englische
Krankheit" und keinen Skorbut mehr vorstellen, weil die dank besserer Nahrung
schlicht ausgestorben sind. Mit Kropf ist es fast genau so. (Herr Dokter, i krig
da so an Kropf. Wos sull i mir da blos machn lossn? Am bestn wärs, sie lossn
sich an Steireranzug mochn")

Und kulinarisch sind die Produkte auch besser geworden durch sorgfältigeren
Anbau, sorgfältigere Ernte, schnelleren Transport, Tiefkühlung, Einfuhr von
exotischem, was über Kaffee, Kakao und Sago hinausgeht.

Ich kann eine Qualitätsabnahme überhaupt nicht nachvollziehen.
Post by F. W.
Und dass wir heute viel mehr als nur
überleben müssen.
???
wollen?

Ja, und das geht heute selbst für einen Hartz-Bezieher weit eher als 1947 für
einen Rentner.
Post by F. W.
Meine Mutter wärmt ernsthaft Miracoli auf,
Ich koche kein Miracoli, aber selbstverständlich wärme ich Reste wieder auf.
Post by F. W.
schneidet Schimmel aus Brot
mach ich nicht
Post by F. W.
und Paprika
Schimmelt selten, fault meist. Kann man (bei derzeit 6 €/kg) gut wegschneiden.

(Leberkrebs!)
Das ist nur für Aspergillus flavus nachgewiesen. Und der wachst auf Erdnüssen
und Pistazien, aber sicher nicht auf unreifen Paprika.
Post by F. W.
und wenn der Schinken nicht schlecht riecht,
dann isst sie ihn auch Wochen nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch.
Ja, selbstverständlich. Steht ja mittlerweile schon an Lebensmittel dran:
riechen, kosten, vielleicht ists ja noch gut!
Post by F. W.
Dabei geht es ihnen ziemlich gut.
Ja. mir auch.

l.
Hans-Jürgen Meyer
2021-04-08 16:54:14 UTC
Antworten
Permalink
Post by F. W.
Post by Hans-Jürgen Meyer
Manchmal denke ich, das im Urlaub vieles besser schmeckt. Und wenn ich
dann die Mitbringsel aus Italien, Tirol, Kroatien zu haus esse, dann
wird einem bewusst, was man hier mittlerweile für einen Mist
vorgesetzt bekommt.
Also hier kämpfen Billigheimer gegen Billigheimer (Aldi, Penny, Lidl).
Wo nicht?
Post by F. W.
Was erwarten wir, das da raus kommt? Gutes Essen?
Ein pauschales "Nein" ist falsch. Billig kann gut sein, teuer kann
schlecht sein. Der Preis sagt nix...
Post by F. W.
Und vor dem Aldi, da stehen sie: Mercedes, Audi, BMW, SUV...
Sicher. Die Generation die mit Aldi aufgewachsen ist. Die haben schon
als Kinder bei Aldi eingekauft. Und das hat geprägt. Der Unterschied ist
nur: Früher war das Geld knapp,...
Post by F. W.
Und auf dem Grillfest vom Doktor, da liegt auf dem 500.- €-Grill ein
armes 99 Cent-Würstchen
Das ist aber schon Schlachterware. Billig kostet um die 40-50ct/Stück:
Aktuell bei Lidl 12 a´90g für 4,79. Marktkauf 12 Stück 1111g für 4,89.
Kaufland 12 Stück 1200g 4,99. Das ist billig. Man sollte auch auf das
Gewicht achten ;)
Post by F. W.
neben schwartigem Schwein in süßlicher Sauce,
plastikverpackt vom Lidl. Zucker, Zucker, Zucker...
Das Scheiß Zuckerzeug ist ein Ding der Industrie. Versaut den Geschmack,
die Figur und poliert die Kasse auf. Leider schmeckt es vielen.
Die "Keys-Lüge" sagt dir was? Hatten wir glaub ich schon mal...

Gibt es vom Schlachter deutlich besser.
Post by F. W.
Vor der Tür ein nagelneuer Ford Galaxy "Vignale".
Sagt mir jetzt nix. Aber ein Luxusschlitten ist von Ford eher nicht zu
erwarten.
Post by F. W.
Wenn ich mal bei REAL oder REWE einkaufen gehe, also nicht mal Bio oder
lokal, wird mir schon ein schlechtes Gewissen eingeredet, ich hätte
zuviel Geld ausgegeben.
Von wem? Real war/ist auch nicht gerade ein Luxusverkäufer.
Post by F. W.
Und die Hartz IV, die mit den iPhones herumrennen, flennen im Fernsehen,
sie können sich kein gutes Essen leisten. Und wiegen alle viel zu viel.
Und Sky, Prime Video, Bier und Zigaretten sind auch immer da. Wenigstens
bei denen, die ich kenne.
Mit denen habe ich herzlich wenig Mitleid. Aber alle über einen Kamm zu
scheren nur weil sie Hartz IV bekommen geht auch nicht. Da findet in den
Medien ein teilweise ungerechtfertigtes "Schweinetreiben" zu lasten der
wirklich bedürftigen statt.
Post by F. W.
Gutes Essen? "Können wir uns nicht leisten".
Ja, die gibt es reichlich. Ohne sich wie oben von dir geschrieben zu
verhalten.
Post by F. W.
Laptop für Homeschooling? "Auch nicht". Soll die Gesellschaft bezahlen.
Für die eigenen Kinder fühlt man sich nicht zuständig.
Auch der nicht rauchende, nicht saufende kann keine 750 Euro für einen
halbwegs brauchbares Notebook ausgeben. Die Dinger werden aber leihweise
von der Schule gestellt.
Post by F. W.
Der REAL wird nun ein KAUFLAND und alle heulen laut. Fordern statt
fördern. Abgehangenes Rinderfilet im REAL: 36.- €. Mann, hat das
geschmeckt. Warum war das da? "Wollte kaum jemand haben".
Das bezahle ich auch bei einem Schlachter im Angebot. Der hat das Rind
noch selbst vorm Tod gestreichelt. Wirst du beim REAL eher nicht bekommen...
Post by F. W.
Für 36.- €/Monat gibt es auch ein iPhone. Das kann man nicht essen aber
vorzeigen. Das ist wichtiger.
Sorry, du ziehts alle über einen Kamm ohne zu differenzieren. Geht
garnicht. Versuch mal einen Monat nur von Hartz IV zu leben. Da ist nix
mit einen Blumenkohl von z.Z. 3 Euro (gesehen bei Lidl, minderste
Qualität). In der Größe die ich allein esse. Wobei das Obst und Gemüse
bei Lidl meist gut ist.
Post by F. W.
Bei EDEKA gibt es sieben Sorten Thunfisch. Die BILLIGSTEN sind immer
ausverkauft. Die teuren und guten sind immer da. Gut für mich.
Hier will billig gefressen werden.
Sicher gibt es das. Häufig aber auch aus der Not gebohren. 500g
Bratenmett für 10 Euro können sich bei weitem nicht alle leisten.
Post by F. W.
Billig! Nicht preiswert! Billig! Ich
denke, das hängt mit dem Krieg zusammen.
Wie begründest du das?

Es gibt mittlerweile viele mehr, die sich auch hochwertige und gute
Lebensmittel leisten. Leisten weil sie es können. Aber das sind eben
nicht die meisten.

Schau dir mal die Fleischpreise im Moment an: Am Boden. Es gibt ein
großes Überangebot weil Abnehmer weggefallen sind. Auch Qualitätsfleisch
ist zur Zeit günstig (nein, noch immer nicht billig)

Als Nettoeinkommen der Privathaushalte in Deutschland lag im Jahr 2018
bei durchschnittlich 3.661 Euro pro Monat.
https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61754/einkommen-privater-haushalte

Hört sich viel an, oder? Aber schau dir mal die Verteilung an.
Und dann denk mal über die Ausgaben nach, die eine Familie mit 2 Kindern
so hat. Nur 39% liegen über den 3.600. Rund 30% haben weniger als 2.000
Euro. Wenn man dann noch in einer großen Stadt wohnt...

Hans-Jürgen
Ludger Averborg
2021-04-08 20:45:15 UTC
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Post by Hans-Jürgen Meyer
Post by F. W.
Also hier kämpfen Billigheimer gegen Billigheimer (Aldi, Penny, Lidl).
Wo nicht?
Ich sehe da eigentlich gar keinen Kampf, sondern zusammenarbeit.
Die Preise für viele Artikel sind centgleich trotz unterschiedlicher
Bezugsquelle, wenn Aldi Spanienwoche macht dann Lidl auch, wenn Aldi
Gartenschläuche verkauft, dann Lidl auch. Das ist sowohl im Preis als auch im
Angebot derart synchron, dass das kein Zufall sein kann.

l.
Ludger Averborg
2021-04-08 20:50:31 UTC
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Post by Hans-Jürgen Meyer
Das Scheiß Zuckerzeug ist ein Ding der Industrie. Versaut den Geschmack,
die Figur und poliert die Kasse auf. Leider schmeckt es vielen.
Ich versteh nicht, warum nicht viel mehr Produkte (Gewürzgurken z. B. oder
Fruchtjoghurt) mit Süßstoff gesüßt werden.

l.
Hans-Jürgen Meyer
2021-04-08 21:09:20 UTC
Antworten
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Post by Ludger Averborg
Post by Hans-Jürgen Meyer
Das Scheiß Zuckerzeug ist ein Ding der Industrie. Versaut den Geschmack,
die Figur und poliert die Kasse auf. Leider schmeckt es vielen.
Ich versteh nicht, warum nicht viel mehr Produkte (Gewürzgurken z. B. oder
Fruchtjoghurt) mit Süßstoff gesüßt werden.
Süßstoff ist nicht die Lösung. Stevia, Agavendicksaft,
Kokusblütenzucker, Honig o.ä. würde ich noch akzeptieren. Warum
überhaupt süßen? Das muss in vielen Fällen nicht sein.

Hans-Jürgen
Ludger Averborg
2021-04-08 21:31:58 UTC
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Post by Hans-Jürgen Meyer
Post by Ludger Averborg
Post by Hans-Jürgen Meyer
Das Scheiß Zuckerzeug ist ein Ding der Industrie. Versaut den Geschmack,
die Figur und poliert die Kasse auf. Leider schmeckt es vielen.
Ich versteh nicht, warum nicht viel mehr Produkte (Gewürzgurken z. B. oder
Fruchtjoghurt) mit Süßstoff gesüßt werden.
Süßstoff ist nicht die Lösung.
Der kann der Figur aber ganz gut helfen.

Stevia,

Hat einen sher besonderen Geschmack (und ist ja letztlich auch Süßstoff)
Post by Hans-Jürgen Meyer
Agavendicksaft,
Kokusblütenzucker,
Honig

schmeckt völlig anders als Zucker. Wenns nach Honig schmecken soll, dann Honig.
Aber wenns süß schmecken soll, dann ZUcker oder Süßstoff (dort wo es passt).
Post by Hans-Jürgen Meyer
o.ä. würde ich noch akzeptieren. Warum
überhaupt süßen?
??? Na, ich denke damit es süß schmeckt?
Post by Hans-Jürgen Meyer
Das muss in vielen Fällen nicht sein.
Nein, natürlich nicht.
Bsp: milchsaure Gurken schmecken anders als gesüßte Gewürzgurken. Warum sollte
ich auf eine Sorte verzichten?

l.
Hans-Jürgen Meyer
2021-04-08 21:57:48 UTC
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Post by Ludger Averborg
Post by Hans-Jürgen Meyer
Post by Ludger Averborg
Post by Hans-Jürgen Meyer
Das Scheiß Zuckerzeug ist ein Ding der Industrie. Versaut den Geschmack,
die Figur und poliert die Kasse auf. Leider schmeckt es vielen.
Ich versteh nicht, warum nicht viel mehr Produkte (Gewürzgurken z. B. oder
Fruchtjoghurt) mit Süßstoff gesüßt werden.
Süßstoff ist nicht die Lösung.
Der kann der Figur aber ganz gut helfen.
Wirklich? Beschäftige dich mal mit dem Teufelszeug.
Post by Ludger Averborg
Stevia,
Hat einen sher besonderen Geschmack (und ist ja letztlich auch Süßstoff)
Unter Süßstoff verstehe ich das ganze künstliche Zeugs wie Aspartam,
Saccharin und Cyclamat usw.

Stevia ist ein natürliches Süßungsmittel.
Post by Ludger Averborg
Post by Hans-Jürgen Meyer
Agavendicksaft,
Kokusblütenzucker,
Honig
schmeckt völlig anders als Zucker. Wenns nach Honig schmecken soll, dann Honig.
Aber wenns süß schmecken soll, dann ZUcker oder Süßstoff (dort wo es passt).
Versuch mal Kuchen mit Kokusblütenzucker ;)
Dein Gaumen wurde über Jahrzehnte mit dem Zuckerdosen der
Lebensmittelindustrie verwöhnt. Deshalb willst du ihn nicht missen.

Was meinst du, warum die sich z.B. bezüglich der Lebensmittelampel
weigern? Weil die auch Deppen verstehen würden.
Post by Ludger Averborg
Post by Hans-Jürgen Meyer
o.ä. würde ich noch akzeptieren. Warum
überhaupt süßen?
??? Na, ich denke damit es süß schmeckt?
Das ist dein Grund. Der der Lebensmittelindustrie ist ein anderer. Da
wird der Gaumen ab frühester Jugend Zucker antrainiert. Was meinst warum?
Post by Ludger Averborg
Post by Hans-Jürgen Meyer
Das muss in vielen Fällen nicht sein.
Nein, natürlich nicht.
Eben. Iss mal einen natürlichen Joghurt mit frischen Früchten. Das
schmeckt auch ohne Zucker.
Post by Ludger Averborg
Bsp: milchsaure Gurken schmecken anders als gesüßte Gewürzgurken. Warum sollte
ich auf eine Sorte verzichten?
Das muss jeder für sich entscheiden.
Nur möchte *ich* entscheiden wenn ich Zucker, Palmfett und Co zu mir
nehme. Das versaut der Lebensmittelindustrie aber die Gewinne.

Hans-Jürgen
Ludger Averborg
2021-04-09 08:00:30 UTC
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Post by Hans-Jürgen Meyer
Das muss jeder für sich entscheiden.
Nur möchte *ich* entscheiden wenn ich Zucker, Palmfett und Co zu mir
nehme.
Ich denke da sind wir uns sehr einig.

Ich hatte den Eindruck, du wolltest bestimmen, was ich essen soll ("Iss mal
einen natürlichen Joghurt mit frischen Früchten. Das schmeckt auch ohne
Zucker.", "Versuch mal Kuchen mit Kokusblütenzucker", "Beschäftige dich mal mit
dem Teufelszeug") usw usw.

l.
Hans-Jürgen Meyer
2021-04-09 14:23:47 UTC
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Post by Ludger Averborg
Post by Hans-Jürgen Meyer
Das muss jeder für sich entscheiden.
Nur möchte *ich* entscheiden wenn ich Zucker, Palmfett und Co zu mir
nehme.
Ich denke da sind wir uns sehr einig.
Ich hatte den Eindruck, du wolltest bestimmen, was ich essen soll ("Iss mal
einen natürlichen Joghurt mit frischen Früchten. Das schmeckt auch ohne
Zucker.", "Versuch mal Kuchen mit Kokusblütenzucker", "Beschäftige dich mal mit
dem Teufelszeug") usw usw.
Natürlich will ich nicht bestimmen was du essen sollst. Ich bin
schließliche weder dein Vater, Mutter noch Frau ;)
Das steht dir natürlich völlig frei was du zu dir nimmst. Das war nur
als Rat, Tip, Empfehlung gemeint.

Hans-Jürgen
F. W.
2021-04-09 08:33:03 UTC
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Post by Ludger Averborg
Post by Hans-Jürgen Meyer
Das Scheiß Zuckerzeug ist ein Ding der Industrie. Versaut den
Geschmack, die Figur und poliert die Kasse auf. Leider schmeckt es
vielen.
Ich versteh nicht, warum nicht viel mehr Produkte (Gewürzgurken z.
B. oder Fruchtjoghurt) mit Süßstoff gesüßt werden.
Weil Erdbeeren vom Feld eigentlich auch nie gesüßt werden müssen.
Erdbeeren schmecken wie Erdbeeren. Das macht Mutter Natur. Abgepackt
wirft der "Hersteller" aber gern noch eine Handvoll Zucker drauf.

Und Gurken und Joghurt waren von Natur aus nie süß. Das hat die
Lebensmittelindustrie erfunden.

FW
Ina Koys
2021-04-09 10:06:10 UTC
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Post by F. W.
Weil Erdbeeren vom Feld eigentlich auch nie gesüßt werden müssen.
Erdbeeren schmecken wie Erdbeeren. Das macht Mutter Natur.
Wie kommst du denn darauf? Was an einer Felderdbeere ist denn Natur?
Sicher nicht der Geschmack. Denn es gibt zwar Leute, die Wilderdbeeren
glorifizieren bis zu Abwinken, aber ich hab so meine Zweifel, dass sie
schon mal Zuchterdbeeren und Wilderdbeeren vom selben Standort gegessen
haben. Denn die meisten Wilderdbeeren, die ich je gekostet habe, hatten
wenig Aroma. Ganz im Gegenteil zu guten Sorten, gewachsen auf guten
Böden! Die meisten schmecken heutzutage ganz in Ordnung. Von exzellenten
Böden bieten manche Sorten eine mir bis zum ersten Probieren
unvorstellbare Geschmacksexplosion - erlebt mit 'Mieze Nova'. Exakt
dieselbe Pflanze, gewachsen auf meinem Silikondioxid, liefert Früchte,
die ganz in Ordnung sind.
Post by F. W.
Und Gurken und Joghurt waren von Natur aus nie süß. Das hat die
Lebensmittelindustrie erfunden.
Der Zucker hilft den Gurken bei der milchsauren Gärung. Ja, das ist eine
Erfindung der Konservierungstechnik. Aus welchem Jahrhundert, entzieht
sich meiner Kenntnis.

Ina
--
Die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst,
immer strenge, sie hat immer Recht und die Fehler und Irrtümer sind
immer des Menschen. - Johann Wolfgang Goethe
Der Habakuk.
2021-04-09 10:26:29 UTC
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Post by Ina Koys
Post by F. W.
Weil Erdbeeren vom Feld eigentlich auch nie gesüßt werden müssen.
Erdbeeren schmecken wie Erdbeeren. Das macht Mutter Natur.
Wie kommst du denn darauf? Was an einer Felderdbeere ist denn Natur?
Sicher nicht der Geschmack. Denn es gibt zwar Leute, die Wilderdbeeren
glorifizieren bis zu Abwinken, aber ich hab so meine Zweifel, dass sie
schon mal Zuchterdbeeren und Wilderdbeeren vom selben Standort
gegessen haben. Denn die meisten Wilderdbeeren, die ich je gekostet
habe, hatten wenig Aroma. Ganz im Gegenteil zu guten Sorten, gewachsen
auf guten Böden! Die meisten schmecken heutzutage ganz in Ordnung. Von
exzellenten Böden bieten manche Sorten eine mir bis zum ersten
Probieren unvorstellbare Geschmacksexplosion - erlebt mit 'Mieze
Nova'. Exakt dieselbe Pflanze, gewachsen auf meinem Silikondioxid,
liefert Früchte, die ganz in Ordnung sind.
Post by F. W.
Und Gurken und Joghurt waren von Natur aus nie süß. Das hat die
Lebensmittelindustrie erfunden.
Der Zucker hilft den Gurken bei der milchsauren Gärung. Ja, das ist
eine Erfindung der Konservierungstechnik. Aus welchem Jahrhundert,
entzieht sich meiner Kenntnis.
Ja, aber die meisten Gurken im Glas sind ja essigsaure Gurken, und die
sind nicht milchsauer vergoren, also wäre deswegen auch keine
Zuckerzugabe nötig. Aber dann schmeckts halt sehr sauer. :-)

Gegen ein bißerl Zucker oder meinetwegen Süßstoff im Gurkenglas bei
Essiggurken hab ich gar nichts. Aber manche Produkte schmecken für
meinen Geschmack schon gerade widerlich süß. ÖRKS!

(Bei dem milchsäurevergorenen Gurken braucht man nach meinen
spärlichen Erfahrungen eigentlich auch gar keinen Zucker zugeben. Die
Gärung kommt dann halt nur etwas langsamer in Fahrt. Nur das Salz
sollte man nicht vergessen. ;-)
--
“Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muß die Gegend verlassen, wo
sie gelten.” (Johann Wolfgang von Goethe)
Ina Koys
2021-04-09 11:02:37 UTC
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Post by Der Habakuk.
Post by Ina Koys
Der Zucker hilft den Gurken bei der milchsauren Gärung. Ja, das ist
eine Erfindung der Konservierungstechnik. Aus welchem Jahrhundert,
entzieht sich meiner Kenntnis.
Ja, aber die meisten Gurken im Glas sind ja essigsaure Gurken, und die
sind nicht milchsauer vergoren, also wäre deswegen auch keine
Zuckerzugabe nötig.
Die essigsaure Gärung die ich kenne, baut auf auf der alkoholischen
Gärung. Und die wiederum braucht Zucker.

Ina
--
Die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst,
immer strenge, sie hat immer Recht und die Fehler und Irrtümer sind
immer des Menschen. - Johann Wolfgang Goethe
Der Habakuk.
2021-04-09 11:35:25 UTC
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Post by Ina Koys
Post by Der Habakuk.
Post by Ina Koys
Der Zucker hilft den Gurken bei der milchsauren Gärung. Ja, das ist
eine Erfindung der Konservierungstechnik. Aus welchem Jahrhundert,
entzieht sich meiner Kenntnis.
Ja, aber die meisten Gurken im Glas sind ja essigsaure Gurken, und
die sind nicht milchsauer vergoren, also wäre deswegen auch keine
Zuckerzugabe nötig.
Die essigsaure Gärung die ich kenne, baut auf auf der alkoholischen
Gärung. Und die wiederum braucht Zucker.
Äh ja aber ...

Wir erzeugen bei Essiggurken den Essig doch gar nicht per Gärung,
sondern geben ihn ja schon zu.

Zur Verdeutlichung:

"Gewürzgurken bzw. Essiggurken sind junge, unreife Gurken, die mit
einem kochenden, gewürzten Essig-Kräuter-Sud übergossen und dadurch
pasteurisiert worden sind. " (Wikipedias)

Der muß also gar nicht "ergärt" werden. Das hat die Esiggfabrik schon
vorher für uns getan.
Außerdem bräuchte man selbst dann keinen Zucker, denn der Zucker ist
ja schon in den Gurken drin. Wie schon gesagt: die milchsaure Gärung
braucht auch keinen Zuckerzusatz, eben deswegen, weil auch dier Gurken
selber schon Zucker haben. Der genügt.

Und drittens mal die Wikipedia:

"Mit Essigsäuregärung ist meist die von Essigsäurebakterien der
Familie Acetobacteraceae bewirkte Umwandlung von Zuckern oder Ethanol
(Alkohol) zu Essigsäure (IUPAC-Name: Ethansäure) gemeint. Dieser
Vorgang ist jedoch keine Gärung im eigentlichen Sinne, da bei diesem
Prozess Sauerstoff verbraucht wird. Vielmehr handelt es sich um eine
unvollständige Oxidation, da mit Ausnahme weniger Gattungen, wie
Acetobacter, andere Essigsäurebakterien nicht über einen vollständigen
Enzymsatz zur Umwandlung der Essigsäure in Kohlendioxid und Wasser
verfügen."

Aha.


"Essigsäuregärung

Eine „echte“ Form von Essigsäuregärung ist z. B. die so genannte
Homoacetatgärung. Bei der Essigsäuregärung wird zuerst Ethanol in
Ethanal (Acetaldehyd) umgewandelt, indem zweimal Wasserstoff
abgespalten wird. In einer weiteren Reaktion wird aus Ethanal unter
Zuführung von Wasser Essigsäure hergestellt. "

Dafür braucht man anscheinend gar keinen Zucker. Aber die findet ja
bei Essiggurken auch gar nicht statt. Würd ich dann auch nicht essen
wollen. Acetaldehyd macht Kopfweh.
--
“Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muß die Gegend verlassen, wo
sie gelten.” (Johann Wolfgang von Goethe)
Ludger Averborg
2021-04-09 13:47:42 UTC
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Post by Der Habakuk.
Aber die findet ja
bei Essiggurken auch gar nicht statt. Würd ich dann auch nicht essen
wollen. Acetaldehyd macht Kopfweh.
Aber einen schönen Rotweinessig (der genau so erzeugt wurde) verschmähst du
nicht, oder?

Und wie siehts mit einen schönen Merlot aus? Die
Alkokohl-Dehydrogenase/Aldeyddehydrogenase sollen ja aktiv bleiben.

l.
Ludger Averborg
2021-04-09 12:57:30 UTC
Antworten
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Post by Ina Koys
Post by Der Habakuk.
Post by Ina Koys
Der Zucker hilft den Gurken bei der milchsauren Gärung. Ja, das ist
eine Erfindung der Konservierungstechnik. Aus welchem Jahrhundert,
entzieht sich meiner Kenntnis.
Ja, aber die meisten Gurken im Glas sind ja essigsaure Gurken, und die
sind nicht milchsauer vergoren, also wäre deswegen auch keine
Zuckerzugabe nötig.
Die essigsaure Gärung die ich kenne, baut auf auf der alkoholischen
Gärung. Und die wiederum braucht Zucker.
Sie braucht Ethanol. Ob der nun aus Zucker, Stärke (Kartoffelsprit) oder
Acetylen hergestellt ist spielt (für den Gährungsvorgang) keine Rolle.

Essigsaure Gährung setzt man aber nur zur Essigerzeugung ein. Gurken, Kohl,
Bohnen kann man so nicht verarbeiten.

l.
Ludger Averborg
2021-04-09 12:52:17 UTC
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Post by Der Habakuk.
(Bei dem milchsäurevergorenen Gurken braucht man nach meinen
spärlichen Erfahrungen eigentlich auch gar keinen Zucker zugeben.
Haben wir auch nie gemacht.
Post by Der Habakuk.
Die Gärung kommt dann halt nur etwas langsamer in Fahrt.
...wobei da die Temperatur weit bedeutender ist
Post by Der Habakuk.
Nur das Salz
sollte man nicht vergessen. ;-)
Zumindest, wenn man das was rauskommt, essen will und nicht kompostieren.

l.
Hans-Jürgen Meyer
2021-04-09 16:35:38 UTC
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Post by Ina Koys
Post by F. W.
Weil Erdbeeren vom Feld eigentlich auch nie gesüßt werden müssen.
Erdbeeren schmecken wie Erdbeeren. Das macht Mutter Natur.
Wie kommst du denn darauf? Was an einer Felderdbeere ist denn Natur?
Sicher nicht der Geschmack. Denn es gibt zwar Leute, die Wilderdbeeren
glorifizieren bis zu Abwinken,
Wilderdbeeren oder Walderdbeeren?
Post by Ina Koys
aber ich hab so meine Zweifel, dass sie
schon mal Zuchterdbeeren und Wilderdbeeren vom selben Standort gegessen
haben. Denn die meisten Wilderdbeeren, die ich je gekostet habe, hatten
wenig Aroma.
Wilderdbeeren kann ich nicht beurteilen. Walderdbeeren aber haben so
richtig Aroma. Klar. Die bündeln das ganze Arome auf viel kleinerem Raum ;)
Post by Ina Koys
Ganz im Gegenteil zu guten Sorten, gewachsen auf guten
Böden! Die meisten schmecken heutzutage ganz in Ordnung. Von exzellenten
Böden bieten manche Sorten eine mir bis zum ersten Probieren
unvorstellbare Geschmacksexplosion - erlebt mit 'Mieze Nova'. Exakt
dieselbe Pflanze, gewachsen auf meinem Silikondioxid, liefert Früchte,
die ganz in Ordnung sind.
Sicher haben Sorte, Boden, Wetter, Düngung usw. einen erheblichen
Einfluss. Die Idealsituation ist aber wohl eher selten. Die Erdbeeren
hier auf den Feldern werden nicht gewässert. Das steigert den Geschmack
schon mal erheblich.
Post by Ina Koys
Post by F. W.
Und Gurken und Joghurt waren von Natur aus nie süß. Das hat die
Lebensmittelindustrie erfunden.
Der Zucker hilft den Gurken bei der milchsauren Gärung.
Ja, der ist ja in den Gurken (auch im Kohl) enthalten. Zugesetzt wird er
nicht.
Post by Ina Koys
Ja, das ist eine
Erfindung der Konservierungstechnik. Aus welchem Jahrhundert, entzieht
sich meiner Kenntnis.
Naja, so ab der Jungsteinzeit wohl...

Hans-Jürgen
Ludger Averborg
2021-04-09 20:25:01 UTC
Antworten
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Post by Ina Koys
Was an einer Felderdbeere ist denn Natur?
Sicher nicht der Geschmack.
Sehe ich auch so. Seit der neolithischen Revolution läuft der Mensch nicht mehr
in der Natur rum und versucht wohlschmeckendes/nahrhaftes zu finden (Jäger und
Sammler) sondern _kultiviert_ einzelne Pflanzen, züchtet sie so, dass die
Kulturpflanzen seinem Geschmack (und seinen sonstigen Wünschen: Haltbarkeit,
Schädlingsresistenz, Ertrag, ...) besser entsprechen als die Wildpflanzen.

Das war ganz offenbar der Durchbruck für die Menschen. Ihre Zahl explodierte in
grade mal 5 000 Jahren von ca 5 Millionen auf 8 Milliarden. So viele, dass sie
in manchen Gegenden nicht mal mehr genug Platz zum Wohnen haben.

l.
Ina Koys
2021-04-10 07:23:37 UTC
Antworten
Permalink
Post by Hans-Jürgen Meyer
Post by Ina Koys
Post by F. W.
Weil Erdbeeren vom Feld eigentlich auch nie gesüßt werden müssen.
Erdbeeren schmecken wie Erdbeeren. Das macht Mutter Natur.
Wie kommst du denn darauf? Was an einer Felderdbeere ist denn Natur?
Sicher nicht der Geschmack. Denn es gibt zwar Leute, die Wilderdbeeren
glorifizieren bis zu Abwinken,
Wilderdbeeren oder Walderdbeeren?
Wilde Erdbeeren wachsen im Wald.
Post by Hans-Jürgen Meyer
Post by Ina Koys
aber ich hab so meine Zweifel, dass sie schon mal Zuchterdbeeren und
Wilderdbeeren vom selben Standort gegessen haben. Denn die meisten
Wilderdbeeren, die ich je gekostet habe, hatten wenig Aroma.
Wilderdbeeren kann ich nicht beurteilen. Walderdbeeren aber haben so
richtig Aroma. Klar. Die bündeln das ganze Arome auf viel kleinerem Raum ;)
Ja, die Legende kenne ich auch. Leider hat kein Versuch sie bestätigen
können.

Ina
--
Die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst,
immer strenge, sie hat immer Recht und die Fehler und Irrtümer sind
immer des Menschen. - Johann Wolfgang Goethe
Ludger Averborg
2021-04-09 12:38:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by F. W.
Post by Ludger Averborg
Post by Hans-Jürgen Meyer
Das Scheiß Zuckerzeug ist ein Ding der Industrie. Versaut den
Geschmack, die Figur und poliert die Kasse auf. Leider schmeckt es
vielen.
Ich versteh nicht, warum nicht viel mehr Produkte (Gewürzgurken z.
B. oder Fruchtjoghurt) mit Süßstoff gesüßt werden.
Weil Erdbeeren vom Feld eigentlich auch nie gesüßt werden müssen.
Erdbeeren schmecken wie Erdbeeren.
Richtig.
Aber hier ging es ja nicht um Erdbeeren, sondern um sauren Joghurt mit ca 15
oder 20 % Erdbeeren. Das schmeckt mir ohne zusätzliche Süße nicht.

Äpfel sind auch süß, dennoch wird bei Apfelkuchen noch Zucker zugefügt.
Post by F. W.
Das macht Mutter Natur. Abgepackt
wirft der "Hersteller" aber gern noch eine Handvoll Zucker drauf.
Auf die Erdbeeren?? Also hier sicher nicht
Post by F. W.
Und Gurken und Joghurt waren von Natur aus nie süß. Das hat die
Lebensmittelindustrie erfunden.
In meiner Kindheit gab es noch gar keinen Joghurt, aber dicke/saure Milch.
Und da wurde eine Schicht Zucker draufgestreut und vorsichtig abgegessen, dann
wieder eine Schicht Zucker usw.

Und Obst, was für den Winter als Kompot eingekocht wurde (Erdbeeren,
Stachelbeeren, Himbeeren, Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen,...) wurde immer
gesüßt, lange bevor es "Lebensindustrie" gab.

Gurken sind nicht süß. Man kann sie roh essen, man kann daraus andere Speisen
zubereiten. Welche ohne Zucker (Schmorgurken, Gazpacho, Tsaziki, milchsaure
Gurken, ... und welche mit Zucker (süße Gewürzgurken).

Möhren sind auch mehr oder weniger süß. Man kann sie roh essen, man kann
diverseste Gemüse und Eintöpfe damit kochen. Man kann sie fein raspeln und mit
Salz, Essig Thymian, Zwiebel Möhrensalat machen oder mit viel Zucker, Mandeln,
Eiern und bisschen Mehl eine wurderbare Rüblitorte draus machen.

Zucker hat schon seit ewigen Zeiten eine sehr große Bedeutung für unser Essen.

Als wir Ende des 18. Jh. der Kontinent durch die napoleonische
Kontinentalssperre vom karibischen Rohrzucker abgeschnitten wurden,
führte das bereits Anfang des 19. Jh zur Züchtung der Zuckerrübe und zu einer
enormen landwirtschaftlichen Produktion von Rübenzucker. Rohrzucker war lange
Zeit danach nur ein Exotenprodukt.

l.
Ludger Averborg
2021-04-08 20:54:54 UTC
Antworten
Permalink
Post by Hans-Jürgen Meyer
Es gibt mittlerweile viele mehr, die sich auch hochwertige und gute
Lebensmittel leisten. Leisten weil sie es können. Aber das sind eben
nicht die meisten.
Für mich ist das auch nicht nachvollziehbar, wenn es doch genügend hochwertige
und gute Lebensmittel gibt, die billig sind.

l.
F. W.
2021-04-09 08:30:37 UTC
Antworten
Permalink
Post by Hans-Jürgen Meyer
Post by F. W.
Also hier kämpfen Billigheimer gegen Billigheimer (Aldi, Penny, Lidl).
Wo nicht?
Frankreich und Holland.
Post by Hans-Jürgen Meyer
Post by F. W.
Was erwarten wir, das da raus kommt? Gutes Essen?
Ein pauschales "Nein" ist falsch. Billig kann gut sein, teuer kann
schlecht sein. Der Preis sagt nix...
Wenn man die wissenschaftlichen Analysen liest, eher schon. Niemand hat
etwas zu verschenken.

Was kritisiert wird, dass z. B. russischer Kaviar teuer ist und zuviel
Salz enthält. Dem muss man entgegen halten, dass die Zubereitung von
Kaviar keine Erfindung neuzeitlicher Vollwerternährung ist. Der Kaviar,
den man kaufen kann, wird vermutlich schon 200 Jahre lang so zubereitet.
Post by Hans-Jürgen Meyer
Post by F. W.
Und vor dem Aldi, da stehen sie: Mercedes, Audi, BMW, SUV...
Sicher. Die Generation die mit Aldi aufgewachsen ist. Die haben schon
als Kinder bei Aldi eingekauft. Und das hat geprägt. Der Unterschied
ist nur: Früher war das Geld knapp,...
Ja, ich kenne Aldi auch aus meiner Jugend. Ich konnte mich aber weder
mit deren Produkte noch mit der Lagerhausatmosphäre da je anfreunden.
Natürlich sind die nicht pauschal schlecht. Aber auch nicht pauschal
gut. Ich sage mal Kaffee und Bier...
Post by Hans-Jürgen Meyer
Post by F. W.
Und auf dem Grillfest vom Doktor, da liegt auf dem 500.- €-Grill
ein armes 99 Cent-Würstchen
Das ist aber schon Schlachterware. Billig kostet um die
40-50ct/Stück: Aktuell bei Lidl 12 a´90g für 4,79. Marktkauf 12 Stück
1111g für 4,89. Kaufland 12 Stück 1200g 4,99. Das ist billig. Man
sollte auch auf das Gewicht achten ;)
Ich meinte ein Würstchen aus dem 99 Cent-Pack.
Post by Hans-Jürgen Meyer
Das Scheiß Zuckerzeug ist ein Ding der Industrie. Versaut den
Geschmack, die Figur und poliert die Kasse auf. Leider schmeckt es
vielen. Die "Keys-Lüge" sagt dir was? Hatten wir glaub ich schon
mal...
Zucker wird in billigen Produkten gern verwendet. Er ist extrem billig
und süß schmeckt jedem. Ich sagte ja mal, wie Hawesta das macht.
Post by Hans-Jürgen Meyer
Sagt mir jetzt nix. Aber ein Luxusschlitten ist von Ford eher nicht
zu erwarten.
Die "Vignale"-Serie ist Komplettausstattung: von Leder bis Standheizung.

FW
Johann Mayerwieser
2021-04-09 08:41:24 UTC
Antworten
Permalink
Post by F. W.
Ja, ich kenne Aldi auch aus meiner Jugend. Ich konnte mich aber weder
mit deren Produkte noch mit der Lagerhausatmosphäre da je anfreunden.
Natürlich sind die nicht pauschal schlecht. Aber auch nicht pauschal
gut. Ich sage mal Kaffee und Bier...
Ich kann mich noch an einen Kaffeetest erinnern, wo Hofer bei
coffeinfreien Kaffee den ersten Platz gemacht hat, der Originator (was
ich noch weiß, Eduscho) etliches weiter hinten war.

Was mir bei Hofer bislang getaugt hat, war die Übersichtlichkeit. Als
meine Tochter, sie geht aus Entfernungsgründen nicht zu Hofer, voriges
Frühjahr längere Zeit für uns eingekauft hat, konnte ich ihr den
Einkaufszettel so schreiben, dass sie ihn beim Durchgehen von oben weg
abarbeiten konnte. Auch die üblichen 4 Gänge waren von Vorteil - Eingang
- vor zurück - vor - zurück - Kassa.

Heutzutage haut das nicht mehr hin, weil gleich nach dem Eingang eine 2
Gang breite Obst- und Gemüseabteilung kommt.

Affenschädel, blöde in der Hoferzentrale

Pfeif auf de.soc.politik.misc,de.talk.tagesgeschehen, - dort hat das
nichts zu suche
--
Mailadresse ist gültig Mails werden nur gelesen, wenn im Betreff [usenet]
steht
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