Discussion:
Nicht für antideutsche Dummköpfe bestimmt, zu starker Stoff für euch.
(zu alt für eine Antwort)
Robin Hood
2011-10-13 19:29:26 UTC
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Der Kandidat
Steffen Heitmann – Zwischen den Mühlsteinen
von Politik und Medien
Im Juni 1993 kam es zu einem vertraulichen Treffen zwischen
dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem sächsi-
schen Justizminister Steffen Heitmann. Nachdem es zuvor
bereits erste Sondierungsgespräche gegeben hatte, fragte Kohl
den früheren Pfarrer und Kirchenjuristen direkt, ob er als Kandi-
dat für das Amt des Bundespräsidenten zur Verfügung stünde.
Der „Kanzler der Einheit“ wollte mit einem Kandidaten aus der
früheren DDR ein unmißverständliches Zeichen für die Nachfol-
ge Richard von Weizsäckers im Amt des Bundespräsidenten set-
zen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Steffen Heitmann ein fast
durchweg positives Echo in Politik und Medien gefunden – galt
er doch als einer der Väter der sächsischen Landesverfassung.
Auch als er sich angesichts der Erfolge der Republikaner bei der
Landtagswahl in Baden-Württemberg im April 1992 dahinge-
hend äußerte, die Deutschen hätten das Recht auf Wahrung ihrer
Identität, und jede Gesellschaft könne nur ein bestimmtes Maß
an „Überfremdung“ ertragen (Süddeutsche Zeitung vom
10.04.1992), hielt sich die zu erwartende Kritik in Grenzen. Für
Helmut Kohl ein sicheres Zeichen, mit dem Kandidaten Heit-
mann eine Persönlichkeit präsentieren zu können, die breite
Unterstützung und Zustimmung innerhalb der Medien erfahren
würde. Eine Fehleinschätzung, wie sich zeigte.
Nachdem bereits vor der offiziellen Nominierung Heitmanns
das Nachrichtenmagazin Der Spiegel gemeldet hatte, Heitmann
sei Kohls Favorit für die Bundespräsidentenwahl, wurde in
Reihen der Union gemutmaßt, der Bundeskanzler wolle mit
Heitmann eine „konservative Wende“ vollziehen, um die
„bedrohliche Parteienkonkurrenz von rechts“ einzudämmen. Die
Berliner Morgenpost unterstellte, „daß Heitmann für die CDU


die Stimmen am rechten Wählerrand aktivieren soll“. Dies sei
„die tiefste Form der Verachtung des Kanzlers für die Ex-DDR“.
Was nun folgte, war eine Verleumdungskampagne nie dagewe-
senen Ausmaßes – ausgelöst durch die „Protagonisten der politi-
schen Korrektheit“. Der Grund: Heitmann gebrauchte nicht den
Betroffenheitsjargon eines Richard von Weizsäcker. Und er hatte
den Mut, seine Ansichten klar und formelfrei zu vertreten. So
unterstrich er die Einmaligkeit der Verbrechen, die mit dem Kon-
zentrationslager Auschwitz verbunden sind. Gleichzeitig fragte
Heitmann aber, ob Deutschland für alle Ewigkeit in eine Sonder-
rolle der Geschichte gedrängt werden solle. Diese Äußerung
machte jedoch Heitmanns Manko deutlich: Seine Unerfahrenheit
im Umgang mit der von linken Meinungsmachern beherrschten
Medienlandschaft. Insofern war ein Interview Steffen Heitmanns
mit der Süddeutschen Zeitung vom 18. September 1993 Stich-
wortgeber für weitere Diffamierungskampagnen: „Kohls Favorit
ist rechts, fremdenfeindlich, frauenfeindlich.“ In dem SZ-
Gespräch sagte Heitmann zur multikulturellen Gesellschaft:
„Diesen Begriff halte ich als Programm für falsch.
Eine multikulturelle Gesellschaft kann man nicht
verordnen, sie kann allenfalls wachsen.“
Zu den Verträgen von Maastricht:
„Vom europäischen Bundesstaat reden ja nur noch
wenige. Vielmehr redet man jetzt vom europäischen
Bund selbständig bleibender Nationen. Europa kann
man nicht von oben verordnen. Da müssen die Men-
schen mitgehen.“
Zur Nation:
„Mich schreckt der Begriff nicht, mich schreckt nur
sein Mißbrauch.“
Zur NS-Vergangenheit:
„Die deutsche Nachkriegssonderrolle war ja in
gewisser Weise eine Fortsetzung der angemaßten
Sonderrolle der NS-Zeit. Das ist zu Ende. (...) Ich

2. Kapitel
glaube, daß der organisierte Tod von Millionen Juden
in Gaskammern tatsächlich einmalig ist – so wie es
viele historisch einmalige Vorgänge gibt. Wiederho-
lungen gibt es in der Geschichte ohnehin nicht. Ich
glaube aber nicht, daß daraus eine Sonderrolle
Deutschlands abzuleiten ist bis ans Ende der
Geschichte. Es ist der Zeitpunkt gekommen – die
Nachkriegszeit ist mit der deutschen Einheit endgültig
zu Ende gegangen – , dieses Ereignis einzuordnen.“
Der geistige Brandstifter
Ähnlich wie Ernst Noltes Äußerungen zum „kausalen Nexus“
wurden Heitmanns Worte durch die veröffentlichte Meinung als
Tabubruch empfunden. Schlimmer noch: Der größte Tabubruch
war, daß Heitmann auf bestehende Tabus hingewiesen hatte:
„Das Merkwürdige ist in der Bundesrepublik
Deutschland, daß es ein paar Bereiche gibt, die sind
tabuisiert. Es gibt eine intellektuelle Debattenlage,
die nicht unbedingt dem Empfinden der Mehrheit
der Bürger entspricht, die man aber nicht unbestraft
verlassen kann. Und dazu gehört das Thema Auslän-
der. Dazu gehört das Thema Vergangenheit Deutsch-
lands – die Nazi-Vergangenheit. Dazu gehört das
Thema Frauen. Ich glaube, daß man diese Debatten
auch aufbrechen muß, selbst auf die Gefahr hin, daß
man in bestimmte Ecken gestellt wird, in denen man
sich gar nicht wohl fühlt.“
Nur wenige Tage nach Erscheinen des SZ-Interviews legte
der Stern nach. „Die Zumutung“ hieß der Aufmacher. Die
Hamburger Illustrierte konstatierte Heitmann „strammrechte
Ansichten“, und er sei „ein Präsident für den Stammtisch,
nicht für Deutschland“. Aber nicht nur Heitmanns Aussagen,
sondern auch das äußere Erscheinungsbild des sächsischen
Justizministers wurden in den Dreck gezogen:

„Er wirkt mit seinem kurz geschnittenen Haar,
dem schmalen Körper, dem zu weiten Anzug wie
ein ergrauter Abiturient, der zur Feier des Tages
die erste Zigarre raucht.“
Chefredakteur Rolf Schmidt-Holtz stufte Heitmann als
„gefährlich“ (wie einen Verbrecher) ein, weil dieser sich eines
„Reihenabwurfs verbaler Brandsätze“ schuldig gemacht habe.
Bewußt wurde mit dem Wort „Brandsätze“ assoziiert, Steffen
Heitmann und die Täter der Brandanschläge auf Asylbewerber-
heime stünden auf einer Stufe. Kurze Zeit nach Schmidt-
Holtz ́ Ausfällen machte der Begriff vom „geistigen Brandstif-
ter“ die Runde in der öffentlichen Diskussion.
Prompt meldete sich Oskar Lafontaine zu Wort und verteidig-
te mit Blick auf das SZ-Gespräch die Existenz von geistigen
Tabus im Hinblick auf die deutsche Vergangenheit: „Er (Heit-
mann/d. Verf.) fordert, das Tabu der Vergangenheit zu brechen.
Er gießt Öl ins Feuer der Rechtsextremen.“ So einfach geht das
also: Steffen Heitmann wurde umgehend zum Stichwortgeber
der Rechtsextremen erklärt.
In diese Zeit fiel auch die Spiegel-Titelgeschichte „Rechter
Mann, rechte Zeit“. Ähnlich wie der Stern zielten die Autoren
auf Steffen Heitmanns äußeres Erscheinungsbild ab:
„Die klassischen konservativen Werte sind es, die
der ostdeutsche Heitmann radikal ins Zentrum der
Gesellschaft rücken möchte: Recht und Ordnung,
Familie, Nation. Wenn er davon spricht, spielt dem
hageren,
kurzgeschorenen
Christdemokraten
manchmal ein fanatischer Zug um den Mund. Ein
Greuel ist ihm dagegen, was er die ‚Liberalisierung
der letzten zwanzig Jahre‘ nennt.“
Merke: Rechts und radikal, kurzgeschoren und fanatisch. Wer
denkt da nicht sofort an einen Skinhead?
Das Hamburger Nachrichtenmagazin legte nach. Überschrift:
„Steffen Heitmann – Kohls Grüßonkel für den deutschen
Spießer“.

Auch die Bild am Sonntag beteiligte sich an der Hatz auf
Heitmann. Anfang September 1993 veröffentlichte sie weitere
zurückliegende Äußerungen des sächsischen Justizministers,
um gezielt seine vermeintliche Fremdenfeindlichkeit zu doku-
mentieren:
„Diejenigen, die von Nächstenliebe reden, kommen
doch meist nur aus der Ferne mit dem Ausländerpro-
blem in Berührung. Das sind nicht die, denen täglich
die Wäsche von der Leine geklaut wird.“
Dieses aus dem Zusammenhang gerissene Zitat nahm Oskar
Lafontaine zum Anlaß, sich erneut zu Wort zu melden. Gegenü-
ber der Presse erklärte er erneut, Heitmanns Äußerungen gössen
Öl in das Feuer der Rechtsextremen. Und Bundestagspräsident
Wolfgang Thierse beschimpfte Heitmann in der ihm ureigenen
Art als einen „stromlinienförmigen Konservativen“. Beim
„Schmutzkübeln“ wollte dann auch Rudolf Scharping nicht hint-
anstehen. Er apostrophierte Heitmann als intellektuell beschei-
den, politisch ausgelaugt und rechtskonservativ. Nur die frühere
DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley verteidigte den Kandida-
ten. Heitmann werde von allen Seiten als „Unmensch“ abqualifi-
ziert – dabei könne er sich nach ihrer Ansicht zu Recht „Bürger-
rechtler“ nennen. Die Kritiker Heitmanns bezichtigte Bohley der
Feigheit, weil sie Heitmann angriffen, obwohl sie Bundeskanzler
Helmut Kohl mit ihrer Kritik treffen wollten.
Mit Neonazis auf einer Stufe
Die Töne wurden schriller: Der Spiegel bezeichnete Heitmann
als „nationales Unglück“. Eine Karikatur, die den CDU-Politiker
mit Neonazis auf eine Stufe stellt, rundete die Berichterstattung
vom 11. Oktober 1993 ab. Helmut Kohl hält ein Transparent
hoch – „CDU für Heitmann“. Hinter Kohl marschiert Adolf Hit-
ler ebenfalls mit einem Transparent – „NPD auch für Heitmann“.
Aber auch seriöse Zeitungen wie das Handelsblatt oder das
Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt wollten nicht zurückstehen

und bliesen zur Jagd auf Heitmann. Eine Kostprobe: Ein überdi-
mensionierter Helmut Kohl schlenkert mit einer Hundeleine. Vor
ihm auf allen Vieren ein kleiner winselnder Hund – unschwer als
Steffen Heitmann zu erkennen. Helmut Kohl zu seinem Adlatus
im Hintergrund: „Zugegeben: etwas mickerig, aber er hört garan-
tiert aufs Wort.“
Auf einer anderen Karikatur zeigt Helmut Kohl den „Stinke-
finger“. Anstelle des Fingernagels ist Steffen Heitmanns Kopf zu
sehen (Neues Deutschland vom 04.10.1993).
Fast alle Karikaturen hatten eines gemein: Durchgängig wurde
Steffen Heitmann als kleiner Junge, als Marionette, als Handpup-
pe, als Aufziehpuppe, als Neonazi oder als Schoßhündchen dar-
gestellt. Nur wenige Blätter wie die FAZ zeigten sich überzeugt,
daß Steffen Heitmann kein Bundespräsident der „gefälligen
Unverbindlichkeit“ sein würde. Dies sah auch der Rheinische
Merkur so:
„Wer glaubt, der Mann sei Wachs in den großen Hän-
den eines Pfälzers, der könnte sich schwer irren. Und
wenn Heitmann tatsächlich im nächsten Jahr als
Nachfolger Richard von Weizsäckers zum Bundes-
präsidenten gekürt wird, steht Helmut Kohl diese
Erfahrung gewiß noch bevor. Einen Umgang nach
der Devise ‚Mach mal, Steffen, laß das, Steffen‘, wird
der Sachse kaum mit sich machen lassen.“
Aber nicht nur die Karikaturen über Steffen Heitmann strotz-
ten vor Bösartigkeit. In einer ARD-Sendung meinte der Kabaret-
tist Rogler, Auschwitz in Verbindung mit dem Präsidentschafts-
kandidaten satirefähig machen zu können. Originalton Rogler:
„Steffen, Du wirst Präsident. Keine Sorge, wir
machen das! Auf Deinen Berliner Amtssitz, da
kommt die Reichskriegsflagge. Auschwitz wird inter-
nationales Tagungszentrum.“
In einer anderen ARD-Sendung verstieg sich ein miserabler
Politclown namens Hans Scheibner sogar dahin, Steffen
Heitmanns Mutter, deren Mann im Krieg fiel, als gleichsam

gottverlassene Frau zu schmähen, da sie vergessen hätte, ihren
Sohn abzutreiben. Dann wäre uns Steffen Heitmann „erspart
geblieben“. Wahrlich eine politisch korrekte satirische Leistung.
Von „E“ wie Eylmann bis „S“ wie Süssmuth
Es kam noch härter. Nicht nur der Wind der Linken und der
Oppositionsparteien blies Steffen Heitmann ins Gesicht. Herb
trieben es Kritiker aus der eigenen Partei – der CDU. Deren
Namen reichten von „E“ wie Eylmann bis „S“ wie Süssmuth.
Süssmuth beklagte, Steffen Heitmann sei es bis jetzt nicht gelun-
gen, Deutschland zusammenzuführen. Friedbert Pflüger wertete
Heitmanns Äußerungen zum Thema Ausländer als problema-
tisch. Ein Bundespräsident sollte sich die Ängste der Bevölke-
rung nicht „unreflektiert zu eigen machen“, sondern statt dessen
dafür Sorge tragen, daß Vorurteile abgebaut würden. Und weiter:
„Die Villa Hammerschmidt ist kein Trainingslager,
in der ein Flügelstürmer von Dynamo Dresden zum
Kapitän der Nationalmannschaft ausgebildet wird.“
Eine unglaubliche Frechheit: Dynamo Dresden war ein Stasi-
club. Eine nicht hinnehmbare Entgleisung des Weizsäcker-
Intimus, der sich zudem in der Zeit mit einem weiteren
„Sahnehäubchen“ zu Wort meldete:
„Die Thesen Ernst Noltes im Historikerstreit drohen
die Villa Hammerschmidt zu erobern. (...) Bleibt der
8. Mai der Tag der Befreiung oder wird er (...) wie-
der als Tag der Katastrophe für das deutsche Volk
bezeichnet? (...) Heitmann bricht mit dem Grund-
konsens der alten Bundesrepublik.“
Noch bevor Steffen Heitmann durch die CDU-Spitzengremien
am 1. Oktober 1993 für die Weizsäcker-Nachfolge nominiert
wurde, zitierte der Spiegel am 27. September 1993 den noch
amtierenden Bundespräsidenten mit den Worten, Heitmann sei
ein „unbescholtener, konturenarmer Nischenossi“. Damit aber

nicht genug: Die SED-Zeit habe „ihn nicht in Versuchung geführt
und ihm keinen Schaden zugefügt“. Über den Fall der Mauer
habe sich Heitmann gefreut, jedoch „ohne einen eigenen Beitrag
dazu zu leisten“. Der Mann „versöhne nicht, der spalte“.
Das sagt laut Spiegel ein Mann, dessen Vater „einen eigenen
Beitrag“ geleistet hatte, das Naziregime in Deutschland zu stabi-
lisieren und der als anerkannter und in Nürnberg verurteilter
Kriegsverbrecher in die Analen des Dritten Reiches einging,
obwohl ihm der Jurist Richard von Weizsäcker noch den Status
des Widerstandskämpfers verpassen wollte.
Erinnern wir uns: Ernst von Weizsäcker bewegte sich auf inter-
nationalem Parkett, war seit 1933 Gesandter in Bern und erhielt
1938 durch Joachim von Ribbentrop das Angebot, Staatssekretär
im Auswärtigen Amt zu werden. Der Diplomat gehörte zu den
Privilegierten, die jederzeit auf die Weltpresse zurückgreifen
konnten. Er wußte also – im Gegensatz zu Otto Normalverbrau-
cher – was Hitler und seine Mannen planten. Im Gegensatz zu
Steffen Heitmanns Eltern wohnten die von Weizsäckers in einer
prächtigen Dienstwohnung, die das Dritte Reich aus jüdischem
Besitz in Beschlag genommen hatte. Hierzu Richard von Weiz-
säcker in seinem Buch Vier Zeiten:
„Über den wahren Charakter der Nazis wußte mein
Vater zu wenig und von den unsäglichen Verbrechen,
die kommen sollten, ahnte er so gut wie nichts.“
Ernst von Weizsäcker – ein Dummkopf oder ein Naivling?
Heuchelei ist mit Sicherheit eine vornehme Umschreibung für
die Verhaltensweisen Richard von Weizsäckers gegenüber sei-
nem potentiellen Nachfolger. Deshalb auch um so verwerflicher
die Ergüsse des „Bußpredigers“ über „spalten“ und „versöhnen“.
Die Krone des „politischen Zynismus“
Der Spiegel-Bericht verletzte Steffen Heitmann tief. Stand hin-
ter der bisherigen Kritik vorwiegend das Kartell der 68er-Gut-
menschen, so bekam durch die angeblichen von-Weizsäcker-

Äußerungen die Kampagne gegen ihn eine andere Qualität. Vor
allem der ehrverletzende Satz, er versöhne nicht, sondern er
spalte, ließ Heitmann erstmals an der Richtigkeit seiner Kandi-
datur zweifeln. Aber wurde Richard von Weizsäcker wirklich
korrekt zitiert? Zweifel blieben.
Steffen Heitmann erinnert sich: Nach der Spiegel-Geschichte
zogen die anderen Medien umgehend nach. Diente der hochan-
gesehene Richard von Weizsäcker sozusagen als Kronzeuge,
Steffen Heitmann nun endgültig den Garaus zu machen. In die-
ser Situation schaltete sich Arnold Vaatz in die öffentliche Aus-
einandersetzung ein. Der heutige Bundestagsabgeordnete war
seinerzeit sächsischer Umweltminister und ist ein enger Freund
Heitmanns. In einem Telefonat mit dem Bundespräsidenten
wollte Vaatz klären, ob die vom Spiegel zitierten Äußerungen
stimmten. Weizsäckers Dementi, er habe niemandem erlaubt,
unautorisierte Stellungnahmen in spekulativer Weise wiederzu-
geben, war für Vaatz keine Richtigstellung, sondern eine
Bestätigung der Spiegel-Zitate. Das Gespräch zwischen dem
Bundespräsidenten und Arnold Vaatz verlief seitens Richard
von Weizsäckers in der ihm häufig nachgesagten überheblichen
Arroganz. Zunächst gab es eine Belehrung über die Rolle des
Bundespräsidenten im Verfassungsrecht und in der Verfas-
sungswirklichkeit. Kurzum: Richard von Weizsäcker war wenig
geneigt, Vaatz ́ Wissensdurst zu stillen. Der sächsische
Umweltminister ließ sich jedoch nicht abwimmeln und bestand
darauf, auf seine Frage eine Antwort zu bekommen. Der
Bundespräsident war ob so viel Hartnäckigkeit entrüstet: Was
er im letzten halben Jahr gesagt habe, daran könne er sich nicht
mehr hundertprozentig erinnern. Er habe zwar mit Friedrich
Schorlemmer über die Heitmann-Kandidatur gesprochen und
außerdem mit vielen Bürgern Ostdeutschlands über diese Frage
diskutiert. Von wem er allerdings was erfahren habe, könne er
nicht exakt sagen.
Nachdem Vaatz den Bundespräsidenten weiter bedrängte, zu
den Zitaten im Spiegel Auskunft zu geben, habe dieser sich
„gedreht und gewendet“ und sogar sein Lebensalter bemüht mit
dem Hinweis, so könne man mit einem 75jährigen alten Mann

nicht umgehen (zitiert nach Filmer/Schwan Roman Herzog/Die
Biographie, S. 217). Als Vaatz entgegnete, auch er fühle sich von
der Kategorisierung des „unbescholtenen, konturenarmen
Nischenossis“ mitbetroffen, kam es zu einem lautstarken Wort-
wechsel. Er könne sich nicht mehr erinnern, aber er habe auf
jeden Fall Heitmann nicht vernichtet und das Zitat weder der
Intention noch dem Wortlaut nach so gesagt, lautete von Weiz-
säckers Antwort.
Nach diesen klaren und unmißverständlichen Worten muß
Arnold Vaatz wohl ein Stein vom Herzen gefallen sein. Er bat
abschließend den Bundespräsidenten, Justizminister Heitmann
anzurufen und ihm diese Richtigstellung persönlich zu über-
mitteln. Dies geschah dann auch, jedoch anders, als sich das
Arnold Vaatz gedacht hatte. Richard von Weizsäcker bestritt
zwar ausdrücklich, negative Äußerungen über Heitmann
gemacht zu haben, vermied aber dezidiert zu bestätigen, daß
der „konturenarme Nischenossi“ keine Weizsäckersche Wort-
schöpfung sei.
Nachdem Steffen Heitmann seinen Freund Arnold Vaatz
über den Gesprächsinhalt des Telefonats mit Richard von
Weizsäcker informiert hatte, fiel dieser aus allen Wolken.
Kurz entschlossen griff Vaatz zum Telefonhörer, verlangte
Spiegel-Chefredakteur Hans Werner Kilz und fragte, ob das
Magazin nach Weizsäckers Dementi bereit sei, die Zitate
zurückzunehmen und den Sachverhalt richtig zu stellen. Dazu
bestehe kein Anlaß, erklärte Kilz, zumal es Tondokumente
über das Gespräch gebe. Sein Blatt bleibe bei der bisherigen
Darstellung.
Grund genug für Arnold Vaatz, sich erneut an den Bundes-
präsidenten zu wenden. In einem Brief schilderte er sein
Gespräch mit dem Spiegel-Chefredakteur und empfahl Richard
von Weizsäcker, gerichtliche Schritte gegen das Hamburger
Nachrichtenmagazin einzuleiten. Er (von Weizsäcker/d.Verf.)
solle den Spiegel gerichtlich auffordern, die umstrittenen Aus-
sagen über Heitmann künftig zu unterlassen.
Richard von Weizsäcker ließ sich mit der Antwort Zeit. Nach
rund zwei Wochen erhielt Arnold Vaatz ein Schreiben aus dem

Bundespräsidialamt. Ein untergeordneter Mitarbeiter teilte dem
sächsischen Umweltminister mit, der Herr Bundespräsident sehe
keinen Anlaß mehr, in der Angelegenheit weiter tätig zu werden,
da das Vaatz-Schreiben inzwischen in Auszügen durch die Presse
veröffentlicht wurde. Das Taktieren des „Herrn Bundespräsi-
denten“ bezeichnete Arnold Vaatz daraufhin als „die Krone des
politischen Zynismus“.
Steffen Heitmann und der Zentralrat der Juden
Wo immer es um den vermeintlichen Kampf „gegen rechts“
geht, ist der Zentralrat der Juden in Deutschland nicht weit. So
auch im Fall Steffen Heitmann. Ignatz Bubis, der zu diesem
Zeitpunkt amtierende Vorsitzende des Zentralrats, sprach sich
wiederholt gegen den Präsidentschaftskandidaten Steffen Heit-
mann aus. Sein Vorwurf: Heitmann mache den Antisemitismus
in Deutschland wieder „salonfähig“. Heitmann traf sich zwar
mit Bubis, um dessen Zweifel auszuräumen. Bubis blieb jedoch
bei seiner Einschätzung. „Ich hatte manchmal das Gefühl, wir
reden aneinander vorbei“, sagte er gegenüber der Illustrierten
Stern. Man könne Heitmann zehnmal sagen, daß der Begriff
„Enttabuisierung“ negativ besetzt sei. Heitmann beharre auf sei-
ner Sichtweise. „Er begreift nicht, wie seine Worte bei uns
ankommen.“
Dagegen hatte Steffen Heitmann einen völlig anderen Ein-
druck aus dem Gespräch gewonnen. In einem Interview mit
der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sagte Heitmann,
der Dialog mit Ignatz Bubis habe zum beiderseitigen Ver-
ständnis beigetragen. Auch werde er den Begriff „Enttabuisie-
rung“ nicht mehr benutzen, weil dieser zu Mißverständnissen
führe. Das Gespräch mit dem Zentralratsvorsitzenden hatte
gewirkt.
Zudem stellte Heitmann in der Auseinandersetzung mit Ignatz
Bubis klar, er habe nie gesagt, die organisierte Vernichtung der
Juden solle vergessen werden. Aber er sei nach wie vor davon über-
zeugt, daß mit der Einheit Deutschlands die Nachkriegsordnung

zu Ende gegangen sei. „Jede Epoche muß ihr Verhältnis zur
Geschichte neu definieren“ (dpa vom 9. Oktober 1993).
Neben Bubis war auch Michel Friedman ein erklärter
Heitmann-Gegner: Heitmanns Signale seien nicht die, die
Deutschland eine „glückliche, tolerante Zukunft“ brächten.
Friedman betonte, er wolle sich über seine weitere Mitgliedschaft
in der CDU Gedanken machen, wenn die Partei es zuließe,
daß das „Grundfundament deutscher Nachkriegsidentität“ zur
Diskussion gestellt werde.
Besonders betroffen zeigte sich Steffen Heitmann von der
unerträglichen Einmischung des Jüdischen Weltkongresses, der
seine Mitglieder in 80 Ländern aufgefordert hatte, gegen die
Nominierung des sächsischen Justizministers zu protestieren.
Zwar wurde diese Aufforderung von Ignatz Bubis zurückgewie-
sen, an seiner ablehnenden Haltung gegenüber Steffen Heitmann
hielt der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland
jedoch fest.
Lediglich Michael Wolffsohn, Professor für Neuere Geschich-
te an der Bundeswehruniversität München und – wie er über sich
selbst sagt – deutsch-jüdischer Patriot, lehnte die Diffamierung
des Kandidaten Heitmann ab. „Wer Heitmann als Rechtsextremi-
sten zu treffen sucht, verschießt sein Pulver gegenüber den wirk-
lichen Rechtsextremisten und Antisemiten“, wurde Wolffsohn in
der Welt am Sonntag zitiert.
Ob die Haltung der Zentralratsfunktionäre identisch war mit
der Meinung der überwiegenden Zahl der jüdischen Mitbürgerin-
nen und Mitbürger in Deutschland, darf durchaus bezweifelt wer-
den. Er habe sich mit vielen Juden unterhalten, die die Meinung
vertreten, die Deutschen sollten aufhören, ihre Geschichte dau-
ernd als „Monstranz“ vor sich herzutragen, machte Heitmann
seine Erfahrungen deutlich. Insofern sei es nur konsequent, wenn
er vor einer intellektuellen Sonderrolle warne. Aus dem organi-
sierten Tod von Millionen Juden, der tatsächlich einmalig sei,
könne nicht eine „Sonderrolle Deutschlands“ bis ans Ende der
Geschichte abgeleitet werden. Für ihn sei der Zeitpunkt gekom-
men, dieses Ereignis einzuordnen – aber um Gotteswillen nicht
wegzulegen.

Die Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Am 19. Oktober 1993 war es soweit. Steffen Heitmann konnte den
Mitgliedern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion seine politischen
Schwerpunkte vorstellen und über sein Leben berichten. Nach seinem
Vortrag erhielt er – sehr zur Überraschung der linken Meinungsführer
in den Medien – demonstrative Zustimmung. Nur die seinerzeit amtie-
rende Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth meinte Heitmann fragen
zu müssen, was er zu der Zustimmung rechtsextremer Parteien zu sei-
ner Person zu sagen habe. Die „heilige Rita“ wurde daraufhin mit Buh-
rufen überschüttet, und auch der damalige Fraktionsvorsitzende Wolf-
gang Schäuble reagierte verärgert. Den Beifall – von welcher Seite
auch immer – könne man sich leider nicht aussuchen, soll Schäuble
damals gesagt haben, erinnert sich ein Fraktionsmitglied. Auch Fried-
bert Pflüger bekam sein Fett weg. Der inzwischen zum Europapoliti-
schen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion avancierte Pflüger
warf Heitmann vor, die Idee des europäischen Bürgers als „intellektuel-
le Spinnerei“ abgetan zu haben. Heitmanns Antwort an Pflügers Adres-
se „Ich will mich zuerst als Deutscher fühlen und dann erst als
Europäer“, wurde von der gesamten Fraktion mit lebhaftem Beifall
bedacht.
Der sonst so mutige Quertreiber Heiner Geißler hatte sich zu
dieser Fraktionssitzung (vermutlich sicherheitshalber) krank
gemeldet, aber einen Brief an die Parlamentarier geschrieben.
Darin brachte der Ex-Generalsekretär seine Bedenken gegen eine
Kandidatur Heitmanns zum Ausdruck. Geißlers Warnungen fan-
den allerdings bei den Abgeordneten kein Gehör. Hatte sich
Heiner Geißler doch nur allzuoft auf Kosten anderer profiliert
und die polarisierende Auseinandersetzung zu Lasten seiner
Parteifreunde gesucht. Etwas, was er jetzt pikanterweise Steffen
Heitmann vorwarf.
Besondere Unterstützung, die über verbale Lippenbekenntnisse
hinausging, erhielt Steffen Heitmann aus Reihen der bayerischen
Abgeordneten. Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bun-
destag, Michael Glos, hielt die Kritik an Heitmann für „unver-
ständlich und unfair“. Er (Heitmann/d.Verf.) könne auch aus
Bayern und der CSU stammen, und er stärke das „konservative

Spektrum“, betonte Glos. Die stellvertretende CSU-Vorsitzende
Mathilde Berghofer-Weichner konstatierte Heitmann, er spreche
Tabus an, „die bisher in der Schublade lagen“. Und Bayerns
Ministerpräsident Edmund Stoiber lobte den sächsischen Justiz-
minister als „integren und grundsatzorientierten Mann“, dem
Gerechtigkeit widerfahren möge.
Daß die meisten Medien den Vertrauensbeweis für Steffen
Heitmann anders werteten, lag auf der Hand. Es sei beschämend,
wie die CDU mit ihren innerparteilichen Kritikern umgehe,
grantelte die Allgemeine Zeitung. Und da für den Mannheimer
Morgen das Ausbuhen der Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth
wohl den Tatbestand der Gotteslästerung erfüllte, nannte das
Blatt die Reaktion der Fraktion insgesamt „schäbig“.
Diffamierungsbriefe und andere Abscheulichkeiten
Dieter Jebsen-Föge vom Kölner Stadtanzeiger empfahl der Uni-
on, Steffen Heitmann von der Last der Kandidatur zu befreien
und die Bild-Zeitung wurde ihrem Ruf als Meinungsmacher wie-
der einmal gerecht: „Der Mann nach Heitmann – Roman Her-
zog“. Die Demontage ging weiter.
Zu den Abscheulichkeiten gehörten Diffamierungsbriefe an
Bundestagsabgeordnete, von denen man wußte, daß sie Steffen
Heitmann kritisch gegenüberstanden. Die Absender verstiegen
sich unter anderem in dem ungeheuerlichen Vorwurf, Heitmann
habe sich an Kindern vergangen. Unglaublich, wozu die Gegner
Heitmanns fähig waren.
Die Attacken zeigten Wirkung. Nach einer Forsa-Umfrage spra-
chen sich 71 Prozent der Ostdeutschen und 65 Prozent der West-
deutschen für einen Verzicht Heitmanns auf die Kandidatur aus.
Rein äußerlich schien es, als ob die in braune Tunke getauchte
Munition der Heckenschützen an Steffen Heitmann abprallen
würde. Er habe erwartet – so Heitmann „hartleibig“ – , daß sich
das Establishment wehren würde, wenn ein Unbekannter in die
politische Elite vordringen wolle. Die ihm gegenüber an den Tag
gelegten Vorgehensweisen hätten Methode. Jetzt warte er nur

noch auf einen Artikel über sein „frustriertes Sexualleben“,
zitierte ihn die Deutsche Presseagentur.
Die gelassene Haltung nach außen täuschte. Als Steffen
Heitmann am 21. November 1993 in einem Welt am Sonntag-
Interview über die dringendsten Probleme, die in der Zukunft
gelöst werden müßten, seine Antworten formulierte und als sein
wichtigstes Ziel die innere Integration in Deutschland hervorhob,
um die er sich als Bundespräsident besonders bemühen wolle,
hatte sich der feinfühlige Sachse bereits zum Verzicht auf die
Präsidentschaftskandidatur entschieden.
Am Donnerstag, dem 25. November, trat Heitmann resigniert
und der Anfeindungen müde als Kandidat für die Nachfolge Rich-
ard von Weizsäckers zurück. Er sei zu der Überzeugung gekom-
men, daß aus der Art und Weise der um seine Person geführten
Debatte nichts Gutes wachsen könne. Deshalb schloß Heitmann
die kurze Pressekonferenz auch mit den Worten: „Möge aus mei-
nem Rücktritt Gutes für unser Vaterland erwachsen.“
Was umtrieb Heitmann bei dieser Aussage? Er wußte, daß er
selbst nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten den Haßtiraden
der Medien des Linkskartells weiter ausgeliefert worden wäre
und sich die Verzerrung seiner Zitate fortgesetzt hätte. Diese Ein-
sicht Heitmanns basierte unter anderem auf Mitteilungen von
Freunden, die von Pressevertretern (insbesondere von Journa-
listen des Spiegel) aufgefordert wurden, gegen den verhaßten
CDU-Politiker Stellung zu beziehen. Außerdem sei er zu diesem
Zeitpunkt noch „Herr des Verfahrens“ gewesen, hob Steffen
Heitmann bei den Recherchen zu diesem Buchkapitel gegenüber
dem Verfasser hervor.
Der Triumph des Linkskartells
Es folgten die üblichen Rituale: Bundeskanzler Kohl nahm die
Zurücknahme der Kandidatur Heitmanns „mit Respekt und
Bedauern“ zur Kenntnis. CDU-Generalsekretär Peter Hinze
erklärte, die Entscheidung Heitmanns verdiene Respekt.
Die CDU schulde Heitmann Dank, weil er sich in dieser

„schwierigen Phase des Einigungsprozesses“ zur Verfügung
gestellt habe. Dagegen kartete der SPD-Politiker und heutige
Bundestagspräsident Wolfgang Thierse nach. Der Sachse sei der
falsche Kandidat gewesen und habe den Menschen in den neuen
Bundesländern mehr geschadet als genutzt. Der FDP-Vorsitzen-
de Klaus Kinkel merkte an, er habe nie Zweifel an der persönli-
chen Integrität des CDU-Kandidaten gehegt. Und die Mitglieder
der FDP-Bundestagsfraktion habe man schon lange nicht mehr
so heiter gesehen wie nach Heitmanns Rücktritt, berichtete die
Süddeutsche Zeitung am 26.11.1993. Warum? Weil sich die FDP
nun von ihrer eigenen Kandidatin Hamm-Brücher sang- und
klanglos verabschieden konnte, um gemeinsam mit der Union für
den Konsenskandidaten Roman Herzog zu stimmen.
Auch das Linkskartell innerhalb der Medien triumphierte,
zeigte sich aber nach außen hin nobel. Ein Beispiel für diese
bramsige Moral lieferte erneut die Süddeutsche Zeitung, die
Heitmann plötzlich „Format“ zugestand und den „maßlosen“
Gegnern Heitmanns vorwarf, „in unverantwortlicher Weise das
ernste Thema des Umgangs mit der deutschen Vergangenheit
instrumentalisiert zu haben“. In der Hannoverschen Allgemeinen
Zeitung war nachzulesen, weder Heitmanns Kritiker noch seine
Förderer seien dem Kandidaten gerecht geworden. Man habe
Heitmann oft übel mitgespielt, urteilte das Blatt. So als ob es
selbst dieses miese Spiel nicht mitgespielt hätte.
Die Sächsische Zeitung merkte an, innerhalb der CDU/CSU
sei der Versuch, das politische Spektrum mit Heitmann als Präsi-
denten nach rechts zu verschieben, gescheitert. Die Deister- und
Weserzeitung allerdings traf den berühmten Nagel auf den Kopf.
Der Grund für die Angriffe auf Heitmann sei in dem parteiüber-
schreitenden „Sozialdemokratismus“ zu suchen. Und der Tages-
spiegel zeigte sich überzeugt, daß es sich im Westen Deutsch-
lands bei der Kritik an Heitmann um eine Kritik gegen eine
Wende nach rechts gehandelt habe.
Nur „PC-Oberguru“ Heribert Prantl legte wenig Noblesse an
den Tag. Das SZ-Magazin zeigte am 10. Dezember 1993 „ganz
im Stil des NS-Kampfblatts Stürmer“ (Reginald Rudorf) ganz-
seitig ein verzerrtes Heitmann-Foto wie aus dem Album der

Untermenschen mit der bezeichnenden Unterzeile: „Wer war
eigentlich dieser Steffen Heitmann?“ „War“ – wohlgemerkt.
Resümierend stellt Steffen Heitmann fest, er habe versäumt, nach
den massiven Angriffen gegen ihn in die Offensive zu gehen – er
habe sich mehr verteidigt als seine Gedanken wirklich zu erläu-
tern. Außerdem habe er nicht immer so treffend formulieren kön-
nen, wie er es gern gewollt hätte.
Aber das unterscheidet ihn eben von „glatten Berufspoliti-
kern“. Kurzum: Steffen Heitmann hat einen weitaus größeren
Beitrag zum Abbau der Politikverdrossenheit geleistet, als jene,
die die Meinung weiter Teile der Bevölkerung ignorieren und
glauben, Überzeugungsarbeit durch Schönreden ersetzen zu kön-
nen, meinte so auch der Parlamentarische Geschäftsführer der
CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Clemens Schwalbe, nach
Heitmanns Rücktritt. Und Norbert Blüm ergänzte:
„Heitmann gebraucht eine Sprache, die nicht so
abgeschmirgelt ist wie etwa meine Sprache nach 40
Jahren Politikererfahrung.“
Eine Allensbach-Umfrage bestätigte im nachhinein Steffen
Heitmanns Grundhaltung. Danach stimmten Dreiviertel der
Befragten seinen Ansichten zu. Nur stellten die Meinungsfor-
scher die wörtlichen Zitate des sächsischen Justizministers ohne
Namensnennung zur Abstimmung.
Welt-Korrespondent Herbert Kremp äußerte im „Flaggschiff
der Springer-Presse“ die Vermutung, daß Heitmann nicht den
nötigen Stallgeruch „ausströme“, den die „nasale Konventiona-
lität West“ an einem Politiker im höchsten Staatsamt bevorzuge.
Im Rheinischen Merkur stand geschrieben, Heitmann verlese kei-
ne fremdverfaßten Texte und nehme keine Rücksicht auf „vorge-
stanzte Formeln“ für offiziell anerkannte Ideen. Er versuche statt
dessen, die eigenen Worte zu gebrauchen, auch auf das Risiko
hin, daß nicht alle zustimmten. Die deutsche Gesellschaft habe
eine solche „Unerschrockenheit“ bitter nötig. Zumal entwickle
sich der politische Diskurs immer mehr zum Spielball der „Poli-
tical Correctness“. Dazu gehöre auch die Pflicht, bestimmte For-
meln zu verwenden (zum Beispiel tiefe Betroffenheit), bevor

man an das eigentliche Thema herangehe. Außerdem seien
bestimmte Worte und Themen zu meiden, die von
den „Tugendwächtern der selbsternannten Medienelite“ als
„Symptome unzeitgemäßer Wertvorstellungen“ ausgelegt wür-
den, meinte das Blatt.
Was bleibt, ist mehr als nur ein fader Nachgeschmack.
Steffen Heitmann hatte eine stasifreie Vergangenheit vorzuwei-
sen (im Gegensatz zu Richard von Weizsäcker, der wahrlich
nicht in die Kategorie „Widerstandskämpfer im Dritten Reich“
einzuordnen ist). Heitmann erwarb sich große Verdienste bei
der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit in Dresden
und Steffen Heitmann gab vielen Menschen, deren Meinung in
den Medien nicht präsent ist, eine Stimme. Gleichwohl:
Deutschlands Linke hatte es wieder einmal mit Hilfe der nützli-
chen Idioten aus den Reihen der Union geschafft, den „Kultur-
kampf“ für sich zu entscheiden.

Im Gespräch mit Steffen Heitmann
Als „rechts“ und „fremdenfeindlich“ verunglimpft, nah-
men Sie von einer Kandidatur für das Amt des Bundes-
präsidenten Abstand. Sitzt der Stachel der menschlichen
Enttäuschung – auch nach rund zehn Jahren – immer
noch tief?
Enttäuscht haben mich in der Tat einige Persönlichkeiten, von
denen ich es nicht für möglich gehalten hätte, daß sie sich in die
Niederungen einer solchen Schmutzkampagne begeben würden.
Ernüchtert hat mich die Tatsache, wie selbstverständlich die eta-
blierten Kreise in Deutschland solch einen miesen Diffamie-
rungsfeldzug mit politischer Vernichtungsabsicht hingenommen
haben. Ansonsten aber habe ich die Erlebnisse von damals verar-
beitet. Ich habe ja nicht nur starken Widerspruch, sondern ich
habe auch starke Unterstützung erfahren dürfen. In solchen Zei-
ten lernt man, was echte Freunde sind.
Wer hat Sie besonders enttäuscht?
Friedrich Schorlemer zum Beispiel, der genau wie ich aus der
evangelischen Kirche kommt, hat mich sehr enttäuscht. Seine
Angriffe gegen mich waren ehrabschneidend, verletzend und
gingen weit unter die Gürtellinie. Kurt Biedenkopf, der sich
zunächst ausgesprochen wohlwollend über mich geäußert hatte,
als die „Gefahr“ einer tatsächlichen Kandidatur noch nicht
erkennbar war, sprach sich später offen für den SPD-Kandidaten
Johannes Rau aus. Ich war Kohls Wunschkandidat und deshalb
wäre mit meinem Scheitern ein Scheitern Kohls bewirkt worden.
Der Spiegel mutmaßte damals, daß sich Biedenkopf im Fall einer
großen Koalition nach der Bundestagswahl 1994 Hoffnungen auf
das Amt des Bundeskanzlers gemacht hatte. Ich halte es für nicht
ausgeschlossen, daß Biedenkopf mit der Unterstützung Raus
eigene Ambitionen verband. Besonders enttäuscht aber war ich
auch von Richard von Weizsäcker ...

... der gelogen hat, wenn es um den „konturenarmen
Nischenossi“ geht?
Ich habe keinen Grund, an der Darstellung meines Freundes
Arnold Vaatz zu zweifeln.
Helmut Kohl war damals dafür bekannt, daß alles was er
anleierte, auch erfolgreich zu Ende führte. Warum hat das
bei Ihnen nicht geklappt?
Ich war damals der Ansicht, daß Helmut Kohl mich aus Über-
zeugung unterstützt. Ich war nicht mißtrauisch – gewiß zu
blauäugig. Das war sicher ein Fehler. Auf jeden Fall war es auch
ein Fehler, mich – jedenfalls zunächst – dem Ansturm der Medi-
en ohne Vorbereitung und qualifizierte Beratung auszusetzen.
Nach Ihrem Auftritt in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
titelte die Bild „Heitmann geht – Herzog kommt“. Wurde
hinter Ihrem Rücken, hinter den Kulissen der Union, der
Kandidat Roman Herzog bereits aufgebaut?
Im nachhinein hat sich der Eindruck bestätigt, daß mit meiner
Kandidatur ein Versuchsballon gestartet werden sollte.
So etwas kann man doch nicht ohne Wissen des Parteivor-
sitzenden machen ...
Ich weiß es nicht.
Aber die Vermutung liegt nahe ...
Die Vermutung liegt aus heutiger Sicht nahe. Ich möchte aber
betonen, daß ich damals Helmut Kohl nie mißtraut habe.
Ignatz Bubis spielte in der Kampagne gegen Sie eine her-
ausragende Rolle. Haben Sie zu spät das Gespräch mit
dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden gesucht?

Ich sah zunächst keine Veranlassung, Ignatz Bubis zu spre-
chen. Im übrigen auch nicht mit den Vorsitzenden anderer Verei-
nigungen oder Religionsgemeinschaften, weil ich zu diesem
Zeitpunkt noch nicht offiziell zum Kandidaten für das Amt des
Bundespräsidenten nominiert worden war. Ich habe dann aber
auf Rat von Helmut Kohl mit Bubis gesprochen, nachdem mich
dieser öffentlich attackiert hatte. Nach meinem Eindruck war das
kein schlechtes Gespräch, auch wenn dies in den Medien anders
dargestellt wurde. Mir wurde berichtet, daß Bubis im kleinen
Kreis seiner Partei – der FDP – später gesagt haben soll, daß es
wohl ein Fehler gewesen sei, mich derart zu attackieren.
Der Jüdische Weltkongreß hat seine Mitglieder in rund 80
Ländern aufgefordert, gegen Ihre Nominierung zu prote-
stieren. Wie haben Sie auf dieses Ansinnen reagiert?
Ich habe es als einen unglaublichen Vorgang angesehen, wie
man sich von außen in eine deutsche innenpolitische Angelegen-
heit einmischt. Im übrigen habe ich in dieser Frage viel Unter-
stützung von jüdischen Mitbürgern erfahren, die genauso empört
waren wie ich. Selbst Ignatz Bubis hat sich ablehnend gegenüber
dem Ansinnen des Jüdischen Weltkongresses geäußert.
Dieselben Herrschaften aus den Medien, die heute Gregor
Gysi als Lichtgestalt hochstilisieren, haben Sie als DDR-
Kollaborateur abzustempeln versucht. Haben Sie eine
Erklärung für diese bramsige Doppelmoral?
Das war das Erschreckendste an der ganzen Kampagne, die
gegen mich betrieben wurde. Viele Inszenierungen waren in der
Tat mit Stasimethoden gleichzusetzen. Die Palette reichte von
der Denunziation, ging über anonyme Briefe bis hin zu der
Frage, ob mein Vater nicht ein glühender Verehrer des National-
sozialismus war. Mein Vater war Unteroffizier und ist 1945 in
sowjetischer Gefangenschaft gestorben. Was mich aber beson-
ders bedrückt und beängstigt hat, war die erneute Eingeengtheit
der Meinungsäußerung. Ein Beispiel: Nach einem Beitrag des

Mitteldeutschen Rundfunks über mich, der nicht von vornherein
mit negativen Akzenten versehen war, gab es – so wurde mir
berichtet – in der Konferenz der ARD-Chefredakteure heftige
Kritik an der Sendung. Sie sei zu „unkritisch“ gegenüber meiner
Person gewesen. Zum damaligen Zeitpunkt habe ich nie damit
gerechnet, daß es in einem wiedervereinigten Deutschland so
schwer sein würde, sich unbefangen zu äußern und daß das
geistige Klima im Land derart stickig ist.
Eckehard Fuhr sprach in der FAZ von einem „Stellvertre-
terkrieg“, dem Sie zum Opfer gefallen seien. Ging es also
in Wirklichkeit um die Bewahrung der durch die 68er-
Revoluzzer errungene geistig-politische Hegemonie?
Wie schon gesagt, ich lebte in der irrigen Ansicht, daß wir uns
durch die friedliche Revolution und durch die Wiedervereinigung
die Meinungsfreiheit erstritten hätten. Ich habe zu spät gesehen,
daß es auch im Westen eine wirkliche Meinungsfreiheit nicht
gibt. Zwar sind die Mechanismen anders – es gibt keine offiziel-
le Zensur. Die hat es übrigens in der DDR auch nicht gegeben.
Die geistigen Meinungsführer in Westdeutschland sahen durch
die Wiedervereinigung ihre Vorherrschaft in Gefahr. Insofern hat
Eckehard Fuhr mit seinem Kommentar recht. Hätte ich das
unendlich ideologisierte Meinungsklima in Westdeutschland bes-
ser gekannt, hätte ich meine Haltungen anders formuliert, frei-
lich ohne sie inhaltlich zu ändern.
Zu den Knackpunkten in der Auseinandersetzung um Ihre
Person gehörten Ihre Ausführungen über die Einmaligkeit
der Verbrechen, die mit dem Konzentrationslager Ausch-
witz verbunden sind. In diesem Zusammenhang warfen Sie
die Frage auf, ob Deutschland für alle Ewigkeit in eine
Sonderrolle der Geschichte gedrängt werden solle. Welche
Botschaft steckt also hinter Ihrer Aussage?
Ich bin nach wie vor der Überzeugung, daß die deutsche Wie-
dervereinigung ein mindestens ebenso epochaler Einschnitt war

wie der 8. Mai 1945 – also das Ende des Zweiten Weltkrieges. Es
hat ja nicht nur die deutsche Wiedervereinigung gegeben, son-
dern es ist das gesamte kommunistische System, das ein Weltsy-
stem war, zusammengebrochen. Dies war ein epochales Ereignis,
das es notwendig machte, das eigene Geschichtsbild neu zu über-
denken. Nichts anderes als dies wollte ich deutlich machen, um
die Fixierung auf einen bestimmten Abschnitt unserer Geschich-
te, der uns natürlich noch sehr nahe ist und der besonders gravie-
rende Wunden in unserem Volk hinterlassen hat, ein wenig aufzu-
brechen, damit wir den Blick in die Zukunft richten können. Ich
wollte mit meiner Aussage uns als wiedervereinigtes deutsches
Volk zu einem neuen Selbstverständnis ermutigen.
Auch Ihre Haltung zur „multikulturellen Gesellschaft“ –
also einem Fetisch der 68er-Generation – stieß auf massive
Kritik ...
Die Vorstellung von einer „multikulturellen Gesellschaft“ ist
eine Illusion, eine intellektuelle Vorstellung, die mit der Realität
nichts zu tun hat. Was hält denn eine Gemeinschaft zusammen?
Nichts anderes als die Kultur. Eine Kultur, die sich ausdrückt in
gemeinsamer Sprache, in gemeinsamen Lebensgewohnheiten, in
gemeinsamer Kunst und dergleichen mehr. Nun, das kann sich
natürlich ändern. Es hat ja auch durch die Jahrtausende der
Geschichte immer wieder Beeinflussungen von Kulturen gege-
ben. Aber dies kann man nicht als eine Forderung an den Anfang
stellen. Wenn sich Kulturen verändern, ist das immer das Ergeb-
nis einer langen Phase der Begegnung und Integration unter-
schiedlicher kultureller Wurzeln. Und weil dies so ist, halte ich
den Denkansatz einer „multikulturellen Gesellschaft“ für falsch.
Es gibt doch überhaupt keinen Zweifel darüber, daß Ausländer
selbstverständlich in die deutsche Gesellschaft integriert werden
sollen. Eine solche Integration wirkt sich dann natürlich auch
verändernd auf die deutsche Kultur aus. Solange das verträglich
ist und integrativ vonstatten geht, ist dagegen nichts einzuwen-
den. Aber dadurch entsteht noch lange nicht eine „multikulturel-
le Gesellschaft“, sondern es entsteht eine neue Kultur.

Mit dieser Haltung finden Sie sich im Gleichklang mit Per-
sönlichkeiten wie Friedrich Merz, Günther Beckstein und
Edmund Stoiber – um nur einige Namen zu nennen...
Auch hier gilt: Wenn zwei das gleiche sagen, ist es noch lange
nicht dasselbe. Ich wehre mich dagegen, mich in irgendwelche
geistigen Lager einordnen zu lassen. Ich möchte mir meine gei-
stige Freiheit nicht nehmen lassen. Die ist mir lange genug in der
DDR verwehrt worden. Im übrigen habe ich auch Berührungs-
punkte mit Menschen, die aus dem linken oder aus dem grünen
Spektrum kommen. Insbesondere meine ich die früher oppositio-
nellen Intellektuellen aus der DDR, mit denen ich in vielen fun-
damentalen Fragen durchaus übereinstimme. Diese Menschen
sind mir viel verwandter als etwa der linke Flügel der West-CDU.
Im übrigen glaube ich, daß es eine ganze Reihe von Persönlich-
keiten in unserer Gesellschaft gibt, die die bisherigen Denkrich-
tungen aufbrechen wollen. Und in mancher Beziehung sind ja die
deutschen Diskurse der letzten zehn Jahre auch offener gewor-
den. Denken Sie an die Wiederentdeckung des Leides der deut-
schen Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg, zum Beispiel an Gün-
ter Grass’ Novelle Im Krebsgang, oder das Buch Der Brand von
Jörg Friedrich über die alliierten Bombenangriffe. Das läßt sich
nicht mehr einfach als „Geschichtsrevisionismus“ unterdrücken.
Wie sehen Sie Ihre politische Zukunft?
Wie Sie bemerkt haben, bin ich ernüchtert, aber nicht resi-
gniert. Ich nehme mit Freude mein Mandat als Landtagsabge-
ordneter in Sachsen wahr. Es wird zwar gelegentlich gesagt,
ich sei weitgehend verstummt. Aber das trifft nicht zu. In der
zweiten Reihe kann man mitunter wirksamer sein als im Ram-
penlicht. Was die Zukunft bringen wird, das wollen wir Gott
überlassen.
I
Mit Steffen Heitmann sprach Joachim Schäfer
Stinkfried Breuer
2011-10-13 20:23:35 UTC
Permalink
Post by Robin Hood
Mit Steffen Heitmann sprach Joachim Schäfer
Also nur eine Einzelmeinung!


Nicht relevant!

Gruß Siggi

--
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**** !!!! BRAUN IST DIE FARBE DES UNRATS !!!! ****

NOSLIW - NAZIS RAUS

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Der Pappenheimer
2011-10-14 02:54:00 UTC
Permalink
Post by Stinkfried Breuer
Also nur eine Einzelmeinung!
Völlig irrelevant, Schwachkopp! Ganz anders _Deine_ Meinung, die wird
ja schließlich gestützt von Ottmar Ohlemacher, Andreas Gumtow, Der
Demokrat, mrrossi, BroilerBoiler, J.P., Red Wedell, Fronk Burgel,
Flatulenz^w Influenz, MukiPuki, LexBustor, Gustav Müller, Klaus
Faerber, Karl Wagner, Klaus Anwender, Aufklärer, Straßenfeger,
ToTheFilter, Dr. Klaus Brockmann, Hans Jaeger, Manfred Bügel, Anton
Müller, Klaus Maier1, Klaus Maier2, Andreas Gumtow2, Biegfrid Sreuer,
AngryMukiPuki XVII :-▐, Fälschungskennzeichner, MukiPuki :-?, MukiPuki
:-▐, MukiPuki╗?:-■, Name Name, Spalt-Pisaner-Jew-Spocht, und ????_?????
--
Post by Stinkfried Breuer
Danke - es tut gut wenigstens von einigen verstanden zu werden -
kommt man sich wenigstens nicht gar so blöde vor <g>
[Ottmar Ohlemacher in <***@4ax.com>]
-> http://www.hinterfotz.de - Größter Usenet-Comedian ever! <-
Stinkfried Breuer
2011-10-14 03:26:07 UTC
Permalink
Post by Stinkfried Breuer
Also nur eine Einzelmeinung!
  Völlig irrelevant, Schwachkopp! Ganz anders _Deine_ Meinung, die wird
  ja schließlich gestützt von Ottmar Ohlemacher, Andreas Gumtow, Der
  Demokrat, mrrossi, BroilerBoiler, J.P., Red Wedell, Fronk Burgel,
  Flatulenz^w Influenz, MukiPuki, LexBustor, Gustav Müller, Klaus
  Faerber, Karl Wagner, Klaus Anwender, Aufklärer, Straßenfeger,
  ToTheFilter, Dr. Klaus Brockmann, Hans Jaeger, Manfred Bügel, Anton
  Müller, Klaus Maier1, Klaus Maier2, Andreas Gumtow2, Biegfrid Sreuer,
  AngryMukiPuki XVII :-▐, Fälschungskennzeichner, MukiPuki :-?, MukiPuki
  :-▐, MukiPuki╗?:-■, Name Name, Spalt-Pisaner-Jew-Spocht, und ????_?????
--> Danke - es tut gut wenigstens von einigen verstanden zu werden -
Post by Stinkfried Breuer
kommt man sich wenigstens nicht gar so blöde vor <g>
->http://www.hinterfotz.de- Größter Usenet-Comedian ever! <-
Zum Thema selber kannst du nichts beitragen.
Aber Gespenster siehst du überall.

Tragisch!

Aber gut das du dich nicht mehr aufregst..... hast du ja gesagt.


Gruß Siggi

--
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**** !!!! BRAUN IST DIE FARBE DES UNRATS !!!! ****

NOSLIW - NAZIS RAUS
http://youtu.be/BkyNBiP2y7w
-------------------------------------------------------------------
Der Pappenheimer
2011-10-14 03:40:00 UTC
Permalink
Post by Stinkfried Breuer
Zum Thema selber kannst du nichts beitragen.
Du meinst, ich hätte erst 'Dummes Zeug' schreiben sollen, so, wie Du?
Post by Stinkfried Breuer
Aber Gespenster siehst du überall.
Seit wann sind die Mitglieder Deiner 'Wohngemeinschaft' Gespenster,
Schwachkopp?
Post by Stinkfried Breuer
Aber gut das du dich nicht mehr aufregst..... hast du ja gesagt.
Eigentlich hab ich das keineswegs gesagt, Schwachkopp. Das warst du.
Warum sollte ich auch was ganz Normales nochmal erwähnen?
--
Post by Stinkfried Breuer
Dat habich zu spät gepeilt...
[Ottmar Ohlemacher in <152z7jzv1ksjv.6cxcim3lylao$***@40tude.net>]
- http://www.hinterfotz.de - Größter Usenet-Comedian ever -
Stinkfried Breuer
2011-10-14 03:54:34 UTC
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Post by Stinkfried Breuer
Zum Thema selber kannst du nichts beitragen.
  Du meinst, ich hätte erst 'Dummes Zeug' schreiben sollen, so, wie Du?
Post by Stinkfried Breuer
Aber Gespenster siehst du überall.
  Seit wann sind die Mitglieder Deiner 'Wohngemeinschaft' Gespenster,
  Schwachkopp?
Post by Stinkfried Breuer
Aber gut das du dich nicht mehr aufregst..... hast du ja gesagt.
  Eigentlich hab ich das keineswegs gesagt, Schwachkopp. Das warst du.
  Warum sollte ich auch was ganz Normales nochmal erwähnen?
--> Dat habich zu spät gepeilt...
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Gut das du dich wirklich nicht aufregst! :-)


Gruß Siggi
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NOSLIW - NAZIS RAUS
http://youtu.be/BkyNBiP2y7w
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Der Pappenheimer
2011-10-14 03:59:00 UTC
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Post by Stinkfried Breuer
Gut das du dich wirklich nicht aufregst! :-)
Stimmt. Sonst könnte ich gleich nicht so gut schlafen, wenn Du
auf Deinem 1-Euro-Job am roboten bist.
Und alle noch zufrieden mit Dir? Haste den Kotzbrocken erfolgreich
unterdrücken können? - Gratuliere!
--
Post by Stinkfried Breuer
Ich hab da nämlich ein *ganz* anderes Problem.
[sorgt sich Ohlemacher in <8xkyjg7x3ddt$***@40tude.net>]
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