Discussion:
Möllemann: ARD-Brennpunkt
(zu alt für eine Antwort)
Wolfgang Schwanke
2003-06-29 09:20:42 UTC
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Ein Teil von ihnen passte sich an (unter Import einer Reihe von
fränkisch-germanischen Wörtern ins Altfranzösische), und der östliche
Teil von ihnen behielt das Fränkische.
bestätigt doch gerade, was ich schrieb. Die Anpassung erfolgte doch nicht
über Nacht.
Die deutsche und die französische
Sprache entwickelten sich in den letzten 1200 Jahren auseinander, davor
verstand man sich relativ problemlos. Das Elsaß ist ein Spezialfall in
dieser Entwicklung.
Wenn Du Dich nicht stark missverständlich ausgedrückt hast, bedeutet es:
Deutsch und Französisch waren vor 1200 Jahren untereinander verständlich
(woraus zu folgern wäre, dass sie damals Dialekte einer gemeinsamen Sprache
waren), die sich erst in der Zeit seitdem auseinanderentwickelt hatten.

Richtig ist: Deutsch und Französisch sind miteinander verwandt, aber ihre
gemeinsame Wurzel liegt mind. 6000 Jahre zurück. Der relevante Ausschnitt
des indogermanischen Stammbaums sieht etwa so aus:


4000v? 1500v 0 800n 2003n

+---------- ....
|
+---------------Latein---------------------+
| |
| +---Französisch---------
|
IE-+ +---Hochdeutsch---------
| |
| +-Westgerm.---+
| | |
| | +-------
| |
+---------------Germanisch---+
|
+----....

Zum Zeitpunkt 800nChr waren beide Äste längst so weit voneinander
entfremdet, dass keine gegenseitige Verständigung möglich war. Man musste
die jeweils andere Sprache als Fremdsprache lernen.

Was zu der Zeit passierte war eine gegenseitige Beeinflussung durch
Fremdwörter, die durch den per Eroberung erzwungenen Kontakt der beiden
Sprachgemeinschaften erfolgte. Aber das hat nichts mit gegenseitiger
Verständlichkeit zu tun. In Frankreich müssen damals einfach eine Menge
Leute rumgelaufen sein, die beide Sprachen beherrschten und mitunter Wörter
der einen Sprache in der anderen verwendeten. So ähnlich wie heute ja auch
bei uns viele rumlaufen, die modische Anglizismen ins Deutsche mischen.
(Umleitung zu de.sci.geschichte)
Hiergeblieben, dsg habe ich abbestellt.
Ich lese die Politikgruppe nicht, aber vielleicht hilft's.

Gruß
--
Listen very carefully, I shall say zis only once


http://www.wschwanke.de/
Pedro 'Rastaman' Freudenberg
2003-07-04 04:52:50 UTC
Permalink
(Eine Vorbemerkung: Wann ich was unter welchem Namen im Usenet gepostet
habe, dürfte bei inzwischen über 1000 Zeilen langen Artikeln, hier ziemlich
überflüssig sein. Wenn Du das unbedingt weiter diskutieren willst, steht
meine E-Mail-Adresse im Header. Ansonsten werde ich das im nächsten Artikel
snippen.)
Wenn man es im Usenet auf die falsche Weise tut, kann es schädlich
werden.
Fuer wen ? Fuer deine Partei ?
Für die eigene Glaubwürdigkeit. Abgesehen davon bin ich kein Mitglied
irgendeiner Partei.
Nach meiner Erfahrung ist die uebliche Quelle von Fehlern die Angewohnheit
von Journalisten mangelndes Wissen durch frei Erfundenes zu ersetzen
wenn die meisten Leser es sowieso nicht merken.
Wissenslücken werden von Journalisten IMO eher durch Verkürzungen oder auch
sinnfreies Geschwafel ("waren und sind", "wie schon XYZ bemerkte" etc.)
kaschiert.
Wenn jemand dem Bild Reporter kein Interview gibt, kann er sein
Interview dann trotzdem in der Zeitung lesen, der Journalist hat
einfach eines erfunden. Das ist der Extremfall, aber auch sonst ist
es usus dass bei bei vielen von Journalisten geschriebenen Texten ein Teil
frei erfunden ist , wenn man annehmen kann dass der Leser das nicht merkt.
Zwischen dem Geschreibsel in "Bild" & Co. und der doch relativ
anspruchsvollen Recherche z.B. in "Konkret" ist ein himmelweiter
Unetrschied.
Schnelles Begreifen ist nicht Deine Stärke? Es ging um den Fall, wenn man
bereits mit dem posten angefangen hat.
Was hat das damit zu tun ob man schon angefangen hat ?
Soll heißen: Wenn ich einen Beitrag poste und dann nicht bereit bin, darüber
zu diskutieren, ist das unhöflich. Wenn ich nur lurke, bin ich nicht
verpflichtet, über irgendetwas zu diskutieren.
[...ernsthaftes Diskutieren...]
Dann haben wir eben verschiedene Ansichten darüber, ob Reggae-Musik,
Punk-Kultur und Science-Fiction-Literatur "ernsthafte" Themen sind. Für
mich sind sie weder das noch "Herumgeblödel", sondern Zerstreuung.
Ein Erwachsener sollte genügend Urteilsvermögen besitzen, um das im
Einzelfall feststellen zu können. Im Zweifelsfall postet man eben unter
seinem richtigen Namen, so kann man nichts falsch machen.
Haettest du gerne.
Habe ich gerne.
Der Glaubenskrieg Nicknames vs. Realnames interessiert mich höchstens
dann, wenn irgendein Feigling Leute unter einem Nickname beleidigt.
Klar dann kann man keine Strafanzeige stellen.
Im Extremfall auch das.
Mir scheint, Du verwechselst "Propaganda" mit Informationen, die Dir
nicht in den Kram passen.
Nein Propaganda ist fuer mich auch die Zweckgerichtete "Wahrheit".
D.h. fuer viele ist "wahr" was dem guten Zweck dient und sie finden diese
Definition auch voellig logisch, und koennen dann zwischen wirklicher
Wahrheit und Propaganda nicht mehr unterscheiden.
Wenn für Dich "wahr" ist, was dem "guten Zweck" dient, kann ich nichts
machen. Für mich ist immer noch das wahr, was nachprüfbar ist.
Boeing, Lockheed Martin, Northrop Grumman und General Dynamics.
Uebrigends Unternehmen die in den 20er Jahren noch nicht
existierten. Lockheed Martin und Northrop Grumman tragen eine Spur
ihrer Herkunft noch im Namen , sie sind zusammenschluesse von vielen
frueher unabhaengigen Ruestungsunternehmen die im Laufe der letzten
Jahrzehnte fusionierten.
Richtig, und die Kontrolle über diese Vorgängerunternehmen lag in den 20er
Jahren nicht selten bei einer einzigen Person.
Firmen haben keine , aber die Personen die diese Firmen kontrollieren
haben eine.
Oder auch nicht. "Kontrolle" in großen Firmen findet oft über relativ
komplizierte soziale Prozesse statt.
Auch bei denen lassen sich die Besitzverhältnisse ermitteln.
Bei privaten Unternehmen ist das nicht oeffentlich.
Meistens eben doch.
Ah ja . Ich koennte mir vorstellen dass Hitler das auch als Antwort
gegeben haette wenn man ihn nach der Quelle seiner informationen gefragt
haette.
Kaum, Google existierte damals noch nicht. Aber im Gegensatz zu Hitler kann
ich die Informationen und Quellen auch nennen. Meine Quelle ist - aber nur,
wenn ich etwas nicht selbst herausfinden kann - die Bibliothek des
Sacramento City College. Welche Informantionen hättest Du denn gerne?
Bekannte in Amerika fragen.
Nur im Notfall.
Vielleicht solltest du ja mal Henry Ford fragen , der hat doch so ein
Buch geschrieben...
Was entnimmst Du diesem Buch in Bezug auf die amerikanische
Rüstungsindustrie?
Was waren denn die Quellen Hitlers, als er die entsprechenden
Behauptungen aufstellte? Er gab ja vor, es genau zu wissen.
Er hat Bekannte in Amerika gefragt ?
Und welche Bekannten waren das? Wo sind die Informationen?
Die Investmentvehikel reicher Einzelpersonen in den USA sind in den
allermeisten Fällen bekannt.
Ja, Bekannte in USA wissen sowas.
Ich hätte nicht gedacht, daß Dir die Argumente so schnell ausgehen. Du wirst
langweilig.
Die Antwort lautet also im Allgemeinen nein.
Falsch, und selbst wenn es so wäre, bliebe es dabei, daß die Behauptung,
Juden kontrollierten die amerikanische Rüstungsindustrie, komplett aus
der Luft gegriffen ist.
Sicher , so wie das was die Bekannten in USA sagen.
Kaum. Da bekomme ich Dinge wie Firmenstatuten oder Protokolle von
Aktionärsversammlungen zu sehen. Hast Du etwas vorzuweisen, was die
Behauptung, die amerikanische Rüstungsindustrie wurde/werde "von Juden
kontrolliert", stützt, oder können wir das als Paranoia eine
paranoid-schizophrenen österreichischen Provinzlers abhaken?
Aha, also in etwa so: "Was dem A nützt, ist ein Argument, was dem B
nützt, ist Propaganda".
Nein Argumente sagen nur etwas ueber die Aussage selbst, Propaganda
verfolgt noch einen anderen Zweck.
Was sagen Argument "über die Aussage" selbst? Und ab wann wird es IYO
Propaganda?
Ersteres ist Werbung, letzteres _kann_ Propaganda sein oder auch nicht.
Werbung ist das deutsche Wort fuer Propaganda. Agitation auch, wird aber
heute anders Verstanden.
Werbung dient i.Allg. dem Zweck, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu
verkaufen. Propaganda dient der Förderung politischer Karrieren.
Welche sollten das sein?
Die Leute die das Usenet rein halten wollen von Andersdenkenden.
Also Leute wie Bügel, Blumentritt und Gorn.
Aber Beispiele für solche "Drohungen" hast Du doch sicher, oder?
Klar ich habe hier sogar so einen Drohbrief vorliegen.
Sollte ich bei gelegenheit mal einscannen.
Ja bitte, das wäre interessant.
Daraus folgt allerdings nicht, daß Zweifel an der Glaubwürdigkeit der
Obrigkeit nicht auf Lügen begründet sein _kann_, da muß man sich schon
den Inhalt der Aussagen näher ansehen.
Sicher sollte man immer.
Dann praktiziere es. Nur daß eine Aussage nicht von der Obrigkeit bestritten
wird, reicht als "Beweis" für ihre Unwahrheit nicht aus. Es ist noch nicht
einmal ein Indiz in die eine oder andere Richtung, da Wahrheit und
Unwahrheit für die Herrschenden keine Kriterien für die Verwendung von
Aussagen sind. Deine ständigen Verweise darauf, daß etwas
"Obrigkeitsmeinung" sei, tragen nicht das Geringste zur Diskussion bei,
weil das vollkommen irrelevant ist.
Was das Beispiel der "Kinderhändlerin Carla Schneider" angeht: Beweise,
daß Du keine bist. Andernfalls wäre Deine eventuelle Behauptung, Du seist
kein, nach Deiner Logik ja Propaganda, die einzig und allein dazu dient,
die Leute dazu zu bringen, Dich als vertrauenswürdige Person zu
behandeln.
Deine Unglaubwuerdigkeit in dieser Frage liegt darin begruendet, dass
du etwas behauptest von dem du gar nichts wissen koenntest, selbst
wenn es wahr waere.
Was hätte ein gescheiterter Postkartenmaler über die Machtverhältnisse
innerhalb der amerikanischen Rüstungsindustrie wissen können?
Dafür gibt es allerdings auch umfangreiche Beweise.
Hinweise , nicht Beweise.
Nein, Beweise.
Ja , aber das aendert trotzdem nichts daran dass Blumentritt ein
antideutscher Linker war und ist.
Das behauptet er, um sich weniger angreifbar zu machen.
Das behaupte ich auch.
Definitionsfrage. Für mich muß ein Linker u.a.

- Menschen nicht nach dem Geburtsort ihrer Eltern/Großeltern bewerten
- Privatangelegenheiten fremder Menschen (insbesondere deren sexuelle
Präferenzen) respektieren, soweit diese nicht mit Nötigung,
Körperverletzung oder Mord einhergehen
- Menschenleben als grundsätzlich schützenswert anerkennen und daher
Angriffskriege ablehnen
- undemokratische Regimes ablehnen
- Verbrechen nicht mit zweierlei Maß messen
- politische Sachverhalte analysieren, statt mit Parolen zu arbeiten

Je mehr einer diese Anforderungen erfüllt, desto mehr "links" ist er IMO.
Blumentritt erfüllt keine einzige. Was sind Deine Kriterien?
Weil fuer dich "Die Rechten" die Boesen sind machst du aus allen von denen
du vorgeben willst dass sie dir nicht passen "Rechte" ,
aber mehr ist nicht dahinter.
Nein, ich habe einen Maßstab dafür, wer rechts ist.
Im uebrigen aehneln deine Ansichten denen
des Blumentritt mit dem ich vorJahren mal diskutiert habe so sehr,
dass ich schon vermutete dass du eine neue Identitaet von ihm bist.
Träum weiter.
Andrerseits hast du aber hier einige Fehler gemacht die Blumentritt nicht
machen wuerde , als war das doch ein Irrtum, oder Strategie ?
Du vermutest viel, ohne zu denken: http://imperado.com/about_pedro.html
Laender werden im allgemeinen niemals Zahlungsunfaehig solange sie die
Schulden bei ihren eigenen Buergern haben. Problematisch sind nur
Auslandsschulden.
Eben. Oder auch Inlandsschulden in Kombination mit Kapitalabfluß.
[...]
Es ging darum, wie Du hier Opfer von Verbrechen,
die mit schwer vorstellbarer Brutalität begangen wurden, beleidigst und
um einen Vorschlag meinerseits, wie Du Dich mit der Wirkung Deines
hiesigen Auftretens auf die Opfer vertraut machen könntest. Da Dir das
offenbar nicht bewußt ist und Du Informationen von außen ja generell
mißtraust, wäre ein Selbstversucht doch die ideale Lösung.
Ich beleidige keine Opfer von Verbrechen, wieso behauptest du hier sowas ?
Deine - zugegebenermaßen dilletantischen - Versuche, den Nationalsozialismus
in ein positives bzw. diejenigen, die dem Spuk ein Ende machten, in ein
negatives Licht zu rücken, sind für die Opfer äußerst beleidigend. Was soll
das eigentlich? Törnt Dich das irgendwie an?
Stalin ist lange tot, man braucht keine Propaganda mehr fuer ihn zu
machen. Die genaue Zahl weiss ich nicht, nur dass es schon in der
groessenordnung von Millionen glegen haben soll.
Du meinst nicht zufällig die kreative "Arithmetik" des Herrn Courtois? Aber
Du kannst Dich beruhigen, ich bin kein Stalin-Anhänger. Ich kann allerdings
durchaus zwischen ihm und Verbrechern wie Hitler oder Pol Pot, die noch
einmal in einer anderen Liga spielten, differenzieren.
[...Heß...]
Aber sicher waere da jemand auf die Idee gekommen. Wer bis 93 keinen
Alzheimer hatte bekommt ihn auch nicht danach.
Und Medikamente lassen sich nachweisen, auch die von denen gesagt wird man
koennte es nicht, koennten ja irgendwann in der Zukunft in Gewebeproben
nachweisbar sein.
Es hätte gereicht, ihm verschimmeltes Essen zu geben. Über Leberkrebs bei
einem 93-jährigen hätte sich niemand gewundert.
Weil dann niemand mehr nachforschen kann, Die Tatwaffe und den Tatort
hat man ja verschwinden lassen koennen. Die Leiche von Hess haette man
nicht verschwinden lassen koennen.
Es gibt genügend Möglichkeiten, einen scheinbar natürlichen Tod
herbeizuführen.
Da hätte höchstens herauskommen können, daß die Alliierten an einer
Einigung nicht interessiert waren, und das ist a) nichts Neues und b)
verständlich, da Hitler ja nicht gerade dafür bekannt war, sich an
Abkommen zu halten.
Du weisst natuerlich genau was da haette herauskommen koennen,
also vermute ich dass es etwas ganz anderes war.
Und das wäre?
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was das hätte sein
sollen.
Natuerlich nicht du kannst ja auch nicht wissen war er gewusst hat.
Du aber schon?
An dieser Stelle wäre ein Beispiel hilfreich.
Das waere ja reine Spekulation.
Ach so. Aber einfach einmal etwas behaupten, nichts belegen können und noch
nicht einmal halbwegs plausible Beispiele liefern, das kenne ich
irgendwoher. Könnte es nicht vielmehr sein, daß Carla Schneider ein
Pseudonym von Blumentritt ist?
Und die Glaubwürdigkeit wird wie genau bestimmt?
Nach dem was jemand ueberhaupt hat wissen koennen.
Wenn Hess sagt mit welchem Auftrag Hitler ihn nach England geschickt hat,
wer koennte dem widersprechen und Glaubwuerdig sein.
Nur Hitler und Hess konnten das gewusst haben.
Wie gesagt: Selbst eine Vermutung wäre hilfreich. Was hätte die Naziführung
den Aliierten mitteilen können (außer einem Friedensangebot), was die
Entsendung eines so hochrangigen Vertreters auf so abenteuerlichem Weg
gerechtfertigt hätte?
Weniger, die scheinbare Beendigung der Wirtschaftskrise brachte Hitler
überall auf der Welt (und selbst in der britischen Regierung) Bewunderung
ein. Sein Image bekam erst Risse, als bekannt wurde, was in Deutschland
außerdem noch vor sich ging, und als sich zeigte, daß der
Wirtschaftsaufschwung der 1930er Jahre eine schuldenfinanzierte
Seifenblase gewesen war.
Schuldenfinanziert sicher - das ist uebrigends sowieso der einzige
Ausweg aus einer derartigen Krise, und wurde auch in den USA so gemacht.
In Maßen. Allerdings nicht durch die Produktion einer Kriegsinfrastruktur.
Die rentiert sich aber nur dann, wenn man vorhat, Krieg zu führen.
Komisch, ich habe in der Schule im Geschichtsunterricht komplette Reden
gehört. Kann es sein, daß im Fernsehen die Teile herausgeschnitten
werden, die einfach zu schockierend sind?
Nein, es werden meistens Auschnitte gebracht die kaum 2 Saetze lang sind,
und im Schulunterricht hatten wir sowas nicht bzw. ich kann mich nicht
erinnern, das hat mich damals nicht so interessiert.
Aber jetzt, wo Du Dich für das Thema interessierst, wäre es Dir ein
Leichtes, in der Seminarbibliothek (Geschichte, Politologie etc.) Deiner
örtlichen Universität danach zu fragen.
Medien müssen eben auf sensiblere Gemüter
Rücksicht nehmen. Jugendfrei war das, was ich hörte jedenfalls nicht,
eher schon so krank, daß es auf manche sicherlich verstörend wirkt.
Beispiel ?
Die Verkündigung, daß jeder Angehörige "minderwertiger Rassen", der
optisch oder aufgrund von Verhaltensweisen wie Nachdenklichkeit oder
"Mängeln" wie unzureichender Körperkraft nicht brauchbar war, zu
liquidieren sei? Reicht das?
Dass es nicht jugendfrei ist liegt an den heutigen Gesetzen, damals
war das nicht so.
Heute ist ja sogar das Oeffentliche zeigen eines Hitlerbildes verboten,
Hitler wuerde also heute schon allein wegen seines Aussehens verhaftet,
Charlie Chaplin darf meines Wissens überall öffentlich gezeigt werden, und
so groß waren die äußerlichen Unterschiede da nicht. Außerdem sieht man
Hitler immer wieder auf den Titelseiten politischer Magazine.
und duerfte folglich auch keine Rede halten.
Auf Tonbandaufnahmen sieht man ihn nicht. Abgesehen davon: Sieht Dein
Traummann wie Hitler aus, oder warum bist Du so scharf auf Bilder von ihm?
Doch, Vietnam und Korea, und keiner dieser Staaten wurde mit einem
derartigen Geldregen bedacht wie die BRD.
Weder in Vietnam noch in Korea standen sich US und Sowjettruppen an
einer Frontlinie gegenueber.
Das verhinderte einen Stellvertreterkrieg in Deutschland. Ansonsten ändert
es wenig daran, daß die beiden System hier wie dort in zwei Teilen eines
ehemals politisch einheitlichen Territoriums in direkter Konkurrenz
zueinander standen.
In Vietnam und Korea kaempften Amerikaner spaeter gegen dort einheimische
Kommunisten. Westdeutschland ist von den Amerikanern erobert worde, es
gehoerte ihnen sozusagen, das gleiche gilt fuer die Ostzone, die den
Sowjets gehoerte. Nichts dergleichen gab es in Vietnam und Korea.
Ach so, in Südkorea sind also keine amerikanischen Soldaten stationiert, das
Land ist nicht abhängig von den USA etc.
Meine Frage bezog sich aber auf die BRD.
Welche Politiker dort ueberhaupt Politik machen durften wurde
von den Allierten entschieden. Welche Zeitungen gedruckt werden durften
wurde von den Allierten entschieden usw.
Daher waren NPD, DVU etc. auch schon immer verboten.
Warscheinlich waere es hilfreich die DDR Propaganda zu dem Thema zu
konsultieren.
Kaum, die beschäftigte sich nicht wirklich viel mit dem Nationalsozialismus.
Wenn Du das z.B. mit Bayern vergleichst gebe ich Dir recht, das kam ja
auch erst durch massive amerikanische Zuwendungen auf die Beine.
Es war vorher mehr ein Agrarland als Schlesien.
Stimmt, aber auch die Ostgebiete waren ziemlich agrarisch. Soll ich Dir
Stories von meinen Vorfahren von den masurischen Seen erzählen?
Ich fühle mich in Regensburg durchaus heimisch, auch wenn ich ein eher
übles Gemisch aus verschiedenen süddeutschen Dialekten spreche.
Ist mir klar, du wuerdest dich warscheinlich in Argentinien oder den USA
genauso heimisch fuehlen.
In den USA weniger, in Argentinien vielleicht. Am besten hat es mir bisher
in Brasilien und Syrien gefallen. In letzterem Land brachte mir die
Nachfrage, ob es stimme, daß in arabischen Staaten die "Protokolle der
Weisen von Zion" offiziell verbreitet würden, übrigens trotz aller
politischer Feindschaft mit Israel einen unfreiwilligen Besuch auf einer
Polizeiwache und den ernsthaften Hinweis, daß Rassismus egal welcher Art in
Syrien nicht geduldet würde, ein. Das nur als kleiner Wink an
"araberfreundliche" Antisemiten.
Du bist ja hier auch nicht einheimisch und wirst von den Einheimischen als
zugereister akzeptiert - aber niemals als Einheimischer.
Doch, was an meinem aktuellen Wohnort wohl auch daran liegt, daß ich hier
geboren und aufgewachsen bin. Aber in Freiburg oder Frankfurt war das nicht
anders.
Tja, nur war dieser Krieg eben durch den deutschen Eroberungsfeldzug der
1930er Jahre ausgelöst worden.
Der Krieg gegen Polen.
Gegen Österreich, die CSR etc.
Krieg ist zwar immer inhuman, aber nachdem
der WWII vorbei war, behandelten die Alliierten die Besiegten durchaus
nicht so schlecht, etwas, was man von den Deutschen vorher nicht sagen
konnte.
Da war ja auch Krieg.
Verbrennungsöfen brauchten die Aliierten auch im Krieg nicht.
Natuerlich mache ich das absichtlich, ich will mitteilen wie es
wirklich war.
Und warum tust Du das dann nicht?
Tue ich doch.
Wo denn? Wenn Du das "Hitler war eigentlich nicht so übel, und die Aliierten
sind/waren die wirklichen Schweine"-Geschwafel meinst, solltest Du Dich
vielleicht doch noch etwas eingehender mit Propaganda vs. Wirklichkeit
befassen.
Das taten sie, allerdings widerwillig und viel zu spät,
Am 4. September , der Angriff auf Polen war am 1.September.
Sie hätten spätestens bei der Besetzung der CSR reagieren müssen.
Die illegale Besetzung Oesterreichs entsprach dem Wunsch der Mehrheit ,
schon 1919, als der Anschluss ans Reich durch die Allierten verboten
wurde.
So? Wie hatten die Österreicher diesen "Wunsch der Mehrheit" denn geäußert?
Und weshalb hatten die Nazis eine so panische Angst vor einer Abstimmung zu
diesem Thema?
Das gleiche gilt fuer das Sudetenland.
Ach so, und wenn sich in 50 Jahren die Mehrzahl der Kreuzberger für einen
Anschluß an die Türkei entscheidet, ist eine türkische Besetzung der Region
Berlin-Brandenburg also rechtens?
Die Besetung der Resttschechei war eine Folge der
Unabhaengigkeitserklaerung der Slowaken.
Was hatte die Tschechei mit der Unabhängigkeit der Slowakei zu tun? Muß